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Full text of "George Vladar Collection. 1837-2004 1988-2004"

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^^^ro Weyen, Las Terrenas, Dominican Republic 
FA?i. 1 809 240 6070 

Caro Pedro, 



Kingston, 11. Oktober 1994 



Sie sind ein geborener Schriftsteller - also hängen Sie die Ahnenschnüfflerei an den Nagel und folgen in 
den sehr lukrativen Fußstapfen von "B.Travis'*, pseudonym des deutschen Autors welcher unter anderem 
"Treasure of the Sierra Madre" schrieb - ich konnte nach Ihrem fax direkt das Blut der Umgebrachten, 
das billige Parfüm der leichten Damen, das Kotzen der von Aids sterbenden, die penetranten Wolken von 
"hash", kurzum Alles wovon sie schrieben, buchstäblich riechen 

Dieses Land hat Sie also ganz unter seiner Fuchtel und weiß was mit dem Verstand geschieht wenn 
gewisse Glieder in ständigem Alarmzustand schwelgen - Sie haben den Rousseau 'sehen "natürlichen 
Menschen" zwar spät aber dafür um so intensiver entdeckt - und ich freue mich ehrlich fiiE Sie - auch ist 
Ihr fax ein Beweis daß Sie noch nicht unter Bougainvillien mit durchschnittener Kehle liegen - zwar 
wildromantisch aber doch mausetod 



Selbstverständlich bleibe ich gerne "in Verbindung" - wenn immer ein Lebenszeichen von Ihnen kommen 
sollte werde ich an jedem aufregenden Wort hängend gerne antworten obwohl ich leider nichts zu 
berichten haben werde....!!!!! Wird Ihnen Post von Austria nachgeschickt -haben Sie eine quasi 
permanente Adresse ? - ich habe keine fax-Maschine und muß Nachbarn belästigen. 

Herr Kristöfl hat sehr nett geschrieben und liebenswürdigerweise die fraglichen Eintragungen erörtert - 
abgesehen davon hat Mrs. Morley's "arme Seele" nun endlich Ruhe - die Heirat der Urgroßeltern, die 
Taufe des Großvaters gefunden, beide in 1851 - in "Hemals" (!) 

Auf der anderen Seite Ihrer Insel der Seligen wird sich ja bald genug tun - dieser "demokratische" 
President ist gelinde gesagt nicht vertrauenserweckend und die Karibische See wird recht rot werden - 
halten Sie sich schön^avon weg und frönen Sie nur absolut "sicheren" Lastern - 

Auf bald - Jorge, 




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George Vladar . 
685 Victoria Street 
Kingston, Ontario 
K7K 4S6 

CANADA 



Wien, Montag, 29. Juni 1998 



Lieber Seftor Vladar! 

Vor wenigen Wochen erst zurückgekehrt und mittlerweile wieder halbwegs re-zivilisiert, fühle ich mich heute 
berufen, auf Ihr kryptisches Schreiben vom 15. Dezember letzten Jahres zu antworten und gewissermaßen 
Zeugnis abzulegen. 

Über Ihre kritische Würdigung meines Geschreibsels habe ich mich sehr gefreut, doch war es mir nicht mehr 
möglich, Ihnen zu antworten. Dazu einige Bemerkungen: In meiner Bananenrepublik gibt es zwar alles, doch 
es funktioniert nicht alles. So gibt es beispielsweise in jedem Dorf ein Schulgebäude und auch viele wissens- 
hungrige Kinder, doch keine ausgebildeten Lehrer. Wenn in einer **Cedula** - das ist ein dominikanischer 
Personalausweis - vermerkt ist, daß der Inhaber des Lesens und Schreibens kundig ist, so hat derselbe die 
Lehramtsprüfung bereits bestanden. 

Ähnlich Äindiert ist die öffentliche Krankenversorgung: Es gibt zwar in fast jedem Dorf ein Gebäude, auf dem 
in güldenen Letlein "Clinica Rural** gefichriebcn steht, doch drinnen gibt's weder Strom noch Wasser, von 
praktizierenden Ärzten gar nicht zu reden. Ähnlich ist es auch mit der Post. Es gibt sie - ja es gibt sogar 
Briefmarken(!) - doch dauert eine Postkarte - sofern sie überhaupt ankommt - zwischen 4 und 6 Monate und 
das, obwohl sich jeder damit befaßte nach bestem Wissen und Gewissen bis an die Grenze des Machbaren 
bemüht. 

Interessanter>veise besteht aber die Möglichkeit, selbst im dichtesten Urwald mit einem Handy mit der ganzen 
Welt zu plaudern oder von jedem größeren Ort zu telephonieren und/oder zu faxen bzw. E-Mails via Internet 
zu versenden respektive zu empfangen. Das heißt, die ultramodemen Techniken sind in einem - für unsere 
Verhältnisse - überreichen Angebot vorhanden, doch die gewissermaßen **altehrwürdigen'' Institutionen, wie 
eben die Post, werden vernachlässigt und kommen einfach nicht in Schwung. 

Wir könnten ohne weiteres in permanenter Fax - Verbindung bleiben, doch war Ihnen, sofern ich mich richtig 
erinnere, der Belüstigungsgrad Ihres Nachbarn oder Freundes zu hoch. 

Mag sein, daß Sie ein paar Jährchen mehr auf dem Buckel haben und auch in vielen Dingen der allumfassen- 
den Weisheit näher sind als ich alter Trunkenbold - es mag auch sein, daß jede Bewegung irgendwann erstarrt, 
doch wenn, wie Sie geschrieben haben, die Aussicht aus dem Kerkerfenster möglicherweise eine andere 
geworden sei, dann haben Sie das Prinzip der Hoffnung immerhin erkannt. Der nächste Schritt wäre die Über- 
windung des Trägheitsmomentes, um es einmal physikalisch auszudrücken. Wie die Fliege auf der Scheibe 
diese nie verlassen wird, um durch das geöffnete Fenster nebenan ins Freie zu gelangen, so sind wir in unseren 
selbst angelegten Fesseln verstrickt! 

Doch nun sei es genug des Wiederkauens! Um im Jargon der Seifenopem zu bleiben: Was inzwischen geschah! 
Mein Büchlein erfuhr die zweite verbesserte Auflage, wird in der Republica Banana gedruckt und erfreut sich - 
trotz seines unverschämt hohen Preises von 200 Pesos (= Ost. Schillinge) - größter Beliebtheit bei deutsch- 
sprachigen Residenten und Touristen. Mit einer Übersetzung ins Englische wird derzeit geliebäugelt. Der - von 
vielen sehnsüchtig erwartete - zweite Teil des Machwerks ist derzeit in Arbeit und soll ab kommender Weih- 
nacht unters Volk gebracht werden. 

Im letzten November wurde ich von einer Lady des österreichischen Rundfunks interviewt. Die Sendung 
wurde am 26. April, einem Sonntagvormittag ausgestrahlt und zwar in einer Sendereihe mit dem Namen 
**Entdecker, Forscher, Abenteurer**. Dort stehe ich nun neben solch unsterblichen Heroen wie Vasco da Gama, 
Cortez und Alexander von Humboldt, was nicht bedeutet, daß ich mich dort richtig plaziert fühle - doch was 
soll*s? 

Was nun endlich die Genealogie anlangt, so gibt es auch hier durchaus Interessantes zu berichten. So erschien 
eines schönen Tages ein "Gringo** deutscher Zunge, welcher in Rio San Juan (R.D.) lebt, mein Büchlein 
gelesen hatte und mich fragte, ob ich nicht hier, auf dieser Insel in Sachen Ahnenforschung tätig werden 
möchte. Nun - die Sache entwickelte sich und es dauerte auch nicht lange, da sah ich mich mit rund 150 
dominikanischen Familien konfrontiert, die alle ein brennendes Interesse an ihre Vorfahren bekundeten. Doch 
wie so oll lag auch diesmal die Motivation im Trivialen: Ob ich Hinterwäldler denn noch nie etwas über die 
Legende des *'Don Josö Guzmän** gehört hätte, wurde ich gefragt. 

Legenden haben mich schon immer interessiert, da sie erstens den Mantel der Rationalität ungestraft ablegen 
können und zweitens lassen sie uralte Kindheitsträume wieder wach werden. Mittlerweile kenne ich daher die 
Story besser wie die meisten Dominikaner: ^ ^i^ ^ ^<q^^^ j 




Es geht dabei um die 1862 bzw. 1865 eröffneten Konten des legendären *'Don Josö Guzmän, Baron de la 
Atalaya", welcher eine Goldmine besaß und im Jahre 1880 in Bajabonico bei Imbert verstarb, ohne die Konten 
seines Vennögens seinen Kindern weitergegeben zu haben. 

Die Repüblica Dominicana wurde bekanntlich am 27. Februar 1844 von den Herren Duarte, Mella und San- 
chez gegründet. Doch schon der erste Präsident Pedro Santana regierte despotisch und ließ vorsichtshalber alle 
politischen Gegner hinrichten. Außerdem gab es immer wieder Zwischenfälle mit der Nachbarrepublik Haiti, 
so daß neuerlich der Ruf nach der Schutzmacht Spaniens laut wurde. Vermutlich aus Furcht vor den seit jeher 
goldgierigen Spaniern beschloß Don Josö, seine Goldvorräte in die Schweiz zu verlagern. Aus diesem Grunde 
sprach er auch mit niemandem darüber und so nahm er das Geheimnis seines Vermögens mit ins Grab. 
Seither existiert die Legende und selbst Trujillo versuchte zu seiner Zeit, an dieses Vermögen zu kommen, 
ebenso erfolglos übrigens wie ein weiterer Präsident der Republik, welcher Guzmän hieß und möglicherweise 
ein Naclifahre des Barons gewesen sein mag. 

Erst der Druck auf die Schweizer Banken in jüngster Zeit vermochte die Legende um das Guzmän - Vermögen 
aufzuklären, denn in der langen Liste nachrichtenloser Konten schienen die beiden Konten auf. 
Mir liegt nun eine Internet-Meldung vom Oktober 1997 vor (http://www.drl.com/news.html), denmach die 
Schweizer Regierung die Existenz dieser Konten akzeptiert und die Bank angewiesen hat, das Geld an zwei 

Familien auszuzahlen. 

Im Mai dieses Jahres habe ich die genannten Familien in Jayabo bei Salcedo und in El Factor bei Nagua 

aufgesucht. Sie kannten zwar die Legende des Don Josö, doch wußten sie nichts von ihrer unglaublichen 

Erbschaft. Ihre großen Augen werde ich wohl nie vergessen. Sie hatten alle Vollmachten vor vielen Jahren 

einem Ingenieur namens Mario Guzmän Cabral aus Santiago de los Caballeros gegeben und ihm auch 40 % 

des Vermögens zugesichert. Trotz dieser großzügigen Provision besteht jedoch der Verdacht eines großen 

Betruges, da der bevollmächtigte Ingenieur die erbberechtigten Familien bis heute nicht informiert hat. 

Ich habe die Absicht, nächstes Jahr ein Buch über diese Story zu schreiben. Im Zuge der Recherchen werde ich 

sowohl genealogische als auch historische Forschungen durchführen. Sollten die rund 150 Familien mich 

allerdings ersuchen, für sie ilu-e Erbschaft sicherzustellen - und diese Möglichkeit zeichnet sich ab - würde ich 

mich mit beglaubigten Vollmachten an die Schweizer Banken wenden, mit denen ich inzwischen Kontakt 

aufgenommen habe. 

Die Bezahlung ist riir mittlerweile nicht mehr so wichtig, die 30% jedenfalls werde ich wohl nicht annehmen, 

da es mir einfach zu viel Geld wäre. Mit nur einem Prozent wäre ich schon zufrieden, denn auf dem ersten 

Konto liegen 250 Millionen und auf dem zweiten 929 Millionen US Dollar! (kein Schreib - oder Lesefehler!) 

Sie sehen also, auch mit so langweiligen und trockenen Pseudowissenschaflten wie der Ahnenforscherei kann 

man durchaus sein Auskommen finden, denn 1% von dieser Riesensumme sind knapp 12 Millionen US$ oder 

zarte 150 Millionen Schilling. Wie soll ich die je versaufen? 

Wie auch immer es ausgehen mag, die Story ist von jener Art, aus denen man so herrliche Femsehserien 

machen kann und an dem Drehbuch werde ich werkeln. 

Was gibt es noch zu berichten? Ja, daß die USA der Meinung sind, die Insel sei ihr Protektorat, wurde mir erst 

neuertich wieder schmerzlich klar, als der neue Präsident gekürt wurde. Die Dominikaner wählten natürlich 

zunächst einen anderen Herrn, doch wenn Wahlen wirklich etwas bewirken würden, wären sie ohnehin längst 

veiboten. Also haben sie jetzt einen jungen dynamischen Präsidenten, der in Amerika ausgebildet wurde, 

zuletzt in New York eine Bank zu Grunde richten durfte und dann von den Amis hier inauguriert wurde. Aus 

Dankbarkeit bestand denn auch seine erste Handlung in der Erhöhung der Benzinpreise um 30%, ein 

Handküßchen an die Esso und Texaco gewissermaßen. ^ ' 

Das alleine wäre schon wieder Stoff für einen weiteren Bestseller, doch die alten Geschichten gefallen mir 

mehr. 

Ich werde voraussichtlich bis Mitte Oktober in Klostemeuburg bleiben. Wenn Sie also nichts besseres 

vorhaben: Über ein Lebenszeichen von Ihnen freue ich mich inmier. Schließlich möchte ich ja auch nicht bei 

Ihnen in Ungnade fallen! 

Nochmals vielen Dank für Ihre Zeilen, schöne Grüße an Mrs. Moriey und •'Hasta Luego". Ihr 




'PecOtö'. 



Oll 

PS: Meine Tel./Fax. Nr. -h43 2243 24480 




SECOND INTENTIONAL EXPOSURE 



Es geht dabei um die 1862 bzw. 1865 eröffneten Konten des legendären *'Don Jos6 Guzmän, Baron de la 

Atalaya'*, welcher eine Goidmine besaß und im Jahre 1880 in Bajabonico bei Imbert verstaii), ohne die Konten 

seines Vennögens seinen Kindern weitergegeben zu haben. 

Die Republica Dominicana wurde bekanntlich am 27. Februar 1844 von den Herren Duarte, Mella und San- 

chez gegründet. Doch schon der erste Präsident Pedro Santana regierte despotisch und ließ vorsichtshalber alle 

politischen Gegner hinrichten. Außerdem gab es immer wieder Zwischenfälle mit der Nachbarrepublik Haiti, 

so daß neuerlich der Ruf nach der Schutzmacht Spaniens laut wurde. Vermutlich aus Furcht vor den seit jeher 

goldgierigen Spaniern beschloß Don Jos6, seine Goldvorräte in die Schweiz zu verlagern. Aus diesem Grunde 

sprach er auch mit niemandem darüber und so nahm er das Geheimnis seines Vermögens mit ins Grab. 

Seither existiert die Legende und selbst Trujillo versuchte zu seiner Zeit, an dieses Vermögen zu konwnen, 

ebenso erfolglos übrigens wie ein weiterer Präsident der Republik, welcher Guzmän hieß und möglicherweise 

ein Naclifahre des Barons gewesen sein mag. 

Erst der Druck auf die Schweizer Banken in jüngster Zeit vermochte die Legende um das Guzmän - Vermögen 

aufzuklären, denn in der langen Liste nachrichtenloser Konten schienen die beiden Konten auf. 

Mir liegt nun eine Internet-Meldung vom Oktober 1997 vor (http://www.drl.com/news.html), denmach die 

Schweizer Regierung die Existenz dieser Konten akzeptiert und die Bank angewiesen hat, das Geld an zwei 

Familien auszuzahlen. 

Im Mai dieses Jahres habe ich die genannten Familien in Jayabo bei Salcedo und in El Factor bei Nagua 

aufgesucht. Sie kannten zwar die Legende des Don Jos6, doch wußten sie nichts von ihrer unglaublichen 

Erbschaft. Ihre großen Augen \>erdc ich wohl nie vergessen. Sie hatten alle Vollmachten vor vielen Jahren 

einem Ingenieur namens Mario Guzmän Cabral aus Santiago de los Caballeros gegeben und ihm auch 40 % 

des Vermögens zugesichert. Trotz dieser großzügigen Provision besteht jedoch der Verdacht eines großen 

Betruges, da der bevollmäcluigte Ingenieur die erbberechtigten Familien bis heute nicht informiert hat. 

Ich habe die Absicht, nächstes Jahr ein Buch über diese Story zu schreiben. Im Zuge der Recherchen werde ich 

sowohl genealogische als auch historische Forschungen durchführen. Sollten die rund 150 Familien mich 

allerdings ersuchen, fiir sie ilu-e Erbschaft sicherzustellen - und diese Möglichkeit zeichnet sich ab - würde ich 

mich mit beglaubigten Vollmachten an die Schweizer Banken wenden, mit denen ich inzwischen Kontakt 

aufgenommen habe. 

Die Bezahlung ist mir mittlerweile nicht mehr so wichtig, die 30% jedenfalls werde ich wohl nicht annehmen, 

da es mir einfach zu viel Geld wäre. Mit nur einem Prozent wäre ich schon zufrieden, denn auf dem ersten 

Konto liegen 250 Millionen und auf dem zweiten 929 Millionen US Dollar! (kein Schreib - oder Lesefehler!) 

Sie sehen also, auch mit so langweiligen und trockenen Pseudowissenschaften wie der Ahnenforscherei kann 

man durchaus sein Auskommen finden, denn 1% von dieser Riesensumme sind knapp 12 Millionen US$ oder 

zarte 150 Millionen Schilling. Wie soll ich die je versaufen? 

Wie auch immer es ausgehen mag, die Story ist von jener Art, aus denen man so herrliche Femsehserien 

machen kann und an dem Drehbuch werde ich werkeln. 

Was gibt es noch zu berichten? Ja, daß die USA der Meinung sind, die Insel sei ihr Protektorat, wurde mir erst 

neueriich wieder schmerzlich klar, als der neue Präsident gekürt wurde. Die Dominikaner wählten natürlich 

zunächst einen anderen Herrn, doch wenn Wahlen wirklich etwas bewirken würden, wären sie ohnehin längst 

verboten. Also haben sie jetzt einen jungen dynamischen Präsidenten, der in Amerika ausgebildet wurde, 

zuletzt in New York eine Bank zu Grunde richten durfte und dann von den Amis hier inauguriert wurde. Aus 

Dankbarkeit bestand denn auch seine erste Handlung in der Erhöhung der Benzinpreise um 30%, ein 

Handküßchen an die Esso und Texaco gewissermaßen. ^ ' 

Das alleine wäre schon wieder Stoff" für einen weiteren Bestseller, doch die alten Geschichten gefallen mir 

mehr. 

Ich werde voraussichtlich bis Mitte Oktober in Klostemeuburg bleiben. Wenn Sie also nichts besseres 

vorhaben: Über ein Lebenszeichen von Ihnen freue ich mich inuner. Schließlich möchte ich ja auch nicht bei 

Ihnen in Ungnade fallen! 

Nochmals vielen Dank für Ihre Zeilen, schöne Grüße an Mrs. Moriey und ''Hasta Luego^ Ihr 




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PS: Meine Tel./Fax. Nr. +43 2243 24480 





PETER WEYEN 

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A - 1020 Wien, Obere Donaustrasse 97 



PRIORITY 
PRIORITAIRE 




George Vladar 
685 Victoria Street 
Kingston, Ontario 
K7K 4S6 

CANADA 




PETER WEYEN 

A - 1020 Wien, Obere Donaustrasse 97 



FLUGPOST 
AIR MAIL 
PAR AVION 



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Mr. George Vladar 
685 Victoria 
Kingston, Ont. 
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Ing. Felix GUNDACKER 




1 190 Wien • Pantzergasse 30/8 • Tel. (0222) 31 88 82 



Firmenanschrift: Sw.i.T. 

1 190 Wien, Silbergasse 1/8 
Telefon: (0222) 36 52 72 
Telefax: (0222) 36 63 98 



George B. Vladar 
685 Victoria 
Kingston^ Ont.kVk 4s6 
CANADA 



Wien, 1.3. 1990 



Ihr Schreiben vom 15.1.90 

Sehr geehrter Herr Vladar, 

Ich sende Ihnen heute einige für Sie interessante Informa- 
tionen, die im Rahmen der Gundacker -Forschung erhoben 
wurden. 

1.) Die Eheschließung des Joseph Anderle mit Anna Maria 
Gundacker ist vermerkt in Tom.VII/Folio 12 der Pfarre 
Ebersdorf: 

20.9.1784 Joseph Anderle, Millnermeißter von der Loya, 

38 Jahre, Witwer 

Jungfrau Anna Maria Gundacker in, Lehen No.l 
2.) Die Eheschließung des Joseph Geßler mit Theresia Gund- 
acker findet sich in Tom.X/Folio la gleicher Pfarre: 
21.4.1807 Joseph, fil. Mathias Geßler und Katharina, 
geb. Richter, 19 Jahre, ledig 

Theresia Gundacker, fil. Joann Georg Gundacker und 
Maria Anna, geb. Rosäcker in, 26 Jahre, ledig, Amthof 
No.l in Lehen 



Zu Ihren Erfahrungen in St. Polten: 

In Ostösterreich ist St. Polten das einzigste Archiv, das 
Matriken führt und auch auf Mikrofilm hat. In Wien und 
Oberösterreich liegen nur die Originalbücher in den Pfarren. 
In über 90% aller Fälle wurde über die Bücher ein Index an- 
gelegt oder im Buch mitgeführt. Nur befinden sich nicht alle 
Indices im Archiv. Daher haben wir beschlossen, einen General- 
index zu beschaffen und edv -mäßig zu speichern. Leider erfah- 
ren wir keine Unterstützung von kirchlicher Seite, sondern 
im Gegenteil versuchen sie, es zu verhindern. 

Noch einmal zurück zu Ihrer Forschung: 

27.2.1810 Maria Taferl No.ll Taufe der Johanna, Vater Joseph 

Gößler, Gaßtgeb., Mutter Theresia gebohrene des Johann Georg 

Gundacker, Bauers in Ebersdorf und Theresia dessen Weibs. 

Hier liegt ein Fehler des Pfarrers vor, die Mutter der Theresia 



war die Maria Anna Rohsäcker. Das geht aus der Taufe der Ther- 
esia eindeutig hervor. 

Eheschließung Tom.V/ Folio 16^ Pfarre Ebersdorf: 
23.11.1762: Joannes Georg^ Honorati Andreae Gundacker et Ro- 
sina ux. Maria Anna, fil. Joannes Rohsenöcker, Schmied 
et Rosina ux. 

Abschließend beantworte ich einige Fragen. 

Die angegebene Adresse des Archivs in Prag stimmt. Empfehle, 
vorher anzuschreiben. 

Die Gesellschaft "Adler" in Wien trifft sich nur jeden Mitt- 
woch, befasst sich eher mit adeligen Genealogien und Heraldik. 
Anfragen könnten Sie dort schon. 

"Unser" Haselbach liegt bei Griesbach, in der Nähe von Arbes- 
bach. 



Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiter helfen. Wenn ich für 
Sie suchen soll, würde ich das zusammen mit anderen Aufträgen 
machen, sodaß nur einige Stunden dafür aufgewendet würden. Da 
ich auch von etwas leben muß, würde ich Ihnen pro Stunde 20 
US Dollars verrechnen müssen. In diesem Falle würde ich genaue 
Angaben brauchen. 

Wie auch immer, ich würde mich freuen, wieder von Ihnen zu 
hören. 

Sincerely 




Weyen 
(der m^teriöse Mitarbeiter) 



PS: Wie ist das Interesse für Ahnenforschung in CANADA generell? 



Anlagen: Blatt 22 und 25 Gundacker / Haselbachstamm 





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George Vladar 
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Wien, 27. 3. 1990 



Your letter from March 8. 

Dear Mr. Vladar, 

First let me say ein specially "Danke schön" for Your letter. 

I laught for hours! 

On monday^the 19. I^ve been in St. Polten and found something, 

You may be interested in. But I will do point by point to 

compare with Your letter! 

(And I will continue in german.) 

1. Die Verbindung der Gundacker mit Loja besteht nur in der 
bekannten Eheschließung des Joseph Anderle mit Anna Maria 
Gundacker 1784, d.h. er kam zu ihr. (das passiert auch heute 
noch) . Nach der Eheschließung ging sie mit ihm nach Loja. Da 
sie Brüder hatte, konnte sie den Hof oder das Haus nicht 
übernehmen. Es war eben damals schon patriarchalisch!! 

2. Die "Gundacker" -Arbeit war eine Sippenforschung, Sie 
betreiben Ahnenforschung. Daher haben mich die Eltern der 
Bräute nicht interessiert. Ich habe sie zwar in meinen Ab- 
schriften notiert, in den Übersichten fehlen sie jedoch. 
Allerdings haben Sie recht, daß öfter das Todesdatum fehlt. 
Diese Arbeit stand unter Zeitdruck, da das Buch fertig werden 
mußte. Es waren immerhin ca. 1500 Eintragungen in über 30 
Pfarren zu finden und abzuschreiben sowie zuzuordnen. 

3. Das Leben des Joseph Gessler und seiner Theresia nach- 
zuvollziehen und natürlich auch ihre Kinder zu finden, ist 
selbstverständlich möglich. Die Arbeit im Archiv ist aber 
sehr zeitaufwendig und ehrlich gesagt langweilig. Der Grund 
ist einfach: Von allen Pfarren, wo es keine Originalbücher 
im Archiv gibt, wurden Mikrofilme angelegt. Diese sind aber 
nur bis 1796 vorhanden, da ab 1797 alle Pfarrer aufgefordert 



Bankverbindung: Raiffeisenbank VÄen, Konto Nr. 03 525.078 / PSK 7508.402 • DVR: 0423483 



wurden^ Abschriften ihrer Matrikenbücher am Ende jeden 
Jahres an das Diözesanarchiv zu schicken. Daher haben diese 
einzelnen Blätter keinen Index. Lediglich die Schrift ist 
genau so unleserlich wie meistens! (Auch ein Grund ^ weshalb 
wir einen General index machen möchten!) 

4. Eine seltene Ausnahme von Pkt. 3 ist die Taufeintragung des 
Joseph Gessler um 1788. Hier gibt es keinen Film, das Buch 
befindet sich in der Pfarre Ebersdorf. (Die älteren Bücher 
liegen im Archiv, sind aber wegen Feuchtigkeit gesperrt. 
Eine Abschrift dieser Bücher liegt hingegen vor. (Eine Wahn- 
sinnsarbeit des Archivleiters!) Ich bin zuversichtlich, daß 
Ebersdorf in brauchbarer Zeit in der Nähe meines Weges lie- 
gen wird, der Pfarrer dort ist sehr nett. 

5. Eheschließung des Mathias Mühler mit Anna Winter 
am 5.(!)May 1806 in Münichreith / Ostrong: 
Mathias Miller, Schumachermeißter und Kleinhäusler, des 
Mathias Miller im Markt Wattern in Böhmen, und der Marianna 
geb. Kindermaurin beyder im Leben ehelicher Sohn 
Münichreit No.16 , 24 Jahre , ledig 

Mariana Winter in, des Andreas Winter, Bauers in Lahn in der 
Pfarr Rappotenstein und der Elisabeth geb. Wagnerin beyder 
in Leben eheliche Tochter. /" 4^ • 

Pruck No.4 , 31 Jahre , ledig. {ßWTt $lt/HiC (&r i^HS j!f^< PPhC^ 
Testes: Joseph Böhm Bauer zu Münichreit Uä^/^CMBnJ 

Andreas Siherl, Sagmeißter zu Münichreit. 

Dazu ein Hinweis. Die Eltern des Bräutigams sind in der 
CSR zu suchen. (Ich könnte einen Film kommen lassen, dauert 
ca. 3 Monate). Hinfahren ist zu teuer! Die Eltern der Braut 
haben in Rappottenstein geheiratet. Es gibt nur Duplikate 
ab 1797. Dieses Lahn oder eventuell Lehen (davon gibt es 7) 
kommt im Pfarrbereich Rappottenstein nicht vor. Man könnte 
nachschauen, ob der Name Winter nach 1797 in Rappottenstein 
vorkommt, oder in einer benachbarten Pfarre. 
Nevertheless ist Andreas nach Münichreit gezogen, hier war 
seine Elisabeth zu Hause. Die Taufeintragung einer Elisabeth 
Wagner findet sich auf Folio 21 im Buch von Münichreith. 
Das Archiv machte jedoch schon zu, beim nächstenmal schau 
ich mir das an. 






6. Ihre große "Niederlage" in St. Polten waren die Bücher 

von Vitis. Es gibt zwar keinen Index, aber wo ist das 

Problem? 

Tom. III/Fol . 22 : 29.1. 1769 

Biderman J.Michael h. J.Pistor(=Bäcker) .M. Josepha, D.Josephi 

Weixelbraun, Judicus in Gerungs et Catharino Foberin hon. 

virgo legitima 

D. Joan Monig hie et Michl Fleischmann Testes. 

(Die Braut hieß Maria Josepha.) 

Taufen Tom.II/Fol. 141: September 1736 

Den 17. bris ist getauft worden Adamus Joannes Michael Pater 
Joseph Biderman alhier ux Elisabeth Patrinus Joannes Petrus 
Fischer Gaßtwirth alhier ux. Anna Maria. 




Trauungen Toin.II/Fol.267: Anno 17 
Den 13.Junius sind copulirt worden der ehrbare Joseph Bider- 
man ledigen Standts seines Handwercks ein Beckhermaißter 
alhier mit der tugendsamen Jungfrau Elisabetha des Philipp 
"lanckh alhier und Catharina dessen Ehewirtin beider noch 
in Leben ehelich erzeugter Tochter 

(aus dem Namen Klanckh wurde später Klang) 

Taufen Tom.II/Fol.29: November 1714 

Den 5. dito ißt gethaufft worden Eva * Theresia dessen Vatter 
Philipp Glang uxor Katharina^ Patrinus Herr Christoph Lehr- 
baumb alhier^ uxor Eva 

* Elisabeth 

(Diese Anmerkung mit dem Sternchen steht so im Originalbuch) 

Trauungen Tom.II/Fol.206: 6.2.1714 
Franz Biderman Bürger und Beckherma ister Wittiber 
Jungfrau Anna Maria Ertlin (Tochter des) Wilibaldus Ertl 
Postmaißter und der Anna Maria ^^ f"ß/H/ 

(Da war er schon Witwer!) 



Jetzt kommen wir zu Tomus I : 

Taufen / Fol. 173b Anno 1700 

IS.Martius Baptizatus est Josephus Francisci Bidermans 
Pistoris et uxoris ejus in Vittis legitimus filius e 
fönte lustrali (?) suscepit Nobilis et ornatus Er'us 
(Erasmus ? ) Leopoldus Hartman in Vittis 

(Franciscus ist der Vater ^ die Mutter ist nicht genannt) 

Trauungen Fol. 73: Januarius 1690 il^!/7f /5&9^ 

Den 24. dito ißt copulirt wordten Franciscus Piderman 






seines Handtwerckhes ein Bäckher ^ deß ehrsamen undt be- 
schaidnen Herrn Bernhardt Piderman Rathsbürger und Bäckh 
alhier in Vittis, undt Maria Sei: sein Ehewürthin deren 
beider ehelicher Sohn Nimbt zur Ehe die tugendsambe 
Jungfrau Susanna deß ehrengerechten undt beschaidenen 
Thomas Pockflueß sei . gewester Midtnachbar undt Bäckhers 
in Grüdorff (?) Elisabetha sein Ehewürthin noch in Leben, 
derer beider eheliche Tochter 

Derer Beider eheliche Zeug auß der Preydigambs seithen 
die ehrbare Männer alß 

(Weitere Eintragung der Zeugen wurde nicht vorgenommen.) 

Die Taufe des Franciscus habe ich derzeit noch nichts fand 
aber eine spätere Eheschließung seines Vaters: 






Fol. 45 Februar 1676 

Die 10 ejusdem Mensis februarius Copulatus est Honestus 

Vir R^rn;.rHiig ^J^ypi;^nn Vir^niis eX Vittis CUIU honesta 

Virgine rai-hay j.na Reichberaerin f ilia legitima patris 
Joannis Reichberger et Susannae uxoris ejus auf der 
Zeichbergmill (?) 

Testes Sponsi fuit Joannes Sürs v. Kaltenbach 
Sponsae Andreas Thormer v. (Eschenau?) 

Die Eltern der Susanna Pockflues heiraten Anno 1664: 
Fol. 26b 

Die 7.Julii contraxit Matrimonium cora me de praesenti 
Thomas filius Pauli Pockhfueß in Gädorf et Anna uxoris 
cum Elisabetha filia Nicolai Roibperger et Anna uxoris 
(fernatis fernadus secundus ?) Conc.Trid: Praesentibus 
Laurent ius Rausch Senatus (confetto ?) Joanne Grübling 
eine et Alys. 

(Mein Latein hat hier offenbar Lücken! Es handelt sich 
wahrscheinlich um klerikale Formulierungen aus alter Zeit 

Da meine Zeit im Archiv zu Ende ging, notierte ich noch 
folgende Eintragung: 





Fol. 14 Januar 1656 

Die 18 C opulatus est Paul Bidermann deß Gregor Bidermann 
zu ördeng. (?) und Margaretha dessen abgeleibter (! ) Hauß- 
frau ehelicher Sohn 

mit . Margaretha deß Mathiae Schön Bauer zu (?) und Doro- 
thea dessen verstorbene Haußfrau eheliche Tochter 
(keine Trauzeugen) 

Dieser Gregor könnte der Vater des Bernhard sein. Wenn 
Sie es wünschen, schau ich es mir nochmal genau an. 
Ebenso die Trauung des Joseph Weixelbraun in Gerungs. 
(Hier beginnen die Bücher Anno 1630) 



8. Die Anfänge der Gundacker von Haselbach, soweit sie mir 
bekannt sind, lege ich bei. Wir stöbern derzeit in Herr- 
schaftsprotokollen, um auch dort weiterzukommen. 

9. Die meisten Bauern hatten damals Nebenberufe, sodaß es 
nicht ungewöhnlich ist, Bauer und Richter zu finden. Die 
Gundacker in Haselbach waren auch Weber. Sogar die Ur- 
enkel in Deutschland waren noch Weber. 



10. Johann Georg Gundacker hatte drei Söhne, ob diese 
Mannesalter erreicht haben, kann ich derzeit nicht sagen. 
(Es erscheint in einigen Jahren eine 2. Auf läge des Buches.) 
Söhne aus der zweiten Ehe gab es nicht. Anna Maria geb. 



Heugatter heiratete nach dem Tod des J.G. noch einmal und 
zwar einen Franziskus Gundacker, mit dem sie zwei Söhne 
und eine Tochter hatte. Diese konnte ich verfolgen. 
Dieser Franziskus war ein Sohn des Anton Gundacker aus 
Losau. Dieser Anton wiederum war ein Sohn des Laurentius 
Gundacker aus Payerstetten No.2. Und dieser Laurentius 
ist ein Sohn des uns bekannten Andreas (siehe auch die 
Beilage Nr. 22 meines letzten Schreibens) Alles Klar? 



11. Zu Ihrem Gebetbuch kann ich derzeit keine Stellung 
beziehen. Dazu weiß ich eigentlich zu wenig. Vielleicht 
sollte ich Ihnen auch etwas zum Lösen überlassen. 

(Das war natürlich ein Joke , es ist auch schon 2oUhr 
geworden . ) 

Einen Punkt beantworte ich noch und zwar: 

12. Leiben hat zwar eine Kirche mit Friedhof^ es handelt 
sich aber um eine Filialkirche von Ebersdorf. Die Matriken 
werden in Ebersdorf mitgeführt. Die Ebersdorf er Matriken 
beginnen 1633. 



Ich hoffe, die 4 1/2 Stunden Archivarbeit hat Ihnen weiter- 
geholfen. Um die ÖS 1.000 waren Herr Gundacker und ich in 
Wien essen. Eo ist noch e tw as übriggeblieben . Jedenfalls 

vielen Dank!!! jcorref^r : P'V^ koib^^ c/o^j lol<*J u/Z^^y-^Z/af S 

Sollten Sie irgendwann wieder nach Wien kommen^ würde ich 
mich freuen^ Ihnen die Stadt zu zeigen. Wir starten dann 
am Abend. 




All the best 



Yours faithfully 




Weyen 



Beilagen. 



/ 



INSTITUT 





FAMILIENFORSCHUING 



George Vladar 
685 Victoria 
Kingston ^Ont. 
K7K 4S6 
CANADA 



Wien^21.5.90 



Ihre Briefe vom 4.4. und 14.5.90 



Sehr geehrter Herr Vladar^ 

Zunächst ein "sorry"^ da ich Ihnen nicht geantwortet habe, 
doch haben wir inzwischen ein Institut gegründet, das sich 
mit Ahnenforschung in Österreich befasst. Wir hatten natür- 
lich viel Arbeit damit, daher die Verzögerung. 
In Ihrer Forschung werde ich demnächst weiter machen können 
Ein Besuch in Ebersdorf und St. Polten sind vorgesehen. Mit 
Ergebnissen ist aber erst in einigen Wochen zu rechnen. Ich 
bitte um Ihr Verständnis. 
Einiges möchte ich aber schon heute klären. 

1. Dieses ominöse "Lahn" bei Rappottenstein taucht hin und 
wieder auch in anderen Pfarren auf (z.B. in Traunstein) 
Ich würde meinen, daß es sich um ein Lehen handelt, also 
um einen Hof, der nicht im Besitz des Bauern war. Es 
wäre festzustellen, ob es im Pfarrbereich Rappottenstein 
eine Familie mit dem Namen Winter gegeben hat. Selbst 
wenn die Matriken erst später beginnen, würde das Vorhan- 
densein des Namens diese Frage klären. Um dann hier 
weiter zu kommen, müßte man die umliegenden Pfarren auf 
Winter - Eheschließungen prüfen, um diese Familie zu 
rekonstruieren. Eine mühevolle Arbeit, da die Indices 
nur den Namen des Bräutigams enthalten. Sicher ist, daß 
es sich zweifelsfrei um Rappottenstein handelt. (Also 
nicht Rapoltenreith! ) 

2. Groß Gerungs 31.5.1743 werde ich überprüfen. Es müssen 
dort weitere Taufen zu finden sein. Eine Klärung ist 
sicher möglich. 

3. "Adam Johann Michael". Joseph Bidermann wollte seinen 
Sohn ursprünglich "Adam Michael" nennen. Das "Joannes" 
ist eine symbolische Ehrung für den Paten. Dieser war 
der Joannes Petrus Fischer. (Patrinus = Pate) .Es ist 
also nicht der Vater der Mutter Elisabeth! Alles Klar? 

Es gibt kein Copyright auf diese Art der Darstellung, doch 
bin ich ein wenig stolz auf diese "Erfindung". Sie stammt 



A-1 190 Wien, Döblinger Hauptstraße 56/4, Tel. 0222/36 74 12, Fax 0222/36 63 98 



aus der Stücklistentechnik, die komplexe Zusammenhänge 
übersichtlich macht und änderungs freundlich Ist. Die Dar- 
stellung der "Ahnen - Listen" hingegen Ist viel älter als 
Ich. Ein Beispiel finden Sie In der Anlage. Die Nummerlerung 
der Personen Ist global so üblich. Die Väter haben Immer 
gerade Zahlen, die Ehefrau Ist Immer Ehemann + 1 ! Der Vater 
hat Immer die Zahl eines Kindes mal 2. Für die Darstellung 
ganzer Sippen Ist dieses System natürlich nicht brauchbar. 

Ihre Befürchtung, Ich sei möglicherweise ein frommer Mensch, 
Ist mit Sicherheit nicht zutreffend. Ihre Meinung über die 
allein selig Machende sind mir aus der Seele gesprochen. 
Das einzigst Positive, das Ich an der Kirche sehe, Ist, daß 
sie Matrikenbücher geführt hat. 

Derzeit sind wir dabei, über 50 Millionen (!) Personendaten 
EDV - mäßig aufzubereiten. Das Ist das Ergebnis vieler 
Forschergenerationen. Wir wollen damit verhindern, daß eine 
Forschungsarbelt mehrfach gemacht wird. Auch werden wir In 
absehbarer Zelt über Fllmmaterlal verfügen, sodaß wir einen 
Teil der Forschungen hier bei uns machen können. Leider wird 
aber auch dann die Reisetätigkeit In diverse Pfarren nicht 
aufhören, well tausende von Pfarrbüchern nicht verfilmt sind. 
Wir haben der Kirche angeboten, auf unsere Kosten diese 
Bücher durch einen Fachmann verfilmen zu lassen. Bis jetzt 
keine Antwort. Doch nur entäuscht zu sein, Ist mir zu wenig: 
Über die Prlnt und Fernsehmedien werden wir versuchen, die 
Kirche unter Druck zu setzen, um diesen Kulturskandal in der 
Öffentlichkeit zu erklären bzw. zu beenden. 
Sie, Herr Vladar, können uns dadurch helfen, indem Sie uns 
ganz offen Ihre ehrliche Meinung dazu schreiben. Es ist sicher 
wertvoll, einige solcher Briefe bei passender Gelegenheit 
auf den Tisch zu legen. Die große Entfernung zu Österreich 
wird eine solche Wirkung nicht verfehlen. Aber ich möchte Sie 
nicht dazu nötigen, meine Arbeit an Ihrem "Fall" bleibt davon 
unberührt . 

Ihren Fragebogen habe ich notiert und werde demnächst weiter- 
machen. Auch wenn ich nicht viel finde, werde ich Ihnen die 
Einzelergebnisse mitteilen. Ich glaube, besser Wenig und 
Richtig als Viel und Falsch. 

Für die Arbeit an Ihrem Gebetbuch wäre es sinnvoll, eine 
Kopie oder Abschrift zu haben, zumindest aber die Namen und 
Daten der dort angeführten Kinder. Ich bin sicher, dieses 
Gebetbuch war der Einstieg in Ihre Forschung - Wem werden 
Sie es einmal weitergeben? 



Entschuldigen Sie nochmals die größere Pause. Der nächste 
Brief wird wieder mehr "Inhalt" haben. Bis dahin verab- 
schiede ich mich, (Suchen Sie keinen Arzt auf, dann bleiben 
Sie gesund) 



mit freundlichen Grüßen 





INSTITUT 





FAMILIEN FORSCHUNG 



George Vladar 
685 Victoria 
Kingston , Ont . 
K7K 4S6 
CANADA 



Wien,7.6,1990 




Sehr geehrter Herr Vladar^ 

Mein Zeitdruck ist enorm ^ daher ganz kurz zum Interessanten: 

Nr. 17 auf Ihrer Ahnenliste ist Maria Josepha Weixelbraun. 

In der Pfarre Vitis habe ich den Vater mit Joseph entziffert. 

Das war offenbar ein Lesefehler von mir oder ein Hörfehler 

vom Pfarrer. Ich habe mir vorige Tage die Bücher von Groß 

Gerungs angeschaut und folgendes gefunden: 

Tom.IV/Fol.41 Anno 1743 

Die Sl.Mayus Baptizata est Maria Josepha filia legitima Domini 

Rudolphi Weixlbaum civis et professione Canonis in Gerungs, et 

Catharinae ejus conjugis, Patrinis levantibus Deo Francisco 

Antonio Paur cive et textore in Gerungs, et Maria Anna ejus 

Conjuge 

Sie war das dritte von 9 Kindern. (siehe auch Anlage) . Bei 

schwer lesbarer Schrift kann man Rudolph mit Joseph leicht 

verwechseln. Klarheit brachte die Eheschließung, welche ich 

nach einigem Suchen fand. Natürlich gab es keinen Index. 

Tom.III/Fol.127 Anno 1740 

Die 16 Februarius Copulatus est Honestus Dominus Rudolphus 

Weixlbaum civis Solutus et Canio in Gerungs, honesti Domini 

Joannis Weixlbaum fuiti Senatoris et Canponis in oppido 

Arbesbach et Eleonora ejus conjugis amborum sie defunctorum 

legitimus filius cum honesta et pudica virgine Anna Catharina 

Faberin, per honesti Domini Joanny Francisci Faber Civis et 

Praxatory in Gerungs sie defuncti, et Mariae Elisabethae ejus 

conjugis adhuc in vivy legitima filia, testes sunt Dominus 

Andreus Marcus Paur, et Joannus Pämmer ambo Gerungs 

Wir hatten es hier also mit drei Fehlern zu tun: 

1. Rudolph statt Joseph 

2. Weixlbaum statt Weixelbraun 

3 . Faber statt Fober 

Als nächstes habe ich mich auf die Faber konzentriert. Die 

Taufe der Anna Catharina steht in 

Tom.III/Fol.72 Februar 1716 

Die 15 Baptizata est Anna Catharina filia legitima Dei 



A-1 190 Wien, Döblinger Hauptstraße 56/4, Tel. 0222/36 74 12, Fax 0222/36 63 98 



^• 



Joannis Francisci Faber judici Patronesis ex Gerungs et 
conjugis Maria Elisabetha Patrini Levantiby Ditii Wolfgango 
Carolo Landtsteiner ex Gerungs rt conjuge Justina 
Sie war das letzte Kind dieser Familie. Zwei frühere 
Taufen konnte ich noch finden. Die früheren finden sich 
in Tomus II, welches ich aber nicht eingesehen habe. Wenn 
Sie das noch interessiert, schreiben Sie mir bitte. Die 
Eheschließung der Eltern konnte ich auch noch finden, 
obwohl ich viele Seiten ohne Index durchsehen mußte. Erst 
im Jahre 1702 wurde ich fündig: 
Tomlll/Fol.ll 

Den 1. Augusti dem ehrsamben Herrn undt Brayer Maißter 
Johannem Faber deßßen Bayständt Wolf Carl Landtßteiner 
undt Ferdinandt Crüttner, mit der ehrentugendtßamben 
Jungfrau Maria Elisabetha WeßerMayhrin, deren Zeugenstandt 
Herr Johann Aßßen(?) Markht Richter undt Johann Böhem 
Braymaißter 

Dazu einige Erklärungen: 

Die Fabers waren offenbar Braumeister, er hatte (wahr- 
scheinlich) noch zwei Brüder mit Namen Johann Baptist 
und Balthasar. Der Zuname der Braut war schwer zu lesen, 
möglicherweise heißt er Wiesmayer (Dieser Name taucht 
in der Pfarre öfter auf.) In Gerungs kann ich bis 1631 
zurück kommen, die Frage an Sie, ob Sie das wollen, oder 
soll ich mit Nr. 18 weitermachen, die Taufe des Mathias 
Joseph Anderle? 

übrigends war ich in der Pfarre Ebersdorf, um die Taufe 
des Joseph Gessler zu finden. Die Bücher von 1784 - 1804 
sowie von 1757 - 1784 habe ich komplett durchgesehen. 
Der Name Gessler oder Gößler kommt überhaupt nicht vor. 
Ich vermute ihn in Maria Taferl, da ja dort die Kinder 
getauft wurden. Demnächst werde ich dort nachschauen. 
Es war diesmal nicht besonders viel, doch wollte ich 
Ihnen das nicht vorenthalten. 

Mit den herzlichsten Grüßen von Wien nach Ontario 




Weyen 



Anlagen 




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FAMILIENFORSCHIING 



George Vladar 
85 Victoria 
Kingston, Ont. 
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Dear Mr. Vladar^ 

Umgeben von Papierbergen, von Mikrofilmen und tausenden Daten, 
gehetzt von Terminen, verärgert über die Dummheit und die 
Kurzsichtigkeit mancher Pfarrer, kurz gesagt, mitten im Alltag 
eines durchschnittlichen Ahnenforschers, habe ich heute den 
Entschluss gefasst, durchzuatmen und Ihnen zu schreiben. Auch 
um nicht mit einem schlechten Gewissen ins neue Jahr zu treten, 
möchte ich Ihnen einen Wunsch erfüllen, ein verspätetes Weih- 
nachtsgeschenk gewissermaßen. Einer Ihrer Wünsche war, das Vitis 
Buch "auszuwringen". 

Im Archiv liegen folgende Matriken von Vitis: 
Tom.I * oo + (1648 - 1710) 
Tom. II * oo + (1710 - 1746) 
Tom. III * oo + (1747 - 1784) 
Tom. IV * (1782 - 1811) 
Alle weiteren Bücher liegen in der Pfarre. 

Ich habe mir das Tomus III vorgenommen und SÄMTLICHE "Bidermann" 
Eintragungen abgeschrieben. In diesem Buch sind unter Garantie 
keine weiteren Eintragungen über "Bidermänner" mehr vorhanden. 
Im folgenden also die genaue Abschrift, d.h. jeder Buchstabe und 
jede Abkürzung exakt so, wie sie dort steht. Die Bemerkungen in 
Klammern dienen nur zur Erklärung. 

Tomus III (1747 - 1784) 

Zunächst die Taufen: 

Fol. 16: 26.7.1753 * Anna 

Joseph Biderman, A.Maria, Eschenau (Ort) 
Andre Steinbeck et Eva Maria (Pathen) , ej.loci 
(aus dem gleichen Ort) 



Fol. 19: 



2.6.1754 * Magdalena 
Joseph Biderman, Elisabeth, pistor hie (Bäcker von 
hier) D.Franz Lebersorg, A.Maria huiates (hiesige) 



A-1 190 Wien, Döblinger Hauptstraße 56/4, Tel. 0222/36 74 12, Fax 0222/36 63 98 



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Fol. 23: 



Fol. 25: 



Fol. 27: 



30.7.1756 * Rosalia 

Joseph Biderman^ Anna Maria v. Eschenau 

Andre Steinbeck et Eva Maria ejus loci 

2.9.1757 * Joan. Michael 

Adam Biderman hie pistor, Juliana 

Joan Heninus Judex (Richter) hic^ Francisca ux. 

(ux. = uxoris = Gattin) 

2.8.1758 * Theresia 

Joseph Biderman et Maria Eschenau 
Andre Steinbeck Eva M. Eschenau 



Fol. 31: 



Fol. 32: 



Fol. 35: 



Fol. 40: 



25.12.1760 * Joa. Joseph 

Franz Biderman Pistor Juliana ux. hie. 

Jos. Paur Sutor (Schuhmacher) Barbara hie 

10.3.1761 * Francisca 

Joseph Biderman^ ux. A.Maria, Eschenau 

Andre Stainbeck Eva Maria ibid. (ibidem = ebendort) 

11.7.1762 * Magdalena 

Franz Biderman hie Juliana ux. 
Jos. Paur, hie Barbara ux. 

22.4.1764 * Georg 

Jos. Piderman Eschenau A. Maria ux. , 

Andre Stainbeck ibid. Eva Maria 



Fol. 41 



Fol. 49 



11.6.1764 * Anton 

Franz Biderman hie Juliana 

Jos. Paur hie, Barbara 

3.9.1767 * Rosalia 
Jos. Biderman v. Eschenau A.Maria 
Andre Stainbeck Eva M. ibi. 



Fol. 53: 



29.9.1768 * Michael 

Franz Biderman Pistor Juliana Poperschellerin hie. 

Jos. Baur hie Barbara Hirtin 



Fol. 55: 



6.4.1769 * Joanna 
Joseph Biderman Eschenau A: Maria Kainz 
Andre Steinbeck Eva Maria 



Fol. 57: 



18.12.1769 * Juliana 

Michel Biderman hie Josepha Weixelbraunin 

J Georg Litsehauer Schwarzenau (Ort) Joanna 




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Fol. 64: 



Fol. 65: 



Fol. 67: 



Fol. 72: 



Fol. 79: 



Fol. 88: 



23.5.1771 * Joan.Bapt. Vittis No.ll 
Michel Biderman hie Pistor, Josepha Weixelbraunin 
Joan G. Litschauer Molitor (Müller) in Schwär zenau 

12.1.1772 * Barbara Vittis No.62 
Franz Bidermann Pist: et Juliana Pappenschellerin ux: 
Joseph Baur Sutor ibid uxor Barbara 

27.9.1772 * Joan Michael Vitis No.ll 

Mich: Piderman ux. Josepha Weixlbraunin 

Georg Litschauer Molitor in Schwartzenau,ux: Joanna 

8.5.1774 * Joanna Vitis No.ll 

Michael Biederman Josepha Weixnerin ( ! ) 
Jo: Georg Litschauer Molitor in Schwartzenau,ux: Joanna 

4.12.1775 * M.Anna Vitis No.62 

D. Biderman Frone. Consul. Pistor (Bürgermeister und 
Müller) Susanna Schrotmayrin ux 
Barbara Baur in Civi. (Bürgerin) nata (geborene) Hirt 

19.9.1777 * Theres. Vitis No.62 

Biderman Franz Pistor, Consul tor, Susann. Schrotmayer in 
Barbara Baürin civis 



Fol. 91: 



11.4.1778 * Thecla Vitis No.ll 

Biderman Michael pistor, Josepha Weixelbraunin 
Joanna Litschauerin molit. v. Schwarzenau 



Fol. 93: 



30.12.1778 * Joseph Vitis No.62 

Biderman Franz Pistor, Consultor, Susanna Schrotmayrin 
Jos. Baur Sutor hie. 



Fol. 101: 



25.5.1780 * Theres. Vitis No.62 

Biderman Franz Consultor, Susanna Sehrotmayer in 
Barbara Baürin hie 



Fol. 102: 



13.9.1780 * J Georg Vitis No.ll 

Biterman Michael pistor. Josepha Weixlbraunin 
J.Georg Litschauer molitor in Schwarzenau 



Die für Sie interessanten Taufen sind also : 
Fol. 57 

Fol. 64 
Fol. 67 
Fol. 72 
Fol. 91 
Fol. 102 

Ob weitere Kinder des Michael Bidermann vorkommen, kann ich 
derzeit nicht sagen, da ich zeitlich keine Möglichkeit mehr 
hatte, das Taufbuch Tom. IV einzusehen. 



Es folgen die Eheschließungen Im gleichen Buch. 



[^ 



Fol . 3 : 



Fol . 5 : 



3.6.1749 
Copul. worden der ehrbahre Mathias Gruber ein Leinweber 
V. Eichenbruckh und die tugendsame Jungf . Eva Maria 
Bidermanin Testes (Zeugen) Laurentius Prestel v.Nagliz 
u. Joseph Schonbaur de Gaydorff 

23.11.1751 

Joseph Bidermann hon.Juv. (honestus juvenis = ehrbare 

Jüngling) Rafings (Ort) Anna Mar: Pauli Kainzer 

Eschenau fil.legit (eheliche Tochter des Paul Kainz) 

Lorenz Tümmel ex Liechtenberg^ Michael Strasser ex Non- 

dorff 



Fol. 10: 



Fol. 12: 



5.10.1756 

Adam Biderman h.juv. Pistor hie Juliana Schrotmayer in 

h:Vid.hic (honesta vidua = ehrsame Witwe) 

Michel Schenbaur Gadorf Johann Honig Judex hie 

9.10.1759 

Franc. Biderman h.J. hu jus Pistor: Juliana h.v.D. 

Gotth. Pappenscheler f.l. (h.v. = honesta virgine 

= ehrsame Jungfrau) (D. = domini = des Herrn) 

(f.l. = filia legitima = eheliche Tochter) 

Michael Schenbaur Gad. (Gadorf) Zacharias Raidl 

Glockmiller 



Fol. 15: 



Fol. 21: 



Fol. 22: 



Fol. 31: 



9.11.1762 

Matthias Paur h.J. hie Theresia h.V. Lorentzy Piter- 

man et Sophiae f.l. hie 

Rudolph Lew Joa. Honig 

22.11.1768 

Hainzel Carolus v. Mergenbrechts h.J. A. Maria Josephi 

Biderman hie f.l. h.V. 

Testes Math. Hainzel et Ign. Fux hie 

29.1.1769 

Biderman J. Michael h.J. Pistor M. Josepha^ D. Josephi 

Weixelbraun et Judici in Gerungs^ et Catharinae Foberin 

hon. Virgo legitima 

D. Joon Honig hie et Michel Fleisehman Testes 

22.11.1774 Vitis No.62 

D. Franz Biderman Consultor et Pistor Vid. (Viduus = 

Witwer) Susana, D. Math Schrotmayer defuneti (= verstor 

ben) et Julianae hie f.l. 

Joseph Paur Sutor, et Franz Schrotmayer Pistor hujates 




Fol. 44: 



22.1.1782 Vitis No.45 

Adam Bittermann Lehrers und Witwers mit Magd, des 

Peter Zeiner Witwe 

Franz Schrotmayr Bekannter 

Michael Neunteufel allhier 



Fol. 45: 



11.2.1783 Gadorf No.l2 

Mathias Freund 

Magdalena fa. (filia) v. Franz Biedermann Beckers 

von hier 

H. Leopold Pomeißl Joseph Bauer 



Die für Sie interessante ist Fol. 22 



Nun folgen noch die Todesfälle im gleichen Buch. 

Fol. 9: 25.11.1751 

Maria Bidermanin vidua hie, 62 an (annorum = Jahre) 
incola (=Einwohnerin) bene provisa (= bestens versehen 
worden, mit Sterbesakramenten!) 

Fol. 13: 25.8.1755 

Magdalena Josephi Biderman Pistoris hie 15 menses 
(= Monate) 

Fol. 15: 26.4.1757 

Rosalia Jos. Piderman in Eschenau fil.leg. 7 mens. 

Fol. 24: 3.4. 1764 

Maria Anna Bidermanin Caelebs (ledig) hie 23 an. 



Fol. 28 



Fol. 28 



8.9.1767 
ab Obstretina Baptiz. D.Franz Biderman hie 
(Das von der Hebamme notgetaufte Kind) 

11.10.1767 

Rosalia Bidermanin ibid. 6 Heptom. (Hebdomada = Woche) 



Fol. 29: 27.3.1768 

Ant. Franz Biderman hie f.l. 4 an. 



Fol. 31: 15.2.1770 

Johanna Michel is Biderman hie 21 diern (dies = der Tag) 

Fol. 31: 11.3.1770 

Anna Bidermanin Vid. hie 69 an. 



Fol, 36: 6.11.1771 



Joannes f.l. Mich: Bidermann Pistor 
4 Mense 20 Dies 



Vittis No.ll 




Fol. 38: 



Fol. 40: 



Fol. 40: 



Fol. 50: 



30.8.1772 Vitis No.ll 
Joseph Pidermann ine. Pistor 77 ann. 

26.3.1773 Vitis No.ll 
fil: Mich: Bidermann Pistor 6 Mens. 



22.9.1773 

Juliana Pidermanin 37 ann. 

2.7.1778 
Johanna f.l. Michaelis Bidermann 
Pistor 4 ann. 



Vitis No.62 



Vitis No.ll 



Fol. 51: 



Fol. 54: 



28.8.1778 

Joan Michael Francisci Biderman 
Pistoris f.l. cond. dissenter 10 ann. 
(dissenteria = Durchfall) 

7.2.1780 
Theres fil. Francisci Biderman 
Consularis 2 ann. 



Vitis No.62 



Vitis No.62 



kann ich derzeit nicht sagen) 



Die für Sie interessanten sind: 
Fol. 31 ( Wer hier gemeint ist^ 
Fol. 36 
Fol. 38 
Fol. 40 
Fol. 50 

Der Tod des Joseph Bidermann auf Folio 38 ergibt eine Abweichung 
seines Alters von 5 Jahren^ das ist durchaus keine Seltenheit. 
Durch die gleiche Wohnadresse läßt sich jedenfalls schließen, 
daß es sich um den Vater des J.Michael gehandelt hat. 

Das war es für diesmal. Beim nächsten Archivbesuch könnte ich 
das Taufbuch Tomus IV "auswringen", um festzustellen, ob noch 
weitere Kinder des Michael auftauchen. Die Eheschließungen und 
Todesfälle jedoch liegen in der Pfarre Vitis. Auf Wunsch kann 
ich mir auch das Tomus II vornehmen. 

Ich hoffe, etwas Licht ins Dunkel gebracht zu haben, freue mich 
schon auf Ihre Antwort und begrüße Sie in alter Freundschaft 




Weyen 

(PS: Ich bin 50 ann., deutscher Staatsbürger und seit Geburt 
Protestant und mache nur mehr etwas, das auch Spaß macht.) 



INSTITUT 




FAMILIEN FORSCHUNG 




/ 




&/^ 



George Vladar 
85 Victoria 
Kingston, Ont, 
k7k 4s6 
C A N A D A 




m 





Dear Mr. Vladar, 







Vienna,21.12.90 



-/m 



Umgeben von Papierbergen, von Mikrofilmen und tausenden Daten, 
gehetzt von Terminen, verärgert über die Dummheit und die 
Kurzsichtigkeit mancher Pfarrer, kurz gesagt, mitten im Alltag 
eines durchschnittlichen Ahnenforschers, habe ich heute den 
Entschluss gefasst, durchzuatmen und Ihnen zu schreiben. Auch 
um nicht mit einem schlechten Gewissen ins neue Jahr zu treten, 
möchte ich Ihnen einen Wunsch erfüllen, ein verspätetes Weih- 
nachtsgeschenk gewissermaßen. Einer Ihrer Wünsche war, das Vitis 
Buch "auszuwringen" . 
Im Archiv liegen folgende Matriken von Vitis: 



Tom.I 
Tom. II 
Tom. III 
Tom. IV " 



* 

-k 
•k 



OO 
OO 
OO 



+ 
+ 



Will - ivJe) '>L^rm^ 14,3. mi C^^^ ^^^ 00 

(11^1 - 1784) ryont^lfn^ ^-^ 



(1747 - 1784) 
(1782 - 1811) 



Oon(^l£7B 



Alle weiteren Bücher liegen in der Pfarre. 

Ich habe mir das Tomus III vorgenommen und SÄMTLICHE "Bidermann" 
Eintragungen abgeschrieben. In diesem Buch sind unter Garantie 
keine weiteren Eintragungen über "Bidermänner" mehr vorhanden. 
Im folgenden also die genaue Abschrift, d.h. jeder Buchstabe und 
jede Abkürzung exakt so, wie sie dort steht. Die Bemerkungen in 
Klammern dienen nur zur Erklärung. 

jComus III (1747 - 1784) 




fons 




1753 * Anna 

Biderman, A.Maria, Eschenau (Ort) 
Steinbeck et Eva Maria (Pathen) , ej.loci 
dem gleichen Ort) 




Fol. 19: 



y.-. I 



2.6.1754 * Magdalena 
Joseph Biderman, Elisabeth, pistor hie (Bäcker von 
hier) D.Franz Lebersorg, A.Maria huiates (hiesige) 



rf}(^f 




fou f^: -er, 8. ifss- 



A-l 190 Wien, Döblingcr I lauptstraße 56/4, Tel. 0222/36 74 1 2, F-ax 0222/36 63 9S 



z 




ZCA' 1^7 



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30.7.1756 * Rosalia 

Joseph Biderman^ Anna Maria v. EschenSti 

Andre Steinbeck et Eva Maria ejus loci 




7- tW0im 



Fol. 25: 



.9.1757 * Joan. Michael 



7 MofJAVe 




) hie, Francisca ux. 




=_-uxor is-— -Sattln) 



Fol. 27: 
Fol. 31: 



Fol. 32: 






Fol. 35: 



Fol. 40: 



Fol. 41: 



Fol. 53: 
4/ 



Fol. 55: 



Fol. 57: 




2.8.1758 * Theresia 
Joseph Biderman et Maria 
Andre Steinbeck Eva M. 



Eschenau 
Eschena 



25.12.1760 * Joa. Joseph 

Franz Biderman Pistnr Juliana ux. hie. 

.Tnc:. P?^ur Sutor (Schuhmacher) Barbara hic 



10.3.1761 * Francisca 

Joseph Biderman^ ux. A.Maria, Eschenau 

Andre Stainbeck Eva Maria ibid. (ibidem = ebendort) 



11.7.1762 * Magdalena 

Franz Biderman hic Juliana UX. — 

Jos. Paur, hic Barbara ux. 




22.4.1764 * Georg 

Jos. Piderman Eschenau A. Maria ux. , 

Andre Stainbeck ibid. Eva Maria 




Jpg. Paur hic 




11.6.1764 * Anton J_ P(\(iff^ 

Franz Biderman hic Juliana ' ^ d/Hf^ 






Barbara 



3.9.1767 * Rosalia p // m i-?/' 

Jos. Biderman V. Eschenau A.Maria j^lj^ T N/L.<<J ^ l/Jl/'lm 
Andre Stainbeck Eva M. ibi. / ^li/OCffhJ 

29.9.1768 * Michael ~f (/OM^AJ^ MlC^f^^ +Z^S.^jP 
Franz Biderman Pistor Jul iana Poperschellerin hic. 
Jos . Baur hic BarbaraHirt i n 



6.4.1769 * Joanna 
Joseph Biderman Eschenau A: Maria Kainz 
Andre Steinbeck Eva Maria 




18.12.1769 * Juliana 

Michel Biderman hic Josepha Weixelbraunin 

J Georg Litschauer Schwarzenau (Ort) Joanna 



Fol. 65: 




Fol. 67: 



Fol. 72: 




Fol. 79: 



J.BH^ 



3 



Fol. 64: 23.5,1771 * Joan.Bapt. Vittis No.ll 

Michel Biderman hie Pistor^ Josepha Weixelbraunin^ 
Joan G. Litschauer Molitor (Müller) in Schwarzenau 



12.1.1772 * Barbara Vittis No.62 

Franz Bid ermann Pist; et Juliana PappgnggheJilegJLn UX.- 
Joseph Baur Sutor ibid uxor Barbara 

27.9.1772 * Joan Michael Vitis No.ll l" W^ Q 

Mich; Piderman ux. Josepha Weixlbraunin FOL*40 

Georg Litschauer Molitor in Schwartzenau^ux: Joanna JC)3^^'^5 

8.5.1774 * Joanna Vitis No.ll 

^ichael Biederinan Josepha Weixnerin ( ! ) 
Jo: Georg Litschauer Molitor in Schwartzenau^ux: Joanna 

4.12.1775 * M.Anna Vitis No.62 

D. Biderman Frone. Consul. Pistor (Bürgermeister und 
Müller) _Sia sanna Schrotmayrin ux 
Barbara Baurin Civi. (Bürgerin) nata (geborene) Hirt 



Fol. 88: 19.9.1777 * Theres. Vitis No.62 

, > ? /^A Riderman Franz Pistor, Consultor, Susann . Schrotmayer in 
(^4^m ^fJ^^ Barbara Baürin civis "* "* 



Fol. 91: 11.4.1778 * Thecla Vitis No.ll 

Biderman Michael pistor, Josepha Weixelbraunin 
Joanna Litschauerin molit. v. Schwarzenau 

Fol. 93: 30.12.1778 * Joseph Vitis No.62 

O ^Ü^ R-iH^y-TTip^n F ranT! Pistor, Consultor, Susanna Schrotmayrin 
i' 0i! 4^f^^ Jos. Baur Sutor hie. 



•Wti*« l«H» 



Fol. 101: 
Fol. 102: 



25.5.1780 * Theres. Vitis No.62 

Biderman Franz Consultor. Susaßna SclTirQima:^gJriiu 
Barbara Baürin hie 

13.9.1780 * J Georg Vitis No.ll 

Biterman Michael pistor. Josepha Weixlbraunin 
J.Georg Litschauer molitor in Schwarzenau 




Die für Sie interessanten Taufen sind also : 
Fol. 57«^ 

Fol. 64*/' 

Fol. 67 < 

Fol. 72«^ 

Fol. 91«^ . 

Fol. 102 v^ 

Ob weitere Kinder des Michael Bidermann vorkommen, kann ich 

derzeit nicht sagen, da ich zeitlich keine Möglichkeit mehr 

hatte, das Taufbuch Tom. IV einzusehen. 



1 



Es folgen die, Eheschließungen im gleichen Buch. 

.eTTTZr aiU/ß^ X^UMitt^ oDBc.-^ /? 



Fol. 




Pol. 



Fol. 10: 



Fol. 12: 




Ifjo- m 



Fol. 15: 



Fol. 21: 






Fol. 



>. 



Copul. worden der ehrbahre Mathias Gruber ein Leinweber 
V. Eichenbruckh und die tugendsame Jungf . Eva Maria 
Bidermanin Testes (Zeugen) Laurentius Prestel v.Nagliz 
u. Joseph Sch onbaur de Gaydorff 

23.11.1751 Ji 

Joseph Bidermann hon.Juv. (honestus juvenis = ehrbare 

Jüngling) Rafings (Ort) Anna Mar: Pauli Kainzer 

Eschenau fil.legit (eheliche Tochter des Paul Kainz) 

Lorenz Tüminel ex Liechtenberg, Michael Strasser ex Non- 

dorff 





5.10.1756 

Biderm aii h.iuv. Pii 
: viaVrvTc<nSonesta^ 
Michel Schenbaur Gadorf 



= ehrsame Witwe) 
Johann Honig Judex hie 



9.10.1759 

FrancL»-,Piderman h. J. hu jus Pistor: Juliane h.v.D, 

Gottti. PappenscTieler f. 1. (h.v. = honesta virgine 

= ehrsame Jungfrau) (D. = domini = des Herrn) 

(f.l. = filia legitima = eheliche Tochter) 

Michael Schenbaur Gad. (Gadorf) Zacharias Raidl 

Glockmiller 

Matthias Paur h.J. hie jpfieresia h.V. Lorentzy Piteri# 





V, Mergpnbrprhts 
f.l. h.v. 
ath. Hainzel et Ign. Fux hie 



aria Josephi 





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esres 

Biderman J.Michael h.J. Pistor M. Josepha^ D. Josephi 
Weixelbraun et Judici in Gerungs^ et Catharinae Foberin 
hon. Virgo legitima 
D. Joon Honig hie et Michel Fleischman Testes 

22.11.1774 Vitis No.62 

^1 Frfl ^^- ^''^^Kfl iar f ffffn ^ ^Hl i'^Q^ ^^ pistor Vld. (Viduus =^^^ 
Witwer) Susana ^ D. Math Schrotmayer defuneti (= verstor 
ben) et Julianae hie f.l. 
Joseph Paur Sutor, et Franz Schrotmayer Pistor hujates 



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Fol. 44: 




22.1.1782 
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Peter Zeiner Witwe 
Franz Schrotmayr Bekannter 
Michael Neunteufel allhier 



Vitis No.45 



Fol. 45: 



11.2.1783 Gadorf No.l2 

Mathias Freund 

Magdalena fa. (filia) v. Franz Biedermann Beckers 

von hier 

H. Leopold Pomeißl Joseph Bauer 



Die für Sie interessante ist Fol. 22 






Nun folgen noch die Todesfälle im gleichen Buch. 



Fol. 9: 



Fol. 13: 



Fol. 15: 



Fol. 24: 



Fol. 28: 



Fol. 28: 



■ fKM/ 




25.11.1751 

Maria Bidermanin vidua hie, 62 an (annoruiti = Jahre) 
incola (=Einwohnerin) bene provisa (= bestens versehen 
worden, mit Sterbesakramenten!) 

25.8.1755 

Magdalena Josephi Biderman Pistoris hie 15 menses 

(= Monate) 



26.4.1757 

Rosalia Jos. Piderman in Eschenau fil.leg. 7 mens 



3.4. 1764 
Maria Anna Bidermanin Caelebs (ledig) hie 23 




8.9.1767 
ab Obstretina Baptiz. DiFran?: f^idermnn hin. 
(Dag VOR — der Heb amme notgetaufte Kind 

11.10.1767 

Rosalia Bidermanin ibid. 6 Heptom. (Hebdomada 







Fol . 291 ^/. J.l/b8 

Ant. Franz Biderman hin f.1. 4 an. 




r flieh Ul^O^K Oör^^j 



Fol. 31: 15.2.1770 

Johanna MicheJ^i;^ Biderman hie 21 diern (di es = der Tag ) 



Fol. 31: 11.3.1770 

Anna Bidermanin Vid. hie 69 an. 





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Fol. 36: 



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Fol. 38: 



6.11.1771 

Joannes f.l. Mich: Bldermann Pistor 
4 Mense 20 Dies * 

30.8.1772 

Joseph Pidermann ine. Pistor 77 ann 



Fol. 40: 26.3.1773 

fil: Mich: Bidermann Pistor 6 Mens. 

Fol. 40: 22.9.1773 

Juliana Pidermanin 37 ann. 



Vittis No.ll 



Vitis No.ll P^ iCfC 



Vitis No.ll 



Vitis No.62 



Fol. 50 



Fol. 51: 



y 



Fol. 54: 

1/ 



2.7.1778 
Johanna f.l. Michaelis Bidermann 
Pistor 4 ann. 



28.8.1778 

tOToan Michael /Francisci 
Pistoris f.l. cond. dissenter 10 ann. 
(dissenteria = Durchfall) 

7.2.1780 
Theres fil . Francisc i Biderman 
Consularis 2 ann. 



W^ y _ '-ji^ Jj} -*' J" * - '"V. • 'S J* .1-. ♦^•y*' .t*-;#L 



Vitis No.ll 



Vitis No.62 




Vitis No.62 



Die für Sie interessanten sind: 
Fol. 31 ( Wer hier gemeint ist. 



kann ich derzeit nicht sagen) 



Fol. 


36 


Fol. 


38 


Fol. 


40 


Fol. 


50 



Der Tod des Joseph Bidermann auf Folio 38 ergibt eine Abweichung 
seines Alters von 5 Jahren, das ist durchaus keine Seltenheit. 
Durch die gleiche Wohnadresse läßt sich jedenfalls schließen, 
daß es sich um den Vater des J.Michael gehandelt hat. 

Das war es für diesmal. Beim nächsten Archivbesuch könnte ich 
das Taufbuch Tomus IV "auswringen", um festzustellen, ob noch 
weitere Kinder des Michael auftauchen. Die Eheschließungen und 
Todesfälle jedoch liegen in der Pfarre Vitis. Auf Wunsch kann 
ich mir auch das Tomus II vornehmen. 

Ich hoffe, etwas Licht ins Dunkel gebracht zu haben, freue mich 
schon auf Ihre Antwort und begrüße Sie in alter Freundschaft 





Peter --" Weyen 

(PS: Ich bin 50 ann., deutscher Staatsbürger und seit Geburt 
Protestant und mache nur mehr etwas, das auch Spaß macht.) 



i 



IN ST nur 




I AiMILIEIMORSCIIUlNG 



George Vladar 
85 Victoria 
Kingston, Ont. 
k7k 4s6 
C A N A D A 




/^ 



Dear Mr. Vladar^ 




Vienna^21. 12.90 



Umgeben von Papierbergen, von Mikrofilmen und tausenden Daten, 
gehetzt von Terminen, verärgert über die Dummheit und die 
Kurzsichtigkeit mancher Pfarrer, kurz gesagt, mitten im Alltag 
eines durchschnittlichen Ahnenforschers, habe ich heute den 
Entschluss gefasst, durchzuatmen und Ihnen zu schreiben. Auch 
um nicht mit einem schlechten Gewissen ins neue Jahr zu treten, 
möchte ich Ihnen einen Wunsch erfüllen, ein verspätetes Weih- 
nachtsgeschenk gewissermaßen. Einer Ihrer Wünsche war, das Vitis 
Buch "auszuwringen" . 
Im Archiv liegen folgende Matriken von Vitis: 

(1747 - 1784) ^ /cp^^t röT^ er^r^/i-^' 

(1782 - 1811) ^ (SPuiuQerü D\^^\r /iil 

Alle weiteren Bücher liegen in der Pfarre. Py4^lP^f^ ^ 

Ich habe mir das Tomus III vorgenommen und SÄMTLICHE "Bidermann" 
Eintragungen abgeschrieben. In diesem Buch sind unter Garantie 
keine weiteren Eintragungen über "Bidermänner" mehr vorhanden. 
Im folgenden also die genaue Abschrift, d.h. jeder Buchstabe und 
jede Abkürzung exakt so, wie sie dort steht. Die Bemerkungen in 
Klammern dienen nur zur Erklärung. 



Tom.I 


-k 


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+ 


^^ Tom. II 


* 


oo 


+ 


• Tom. III 


* 


oo 


+ 


Tom. IV 


* 







Tomus III (1747 - 1784) 



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Zunächst die Taufen: 

Fol. 16: 26.7.1753 * Anna 

Woseph BidiS^ai>^ A.Maria, EschenaiT^Ort) 
Andre Steinbeck et Eva Maria (Pathen) , ej.loci 
(aus dem ^l^lchen^^Ort) — 







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1754 * Magdalena 

Biderman, Elisabeth, pistor hie (Bäcker von 
D.Franz Leber&drg, A.Maria huiates (hiesige) 



43 R 6/ 



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A-1 190 Wien. Düblingcr Ilauptstralk 56/4, Tel. 0222/36 74 12, Fax 0222/36 63 98 



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Fol. 25: 



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Fol. 27: 



Fol. 31: 



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32: 



Fol. 35: 



Fol. 40: 



Fol. 41: 



Fol. 49: 



Fol. 53: 



Fol. 55: 



Fol. 57: 



6- 



3 0.7.1756 #^l<ÖSall^ 

Joseph BidefTiian^ Anna Maria v. Eschenau 

Andre SJb^nbeck et Eva Maria ejus loci 






L^^itm f.^^i 



2.9.1757 * Joan^^fctchael 
Adam Bidennan hip-^istor^ Juliana 
Joan Heninus Judex (Richter) hic^ Francisca ux. 
(ux. = uxdris = Gattin) 



^ 



2.8.1758 * T|^«fesia 
Joseph BidermiStn et Maria Eschenau > 
Andre Stey>15eck Eva M. Eschenau 

25.12.1760 * Joa. Joseph 

Franz Biderman Pistor Juliana ux. hie. 

Jos. Paur Sutor (Schuhmacher) Barbara hie 

10.3.1761 * Fraficisca 

Joseph Bidermaii^ ux. A.Maria, Eschenau 

Andre Stainböck Eva Maria ibid. (ibidem = ebendort) 

11.7.1762 * Magdalena 

Franz Biderman hie Juliana ux. 
Jos. Paur, hie Barbara ux. 




A. Maria ux. 



22 . 4 . 1764 iJ^Georg " 

Jos. Piderpran Eschenau 

Andre S^dribeck ibid. Eva Maria 

11.6.1764 * Anton 

Franz Biderman hie Juliana 

Jos. Paur hie, Barbara 

3.9.1767 *^^salia CT 
Jos. BiderjR^ v. Eschenau A.Maria 
Andre S-^ßdribeck Eva M. ibi. 

29.9.1768 * Michael 

Franz Biderman Pistor Juliana Poperschellerin hie. 

Jos. Baur hie Barbara Hirtin 




6.4.1769 ^/^ Joanna 
Joseph Biderman Eschenau A: Maria Kainz 
Andre Sfeisinbeck Eva Maria 

18.12.1769 * Juliana 

Michel Biderman hie Josepha Weixelbraunin 

J Georg Litschauer Schwarzenau (Ort) Joanna 



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J(^ 



Fol. 64: 



f/^Fol. 65: 



y 



Fol. 67: 



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Fol. 72: 




Fol. 79: 




Fol. 88: 



9i Fol. 91: 



V 



J 



Fol. 93: 



Fol. 101: 



g( Fol. 102: 






23.5.1771 * Joan.Bapt. Vittis No 
Michel Biderman hie Pistor^ Josepha Weixelbraun 
Joan G. Litschauer Molitor (Müller) in Schwarzenau 

12.1.1772 * Barbara Vittis No-^p 
Franz Bidermann Pist: et Juliana Pappenschellerin ux: 
Joseph Baur Sutor ibid uxor Barbara 

27.9.1772 * Joan Michael Vitis No.JTI 

Mich: Piderman ux. Josepha Weixlbraunin ^^ \ 
Georg Litschauer Molitor in Schwartzenau^ux: Joanna 





WTzr 



na 



8.5.1774 * Joanna Vitis No 

Michael Biederman Josepha Weixnerin ( ! ) 
Jo: Georg Litschauer Molitor in Schwartzenau^ux: Joanna 

4.12.1775 * M.Anna Vitis Noi62/ 

D. Biderman Frone. Consul. Pistor (Bürgermeister lind 
Müller) Susanna Schrotmayrin ux 
Barbara Baurin Civi. (Bürgerin) nata (geborene) Hirt 



/• ^^ 



Vitis No.62 
Consultor^ Susann. Schrotmayerin 



19.9.1777 * Theres. 
Biderman Franz Pistor^ 
Barbara Baürin civis 



11.4.1778 * Thecla Vitis N0..TII 

Biderman Michael pistor^ Josepha Weixelbraunin 
Joanna Litschauerin molit. v. Schwarzenau 




30.12.1778 * Joseph 
Biderman Franz Pistor^ 
Jos. Baur Sutor hie. 



Vitis No.'^eP 
Consultor^ Susanna Schrotmayrin 



25.5.1780 * Theres. Vitis No.62) 

Biderman Franz Consultor^ Susanna Schrotmayerin 
Barbara Baürin hie 



13.9.1780 * J Georg Vitis No 

Biterman Michael pistor. Josepha Weixlbraunin 
J.Georg Litschauer molitor in Schwarzenau 



iSl 




TU elf 



Die für Sie interessanten Taufen sind also : V^(A ^^"^l -S 

Fol. 57 

Fol. 64 

Fol. 67 

Fol. 72 

Fol. 91 > 

Fol. 102 

Ob weitere Kinder des Michael Bidermann vorkommen, kann ich 

derzeit nicht sagen, da ich zeitlich keine Möglichkeit mehr 

hatte, das Taufbuch Tom. IV einzusehen. 




Es folgen die Eheschließungen im gleichen Buch 



Fol 



Fol 



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10: 



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Vmm^«#£'«|.M,'' 



Fol. 12 



/. r<w 



3.6.1749 
Copul. worden der ehrbahre Mathias Gruber ein Leinweber jjbr^ 
V. Eichenbruckh und die tugendsame Jungf . ^va Maria T^QTTtv 
Jidermanin Testes (Zeugen) Laurentius Prestel v.Nagliz 
u. Joseph Schonbaur de Gaydorf f 



Fol. 5j/ 

v 




uj>acM vo^ y/t{bH^i^^ A^M^^ 



hon.Juv. (honestus juvenis = ehrbare 

Tngs (Ort) ÄBÜ^l^äSi Pauli fiAUA^i^ 
Eschenau fil.ilegit (eheljSTerocliter des PaulKainz) 
Lorenz Tüitmiel lex Liechtenberg^ Michael Strasser ex Non- 
dorff \ 

5.10.1756 X 

Adam Biderman h.juv. Pistor hie Juliana Schrotmayerin 

h:Vid.hic (honesta vidua = ehrsame Witwe) 

Michel Schenbaur Gadorf Johann Honig Judex hie 



^9.10.1759^ 

Franc. Biderman h.J. hu jus Pistor: Juliana^h.v.D. 

Gotth. £appenscheler f.l. (h.v. = honesta virgine 

= ehrsame Jungfrau) (D. = domini = des Herrn) 

(f.l. = filia legitima = eheliche Tochter) 

Michael Schenbaur Gad. (Gadorf) Zacharias Raidl 

Glockmiller 





Fol. 15: 



Fol. 21: 



Fol. f22: 



(/^(/A- ^ 




9.11.1762 ^^. 

Matthias Paur h.J. hie yheresia h.V. Lorentzy Piter- TOCKj^N. 
man et Sop hiae f.l. hie 
Rudolph Lew Joa. Honig 

22.11.1768 

Hainzel Carolus v. Mergenbrechts h.J. A. Maria Josephi 

Biderman hie f.l. h.V. 

Testes Math. Hainzel et Ign. Fux hie 



fPO«^ 



29.1.1769 

Biderman J. Michael h.J. Pistor M. Josepha^ D. Josephi 
Weixelbraun et Judiei in Gerungs, et Catharinae Foberin 
hon. Virgo legitima 
D. Joon Honig hie et Michel Fleischman Testes 



Fol. 31: ^2,11.1774, Vitis No.62 

D. Franz Biderman Consultor et Pistor Vid. (Viduus = 
^ ^V5ä^ / Witwer) .Susann, D. Math Sehrotmayer defuneti (= verstor 
^ , f'KnU ben) et Julianae hie f.l. 

Joseph Paur Sutor, et Franz Schrotmayer Pistor hujates 





Fol. 44: 



"'•'K, 




WHI*-«" 




,,a,^^^^^I||-i?v^'?t>W'^Nr^^^ 



^.Ä£■t; 



. .1ZS2 
!daiir*Bittennann ^JLehrers und Witwers mit 
£j^^^ Peter Zemer Witw?*^ 
rfiPlr ^r Franz Schrotmayr Bekannter 

Michael Neunteufel allhier 



Fol. 45: 









11.2.1783 

Mathias Freund 

Magdalena fa. (filia) v. Franz Biedermann Beckers 

von hier TtirUnrV 

H. Leopold Pomeißl Joseph Bauer f^WffC^^ 



iV 



Die für Sie interessante ist Fol. 22 



weJT^/^ 




222 




Fol 



Fol 





t^ 



Nun folgen noch die Todesfälle im gleichen Buch. 

Fol. 9: 25.11.1751 

x7 Maria Bidermanin vidua hie, 62 an (annorum = Jahre) 
^^ incola (=Einwohnerin) bene provisa (= bestens versehen 
< , worden^^mit Sterbesakramenten!) 

^ 16B9 

13; 25.8.1755 

Magdalena Josephi Biderman Pistoris hie 15 menses 
/ (= Monate) 

26.4.1757 /^/rsri/A{/ 

Rosalia Jos. Piderman in Eschenau fil.leg. 7 mens. / ^ ^ _ 

Fol. 24/ 3.4. 1764 

,2, Maria Anna Bidermanin Caelebs (ledig) hie 23 an. 

Fol. 28: 8.9.1767 

y^ ab Obstretina Baptiz. D.Franz Biderman hie 
l^ (Das von der Hebamme notgetaufte Kind) 

11.10.1767 

Rosalia Bidermanin ibid. 6 Heptom. (Hebdomada = Woche) 

27.3.1768 

Ant. Franz Biderman hie f.l. 4 an. 

15.2.1770 

Johanna Eichel is Biderman hie 21 diern (dies = der Tag) 

Xo\. 31 :£ 11.3.1770 

y Anna Bidermanin Vid. hie 69 an. 



Fol 




Fol 



Fol. 31 

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Fol. 






Vittis N 



Fol. 



Fol. 




Vitis No. 



Vitis No 



Fol. 40: 



Vitis No 




Fol. f50: 



Fol. 51 



Fol. 54: 





.11.1771 

troannes f.l. Mich: Bidermann Pistor 
4 Mense 20 Dies 

0.8.1772 
J.oseDh Pidermann inc. Pistor 77 ann. 

6.3.1773 

il: Mich: Bidermann Pistor 6 Mens. 

22,9.1773 

Jjkiliana Pidermanin 37 ann.. 

2.7.1778 vitis No 

Johanna f.l. Michaelis Bidermann 
Pistor ^4 ann. 

28.8.1778 

Joan Michael Francisci Biderman • 
Pistoris f.l. cond. dissenter 10 ann 
(disseiiteria = Durchfall) 

7.2.1780 

Theres fil. Francisci Biderman 
Consularis 2 ann. 



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vitis N 




Vitis N 




J5-S 



Die für Sie interessanten sind: 

Fol. 31 ( Wer hier gemeint ist, kann ich derzeit nicht sagen) 

Fol ''So 

Foi:^ — ^^'^f^-^f^' ^KüomrreK^ 
Fol. ai — /. fi^AJUDes fi^k^jz 

Der Tod des Joseph Bidermann auf Folio 38 ergibt eine Abweichung 
seines Alters von 5 Jahren, das ist durchaus keine Seltenheit. 
Durch die gleiche Wohnadresse läßt sich jedenfalls schließen, 
daß es sich um den Vater des J.Michael gehandelt hat. 

Das war es für diesmal. Beim nächsten Archivbesuch könnte ich 
das Taufbuch Tomus IV "auswringen", um festzustellen, ob noch 
weitere Kinder des Michael auftauchen. Die Eheschließungen und 
Todesfälle jedoch liegen in der Pfarre Vitis. Auf Wunsch kann 
ich mir auch das Tomus II vornehmen. 

Ich hoffe, etwas Licht ins Dunkel gebracht zu haben, freue mich 
schon auf Ihre Antwort und begrüße Sie in alter Freundschaft 

Y 



7 





/ 



Peter --'" Weyen 

(PS: Ich bin 50 ann., deutscher Staatsbürger und seit Geburt 
Protestant und mache nur mehr etwas, das auch Spaß macht.) 







1> 



INSTITUT 





FAMILIENFORSCHING 



George Vladar 
85 Victoria 
Kingston ^Ont. 
k7k 4s6 
C A N A D A 



Vienna, 14.3.1991 



Frage 

M 



Dear Mr. Vladar, 

Sie können sich rühmen, der Einzigste zu sein, bei dem ich 
Schuldgefühle bekomme wegen der längeren Intervalle zwischen 
meinen Briefen. 
Zunächst zu Ihrem Fragebogen: 

1: ja 

2: ja 

3: nein, zwecklos. Ein Weiterkommen geht nur über 
Herrschaftsprotokolle. Diese liegen im Schloss 
Maissau. Der Besitzer kommt einmal im Jahr für 
wenige Tage dorthin und läßt einen Interessenten 
nur gegen vorherige Vereinbarung und seiner per- 
sönlichen Zusage und nur in Begleitung des Lan- 
deskulturchefs in sein Archiv. That's live. 

4: ja 

5: Das Kopieren einzelner Seiten oder ganzer Bücher 
ist nicht gestattet. 

6: Hier ist eine spezielle Befassung notwendig. 

7: Ich mache Ihnen den Vorschlag, mich privat für 
Sie einzusetzen und auf eigene Rechnung für Sie 
zu forschen. Doch davon später. 

8: Die Bücher liegen nur in den Pfarren, sie sind 
auch nicht verfilmt. That's Austria. 

9: Ich hoffe, hiermit erfüllt. 



N 
N 



Zur Frage der Kosten für die Durchsicht eines nicht indizierten 
Buches kann ich folgendes sagen. 

Das Institut würde für einen Arbeitstag ÖS 5.000,- plus Spesen 
verrechnen. Bei schwieriger Schrift brauche ich max. einen Tag. 
Es ist nur ein Punkt von vielen, wo ich mit Herrn Gundacker 
nicht übereinstimmen kann. Ich beabsichtige daher, mich auch 
außerhalb des Instituts mit interessanten Aufträgen zu befassen. 
Ich würde für mich ÖS 2.000,- ansetzen, wobei ich auch damit 
rechne, in einigen Fällen länger zu brauchen als veranaschlagt, 
ohne deswegen nachträgliche Rechnungen zu stellen. Wenn Sie ein- 



A-1 190 Wien, Döblinger Hauptstraße 56/4, Tel. 0222/36 74 12, Fax 0222/36 63 98 



z. 



verstanden sind, schreiben Sie mir unter meiner Adresse: 



Weyen 
Ob.Donaustr.97 

1020 WIEN 

In diesem Fall erübrigt sich ein Brief an das Institut. 

Ich war in St. Polten und habe mir Vitis Tomus II angesehen 
Aus Zeitmangel konnte ich die Sterbeeintragungen nicht mehr 
durchlesen. Beim nächsten Mal werden sie mitgeliefert. 

Pfarre VITIS Tom. II (1710 - 1746) 

Taufen: 



Fol. 30: 



Fol. 39: 



Fol. 50: 



Fol. 77: 



Fol. 95: 



Fol. 98: 



19.11.1714 * Eva Maria 

Den 19 dito ißt gethauf ft worden Eva Maria dess 
Vatter Franz Pidermann alhier ux: Anna Maria, 
Patrinus der Wohl Edl und gestrenge H: (=Herr) 
Leopoldt Hartmann alhier, in Abwessenheit dessen 
aber hat die Juliana Drinklin alhier daß Kindt 
aus der Hl: (=heiligen) Thauff gehoben. 

14. 1.1716 * Marianna 

Den 14 dito ißt gethauf ft worden Marianna dess: 
Vatter H: Franz Pidermann alhier ux: Anna Maria, 
Patrinus der Wohl Edl und gestrenge H: Leopoldt 
Hartmann, alhier. 

6. 4.1717 * Franz Leopoldt 
Den 6 dito ißt gethauf ft worden Franz Leopoldt 
dess: Vatter Franz Pidermann alhier, uxor Maria, 
Patrinus, der Wohl Edl und gestrenge H: Leopoldt 
Hartmann alhier. 

24. 6.1720 * Joannes 

Den 24 Juny ißt getauft Joannes Pater Franz Pider- 
mann allhier: Mat: Anna Maria. Patrinus Leopoldus 
Hartmann 

6. 9.1723 * Johan Adam 
Den 6. ißt getauft worden Johan Adam Pater Franz 
Pidermann alhier. Mater Anna Maria Patrin: Johan 
Hass alhier ux: Anna Maria 

29. 8.1724 * Eva Maria 

Den 29. Augusti ißt getauft worden Eva Maria Pater 
Antonius Pidermann alhier Mater Anna Patrinus Georg 
Todt alhier ux: Magdalena 



Fol. 102: 6. 9.1725 * Johan Adam 

Den 6. September ißt getauft worden Johan Adam Pater 
Antonius Pidermann alhier Mater Anna. Patrin: Georg 
Todt alhier ux: Magdalena 

Fol. 107: 14. 3.1727 * Maria Anna 

Den 14. Marty ist getauft worden Maria Anna. Pater 
Antonius Piderman Mater Anna alhier Patrinus Georg 
Todt alhier ux: Maria Magdalena 

Fol. 114: 18. 2.1729 * Maria Magdalena 

Den 18. February ißt getauft worden Maria Magdalena 
Pater Antonius Piderman alhier Mater Anna Patr. Georg 
Todt alhier ux: Maria Magdalena 

Fol .121: 17. 5.1731 * Franciscus Antonius 

Den 17. May ißt getauft worden Franciscus Antonius 
Pater Antonius Piderman alhier ux: Anna Patrin: Georg 
Todt alhier ux: Magdalena 



Fol. 124: 



2. 1.1732 * Eva Maria 
Den 2 . Jener ißt getauft worden Eva Maria Pater 
Laurent ius Piderman alhier ux: Sophia Patrin: Auinger 
V Kirberch ux: Maria 



Fol. 126: 26. 9.1732 * Michael 

Den 26. September ißt getauft worden Michael Pater 
Antonius Pidermann alhier ux: AnnaPatrin: Georg 
Todt alhier ux: Maria Magdalena 

Fol. 129: 3. 9.1733 * Mathias 

Den 3. September ißt getauft worden Mathias Pat: 
Antonius Piderman alhier ux: Anna Patrin: Georg 
Todt alhier ux: Magdalena 

Fol. 130: 30.12.1733 * Paulus Joseph 

Den 30. December ißt getauft worden Paulus Joseph 
Pater Lorenz Piderman alhier ux: Sophia Patrin: 
Johan Paul Auinger v. Kirchberg ux: Maria 



Fol. 135 



Fol. 136 



21. 4.1735 * Philippus Jacobus 

Den 21. April ißt getauft worden Philippus Jacobus 
Pater Laurent ius Piderman alhier ux: Sophia Patr: 
Johan Paul Auinger v. Kirchberg ux: Maria 

25. 4.1735 * Franciscus 

Den 25 ißt getauft worden Franciscus. Pater Antonius 
Piderman alhier ux: Anna Patrin: Christoph Ryin(?) 
alhier ux: Eva Maria 



Fol. 141: 



1. 9.1736 * Adamus Joannes Michael 
Den 1 7bris ißt getauft worden Adamus Joannes Michael 
Pater Joseph Piderman alhier ux: Elisabeth Patrinus 
Joannes Petrus Fischer Gaßtwirth alhier ux: Anna Maria 



^ 



Fol. 146: 7. 7.1738 * Eva Teresia 

Den 7 Jully ißt getauf ft worden Eva Teresia^ Pater 
Lorentz Bidermann alhier, ux: Sophia^ Patrin: Johann 
Paul Auinger^ ux: Maria v. Kürchberg am Waldt 

Fol. 149: 8.10.1738 * Theresia 

Den 8ten Octobris ißt getaufft worden Theresia Pater 
Josephus Bidermann ux: Elisabetha Patrini Joannes 
Petrus Fischer ux: Anna Maria omnes ex Vittis 

Fol. 161: 19. 1.1741 * Anna Maria 

Infantes: Anna Maria fil.legit. (+ Die 5. aprl 764) 
Parentes: Josephus Bidermann & Elisabetha ux: de Vittis 
Patrin. : Simon Hengst & Anna Maria ux: de ibidem 



Fol. 181: 



22.10.1745 * Anna Maria 

Infantes: Anna Maria f.l. 

Parentes: Josephus Bidermann & Elisabetha ux: de Vittis 

Patrin.: Franciscus Lebersorg & Anna Maria ux: de ibidem 



Eheschi ießungen : 



Fol. 206: 6. 2.1714 

Den 6 dito ißt copulirt worden Herr Franz Piderman 
Purger und Peckhermaißters alhier ein Wittiber, mit 
Jungfrau Anna Maria Ertlin, des Wohl Edl Wöstem hund 
Wohlweißen Herrn Wilibaldus Ertl Poßtmaißter hund 
Weiß Jeger in der kaysl: Haubt Wöstung Ingelstadt, 
Frau Anna Maria dess: Ehefrau beeder Ehelich erzeigte 
Tochter. 

Testes: Hl: Friedrich Lindemann alhier. 

Undt Hl. Mathias Honig alda. 

( Wöstung = Festung / Hl: = Hochlöblich / hund = und ) 



Fol. 231: 2. 5.1719 

Den 2ten May ißt copulirt worden^ Lorenz Piderman 
alhier^ des Frantz Pidermann alhier^ und Susanna 
dessen Ehewürtin seel: beed ehelich erzeigter Sohn^ 
mit Susanna Schurchin v. der Wölles Mihi (= Mühle) , 
des Mathias Schurch burgl: Millnermaißter zu Weytra 
und Sophia dessen Ehewürtin beed seel. erzeigte 
Dochter 

Testes: Veith Steinpökh v. Gräffenschlag und Mathias 

Payr alhier 



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Fol. 244: 



5. 2.1722 
5 February Copulati sunt Franz Piderman witiwer 
alhier mit der Ehrsamen Jungfrauen Maria Hof fbäurin 
des Georg Hoffbaur vom Kirchbach und Elisabetha seel 
erzeugter Tochter. 

Testes: Hanns Hoffbaur v. Kirchbach 

Michael Graxlechner alhier 



Fol. 244: 10. 2.1722 

Den 10 dito sind Copulirt worden der Ehrbare Mathias 
Denck lediges Standts seines Handwerckhs ein Lein- 
wöber mit der tugendsamen Jungfraue Elisabetha Bitter- 
mannin, des Franz Pidermanns noch in Leben und Susana 
dessen Ehewürthin seeliger erzeigter Tochter 
Testes: Mathias Honig bürgerlicher Fleischhacker alhier 

Michael Graxlehner Schneidermaißter alhier 



Fol. 249: 7.11.1723 

Den 7 November ißt copulirt worden der Ehrbare Junge 
Gesöll Antonius Pitterman alhier mit der tugendsamen 
Jungfraue Anna Schuster in alhier^ des Andreae Schusters 
alhier Pöckhermaißters und Anna Maria dessen Ehwürthin 
beeder noch in Leben Ehlich erzeugter tochter 
Testes: Johan Joseph Hartmann v. trosendorf f (?) 

Michael Grexlehner alhier 



Fol. 252: 



23.11.1724 

Den 23 November ißt copulirt worden Antonius Piderman 

alhier witwer seines Handtwercks ein Peckermaißter mit 

der tugendsamen Anna Schönbairin ledigen Standts des 

Johann Schenbaurs aus dem Gädorf seel igen und Catharina 

dessen Ehewirtin Ehlich erzeugte Tochter 

Testes: Simon Schönbaur alhier 

Michael Graxlehners alhier 



Fol. 264: 16. 1.1730 

Den 16. Jener ißt copulirt worden Lorenz Piderman 
Wittiber alhier mit der tugendsamen Jungfrau Sophia 
des Herrn Michael Brener(?) v. Kirchberg seel. und 
Catharina dessen Ehewirtin Ehlich hinterlassen Tochter 
Testes: Michael Greixlehner alhier 

Herr Joseph Terwallner(?) v. Kirchberg 



Fol. 266: 23. 1.1731 

Den 23 Jener sind copulirt worden der Ehrbahre Mathias 
Schrathmayr v. Großen Pertholz seines Handtwercks ein 
Pöckh lediges Standts mit Juliana Pidermannin des 
Georg Piderman sei. hinterlassener Wittib 
Testes: Rainhart Erdinger v. Jerowih(?) 

Herr Ludwig Mayer alhier 



6 



Fol. 267: 3. 6.1731 

Den 3ten Juny sind copulirt worden der Ehrbar Joseph 
Piderman lediges Standts seines Handvercks ein Peck- 
hermaißter alhier mit der tugendsamen Jungfrau 
Elisabetha des Philipp Klanckh alhier und Catharina 
dessen Ehewirtin beeder noch in Leben Ehlich erzeugte 
Tochter 

Testes: Johan Michael Grixlehner alhier 

Michael Pittermann v. Kürchberg 



Fol. 291: 14. 5.1741 

Den 14ten May ißt copulirt worden der Ehrbahre Ander 
Cammender von Klein Höwarthen mit d, Jungfl. Eva 
Bidermannin, des seel. Paul Bidermann von Windigsteig 
und Eva seel. Seiner Ehewirthin Eheliche Tochter 
Testes: Mathias Keinrath v. Gottschällings 

Thomas Wisser von Windigsteig 



Das waren die Taufen und Eheschließungen zu Tomus II der 
Pfarre Vitis. Bei einem meiner nächsten Besuche in St. Polten 
werde ich Tom. II beendigen und Tom.I auswringen. Gern höre ich 
wieder von Ihnen. 
PS: Ich habe einen Wunsch, den Sie mir erfüllen könnten: 

Meine Frau hat ein Geschäftslokal an einem guten Standort 
in Wien. Sie betreibt dort eine Maßschneiderei. Wir möchten 
zusätzlich typisch amerikanische Kleidung im Western Look 
verkaufen, weil die Nachfrage für solche Sachen hier sehr 
groß ist. Dazu benötigen wir Kataloge oder Anschriften 
amerikanischer oder kanadischer Hersteller oder Großhändler 
(Hüte, Anzüge, Mäntel, Hemden, Gürtel, Stiefel usw.) Wenn 
Sie die Möglichkeit hätten, uns hier weiterzuhelfen, wären 
wir Ihnen sehr dankbar. Ein Problem soll es aber nicht wer- 
den. 

Zum Abschluß verspreche ich Ihnen, mindestens einmal im Monat 
einen Brief mit neuen Forschungsergebnissen zu schicken. 



Grüße von Wien nach Kingston. 





Peter^.^^'^Weyen 



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lAMILIKMORSdll NG 



George Vladar 
85 Victoria 
Kingston, Ont. 
k7k 4s6 
C A N A D A 






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Dear Mr. Vladar^ 




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vienna, 14.3.1991 ' ' '"CK^ 



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Sie können sich rühmen, der Einzigste zu sein, bei dem ich 
Schuldgefühle bekomme wegen der längeren Intervalle zwischen 
meinen Briefen. 
Zunächst zu Ihrem Fragebogen: 
Frage 1: ja 
2: ja 

3: nein, zwecklos. Ein Weiterkommen geht nur über 
Herrschaftsprotokolle. Diese liegen im Schloss 
Maissau. Der Besitzer kommt einmal im Jahr für 
wenige Tage dorthin und läßt einen Interessenten 
nur gegen vorherige Vereinbarung und seiner per- 
sönlichen Zusage und nur in Begleitung des Lan- 
deskulturchefs in sein Archiv. That's live. 
4: ja 
5: Das Kopieren einzelner Seiten oder ganzer Bücher 

ist nicht gestattet. 
6: Hier ist eine spezielle Befassung notwendig. 
7: Ich mache Ihnen den Vorschlag, mich privat für 
Sie einzusetzen und auf eigene Rechnung für Sie 
zu forschen. Doch davon später. 
8: Die Bücher liegen nur in den Pfarren, sie sind 

auch nicht verfilmt. That's Austria. 
9: Ich hoffe, hiermit erfüllt. 



II 
II 



II 
II 



II 



II 



Zur Frage der Kosten für die Durchsicht eines nicht indizierten 
Buches kann ich folgendes sagen. 

Das Institut würde für einen Arbeitstag ÖS 5.000,- plus Spesen 
verrechnen. Bei schwieriger Schrift brauche ich max. einen Tag. 
Es ist nur ein Punkt von vielen, wo ich mit Herrn Gundacker 
nicht übereinstimmen kann. Ich beabsichtige daher, mich auch 
außerhalb des Instituts mit interessanten Aufträgen zu befassen. 
Ich würde für mich ÖS 2.000,- ansetzen, wobei ich auch damit 
rechne, in einigen Fällen länger zu brauchen als veranaschlagt, 
ohne deswegen nachträgliche Rechnungen zu stellen. Wenn Sie ein- 



A-l 190 Wien, Döblinger Ilaiiplstralk 56/4. Tel. 0222/36 74 12, \h\\ 0222/36 63 98 




verstanden sind, schreiben Sie mir unter meiner Adresse 



Weyen 
Ob. Donaus tr. 97 
1020 WIEN 

In diesem Fall erübrigt sich ein Brief an das Institut. 

Ich war in St. Polten und habe mir Vitis Tomus II angesehen 
Aus Zeitmangel konnte ich die Sterbeeintragungen nicht mehr 
durchlesen. Beim nächsten Mal werden sie mitgeliefert. 

Pfarre VITIS Tom. II (1710 - 1746) 



Taufen: 
Fol. 30 




Fol. 39 




Fol. 50: 




Fol. 77 




Fol. 95 




Fol. 98 




19.11.1714 * Eva Maria 

Den 19 dito ißt gethaufft worden Eva Maria dess 
Vatter Franz Pidermann alhier ux: Anna Maria, 
Patrinus der Wohl Edl und gestrenge H: (=Herr) 
Leopoldt Hartmann alhier, in Abwessenheit dessen 
aber hat die Juliana Drinklin alhier daß Kindt 
aus der Hl: (^heiligen) Thauff gehoben. 

14. 1.1716 * Marianna 

Den 14 dito ißt gethaufft worden Marianna dess: 
Vatter H: Franz Pidermann alhier ux: Anna Maria, 
Patrinus der Wohl Edl und gestrenge H: Leopoldt 
Hartmann, alhier. 

6. 4.1717 * Franz Leopoldt 
Den 6 dito ißt gethaufft worden Franz Leopoldt 
dess: Vatter Franz Pidermann alhier, uxor Maria, 
Patrinus, der Wohl Edl und gestrenge H: Leopoldt 
Hartmann alhier. 

24. 6.1720 * Joannes 

Den 24 Juny ißt getauft Joannes Pater Franz Pider 

mann allhier: Mat: Anna Maria. Patrinus Leopoldus 

Hartmann 



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6. 9.1723 * Johan Adam 
Den 6. ißt getauft worden Johan Adam Pater Franz 
Pidermann alhier. Mater Anna Maria Patrin: Johan 
Hass alhier ux: Anna Maria 'Jo^O^ ^lC;t^Taa{ 

29. 8.1724 * Eva Maria '^' ^^^' '^^'^ M^'Ff^Af^ 
Den 29. Augusti ißt getauft worden Eva Maria Pater- 
^tonius Pidermann alhier Mater Anna Patrinus Georg 
Todt alhier ux: Magdalena 



^ ^^'f' lfJl4^ 



f 



^ ^oQ/e%j 




es) 





Fol. 102: 6. 9.1725 * Johan Adam 

Den 6. September ißt getauft worden Johan Adam Pater 

alhier |fater Anna. Patrin: Georg 
[agdalena 

Fol. 107: 14. 3.1727 * Maria Anna 

Den 14. Marty ist getauft worden Maria Anna. Pater 
Antonius Piderman Mater Anna alhier Patrinus Georg 
Todt alhier ux: Maria Magdalena 

Fol. 114: 18. 2.1729 * Maria Magdalena 

Den 18. February ißt getauft worden Maria Magdalena 
Pater Antonius Piderman alhier Mater Anna Patr. Georg 
Todt alhier ux: Maria Magdalena 





Fol. 121^^17. 5.1731 * Franciscus Antonius 

Den 17. May ißt getauft worden Franciscus Antonius 
Pater Antonius Piderman alhier ux: Anna Patrin: Georg 
Todt alhier ux: Magdalena 




Fol. 124: 



^ 



2. 1.1732 * Eva Maria 
Den 2. Jener ißt getauft worden Eva Maria Pater 
tour entiiip Pidermay alhier ux: Sophia Jffeitrin: Auinger 



V Kirbercli ux: Maria 






Fol. 126: 26. 9.1732 * Michael 

Den 26. September ißt getauft worden Michael Pater 
Antonius Pidermann alhier ux: AnnaPatrin: Georg 
Todt alhier ux: Maria Magdalena 

Fol. 129: 3. 9.1733 * Mathias 

Den 3. September ißt getauft worden Mathias Pat: 
Antonius Piderman alhier ux: Anna Patrin: Georg 
Tbdt alhier ux: Magdalena 

Fol. 130: 30.12.1733 * Paulus Joseph 

Den 30. December ißt getauft worden Paulus Joseph 
Pater jy||g||^§ldeiiQan alhier ux: ^jyijjgyy^ Patrin: 
Johan Paul Auinger v. Kirchberg ux: Maria 

Fol. 135: 21. 4.1735 * Philippus Jacobus 

Den 21. April ißt getauft worden Philippus Jacobus 
p^i-^» ^aiif'^^""' PHTT—t^ alhier ux: JaiJMt»Patr: 
Johan Paul Auinger v. Kirchberg ux: Maria 

Fol. 136: 25. 4.1735 * Franciscus ^ S'-S'. ( l^OC ^'T'^ ^<^ ^ 

Den 25 ißt getauft worden Franciscus. Pater Antonius j 
Piderman alhier ux: Anna Patrin: ChriStT)ph Ryin(?) 
alhier ux: Eva Maria • • 

Fol. 141: 1. 9.1736 * Adamus Joannes Michael 

j / Den 1 7bris ißt getauft worden Adamus Joannes Michael 
^ / Pater Joseph Piderman alhier ux: Elisabeth Patrinus 
t^ / Joannes Petrus Fischer Gaßtwirth alhier ux: Anna Maria 




CöLl^ 




Fol. 146: 7. 7.1738 * Eva Teresia TtTT" 

Den 7 J ully ißt getauf ft worden Eva Teresia^ Pater f-j^dn^i .^ 

J^j^HÜtz Bidermanf alhler, ux: Jjg^jj^/gg Patrin: Johann (^MUlf^S \^^ 

jPaul Auinger^ ux: Maria v. KürcnEerg am Waldt Q ., O^Ty 

8.10.1738 * Theresia 
Den 8ten Octobris ißt getaufft worden Theresia Pater 
^Josephus Bidermann ux: Ellsabetha Patrini Joannes 
Petrus Fischer ux: Anna Maria oinnes ex Vittis 




Fol . 14 



^1 . 149 



Fol. 161: 19. 1.1741 * Anna Maria "]^ 

Infantes: Anna Maria fil.legit. (+ Die 5. aprl 764) 
Parentes: Josephus Bidermann & Ellsabetha ux: de Vittis 
Patrin. : Simon Hengst & Anna Maria ux: de ibidem 



• 



Fol. 181 



22.10.1745 * Anna Maria 

Infantes: Anna Maria f.l. ^ 

Parentes: Josephus Bidermann & Elisabetliä ux: de Vittis 
Patrin.: Franciscus Lebersorg & Anna Maria ux: de ibidem 




Eheschi ießungen : 



Fol. 206: 




Fol. 231: 



6. 2.1714 
Den 6 dito ißt copulirt worden Herr Franz Piderman 
Purger und Peckhermaißters alhier ein Wittiber, mit 
Jungfrau Anna Maria Ertlin, des Wohl Edl Wöstem hund 
Wohlweißen Herrn Wilibaldus Ertl Poßtmaißter hund 
Weiß Jeger in der kaysl: Haubt Wöstung Ingelstadt, 
Frau Anna Maria dess: Ehefrau beeder Ehelich erzeigte 

Tochter. /X/:' / 

Testes: Hl: Friedrich Lindemann alhier. /> t f ,. 

Undt Hl. Mathias Honig alda. Sv^^^ ^ L^J[\ii^T^ ' 

( Wöstung = Festung / Hl: = Hochlöblich / hund = und ) ? l^ f 





2. 5.1719 
Den 2ten May ißt copulirt worden, 
alhier, des Frantz Piderman n alhier , ' und iSüsanna 
dessen Ehewürtin seeld beed ehelich erzeigter Sohn, 
mit jgnggirSchurchiB 1 V . der Wölles Mihi (= Mühle), 
des Matnias scKurch burgl : Millnermaißter zu Weytra 
und Sophia dessen Eheyürtin beed seel. erzeigte 
Dochter 

Testes: Veith Steinp^kh v. Gräffenschlag und Mathias 

Payr alhier 



^< i mo 



\//F(B^ V& ^m'^fJ^oml^ 



(SJ. CH^-SO-^./if^. 



Fol. 244 



Fol. 244 








5. 2.1722 
5 February Copulati sunt Franz PlderQail witiwer 
alhier mit der Ehrsaroen Jungfrauen Matla Hoffbäurin 
des Georg Hoffbaur vom Kirchbach und Elisabetha seel 
erzeugter Tochter. 

Testes: Hanns Hoffbaur v. Kirchbach 

Michael Graxlechner alhier 



10. 2.1722 

Den 10 dito sind Copulirt worden der Ehrbare Mathias 
Denck lediges Standts seines Handwerckhs ein Lein- 
wöber mit der tugendsamen Jungfraue Eli sabe tha Bitter* 
^na^nin, des Franz Pidermanns noch in iÜjS'dMi und Süsä na 
dessen Ehewürthin seeliger erzeigter Tochter 
Testes: Mathias König bürgerlicher Fleischhacker alhier 

Michael Graxlehner Schneidermaißter alhier 



1^ lU^ 






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Fol. 249: 




7.11.1723 
Den 7 N oYember ißt copulir t worden der Ehrbare Junge 
Gesöll MjKtKKKtK^^ mit der tugendsamen 

Jungfr^l^^^^^^^^^^^^^r alhier, des Andreae Schusters 
alhier PÖOT^^HÜffl^^^S^md Anna Maria dessen Ehwürthin 
beeder noch in Leben Ehlich erzeugter tochter 
Testes: Johan Joseph Hartmann v. trosendorff (?) 

Michael Grexlehner alhier 



Fol. 252: 





23.11.1724 

Den 23 November ißt copul.irt worden 

alhier witwer seiiies Handtwercks eifl^lpa^EWnuaTBCet Miit 

der tugendsamer)j^B|fc|i|^ ledigen Standts des 

Johann Schenbaur^au&Tie^Maorf seel igen und Catharina 

dessen Ehewirtin Ehlich erzeugte Tochter 

Testes: Simon Schönbaur alhier 

Michael Graxlehners alhier 



Fol. 264: 16. 1.1730 

Den 16. Jener ißt copulirt worden {iDr«nz Pidermanw 
Wittiber alhier mit der tugendsamen Jungfrau Sophia 
des Herrn Michael Brener(?) v. Kirchberg seel. und 
Catharina dessen Ehewirtin Ehlich hinterlassen Tochter 
Testes: Michael Greixlehner alhier 

Herr Joseph Terwallner(?) v. Kirchberg 




Fol. 266: 23. 1.1731 

Den 23 Jener sind copulirt worden der Ehrbahre Mathias 
Schrathmayr v. Großen Pertholz seines Handtwercks ein 
Pöckh lediges Standts mi t Juliana Pid erman nin des 



u^i^^ 



Georg Piderman sei, hinterlassener Wittib 
Testes: Ramhart Erdinger v. Jerowih(?) 

Herr Ludwig Mayer alhier 



^7m((?' pfbt^i^m. 






■ ac^^Mfi 2i-i^\ 




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jcti. f.. 



Fol. 26 





"^f^lM/ 




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^ % %. 



3. 6.1731 

Den 3ten Juny sind copulirt worden der Ehrbar Joseph 
.Piderman lediges Standts seines Handwercks ein Peck- 
hermaißter alhier mit der tugendsamen Jungfrau 
EliseO^etha des Philipp Klanckh alhier und Catharina 
dessen Ehewirtin beeder noch in Leben Ehlich erzeugte 
Tochter 
Testes: Johan Michael Grixlehner alhier i t C 



Michael Pittermann v. Kürchberg 









rvn i. 



Fol. 291: 14. 5.1741 

Den 14ten May ißt copulirt worden der Ehrbahre Ander 
Cammender von Klein Hcwarthen mit d, Jungfl. 
,jaiderm§Löain^^ des seel . Eaul Bidernann von Wi _^ ,^_ 
junH Fw^ gooj Seiner Ehewirthin Eheliche Tocht^ r^^- 
Testes: Mathias Keinrath v. Gottschällings ^ f 

Thomas Wisser von Windigsteig ^ 



FMJL 



dr^^cvit ^fPi^^^/WüM 



, 'V^ 




^ 



Das waren die Taufen und Eheschließungen zu Tomufe II der ^^''<j^aJ 
Pfarre Vitis. Bei einem meiner nächsten Besuche in St. Polten 
werde ich Tom. II beendigen und Tom.I auswringen. Gern höre ich 
wieder von Ihnen. 
PS: Ich habe einen Wunsch, den Sie mir erfüllen könnten: 

Meine Frau hat ein Geschäftslokal an einem guten Standort 
in Wien. Sie betreibt dort eine Maßschneiderei. Wir möchten 
zusätzlich typisch amerikanische Kleidung im Western Look 
verkaufen, weil die Nachfrage für solche Sachen hier sehr 
groß ist. Dazu benötigen wir Kataloge oder Anschriften 
amerikanischer oder kanadischer Hersteller oder Großhändler. 
(Hüte, Anzüge, Mäntel, Hemden, Gürtel, Stiefel usw.) Wenn 
Sie die Möglichkeit hätten, uns hier weiterzuhelfen, wären 
wir Ihnen sehr dankbar. Ein Problem soll es aber nicht wer- 
den. 

Zum Abschluß verspreche ich Ihnen, mindestens einmal im Monat 
einen Brief mit neuen Forschungsergebnissen zu schicken. 



^r//(^ 



Grüße von Wien nach Kingston 




.--2^^ 



Peter ^-"Weyen 




( 



Peter Weyen 
Ob. Donaus tr. 97 
1020 Wien 




/ 



George Vladar 
685 Victoria Street 
Kingston^ Ontario 
K7K 4S6 



/VA^iT i4iSBic 



Sehr geehrter Herr Vladar, 




Wien, 17.4. 1991 



Die bisherigen längeren Intervalle zwischen meinen Briefen 
waren auch für mich von Nachteil, da ich seltener in den 
Genuß Ihrer unnachahmlichen Bonmots kam, welche wie ein 
kostbares Parfüm über Ihren kleinen Kunstwerken zu liegen 
scheint. Angesichts Ihrer kreativen Wortschöpfungen kann 
ich nur einen Satz von Ihnen wiederholen, nämlich zu er- 
kennen, wann man geschlagen ist. 

So beginne ich denn am besten mit der trockenen Art der 
Ergänzung des Tom. II von Vitis. 

Sterbefälle 



Fol. 311) 





Fol. 321) 



18. 2.1713 ß/^/^I/^t 

ißt begraben worden die frau Susana bidermanin rUif^L 
alhier ihres alters 44 Jahr ^ //"^(C? 2- f}^^ 4^^ 

11.12.1714 T -j 

ißt des Hlrfranz Pidermann alhier sein Kindt rtf/f ^^ ff^fvU 
Eva Maria begraben worden alt 3 Wochen /g^/O^ ^{T^M^I^ E)^TU^ 



Fol. 325) 



Fol. 345) 



24. 1.1716 

ißt des franz Pidermann alhier sein Kindt <f 

Marianna begraben worden alt 11 tag 

26. 6.1720 (^ 

ißt begraben worden Anna Maria Pidermannin a 







Fiaermannin aj.n±eir t-^t^^ 



Fol. 345) 



Fol. 356) 




3. 7.1720 

ist ein 7 tägiges Kind Joannes Pidermann 
begraben worden 

24. 8.1723 

ißt galing (= jählings = plötzlich)^.^^storben 

Johan fridrich des friedrich bijadlnnan ( der 

Name ist nicht eindeutig zu^^^l^en, wenn ein 

Friedrich Bidermann son^t^icht mehr vorkommt, 

handelt es sich um e^ir^ anderen Namen ) 

7 1/2 iahr aldes Krtablein 



^min 



4 



Av 



Sieffer ^/c/^ 



fd, i^^' 



OTH^^f^f^ 







^lOlf 



Fol. 358) 



Fol. 358) 



Fol. 370 



7. 9.1724 f-^ 

ißt begraben worden Anna des Antoni Pidennaq|f ^V^ ^(Ofy7) 
bürgers alhier 26 iahre aldes Eheweib i/^n/A ^^^^V 

27. 9.1724 ^ Z^'^^li^^ 
ißt begraben worden Eva Maria des Ai^toni i 
jPiderman Ehlich erzeugtes 4 wochen aldes magdlein 

aben worden Maria Susana Pidermanin 





10. 9.17 

ißt begrab 

alhier ihres alters in 40 iahr 




Fol. 371) 




Fol. 372) 

4 




31. 1.1730 

ißt begraben worden franz Joseph des 
fkg/a/gtt^5/A iahr aldes Knablein 

4. 6.1730 ^ ((^l^O 

ißt begraben worden hr. franz Piderman alhier 
seines alters in 60 iahr 







2- 



-^(6=^ 



Volrr 372) 



23. 6.1730 

ißt begraben worden Johan 
seines alters in 56 iahr 



Fol. 374) 



30. 5.1731 

ißt begraben worden Franciscus Antonius des 
Antony Piderman alhier Ehlich erzeugter söhn 
seines alters in 14 tag 



Piderman alhier SJ^ (G-|'^ 

4 [^■'^■d^ 



Fol. 377) 8.10.1732 

ißt begraben worden Michael des Antony Pider-* 
man 8 tag aldes Knablein 

Fol. 380) 4.10.1733 



Fol. 381) 



ißt begraben worden Mathias des Antony Pider« 
4 Wochen aldes Ehlich erzeugtes Knäblein 



21. 1.1734 
ißt begraben worden Paulus Joseph des 

liier 21 tag aldes sohnlein 





>k 50. \2. m 



Fol. 384) 



9. 6,1735 

ißt begraben worden philippus Jacobus dei 

alhier 7 wochen aldes söhnlein 



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^M- (»' 



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Fol. 390) 



13. 1.1738 

ißt begraben worden Antonius Piderman burger 
alhier seines alters in 43 iahr 



% 




5 



^ a/^ 



Fol. 391) 



Fol. 393) 




Fol. 394) 



Fol. 419) 



23. 1.1739 ^ (^^ 

ißt begraben worden der Ehrbahn 

^^ burger zu Vittes alt 48 Jahr 
r-üT^ etlam sanctissimus sacramentis provisus 
(wurde ebenfalls mit den heil. Sakram. versehen) 

9 3 1739 

ißt begraben worden Theresia alt 20 Wochen deß 
Ehrenachten Josephi Bidermann undt Elisabeth© 
seiner Ehe=frauen von Vittis Ihr Eheliches Kmdt 



7 . 8 • 1745 
ißt begraben worden der Ehrbare 
Wittibef^zu Wittis alt 50 Jahr 





10. m 



\Q1S 



R*.i dieser Eintragung steht ein Konvolut lateinischer Wörter, 
H^ien Sinn ich auf Anhieb nicht ganz verstehe. Möglicherweise 
handei? es Jich um eine Erklärung für eine nicht vorgenommene 
?e?z?e ö!ung' da von einem 3 stündigen nächtlichen Fernbleiben 
des Pfarrers wegen irgendwelcher Schmerzen die Rede ist. Das 

liest sich etwa wie folgt: ^„«>-a+-r>r-nQ 

EX nealeqentia z: Franzisci Niglas pro tempore Cooperatorus 
non fSit novisus, quio exyt de nocte, per tres horas emanens, 
e? circa Soram nimam inventus est rediens. ^olenaum et de 

plorandum casum de quo ipse Petry P^^«^^"f ' f ^^^P^H^^^s 
auorens Deo respon elebit I: vivit ne cepittem et malitios 
Sealexit?.... quasi Petri obligao n e et ma^or, quam 
Soop?toris quosivit eldeuntem, et neglexit cum abendyes. 

( Bitte mich nicht um genaue Übersetzung bitten) 

Das war das Ende aller "Bittermann"- Eintragungen von Tom. II 
Slchs?es Mal wird Tom.I ausgewrungen. Erst danach^werde ich 
die einzelnen Familien zusammenstellen und 
Probleme antworten können. Bitte also noch 
gleiche christliche Geduld. 



auf Ihre gelben 
um etwas engeis- 



Nach der "Pflicht" komme ich nun zur "K^r", ein Vergleich 
mit den Gepflogenheiten des Eistanzes, z" .^e^ ^^^ ähnliche 
Gefühle kommen wie Ihnen, wenn Sie e^n^n "Western Store 
betreten. So gesehen bekomme ich schon wieder Schuldgefühle, 
da mein Wunsch an Sie fast einer Nötigung gleich kam. 



} 

^ 



4- 



Lediglich der Umstand, Ihnen einen plausiblen Vorwand 
geliefert zu haben, einer Dame in die Bluse zu greifen, 
um das innen angebrachte Ettikett zu entziffern, kann 
mir etwas Trost verschaffen. 

Jedenfalls haben Sie sich sehr viel Mühe gemacht, wofür 
wir herzlichen Dank sagen. Ihre beachtliche eigenhändige 
Zeichnung erhält bei uns einen Ehrenplatz. (Vielleicht 
steigt eines Tages der Wert dieses Kunstwerks!) 
Bezüglich der Marktchance dieser Artikel ist es doch so, 
daß man immer das haben möchte, was andere nicht haben. 
Und bei uns gibt es so etwas nicht. Das ist der Unter- 
schied zu USA und Canada, dort ist es alltäglich. Für 
eine Spur Individualität ist man bereit, Geld auszugeben. 

Doch nun wieder zurück zur Ahnenforschung. 
Die Dame mit dem "Austrian Grandfather" möge mir Ihre 
Daten und übrigen Informationen in Kopie schicken. Ich 
prüfe, ob es eine Möglichkeit gibt, hier weiterzukommen. 
Erst wenn diese Möglichkeit gegeben ist, würde ich einen 
Kostenvoranschlag machen. Da es sich um Wien handelt, 
wird sich die finanzielle Belastung in Grenzen halten. 
Ich glaube, das ist ein fairer Vorschlag. 

Was das Pamphlet der Mormonen betrifft, ist zu sagen, daß 
mir der gesamte "Schatz" dieser gottgefälligen Leute zur 
Verfügung steht: sämtliche Fitches habe ich zu Hause, das 
gesamte Archiv in Salt Lake kann ich bei Bedarf in Form von 
Mikrofilmkopien anfordern und daheim in aller Ruhe studieren. 
Welcher Ahnenforscher kann das von sich behaupten? 

Zur Nummerierung der Ahnen : 

Vater = 2 Mutter = 3 Vater des Vaters = 4 Mutter des 
Vaters = 5 Vater der Mutter = 6 Mutter der Mutter = 7 
usw. usw. ad nauseam.. 

Alle Männer haben gerade, alle Frauen ungerade Zahlen. Das 
System ist international gebräuchlich und uralt. Die Klein- 
buchstaben a, b, c usw. bezeichnen nur die Reihenfolge der 
Kinder innerhalb einer Familie. Das ist jedoch von unter- 
geordneter Bedeutung. Die Zahlen in den Kreisen rechts oben 
sind frei vergeben und jeweils einer Familie zugeordnet. So 
ist es möglich, komplexe Zusammenhänge darzustellen und er- 
laubt einen Minimalaufwand bei Veränderungen oder Ergänzungen 
Diese Technik ist mein bescheidener Beitrag. 

Durch die Adressenänderung bei mir ist es jetzt auch möglich, 
Briefmarken zurückzuschicken. Bisher habe ich Ihre Umschläge 
nicht gesehen. 

In etwa 2 Wochen werde ich mich wieder melden. Bis dahin geht 
der Gruß wieder von Wien nach Kingston. 

Yours sencerely 



<v,i,t 



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Peter Weyen 
Ob . Donaus tr . 97 
1020 Wien 



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& 



George Vladar 
685 Victoria Street 
Kingston^ Ontario 
K7K 4S6 



/ 
^ 



Wien, 17.4. 1991 



Sehr geehrter Herr Vladar, 



Die bisherigen längeren Intervalle zwischen meinen Briefen 
waren auch für mich von Nachteil, da ich seltener in den 
Genuß Ihrer unnachahmlichen Bonmots kam, welche wie ein 
kostbares Parfüm über Ihren kleinen Kunstwerken zu liegen 
scheint. Angesichts Ihrer kreativen Wortschöpfungen kann 
ich nur einen Satz von Ihnen wiederholen, nämlich zu er- 
kennen, wann man geschlagen ist. 

So beginne ich denn am besten mit der trockenen Art der 
Ergänzung des Tom. II von Vitis. 

Sterbefälle 

Fol. 311) 18. 2.1713 

ißt begraben worden die frau Susana bidermanin 
alhier ihres alters 44 Jahr 



Fol. 321) 



Fol. 325) 



Fol. 345) 



11.12.1714 

ißt des Hl :f ranz Pidermann alhier sein Kindt 

Eva Maria begraben worden alt 3 Wochen 

24. 1.1716 

ißt des franz Pidermann alhier sein Kindt 

Marianna begraben worden alt 11 tag 

26. 6.1720 

ißt begraben worden Anna Maria Pidermannin alhier 

ihres alters in den 44 Jahr 



Fol. 345) 



Fol. 356) 



3. 7.1720 
ist ein 7 tägiges Kind Joannes Pidermann 
begraben worden 

24. 8.1723 

ißt galing (= jählings = plötzlich) gestorben 

Johan fridrich des friedrich biedrman ( der 

Name ist nicht eindeutig zu lesen, wenn ein 

Friedrich Bidermann sonst nicht mehr vorkommt, 

handelt es sich um einen anderen Namen ) 

7 1/2 iahr aldes Knablein 



z. 



Fol. 358) 



Fol. 358) 



Fol. 370) 



7. 9.1724 

ißt begraben worden Anna des Antoni Plderman 
bürgers alhler 26 iahre aldes Eheweib 

27. 9.1724 

ißt begraben worden Eva Maria des Antoni 

Piderman Ehlich erzeugtes 4 wochen aldes magdlein 

10. 9.1729 

ißt begraben worden Maria Susana Pidermanin 

alhier ihres alters in 40 iahr 



Fol. 371) 



Fol. 372) 



31. 1.1730 

ißt begraben worden franz Joseph des Lorenz 
Piderman 5/4 iahr aldes Knablein 

4. 6.1730 
ißt begraben worden hr. franz Piderman alhier 
seines alters in 60 iahr 



Fol. 372) 



23. 6.1730 

ißt begraben worden Johan Georg Piderman alhier 
seines alters in 56 iahr 



Fol. 374) 



Fol. 377) 



Fol. 380) 



Fol. 381) 



Fol. 384) 



30. 5.1731 

ißt begraben worden Franciscus Antonius des 
Antony Piderman alhier Ehlich erzeugter söhn 
seines alters in 14 tag 

8.10.1732 
ißt begraben worden Michael des Antony Pider- 
man 8 tag aldes Knablein 

4.10.1733 

ißt begraben worden Mathias des Antony Pider- 
man 4 Wochen aldes Ehlich erzeugtes Knäblein 

21. 1.1734 

ißt begraben worden Paulus Joseph des Lorenz 

Piderman alhier 21 tag aldes sohnlein 

9. 6.1735 
ißt begraben worden philippus Jacobus des Lorenz 
Piderman alhier 7 wochen aldes söhnlein 



Fol. 390) 



13. 1.1738 

ißt begraben worden Antonius Piderman burger 

alhier seines alters in 43 iahr 



J 



Fol. 391) 



9. 7.1738 
ißt begraben wordten Maria bittermanin von 
Vitis Inwohnerin alt 52 Jahr 



Fol. 393) 



Fol. 394) 



23. 1.1739 

ißt begraben worden der Ehrbahre Laurentius 
Bittermann burger zu Vittes alt 48 Jahr 
fuit etiam sanctissimus sacramentis provisus 
(wurde ebenfalls mit den heil. Sakram. versehen) 

2. 3.1739 
ißt begraben worden Theresia alt 20 Wochen deß 
Ehrenachten Josephi Bidermann undt Elisabetho 
seiner Ehe=frauen von Vittis Ihr Eheliches Kindt 



Fol. 419) 7. 8.1745 

ißt begraben worden der Ehrbare Paulus Bidermann 

Wittiber zu Wittis alt 50 Jahr 
Bei dieser Eintragung steht ein Konvolut lateinischer Wörter^ 
deren Sinn ich auf Anhieb nicht ganz verstehe. Möglicherweise 
handelt es sich um eine Erklärung für eine nicht vorgenommene 
letzte Ölung, da von einem 3 stündigen nächtlichen Fernbleiben 
des Pfarrers wegen irgendwelcher Schmerzen die Rede ist. Das 
liest sich etwa wie folgt: 

Ex neglegentia z: Franzisci Niglas pro tempore Cooperatorus 
non fuit novisus, quio exyt de nocte, per tres horas emanens, 
et circa horam nimam inventus est rediens. O dolenaum et de 
plorandum casum de quo ipse Petry praesens, et Capellanum 
quorens Deo respon elebit I: vivit ne cepittem et malitios 

neglexit quasi Petri obligao n e et major, quam 

cooprtoris quosivit eldeuntem, et neglexit cum abendyes. 

( Bitte mich nicht um genaue Übersetzung bitten) 



Das war das Ende aller "Bittermann"- Eintragungen von Tom. II 
Nächstes Mal wird Tom.I ausgewrungen. Erst danach werde ich 
die einzelnen Familien zusammenstellen und auf Ihre gelben 
Probleme antworten können. Bitte also noch um etwas engels- 
gleiche christliche Geduld. 



Nach der "Pflicht" komme ich nun zur "Kür", ein Vergleich 
mit den Gepflogenheiten des Eistanzes, zu dem mir ähnliche 
Gefühle kommen wie Ihnen, wenn Sie einen "Western - Store" 
betreten. So gesehen bekomme ich schon wieder Schuldgefühle, 
da mein Wunsch an Sie fast einer Nötigung gleich kam. 



4 



Lediglich der Umstand, Ihnen einen plausiblen Vorwand 
geliefert zu haben, einer Dame in die Bluse zu greifen, 
um das innen angebrachte Ettikett zu entziffern, kann 
mir etwas Trost verschaffen. 

Jedenfalls haben Sie sich sehr viel Mühe gemacht, wofür 
wir herzlichen Dank sagen. Ihre beachtliche eigenhändige 
Zeichnung erhält bei uns einen Ehrenplatz. (Vielleicht 
steigt eines Tages der Wert dieses Kunstwerks!) 
Bezüglich der Marktchance dieser Artikel ist es doch so, 
daß man immer das haben möchte, was andere nicht haben. 
Und bei uns gibt es so etwas nicht. Das ist der Unter- 
schied zu USA und Canada, dort ist es alltäglich. Für 
eine Spur Individualität ist man bereit, Geld auszugeben. 

Doch nun wieder zurück zur Ahnenforschung. 
Die Dame mit dem "Austrian Grandfather" möge mir Ihre 
Daten und übrigen Informationen in Kopie schicken. Ich 
prüfe, ob es eine Möglichkeit gibt, hier weiterzukommen. 
Erst wenn diese Möglichkeit gegeben ist, würde ich einen 
Kostenvoranschlag machen. Da es sich um Wien handelt, 
wird sich die finanzielle Belastung in Grenzen halten. 
Ich glaube, das ist ein fairer Vorschlag. 

Was das Pamphlet der Mormonen betrifft, ist zu sagen, daß 
mir der gesamte "Schatz" dieser gottgefälligen Leute zur 
Verfügung steht: sämtliche Fitches habe ich zu Hause, das 
gesamte Archiv in Salt Lake kann ich bei Bedarf in Form von 
Mikrofilmkopien anfordern und daheim in aller Ruhe studieren. 
Welcher Ahnenforscher kann das von sich behaupten? 

Zur Nummerierung der Ahnen : 

Vater = 2 Mutter = 3 Vater des Vaters = 4 Mutter des 
Vaters = 5 Vater der Mutter = 6 Mutter der Mutter = 7 
usw. usw. ad nauseam. . 

Alle Männer haben gerade, alle Frauen ungerade Zahlen. Das 
System ist international gebräuchlich und uralt. Die Klein- 
buchstaben a, b, c usw. bezeichnen nur die Reihenfolge der 
Kinder innerhalb einer Familie. Das ist jedoch von unter- 
geordneter Bedeutung. Die Zahlen in den Kreisen rechts oben 
sind frei vergeben und jeweils einer Familie zugeordnet. So 
ist es möglich, komplexe Zusammenhänge darzustellen und er- 
laubt einen Minimalaufwand bei Veränderungen oder Ergänzungen. 
Diese Technik ist mein bescheiciener Beitrag. 

Durch die Adressenänderung bei mir ist es jetzt auch möglich, 
Briefmarken zurückzuschicken. Bisher habe ich Ihre Umschläge 
nicht gesehen. 

In etwa 2 Wochen werde ich mich wieder melden. Bis dahin geht 
der Gruß wieder von Wien nach Kingston. 

Yours sencerely 



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Seite 18 



REPORTAGE 



Samstag, 2/November 1991 



Erstes Famlllenforsdiüngslns^^ beweist Ahnenforschung ist mehr 
ab die Anhäufung von Manien und Daten, In jeder kleinen Lebens- 
geschichte spiegeln sich die großen Ereignisse des Weltgeschehens, 



Allerheiligen, Allerseelen: die 
Zeit, in der Grablichter Hoch- 
saison haben und die Fried- 
höfe Kirtag feiern. Die Zeit, in der 
sich auch viele von uns der eigenen 
Wurzeln besinnen. Im Gedenken 
an liebe Tote und ferne Ahnen. 
Die Zeit, in der sich viele die Frage 
nach der persönlichen Herkunft 
stellen: Wann taucht im' großen 



Buch der Gescfiichte mein Nanie 
zum ersten Mal auf? Wer waren 
meine Vorfahren? Hatten sie ein 
besonderes Schicksal oder waren 
es »ganz gewöhnliche' Bürgersleut'? 
„Es gibt kein ,ganz gewöhn- 
liches' Schicksal. Jedes für sich ist 
wie ein spannendes Buch. Es gibt 



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Fotos: 

Fritz 

Schuster 

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studiert Weyen 
Mikrofilme ah 
ter Dokumente 
aus aller Welt; 
auch hiesige 
Dokumente 
sind schwierig 
zu lesen. 



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kaum ein Leben, in dem nicht die 
Folgen eines Krieges, eines Auf- 
standes, einer Seuche oder einfach 
des Zeitgeistes zu spüren wären", 
begeistert sich Peter Weyen, einer 
der drei Gründer des „Institutes 
für historische Familienfor- 
schung**, das im Vorjahr in Wien 
als erstes privates Ahnenfor- 
schungsinstitut Österreichs seine 
Pforten geöffnet hat. Und schon 
auf beachtliche Erfolge verweisen 
kann: so war es gelungen, den 
Stammbaum einer Familie konti- 
nuieriich bis ins Jahr 1 542 nachzu- 
weisen. „Und zwar absolut lücken- 
los, obwohl das früheste Doku- 
ment, das uns der Auftraggeber zur 
Arbeitserieichterung anbieten 
konnte,, aus dem Jahr 1922 
stammte. Als weiteren Anhalts- 
punkt gab es nur den Hinweis: ,Ge- 
bürtig aus Wien'. Da stellt sich na- 
türiich die Frage: wo faiig ich zu 







suchen an? Allein in Wien gibt es 
150 Pfarren...!** 

Aber genau das hat sich das In- 
stitut zur Aufgabe gestellt: dort 
weiterzumachen, wo private Fami- 
lienforscher anstehen. 

Dabei durchstöbert Ahnen- 
schnüffler Weyen fast immer zu- 
nächst einmal alte Kirchenbücher. 
„Wobei sehr oft eine frauenfeindli- 
che Hältung spürbar wird.** Wurde 



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beispielsweise bei schweren Ge- 
burten ein Kind von der Heb- 
amme notgetauft, so liest man im 
Sterbedokument dieses Kindes 
nicht selten die abfällige Bemer- 
kung: ,Ein Kind, welches nur frau- 
entauft worden ist.' Ganz abgese- 
hen von der Tatsache, daß die 
Mütter dieser Kinder vielfach 
überhaupt nicht erwähnt werden. 

Wurde ein Kind ledig geboren, 
so wird die Mutter häufig mit der 
charmanten Zusatzinformation 
bedacht: ,Ein lediges Mensch von 
hier.' 

Dennoch ist das Verdienst der 
Kirche bei der Ahnenforschung 
von unermeßlichem Ausmaß: wur- 
den doch von den Pfarrern Fami 
lienchroniken von Geburt bis Tod 
penibel notiert. Eine Notwendig- 
keit, da die Mehrheit der Bevölke- 
rung nicht schreiben konnte. 

Die erhaltenen Aufzeichnungen 
reichen meist bis in die erste Hälfte 
des 17. Jahrhunderts. Aufzeich- 
nungen, in die übrigens jeder Ein- 





sicht nehmen darf, da der Daten- 
schutz nur die letzten hundert Jah- 
re umspannt. „Alles, was ich vor 
1650 herausfinden will, wird aller- 
dings schwierig.** 

Die Forscher müssen sich dann 
mit anderen Archivalien behelfen: 
Steuerbücher, Militärmatriken, 
Totenbeschauprotokolle und 
Zunftbücher. „Oft ziehen sich 
nicht nur dieselben Krankheiten 
innerhalb einer Familie durch die 
Jahrhunderte, oft auch derselbe 
Beruf.** 

Statt in Pfarreien zu stöbern, 
blättert er dann in den vergilbten 
Dokumenten von Staats-, Landes- 
und Stadtarchiven. „Erfreulich: 
immer wenn's um Geld ging, wur- 
de geschrieben. Grundbücher, Te- 
stamente, Kauf- und Eheverträge 
sind stets veriäßliche Quellen**, so 
Weyen, der vor Lust am Tüfteln 
und Schnüffeln geradezu sprüht. 

Denn ein zentrales Amt, das 
Auskunft über unsere Vorfahren 
geben kann, gibt es nicht. Die In- 




K. Paindl, achtfache Mutter aus 
dem 19. Jh.: Wie hat sie gelebt^ 

formationen liegen verstreut in Ar- 
chiven, in ungeordneten Aktenstö- 
ßen und auf vergilbten Buchseiten; 
geschrieben in alten Handschrif- 
ten, auf lateinisch oder in einem 
uns schwer verständlichen 
Deutsch. 



: Auch sind die Ahnen oft gewan- 
dert, und ihre Spuren fiihren nicht 
selten auf Kontinente jenseits der 
großen Meere. 

Was dann? Sind doch selbst bei 
Forschungen in unseren Breiten 
die Kosten nicht gerade gering: das 
Institut verrechnet pro Tag rund 
3000 Schilling, Spesen exklusive. 

Um keine unnötigen Reise- 
kosten zu verursachen, behelfen 
sie sich allerdings, wannHmmer 
möglich, mit dem Archiv der Mor- 
monen. Einer Glaubensgemein- 
schaft mit Sitz in den USA, die das 
größte Archiv der Welt besitzt: 
Dokumente aus allen Erdteilen 
wurden auf rund 190 Millionen (!) 
Mikrofilme gebannt - und in 
einem Gesamtverzeichnis aufgeli- 
stet. „Will ich also beispielsweise 
etwas über eine Person im Süd- 
amerika des 16. Jahrhunderts in 
Erfahrung bringen, dann schlag' 
ich im Katalog Ort und Zeit nach 
und bestell' mir - falls vorhanden - 
die entsprechenden Mikrofilme". 



Über den Betrachter in Wien 
kann er bequem seine Forschun- 
gen vertiefen - dann werden die 
Filme retoumiert. 

Auch das vom Institut speziell 
entwickelte Computerprogramm 
hilft weiter. Unzählige Namen 
wurden hier bereits gespeichert. 
„Will ich nun den Stammbaum 
einer Familie Bauer eruieren, dann 
lass' ich mir vom Computer zu- 
nächst einmal alles über Bauer aus- 
spucken. Auch alle Namen, die ge- 
nauso klingen: wie Paur, Pauer etc. 
Denn durch das Analphabetentum 
hat sich ja oft von Generation zu 
Generation die Schreibweise ver- 
ändert.** 

Aber nicht nur Wissen über Le- 
bensweise, Kuhur und Zeitgeist 
vergangener Jahrhunderte hat sich 
Ahnenforscher Peter Weyen im 
Laufe seiner Tätigkeit angeeignet. 
Auch die weise Erkenntnis: „Die 
gute alte Zeit hat's nie gegeben...^ 



SECOND INTENTIONAL EXPOSURE 



Seite 1 8 



REPORTAGE 



Samstag, 2. November 1991 



Erstes Familienforschungsinstitut beweist Ahnenforschung ist mehr 
als die Anhäufung von Namen und Daten. In jeder kleinen Lebens- 
geschichte spiegeln sich die großen Ereignisse des Weltgeschehens, 



Allerheiligen, Allerseelen: die 
Zeit, in der Grablichter Hoch- 
saison haben und die Fried- 
höfe Kirtag feiern. Die Zeit, in der 
sich auch viele von uns der eigenen 
Wurzeln besinnen. Im Gedenken 
an liebe Tote und ferne Ahnen. 
Die Zeit, in der sich viele die Frage 
nach der persönlichen Herkunft 
stellen: Wann taucht im großen 



Buch der Geschichte mein Name 
zum ersten Mal auf? Wer waren 
meine Vorfahren? Hatten sie ein 
besonderes Schicksal oder waren 
es ,ganz gewöhnliche' Bürgersleut'? 
„Es gibt kein ,ganz gewöhn- 
liches' Schicksal. Jedes für sich ist 
wie ein spannendes Buch. Es gibt 



kaum ein Leben, in dem nicht die 
Folgen eines Krieges, eines Auf- 
standes, einer Seuche oder einfach 
des Zeitgeistes zu spüren wären", 
begeistert sich Peter Weyen, einer 
der drei Gründer des „Institutes 
für historische Familienfor- 
schung", das im Vorjahr in Wien 
als erstes privates Ahnenfor- 
schungsinstitut Österreichs seine 
Pforten geöffnet hat. Und schon 
auf beachtliche Erfolge verweisen 
kann: so war es gelungen, den 
Stammbaum einer Familie konti- 
nuierlich bis ins Jahr 1 542 nachzu- 
weisen. „Und zwar absolut lücken- 
los, obwohl das früheste Doku- 
ment, das uns der Auftraggeber zur 
Arbeitserleichterung anbieten 
konnte,, aus dem Jahr 1922 
stammte. Als weiteren Anhalts- 
punkt gab es nur den Hinweis: ,Ge- 
bürtig aus Wien'. Da stellt sich na- 
türlich die Frage: wo fang ich zu 




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Petcfr Weyen, 
Spürnase quer durch 



suchen an? Allein in Wien gibt es 
150 Pfarren...!" 

Aber genau das hat sich das In- 
stitut zur Aufgabe gestellt: dort 
weiterzumachen, wo private Fami- 
lienforscher anstehen. 

Dabei durchstöbert Ahnen- 
schnüfller Weyen fast immer zu- 
nächst einmal alte Kirchenbücher. 
„Wobei sehr oft eine frauenfeindli- 
che Haltung spürbar wird." Wurde 



beispielsweise bei schweren Ge- 
burten ein Kind von der Heb- 
amme notgetauft, so liest man im 
Sterbedokument dieses Kindes 
nicht selten die abfällige Bemer- 
kung: ,Ein Kind, welches nur frau- 
entauft worden ist.' Ganz abgese- 
hen von der Tatsache, daß die 
Mütter dieser Kinder vielfach 
überhaupt nicht erwähnt werden. 

Wurde ein Kind ledig geboren, 
so wird die Mutter häufig mit der 
charmanten Zusatzinformation 
bedacht: ,Ein lediges Mensch von 
hier.' 

Dennoch ist das Verdienst der 
Kirche bei der Ahnenforschung 
von unermeßlichem Ausmaß: wur- 
den doch von den Pfarrern Fami- 
lienchroniken von Geburt bis Tod 
penibel notiert. Eine Notwendig- 
keit, da die Mehrheit der Bevölke-; 
rung nicht schreiben konnte. 

Die erhaltenen Aufzeichnungen 
reichen meist bis in die erste Hälfte 
des 17. Jahrhunderts. Aufzeich- 
nungen, in die übrigens jeder Ein- 







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sieht nehmen darf, da der Daten- 
schutz nur die letzten hundert Jah- 
le umspannt. „Alles, was ich vor 
1650 herausfinden will, wird aller- 
dings schwierig." 

Die Forscher müssen sich dann 
mit anderen Archivalien behelfen: 
Steuerbücher, Militärmatriken, 
Totenbeschauprotokolle und 

Zunftbücher. „Oft ziehen sich 
nicht nur dieselben Krankheiten 
innerhalb einer Familie durch die 
Jahrhunderte, oft auch derselbe 
Beruf" • 

Statt in Pfarreien zu stöbern, 
blättert er dann in den vergilbten 
Dokumenten von Staats-, Landes- 
und Stadtarchiven. „Erfreulich: 
immer wenn's um Geld ging, wur- 
de geschrieben. Grundbücher, Te- 
stamente, Kauf- und Eheverträge 
sind stets verläßliche Quellen", so 
Weyen, der vor Lust am Tüfteln 
und Schnüffeln geradezu sprüht. 

Denn ein zentrales Amt, das 
Auskunft über unsere Vorfahren 
geben kann, gibt es nicht. Die In- 




K, Paindl, achtfache Mutter aus 
dem I9.jh,: Wie hat sie gelebt/ 

formationen liegen verstreut in Ar- 
chiven, in ungeordneten Aktenstö- 
ßen und auf vergilbten Buchseiten; 
geschrieben in alten Handschrif- 
ten, auf lateinisch oder in einem 
uns schwer verständlichen 
Deutsch. 



Auch sind die Ahnen oft gewan- 
dert, und ihre Spuren führen nicht 
selten auf Kontinente jenseits der 
großen Meere. 

Was dann? Sind doch selbst bei 
Forschungen in unseren Breiten 
die Kosten nicht gerade gering: das 
Institut verrechnet pro Tag rund 
3000 Schilling, Spesen exklusive. 

Um keine unnötigen Reise- 
kosten zu verursachen, behelfen 
sie sich allerdings, wann immer 
möglich, mit dem Archiv der Mor- 
monen. Einer Glaubensgemein- 
schaft mit Sitz in den USA, die das 
größte Archiv der Welt besitzt: 
Dokumente aus allen Erdteilen 
wurden auf rund 190 Millionen (!) 
Mikrofilme gebannt - und in 
einem Gesamtverzeichnis aufgeli- 
stet. „Will ich also beispielsweise 
etwas über eine Person im Süd- 
amerika des 16. Jahrhunderts in 
Erfahrung bringen, dann schlag' 
ich im Katalog Ort und Zeit nach 
und bestell' mir- falls vorhanden - 
die entsprechenden Mikrofilme". 



Über den Betrachter in Wien 
kann er bequem seine Forschun- 
gen vertiefen - dann werden die 
Filme retoumiert. 

Auch das vom Institut speziell 
entwickelte Computerprogramm 
hilft weiter. Unzählige Namen 
wurden hier bereits gespeichert. 
„Will ich nun den Stammbaum 
einer Familie Bauer eruieren, dann 
lass' ich mir vom Computer zu- 
nächst einmal alles über Bauer aus- 
spucken. Auch alle Namen, die ge- 
nauso klingen: wie Paur, Pauer etc. 
Denn durch das Analphabetentum 
hat sich ja oft von Generation zu 
Generation die Schreibweise ver- 
ändert." 

Aber nicht nur Wissen über Le- 
bensweise, Kultur und Zeitgeist 
vergangener Jahrhunderte hat sich 
Ahnenforscher Peter Weyen im 
Laufe seiner Tätigkeit angeeignet. 
Auch die weise Erkenntnis: „Die 
gute alte Zeit hat's nie gegeben...'* 



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INSTITUT 




FAMILIENFORSCHUNG 



George Vladar 

685 Victoria Street 

Kingston^ Ontario 

K7K 4S6 

CANADA 

Sehr geehrter Herr Vladar! 



WIEN, 1991-05-16 



Wie geht's Ihnen denn? 

Ich habe schon so lange nichts mehr von Ihnen gehört! 

Nicht, daß ich Ihnen unbedingt etwas verscherbeln möchte! Herr 

Weyen hat Ihnen ja schon einiges Material geliefert. Auch nicht 

um die von Ihnen großzügigst beigelegten Papierchen, welche die 

reichen Leute hier Geld nennen. 

Nein! Der warft Grund ist, daß Ich ja zwei kleine Gschroppen (= 

Kinder ) zuhause habe, die micht fast wöchentlich nach einem 

Brief von Herrn Vladar fragen, um mir dann hinterrücks die 

Briefmarke abzuluchsen. 

Mit uns geht es doch ständig aufwärts! Das Institut macht sich, 

wir werden langsam, aber doch bekannter. Naja; aller Anfang ist 

nicht so leicht. 

Bezüglich der Gundacker möchte ich Ihnen noch anmerken, daß es 

mit größter Wahrscheinlichkeit im Waldviertel doch nur einen 

Gundacker-Stamm gab. Das Problem liegt in GroßGerungs, wo leider 

das 2. und 3. Taufbuch und ein Heiratsbuch fehlen. Auch mein 

Gundacker Georgius dürfte in dieser Zeit in Groß gerungs zu 

finden sein. Alle Wege führen tatsächlich nach Haselbach, das ist 

ein kleines Nest nördlich von Arbesbach (die Matriken sind leider 

vor 1755 verbrandt!) und südlich von Groß Gerungs. 

Ich werde in der nächsten Zeit die Verlassenschaftsprotokolle 

durcharbeiten (lassen) , um diese Frage ein für alle Zeiten zu 

klären. Sollte sich hier tatsächlich herausstellen, daß die 

Aschen-Stämme mit dem Wurmbrandstamm und Haselbachstamm verwandt 

sind, sind nicht nur wir zwei miteinander verwandt, sondern auch 

noch ca. 250 in Österreich lebende Gundacker. Ich finde, daß das 

Grund (welcher auch immer!) genug sein müßte, um uns einmal beim 

Heurigen in Wien darüber zu unterhalten. 



Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen. Nicht nur 
Privat-Adresse eines gewissen mr. Weyen, sondern auch die 
IHFF stehen Ihnen zur Verfügung. 

Haudie (die englische Schreibweise kenne ich nicht!) 



die 




Gundacker 





ü^ 





A-1 190 Wien, Döblinger Hauptstraße 56/4, Tel. 0222/36 74 12, Fax 0222/36 63 98 






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n^KL 



/ 



Peter Weyen 
Ob . Donaus tr . 97 
1020 Wien 



George Vladar 
685 Victoria Street 
Kingston, Ontario 
K7K 4S6 





/Y/FT/i'^/' 






^i^ßoi^fm A/^^ '^P^^ 



Wien, 10. 5.1991 






Sehr geehrter Herr Vladar, 

Vielen Dank für Ihr Schreiben vom 30.4., welches zu lesen 
mir wieder ein großes Vergnügen bereitet hat. Doch komme 
ich zunächst zum Ergebnis meines letzten Besuchs in St. 
Polten, wo ich Vitis Tomus I "ausgewrungen" habe. Hier 
existiert ein Tauf-Index, doch nur bis 1687. Ab diesem 
Zeitpunkt werden die Eintragungen nämlich "griffig", d.h. 
extrem schwer zu lesen. Trotzdem garantiere ich, jede 
Bidermann Eintragung gefunden und notiert zu haben. 

(1648 - 1710) ^^\ 






vitis Tom.I *, oo 




Taufen: 



Fol. 99 



Fol. 125: 




12. 6.1682 * Anna 

Die 12 Bapt: est filia Anna ex Dobiaf biderman^ 

et uxor Ursula ex Märthles 

Pat: Maria schießerin ex Ministery (?) 

18.11.1688 * Andreas 

Den 18 dito ißt gethaufft wordten Andre, deß 
.Thobias piderman zu Märckhl Ursula uxor 
der gefatter der Ehrbare Phillipp Wißgruell in 
Marckht Windigsteig Magdalena uxor 

28. 5.1689 * Hans Adam -f- 25Z S^, 1^8 f 
Den 28 dito ißt gethaufft wordten Hanß Adam deß 
Ehrbarn Undt Beschaidnen Bernhardt Piderman 
Rathsbürger Undt böckh alhier, Cathariiia Uxor, 
der gefatter Johannes Wenisch Von Haßibach, 
Susanna Uxor / 






Fol. 127: 




I ^m^ ^ 





^ü^WH 








mki^ ! !i 









Jfc/, 



Es folgt eine Eintragung, die nicht eindeutig als Biderman 
gedeutet werden kann. Zur Vollständigkeit führe ich sie an: 




Fol. 132 



itier 



Fol. 133: 






'Witz 



Fol. 138 



Fol.l4^: 



24.11.1690 * Catharina lÖb^d 
Den 24 dito ißt gethaufft wordten Catharina deß 
Ehrbarn Fridrich Pinderman mitnachbar undt Lederer 
in Gädorff , Elisabeth uxor^ der gefatter der ehrn- 
grechte Pauli Paur mitbürger und böckh alhier.Xö/^^ 1)^S fiiibtÜ{M' 
eva uxor 5^^^Ä^^,V^'|^^ 

14. 2.1691 * Leopold \ \(pc (p f ib(^ 
Den 14 dito ißt gethaufft wordten Leopoldt deß 
Ehrharr^^^^^ujjjlgl^^ mitbürgers und böckh 

alhier^^susann^uxor^ae^gefatter der Ehreweßte 
Undt fürnehme Herr Leopoldt Hartman bürger Undt 
gaßtgeb (=Gastgeber = Wirt) alhier^ Susanna sein 
Hausfrau 

18.12.1691 * Thomas ^ '& ^C^r f i& ( 
Den 18 dito ißt gethaufft Wordten Thomas^ deß 
Thobias Piderman in Marckhleß, Ursula uxor^ der 
gefatter Phillipp Wißgriel in Marckht Windig- 
steig Magdalena uxor 

4. 8.1692 * Lorenz (" ^ J • /' 
Eodem die ißt dem Ehrsahmen Magister 

bürger und Pekkher alhier UriH" 
"o^t eine Leerstelle, der Name der Frau ist 
nicht eingetragen) seiner Ehe Hausfrauen ein Sohn 
getaufft worden nahmens Lorenz patrini der Edleußt 
(= edlichst) Und Vornehmbe Herr Leopoldt Hartman 
bürgerlicher Gastgeber alhier Und Susanna sein 
Hausfrau 



^ ^Oiffl^ 



m 



,t^*r" 




Fol . 14^: 



Johann Michael "t SO. iVt ff^ Cj O, 
' ißt getaufft worden Joannes' 



er ^Ajochf^ 



Fol.lS^: 



Fol. 151: 




27. 9.1692 ^ 
Den 27 September ißt getaufft 

Michael der Vatter ißt der in Gott ruhente Herr 
Bernhardt Pitermann geweßter Rathsbürger Und Pekh 
alhier, Undt Catharina dessen Ehefrau. Patrini sunt 
^der Ehreneßte und Wohlgrachte (= wohlgeachtete) Herr 
. Pauli Rathpauer des Innern Raths bürger Und Schuach- 
macher alhier Und Maria deßen Ehel: Hausfrau 

25.11.1694 * Catharina 

Den 25 ißt getauft worden Catharina Parens Tob laß " 

Piderman Schneyder Zu Marckhleß, Uxor Ursula. 

Patrinus Phillipp Wißgrill Zu Windischßteig Uxor 

Magdalena 

26. 1.1695 * Mathias 

Den 2 6. hu j us ißt getaufft worden Matthias Parens 
nRticisJBi^ Piderma» burgl. Peckh allhier Uxor 
üsanna Patrinus Herr Leopold Hartman allhier 
Ux: Susanna 




uln^nj on^t^SfcifTLiöH 'Le^^. 



(( 




3 



Fol. 161: 




Fol. 183 



Fol. 184 



Fol. 188: 



Fol. 192: 



0i 




ono) 



19. 4.1697 * Anton 1 \^ * 'vOÖ 
Deciino nono Apr il is Baptizatus est Antonios 

Civis hujus loci^ et 
fegitimus: Patrino Dno (^ 
Leopolde Hartmann^ cuius vices egit Josephus 
Frater eius Germanns 

13. 3.1700 * Joseph 7^ ( ^ i kP r { \Wy 

Baptizatus est Josephus ^BHHHHHHHI 

et uxoris ei jus in vitti^iegWiSu^Tciliüs 

e ponte sacrali suscepit (= aus der heiligen Taufe 

gehoben) et ornatus Srg Leopoldus Hartman in vittis 

) 1.11. 1701 * Maria Elisabeth 

Baptizata est Maria Elisabetha 

uxoris suae f ilia legltima nujus 

evans Susanna uxor Dni Hartman ex eodem loco 







Pistors 




6. 4.1703 



* Maria 



..<M s^rsr 



Baptizata est Maria nata ex Paulo Bidermann et Eva 

uxore sua in Erlhettmüll ( eine Mühle ) eondem a 

fönte sacrali suscepit Ursula uxor Josephi 

Hoffinger molitoris ijn^Märkhtl^ ^ 

bai ex ■riiir iiiTi wr . t jfiDiN 



7. 3.1704 * Maria Susanna 

Baptizata est Maria Susanna nata' 

et Susanna ux. sua in vittis. 

Levans Dha Susanna Hartmanin ejusdem loci 



7. 8.1706 * Leo pold 
Inf ans Leopoldus ^jMjjjjjjjj^p^ et Civis, 

Patrinus Dn. Leopo^mu^Hartman tiu5us ^ ^t^lZjß fi^ 





5.12.1708 * Adam & Eva ( Zwillin 
Baptizati sunt gemini Adamus & Eva 
j^^MMH|yet uxoris in Vittis 
parrSius nobilis Onus leopold Hartmann ^ 






c_ 



Nun folgen die Eheschließungen: 
Fol. 14 




18. 1.1656 (^HBcrof?'^ f^^'ivj:> VoK /^sr 

Die 18 Copulatus est Paul Bidermann deß Gregor 
Bidermann Zu ördengänz und Margaretha dessen abge- 
leibten ( = verstorbenen ) Haußfrauen Ehelicher Sohn 
Mit Margarethen deß Matthiae Schönbaur Zu Eschenau 
und dorothea dessen verstorbne Haußfr Eheliche Tochter 




/ 



■ oH^' 




ef\(<^ 1 9^ 



m^ 






ciMSMO in 





Fol. 45: 







Fol. 80: 



^ 



i^ 



l{-'. 



55 J^^e- M^r 



10. 2.1676 

Die 10 Equsdein Mensis^^^bruary Copulatus eßt honestus 
Vir BWWia rdus jj^jj^^gaMJ^ Viduus ex Vittis cum honesta 
Virgine CatkiiiJ^^F^i^nNiv^erin filia legitima Patris 
Joannis Reichberger et Susannae Uxoris ejus auf der 
Teichberg Mill 

Testis Sponsi fuit Joannes Sües V. Kaltenbach 
Sponsae Andreas Hamer v. Schwartzenau 



/ 




7 



24. 1.1690 

Den 24 dito ißt copuliert wordten fränolsous PldArT 
man seines Handtwercks ein Bäckh, deß Ehrsammen undt 
beschaidtnen Herrn Bernhardt Piderman Rathsbürger 
und bäckh alhier in Vittis^ undt Maria (seel: sein ^'^ 
Ehewürthin deren beede ehelicher Sohn. NimBt zur Ehe 
die tugendsambe Jungfrau Susanna deß Ehrenachten 
Undt beschaidnen .Thonta PockhUEueß lSeel; geweßter 
Midnachbar Undt Lederer in GädorrFJ Elisabetha sein 
Ehewürthin noch in leben deren beede eheliche Dochter 
Deren beede eheliche Zeug auf deß Preydigambs seithen 
Die Ehrbare Männer alß 

( Hier ist der Text zu Ende, es ist nichts weiter 
angeführt. ) 



7. 7.1693 
Den 7. July ißt copulirt worden der Edl undt Kunstreiche 
Herr Matthias Wolfgangus Polläckh deß Kunsterfahrenen 
Adami Polläckhen Schullmaißtern in grossen Klomnitz 
( heute Großglobnitz ) et Sabinae Uxoris ejus Ehelich 
Ertzaigter Sohn mit der tugendsamben frauen Catharina 
des Ehren Werten Herrn Bernardi Pidermanns geweßten 
Rathsbürger Undt Pöckhen allhier hinterlassenen frauen 
Wittib 

Testes Sponsi Paul Pappenscheller, Zacharias Thumbfahrt 
beede bürger allhier et Jacob Strayer Pfarrerischer 
Unterthan 

Testes Sponsae Hl: Paul Rathpaur et Zacharias Rathpaur 
beede Rathsbürger allhier et Michael Grixlehner auch 
bürger allhier 



i5&fM 



^ 
^ 



Z. 




in X 



An Sterbefällen finden wir: 



Fol. 24 



22. 6.1675 

Eodem die mortua eßt Maria bidermanin v. 

ann: 30 



vittis 



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Fol. 50: 





Fol. 55: 



Fol. 55: 






Fol. 56: 




Fol. 66: 



Fol. 69: 



if^ Jf.^f^^ 





5. 8.1689 
Den 25 dito ißt begraben wordten deß Ehrbaren Undt 
beschaiden Herrn Bernhardt Piderman Rathsbürger undt 
Beckhs alhier sein Söhnlein mit Namen Hanß Adam 
seines Alters 13 Wochen c^ 

10. 6.1692 ^ 1 6^0 

Den 10 Juni ißt Zur Erdten bestättiget worden Herrn 
bernhardt Pittermann geweßter Rathsbürger Undt Pöckh 
alhier seines Alters 49 Jahr 

16. 6.1692 ^ (OTl 

Den 16 Juny ißt des 



Söhnl 
worden Nammens Leopoldt, alt 1 Jahr 18 Wochen 






V) 



Den 30 dito ißt begraben worden der frauen Catharina 
Pittermannin Söhnl Nachmens Hanß Michael alt geweßt 
5 Wochen und 3 Tag. 



Fol. 58: 15.10.1693 
( NB. den 15 Octobris ißt begraben worden Thomas deß 

Tobiae Pidermannß üu Märckhtleß söhnlein alt 18 Monat 





18 . 12 . 1696 CöT^BljfO/t^.J >^^f^n(nr 

18 Xbris Sepuita est Sophia Pid(er)manin vidua in 

Marckhles aetatis 70 anno rum 

6.2.1698 ^ 16^6 T(VVo^/S/^^^^ f 

Vicesimo 6 to febr. Margaretha 60 abhinc annis nata ., 
Pauli Pid(er)mann Agricolo p:m: v. Gottschelling 
uxor, in cemeterio Parochialis hujus Eccliae^ ritu 
Catholico, terrae mandata e(st) a Coopatore^ qui 
consultas inferias rite persolvit. 
( die auf dem Friedhof hiesiger Pfarre von dem 

Priester nach katholischem Brauch bestattet wurde ^ 
mit dem sie dieses vorher vereinbarthattn ) 




10. 6.1700 ^ / 5. 5. \[V0 
Sepultus e(st) Josephus 




idermans pistoris 
in vittis filiolus 16 hebdoman. ( = Wochen ) Ä^ NoUfWB 



^'^ 



21. 8.1705 

Inf ans aetat: unüs anni Maria Susanna filia 
Büderman sepuita est 

. 5.1708 

opoldus 



Biderman infans duod. annorum 





.12.1708 
Gemini J^HN^cisc^ Bidermann ex Vittis ancepto Baptiz 
mortui S. (es handelt sich um die Zwillinge ) 



fiETUI^N 



i^Hm \imi> \i^€ 6icj^4 

of 60Wk mo, fifi^i^ 







(}öo. 



W4 



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c 



Soweit also Vitis Tom.I. 



In folgenden Pfarren könnten wir weitere "Bidermänner" 
finden^ Matrikenbeginn in Klammern: /^vro r 

(1640) t-frUd.J:>V I 

(1701) 
(1590) 



Weitra 
Windigsteig 
Kirchberg a. 
Kirchberg a. 
Waidhof en a. 



Walde 
d. Wild 
d. Thaya 



r(Ofef 



fl 



Zur Erklärung der Ortschaften: 
Märckhless = Markl 
Ördengänz = Edenganz 
Gottschellings = Kottschallings 

Klein Höwarthen habe auch ich nicht gefunden^ in den Orts- 
repertorien, die 100% genau sind, ist es auch nicht ver- 
merkt. Sollte hier ein Lesefehler vorliegen? Wenn ja, werde 
ich es prüfen. Mea culpa! 2 Kopien der Karte 1:50.000 in 
150% Vergrößerung lege ich bei. 



Ich habe aus den Vitis Büchern bisher 14 Familienblätter 
zusammengestellt, die aber noch nicht ordentlich gezeichnet 
sind. Nach Vorliegen der Ergebnisse des Tom IV werde ich sie 
komplettieren und Ihnen das nächste Mal mitschicken. Bisher 
konnte ich alle Eintragungen zuordnen. Abgesehen davon, daß 
es Ihnen sicherlich auch Spaß machen wird, haben wir dann 
eine Kontrolle. 



Nun zu einem anderen wichtigen Punkt, nämlich der Bedeutung 
der Herrschaftsprotokolle für die Ahnenforschung. ( Ich habe 
Schloß Maissau deswegen erwähnt.) Der professionelle Forscher 
fängt dort an, wo andere nicht mehr weiter können. Ich darf 
mir schmeicheln, vom Ehrenpräsidenten des Heraldisch Genea- 
logischen Vereins "Adler", Herrn Prof. Dr. Jäger - Sunstenau, 
der ohne Zweifel eine anerkannte Kapazität auf diesem Gebiet 
ist und den ich persönlich kenne und schätze, eine solche 
"Nuß" bekommen zu haben, die ich nach etwa einer Woche inten- 
siever Recherche lösen konnte. Sein Auftraggeber, eine deutsche 
Forschungsgesellschaft zählt jetzt zu meinen Kunden. 

Nach dieser kurzen "Bauchpinselei" zu besagten Protokollen. 
Die Grundherrschaften ( der Kirche gehören heute noch unglaub- 
liche Areale österreichischen Bodens ) führten genau Buch über 
ihre Untertanen. In erster Linie ging es ums Geld ( Robot oder 
Zehent ) Wenn jemand zu heiraten beabsichtigte, benötigte dieser 
die Erlaubnis der Herrschaft und auch der Pfarrer durfte die 
Trauung ohne Erlaubnis nicht vollziehen. 



? 



In diesen Protokollen stehen weit mehr Informationen als in 
den Matriken. Auch beim Tode eines Untertans wurde die Verlas- 
senschaft von der Herrschaft geregelt und das gesamte Hab und 
Gut ( bis auf die Wäsche am Leib ) peinlichst genau bewertet 
und taxiert. Selbst hier holten sie sich noch ihr Geld! Aber 
sie waren alle brav katholisch. Die weltliche und die kirch- 
liche Macht spielen auch bis heute kongenial zusammen und der 
Plebs hinterfragt nichts 1 So gesehen hat Piaton rechte der 
gemeint hat, jedes Volk hat die Mächtigen, die es verdient! 

Nach diesem kurzen emotionalen Ausbruch möchte ich Ihnen die 
freudige Nachricht nicht vorenthalten. In Bad Pirawart im 
Weinviertel liegen in einem Depot des Niederösterreichischen 



Landesarchivs folgende Bücher ( 



1. Grund- und Gewährbuch I 

2. -"- II 

3. -"- III 

4. -"- IV 

5. Heiratsprotokolle I 

6. -"- II 



( 

( 
( 
( 
( 
( 



ich führe nur einen Auszug an 



) 



1612 
1651 
1662 
1733 
1757 
1782 



- 1649 ) 

) 
) 
) 




1781 
1794 



) 
) 






C^i U 



Darüberhinaus gibt es noch Inventursprotokolle von 1662 bis 
1823. Alleine diese belaufen sich auf 16 Bücher. 
In Schloss Maissau gibt es noch eine ganze Bibliothek^ auch 
über Rappottenstein ( Urbarien und anderes bis ins 14. Jhdt 

Also die Eheschließung des Andreas Winter mit Elisabeth 
Wagner vor 1780 stellt kein Problem dar. Eventuell sogar 
noch die Trauung der Eltern könnte gefunden werden. Mit 
ein wenig Glück kommen sie von irgendwo anders her nach 
Rappottenstein. Dann könnte man auch noch weiter kommen. 
Ich habe das Depot schon einige Male besucht^ aber für 
andere "Fälle". Ob diese Bücher indiziert sind und in wel- 
chem Zustand sie sich befinden, kann ich derzeit noch nicht 
sagen. Wenn Sie Interesse haben, werde ich gegen den Bettel 
von öS 1.000,- hineinschauen. 

Womit ich jetzt beim "schnöden Mammon" angelangt bin. Wenn 
Sie der Meinung sind, daß dieser Brief ÖS 2.000,- Wert sei, 
würde ich mich auf Ihren nächsten Brief noch mehr freuen. 

Nächstes Mal kommt der Vitis Rest mit den Übersichten. In- 
zwischen viel Vergnügen beim "puzzeln", welches sich auch im 
sonnigen Garten machen läßt. 

Soeben ist Ihr Katalog gekommen, die Sachen sind bei uns 
etwa 3 bis 4 mal teurer. Der Grundgedanke war eigentlich, 
daß ich nicht mehr wollte, daß meine Ehewürthin bis ans 
Ende ihrer Tage an der Nähmaschine sitzen muß. Wir werden 
sicher zu einer Lösung kommen. Für Ihren Beitrag dazu sagen 
wir jedenfalls Dank. Wien grüßt Kingston. 



) 



Herzlichst. 





/ 



Peter Weyen 
Ob . Donaus tr . 9 7 
1020 WIEN 



George Vladar 
85 Victoria 
Kingston, Ont. 
k7k 4s6 
CANADA 




/ 



Wien, 28. 51991 



Dear Mr. Vladar, 

Dieser Brief ist lediglich eine spontane Reaktion auf Ihr 
Schreiben vom 17. May, welchen ich in Dankbarkeit erhalten habe. 
Zunächst jedoch möchte ich einige Dinge re Ahnenforschung 
richtigstellen. Die Ortsangabe, welche wir bisher nicht zuordnen 
konnten, nämlich "Klein Höwarthen" war kein Lesefehler. Im 
Bereitungsbuch von 1590 wird ein "ödten Hörwartten" genannt, 
heute heißt dieser Ort Heinreichs bei Weitra. Das bestärkt meine 
Vermutung, daß die Bidermänner im Raum Weitra beheimatet waren 
und erst später nach Vitis kamen. Die von Ihnen schon 
aufgegebenen Daten werden wir mit hoher Wahrscheinlichkeit dort 
finden, da die Matriken schon 1609 beginnen. Auch Windigsteig und 
Kirchbach am Wald werden neue Erkenntnisse bringen. Nächste Woche 
werde ich mir die Bücher in den Pfarren anschauen. Es ist nicht 
vorstellbar daß erst 13 Jahre nach der Eheschließung Kinder auf 
die Welt kommen, nicht einmal dann, wenn der Gatte Ahnenforscher 
gewesen wäre. Sie sind vielmehr schon mit einigen Kindern nach 
Vitis gezogen. Auch die Verlassenschaftsprotokolle würden darüber 
Aufschluss geben, doch zuerst werden wir die Matriken 
ausschöpfen. Gleich noch eine Richtigstellung: Sie schreiben von 
einer Maria Seel. Dieses "Seel" ist kein Familienname sondern 
bedeutet, daß diese Maria zum Zeitpunkt der entsprechenden 
Eintragung schon seel ig war, d.h. sie war schon tot. Der nächste 
Punkt ist Ihre Frage, warum die Leutchen nicht in ihren Kirchen 
geheiratet haben bzw. ihre Kinder nicht dort haben taufen lassen. 
Die Antwort ist einfach: Es gab keine Kirchen außer in ihren 
Pfarren, wo sie ja auch hingegangen sind. Im äußersten Fall gab 
es kleine Kapellen, aber auch die waren keine eigenen Pfarren. 
Der Pfarrer kam aus seinem Pfarrort und hat dort etwa einmal in 
der Woche eine kleine Messe gehalten. 

Warten wir also einmal meinen Besuch im Waldviertel ab, wir 
werden die Bittermänner schon ausgraben. Auch Ihren "Gessler" 
werden wir schon finden. Es gab damals ja auch schon genug 
Beamte, die den ganzen Tag geschrieben haben. 




L 



Daß die Mormonen einen Film von Vitis haben, weiß ich schon 
längst. Wir haben etwa 60 Filme aus dem Waldviertel im Büro, doch 
sind diese meist falsch aufgenommen worden (Belichtungsfehler 
usw.) Der Mann, der sie gefilmt hat, arbeitete eigentlich im 
Auftrag der Diözese St. Polten. Nach einigen Jahren kam die 
Kirche dahinter, daß dieser Mensch ein Mormone ist und verbot das 
weitere Kopieren ihrer Filme. Niederösterreich ist zwar 
mittlerweile komplett verfilmt, doch haben die Mormonen eben nur 
den ersten Teil dieser Arbeit kopieren können. Die Einsichtnahme 
in die Originalbücher ist auf jeden Fall einem Film 
vorzuziehen. Derzeit verhandeln die Mormonen (aus Frankfurt) mit 
der alleinseligmachenden um eine komplette Verfilmung in 
Österreich und siehe da, es geht nur ums Geld (Die Verhandlungen 
sollen derzeit bei etwa 2 Millionen Schwedenkronen liegen.) Ich 
persönlich kenne die maßgeblichen Leute der Mormonen in Wien und 
Frankfurt. Eine Einladung zum internationalen Genealogentreffen 
in Salt Lake City für den Sommer nächsten Jahres habe ich 
schon. Es fehlt nur mehr das Geld für Hin- und Rückreise. Dann 
könnte ich meine Amerika Connections aufbauen. Apropos 
connections, ich war vor einigen Wochen in Prag und habe mit dem 
Leiter des CSFR Archivwesens gesprochen. Ich kann ab sofort jedes 
Archiv dort besuchen und nach Herzenslust forschen. Es ist dort 
wesentlich leichter zu arbeiten als in Österreich, da alle Bücher 
und Archivalien in sieben Archiven konzentriert sind und die 
Katzbuckelei bei den Pfarrern entfällt. Außerdem bin ich in 2-3 
Autostunden dort. Ähnliches gilt auch für Ungarn. Ideale 
Bedingungen also. 

Richten Sie bitte Mrs. Morley aus, daß ich schon mit der Suche 
begonnen habe. Im ältesten Wiener Adressbuch von 1859 gibt es 
gleich 12 "Kopf-Adressen, eine davon sogar ein Schuhmacher. Man 
muß sich aber vor Augen halten, daß es alleine in Wien 151 
röm.kath. Pfarren gibt. Ein zentrales Verzeichnis oder gar ein 
Archiv für Matriken gibt es in dieser Provinzstadt natürlich 
nicht, wohl aber feste Preise für die Einsichtnahme in die Bücher 
und das auch nur an bestimmten Tagen im Monat und unter Beiziehen 
eines sogenannten "Matrikenführers" (meist eine ältliche Jungfer) 
Dagegen ist St. Polten hochmodern. Da ich ca. 10 Suchanfragen aus 
aller Welt für Wien habe, habe ich zum Gegenschlag ausgeholt und 
ein Rundschreiben an alle Pfarrer in Wien losgelassen und eine 
kleine Fundprämie ausgesetzt. Das funktioniert bisher recht gut, 
diese Sprache verstehen sie. Es bleiben aber noch viele Pfarren 
über, die nicht reagieren. Diese muß ich dann in einem zweiten 
Durchgang persönlich besuchen. Jedenfalls bin ich "dran". Leider 
haben die Passanträge im Wiener Rathaus keine Hinweise geben 
können. In KEINEM meiner Fälle konnte ich hier 
weiterkommen, obwohl sich tausende winzige Karteikärtchen in 
langen Metallschachteln sortiert befinden. Bei dieser Gelegenheit 
möchte ich mich für die Übersendung des "Mormonenpamphlets" 
herzlich bedanken, einige Dinge waren auch für mich neu. Auch die 
Kopie des Heimatforschers aus Vitis ist beachtlich. Eine saubere 
Arbeit. Doch es gab damals mehrere Herrschaften in dieser Gegend. 




s 



Jedenfalls entnehme ich Ihren Bemühungen^ daß Sie wirklich alles 
wissen wollen, was irgendwie für Sie interessant ist. Was mich 
persönlich sehr freut, sind Ihre Bemühungen, sich in das Leben 
Ihrer Vorfahren hineinzudenken. Das ist in meinen Augen die 
feinste Art, Ahnenforschung zu betreiben. Wieviele wollen aus 
reiner Eitelkeit in eine der Adelsfamilien hineinrutschen, um 
sich vielleicht ein Wappen auf das Briefpapier oder aufs Bettzeug 
drucken zu lassen. Für solche "Kunden" verrechne ich daher andere 
Sätze. In Ihrem Fall forsche ich daher auf jeden Fall weiter, 
auch wenn ich mir keinen Rolls Roice damit verdiene. Das Leben in 
Österreich ist tatsächlich wesentlich teurer als in den meisten 
europäischen Ländern. Eine Packung "Camel" kostet 35öS, bei der 
UNIDO, also zollfrei nur 10,50 ÖS. Ein Liter Benzin fürs Auto 
kostet 10,- ÖS. Einmal volltanken = 800,-. Meine Familie braucht 
im Monat zwischen 45 - 60.000,- ÖS, und das ohne Ferienreisen 
oder Spareinlagen. Ich überlege mir daher, auf meine alten Tage 
noch einmal auszuwandern, so wie schon vor 3000 Jahren Lao Tse 
sein Land verließ, weil "Sie" es zu bunt trieben. In Böhmen zum 
Beispiel kostet ein gutes Mittagessen mit einem Bier etwa 16, -ÖS. 
(Hier das zehnfache) . 

Doch nun wieder zurück zu Ihrem Schreiben bzw. dem meines 
"Kollegen". Vor drei Monaten sagte er zu mir wörtlich: Der (Herr) 
Vladar zahlt ja zu wenig, vergessen sie ihn. Den schenke ich 
ihnen. Ich habe dieses Geschenk dankbar angenommen. Das wir 
direkt miteinander korrespondieren ist daher kein Geheimnis. Auch 
der Schmäh mit seinen Kindern geht an der Wahrheit vorbei: Ihre 
vielen kleinen Marken liegen unbeachtet in der Lade. Nach einigen 
Wochen werde ich sie Ihnen zurückschicken. Mr. Gundacker war 
damals ein "Kunde" in Sachen Ahnenforschung von mir. Danach 
wollte er das große Geld damit machen, also gründeten wir das 
Institut. Dann versuchte er, den Chef herauszuspielen und Herrn 
Kristöffel und mich für sich arbeiten zu lassen. Wir hatten nicht 
einmal Einsicht in seine Kalkulation und kannten zunächst auch 
seine Verrechnungen an unsere Kunden nicht. Als er auch noch die 
Korrespondenz ohne uns abwickeln wollte, kam es dann zur 
Reinigung. Für alle Kunden, die über das Institut abgewickelt 
werden, bekommt er 30% unseres Honorars. Warum er jetzt der 
Meinung ist, daß ich von Ihnen viele Scheine bekomme, ist wohl 
eher mit Futterneid zu erklären. Möglicherweise kommt hinzu, daß 
Ihre Briefe auch ihm großen Spaß bereitet haben. Jedenfalls habe 
ich keine Veranlassung, mir irgendetwas vorzuwerfen. Ich hoffe, 
daß damit diese Sache aus der Welt geschafft ist. 

Leider muß ich jetzt schließen, da ich noch einkaufen muß. Sie 
werden von mir in max.2 Wochen wieder hören. Auch Mrs. Morley 
lasse ich schön grüßen. Wenn ich etwas gefunden habe, werden wir 
um eine kleine Prämie feilschen. 
Greetings and best wishes from Vienna to Kingston. HOWDY. 



<^- 





Peter Weyen 
Ob . Donaus tr . 9 7 
1020 Wien 



/V/W^ f^re ^ 





George Vladar 
685 Victoria Street 
Kingston^ Ontario 
K7K 4S6 



Wien, 10. 5.1991 



Sehr geehrter Herr Vladar, 

Vielen Dank für Ihr Schreiben vom 30.4., welches zu lesen 
mir wieder ein großes Vergnügen bereitet hat. Doch komme 
ich zunächst zum Ergebnis meines letzten Besuchs in St. 
Polten, wo ich Vitis Tomus I "ausgewrungen" habe. Hier 
existiert ein Tauf-Index, doch nur bis 1687. Ab diesem 
Zeitpunkt werden die Eintragungen nämlich "griffig", d.h. 
extrem schwer zu lesen. Trotzdem garantiere ich, jede 
Bidermann Eintragung gefunden und notiert zu haben. 

Vitis Tom.I *, oo, + (1648 - 1710) 

Taufen: 



Fol. 99: 



Fol. 125: 



Fol. 127: 



12. 6.1682 * Anna 

Die 12 Bapt: est filia Anna ex Dobias biderman, 

et uxor Ursula ex Märthles 

Pat: Maria schießerin ex Ministery (?) 

18.11.1688 * Andreas 

Den 18 dito ißt gethaufft wordten Andre, deß 

Thobias piderman zu Märckhl Ursula uxor 

der gefatter der Ehrbare Phillipp Wißgruell in 

Marckht Windigsteig Magdalena uxor 

28. 5.1689 * Hans Adam 

Den 28 dito ißt gethaufft wordten Hanß Adam deß 
Ehrbarn Undt Beschaidnen Bernhardt Piderman 
Rathsbürger Undt böckh alhier, Catharina Uxor, 
der gefatter Johannes Wenisch Von Haßlbach, 
Susanna Uxor 



( 




Es folgt eine Eintragung^ die nicht eindeutig als Bidermann 
gedeutet werden kann. Zur Vollständigkeit führe ich sie an: 
Fol. 132: 24.11.1690 * Catharina 

Den 24 dito ißt gethaufft wordten Catharina deß 
Ehrbarn Fridrich Pinderman mitnachbar undt Lederer 
in Gädorff^ Elisabeth uxor^ der gefatter der ehrn- 
grechte Pauli Paur mitbürger und böckh alhier^ 
eva uxor 



Fol. 133: 



14. 2.1691 * Leopold 

Den 14 dito ißt gethaufft wordten Leopoldt deß 

Ehrbarn franciscus Piderman mitbürgers und böckh 

alhier^ Susanna uxor, der gefatter der Ehreweßte 

Undt fürnehme Herr Leopoldt Hartman bürger Undt 

gaßtgeb (=Gastgeber = Wirt) alhier, Susanna sein 

Hausfrau 



Fol. 138: 



Fol. 140: 



18.12.1691 * Thomas 

Den 18 dito ißt gethaufft Wordten Thomas, deß 
Thobias Piderman in Marckhleß, Ursula uxor, der 
gefatter Phillipp Wißgriel in Marckht Windig- 
steig Magdalena uxor 

4. 8.1692 * Lorenz 
Eodem die ißt dem Ehrsahmen Magister Francis: 
Piterman bürger und Pekkher alhier Und 
(es folgt eine Leerstelle, der Name der Frau ist 
nicht eingetragen) seiner Ehe Hausfrauen ein Sohn 
getaufft worden nahmens Lorenz patrini der Edleußt 
(= edlichst) Und Vornehmbe Herr Leopoldt Hartman 
bürgerlicher Gastgeber alhier Und Susanna sein 
Hausfrau 



Fol. 141: 



27. 9.1692 * Johann Michael 
Den 27 September ißt getaufft worden Joannes 
Michael der Vatter ißt der in Gott ruhente Herr 
Bernhardt Pitermann geweßter Rathsbürger Und Pekh 
alhier, Undt Catharina dessen Ehefrau. Patrini sunt 
der Ehreneßte und Wohlgrachte (= wohlgeachtete) Herr 
Pauli Rathpauer des Innern Raths bürger Und Schuach- 
macher alhier Und Maria deßen Ehel: Hausfrau 



Fol. 150: 



Fol. 151: 



25.11.1694 * Catharina 

Den 25 ißt getauft worden Catharina Parens Tobiaß 

Piderman Schneyder Zu Marckhleß, Uxor Ursula. 

Patrinus Phillipp Wißgrill Zu Windischßteig Uxor 

Magdalena 

26. 1.1695 * Mathias 

Den 2 6. hu jus ißt getaufft worden Matthias Parens 
Franciscus Piderman burgl. Peckh allhier Uxor 
Susanna Patrinus Herr Leopold Hartman allhier 
Ux: Susanna 




4 

V 




Fol. 161: 



Fol. 173: 



Fol. 179: 



Fol. 183: 



Fol. 184: 



Fol. 188: 



Fol. 192: 



19. 4.1697 * Anton 

Decimo nono April is Baptizatus est Antonius 
Francisci Fidermann Civis hujus loci^ et Susannae 
Conjugum, filius legitimus: Patrino Dno (= domono) 
Leopoldo Hartmann, cuius vices egit Josephus 
Frater eius Germanns 

13. 3.1700 * Joseph 

Baptizatus est Josephus Francisci Bidermans Pistors 

et uxoris eijus in vittis legitimus filius 

e ponte sacrali suscepit (= aus der heiligen Taufe 

gehoben) et ornatus Srg Leopoldus Hartman in vittis 

1.11.1701 * Maria Elisabeth 
Baptizata est Maria Elisabetha Francisci Bitterman & 
Susannae uxoris suae filia legitima hujus loci 
Levans Susanna uxor Dni Hartman ex eodem loco 

6. 4.1703 * Maria 

Baptizata est Maria nata ex Paulo Bidermann et Eva 
uxore sua in Erlhettmüll ( eine Mühle ) eondem a 
fönte sacrali suscepit Ursula uxor Josephi 
Hoffinger molitoris in Märkhtls 

7. 3.1704 * Maria Susanna 

Baptizata est Maria Susanna nata ex francisco 
Biderman, et Susanna ux. sua in vittis. 
Levans Dna Susanna Hartmanin ejusdem loci 

7. 8.1706 * Leopold 
Inf ans Leopoldus francisci Piderman Pistor et Civis, 
Patrinus Dn. Leopoldus Hartman hujus 

5.12.1708 * Adam & Eva ( Zwillinge ) 
Baptizati sunt gemini Adamus & Eva francisci 
Piderman et uxoris in Vittis 
Patrinus nobilis Onus leopold Hartmann 




Nun folgen die Eheschließungen: 



Fol. 14: 



18. 1.1656 

Die 18 Copulatus est Paul Bidermann deß Gregor 
Bidermann Zu ördengänz und Margaretha dessen abge- 
leibten ( = verstorbenen ) Haußfrauen Ehelicher Sohn 
Mit Margarethen deß Matthiae Schönbaur Zu Eschenau 
und dorothea dessen verstorbne Haußfr Eheliche Tochter 



f 



Fol. 45: 



Fol. 73: 



10. 2.1676 

Die 10 Ejusdem Mensis February Copulatus eßt honestus 

Vir Bernardus Bidermann Viduus ex Vittis cum honesta 

Virgine Catharina Reichbergerin filia legitima Patris 

Joannis Reichberger et Susannae Uxoris ejus auf der 

Teichberg Mi 11 

Testis Sponsi fuit Joannes Sües V. Kaltenbach 

Sponsae Andreas Hamer v. Schwartzenau 

24. 1.1690 

Den 24 dito ißt copuliert wordten fränciscus Pider- 
man seines Handtwercks ein Bäckh, deß Ehrsaininen undt 
beschaidtnen Herrn Bernhardt Piderman Rathsbürger 
und bäckh alhier in Vittis, undt Maria Seel: sein 
Ehewürthin deren beede ehelicher Sohn. Nimbt zur Ehe 
die tugendsambe Jungfrau Susanna deß Ehrenachten 
Undt beschaidnen Thoma Pockhfueß Seel: geweßter 
Midnachbar Undt Lederer in Gädorff , Elisabetha sein 
Ehewürthin noch in leben deren beede eheliche Dochter 
Deren beede eheliche Zeug auf deß Preydigambs seithen 
Die Ehrbare Männer alß 

( Hier ist der Text zu Ende, es ist nichts weiter 
angeführt. ) 



Fol. 80: 



7. 7.1693 
Den 7. July ißt copulirt worden der Edl undt Kunstreiche 
Herr Matthias Wolfgangus Polläckh deß Kunsterfahrenen 
Adami Polläckhen Schul Imaißtern in grossen Klomnitz 
( heute Großglobnitz ) et Sabinae Uxoris ejus Ehelich 
Ertzaigter Sohn mit der tugendsamben frauen Catharina 
des Ehren Werten Herrn Bernardi Pidermanns geweßten 
Rathsbürger Undt Pöckhen allhier hinterlassenen frauen 
Wittib 

Testes Sponsi Paul Pappenscheller, Zacharias Thumbfahrt 
beede bürger allhier et Jacob Strayer Pfarrerischer 
Unterthan 

Testes Sponsae Hl: Paul Rathpaur et Zacharias Rathpaur 
beede Rathsbürger allhier et Michael Grixlehner auch 
bürger allhier 



An Sterbefällen finden wir: 



Fol. 24: 22. 6.1675 

Eodem die mortua eßt Maria bidermanin v. vittis 
ann: 30 




Fol. 50: 



25. 8.1689 

Den 25 dito ißt begraben wordten deß Ehrbaren Undt 
beschaiden Herrn Bernhardt Piderman Rathsbürger undt 
Beckhs alhier sein Söhnlein mit Namen Hanß Adam 
seines Alters 13 Wochen 



Fol. 55: 



10. 6.1692 

Den 10 Juni ißt Zur Erdten bestättiget worden Herrn 
bernhardt Pittermann geweßter Rathsbürger Undt Föckh 
alhier seines Alters 49 Jahr 



Fol. 55: 



Fol. 56: 



Fol. 58: 



16. 6.1692 

Den 16 Juny ißt des franz Pittermann Söhnl begraben 
worden Nammens Leopoldt^ alt 1 Jahr 18 Wochen 

30.10.1692 

Den 30 dito ißt begraben worden der frauen Catharina 
Pittermannin Söhnl Nachmens Hanß Michael alt geweßt 
5 Wochen und 3 Tag. 

15.10.1693 

NB. den 15 Octobris ißt begraben worden Thomas deß 

Tobiae Pidermannß Zu Märckhtleß söhnlein alt 18 Monat 



Fol. 66: 18.12.1696 

18 Xbris Sepulta est Sophia Pid(er)manin vidua in 
Marckhles aetatis 70 annorum 



Fol. 69: 



Fol. 71: 



Fol. 77: 



Fol. 79: 



Fol. 80: 



6. 2.1698 
Vicesimo 6 to febr. Margaretha 60 abhinc annis nata 
Pauli Pid(er)mann Agricolo p:m: v. Gottschelling 
uxor, in cemeterio Parochialis hu jus Eccliae, ritu 
Catholico, terrae mandata e(st) a Coopatore^ qui 
consultas inferias rite persolvit. 
( die auf dem Friedhof hiesiger Pfarre von dem 

Priester nach katholischem Brauch bestattet wurde, 
mit dem sie dieses vorher vereinbart hatte ) 

10. 6.1700 

Sepultus e(st) Josephus Francisci Bidermans pistoris 

in vittis filiolus 16 hebdoman. ( = Wochen ) 

21. 8.1705 

Inf ans aetat: unus anni Maria Susanna filia francisci 

Büderman sepulta est 

30. 5.1708 

Leopoldus francisci Biderman infans duod. annorum 

6.12.1708 
Gemini francisci Bidermann ex Vittis ancepto Baptiz 
mortui S. (es handelt sich um die Zwillinge ) 




'f 



Soweit also Vitis Tom.I. 

In folgenden Pfarren könnten wir weitere "Bidermänner" 

finden^ Matrikenbeginn in Klammern: 

Weitra 



Windigsteig 
Kirchberg a. 
Kirchberg a. 
Waidhof en a. 



Walde 
d. Wild 
d . Thaya 



(1609) 
(1673) 
(1640) 
(1701) 
(1590) 



Zur Erklärung der Ortschaften: 
Märckhless = Markl 
ördengänz = Edenganz 
Gottschell ings = Kottschai lings 

Klein Höwarthen habe auch ich nicht gefunden^ in den Orts- 
repertorien^ die 100% genau sind, ist es auch nicht ver- 
merkt. Sollte hier ein Lesefehler vorliegen? Wenn ja, werde 
ich es prüfen. Mea culpa! 2 Kopien der Karte 1:50.000 in 
150% Vergrößerung lege ich bei. 



Ich habe aus den Vitis Büchern bisher 14 Familienblätter 
zusammengestellt, die aber noch nicht ordentlich gezeichnet 
sind. Nach Vorliegen der Ergebnisse des Tom IV werde ich sie 
komplettieren und Ihnen das nächste Mal mitschicken. Bisher 
konnte ich alle Eintragungen zuordnen. Abgesehen davon, daß 
es Ihnen sicherlich auch Spaß machen wird, haben wir dann 
eine Kontrolle. 



Nun zu einem anderen wichtigen Punkt, nämlich der Bedeutung 
der Herrschaftsprotokolle für die Ahnenforschung. ( Ich habe 
Schloß Maissau deswegen erwähnt.) Der professionelle Forscher 
fängt dort an, wo andere nicht mehr weiter können. Ich darf 
mir schmeicheln, vom Ehrenpräsidenten des Heraldisch Genea- 
logischen Vereins "Adler", Herrn Prof. Dr. Jäger - Sunstenau, 
der ohne Zweifel eine anerkannte Kapazität auf diesem Gebiet 
ist und den ich persönlich kenne und schätze, eine solche 
"Nuß" bekommen zu haben, die ich nach etwa einer Woche inten- 
siever Recherche lösen konnte. Sein Auftraggeber, eine deutsche 
Forschungsgesellschaft zählt jetzt zu meinen Kunden. 

Nach dieser kurzen "Bauchpinselei" zu besagten Protokollen. 
Die Grundherrschaften ( der Kirche gehören heute noch unglaub- 
liche Areale österreichischen Bodens ) führten genau Buch über 
ihre Untertanen. In erster Linie ging es ums Geld ( Robot oder 
Zehent ) Wenn jemand zu heiraten beabsichtigte, benötigte dieser 
die Erlaubnis der Herrschaft und auch der Pfarrer durfte die 
Trauung ohne Erlaubnis nicht vollziehen. 



? 



In diesen Protokollen stehen weit mehr Informationen als In 
den Matriken. Auch beim Tode eines Untertans wurde die Verlas- 
senschaft von der Herrschaft geregelt und das gesamte Hab und 
Gut ( bis auf die Wäsche am Leib ) peinlichst genau bewertet 
und taxiert. Selbst hier holten sie sich noch Ihr Geld! Aber 
sie waren alle brav katholisch. Die weltliche und die kirch- 
liche Macht spielen auch bis heute kongenial zusammen und der 
Plebs hinterfragt nichts! So gesehen hat Piaton rechte der 
gemeint hat^ jedes Volk hat die Mächtigen^ die es verdient! 

Nach diesem kurzen emotionalen Ausbruch möchte Ich Ihnen die 
freudige Nachricht nicht vorenthalten. In Bad Plrawart Im 
Weinviertel liegen In einem Depot des Niederösterreichischen 
Landesarchivs folgende Bücher ( Ich führe nur einen Auszug an ) 



1. 
2. 

3. 
4. 
5. 
6. 



Grund- und Gewährbuch I 
-"- II 

-"- III 

-"- IV 

Helratsprotokolle I 
-"- II 



( 1612 


- 


1649 


( 1651 


) 




( 1662 


) 




( 1733 


) 




( 1757 




1781 


( 1782 


- 


1794 



) 



f-^ 



zug 

ff. 



) 



La h 1^0 if{ 

5 iL'. 



Darüberhinaus gibt es noch Inventursprotokolle von 1662 bis 
1823. Allelne diese belaufen sich auf 16 Bücher. 
In Schloss Malssau gibt es noch eine ganze Bibliothek, auch 
über Rappottensteln ( Urbarlen und anderes bis Ins 14. Jhdt.) 

Also die Eheschließung des Andreas Winter mit Elisabeth 
Wagner vor 1780 stellt kein Problem dar. Eventuell sogar 
noch die Trauung der Eltern könnte gefunden werden. Mit 
ein wenig Glück kommen sie von Irgendwo anders her nach 
Rappottensteln. Dann könnte man auch noch welter kommen. 
Ich habe das Depot schon einige Male besucht, aber für 
andere "Fälle". Ob diese Bücher Indiziert sind und In wel- 
chem Zustand sie sich befinden, kann Ich derzeit noch nicht 
sagen. Wenn Sie Interesse haben, werde Ich gegen den Bettel 
von öS 1.000,- hineinschauen. 

Womit Ich jetzt beim "schnöden Mammon" angelangt bin. Wenn 
Sie der Meinung sind, daß dieser Brief ÖS 2.000,- Wert sei, 
würde Ich mich auf Ihren nächsten Brief noch mehr freuen. 

Nächstes Mal kommt der Vltls Rest mit den Übersichten. In- 
zwischen viel Vergnügen beim "puzzeln", welches sich auch Im 
sonnigen Garten machen läßt. 

Soeben Ist Ihr Katalog gekommen, die Sachen sind bei uns 
etwa 3 bis 4 mal teurer. Der Grundgedanke war eigentlich, 
daß Ich nicht mehr wollte, daß meine Ehewürthln bis ans 
Ende Ihrer Tage an der Nähmaschine sitzen muß. Wir werden 
sicher zu einer Lösung kommen. Für Ihren Beitrag dazu sagen 
wir jedenfalls Dank. Wien grüßt Kingston. 



Herzlichst. 




^> 




miYue 




Peter Weyen 
Ob. Donaustr.97 
1020 Wien 






George Vladar 
85 Victoria 
Kingston, Ont. 
k7k 4s6 
.. CANADA 








lf£2: 





P/^V 



Wien, 28. 6. 1991 




/ 



. /, ^ wien^^ö.b. JLyyi 



Ein herzerfrischendes "Grüß Gott", Herr Vladar. 

Die eingetretene längere Pause meiner Antwort liegt nicht ^^ Syp^^klNl 

meiner Absicht, wenngleich durch mich verschuldet: Mein Brief an ^'^ I^T^\ 

Sie kam nach über 2 Wochen wieder zurück, ich hatte Ihre Adresse ^ 

ungenau angegeben, was mich wiederum zu einigen Rückschlüssen j^ 
veranlasst: Kingston ist doch größer als Hollabrunn oder Sie \ 
führen ein extrem unauffälliges Dasein oder es gibt in Österreich \ 
ausgebildete Postbeamte. Doch genug der kleinen Scherzerei, ich / 

habe St. Polten aufgesucht und das letzte Buch von Vitis, das | 

sich hier befindet, "ausgewrungen. ^«-^-tO \ 

Vitis, Taufen Tom. IV * ( 1782 - 1811 ) "T'fO^^- 

Fol. 147) 26. 7.1782 Vitis No.2 (soll verm.62 sein) 

* Susanna 

Franz Bidermann, Susanna geb. Schrotmayrin 
Barbara Bäurinn 

Fol. 148)^X2.11.1784 Vitis No.62 

* Elisabeth 
/ jr Franz Biedermann beckermaißter 

/ y^ Susanna Schrotmayrinn 

Barbara Bäurinn 



o^^ 



1^ \W'} 



vitis No.ll 



Fol. 148) 23. 2.1785 

* Joseph 

Michel Bideirmann 

Josepha geb. Weichselbraunin_ v. Germs ^ 
Joh. Georg Litschauer v. Schwarzenau, Müllermeißter 




^ 



ÜH 



Mi 



V 



Fol. 141) 19. 4.1786 Stojes No.lO 

tk iikäl Ji^^ ÜF^ * Johann Biedermann "^ 

IVT'M''* 9f^ _ Juliana gb. Steger in v. Vitis 
iygMtT\f^^ ^ Lorenz Kreuzhuber v. ReichenbachV Einwohner 

^ Fol. 14^) 14. 6.1787 

* Klara 

Franz Bidermann 
Susanna gb. Schrotmayrin 
Barbara Baurinn 



r^öjr;: 







vitis No.62 





Fol. 36) 29. 8.1787 BßChenau No.3f 

* Michael 
Joh Biedermann 

Juliana geb. Stögerin v. Haselbach 
Lorenz Kreuzhuber v. Reichenbach 



Fol. 36) 



Fol. 149) 



16. 1.1789 Eachenau No.3 

* Paul 

Georg Biedermann 

Theres. gb. Kühbeckin v. Edelprinz 

Philipp Denck v. Nondorf 

14. 2.1789 Vitis No.62 

* Klara 

Franz Biedermann 
Susanna gb. Schrotmayrin 
Barbara Baurinn 



Fol. 37) 7. 8.1790 lEschenau No.3 

* Michael 

Joh Georg Biedermann 
Theres. Kühbeckinn v. Edelprinz 
Philipp Denk v. Nondorf 

Fol. 150) 20. 2.1791 Vitis No.62 

* Anton 

Franz Biedermann 
Susanna geb. Schrotmayrinn 
Joseph Bauer, Schußtermaißter 



Fol. 37) 



Fol. 150) 



Fol. 37) 



Fol. 37) 



16. 9.1792 Eschenau No.3 

* Philipp 
Georg Bidermann 

Theres geb. Kübekin v. Edelprinz 
Philipp Denk v. Nondorf 

8.11.1792 Vitis No.62 

* Leopold 
Franz Biedermann 
Susanna gb. Schrotmayrin 
Joseph Bauer, Schußtermaißter 

2.12.1792 Jßschenau No.3 

* Paul 

Joh. Biedermann 

Juliana gb. Stegerin v. Haslbach 

Paul Mazinger 

13. 1.1794 Eschenau No.3 

* Eva Maria 
Georg Biedermann 

Theres Kühbekin v. Edelprinz 
Eva M. Denkin v. Nondorf 



3 



Fol 



37) 



Fol. 37) 



6. 4.1795 ETöchenau No. 3 

* Georg 

Georg Biedermann 
Theres gb. Küweking v. Edlprinz 
Philipp Denk v. Nondorf 

14.12.1796 Eschenau No. 3 

* Thomas 

Joh. Georg Biedermann 

Theresia geb Kühbeck v. Edlprinz 

Philipp Denk v. Nondorf 

Bei der folgenden Eintragung ist der Monat nicht festzustellen, 
da der Rand der Folie durch unsachgemäße Restaurierung 
abgeschnitten ist. Die vorige Eintragung war am 22.1. mit der 
gleichen Tinte ausgeführt, daher vermutlich ebenfalls der Januar. 

Fol. 38) 24. 1.1798 Eschenau No. 3 

* Mathäus 

Johann Georg Bittermann Bauer 
Theresia geb. Kiebek von Edlprinz 
Philipp Tenk von Nondorf 
Hebamme: Kiebekin v. Edelprinz 

Fol. 38) 18. 3.1799 Eschenau No.3 

* Theresia 

Johannes Georg Biedermann 
Theresia geb. Küwekin v. Edelprinz 
Eva Maria Denk v. Nondorf 
Hebamme: A.M. Küwekin v. Edelprinz 
> 
Fol. 38) 8. 9.1800 Eschenau No.3 

* Anna Maria 

Joh. Georg Biedermann 

Theresia geb. Kühbeck v. Edlprinz 

Theresia Wittenberger v. Reichenbach \ 

Fol. 155) 2.10.1803 Vitis No.45 CHP^\/^ ^^'^ ^iS^m'^ 

* Anton 'rt; W? 

Johann Biedermann Bäckermaißter 

Magdalena gebor: Größing v. Beneschau in Böhmen 

Anton Räsnitz (?) , Müllermeißter auf der Reinhartsmühl 






Fol. 157) 



17. 3.1805 Vitis No.45 

* Josepha 

Johann Bittermann Bäckhermaißter allhier 

Magdalena gebohrene Grössing von Beneschau 

Franz Schönbaur burgerl. Schneidermaißter von Vitis 




reuN^ef fi/^ 



Fol. 159) 19. 6.1807 Vitis No.45 //^Ö^/vT T)^ f$)Ml/l 

* Franz Xaverius 

Johann Bittermann Böckhermaißter in Vitis 
Magdalena, Tochter des Thomas Grössing Schuedmeißter 
( kann Schulmeister, Schmiedmeister oder auch Schuh- 
meister heißen, bei der Trauung werden wir mehr wissen) 
in Ort und Pfarr Bennischau, und der Franziska seines 
Eheweibs. 

Franz Schönbaur, Schneidermeister zu Vitis 
Hebamme: A.M. Haasin von Vitis, ungeprüft 

Fol. 132) 6. 2.1808 Sparbach No.15 

* Anna Maria 

Simon Biedermann Bauer 

Elisabeth Tochter des Jakob Böhm Bauers von Sparbach 
und der Maria Anna S: Weibes aus dieser Pfarr 
( S: = seines Weibes ) 

Anna Maria Tausnerin Baurin von Sparbach 
Anna Maria Haasin geprüfte Hebamm von Vitis 

Fol. 161) 27.11.1808 Vitis No.45 

* Barbara 

Johann Bittermann Bäckermeißter 

Magdalena Tochter des Thomas Grössing von Pöneschau 

zu Böhmen Schuedmeißter und seines Weibes Eva Rosina 

ehl. Tochter 

Franz Schönbaur Schneidermeißter sein Frau Eleonora 

Heb. : Haasin 



Fol. 164) 



19. 1.1811 Vitis No.45 

* Vinzenz 

Johann Bittermann Bäckermeißter 

Magdalena Tochter des Thomas Grössin Huffschmid 

V. Bönischau u. der A.M. 

Franz Schönbaur, Schneider v. Vitis 

Heb. : Haasin 



(1) 



Das waren die "Biedermann"- Eintragungen im 4.ten Taufbuch. Inter- 
essant wären noch die Trauungen und die Sterbefälle zu dieser Zeit 
Das bedeutet einen Tag in der Pfarre von Vitis. Mit dem Pfarrer 
dort ist es erträglich, zumindest unterlässt er irgendwelche Be- 
lehrungen oder Besserwissereien. Da er Pole ist, kann er sowieso 
nicht lesen. Ich werde im Sommer einen Besuch dort vereinbaren, da 
ich noch einmal nach Windigsteig muß. Dieser Ort sollte eigentlich 
Biedermannsdorf heißen, denn hier wimmelt es in den alten Büchern 
nur so von Biedermännern. Ich war dort und habe mir das erste Buch 
vorgenommen. Es hat an die 600 Folien und ist nicht indiziert. 
Ich habe zunächst mit den Taufen begonnen, aber ab Folio 18 
aufgehört, da diese Seite leer ist und somit eine eindeutige 
Markierung darstellt. Außerdem erschienen mir dann die Trauungen 
im Moment aufschlußreicher, sodaß ich die Taufen nachholen werde. 
Leider beginnen die Bücher erst 1673. 



i~ 




Fol. 6) 



Fol. 7) 



Fol. 9) 



Beginnen wir also mit den ersten Taufen der Pfarre 
Tom. I * oo + (1673 - 1732) 

Fol. 5) 13. 8.1674 * Bartholomäus 

D.13 huius Bapt: est infans Partholoma parentes Adam 

Piderman von waichbolz^-^uxor Gerdraut. 

patrinus Josephus Khreidl Rathsburger Zu Windigsteig 

24. 1.1675 * Paul 

Den 24 huius Baptisatus est filius paul Matthias 
Piderman Von J£dgngänz. Mater Rosina 

patrinus Matthias fiegl burger Und Knäpfer Zu Windig- 
steig. ( Knäpfer = Knüpf er= Weber) 

14. 4.1675 * Georg und Anna Maria (Zwillinge) 
D 14 huius Bapt: est Sunt Gemini Georgius et Anna 
Maria pater Andreas Piderman burger Und Pöckh Zu 
Windigsteyg Mater Maria patrinus Peter Pruckh burger 
Und lederer alhir et uxor (Name der Frau fehlt) 

26.10.1675 * Magdalena 

D. 26 huius Baptisata est infans Madalena pater Adam 
Piderman Pöckh Von Weichbolz Mater Gerdraut, patrina 
Madalena Kreidlin Von Windigsteig 

21. 6.1676 * Margaretha 

D. 21 huius Baptisata est infans Margaretha. pater 
Mathias Piderman Von jede nqänz. Mater Rosina. patrina 
Johanna Hänglin Knüpf erin in Marckh Windigsteig 

15.11.1677 * Leopold 

D. 15 huius Baptisatus est infans leopoldus pater 
Adam Piderman Pöckh Zu weichbolz. Mater Gerdraut. 
patrinus Joseph Khleidl Rathsburger alhier 

21.11.1677 * Andreas 

D. 21 huius Baptisatus est infans Andreas pater 
Andreas Piderman burger Und Pöckh alhir Mater Maria 
Patrinus Peter Pirkh burger und lederer alhier 

31.12.1677 * Maria 

Den 31 huius Baptisata est infans Maria pater Tobias 

Piderman ein Schmid bej d. Prunerin in der Herberg. 

Mater Urshula patrina Maria Sschrässerin alhir 

NB (=Nota bene) dieses Khindt ißt nach der Hochzeit 

Taufft worden 5 Wochen und 3 tag. 

( Da hat der Pf äff die Stirn gerunzelt! ) 

Das war zu Sylvester des Jahres 1677. Daher ist die nächste Seite 
freigehalten. Die Taufen gehen dinpdfi bis Folio 326. Sie können 
sich ausrechnen, wieviele "Biedef^nänner" hier noch vermerkt sind. 



Fol. 11) 



Fol. 15) 



Fol. 16) 



Fol. 16) 



r/v/i)^ d^ 







n r 

^ < 



^ 



Doch nun zu den Trauungen: 



Fol. 12) 



Fol. 23) 



J 



Fol. 24) 



• « 




23. 1.1611 

Eodein ißt cop: worden Sponsus Tobias Piderman 
nochlediges Standts, seines Handtwerckhs ein schmid des 
Michael Piderman incola Zu Lichtenbergh und Magdalena 
uxor deren bede eheleiblicher Sohn. Sponsa Urshula 
haiumerin noch lediges Standts^ des phillip ham. Seel 
und Sophia Uxor. deren beede Eheleibliche Dochter. 
Testes Georg Frankh Pöckh Zu Mayres Und Reichardt 
Angerholzer alhir 

16.11.1681 

D. 16 November Ißt Cop: wordten. Sponsus Andreas 
Piterman noch l:st: par: Michael Pitterman uxor susanna 
Eheleiblicher Sohn Von Chiefreßßen (=Kühf ressen) . 
Sponsa Eva Stautterin l:st: par: Christianus Stautter 
seelig uxor Barbara, Eheleibliche Tochter Von Mayres 
Testes Michael Schön Von Markhl et Thoma frankh bökh Zu 
Meyres 

11. 1.1682 

D. 11 Januari 1682 Ißt Cop: Wordten Sponsus geörg 

Pitterman noch ledig stanß. par: Michael pittrman uxor 

Susanna Eheleiblicher Sohn V: Chiefreßßen Sponsa Maria 

hießin l:st: par: Michael Hieß uxor Katharina 

Eheleibliche Tochter V: Nondorff 

Testes Lorenz gäßter V: schlag et Simon Wadinger Von 

Chainratz 



Fol. 25) 



1/ 



Fol. 50) 



3. 2.1682 
D. 3. dito ißt Cop: Wordten Sponsus Simon Pruner l:st: 
par: Jacobus Pruner uxor Maria Eheleiblicher Sohn von 
Nondorff sponsa: Regina Pittermanin l:st: par: Niculaus 
Pitterman Seeliger uxor Maria Eheleibliche Tochter V: 
Wollfarts 
Testes Michael Wurm alta et Siegfreud V: Gainz(?) 

23.11.1694 

Den 23. Copulatus e Andreas Piderman cum sponsa sua 

Maria Stadlerin 

Testes Sponsi Paul Höchtl Von Lichtenberg Bartl 

(=Bartholomäus) Miller Von Ertgänz Testes sponsae Jerg 

Schönbaur von Vittis. Paul blimer Von Güßbachs (?) 



Fol. 56) 



c/ 



27. 1.1697 

Den 27 Copulatus e Michael biderman cum sponsa sua 
Justina Testes sponsi: Paul Höchtl Jerg Schonpaur von 
Vitis Testes sponsae Jerg stadier Reichard f Inders (?) 
( Hier sind weder die Eltern noch der Zuname der Braut 
angegeben ) 



nmMcMW^ ^^^ ^ 





7^ 



Fol. 71) 




Fol. 72) 



/ 



Fol. 80) 



17. 8.1706 

Den 17 dito ißt Copulirt wordten Sponsus Michael 
Biderman v. Räfings Ein Wittibar Sponsa Margaretha 
bartin v. Bopp(en) (?) Noch ledig standts Testes görg 
Stadler v. Meyres Görg Denckhl v. Lichtenberg 

16.11.1706 

Den 16: Noveinb. ißt Copulirt worden Sponsus Pernhard 
buhel: v. Loyweiß ledig st: sponsa Magdalena Bidermanin 
V. Nondorff l:st: Testes Thoma Weiß v. schläd(er) (?) ^ 
Und Görg grippel Burger und MarckhRichter alhir. 

2. 2.1710 
Den 2ten february ißt Copulirt Worden Thoma Stärkhl Von 
Raffings sponsa Maria bittermannin Von Wohlfahrts. 
Testes Simon Milner Von Wohlfahrts Und Georg Kainz Von 
Wohlfahrts 



Fol. 80) 



Fol. 80) 



Fol. 82) 




4. 2.1710 
Den 4 dito ißt Copulirt worden Johannes bözl alhier 
sponsa Ursula bidermanin Von Engänz Testes hanns 
Wißgrill alhir Und Mathiaß gegenbaur Von Scheidldorff 

7. 7.1710 
Den 7 Julius ißt Copulirt worden, Michael biderman 
alhier sponsa Maria landsteinerin alhier. Testes georg 
Kribl alhier Und Paul gamber alhier 

28. 1.1711 

Den 28 Jenner ißt Copulirt Worden Mathias biderman 
lediges Stands Von Engänz Sponsa Maria Lebin Von gott- 
schallings lediges Stands Testes Philipp Hiebl von 
Hausbach auf beederseits. 



Fol. 82) 



28. 1.1711 

Den 28 Jenner ißt Copuliert worden görg Kribl alhier 
ein Wittiber Sponsa Eva bidermanin alhier lediges 
Standts Testes Johannes Denckh alhier Und Johannes 
Rocher alhier 



Fol. 86) 



Fol. 87) 



15.11.1712 

Eodem ißt copuliert worden Martin bidermann deß Lorentz 
biderman Von Wohlfahrts Und Maria uxoris filius, mit 
Ursula deß Veits Leidenfrost seel . von Räfings und 
Elisabeth Uxoris filia. Testes Matthias Herndl Von 
Kainratz Und Andreas Schmuz von stögersbach 

29. 1.1713 

Den 29 Jenner ißt copuliert worden Michael Fuchs deß 
Thoma Fuchsen Von gottschallings Und Justina ux.filius. 
mit Maria bidermanin deß Andreas biderman seel: Wittib 
von Egengänz. Testes georg bährenstarkh (?) alhier 



f 



Fol. 89) 



Fol. 92) 



Fol. 93) 



Fol. 94) 



30. 1.1714 

Den 3 Jenner ißt Copulirt worden Andreas bidennan des 
Dobias bidennan Von Markhel und Ursula uxoris filius^ 
mit Eva Lenz in des Lorenz Lenz Von Windigsteig und 
Justina uxoris eius filia. Testes Martin blamsteiner 
Von Ulrichschlag und Georg Griffel (?) von Windigsteig 

21. 7.1715 

Den 21 July ißt Copuliert worden Georgius Bierbach des 
Georgy Bierbach Von Hierschbach Eva ux: filius: mit 
Maria Bidermanin des Matthias Bidermanns Seel: Von 
Gottschall ing hinterlassenen Wittib: Testes: Thomas 
Denkh Hoffwürth alhier^ undt Matthias Schrientz von 
Gehweis (?) 

24.11.1715 

Eodem ißt Copuliert worden Georgius Bidermann des 
Laurentii Biderman Maria ux: v. Wohlfahrts Filius Mit 
Maria Kaintzin des Nicolai Kaintz Justina ux: Vom 
Raff ing Filia. Testes Georg Hengl v. Kainrat, undt 
Gregor Leidenfroßt v. Gottschalling 

11. 2.1716 

Den 11 Feb: ißt Copuliert worden Paulus Bidermann des 
Andreas Bidermann böckh alhier Maria ux: Filius. Undt 
Maria Englbrechts Mülnerin, des Martini Englbrechts 
mülner Von Kürchberg Susanna ux: Filia Testes Georgius 
Chrippl alhier undt Michael Berner (oder Brenner) Von 
Kührberg (=Kirchberg) 



Fol. 94/95)12. 7.1716 

Den 12 July ißt copuliert worden 

Simon Loydolt v. Herztenschlag, 

Mit Magdalena Bidermanin des 

Engantz, Maria ux: beed seel: 

Testes: Georg Steinbockh v. Hörssenschlag 

Strahl V. Graf fenschlag 



Zacharias Loydolt^ des 

Gertrudis ux: Filius: 

Andre Bidermann v. 

hinderlassene Dochter 

Joannes 



Fol. 108) 



Fol. 127) 



28. 1.1721 

D. 28 Huius ißt Andreas Biderman Ein Wittiber alhier 

undt Schneider mit der tugentsamen Jungfrau Catharina 

Paußin des Adam Pauß Von Mätzlesschlag Maria dessen 

Hauswirthin beede noch in Leben Eheleiblicher Tochter 

alhier copulirt worden 

Testes sponsi Georg Grippell 

sponsae Matthias Hammer Von Matzlesschlag 

8. 2.1728 
Den 8 feb. ißt Copuliert worden Georgius bidermann ein 
Wittiber von Wohlfahrts mit Maria lediges standts des 
Pauli Paur Ursulae Uxor von Lichtenberg eheleiblich 
erzeigter Tochter Sponsi Laurentius Timerl Sponsae 
Nicolaus Kaintz beede v. Räffings 



Fol. 133) 



Fol. 136) 



Fol. 137) 




27. 8.1730 

Die 27 Augusti copulatus est Georgius Pidermann^ 
Andreae et Mariae filius ainboruin defunctorum BXjLnganz, 
cum Maria Kainzin vidua ex Wielings Tespes^ sponsi 
Georgius Leydenfrost ex Gottschall ing SDelfsae Jacobus 
Kainz ex Inganz (=Edengänz) 

4. 2.1731 
Die 4 February copulatus est thomas Lackner Joannis et 
Catharinae filius in windigsteig^ cum Maria Pidermanin 
vidua in wolfarths Testes Laurent ius Dimel ex Meyres 
et Joannes Leydenfrost ex Weypolz 

7. 8.1731 
Die 7. Augusti copulatus est Thomas Wihner textor ex 
Gerweihs legitimus filius Thomae wihner et Elisabethae 
defunctae, cum Anna Maria Pidermannin legitima filia 
Pauli et Evae uxoris ejus defunctorum in windigsteig 
Testes Sponsi Jacobus gegenbaur ex Oxxenbach(?) Sponsae 
Carolus Low ex Schidldorff. 



Das waren die Trauungen des ersten Buches von Windigsteig. Ich 
könnte noch die 48 Sterbeeintragungen anführen^ doch ist es 
mittlerweile schon 2 Uhr 3 nachts geworden. Jedenfalls habe ich 
sie und werde sie mit den Taufen dieses Buchs mitschicken. Aber 
vielleicht sind Sie daran nicht mehr interessiert^ doch können 
wir sagen, daß Windigsteig der frühere Wohnort der Biedermänner 
war, auf jeden Fall vor Vitis. In Weitra war ich ebenfalls und 
habe auch etwas gefunden. Aber das ist minimal. Ebenfalls negativ 
war die Einsichtnahme in das Eheconsensbuch der Herrschaft 
Rappottenstein in Bad Pirawarth. Es gab keine Winter doch viele 
Wagner. Dieser ominöse Ort Lehn, den Sie so verzweifelt gesucht 
haben und wo auch der Pfarrer von Rappottenstein nicht weiter 
wußte, ist mit größter Wahrscheinlichkeit der Ort Lohn bei 
Schönbach. Er war im Herrschaftsbereich Rappottenstein aber 
gehörte zur Pfarre Schönbach. Der Film der Mormonen von Schönbach 
ist aber leider weitgehend unbrauchbar und die Einsichtnahme in 
die Bücher dort ist schwierig, da die Pfarre in einem 
aufgelassenen Kloster liegt und nicht bewohnt wird. Lange 
Voranmeldung ist unbedingt erforderlich. Vor 2 Jahren war ich 
dort und mußte etwa einen Monat vorher mit der Pfarrwürthin um 
einen Termin raufen. 

Ich muß jetzt wirklich ins Bett. Ich wünsche Ihnen alles Gute und 
noch viel Spaß beim Studium. 

Ein breites Gähnen von Wien nach Kingston. 




Peter 



Weyen 



Peter Weyen 
Ob. Donaus tr. 97 
1020 Wien 



George Vladar 
85 Victoria 
Kingston, Ont. 
k7k 4s6 
CANADA 




^^'^^mtw^'** 



Wien,28.6.1991 



Ein herzerfrischendes "Grüß Gott", Herr Vladar. 

Die eingetretene längere Pause meiner Antwort liegt nicht in 
meiner Absicht, wenngleich durch mich verschuldet: Mein Brief an 
Sie kam nach über 2 Wochen wieder zurück, ich hatte Ihre Adresse 
ungenau angegeben, was mich wiederum zu einigen Rückschlüssen 
veranlasst: Kingston ist doch größer als Hollabrunn oder Sie 
führen ein extrem unauffälliges Dasein oder es gibt in Österreich 
ausgebildete Postbeamte. Doch genug der kleinen Scherzerei, ich 
habe St. Polten aufgesucht und das letzte Buch von Vitis, das 
sich hier befindet, "ausgewrungen. 
Vitis, Taufen Tom. IV * ( 1782 - 1811 ) 



Vitis No.2 



Fol. 147) 26. 7.1782 

* Susanna 

Franz Bidermann, Susanna geb. Schrotmayrin 
Barbara Bäurinn 



(soll verm.62 sein) 



Fol. 148) 



2.11.1784 Vitis No.62 

* Elisabeth 

Franz Biedermann beckermaißter 
Susanna Schrotmayrinn 
Barbara Bäurinn 



Fol. 148) 



Fol. 141) 



Fol. 149) 



23. 2.1785 Vitis No.ll 

* Joseph 

Michel Bidermann 

Josepha geb. Weichselbraunin v. Germs 

Joh. Georg Litschauer v. Schwarzenau, Müllermeißter 



19. 4.1786 Stojes No.lO 

* Johann Biedermann 
Juliana gb.Stegerin v. Vitis 
Lorenz Kreuzhuber v. Reichenbach, 



Einwohner 



14. 6.1787 

* Klara 

Franz Bidermann 

Susanna gb. Schrotmayrin 

Barbara Baurinn 



Vitis No.62 




Fol. 36) 29. 8.1787 Eschenau No.3 

* Michael 
Joh Biedermann 

Juliana geb. Stögerin v. Haselbach 
Lorenz Kreuzhuber v. Reichenbach 



Fol. 36) 



Fol. 149) 



16. 1.1789 Eschenau No.3 

* Paul 

Georg Biedermann 

Theres. gb. Kühbeckin v. Edelprinz 

Philipp Denck v. Nondorf 

14. 2.1789 Vitis No.62 

* Klara 

Franz Biedermann 
Susanna gb. Schrotmayrin 
Barbara Baurinn 



Fol. 37) 



Fol. 150) 



Fol. 37) 



Fol. 150) 



7. 8.1790 Eschenau No.3 

* Michael 

Joh Georg Biedermann 

Theres. Kühbeckinn v. Edelprinz 

Philipp Denk v. Nondorf 

20. 2.1791 Vitis No.62 

* Anton 

Franz Biedermann 

Susanna geb. Schrotmayrinn 

Joseph Bauer, Schußtermaißter 

16. 9.1792 Eschenau No.3 

* Philipp 
Georg Bidermann 

Theres geb. Kübekin v. Edelprinz 
Philipp Denk v. Nondorf 

8.11.1792 Vitis No.62 

* Leopold 
Franz Biedermann 
Susanna gb. Schrotmayrin 
Joseph Bauer, Schußtermaißter 



Fol. 37) 2.12.1792 Eschenau No.3 

* Paul 

Joh. Biedermann 

Juliana gb. Steger in v. Haslbach 

Paul Mazinger 

Fol. 37) 13. 1.1794 Eschenau No.3 

* Eva Maria 
Georg Biedermann 

Theres Kühbekin v. Edelprinz 
Eva M. Denkin v. Nondorf 



5 



Fol. 37) 



Fol. 37) 6. 4.1795 Eschenau No.3 

* Georg 

Georg Biedermann 

Theres gb. Küweking v. Edlprinz 

Philipp Denk v. Nondorf 

14.12.1796 Eschenau No.3 

* Thomas 

Joh. Georg Biedermann 

Theresia geb Kühbeck v. Edlprinz 

Philipp Denk v. Nondorf 

Bei der folgenden Eintragung ist der Monat nicht festzustellen^ 
da der Rand der Folie durch unsachgemäße Restaurierung 
abgeschnitten ist. Die vorige Eintragung war am 22.1. mit der 
gleichen Tinte ausgeführt, daher vermutlich ebenfalls der Januar. 



Fol. 38) 



Fol. 38) 



Fol. 38) 



Fol. 155) 



Fol. 157) 



24. 1.1798 Eschenau No.3 

* Mathäus 

Johann Georg Bittermann Bauer 
Theresia geb. Kiebek von Edlprinz 
Philipp Tenk von Nondorf 
Hebamme: Kiebekin v. Edelprinz 

18. 3.1799 Eschenau No.3 

* Theresia 

Johannes Georg Biedermann 
Theresia geb. Küwekin v. Edelprinz 
Eva Maria Denk v. Nondorf 
Hebamme: A.M. Küwekin v. Edelprinz 

8. 9.18 00 Eschenau No.3 

* Anna Maria 

Joh. Georg Biedermann 

Theresia geb. Kühbeck v. Edlprinz 

Theresia Wittenberger v. Reichenbach 

2.10.1803 Vitis No.45 

* Anton 

Johann Biedermann Bäckermaißter 

Magdalena gebor: Größing v. Beneschau in Böhmen 

Anton Räsnitz (?) / Müllermeißter auf der Reinhartsmühl 

17. 3.1805 Vitis No.45 

* Josepha 

Johann Bittermann Bäckhermaißter allhier 

Magdalena gebohrene Grössing von Beneschau 

Franz Schönbaur burgerl. Schneidermaißter von Vitis 




Fol. 159) 19. 6.1807 Vitis No.45 

* Franz Xaverius 

Johann Bittermann Böckhermaißter in Vitis 
Magdalena, Tochter des Thomas Grössing Schuedmeißter 
( kann Schulmeister, Schmiedmeister oder auch Schuh- 
meister heißen, bei der Trauung werden wir mehr wissen) 
in Ort und Pfarr Bennischau, und der Franziska seines 
Eheweibs. 

Franz Schönbaur, Schneidermeister zu Vitis 
Hebamme: A.M. Haasin von Vitis, ungeprüft 



Fol. 132) 



Fol. 161) 



6. 2.1808 Sparbach No.l5 

* Anna Maria 

Simon Biedermann Bauer 

Elisabeth Tochter des Jakob Böhm Bauers von Sparbach 

und der Maria Anna S: Weibes aus dieser Pfarr 

( S: = seines Weibes ) 

Anna Maria Tausnerin Baurin von Sparbach 

Anna Maria Haasin geprüfte Hebamm von Vitis 

27.11.1808 Vitis No.45 

* Barbara 

Johann Bittermann Bäckermeißter 

Magdalena Tochter des Thomas Grössing von Pöneschau 

zu Böhmen Schuedmeißter und seines Weibes Eva Rosina 

ehl . Tochter 

Franz Schönbaur Schneidermeißter sein Frau Eleonora 

Heb. : Haasin 



Fol. 164) 



19. 1.1811 Vitis No.45 

* Vinzenz 

Johann Bittermann Bäckermeißter 

Magdalena Tochter des Thomas Grössin Huffschmid 

V. Bönischau u. der A.M. 

Franz Schönbaur, Schneider v. Vitis 

Heb. : Haasin 



(I) 



Das waren die "Biedermann"- Eintragungen im 4.ten Taufbuch. Inter- 
essant wären noch die Trauungen und die Sterbefälle zu dieser Zeit. 
Das bedeutet einen Tag in der Pfarre von Vitis. Mit dem Pfarrer 
dort ist es erträglich, zumindest unterlässt er irgendwelche Be- 
lehrungen oder Besserwissereien. Da er Pole ist, kann er sowieso 
nicht lesen. Ich werde im Sommer einen Besuch dort vereinbaren, da 
ich noch einmal nach Windigsteig muß. Dieser Ort sollte eigentlich 
Biedermannsdorf heißen, denn hier wimmelt es in den alten Büchern 
nur so von Biedermännern. Ich war dort und habe mir das erste Buch 
vorgenommen. Es hat an die 600 Folien und ist nicht indiziert. 
Ich habe zunächst mit den Taufen begonnen, aber ab Folio 18 
aufgehört, da diese Seite leer ist und somit eine eindeutige 
Markierung darstellt. Außerdem erschienen mir dann die Trauungen 
im Moment aufschlußreicher, sodaß ich die Taufen nachholen werde. 
Leider beginnen die Bücher erst 1673. 



-T 



Beginnen wir also mit den ersten Taufen der Pfarre Windigsteig 

Tom. I * oo + (1673 - 1732) 



Fol 



6) 



Fol 



7) 



Fol. 9) 



Fol. 11) 



Fol. 5) 13. 8.1674 * Bartholomäus 

D.13 huius Bapt: est infans Partholoma parentes Adam 

Piderman von waichbolz, uxor Gerdraut. 

patrinus Josephus Khreidl Rathsburger Zu Windigsteig 

24. 1.1675 * Paul 

Den 24 huius Baptisatus est filius paul Matthias 
Piderman Von Edengänz. Mater Rosina 

patrinus Matthias f iegl burger Und Knäpfer Zu Windig- 
steig. ( Knäpfer = Knüpf er= Weber) 

14. 4.1675 * Georg und Anna Maria (Zwillinge) 
D 14 huius Bapt: est Sunt Gemini Georgius et Anna 
Maria pater Andreas Piderman burger Und Pöckh Zu 
Windigsteyg Mater Maria patrinus Peter Pruckh burger 
Und lederer alhir et uxor (Name der Frau fehlt) 

26.10.1675 * Magdalena 

D. 2 6 huius Baptisata est infans Madalena pater Adam 
Piderman Pöckh Von Weichbolz Mater Gerdraut, patrina 
Madalena Kreidlin Von Windigsteig 

21. 6.1676 * Margaretha 

D. 21 huius Baptisata est infans Margaretha. pater 
Mathias Piderman Von edengänz. Mater Rosina. patrina 
Johanna Hänglin Knüpf er in in Marckh Windigsteig 

15.11.1677 * Leopold 

D. 15 huius Baptisatus est infans leopoldus pater 
Adam Piderman Pöckh Zu weichbolz. Mater Gerdraut. 
patrinus Joseph Khleidl Rathsburger alhier 

21.11.1677 * Andreas 

D. 21 huius Baptisatus est infans Andreas pater 
Andreas Piderman burger Und Pöckh alhir Mater Maria 
Patrinus Peter Pirkh burger und lederer alhier 

31.12.1677 * Maria 

Den 31 huius Baptisata est infans Maria pater Tobias 

Piderman ein Schmid bej d. Prunerin in der Herberg. 

Mater Urshula patrina Maria Sschrässerin alhir 

NB (=Nota bene) dieses Khindt ißt nach der Hochzeit 

Taufft worden 5 wochen und 3 tag. 

( Da hat der Pf äff die Stirn gerunzelt! ) 

Das war zu Sylvester des Jahres 1677. Daher ist die nächste Seite 
freigehalten. Die Taufen gehen durch bis Folio 326. Sie können 
sich ausrechnen, wieviele "Biedermänner" hier noch vermerkt sind. 



Fol. 15) 



Fol. 16) 



Fol. 16) 



^ 



Doch nun zu den Trauungen: 



Fol. 12) 



Fol. 23) 



Fol. 24) 



23. 7.1677 

Eodem ißt cop: worden Sponsus Tobias Piderman 
nochlediges Standts, seines Handtwerckhs ein schinid des 
Michael Piderman incola Zu Lichtenbergh und Magdalena 
uxor deren bede eheleiblicher Sohn. Sponsa Urshula 
hammerin noch lediges Standts, des phillip ham. Seel 
und Sophia Uxor. deren beede Eheleibliche Dochter. 
Testes Georg Frankh Pöckh Zu Mayres Und Reichardt 
Angerholzer alhir 

16.11.1681 

D. 16 November Ißt Cop: wordten. Sponsus Andreas 
Piterman noch l:st: par: Michael Pitterman uxor susanna 
Eheleiblicher Sohn Von Chiefreßßen (=Kühf ressen) . 
Sponsa Eva Stautterin l:st: par: Christianus Stautter 
seel ig uxor Barbara, Eheleibliche Tochter Von Mayres 
Testes Michael Schön Von Markhl et Thoma frankh bökh Zu 
Meyres 

11. 1.1682 

D. 11 Januari 1682 Ißt Cop: Wordten Sponsus geörg 

Pitterman noch ledig stanß. par: Michael pittrman uxor 

Susanna Eheleiblicher Sohn V: Chiefreßßen Sponsa Maria 

hießin l:st: par: Michael Hieß uxor Katharina 

Eheleibliche Tochter V: Nondorff 

Testes Lorenz gäßter V: schlag et Simon Wadinger Von 

Chainratz 



Fol. 25) 



Fol. 50) 



Fol. 56) 



3. 2.1682 
D. 3. dito ißt Cop: Wordten Sponsus Simon Pruner l:st: 
par: Jacobus Pruner uxor Maria Eheleiblicher Sohn von 
Nondorff sponsa: Regina Pittermanin l:st: par: Niculaus 
Pitterman Seeliger uxor Maria Eheleibliche Tochter V: 
Wollfarts 
Testes Michael Wurm alta et Siegfreud V: Gainz(?) 

23.11.1694 

Den 23. Copulatus e Andreas Piderman cum sponsa sua 

Maria Stadlerin 

Testes Sponsi Paul Höchtl Von Lichtenberg Bartl 

(=Bartholomäus) Miller Von Ertgänz Testes sponsae Jerg 

Schönbaur von Vittis. Paul blimer Von Güßbachs (?) 

27. 1.1697 

Den 27 Copulatus e Michael biderman cum sponsa sua 
Justina Testes sponsi: Paul Höchtl Jerg Schonpaur von 
Vitis Testes sponsae Jerg stadier Reichard f Inders (?) 
( Hier sind weder die Eltern noch der Zuname der Braut 
angegeben ) 



7^ 



Fol. 71) 



Fol. 72) 



Fol. 80) 



17. 8.1706 

Den 17 dito ißt Copulirt wordten Sponsus Michael 
Biderman v. Räfings Ein Wittibar Sponsa Margaretha 
bartin v. Bopp(en) (?) Noch ledig standts Testes görg 
Stadler v. Meyres Görg Denckhl v. Lichtenberg 

16.11.1706 

Den 16: Novemb. ißt Copulirt worden Sponsus Pernhard 
buhel: v. Loyweiß ledig st: sponsa Magdalena Bidermanin 
V. Nondorff l:st: Testes Thoma Weiß v. schläd(er) (?) ^ 
Und Görg grippel Burger und MarckhRichter alhir. 

2. 2.1710 
Den 2ten february ißt Copulirt Worden Thoma Stärkhl Von 
Raffings sponsa Maria bittermannin Von Wohlfahrts. 
Testes Simon Milner Von Wohlfahrts Und Georg Kainz Von 
Wohlfahrts 



Fol. 80) 



Fol. 80) 



Fol. 82) 



4. 2.1710 
Den 4 dito ißt Copulirt worden Johannes bözl alhier 
sponsa Ursula bidermanin Von Engänz Testes hanns 
Wißgrill alhir Und Mathiaß gegenbaur Von Scheidldorff 

7. 7.1710 
Den 7 Julius ißt Copulirt worden^ Michael biderman 
alhier sponsa Maria landsteinerin alhier. Testes georg 
Kribl alhier Und Paul gamber alhier 

28. 1.1711 

Den 28 Jenner ißt Copulirt Worden Mathias biderman 
lediges Stands Von Engänz Sponsa Maria Lebin Von gott- 
schallings lediges Stands Testes Philipp Hiebl von 
Hausbach auf beederseits. 



Fol. 82) 



28. 1.1711 

Den 28 Jenner ißt Copuliert worden görg Kribl alhier 
ein Wittiber Sponsa Eva bidermanin alhier lediges 
Standts Testes Johannes Denckh alhier Und Johannes 
Rocher alhier 



Fol. 86) 



Fol. 87) 



15.11.1712 

Eodem ißt copuliert worden Martin bidermann deß Lorentz 
biderman Von Wohlfahrts Und Maria uxoris filius, mit 
Ursula deß Veits Leidenfrost seel. von Räfings und 
Elisabeth Uxoris filia. Testes Matthias Herndl Von 
Kainratz Und Andreas Schmuz von stögersbach 

29. 1.1713 

Den 29 Jenner ißt copuliert worden Michael Fuchs deß 
Thoma Fuchsen Von gottschallings Und Justina ux.filius. 
mit Maria bidermanin deß Andreas biderman seel: Wittib 
von Egengänz. Testes georg bährenstarkh (?) alhier 



r 



Fol. 92) 



Fol. 93) 



Fol. 89) 30. 1.1714 

Den 30 Jenner ißt Copulirt worden Andreas biderman des 
Dobias biderman Von Markhel und Ursula uxoris filius, 
mit Eva Lenz in des Lorenz Lenz Von Windigsteig und 
Justina uxoris eius filia. Testes Martin blamsteiner 
Von Ulrichschlag und Georg Griffel (?) von Windigsteig 

21. 7.1715 

Den 21 July ißt Copuliert worden Georgius Bierbach des 
Georgy Bierbach Von Hierschbach Eva ux: filius: mit 
Maria Bidermanin des Matthias Bidermanns Seel: Von 
Gottschall ing hinterlassenen Wittib: Testes: Thomas 
Denkh Hoffwürth alhier, undt Matthias Schrientz von 
Gehweis (?) 

24.11.1715 

Eodem ißt Copuliert worden Georgius Bidermann des 
Laurentii Biderman Maria ux: v. Wohlfahrts Filius Mit 
Maria Kaintzin des Nicolai Kaintz Justina ux: Vom 
Raff ing Filia. Testes Georg Hengl v. Kainrat, undt 
Gregor Leidenfroßt v. Gottschalling 

11. 2.1716 

Den 11 Feb: ißt Copuliert worden Paulus Bidermann des 
Andreas Bidermann böckh alhier Maria ux: Filius. Undt 
Maria Englbrechts Mülnerin, des Martini Englbrechts 
mülner Von Kürchberg Susanna ux: Filia Testes Georgius 
Chrippl alhier undt Michael Berner (oder Brenner) Von 
Kührberg (=Kirchberg) 

Fol. 94/95)12. 7.1716 

Den 12 July ißt copuliert worden Zacharias Loydolt^ des 
Simon Loydolt v. Herztenschlag, Gertrudis ux: Filius: 
Mit Magdalena Bidermanin des Andre Bidermann v. 
Engantz, Maria ux: beed seel: hinderlassene Dochter 
Testes: Georg Steinbockh v. Hörssenschlag Joannes 
Strahl V. Graffenschlag 



Fol. 94) 



Fol. 108) 



Fol. 127) 



28. 1.1721 

D. 28 Huius ißt Andreas Biderman Ein Wittiber alhier 

undt Schneider mit der tugentsamen Jungfrau Catharina 

Paußin des Adam Pauß Von Mätzlesschlag Maria dessen 

Hauswirthin beede noch in Leben Eheleiblicher Tochter 

alhier copulirt worden 

Testes sponsi Georg Grippell 

sponsae Matthias Hammer Von Matzlesschlag 

8. 2.1728 
Den 8 feb. ißt Copuliert worden Georgius bidermann ein 
Wittiber von Wohlfahrts mit Maria lediges standts des 
Pauli Paur Ursulae Uxor von Lichtenberg eheleiblich 
erzeigter Tochter Sponsi Laurentius Timerl Sponsae 
Nicolaus Kaintz beede v. Räffings 



I 



Peter Weyen 
Ob.Donaustr. 97 
A 1020 Wien 




George Vladar 
685 Victoria 
Kingston, Ont. 
k7k 4s6 
CANADA 




^ 



[Aj/^hl^JT^^^ 



(69-3 




roDe 



Vienna, 19.8.1991 



Sehr geehrter Herr Via 




Ich hoffe, Ihre alte (neue) Heimat hat Sie wieder, Sie sitzen in 
Ihrem Garten und unterhalten sich angeregt mit Ihrer Freundin 
über Gott und die Welt bzw. über Ihre Erlebnisse im alten Europa. 
Wenn Sie zwei Wochen später gekommen wären, hätten Sie das bisher 
größte Hochwasser seit 1956 erleben können. Unser Haus wurde zur 
Insel, welches nur mit einem Boot zu erreichen war. Sogar über 
die Gartenzäune sind wir gerudert. In den Gärten lagen hunderte 
Tonnen Schlamm, noch während ich diese Zeilen schreibe, wird an 
der Beseitigung dieser Erdmassen gearbeitet. Das Zufahren mit dem 
Wagen zum Haus ist noch nicht möglich. Mitlerweile haben wir den 
Garten gereinigt und dieser hat somit Gelegenheit, wieder etwas 
zivilisierter zu werden. 

Vergangene Woche waren Herr Gundacker und ich in der Pfarre 
Vitis, wo wir einige seiner Ahnen sowie auch für einen anderen 
Auftrag nachschauen mußten. Selbstverständlich habe ich die für 
Sie interessanten Bücher durchgesehen. Mit dem polnischen Pfarrer 
gab es überhaupt keine Schwierigkeiten, lediglich das römisch 
katholische Gefasel, welches mein Kollege mit ihm führte, ging mir 
auf die Nerven. Doch nun zur Sache: 

Pfarre Vitis , Tom IV +(1782 - 1811) 




Pag. 73a 



ox^ag.73a 



Pag. 73a 
7 Pag. 69 



-Pag. 74 



15. 6.1782 + Elis. Bidermannin 72 Jahre 

8. 9.1783 + Franz 

Kind V. Michl Bidermann 1,5 J. 

22.10.1783 -f Sophia Witwer Biedermann 80 J. 



10. 9.1786 + Joh.Georo/^Kind 

V. Johann Biedermann 5 Mon. 



14. 



Vitis No.ll 



Vitis No.ll 



5. 1788 -I- Klara Kind 

V. Fr/nz Biedermann 3/4 Jahr 









Pag. 76 



^ Pag 



^ Pag. 9 



;<<;f?(^ c Pag- 9 



^Pag. 80 




^^-'^^m-g. 



>i^ \^^S ' Pag 

Pag. 




84 



84 



Pag. 84 



Pag. 90 



^ Pag. 90 



15. 5.1791 + Anton Kind 

V. Franz Biedermann 16 Mon 



8. 7.1793 + A. Maria Weib 

V. Joseph Biedermann 60 J. 



17. 4.1795 + Georg Kind 

V. Georg Biedermann 

4. 5.1796 + Joseph Bie^ ar mann 

26. 2.1802 -h Magdalena Eheweib 

, Adam Biedermann 










Vitis No^2 y 
No. 3 



Bftche nau Mo. 3 



6. 2.1805 + 



idain Bledermani 



84 J. Eschenau No. 3 

75 J. Y.^^^® No.45 
8*(^''^4itis NO.45 



5. 5.1806 4] Franz Biedermann, ein Bäckiv 

an kalten Brand _ ^ 71 jy Vitis Nc^.62 J 

11. 5.1806 4- Theresia Tochter des Franz Biedermann 

an Abzehrung 23 J. Vitis N^ 




14. 5.1806 + Josepha Tochter des Johann Biedermann 

an Abzehrung 1 J. Vitis No.45 

18. 2.1811 + Vincenz Kind des Johann Bittermann, bürgl. ;^ ^ z 

Bäckermeister an Fraisen 4Woch. Vitis No/arj) \ < , 

6. 4.1811 4- Magdalena Weib des Johann Bittermann, b^ 

Bäckerm. an Lungensucht 40 J. Vitis N 



Im Trauungsbuch Tom. IV oo (1782 - 1810) 

gab es zwei Eheschließungen männlicher Bittermänner : 







t 22 

• • • 



Pag . 4 ) 



27.11.1786 
Joh. Georg Bittermann 20 Jahre ledig 
Theresia Kirbeckin von Edlprinz 18 Jahre ledig 
Zeugen: Michl Steinbeck v. Eschenau 

Georg Berger v. Edlprinz 



Eschenau No. 3 



Pag. 26) 



M .\15A 



27.11.1808 ^ Kaltenbach No 

Leopold Pittermann, Bauer v. Ganz(?), PtTHaselbach 

24 Jahre ledig 

Theresia Tochter des Jakob Waldhäusl, Bauer von 

Kaltenbach 2 6 Jahre ledig 

Zeugen: Andreas Marcksteiner, Bauer v. 

Pf. Elsenbach(?) 

Joh. Pittermann v. Achings(?), Pf. Haselbach 



Rohweis (?) , 



Diese Orte sind nicht in Niederösterreich. Falls 
Interesse ist, werde ich das Geheimnis lüften. 



es für Sie von 




Zwei weibliche Bledermännerlnnen (!) aus dem Ort Eschenau konnte 
ich noch unter die Haube bringen: 



Pag . 4 ) 



6.11.1787 Eschenau No.24 

Martin Steinbeck 30 Jahre, Witwer 
Juliana Bittermannin v. Eschenau 25 Jahre ledig ^ >^vl 




Pag. 4) 16. 3.1790 



JBschenau No. 2 

Johann Höchtl v. Georgenberg 28 Jahre ledig j^ oq fj^^^ 
Franziska Bittermannin v. Eschenau 26 Jahre ledig^ /ZT/^^ 



Die Bücher nach 1783 sind nach Ortschaften sortiert, daher die 
ungwöhnliche Paginierung. Auch sind die Informationen aus dieser 
Zeit sehr spartanisch. Das Ganze geht auf den Erlaß Josephs des 
zweiten zurück. 

Die Trauungen von Bittermann - Bräuten habe ich nur für Eschenau 
durchgesehen, da mein Kollege unbedingt schon Mittagessen wollte 
und wir bedauerlicherweise mit seinem Wagen unterwegs waren. 
Sollten Sie jedoch Wert darauf legen, werde ich das nachliefern. 

In meinem letzten Schreiben habe ich noch die Sterbeeintragungen 
des ersten Buches von Windigsteig angekündigt. Hier sind sie: 



T?a-H^f7r.ir. 



.> A Q^a^x w,XXq./^ ;>rL 



Pag. 2) 11. 7.1674 

Den ll.huius Sepultus est. Der Ehrsambe Lorenz Piderman 
ein Wittiber seines alters 70 J. 



Pag. 



Pag. 



3) 10.11.1674 

D 10 huius ißt dem Adam Piderman von Ji£iJSÜfc8i£. 
begraben worden. Partholomae 13 wochen alt 



Pag. 6) 



Pag. 11) 



Pag. 13) 



ein Kindt 



4) 12. 6.1675 

d.l2 huius ißt dem Hanß Piderman von Gottschall inqs ein 
Khindt begraben worden Maria 11 (Tag?) 



10.12.1676 

D.IO huius ißt begraben worden Paul Piderman des schaf 

fers (=Schäfer?) söhn von Mavres seines Alters 35 Jahr 

25. 4.1679 

D 25 huius ißt begraben worden dem Jacob Piderman von 
Lichtenberg sain Mutter(?) (könnte auch Tochter sein) 
Namens Veronica begraben worden. 

15. 8.1680 ( .fengga 

D 15 dito obyt Joannes filius ein Khindt bey 1^ Wochen 
deß Mathias Pitterman alta 



£tmr/C/yT 



%' 




Pag. 14) 



3. 1.1681 

D 3 Januar ius obyt Jacobus Pitterman bey 46 Jahr a 




/pag. 



16) 



13. 2.1682 

Den 13 dito obyt Pauli Pitterman alta bey 54 Jahr 







Pag. 19) 



4712.1682 «Enaän^ 

Den 4 decerobris ißt dem Matthias Piderman von Engänz 
ein Khindt begraben worden Namens Maria ihres Alters 
9 Jahr 



Pag. 23) 




^ag. 



13. 4.1684 Mavres 

Den 13 huius ißt dem Andreas Piderman alta sein schwi- 

ger begraben worden Namens Barbara Staudherin ihres 

Alters 54 Jahr (vielleicht die Schwiegermutter?)^ LiOVrOnJ 



24) 




Pag. 27) 



27. 7.1685 

Den 27 July mortuus e Joannes biderman 



18. 7.1686 

18 July: Mortua e maria filia Andrei Bitterman civis e€ 
pistoris in Windig: 3 annorum 



&aar^ 





t/Pag. 29) 17. 4.1687 ^jngäntz^ 

17 Sepultus e mathias bitterman aet: suae 45 

"^Pag. 29) 27. 4.1687 Lichtenberg 

item 17. Ap: mortua e vidua Barbara Bittermannin an: 80 

Pag. 30) 13. 8.1687 Eng antz^^ 

D. 13 Aug: sepulta e Margaretha Pittermanin an: 11 

Pag. 31) 21. 2.1688 

d.21. dito Sepulta e Susanna Pittermanin jfn:7a_in 
Bruetterschaf ft (Bruderschaft) ZLtTMariä Räf fing 




(^ 



Pag. 31) 



6. 7.1688 Märkhl 

D 6 Jully sepulta e: Justina Pittermanin an: 9 



Zwischen 1690 und 1699 sind die Eintragungen sehr spärlich^ sodaß 
hier Unterlassungen sehr wahrscheinlich sind. Das Buch ist zwar 
komplett^ doch dürfte es sich um wilde Zeiten gehandelt haben. 
Mit großer Wahrscheinlichkeit ist das auf die Türkenbelagerung 
zurückzuführen . 



Pag. 39) 28. 9.1701 

Den 28 Dito ißt begraben worden deß Andre Biderman von 
EngaAS^sein Kindt mit Nahmen Maria aetatis suae 8 Woch 



y 



Pag. 42) 26. 5.1704 

"^-^ Den 26 May ißt begraben worden des Paul biderman alhier 
• sein Kindt Magdalena 3 Wochen 




Pag. 42) 29. 5.1704 

Den 29 May ißt begraben worden deß Andreaß büdtermanns 
V. Jgjjgajj^j^ein Kind Josephus Seines alters 11 wochen 




Ehrngrachte H: 
alters 80 Jahr 



Pag. 45) 4. 3.1705 

Den 4 Hartz ißt begraben Worden 
Michael büdennan auß dem Märkhl 



Pag. 48) 24. 3.1706 

Den 24 dito ißt begraben worden Justina bidennanin v. 

Ihres alters 30 Jahr 




Pag. 53) 27.10.1707 

Den 27 dito ißt begraben worden des Michael biderman 

V. JJäfiÜLDflä^^®^^ Kindt seines alters 1/2 Stund 
(Es hatte noch keinen Namen bekommen) 

Pag. 63) 16. 2.1711 

Den 16 dito ißt begraben worden ander biderman von 
^gjjj^jjj^^seines alters 35 Jahr 

Pag. 64) 22. 4.1711 

Den 22 April ißt gestorben und den 25 huius begraben 
worden Magdalena bidermannin Von jj^j^^^y f^ei^^ ihres 
alters in 86 Jahr 

Pag. 68) 5. 6.1713 

/ Den 5 Juny ißt begraben worden Justina deß Matthias 

biderman Von yrottschallinas f ilia alt 7 Wochen 




Pag. 72) 23. 3.1715 

j / Den 23 Marty ißt begraben worden Matthias bidermann v. 
^ .GQttgghaUingg alt 30 Jahr ^ 



Pag. 73) 30. 3.1715 

\y Den 30 Marty ißt begraben worden des Michael bidermann 

von £äL££Uilä& sein Tochter Juliana alt 7 Wochen 

Pag. 78) 

/ 



9. 6.1716 
Den 9 ißt begraben worden deß Andreae bidermann v. 
res sein Sohn Joannes alt 1 Jahr 14 Tag 



Pag. 83) 



9.11.1717 

9 Novemb: ißt begraben worden Catharina ein töchterlein 
des Ander Biderman Von Mavres seines ( ! ) alters 1 Woche 



/ 



Pag. 87) 14.10.1719 

Den 14 Oct: ißt begraben worden Andreas biderman v{. Hier 
L/ seines alters 79 Jahr UJfMü^ 



Pag. 87) 



20. 3.1720 

Den 20 Marty ißt begraben worden Mattheus biderman v 
ichtenberg seines Alters 55 Jahr 




Pag. 87) /io. 7.1720 

Den 30 July ißt begraben Margaretha bldermanin von 

u. Unversehens ertrunckhen ihres alters 42 Jahr 






Pag. 88) /7. 10. 1720 

Den 7 8ber ißt begraben worden des Martin Bidennans von 
äfinas sein Sohn Martin alt 1 viertl Stund 






Pag. 88) 16.11.1720 

Den re November ißt begraben worden Eva Bidermanni 
ihres Alters 88 Jahr (eventuell auch 38 Jahr) 



Ander biderman 
14 Wochen 



16. 6.1721 

16 Huius ißt Rosina biderinanin ein Wittib Von Engäntz 

ihres alters biß 70 Jahr alhier begraben worden 



7. 7.1721 
7. Huius ißt begraben worden Michael ein Söhnlein 
Martin biderman von ^gj^^jgg^seines alters 7 Jahr 
(Es herrschten die Blattern zu dieser Zeit) 




Pag. 89) 22. 2.1721 

Den 22 february ißt begraben worden 
alhier sein Sohn Leopoldt seines 



Pag. 91) 
Pag. 91) 



y 



Pag. 100) 14. 5.1726 

Die 14 Mey Sepulta e Eva Bidermanin aet.25 (Wochen?) 

V. iJßäiiüa^) 

Pag. 100) 28. 5.1726 

Die 28 huius sepultus est leopoldus BiderMann von 

^£4£iil£L&iä&^ * 6 Ann: (?) 

Pag. 101) 9.10.1726 

Den 9 dito ißt begraben worden Clara Bidermanin von 

It 3 3 Wochen 




Pag. 102) 13. 1.1727 

Den 13 Jener ißt begraben worden Maria Pidermanin Von 
Ijondorff aet: 71 Jahr 

Pag. 103) 21. 6.1727 

Eodem Sepulta e Maria Pittermanin zu 
suae 86 annorum 







Pag. 110) 3. 8.1730 

Die 3. Augusti Sepultus est Georgius Pidemann mortuus 
ex improviso annorum 85 ex Nondorf f 



Pag. 111) 



19. 1.1731 

Die 19. January Sepultus est Tobias Bidermann omnibus 
necessaris Sacramentis provisus gerinanus frater Nostri 
R.P.Ernesti Professi Zwethal: erat annorum 77 



(Hr 



er Sakramente spendende Pater verewigt) 



Pag. 111) 17. 2.1731 

Die 17. february sepulta est Eva Bidermanin in 
^te^^Dinnibus necessaris Sakramentis rite prov 
annor: 50 




Pag. 111) 26. 2.1731 

Die 26. February Sepultus est Paulus Biderinann in 
V^ndigstatti omnibus necessarys Sacramentis rite provi 
öus annorum 54 

Pag. 112) 17. 8.1731 

Die 17. Augusti sepulta est Ursula Pidermanin omnibus 
Sacramentis Rite provisa vidua, quonda affinis(?) R.P 
Ernesti nostri Grangiory annor. 74 




Das waren die Sterbeeintragungen des nicht indizierten MC&tM:^^ 
Buches der ^jg^gjyrxe Windigste!^ 

Teilen Sie m^^Ditte mit, ob sie auf die Taufeintragungen die- 
ses Buches Wert legen, es werden sehr viele sein. 

Wenn Sie gelegentlich einen Scheck über ÖS 2.000,- beilegen 
könnten, würde ich unser Konto als ausgeglichen ansehen. 

Während dieser Brief zu Ihnen unterwegs ist, sitze ich in den 
ungastlichen Räumlichkeiten diverser Wiener Pfarren, um auch 
die "Kopf" - Eintragung zu finden. Doch hier ist wirkliche 
christliche Geduld angebracht. 

Greetings and best wishes from Vienna to Kingston. 





Peter 



Weyen 



Peter Weyen 
Ob.Donaustr. 97 
A 1020 Wien 




George Vladar 
685 Victoria 
Kingston ^Ont. 
k7k __4s6 
CANADA 



Vienna^ 19.8.1991 



Sehr geehrter Herr Vladar, 



Ich hoffe, Ihre alte (neue) Heimat hat Sie wieder, Sie sitzen in 
Ihrem Garten und unterhalten sich angeregt mit Ihrer Freundin 
über Gott und die Welt bzw. über Ihre Erlebnisse im alten Europa. 
Wenn Sie zwei Wochen später gekommen wären, hätten Sie das bisher 
größte Hochwasser seit 1956 erleben können. Unser Haus wurde zur 
Insel, welches nur mit einem Boot zu erreichen war. Sogar über 
die Gartenzäune sind wir gerudert. In den Gärten lagen hunderte 
Tonnen Schlamm, noch während ich diese Zeilen schreibe, wird an 
der Beseitigung dieser Erdmassen gearbeitet. Das Zufahren mit dem 
Wagen zum Haus ist noch nicht möglich. Mitlerweile haben wir den 
Garten gereinigt und dieser hat somit Gelegenheit, wieder etwas 
zivilisierter zu werden. 

Vergangene Woche waren Herr Gundacker und ich in der Pfarre 
Vitis, wo wir einige seiner Ahnen sowie auch für einen anderen 
Auftrag nachschauen mußten. Selbstverständlich habe ich die für 
Sie interessanten Bücher durchgesehen. Mit dem polnischen Pfarrer 
gab es überhaupt keine Schwierigkeiten, lediglich das römisch 
katholische Gefasel, welches mein Kollege mit ihm führte, ging mir 
auf die Nerven. Doch nun zur Sache: 



Pfarre Vitis , Tom IV +(1782 - 1811) 

Pag. 73a) 15. 6.1782 + Elis. Bidermannin 72 Jahre 



Vitis No.ll 



Pag. 73a) 8. 9.1783 + Franz 

Kind V. Michl Bidermann 1,5 J. Vitis No.ll 

Pag. 73a) 22.10.1783 + Sophia Witwer Biedermann 80 J. Vitis No.56 



Pag. 69) 10. 9.1786 + Joh. Georg Kind 

V. Johann Biedermann 5 Mon. 



Stojes No.lO 



Pag. 74) 14. 5.1788 + Klara Kind 

V. Franz Biedermann 3/4 Jahr Vitis No.62 



Pag. 76 



Pag. 



Pag. 



Pag. 9 
Pag. 80 



Pag. 82 
Pag. 84 



Pag. 84 



Pag. 84 



Pag. 90 



Pag. 90 



15. 5.1791 + Anton Kind 

V. Franz Biedermann 16 Mon 



Vitis No.62 



8. 7.1793 + A. Maria Weib 

V. Joseph Biedermann 60 J. Eschenau No. 3 

17. 4.1795 + Georg Kind 

V. Georg Biedermann 14 J. Eschenau No. 3 



4. 5.1796 + Joseph Biedermann 

26. 2.1802 + Magdalena Eheweib 

V. Adam Biedermann 

6. 2.1805 + Adam Biedermann 



84 J. Eschenau No. 3 



75 J. 



80 J. 



Vitis No.45 



Vitis No.45 



5. 5.1806 + Franz Biedermann^ ein Back 

an kalten Brand 71 J. 



Vitis No.62 



11. 5.1806 + Theresia Tochter des Franz Biedermann 

an Abzehrung 23 J. Vitis No.62 

14. 5.1806 + Josepha Tochter des Johann Biedermann 

an Abzehrung 1 J. Vitis No.45 

18. 2.1811 + Vincenz Kind des Johann Bittermann, bürgl. 

Bäckermeister an Fraisen 4Woch. Vitis No.32 

6. 4.1811 + Magdalena Weib des Johann Bittermann, bürgl 

Bäckerm. an Lungensucht 40 J. Vitis No.32 



Im Trauungsbuch Tom. IV oo (1782 - 1810) 

gab es zwei Eheschließungen männlicher Bittermänner : 



Pag . 4 ) 



27.11.1786 
Joh. Georg Bittermann 20 Jahre ledig 
Theresia Kirbeckin von Edlprinz 18 Jahre ledig 
Zeugen: Michl Steinbeck v. Eschenau 

Georg Berger v. Edlprinz 



Eschenau No. 3 



Pag. 26) 



27.11.1808 Kaltenbach No 

Leopold Pittermann, Bauer v. Ganz(?), Pf. Haselbach 

24 Jahre ledig 

Theresia Tochter des Jakob Waldhäusl, Bauer von 

Kaltenbach 26 Jahre ledig 

Zeugen: Andreas Marcksteiner, Bauer v. Rohweis (?), 

Pf. Elsenbach (?) 

Joh. Pittermann v. Achings(?), Pf. Haselbach 



17 



Diese Orte sind nicht in Niederösterreich. Falls 
Interesse ist^ werde ich das Geheimnis lüften. 



es für Sie von 



Zwei weibliche Biedermännerinnen (!) aus dem Ort Eschenau konnte 
ich noch unter die Haube bringen: 

Pag. 4) 6.11.1787 Eschenau No.24 

Martin Steinbeck 30 Jahre, Witwer 
Juliana Bittermannin v. Eschenau 25 Jahre ledig 

Pag. 4) 16. 3.1790 Eschenau No. 2 

Johann Höchtl v. Georgenberg 28 Jahre ledig 
Franziska Bittermannin v. Eschenau 26 Jahre ledig 



Die Bücher nach 1783 sind nach Ortschaften sortiert, daher die 
ungwöhnliche Paginierung. Auch sind die Informationen aus dieser 
Zeit sehr spartanisch. Das Ganze geht auf den Erlaß Josephs des 
zweiten zurück. 

Die Trauungen von Bittermann - Bräuten habe ich nur für Eschenau 
durchgesehen, da mein Kollege unbedingt schon Mittagessen wollte 
und wir bedauerlicherweise mit seinem Wagen unterwegs waren. 
Sollten Sie jedoch Wert darauf legen, werde ich das nachliefern. 

In meinem letzten Schreiben habe ich noch die Sterbeeintragungen 
des ersten Buches von Windigsteig angekündigt. Hier sind sie: 



Pfarre Windigsteig Tom.I 



*,oo,+ (1673 - 1732) 



Pag. 2) 11. 7.1674 

Den ll.huius Sepultus est. Der Ehrsambe Lorenz Piderman 
ein Wittiber seines alters 70 J. 



Pag. 3) 10.11.1674 

D 10 huius ißt dem Adam Piderman von Weichbolz ein Kindt 
begraben worden. Partholomae 13 wochen alt 

Pag. 4) 12. 6.1675 

d.l2 huius ißt dem Hanß Piderman von Gottschallings ein 
Khindt begraben worden Maria 11 (Tag?) 

Pag. 6) 10.12.1676 

D.IO huius ißt begraben worden Paul Piderman des schaf- 
fers (=Schäfer?) söhn von May res seines Alters 35 Jahr 



Pag. 11) 



25. 4.1679 

D 25 huius ißt begraben worden dem Jacob Piderman von 
Lichtenberg sain Mutter (?) (könnte auch Tochter sein) 
Namens Veronica begraben worden. 



Pag. 13) 15. 8.1680 Engganz 

D 15 dito obyt Joannes filius ein Khindt bey 15 Wochen 
deß Mathias Pitterman alta 



Pag. 14) 3. 1.1681 Hirschberg 

D 3 Januar ius obyt Jacobus Pitterman bey 46 Jahr alta 

Pag. 16) 13. 2.1682 

Den 13 dito obyt Pauli Pitterman alta bey 54 Jahr 



Pag. 19) 



4.12.1682 Engänz 

Den 4 decembris ißt dem Matthias Piderman von Engänz 
ein Khindt begraben worden Namens Maria ihres Alters 
9 Jahr 



Pag. 23) 13. 4.1684 Mayres 

Den 13 huius ißt dem Andreas Piderman alta sein schwi- 
ger begraben worden Namens Barbara Staudherin ihres 
Alters 54 Jahr (vielleicht die Schwiegermutter?) 



Pag. 24) 27. 7.1685 

Den 27 July mortuus e Joannes biderman 



Lichtsberg 



Pag. 27) 18. 7.1686 Windigsteig 

18 July: Mortua e maria filia Andrei Bitterman civis et 
pistoris in Windig: 3 annorum 

Pag. 29) 17. 4.1687 Engäntz 

17 Sepultus e mathias bitterman aet: suae 45 

Pag. 29) 27. 4.1687 Lichtenberg 

item 17. Ap: mortua e vidua Barbara Bittermannin an: 80 

Pag. 30) 13. 8.1687 Engantz 

D. 13 Aug: sepulta e Margaretha Pittermanin an: 11 

Pag. 31) 21. 2.1688 Windigsteig 

d.21. dito Sepulta e Susanna Pittermanin an: 70 in der 
Bruetterschafft (Bruderschaft) zu Maria Räffing 

Pag. 31) 6. 7.1688 Märkhl 

D 6 Jully sepulta e: Justina Pittermanin an: 9 

Zwischen 1690 und 1699 sind die Eintragungen sehr spärlich^ sodaß 
hier Unterlassungen sehr wahrscheinlich sind. Das Buch ist zwar 
komplett^ doch dürfte es sich um wilde Zeiten gehandelt haben. 
Mit großer Wahrscheinlichkeit ist das auf die Türkenbelagerung 
zurückzuführen . 



Pag. 39) 28. 9.1701 

Den 28 Dito ißt begraben worden deß Andre Biderman von 
Engänz sein Kindt mit Nahmen Maria aetatis suae 8 Woch. 

Pag. 42) 26. 5.1704 

Den 26 May ißt begraben worden des Paul biderman alhier 
sein Kindt Magdalena 3 Wochen 



Pag. 42) 29. 5.1704 

Den 29 May ißt begraben worden deß Andreaß büdtermanns 
V. Engantz Sein Kind Josephus Seines alters 11 wochen 

Pag. 45) 4. 3.1705 

Den 4 Martz ißt begraben Worden der Ehrngrachte H: 
Michael büderman auß dem Märkhl Seines alters 80 Jahr 

Pag. 48) 24. 3.1706 

Den 24 dito ißt begraben worden Justina bidermanin v. 
Räffings Ihres alters 30 Jahr 

Pag. 53) 27.10.1707 

Den 27 dito ißt begraben worden des Michael biderman 
V. Räffings sein Kindt seines alters 1/2 Stund 
(Es hatte noch keinen Namen bekommen) 

Pag. 63) 16. 2.1711 

Den 16 dito ißt begraben worden ander biderman von 
Engäntz seines alters 35 Jahr 

Pag. 64) 22. 4.1711 

Den 22 April ißt gestorben und den 25 huius begraben 
worden Magdalena bidermannin Von Windigsteig ihres 
alters in 86 Jahr 

Pag. 68) 5. 6.1713 

Den 5 Juny ißt begraben worden Justina deß Matthias 
biderman Von gottschallings filia alt 7 Wochen 

Pag. 72) 23. 3.1715 

Den 23 Marty ißt begraben worden Matthias bidermann v. 
Gottschallings alt 30 Jahr 

Pag. 73) 30. 3.1715 

Den 30 Marty ißt begraben worden des Michael bidermann 
von Räffings sein Tochter Juliana alt 7 Wochen 

Pag. 78) 9. 6.1716 

Den 9 ißt begraben worden deß Andreae bidermann v. 
Mayres sein Sohn Joannes alt 1 Jahr 14 Tag 



Pag. 83) 



9.11.1717 
9 Novemb: ißt begraben worden Catharina ein töchterlein 
des Ander Biderman Von Mayres seines ( ! ) alters 1 Woche 



Pag. 87) 14.10.1719 

Den 14 Oct: ißt begraben worden Andreas biderman v. Hier 
seines alters 79 Jahr 



Pag. 87) 20. 3.1720 

Den 20 Marty ißt begraben worden Mattheus biderman v. 
Lichtenberg seines Alters 55 Jahr 



Pag. 87) 30. 7.1720 

Den 30 July ißt begraben Margaretha bidermanln von 
Räfing u. Unversehens ertrunckhen ihres alters 42 Jahr 

Pag. 88) 7.10.1720 

Den 7 8ber ißt begraben worden des Martin Bidermans von 
Rafmgs sein Sohn Martin alt 1 viertl stund 

Pag. 88) 16.11.1720 

Den 16 November ißt begraben worden Eva Bidermannin all- 
hier, ihres Alters 88 Jahr (eventuell auch 38 Jahr) 



Pag. 89) 



22. 2.1721 

Den 22 february ißt begraben worden des Ander biderman 

alhier sein Sohn Leopoldt seines alters 14 wochen 



Pag. 91) 16. 6.1721 

16 Huius ißt Rosina bidermanin ein Wittib Von Engäntz 
Ihres alters biß 70 Jahr alhier begraben worden 

Pag. 91) 7. 7.1721 

7. Huius ißt begraben worden Michael ein Söhnlein des 
Martin biderman von Rafings seines alters 7 Jahr 
(Es herrschten die Blattern zu dieser Zeit) 

Pag. 100) 14. 5.1726 

Die 14 Mey Sepulta e Eva Bidermanin aet.25 (Wochen?) 
V. (Räfing?) ' 

Pag. 100) 28. 5.1726 

Die 28 huius sepultus est leopoldus BiderMann von 
Räfings aet: 6 Ann: (?) 

Pag. 101) 9.10.1726 

Den 9 dito ißt begraben worden Clara Bidermanin von 
wündigsteig alt 33 wochen 

Pag. 102) 13. 1.1727 

Den 13 Jener ißt begraben worden Maria Pidermanin Von 
Nondorff aet: 71 Jahr 

Pag. 103) 21. 6.1727 

Eodem Sepulta e Maria Pittermanin zu Wündigsteig aet: 
suae 86 annorum 

Pag. 110) 3. 8.1730 

Die 3. Augusti Sepultus est Georgius Pidemann mortuus 
ex improviso annorum 85 ex Nondorff 



Pag. 111) 



Pag. 111) 



19. 1.1731 

Die 19. January Sepultus est Tobias Bidermann omnibus 

necessaris Sacramentis provisus germanus frater Nostri 

R.P.Ernesti Professi Zwethal: erat annorum 77 

in Windigsteig 

(Hier hat sich der Sakramente spendende Pater verewigt) 

17. 2.1731 

Die 17. february sepulta est Eva Bidermanin in Windig- 
steig omnibus necessaris Sakramentis rite provisa 
annor: 50 



Pag. 111) 26. 2.1731 

Die 26. February Sepultus est Paulus Bidermann in 
Windigsteig omnibus necessarys Sacramentis rite provi 
sus annorum 54 



Pag. 112) 



17. 8.1731 

Die 17. Augusti sepulta est Ursula Pidermanin omnibus 
Sacramentis Rite provisa vidua^ quonda affinis(?) R.P. 
Ernesti nostri Grangiory annor. 74 



Das waren die Sterbeeintragungen des nicht indizierten ersten 
Buches der Pfarre Windigsteig. 

Teilen Sie mir bitte mit^ ob Sie auf die Taufeintragungen die- 
ses Buches Wert legen, es werden sehr viele sein. 

Wenn Sie gelegentlich einen Scheck über ÖS 2.000,- beilegen 
könnten, würde ich unser Konto als ausgeglichen ansehen. 

Während dieser Brief zu Ihnen unterwegs ist, sitze ich in den 
ungastlichen Räumlichkeiten diverser Wiener Pfarren, um auch 
die "Kopf" - Eintragung zu finden. Doch hier ist wirkliche 
christliche Geduld angebracht. 

Greetings and best wishes from Vienna to Kingston. 




Weyen 



PETER WEYEN 



li [ II [ fl l i [ 



Vladar 
685 Victoria 
Kingston, Ont. 
k7k 4s6 
CANADA 



Wien, 4.9.1992 



Sehr geehrter Herr Vladar, 



Ihre "Flaschenpost" ist gestrandet, leider bin ich fast pausenlos 
unterwegs, heute Nacht erst aus Slowenien zurückgekehrt und 
nächste Woche schon in der Mark Brandenburg, dazwischen noch ein 
Radio-Interview. Ich schreibe das, nicht um damit den eigenen 
Bauch zu bepinseln sondern um meine spärlichen Briefe an Sie 
zumindest teilweise zu erklären. 

Was uns am Leben erhält, ist die Hoffnung, und ich möchte diese 
Ihnen hiermit wiedergeben, zumindest, was Ihre Ahnen angeht. Die 
leidige Frage nach der Herkunft des Joseph Biedermann ist noch 
nicht erledigt. In der Trauungseintragung vom 13.6.1731 wird näm- 
lich ein "Michael Pittermann v. Kürchberg" als Trauzeuge genannt. 
Es gibt nun 2 Pfarren mit diesem Namen: Kirchberg am Walde und 
Kirchberg an der Wild. Diese Pfarren werde ich unbedingt 
aufsuchen bzw. in St. Polten im Archiv nachsehen. Diese Spur muß 
ich einfach aufnehmen, bitte also noch um etwas Geduld. Im Okto- 
ber werde ich einige Tage im Waldviertel verbringen, bei dieser 
Gelegenheit könnte ich auch einen Abstecher nach Trebon machen. 
Ihre Wunschliste habe ich mir jedenfalls vorgemerkt. Der Herr Dr. 
Tepperberg vom Kriegsarchiv ist wahrscheinlich überlastet, dieses 
siedelt schon seit rund 2 Jahren (!) ins neue Staatsarchiv über 
und wird erst im Frühjahr nächsten Jahres verfügbar sein. Die von 
Ihnen gewünschten Karten um Vitis im Maßstab 1:50.000 werde ich 
besorgen und Ihnen nächstesmal mitschicken (sie sind jedoch nicht 
billig.) Ihre Sorge wegen zu hoher Kosten ist unbegründet, mir 
fehlt es lediglich an Zeit. Bezüglich meiner Schuldgefühle wäre 
ich über eine Absolution von Ihnen dankbar. 

Soweit mein kurzer Zwischenbericht, ich wünsche Ihnen und Mrs. 
Morley alles Gute und werde mich wieder rühren. 

PS.: Es gab in Wien eine Gebärklinik, wo unglaublich viele Taufen 
vorgenommen wurden, vielleicht kommen wir im Falle der Mrs. 
Morley hier weiter, doch ich brauche mindest das Geburtsjahr. 

Beste Grüße von Wien nach Kingston 




w»-^"*** 



Pet er-'^' Wey en 



i 



A - 1020 Wien 

Obere Donaustrasse 97 

Tel: 222 - 26 13 10 




H\U] 



Clubstrasse 2 

A - 3420 Klosterneuburg 

Tel: 22 43 - 84 4 80 



Peter Ueyen 
Genealoge 
0b.Donaustr.97 
A-IOEO Wien 
Tel.02SE/SB1310 



Privat: 

Clubstr.2 

A-3420 Klosterneuburg 

Kritzendorf 

Tel.0EE43/B44B0 




George Uladar 
BB5 Uictoria 
Kingston, Dnt . 
k7k 

CANADr=) 



Wien, 3.3.1B9E 



Sehr geehrter Herr Uladar, 



mit Ihnen kann 
mich es daher 



Russujurm, einer 
große Sendungen 
größter Tages- 
institut ujar das 



Die mehrmonatige Pause meiner Korrespondenz 
durch nichts entschuldigt werden, lassen Sie 
uienigstens erklaren . 

Im November vorigen Jahres wurde ich von Uera 
hübschen Jungen Frau, die im TU mehrere 
moderiert und auch Kolummnen in Österreichs 
Zeitung schreibt, interviewt. Für unser junges 
natürlich eine große Gelegenheit, bei millionen Österreichern 
auf uns und unsere Pirbeit aufmerksam zu machen. Das Ergebnis 
war eine Doppelseite in der Wochenendausgabe der Kronen 
Zeitung im Wert von rund einer halben Million Schilling. 
Es hat uns nichts gekostet, wenn man von einem halben Tag 
meiner Zeit absieht. Ich lege diese Reportage diesem Brief 
bei . 

Die Wirkung dieses Artikels entsprach voll unseren Erwartungen. 
Aufträge in Höhe von einigen hunderttausenden Schilling sind 
in der Folge eingegangen. Da der Artikel auf meine Person be- 
zogen war C Uera Russwurm stellt in ihren Reportagen immer eine 
Persönlichkeit vor.), war mein "Kollege" Felix Gundacker außer 
sich vor Zorn, sprach von einem total verschissenen Artikel, 
ließ seinen ttrger auch in diesem rüden Ton an der Uera Russwurm 
aus und erklärte sich zum alleinigen Chef des Instituts. Wir 
waren nichts weiter als seine angestellten Arbeitssklaven. Alle 
Gelder gingen auf sein Konto, wir hatten keine Übersicht 
Höhe und Art von Einzahlungen unserer Aufträge. 
Natürlich bewirkte der Artikel auch bei einigen Leuten 
Wunsch, bei uns mitarbeiten zu können. Gundacker nahm mir 
vorherige Absprache einige von mir begonnene Aufträge weg 
beauftragte damit irgendwelche Leute, die ich nicht einmal 
kannte. Er begründete das mit seinem Bedürfnis, möglichst viel 
Umsatz in möglichst kurzer Zeit zu machen. Daß er mir überhaupt 
noch etwas Arbeit gab, buchte er auf seine christliche Seite 
als Soziale Leistung, er erklärte es mir zumindest so. 
Daraufhin war meine Partnerschaft mit ihm endgültig beendet und 
ich begann wieder einmal, mir eine eigene Existenz aufzubauen. 
Außer meinem Wissen und einem Kugelschreiber hatte ich nichts 
mehr . 



über 

den 

ohne 

und 



- s - 



MittlerujBilB habe Ich Aufträge im Wert von über 300.000,- öS, 
einen kleinen Computer, auf dem Ich schreiben kann und einen 
portablen fllnl-Thermokoplerer, mit dem Ich Orlglnalelntragungen 
In meine Dokumentationen einbauen kann. Sie uerden das In 
diesem Brief noch kennenlernen. Gundacker hat zwar das Geld, 
doch Ich habe die Ideen. Meine nächsten Investitionen sind ein 
ordentlicher PC mit einem Laserdrucker, einen A3 und A4 
Kopierer, der auch stufenlos vergrößern und verkleinern kann 
soiüle die Totalrestaurlerung meines alten Mercedes, um mir die 
notwendige Mobilität zu garantleren. Mltlerwelle habe Ich 
einige Mädchen, die mir meine fremdsprachige Korrespondenz er- 
ledigen und Cnatürllch) alle meine Freundinnen sind. Briefe an 
Archive In Ungarn, Polen, Csfr, Yugoslawlen, Russland und 
Rumänien schreibe Ich grundsätzlich In der Jeweiligen Landes- 
sprache. Uon diesen Dingen kann Gundacker bestenfalls träumen. 
Sie werden vielleicht Jetzt verstehen, warum Ich In den letzten 
Wochen einfach nicht dazu kam, unseren kontakt In gewohnter 
lüelse fortzuführen. Ich war nämlich noch Im letzten Jahr In der 
pfarre Wlndlgstelg, um mir Ihre Biedermänner zu notleren. Es 
dauerte von vormittags 9 Uhr bis um etwa 7,30 am Abend. Dann 
hat der Pfarrer mich endgültig hinausgeworfen. Auf Grund des 
Fehlens einer Schrelbmögllchkelt komme Ich daher erst Jetzt 
dazu, Ihnen die Ergebnisse zu liefern. In meinem Brief vom 
BB. 6.1991 habe ich die ersten Taufen des ersten Buches 
C1B73 - 1732D bis Folio 16 notiert. Lassen Sie mich hier nun 

in 



Fol. SOD 



15.10.1678 * Ursula Enganz 

Baptizata e^st infans Ursula Pater Mathias 
Pidermann Won Enganz Mater Rosina patrina Johanna 
Hei gl in Knüpf erin za Hindigsteig 



Fol. 26) 



BB. 4. 1660 * Justine Räfing 

Baptizata est infans Jastina pater Tobias 
Pidermann Mäßner<?> von Räfing Mater arschl patrina 
Maria Schaf ferin uon hindigsteig 



Fol. BBD 



6. 5.1660 * Johann Weichpolz 

Baptizatas filias Joannes parentes der Adam 
Pitterman uon Heichpolz axor gertraad patrz 
Heindl bilrger allhier za Hindigsteig axor 
Magdalena 



Joseph 



Fol. B7) 



14. 6.1660 * Johann Enganz 

Baptizatas est Joannes Filias parentes Mathias 
Pitterman alhir axor Rosina patrz Mathias Hikhel 
Rathsbürger and (?> za Hindigsteig axor Johanna 



Fol. BB) 



BO. 9.1660 * Michael Uindigsteig 

Bapt est michael filias par, Andreas Pitterman 
bärger and böckh alhier axor Maria patryz Adam 
Himber bilrger and Taechmacher alhier et Eva Pinklin 
ein Hittibin alta 



Fol. 33) 



17.10.1661 * Catharlna Enggantz 

Bapta est Catharina filia pars Matthias Pitterman 
alta axor Rosina Patrina Johanna des Mathias Hikhel 
bilrger andt Kürschner alhir 



- 3 - 



Fol. 39) 



Fol. 44) 



Fol. 45) 



lO.ll.lEBS ^ Franz Adam Mey 

infans Franz Adam pater findreas Pidcrman Mater Eva 

patrinus simon ßegenbaar von Hondorf Dorothea axor 

7. B.1BB3 * Magdalena NohndorFF 

infans Magdalena pater Georg Pidermann Mater Maria 
patrina des Jacob Nikischer Hof Müllner Anna Maria 
axor Vm May res 

SB. 9.1BB3 * Maria Windigsteig 

infans Maria pater Andreas Piderman biirger und böckh 
alhier, Mater Maria patrina des Lorenz schönkh bärger 
and lederer alhier Mater Eva 



Fol. 4B) 



13. S.1BB4 *^ Mathias Engänz 

infans Mathias pater Mathias Piderman alda Mater 
Rosina patrinas Mathias Hickhl biirger and Knüpfer 
alhier and Johanna axor 



Fol. 43) 



Fol. 5S) 



IE. 3.1B84 * Michael Nondorf 

baptizatas est infans Parentis Georg i Biderman nomine 
Michael Mater Maria Bidermanin Patrinas Jacobas 
Hikischer Hoffmillner za Meyres 

El. E.IBBB * Rosina Nondorf 

baptizata est Rosina filia Georg y Biderman Mater 
a Patrina Magdalena Bisgrillin 



Fol. 53) 



Fol. BB) 



EO. 5.1BBB *^ Magdalena Windigsteig 

Baptizata e^Magdalena, Pris (-Patris) Andrea Bitter- 
man civis et pistor in Hindig: Mrs^ (-Matris) Maria 
Patrina Eva Schenkin 







^fn^i^t^ 



^^^^C^^aAa • £; 






♦ttV 






Fol. BD 



Fol. 100) 



4.11.1BBB ^ Catharina Nondorf f 

Baptizatas es infans Prz geörg Pitterman axor Maria 
Patrinas Philipp Hissgrill alhier Catharina 

EB. 5.1B30 * Peter und Paul Uindigsteig 
Sint getaafft Nordten petras andt paalas ZmI 11 ing des 
Ander Pidermann and seiner HaasNirthin Maria beeden 
Eheliche Söhn von Hindigsteig, der Gfatter Nird 
genannt Lorenz Sc höh, der andere Adam Hiner 

14. 3.1B3E ^ Nondorf f 

ist getaaft Norden Josephas des Jerg Piderman and 
seiner HaasNirthin Maria von Hondorf f beeder ehl icher 
Sohn» Der Gfatter ist genannt des Philipp Hisgri 1 1 
von Hindigsteig 



~ 4 - 



Hier die OriginaleintraounB von Fol. 100: 















^^^^ 



Fol. 111) 15. 3. 1693 • Josephus 




Uindigsteig 



^iJ^f-'C 







Fol. 120) 



F01.13BD 



Fol ,150) 



ist getaafft Norden Jos^phas des Andrae Piderman andt 
seiner HaasNirthin Maria beeder Ehel icher Sohn von 
Hindigsteig» Der Gfatter ißt genannt Adam Piederl von 
Hindigsteig 

E. E.1B94 * Matthäus Lichtenberg 

ist getauft Norden Matthäus des Matthias pidermann 
undt seiner Hausi^irthin Magdalena von Lichtenberg 
beeder ehelicher Sohn, der gfatter ist genannt 
Michael P runner von May res 

10. 1.1B9B * Sebastian Endgänz 

ist getauft Norden sebastianus des Andre Piderman 
undt seiner HausNirthin Maria von Endgänz beeder 
ehelicher Sohn» Der Gfatter ist genannt Mathias 
Gegenbaur von Markt windigsteig 

19. 5.1B97 * Magdalena Enganz 

ist getauft Norden Magdalena des Andre Piderman und 
seiner HausNirthin von Enganz beeder ehelich erzaig— 
te Dochter» die Gfattrin ist genannt Justina des 
Mathias Gegenbaur HausNirthin von Hindigsteig 



Fol. 154) E7. 4.1B9B * Philipp 



RaFFing 






p^irei^ 




.^. 







Eodem Baptiz: Philippus filius Michaely Biderman 
parentis matris Justina v» Raffing Patrinus Georgius 
Danckh v» Lichtenberg 



- s - 



Fal.lSBD 



13.11.1B9B • Leopold Enganz 

Baptizatas e. Leopoldas Parens Andreas Biderman mater 

Maria v. Engänz Patrinus Matthias Begenbaar von 

Hindigsteig 



Fol. 161) IB. 1.1701 * naria 



Enganz 



Fol.lBlD 



Baptizata est infans Maria patteri Andre Biederman 
von Enganz Matter Maria patrina Jastina gegenbaarzn 
all hier in Hindigsteig 

IB 2.1701 * Maria Enganz 

Baptizata est infans Maria patteri Andre Biederman 
von Enganz Matter Maria patrina Jastina gegenbaurin 
allhier in Hindigsteig 

Das ist kein Uersehen von mir, sondern beide Eintragungen sind, 
mit genau einem Monat Differenz, auf der Seite notiert. 



Fol.lBB) 15. 3.1704 



Joseph 



r^. 



/T7^ 







nt, 4^r^ yrT*f} ^^'^^ w. 



Enganz 



Martius 

Hen 15 dito Paptizatas est in- 
fans Joseph Pater Andreaß Bie- 
(er)man <Jon Engganz Mater Ma- 
ria Patrinus Matthiaß Begen- 
baar allhirm 




Fol. 170) 30. 4.1704 




%r/y^ ^ ^^y9he^^^^£^ 



*•* Magdalena 







T)en 30 ftprill Paptizata est 
infans Magdalena Pater Paul 
büdterman alhier Mater Eva 
Patrina: Joseph Uxor e, Mär- 
ckhelmil: N : 






ii,..»»i 




"N" nach der Märckhelmühle bedeutet lediglich, daß der 
Pfarrer die Hausnummer nicht uiusste. 



- B - 



Fol.lBl) 



Fol.lSE) 



10. 4.1706 * Rosina Enoantz 

ist getauft morden Rosina der Vatter Andreas büderman 
!/• Engantz, Maria dess. Haaswirdin d, Bfatter Thoma 
Kaantz von ßottschal I ings Anna dessen Hauswirtin 

19. 9.1707 * Mattheus öngäntz 

ist getsaufft Norden Mattheus der Vatter Andreas Bi- 
derman v, öngäntz, Maria dessen Hauswirtin, d, Bfat- 
ter Thoma Kauntz v, Gottschal 1 ings Anna dessen Haus- 
wirthin 



Fol.BSl) IB. 3.1711 
An diesem Tag wurde Ernestus Bidermann als Uicarius zu Ulindig- 
steig eingesegnet. Das schien mir wert, im Original wi ' 
[eben zu werden: 



i 








^H^ 



^nr-n 



'^••^X^^-yn 



M ^--^ "^^-d^jrc 






^" 





4 



-^ 



Den 16 Merzen 711 bin ich ho: Ernestus Bidermann Prof es z Clarae 
Vally Austriae von Ihro hochwürden und titlz Gnädig vom 
Praelaten melchiore F ux eines i/icario Zu windigsteig einsezt 
worden, (Seine Amtszeit dauerte bis 9, Juni 1713,) 



Fol.SBE) 



EB. 5.1711 * Magdalena Räfings 

ist getauf ft worden Magdalena des Michl bidermans von 
Räfings uxoris Margaretha filia Patrina Rosina üänkh- 
lin von Lichtenberg 

15.10.1711 *^ Anna Catharina 

ist getauft worden Anna Catharina des Michael Eide» — 
man alhier und Maria filia Patrina Magdalena Bichle- 
rin von Nondorf 

Michael Biedermann war Gastwirt in Uindigsteig . Das geht aus 
einer Taufeintragung hervor, wo er Taufpate war. 



Fol.EEB) 



F01.EE5) 



FO1.E30) 



IB. 1.171E ^ Maria Anna 

ist getauft worden Maria Anna des Paul Bidermann al 

hier und Eva uxoris filia Patrina Eva Landstainerin 

alhier 

IB. 4.1713 * Justina Gottschallings 

ist getauf ft worden Justina des Matthias 
Biderman von gottschallings und Maria uxoris filia 
Patrina Rosina Hieß in von Hondorf f 



- 7 - 



F01.E33) 



13. 3.1713 * Michael Räfings 

ist getaafft worden Michael des Martini Bidermann v 
Räfings andt Ursalae axoris filias Patrinas Joannes 
Braidt v» May res 



Fol. 233) 



14. 9.1713 * Simon Räfings 

ist getaafft worden Simon des Martini Bidermann «/• 
Räfings andt Ursalae axoris filiasz Patrinas Joannes 
braidt v» May res 



Offensichtlich handelte es sich um Zwillinge, welche mit einem 
Tag Unterschied getauft wurden. Der erstgetaufte Michael starb 
im Alter von 7 Jahren am 7.7.17B1. Simon dürfte seine Kindheit 
überlebt haben, bei Zwillingen zu dieser Zeit war das nicht so 
selbstverständlich . 



Fol.E37) 



23. 7.1714 * Jacobus Aichpoltz 

ist getaafft worden Jacobas des Jacobs Biderman i^on 
weichpoltz axoris ejas Sophia legitimas filias, 
Patrinas Phil ippas leydenfrost i/on aichpoltz 



Fol. 237) 



F01.23B) 



6. 9.1714 * Anna Catharina Uindigsteig 
ist getaafft worden Anna Catharina des Ernst Bieder- 
man alhier and Marianna axoris ejas legitima filia, 
Patrina Anna Catharina (/ieglmühlerin von Markhl 

23.10.1714 * Catharina Gottschallings 

ist getaafft worden Catharina des Matthiae 
Biderman uon Gottschal 1 ings et axoris ejas Mariae 
legitima filia, Patrina Rosina Hießin uon 
Nondorff 



Fol. 240) 



Fol. 242) 



Fol. 244) 



12. 2.1715 * Juliana Räfings 

ist getaafft worden Jaliana der i/atter Michael Bider- 
mann Um Räfings axor Margaritha, Patrina Rosina 
Dänckhl in u, Lichtenberg 

20. 5.1715 ^ Joannes Magres 

ist getaafft worden Joannes des Andre Bidermann u» 
May res Eua dess» ax» Filias Patrinas Ferdinandas 
Schober u» Mätzlesschlag 

10. 9.1715 ^ Eva Uindigsteig 

ist getaafft worden Eua des Paali Bidermann alhier 

Eua ax» filia Patrina Eua Landstainerin alhier 



Fol. 244) 



28. 9.1715 * Joannes Raff ings 

ist getaafft worden Joannes des Martini Bidermann uon 
Rafing Ursala ax: filias Patrinas Joannes braidt Zim- 
mermann Um May res 



Fol. 247) 



17. 3. 1716 * Josephus 

ist getaafft worden Josephas des Ernesti Biedermann 
Lederer alhier mariae Annae ax: filias: Patrinas 
Zacharias fieglmül 1er Miliner u, Märckhl 



- B - 



Fol .ESI ) 



24. 9.171B * Eva Catharina tlay 
ist getaut ft morden Eva Catharina des Andreas Bider— 
mann i/. Mayres £t/a ux: filia: Patrina Barbara Stober- 
in Mülnerin Vm Matzlesschlag 



Fol. EBB) 



3. 7.1717 * Maria Räfings 

Maria in f ans Parens Michael Biderman von 
Margaretha Mater, Patrina Sophia marit ej» 
Bänkhl von Lichtenberg 



fings 
ßeorgias 



Fol.EB7) 



Fol.EBO) 



E4. B.1717 * Anna Maria Räfings 

Anna Maria Infans Parens Martin biderman Mater Ursula 
von Räfings Patrina Justina marit ej, Joannes braith 
von Mayres 

ES. B.171B * Maria Magdalena 

Maria Magdalena infans Parens Ernestus Biederman 
Mater Maria Anna von hier Patrina Catharina marit ej, 
Zacharias Vieglmüllner von Märkhl 



Fol.EB3) 



B4. 9.171B * Michael May 

Michael infans Parens Andreas Biderman Mater 
Mayres Patrinus Ferdinandus Schober uxor ej» 
von Mätzlesschlag 



Eva von 
Barbara 



F01.B71) 



19. 9.17E0 * Theresia 

ist getauf ft Theresia der Gatter Ernst Biedermann 
allhier, die Mutter Mariana, die gfätterin Catharina 
fieglmällnerin von Märckhl Zacharias Conjunx Ejus 



Fol.E71) 



B.10.17E0 * Leopoldus RöFfings 

ist getauf ft morden Leopoldus d» Vatter Martin Sie— 
derman von Räf fings Ursula uxor Patrinus Joannes 
braidt Justina uxor ejus von Meyres 



F01.E71D 



B.10.17E0 * Martin RäFFings 

ist f rauntauf et morden Martin des Martin Biderman von 
Räf fings und Ursula uxoris filius 



Dieses Kind wurde von der Hebamme notgetauft, lebte nur eine 
viertel Stunde und wurde am nächsten Tag begraben . C Pag .BB des 
Sterbebuchs). Die Taufeintr_agung schaut im Original so aus: 



Fol. 271) 







.' / 









13.11.17E0 * Leopoldus 

ist getauf ft morden Leopoldus der ifatter Andreas 
Biederman allhier, Eva uxor» Patrin: Ferdinand 
Schober von Mätzlesschlag, barbara uxor 



Das war die letzte Eintragung, die ich noch notieren konnte, 
bevor der Bottesmann sein Kreuz über mich brach. 



- 10 - 



Als anderes Beispiel liefere ich Ihnen Berlin, uio ich 
Woche im evangelischen Kirchenarchiv geforscht habe: Hi 
es etuja 150 evangelische Kirchen, also etuja ujie in UJien 
lische. Die von mir gesuchte Trauung fand ich innerhalb 
halben Tages und konnte sie gleichzeitig photographieren 



gibt 

katho- 

eines 

lassen 



Der Akt "üladar" ist der mit Abstand größte bei mir. Ich habe 
schon unterteilt in reiner Korrespondenz und Sachbezogenheit . 
Diese Grenze ist nicht leicht zu ziehen. Ich werde natürlich 
auch weiterhin für Sie tätig SBin, doch zwingen mich meine 
existenzerhaltenden Aufträge zu größeren Intervallen. Dafür 
bitte ich um Ihr Uersv*:ändnis. Schreiben Sie mir doch bitte, 
welche Dinge Ihnen wichtig sind und machen Sie mir eine Liste 
mit 1. / S. / usw., sodaß ich mir wieder einen Überblick machen 
kann. Ich kenne schon fast Jedes Archiv in der CSFR, meistens 
nehme ich meine kleine schwarzhaarige Tschechin mit. Auch 
Ungarn und Yugoslawien stehen auf meinem Besuchsprogramm . Es 
ist überall besser zu forschen als in Österreich, dagegen i 
St. Polten noch eine positive Ausnahme. 



Die Uerdienstmöglichkeiten Jedenfalls werden immer 
freulicher. 3 Tage Berlin und E Tage Dokumentation z.B. bringen 
ÖS 4E.000,-. E Tage Sala in der Slowakei: 1.500,- DM. Eine 
Woche Burgenland schlagen mit etwa 50.000,- zu Buche, und so 
geht es dahin. Bis weit in den Herbst bin ich jedenfalls ausge- 
bucht. Es war auch aus dieser Sicht notwendig, mich von 
Gundacker zu trennen. Ich werde noch vor dem Sommer mein eigenes 
Büro mit Ausstattung und hingebungsvoller Sekretaerin und eben- 
solcher Dolmetscherinnen haben. 



Nun wird es Zeit, diesen Roman abzuschließen. Richten Sie Urs. 
Morley bitte meine herzlichen Grüße aus und spülen Sie Ihren 
Groll über die lange Pause in unserer Korrespondenz mit einem 
Crown Royal Whisky Ctlade in Canada) hinunter. 

Über ein Lebenszeichen von Ihnen freut sich schon 




Weyi 



Peter Ueyen 

Genealoge 

üb . Donaustr . 97 

A-lOaO Wien 

Tel.OESE/SBiaiO 



Privat: 

Clubstr.E 

A-34S0 Klosterneuburg 

Kritzendorf 

TB1.0S243/B4480 




George Uladar 
BB5 Uictoria 
Kingston, Dnt . 
k7k 4sB 
CANADA 



Ulien, 3.3. 1932 



Sehr geehrter Herr Uladar, 



mit Ihnen kann 
mich es daher 



Russuurm, einer 
große Sendungen 
größter Tages- 
institut mar das 



Die mehrmonatige Pause meiner Korrespondenz 

durch nichts entschuldigt werden, lassen Sie 

wenigstens erklären. 

Im November vorigen Jahres wurde ich von Uera 

hübschen jungen Frau, die im TU mehrere 

moderiert und auch Kolummnen in Österreichs 

Zeitung schreibt, interviewt. Für unser junges 

natürlich eine große Gelegenheit, bei millionen Österreichern 

auf uns und unsere Arbeit aufmerksam zu machen. Das Ergebnis 

war eine Doppelseite in der Uochenendausgabe der Kronen 

Zeitung im Wert von rund einer halben Million Schilling. 

Es hat uns nichts gekostet, wenn man von einem halben Tag 

meiner Zeit absieht. Ich lege diese Reportage diesem Brief 

bei • 

Die Wirkung dieses Artikels entsprach voll unseren Erwartungen. 
Aufträge in Höhe von einigen hunderttausenden Schilling sind 
in der Folge eingegangen. Da der Artikel auf meine Person be- 
zogen war C Uera Russuurm stellt in ihren Reportagen immer eine 
Persönlichkeit vor.), war mein ''Kollege" Felix Gundacker außer 
sich vor Zorn, sprach von einem total verschissenen Artikel, 
ließ seinen «rger auch in diesem rüden Ton an der Uera Russwurm 
aus und erklärte sich zum alleinigen Chef des Instituts. Wir 
waren nichts weiter als seine angestellten Arbeitssklaven. Alle 
Gelder gingen auf sein Konto, wir hatten keine Übersicht 
Höhe und Art von Einzahlungen unserer Aufträge. 
Natürlich bewirkte der Artikel auch bei einigen Leuten 
Uunsch, bei uns mitarbeiten zu können. Gundacker nahm mir 
vorherige Absprache einige von mir begonnene Aufträge weg 
beauftragte damit irgendwelche Leute, die ich nicht einmal 
kannte. Er begründete das mit seinem Bedürfnis, möglichst viel 
Umsatz in möglichst kurzer Zeit zu machen. Daß er mir überhaupt 
noch etwas Arbeit gab, buchte er auf seine christliche Seite 
als Soziale Leistung, er erklärte es mir zumindest so. 
Daraufhin war meine Partnerschaft mit ihm endgültig beendet und 
ich begann wieder einmal, mir eine eigene Existenz aufzubauen. 
Außer meinem Wissen und einem Kugelschreiber hatte ich nichts 
mehr . 



über 

den 

ohne 

und 



- e - 



nittlerujelle habe ich r^uf träge im Ulert von über 300.000,- öS, 
einen kleinen Computer, auf dem ich schreiben kann und einen 
portablen Mini-Thermokopierer, mit dem ich Orioinaleintragungen 
in meine Dokumentationen einbauen kann. Sie uierden das in 
diesem Brief noch kennenlernen. Gundacker hat zuiar das Geld, 
doch ich habe die Ideen. Meine nächsten Investitionen sind ein 
ordentlicher PC mit einem Laserdrucker, einen A3 und A4 
Kopierer, der auch stufenlos vergrößern und verkleinern kann 
soujie die Totalrestaurierung meines alten Mercedes, um mir die 
notwendige Mobilität zu garantieren. Mitleriueile habe ich 
einige Mädchen, die mir meine fremdsprachige Korrespondenz er- 
ledigen und Cnatürlich) alle meine Freundinnen sind. Briefe an 
Archive in Ungarn, Polen, Csfr, Yugoslauien, Russland und 
Rumänien schreibe ich grundsätzlich in der Jeiueiligen Landes- 
sprache. Uon diesen Dingen kann Gundacker bestenfalls träumen. 
Sie werden vielleicht Jetzt verstehen, warum ich in den letzten 
lüochen einfach nicht dazu kam, unseren kontakt in gewohnter 
Weise fortzuführen. Ich war nämlich noch im letzten Jahr in der 
pfarre Uindigsteig, um mir Ihre Biedermänner zu notieren. Es 
dauerte von vormittags S Uhr bis um etwa 7,30 am Abend. Dann 
hat der Pfarrer mich endgültig hinausgeworfen. Auf Grund des 
Fehlens einer Schreibmöglichkeit komme ich daher erst Jetzt 
dazu, Ihnen die Ergebnisse zu liefern. In meinem Brief vom 
EB.G.lSSl habe ich die ersten Taufen des ersten Buches 
C1B73 - 173BD bis Folio IB notiert. Lassen Sie mich hier nun 
fortsetzen 



Fol. 20) 



15.10.1678 ♦ Ursula 
Baptizata est infans Ursula 
Pidermann i/on Enganz Mater Ro 
Hei gl in Knüpf erin zu Hindigst 



Enganz 
Mathi 
ina patrina Johanna 

9 



Fol. 26) 



2B. 4.16B0 * Justina Räfing 

Baptizata est infans Jastina pater Tobias 
Pidermann Mäßner(?) von Räfing Mater arschl patrina 
Maria Schaf ferin i^on Nindigsteig 



Fol. 26) 



6. 5.16B0 * Johann Ueichpolz 

Baptizatas filias Joannes parentes der Adam 
Pitterman uon Heichpolz axor gertraad patr: Joseph 
Heindl biirger all hier zu Nindigsteig axor 
Magdalena 



Fol. 27) 



14. 6.16B0 * Johann Enganz 

Baptizatas est Joannes Filias parentes Mathias 
Pitterman alhir axor Rosina patr: Mathias Hikhel 
Rathsbiirger and <?> za Hindigsteig axor Johanna 



Fol. 2B) 



20. 3.1BB0 * Michael Uindigsteig 

Bapt est michael filias par» Undreas Pitterman 
biirger and böckh alhier axor Maria patry: Adam • 

Mimber biirger and Taechmacher alhier et Eva Pinklin 
ein Hittibin alta 



Fol. 33) 



17.10.16B1 * Catharina Enggantz 

Bapta est Catharina filia pars Matthias Pitterman 
alta axor Rosina Patrina Johanna des Mathias Hikhel 
biirger andt Kürschner alhir 



- 3 - 



Fol. 39 D 



Fol. 44) 



Fol. 45) 




10.11.1682 * Franz Adam 

infans Franz fidam pater Andreas Piderman Mater E\/a 

patrinus Simon Gegenbaar von Hondorf Dorothea axor 

7. 6.1EB3 "^ Magdalena J^g^gg^j/g^jn^ 
infans Magdalena pater ßeörg Pidermann Mater Maria 
patrina des Jacob Nikischer HofMiillner Anna Maria 
axor Vm May res 

SB. 9.1583 ♦ Maria Wlndlosteig 

infans Maria pater findreas Piderman bürger und böckh 
alhier, Mater Maria patrina des Lorenz schönkh bürger 
and lederer alhier Mater Eva 



Fol. 4BD 



13. E.1BB4 * Mathias Engänz 

infans Mathias pater Mathias Piderman alda Mater 
Rosina patrinus Mathias Hickhl bürger und Knüpfer 
alhier und Johanna uxor 



Fol. 43) 




12. 3.1BB4 * Michael 
baptizatus est infans Parentis Georgi Biderman nomine 
Michael Mater Maria Bidermanin Patrinus Jacobus 
Nikischer Hof f miliner zu Meyres 




Fol. 5E) El. E.IBBB * Rosina 

baptizata est Rosina filia Georg y Biderman Mater 
Maria Patrina Magdalena Bisgrillin 



Fol. 53) 



Fol. BB) 



EO. 5.1BBB ^ Magdalena Olnäigsteig 

Baptizata e^Nagdalena, Pris (^Patris) Andrea Bitter- 
man ciuis et pistor in Nindigs Mrs^ (^Matris) Maria 
Patrina Eva Schenkin 




c 



o- 










■tfirf^t elf* 



/^h^iy:f 



4.11.1BBB * Catharina 
Baptizatus e: infans Prs geörg Pitterman uxor 
Patrinus Philipp Hissgrill alhier Catharina 



Fol. BD 



EB. 5. 1630 * Peter und Paul >Uindigsteig 
Sint getauf ft Nordten petrus undt paulus Zwilling des 
Ander Pidermann und seiner HausNirthin Maria beeden 
Eheliche Söhn von Hindigsteig, der Gfatter Nird 
genannt Lorenz Schöh, der andere Adam Hiner 



Fol. 100) 




14. 3.1B3E ♦ 
ist getauft Norden Josephus des Jerg Piderman und 
seiner HausNirthin Maria von Nondorff beeder ehlicher 
Sohn» Der Gfatter ist genannt des Philipp Hisgri 11 
von Hindigsteig 



- 4 - 
Hier die Originaleintragung von Fol. 100: 











a . 



-2,^/uA^ 



Fol. 111) 15. 3.1B93 • Josephus 




Uindiosteig 





Foi.ieo) 



Fol. 136) 



Fol. 150) 



''^J^^^^mr£t^ 



ist getaafft Norden Josephus des f^ndrae Piderman andt 
seiner Haaswirthin Maria beeder Ehelicher Sohn uon 
Hindigsteig^ Der Gfatter ißt genannt Adam Piederl von 
Hindigsteig 

E. 2.1634 ^ Matthäus Lichtenberg MaHM^ 

ist getauft Norden Matthäus des Matthias pidermann 
andt seiner HausNirthin Magdalena von Lichtenberg 
beeder ehelicher Sohn, der gfatter ist genannt 
Michael Prunner von Mayres 

10. 1.1B3B * Sebastian Endgänz 

ist getauft Norden sebastianus des Andre Piderman 
undt seiner HausNirthin Maria von Endgänz beeder 
ehelicher Sohn» Der ßfatter ist genannt Mathias 
ßegenbaur von Markt Ni ndigsteig 

13. 5.1637 * Magdalena Enganz" 

ist getauft Norden Magdalena des Andre Piderman und 
seiner HausNirthin von Enganz beeder ehelich erzaig— 
te Dochter m die Gfattrin ist genannt Justina des 
Mathias Begenbaur HausNirthin von Hindigsteig 



Fol. 154) 27. 4.1B3B 



Philipp 



# Raff ing y^ 






^^^ ptite^^ y^it^ /'V 






n^'J^^ 



Eodem Baptiz: Phili ppus filius Michael y Biderman 
parentis matris Justina v» Raff ing Patrinus Georgius 
Danckh v, Lichtenberg 



- 5 - 



Fol.lBBD 



13,ll.lB9a 
Baptizatas e 
Maria Vm Eng 
Hindigsteig 



^ Leopold Engänz 

Leo pol das Parens Andreas Biderman 
änz Patrinas Matthias Gegenbaar von 



Fol. 161) 18. 1.1701 * Maria Enganz 

Baptizata est infans Maria patteri Andre Biederman 
von Enganz Matter Maria patrina Jastina gegenbäarin 
all hier in Hindigsteig 

Fol. 161) IB. e.1701 ♦ Maria Enganz 

Baptizata est infans Maria patteri Andre Biederman 
von Enganz Matter Maria patrina Justina gegenbäarin 
all hier in Hindigsteig 

Das ist kein Uersehen von mir, sondern beide Eintragungen sind, 
mit genau einem Monat Differenz, auf der Seite notiert. 



Fol. 163) 15. 3.1704 



Joseph 



Enganz 



C^r^- 



' fyl'*! 














Martius 

Ben 25 dito Paptizatas est in- 
fans Joseph Pater Andreaß Bie- 
(er)man Von Engganz Mater Ma- 
ria Patrinas Matthiaß Gegen- 
baar allhirm 




Fol. 170) 30. 4.1704 




% ^ * ■ 



* Magdalena 



• li:;: 




lit< 




Ben 30 Aprill Paptizata est 
infans Magdalena Pater Paal 
büdterman alhier Mater Eva 
Patrinas Joseph Uxor e 
ckhelmil : N : 




Das "N" nach der Märckhelmühle bedeutet lediglich, daß der 
Pfarrer die Hausnummer nicht uusste. 



»>" 



Fol.lBlD 



- B - 



10. 4.170B • Rosina Enoantz 

ist getauft Morden Rosina der Vatter Andreas buderman 
i/. Engantz, Maria dess. Haasnirdin d, Gfatter Thoma 
Kauntz von Sottschallings Unna dessen Hauswirtin 



Fni 19ED 13. 9.1707 * Matthäus öngäntz 

F01.13S5 13. 3;^^^^^^^ ^^^^^„ Mattheus der ifatter Andreas Bi- 

derman v. öngäntz, Maria dessen Haus^tirtin. d. ßfat- 
ter Thoma Kauntz v. Gottschal lings Anna dessen Haus- 
inirthin 

An diesem Tag uiurde Ernestus Bidermann als Uicarius zu Uindig- 
steig eingesesnet. Das schien mir wert, im Original iüiederge- 
geben zu ujerden: — .A^mm^ / 





-V- 



Den 16 Merzen 711 bin ich ho: Ernestus Bidermann Prof es: 
Qallv Austriae von Ihro hochi^ürden und titls ßnadzg vom 
Praelaten melchiore Fux eines iJicario Zu nindigsteig ei 
»worden. (Seine Amtszeit dauerte bis 9. Juni 1713.) 



Cl 



nsezt 



! 



i': 



Fol. SEE) £6. 5.1711 * Magdalena 

ist getauf ft norden Magdalena 
Räfings uxoris Margaretha filia 
lin von Lichtenberg 



Michl bidermans von 
Patrina Rosina Dänkh- 



F01.ES3) 




15.10.1711 * Anna Catherine „. ^ , »,w^,.. 
ist getauft worden Anna Catharina des Michael Bider 
man alhier und Maria filia Patrina Magdalena Bichle 
rir> von Nondorf 

Michael Biedermann uiar Gastwirt in Uindigsteig. Das geht aus 
einer Taufeintragung hervor, wo er Taufpate war. 



Fol 2P5D 16. 1.171S * Maria Anna 

F01.ES5) IB. ^-J^^^^^ ^^^^^^ ^^^.^ ^„„^ ^^^ p^ai Bidermann al 

hier und Eva uxoris filia Patrina Eva Landstainerin 

alhier 

FO1.S30) IB.. 4. 1713 »Justine ^ottschallinfls 

ist getauf ft norden Justina des Matthias 
Biderman von gottschal lings und Maria uxoris filia 
Patrina Rosina Hieß in von Nondorf f 




I 

I 

»• . 



f. 



F01.233D 



Fol.E33) 



- 7 - 

13. 3.1713 ♦ Michael 
ist getaafft worden Michael 
Räfings andt Ursulas axoris 
Braidt u^ Mayres 



14. 3.1713 * Simon 
ist getauf ft Norden Simon 
Räfings undt Ursulae uxori 
braidt i/^ Mayres 



Räfings 
des Martini Bidermann u 
filius Patrinus Joannes 



Räfings 
Martini Bidermann i/. 
filiusz Patrinus Joannes 



Offensichtlich handelte es sich um Zwillinge, welche mit einem 
Tag Unterschied getauft wurden. Der erstgetaufte Michael starb 
im Alter von 7 Jahren am 7.7.1721. Simon dürfte seine Kindheit 
überlebt haben, bei Zwillingen zu dieser Zeit war das nicht so 
selbstverständlich. 



Fol. 237) 



Fol. 237) 



Fol. 238) 



23. 7.1714 * Jacobus Aichpoltz 

ist getauf ft Norden Jacobus des Jacobs Biderman von 
Neichpoltz uxoris ejus Sophia legitimus filius, 
Patrinus Philippus leydenfrost von aichpoltz 



'7 



B. 9.1714 * Anna Catharina Windigsteig 
ist getauf ft Norden Anna Catharina des Ernst Bieder-^ 
man alhier und Marianna uxoris ejus legitima filia, 
Patrina Anna Catharina (Jieglmühlerin von Markhl 



23.10.1714 * Catharina ^ttschallings 

ist getauf ft Norden Catharina des Matthiae 
Biderman von Gottschal 1 ings et uxoris ejus Mariae 
legitima filia, Patrina Rosina Hießin von 
Hondorf f 



mh 



Fol. 240) 



Fol. 242) 



Fol. 244) 



12. 2.1715 * Juliana Räfings 

ist getauf ft Norden Juliana der Vatter Michael Bider- 
mann V» Räfings uxor Margaritha, Patrina Rosina 
Dänckhl in v^ Lichtenberg 




20. 5.1715 * Joannes May 

ist getauf ft Norden Joannes des Andre Bidermann Vm 
Mayres Eva dess» ux m Filius Patrinus Ferdinandus 
Schober v^ Mätzlesschlag 

10. 3.1715 * Eva Uindigsteig 

ist getauf ft Norden Eva des Pauli Bidermann alhier 

Eva uxm filia Patrina Eva Landstainerin alhier 



Fol. 244) 



Fol. 247) 



2B. 3.1715 * Joannes Raff ings"» 

ist getauf ft Norden Joannes des Martini Bidermann von 
Rafing Ursula uxz filius Patrinus Joannes braidt Zim- 
mermann v^ Mayres 

17. 3.1716 ^ Josephus 

ist getaafft Norden Josephus des Ernesti Biedermann 
Lederer alhier mariae Annae uxz filiusz Patrinus 
Zacharias fieglmüller Miilner Vm Märckhl 



- 8 - 



Fol. 251) 



Fol.eSB) 



Fol. 257) 



Fol. 260) 



F01.2B3) 




24. 3.1716 • Eva Catharina Hay 
ist getaafft norden Eva Catharina des Andreas Bider— 
mann v. Mayres Eva uxs filias Patrina Barbara Stober- 
in MüJnerin v. Matzlesschlag 



3. 7.1717 • tlarla Räfinos 

Maria infans Parens Michael Biderman von Räfings 
Margaretha Mater, Patrina Sophia marit ej . Georg i 

änkhl von Lichtenberg 



24. 8.1717 * Anna rtaria Räfings 

Anna Maria Infans Parens Martin biderman Mater Ursali 
von Räfings Patrina Justina marit ejm Joannes braith 
von Mayres 

25. 5.1718 * Maria nagdalena 

Maria Magdalena infans Parens Ernestas Biederman 
Mater Maria Zinna von hier Patrina Catharina marit ej, 
Zacharias Viegimüllner von Märkhl 



24. 9.1718 * nichael May 

Michael infans Parens Andreas Biderman Mat 
Mayres Patrinas Ferdinandas Schober axor ej 
von Mätzles schlag 




Eva von 
Barbara 



Fol. 271) 



Fol. 271) 



19. 9.1720 * Theresia 

ist getaafft Theresia der Qatter Ernst Biedermann 
allhier^ die Mutter Mariana, die gfätterin Catharina 
fieglmüllnerin von Märckhl Zacharias Conjanx Ejus 



5.10.1720 * Leopoldus Röffings 

ist getaafft Norden Leopoldus dm Qatter Martin 
derman von Räffings Ursula uxor Patrinus Joannes 
braidt Jastina uxor ejus von Meyres 



e- 



Fol.271) 



B. 10. 1720 * Martin ^Räffings 

ist f rauntaufet Norden Martin des Martin Biderman von 
Räffings und Ursula uxoris filius 



Dieses Kind wurde von der Hebamme notgetauft, lebte nur eine 
viertel Stunde und ujurde am nächsten Tag begraben. CPag .66 des 
Sterbebuchs). Die TauFeintragung schaut im Original so aus: 






Fol. 271) 




(^ 






13.11.1720 * Leopoldus 

ist getaafft Norden Leopoldus der Watter Andreas 
Biederman al Ihier, Eva uxor^ Patrinz Ferdinand 
Schober von Mätzles schlag, bar bar a uxor 



e 



Das war die letzte Eintragung, die ich noch notieren konnte, 
bevor der Gottesmann sein Kreuz über mich brach. 



- 10 - 



Als anderes Beispiel liefere ich Ihnen Berlin, uo ich 
Uloche im evangelischen Kirchenarchiv geforscht habe: Hier gibt 
es etua 150 evangelische Kirchen, also etuia uie in Ulien katho- 
lische. Die von mir gesuchte Trauung fand ich innerhalb eines 
halben Tages und konnte sie gleichzeitig photographieren lassen 



Der Akt "Uladar" ist der mit Abstand größte bei mir. Ich habe 
schon unterteilt in reiner Korrespondenz und Sachbezogenheit. 
Diese Grenze ist nicht leicht zu ziehen. Ich ujerde natürlich 
auch lueiterhin für Sie tätig sein, doch zuingen mich meine 
existenzerhaltenden Aufträge zu größeren Intervallen. Dafür 
bitte ich um Ihr Uerständnis. Schreiben Sie mir doch bitte, 
ujelche Dinge Ihnen uichtig sind und machen Sie mir eine Liste 
mit 1. / S. / usu., sodaß ich mir uiieder einen Überblick machen 
kann. Ich kenne schon fast Jedes Archiv in der CSFR, meistens 
nehme ich meine kleine schuiarzhaarige Tschechin mit. Auch 
Ungarn und Yugoslauien stehen auf meinem Besuchsprogramm. Es 
ist überall besser zu forschen als in Österreich, dagegen ist 
St. Polten noch eine positive Ausnahme. 



Die Uerdienstmöglichkeiten Jedenfalls ujerden immer 
freulicher. 3 Tage Berlin und S Tage Dokumentation z.B. bringen 
ÖS 42.000,-. S Tage Sala in der Slowakei: 1.500,- DM. Eine 
Uloche Burgenland schlagen mit etua 50.000,- zu Buche, und so 
geht es dahin. Bis weit in den Herbst bin ich jedenfalls ausge- 
bucht. Es war auch aus dieser Sicht notwendig, mich von 
Gundacker zu trennen. Ich werde noch vor dem Sommer mein eigenes 
Büro mit Ausstattung und hingebungsvoller Sekretaerin und eben- 
solcher Dolmetscherinnen haben. 



Nun wird es Zeit, diesen Roman abzuschließen. Richten Sie 
tlorley bitte meine herzlichen Grüße aus und spülen Sie 
Groll über die lange Pause in unserer Korrespondenz mit 
Crown Royal Whisky Cflade in Canada) hinunter. 

Über ein Lebenszeichen von Ihnen freut sich schon 



Mrs. 
Ihren 
einem 




Ueyen 



PETER WEYEN 



G [ n « l G [ 




Herrn 

George Vladar 
685 Victoria 
Kingston, Ont. 
k7k 4s6 

CANADA 



Wien, 21.5.1993 



Sehr geehrter Herr Vladar, 



Wieder einmal sind ein paar Monate vergangen, in denen ich mir fast jede Wo- 
che mindestens einmal vorgenommen habe, Ihnen doch endlich zu schreiben. 
Um wenigstens die restlichen Spuren meines schlechten Gewissens loszuwer- 
den, ist es nun wieder einmal so weit. 

Im letzten Jahr war ich im Archiv in St. Polten, um im Vorzimmer des Opus 
Dei Mannes die drei Bücher von Vitis anzusehen. Es sind dies: 
Tom V » [ 1811 - 1827 ] 

00 [ 1811 - 1840 ] 

* [ 1811 - 1836 ] 

Interessanterweise gab es in diesem Zeitraum keine einzige Taufe auf den Na- 
men "Biedermann". 



An Trauungen finden wir: 

Fol. 2. 

Datum: 23.9.1811 

ist Johann Biedermann, Witwer und Bäckermeister in Vitis No.29(?), 
52 J. in die Pfarr Scharts(??) entlassen worden, um sich dort mit Eli- 
sabeth Malierin zu verehelichen. ^ "^ ti^Sf 

(Die Hausnummer und die Pfarre waren nicht genau zu entziffern, bei Interes- 
se erfolgt Prüfung über Duplikate.) 



/) 



"7 



t 




A - 1020 Wien 

Obere Donaustrasse 97 

Tel: 222 - 26 13 10 




PfilHI 



Clubstrasse 2 

A - 3420 Klosterneuburg 

Tel: 22 43 - 84 4 80 



SECOND INTENTIONAL EXPOSVRE 



PETER WEYEN 



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Herrn 

George Vladar 
685 Victoria 
Kingston, Ont. 
k7k 4s6 

CANADA 



Wien, 21.5.1993 



Sehr geehrter Herr Vladar, 



Wieder einmal sind ein paar Monate vergangen, in denen ich mir fast jede Wo- 
che mindestens einmal vorgenommen habe, Ihnen doch endlich zu schreiben. 
Um wenigstens die restlichen Spuren meines schlechten Gewissens loszuwer- 
den, ist es mm wieder einmal so weit. 

Im letzten Jahr war ich im Archiv in St. Polten, um im Vorzimmer des Opus 
Dei Mannes die drei Bücher von Vitis anzusehen. Es sind dies: 
TomV ♦ [1811-1827] 

00 [ 1811 - 1840 ] 

■!}• [ 1811 - 1836 ] 

Interessanterweise gab es in diesem Zeitraimi keine einzige Taufe auf den Na- 
men "Biedermann". 



An Trauungen finden wir: 

Fol. 2. 

Datum: 23.9.1811 

ist Johann Biedermann, Witwer und Bäckermeister in Vitis No.29(?), 
52 J. in die Pfarr Scharts(??) entlassen worden, um sich dort mit Eli- 
sabeth Malierin zu verehelichen. ^ ^^ l'-^S'f 
(Die Hausnummer und die Pfarre waren nicht genau zu entziffern, bei Interes- 
se erfolgt Prüfung über Duplikate.) /-, ^ 




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A - 1020 Wien 

Obere Donaustrasse 97 

Tel: 222 - 26 13 10 




fmni 



Clubstrasse 2 

A - 3420 Klosterneuburg 

Tel: 22 43 - 84 4 80 



Fol. 14. 

Datum: 21. 2.1814 

Leopold Bidermann, Bürgerl. Bäckermeister, des verstorbenen franz 

Biedermann, einst Bäckermeister allhier, und der ver- 

storb.Ehewirthin Susanna, gebohrene Schrottmayer. 

Vitis Nr. 62, 23 J., ledig * -^ i^ ^1 

Anna Maria, des Leopold Schaden, Bauers in Eulenbach und dessen 

Ehewirthin Katharina gebohr. Bauer ehel. Tochter -^ 

Eulenbach Nr. 17, 25 J., ledig 




An Todesfallen sind vermerkt: 



Fol. 4. 

* 23.12.1811 D 24.12. Vitis Nr. 62 

Elisabetha Biedermann, ledig, 23 J. ^ '^-^ /'■^ ßß 
An Lungengeschwür und Lungenbrand. 

Fol. 14. 

* 3. 1.1813 D 5. 1. Vitis Nr. 62 

Susanna Biedermann, Bäckermeisters Witwe, 60 J. 
An Lungengeschwür, if. ''\j 1^55 






,^ 



y 




/ 



/ 



Fol. 41. 

* 22. 6.1816 D 25. 6. Vitis Nr. 67 

Leopold Bitermann, Bäckermeister, 24 J. ^ 
An Lungengeschwür. 



~\ 



a 



^fi^ 




Fol. 133. 

* 22. 9. 1826 D 24. 9. Vitis Nr. 36 

Franz Biedermann^ Sohn des ir' Johann Biedermanns, Bäckermeister, 
dann der ebenfalls fEhewürthin Mag- 
dalena, 20 J. ^ (ßOC 
An skropholöser Lungenschwindsucht. 

Die Sterbeeintragungen Ihrer beiden Ur - Ur - Großeltern sind also auch hier 
nicht zu finden. Wahrscheinlich sind sie einem ihrer Kinder in einen anderen 
Ort gefolgt. 

Als zweiten Punkt habe ich außerdem versprochen, die Trauungen des vierten 
Buches noch einmal in Ruhe anzuschauen. Hier also Tom. IV oo [ 1782 - 1810 ] 
Die Bücher sind auf Grund der vielen neuen Verordnungen, die Joseph II im 
Jahre 1784 vorschrieb, nach den einzelnen Ortschaften der jeweiligen Pfarrbe- 
reiche gegliedert. Daher sind die Folio-Angaben nicht mehr analog der Jahres- 
folgen. 




SECOND INTENTIONAL EXPOSURE 



Fol. 14. 

Datum: 21. 2.1814 

Leopold Bidermann, Bürgert. Bäckermeister, des verstorbenen franz 

Biedermann, einst Bäckermeister allhier, und der ver- 

storb.Ehewirthin Susanna, gebohrene Schrottmayer. 

Vitis Nr. 62, 23 J., ledig ^ ^ 1^ ^1 

Anna Maria, des Leopold Schaden, Bauers in Eulenbach und dessen 

Ehewirthin Katharina gebohr. Bauer ehel. Tochter 

Eulenbach Nr. 1 7, 25 J., ledig 




An Todesfallen sind vermerkt: 



Fol. 4. 

* 23.12.1811 



D 24.12. 



Vitis Nr. 62 



Elisabetha Biedermann, ledig, 23 J. ^ v.- /y' ßß 
An Lungengeschwür und Lungenbrand. 

Fol. 14. 

* 3. 1.1813 D 5. 1. Vitis Nr. 62 

Susanna Biedermann, Bäckermeisters Witwe, 60 J. 
An Lungengeschwür. % '"sy /^55 



^ 




Fol. 41. 

* 22. 6.1816 D25. 6. Vitis Nr. 67 

Leopold Bitermann, Bäckermeister, 24 J. ^ 
An Lungengeschwür. 



rm ^ 



x' 



Fol. 133. 

■fr 22. 9. 1826 D 24. 9. Vitis Nr. 36 

Franz Biedermann, Sohn des ii' Johann Biedermanns, Bäckermeister, 
dann der ebenfalls if' Ehewürthin Mag- 
dalena, 20 J. ^ (ßOC 
An skropholöser Lungenschwindsucht. 

Die Sterbeeintragungen Ihrer beiden Ur - Ur - Großeltern sind also auch hier 
nicht zu finden. Wahrscheinlich sind sie einem ihrer Kinder in einen anderen 
Ort gefolgt. 

Als zweiten Punkt habe ich außerdem versprochen, die Trauungen des vierten 
Buches noch einmal in Ruhe anzuschauen. Hier also Tom. IV oo [ 1782 - 1810 ] 
Die Bücher sind auf Grund der vielen neuen Verordnungen, die Joseph II im 
Jahre 1784 vorschrieb, nach den einzelnen Ortschaften der jeweiligen Pfarrbe- 
reiche gegliedert. Daher sind die Folio-Angaben nicht mehr analog der Jahres- 
folgen. 




Bei den Trauungen sind für den Ort Eschenau vermerkt: 

Fol. 4. 

Datum: 6.11.1787 Haus Nr. 24 

Martin Steinbeck, 30 J., Witwer 
Juliana Bitermanin von Eschenau, 25 J., ledig ^ ^ 
Zeugen: Zacharias Heimesdorfer von Grafenschlag 

Martin Gegenbauer von Eschenau 




Fol. 4.(Rückseite) 

Datum: 16.11.1790 Haus Nr. 2 

Johann Höchtl von Georgenberg nach Georgenberg, 28 J., ledig 
Franziska Bitermanin von Eschenau, 26 J., ledig 4^ Ij'^^ 
Zeugen: Mathias Karl von Reichenbach 

Martin Steinbeck von Eschenau L^' 



Für den Ort Gadorf: 



Fol. 7. 

Datum: 11. 2.1783 Haus Nr. 12 

Mathias Greind, 21 J., ledig 

Magdalena Bidermanin von Vitis, 20 J., ledig ^ CA 

Zeugen: Hl: Leopold Pomeißl von Vitis, Marktrichter 

Joseph Bauer von Vitis, Schuhmacher 



lU. 






In Vitis selbst: 



Fol. 38. 

Datum: 31. 1.1792 Haus Nr. 67 

Jakob Koller von Vitis, 31 J., Witwer 

Barbara Bitter manin, 20 J., ledig * /? 

Zeugen: Joseph Kogler, Binder 

Joseph Bauer, Schuhmacher 



-2. c^ 



X 



Fol. 42. 

Datum: 13. 2.1810 Haus Nr. 3. 

Johann Berger, Webermeister, 27 J., Witwer 

Susanna Bittermanin, Tochter des Franz Bittermanns, Peck, ux. Su 

sanna, 25 J., ledig ^ 'v ' ^ 6^ 

Zeugen: Joseph Berger von Wolfersteig 

RochusC?) Schrotmayruen-Seha^herdorf 





SECOND INTENTIONAL EXPOSURE 



Bei den Trauungen sind für den Ort Eschenau vermerkt: 

Fol. 4. 

Datum: 6.11.1787 Haus Nr. 24 

Martin Steinbeck, 30 J,, Witwer 

Juliana Bitermanin von Eschenau, 25 J., ledig ^^ ^\_ }^CZ. 

Zeugen: Zacharias Heimesdorfer von Grafenschlag 

Martin Gegenbauer von Eschenau 



Fol. 4.(Rückseite) 

Datum: 16.11.1790 Haus Nr. 2 

Johann Höchtl von Georgenberg nach Georgenberg, 28 J., ledig 

Franziska Bitermanin von Eschenau, 26 J., ledig ^r^^f6^ 

Zeugen: Mathias Karl von Reichenbach 

Martin Steinbeck von Eschenau L-^ 



Für den Ort Gadorf: 



Fol. 7. 

Datum: 11. 2.1783 Haus Nr. 12 

Mathias Greind, 21 J., ledig 

Magdalena Bidermanin von Vitis, 20 J., ledig f- CA 

Zeugen: Hl: Leopold Pomeißl von Vitis, Marktrichter 

Joseph Bauer von Vitis, Schuhmacher 



11^5 






In Vitis selbst: 



Fol. 38. 

Datum: 31. 1.1792 Haus Nr. 67 

Jakob Koller von Vitis, 31 J,, Witwer 
Barbara Bitter manin, 20 J., ledig ^ R^Z. 
Zeugen: Joseph Kogler, Binder 

Joseph Bauer, Schuhmacher 



y 



y 



Fol. 42. 

Datum: 13. 2.1810 Haus Nr. 3. 

Johann Berger, Webermeister, 27 J., Witwer 

Susanna Bittermanin, Tochter des Franz Bittermanns, Peck, ux. Su 

sanna, 25 J., ledig ¥ '^ If 3^ 

Zeugen: Joseph Berger von Wolfersteig 

RochusC?) Schrotmayrvenrßehacherdorf 





Der Vollständigkeit halber führe ich die restlichen Orte dieses Pfarrbereiches 

an: 

Eulenbach Grafenschlag Heinreichs 

Jaudling Jetzles Kaltenbach 

Ruprechts Schacherdorf Sparbach 

Schoberdorf Stojes 



Soweit mein Schreiben vom May 1993. Mittlerweile haben wir den 27.3.1994 
und ich möchte auf einige Punkte, die Sie interessieren, näher eingehen. Zu- 
nächst mein Besuch im Kriegsarchiv in Sachen Josepeh Gessler. In den Mili- 
tärschematismen 1819 und 1820 scheint der Name nicht auf In diesen Sche- 
matismen sind folgende Ränge namentlich genannt: 

Stabs - Ofificiere 

Hauptleute 

Capitän - Lieutenants 

Oberlieutenans 

Unterlieutenants 

Fähriche 
Cadeten vom Stabe 

Der Rest war Fußvolk und offensichtlich keiner Erwähnung wert. Es gibt ein 
großes Buch über das 14. k.k. Linien - Infanterie - Regiment, doch auch hier 
findet sich kein Gessler. 

Der nächste Punkt ist die Eintragung auf Seite 9 Ihres Gebetbuches. Hier 

steht: 

Den 19 ten July ist der Jungk gesell Khind Sohn Verschieden um zwölf uhr bey 

der nacht 808 

Die Trauungseintragung des Joseph Gessler am 21. April 1807 zeigt als seine 
Wohnadresse Rucker sdorfNo. 12. 

Wo wir gerade beim Entziffern sind, machen wir einen Abstecher zur Mrs. Mor- 
ley: In der „List of Aliens" steht als Herkunft des J. Köpf Ös^. (Österreich) 
Land Wien. 

Übrigens bin ich in Sachen Köpf in der 10. Generation. Ein umfangreiches 
Schreiben an Mrs. Morley wird in den nächsten Tagen abgehen. 

Für Sie habe ich noch ein paar „Zuckerln" beigelegt. Es sind die Zusammen- 
hänge aller in Vitis und Windigsteig gefundenen Eintragungen mit den Ort- 
schaften. Es war eine mühevolle Arbeit. Ein weiteres Zusammenfügen scheint 
nicht mehr möglich zu sein, es sei denn, man findet in anderen umliegenden 
Pfarren noch weitere Hinweise. 



* * * 




Je« werde ich Ihnen etwas Pe-f^hes schmhen^ ««,^-- ^e^^m ÜI" 
letzten WinUr in der KariWk «"• E^^^'^ß "oh n dieTem Winter ein Land 
und seinen Menschen bin ich so t»«' ''«™'''^ "/^'^^rigf^rd derzeit transpor- 
gekauft habe nnd ein Haus bauen werde, Da« Maten^wird <ie 

Lrt. Europa ist "h »icht -h^ '^XS^n ^ „Sn Sos zusieh, 

mir die Augen geofßiet. Ein B»™Pf.> Tt ° ^ alles- Die Menschen sind über- 
kann ich nicht ak^ptieren. Dortstanrnt noch riks Die ^^ ^^^^ 

aus freundlich und ^'^^'?r^^\^%^Z\t^lZ haben. Natürlich spre- 
Mal in meinem Leb«» "»»»e ich ^ p««^'^"!^';;,™ Wochen werde ich zmn 
che ich in ihrer Sprache mit ihnen. (SpaniMW 1°^^« ^^^ blei- 

vierten Mal hinunter fl egen "»^ 'i^'^^"' Xbnis Tabe ich bereits. So 
ben. Die Aufenthaltserlaubnis und *^ j^^^'*^*f *"^^^^^^ dort Abenteuer 

einfach ist das alles nämlich nicht Mogl>che™e,se^erde^c ^^ 

Reisen durchführen. I* hätte auch sctontoieAlm^^^ ^_^^. 

den dort. Einige meiner Freunde sind "f »»";'" ""„^V„„tellungen davon 
kaner reich ist. dann ist er so «f; ^^ »^^ pre^nde die S Ban^lenhütten 
machen können. Aber ich ^abe »atolich auch Freim^^^^^ ^ ^^.^ 

efne Braut dort. Die wäre in Europa waifenscheinpOichtigl 

zunächst aber ni5chU ich im Sommer >.» f SiktSÄd'X"«:^^ 
chen und von Ende August "mf er ^^b* f«.^" ^^^^ ^^^^^ ^^^^ 

zu verdienen ist, werde ich Adios sf^f". °f J" . ^^ ^^de ich ständig 

doch noch zmn Auswanderer Wenn ich b"^^ bm^«* «s^^j^^^^^^^^^^ 

die Luft anhalten. Ständig die Anpt vor d«™ »bera^*^ und das bei stei- 

und die Sorgen, wie man seine ständigen ^«"Xen Stsplatz zu bekom- 

genden Prosen u^ds«^f-on-^^^^^^ 

men, ist wie ein Lottogewinn, wd» ,,. , , ^.. -,_j ^er Drang nach extrem 

■^»r Dt C^.*XSf siÄtS^rert^fprbtrgewordL im tiefsten 

Äd^i: derlLriblkbL ich keine Angst, hier in Europa schon. 

Das war ein kurzer Abstecher ii. ''"^*'^- t^hefafsti^SrefE: Äu 
derers vermögen das vielleicht besser verstehen " ^derer^ ^„^^ 

Lebensbedingungen, die einen Menschen tozubnngen^U^^^^ ^.^ 

""t ^:^ fntu~t- *g ^ÄÄsTMageCwVrde ich mit Schoko- 
Äraren mdchensSsa'mid Merengue tanzen. Dann interessieren mich 
nicht einmal mehr die Nachrichten. 

den Frühling. Grüße an Mrs. Morley und danke für ihren Scheck. 

Wien grüßt Kingston 




^/ 



ear Mr.Weyen, 



Kingston, 9. 1.1991 



Ihr Weihnachtsgeschenk vom 21.12. hat mir ausserordentliche Freude gemacht ;nicht nur weil Sie sich so 
enorme Muehe geiiaiiigii haben mit allen nur moeglichen Details, auch nicht nur weil ich damit, zwar sehr spaet im 
Leben, noch einen gratis Latein-Kurs mitbekoime, aber besonders weil Sie schreiben,und sicherlich muss man das "tongue 
in cheek" auffassen, "nicht mit einem schlechten Gewissen" ins Neue Jahre treten moechten und deswegen trotz Bergen 
von Papier, Mikrofilm, und hoechstwahrscheinlich mit einem brumnienden Kopf (von wegen vor-weihnachtlichem, frisch 
froehlichem feiern), sich gezwungen haben "durchzuatmen" (wie untersclieidet sich dies von gewoehnlichem atmen ?),also 
wie man hier sagt "went the extra mile"- und last but not least,weil ich aus einer Ihrer Bemerkungen ersehe dass Sie 
doch meine Briefe zu lesen scheinen, worueber ich mir wirklich nicht klar war (ich nahm an dass Sie dabei mit einem 
Auge irgendetwas sinnlich aufreizendem im Bureau nachschweifen,mit dem anderen auf der computer-screen die letzten 
Boerseberichte ueberpruefen,und nur was dann noch von Seevemoegen uebriö^leibt, den ewig langen Schachtelsaetzen 
meiner Wenigjteit widmen. . .); deswegen mit neuer Hoffung erlaube ich mir wieder den "Fragebogen" beizulegen"(ich habe 
noch 9 Kopien davon) der, falls sie den alten noch auf Lager haben, nun einen anderen Punkt 6 enthaelt,weil ich mich um 
den frueheren selbst kueramem werde-darueber spaeter. 

Ich wuenschte ich haette Ihnen auch irgendeine Weihnachtsfreude machen koennen,unverbunden mit unseren 
Geschaeften,aber da ich so wenig von Ihnen weiss, z.B. Hobbies, ob Sie Zeit zum Lesen haben,ob Sie English lesen,ob 
irgend etwas von Nordamerika ueberhaipt noch Interesse fuer das Europa hat dem es nun schon ,die TXiecke der Zeit, so 
viel besser geht als dem abwirtschaftenden Imperium U.S.A;sollte Ihnen je etwas einfallen,bitte lassen Sie mich wissen.) 

Sonst kann ich nur das usuelle "Koerberlgeld" (kennen Sie diesen oest. Ausdruck?) als Encouragement 
beilegen, habe aber auch einen anderen Vorschlag der eventuell fuer Sie von Interesse sein mag. 

lin zurueckzukonnen auf das von mir "erfundene", von Ihnen liebenswuerdigerweise zitierte-"auswringen";so 
weit ich ersehen kann haben Sie nun so quasie einen Aermel ausgewrungen;was noch uebrig bleibt waeren Vitis 
(St.Poelten ) Tom. I, Tom. II, Tom. IV ; (1811 sollte den Tod von Adam Job. Michael Biderman und seiner Frau enthalten) und 
damit dann erst waere der ganze Fetzen mehr oder weniger trocken 

ALSO; da Sie zumindestens eine Hausnuramerahnung haben muessen wie lange Zeit der Tom.IH verschlungen hat, 
Sie sodann wahrscheinlich sich ausrechnen koennen wie lange Tom I,II,IV, dauern koennte,sich dann Ihren Calculator 
vomehnen und mich wissen lassen was diese Rechnung ausmachen wuerde in toto; ich waere sehr gerne bereit Ihnen dies 
zukcninen zu lassen im Vorhinein;wenn Sie dann finden dass Sie sich zu Ihrem Ihigunsten verrechnet haben muessen Sie 
mich schon gut genug kennen dass ich dies selbstverstaendlich wettmachen wuerde. . . ALSO ???. . . . BITTE !! 

Wie Sie an den Beilagen ersehen koennen habe ich die zusaetzliche Information, so gut ich konnte, classi- 
fiziert;ich habe den in Frage gestellten Tod, Folge 31, Johanna 15.2.1770,21 Tage alt, scheinbar Tochter des Michelis 
Biderman, meinem ür-ürgrossvater zuerst in die Schuhe stecken wollen,weil ich beim rechnen in der Schule gefehlt hatte 
aber selbst ein Bidermann kann nicht in binnen einem ^fonat zeugen und gebaeren also wer zum Teufel dieser extra 
Michelis Biderman ist wissen nur die Goetter oder hoffentlich P.Weyen via Tom. II. 

Was die anderen 3 Bidermaenner betrifft ist der Verwandschaftsgrad noch nicht geklaehrt; 

JOSEPH BIDERMANN aus Rafings, verh. 1751 

ADAM BIDERMANN aus Vitis, Haus No 45, verh. 1756 

FBANZ BIDERMANN aus Vitis, Haus Nb 62, verh. 1759 
* A.J.M. BIDERMANN aus Vitis, Haus No 11, verh. 1769 

SIND DIES BRüEDER,OöüSINS,ONKEL,NEFFEN,eventuell nur ganz weit verwandt? (Tom.II !!!!) 

lfrigeklaert,so weit sind Maria Bidermann + 25.11.1751 also geb. circa 1689, femer die Maria Anna Bidenrenn, 
+ 3. 4. 1764, geb. circa 1741, toid Anna Biderman + 1770, geboren circa 1701; ebenso die paar Kinder die ich damals (auch 
ein blindes Huhn findet manchnal ein Korn) in St.Poelten notierte (vermerkt in Beilage); auch konnte ich nur eine der 
Bidermann Jungfrauen am Opferaltar der Ehe einreihen (siehe Beilage) .Warum zwei Bidermaenner ausgrechnet Adam heissen 
muessen und wie aus den verschiedenen Vornamen einer als definitiv gewaehlt wird,kornnt mir auch ganz spanisch vor, 
ebenso warum, da meinem Atlas gemaess, sowohl Eschenau wie Rafings Kirchen besitzen, alles nach Vitis hat pilgern 
muessen zur Hinrichtung (so hat es mein Vater immer genannt) .Uebrigens wie steht es um die Sitte wo die Heirat 
vollzogen wird; immer im Wohnort der Braut, oder je nachdem? 



Nach langem suchen habe ich endlich einen waschechten, lebendigen Tschechen gefunden der in der CSR 
hoffentlich Zutritt zu verschiedenen Archiven erreichen wird; wenn ja dann wird dies das "Problem" mit Wallern und 



Prachatitz loö^en,natuerlich weiss ich gar nichts ueber die Hilfsbereitschaft der tschechischen Archive ottne Vitamin 
"B"; selbst mit Franz Joseph und der Monarchie schon lange tod, nehme ich an dass der Amtsschimmel genau so schlecht 
trabt wie eh und je; jedoch in einer fabelhaften Gustav Mahler Biographie konnte ich ersehen wie enorm viel an Material 
noch auschoepfbar ist, wenn man es richtig anstellt. 

Mir tat ehrlich leid zu lesen dass die Schwarzen nach wie vor Ihnen Kuniner machen; ich schliesse daraus 
dass diese fabelhafte Utopie von Ihnen, endlich alles auf ccmputer-chip zu bannen ,nicht geglueckt ist .Wie Sie ja 
wissen muessen fand ich die Idee glaenzend und eigentlich etwas was alle zivilisierten Laender machen sollten (ich 
weiss allerdings nicht ob so etwas irgendwo tatsaechlich durchgefuehrt wurde und wenn dann wahrscheinlich nur durch 
staatliche Initiative und nicht privat; es muss ja auch das Problem des Privatgeheimnisses (confidentiality) dabei 
mitspielen, ganz zu schweigen davon dass es unbedingt notwendig waere gesetzlich festzustellen WER ueber all diese 
Matrikeln Besitztumsrechte beweisen kann. 

Ich kann mir gar nicht vorstellen was z.B. Ihre Firma untemehnen koennte wenn so ein schwarzer Affe 
einfach nicht cooperieren will ; (auch wieder nur Vitamin "B'O- 

Danke fuer Ihre Information ueber den privaten Weyen;ich kann Ihnen nur sagen dass ich ganz gruen und 
blau bin aus purem Neid; 50 Jahre jung und mit genug Rueckrat (aber so etwas muss doch ekonomisch ermoeglicht sein ) 
zu sagen dass man nur dcis tuen will was einem "auch" Spass macht. . . .mein lieber Herr Weyen obwohl man niemanden vor 
seinem Tod gluecklich schinpfen soll, lassen Sie sich von mir sagen dass mir dies nie im Leben gelang; ich war iirmer ein 

miserabler Sklave, woraus sich nur schliessen laesst dass Sie bei weitem ein hellerer Kopf sein muessen 

ABER, ABER ,was macht ein kluger Deutscher um Gottes Willen in Oesterreich?????? Ein rueckstaendiges,in 

jeder Beziehung reaktionaeres Land, mit Verdiensten sicherlich um ein drittel minderer als in Deutschland (das 
Verhaeltniss muss aehnlich sein wie Canada versus den Staaten); wenn ich ein unabhaengig wohlhabender Mann waere, und 
waehlen koennte zwischen einer Eigentumswohnung die den Stadtpark ueberschaut oder einer die den Englischen Garten 
liebaeugelt,wuerde ohne die geringste Ueberlegung Muenchen haushoch siegen; was die Wahl zwischen den Bajuwaren oder 
den Kakaniem betrifft so wuerde ich fast sagen-lieber weder noch- aber ich muss zugeben dass ich nicht das Talent 
besitze ein geselliger Mensch zu sein; ich wuerde vermuten dass man sich trauen koennte den Bayern den Ruecken zu 
drehen und dass diese wenigstens nicht so wie die Wiener scharmant laecheln wuerden wenn sie einem das Messer 
hineintreiben. . . . 

Ich weiss nicht ob Sie den Protestantismus erwaehnt haben nur als ergaenzendes Detail, oder ob Ihnen Ihr 
Glauben wichtig ist; auch hier finde ich, verzeihen Sie mir, dass man die Wahl zwischen Scylla und Charybdis hat; 
eventuell kann man constatieren dass die Protestanten keine Inquisition erfunden hatten und prozentuell weniger 
Katholiken verbrannt haben als umgekehrt; ansonsten scheint mir dass alle Branchen des Christentums schwer ihre vorge- 
gebene Mission und Ideale verfehlt haben, (ich beeile mich dabei zu betonen dass ich von diesem Urteil keine der 
fuehrenden Religionen ausschliesse.)Uebrigens fand ich die Lutheranische Oberheit in Wien kulant, obzwar ich mehrmals 
um Auskunft schreiben musste (die alte Bonke,**mein Brief kam nicht an") und dann aber fast alle Fragen beantwortet, 
allerdings mit 300 Schilling Rechnung, was ich immer fuer die beste Methode finde; die Kirche soll fuer Services 
rechnen und dann ist beiden Teilen gedient ! 

Darf ich, endlich abschliessend, Ihnen und den Ihren ein wirklich grossartiges, productives,schoepferisch 
befriedigendes, gesundes, lukratives und in jeder moeglichen Beziehung GLUECKLICHES 1991 wuenschen. . . . 

Waidmannsheil, 



P.S. Da es mir scheint dass Ihre Firma " a one man band*' ist, Sie sicherlich auch hauptberuflich andersweit beschaeftigt 
sind, also man nicht erwarten kann dass Sie mit Ihrem werten Popo auf zwei Stuehlen und dazu noch bei zwei Hochzeiten 
sitzen koennen,moechte ich Sie nochnals bitten zu erwaegen ob Sie nicht jemanden wissen dem Sie die weniger 
spassmachenden Abschnitte meiner Forschung delegieren koennten ??? 

P.P. S.Danke auch fuer die schoenen Marken;wenn Sie zufaellig daran denken wäre ich Ihnen fuer Ruecksendung meiner 
Marken (einfach grob ausschneiden ) dankbar. 

P.P.P.S.;Auch ich fand dass es oft mit dem angegeben Todesalter happert und die Rechnung nicht aufgeht; ebenso bei 
Angaben des Alters in Heiratsurkunden; ich brauche selbst alle Finger und Zehen wenn ich mein Alter ausrechnen will! 
Glauben Sie uebrigens dass die zweite Frau des Franz Bidermans (auch Pitterman geschrieben), Susana Schrotmayer, die 
Tochter der Juliana Schrotmayer ist die als Witwe den unbekannten Adam Biderman geheirate hat? 



Beilagen und Oesterre ichische Laenderbank Scheck. 



Sehr geehrter Herr W^yerij 



Kingston, 8.4.1991 



<5]wohl ich nicht der Papst bin und schon gar nicht "unfehlbar", so entbinde ich Sie trotzdem von heute 
ab urd in aller Ewigkeit jeglicher •'Schuldgefuehle"; ich freue ndch Immer von Ihnen zu hoeren und selbst wenn die 
Zeit zwischen "Reportagen vom Eriegsschaiplatz" sich dehnt und dehnt, so bin ich Immer vollstaendig zuversichtlich 
dass nch frueher oder spaeter einen von Ihren hochinteressanten "pico-bello" Berichten erhalten werde und uebe mich 
bis dahin in christlicher Engelsgeduld. . . 

Also vielen Dank fuer Ihr Schreiben vom 14.3.; was Immer Sie Ihrer Sekretaerln bezahlen ist es nicht 
genug denn nur eine ausssergewoehnliche Perle kann solche aestethisch schoene Seiten vollbringen ! 

Gott sei Dank ist das "Vitis-Hemd" schon so quasie halb ausgewunden und ich hoffe sehr dass wir beide, 
Sie nervlich, ich ekonomisch, die Beendigung dieser Reinigung der Klerisch/augurischen Staelle ueberleben werden. . . 
(Tom 1 1648-1740, Tom II die Sterebematrikeln, Tom IV 1782-1811 den Keraus der ganzen Chose, die letzen pertlnenten 
Eintragungen hoffentlich, was Ihnen den sicherlich unleidlichen Polen ersparen moege. .) 

Ich habe mich bemueht alles wiederum zusanmenzufassen und lege Kopien davon bei; natuerlich verstehe ich 
dass meiner Peniblitaet Grenzen gesetzt werden muessen, aber so wie St. Augustin sage ich "Lieber Herr aber noch 
nicht !" und wuerde Sie nur bitten ueber die gelb angezeichneten Felder Ihre werthe Meinung zu aeussem; es kann 
leicht sein dass diese diversen Pitermaenner/Bidermaenner Familien vielleicht sogar gar nicht oder nur suendflutlich 
weit zurueck verwandt sind; trotzdem waere ich arg neugierig was Ihr kluger Kopf ueber die Herkunft von Adam 
Biderman, Franz Pitennann (der juengere) und Antonius Pitermann herumspekulieren koennte (ich hoere Sie foermLich 
stoehnen;*Thre Sargen moechte ich haben..") 

Ich war Immer fest der Meinung dass das "Institut fuer Hysterische Familienforschung" einzig und allein 
Ihr Liebkind war, nachdem sich Ihr Briefkopf gewechselt hatte. . . 

Was Ihg.Gundackers HonocarerwEcrtungen betrifft (und bitte ganz unter uns) so flne ich diese, jedenfalls 
von meiner bescheidenen hiesigen Warte her, ziemlich unrealistisch; bei einer 40 Stunden Woche ergaebe dies per 
annun $ 130.000, selbst fuer Wall Street astronomisch; es mag wohl sein dass Ruhrbarone die unbedingt sich auf 
Charlemagne als Uhrahnen erpicht haben, dies fuer eine tolle Mezzieh halten, wofuer ich ihnen nur Weidmannsheil 
wuenschen kann. Ihre eigenen Forderungen hingegen kommen nur dem Jahreseinkoranen eines hochstehenden lÄiiversitaets- 
professors gleich mit circa $52.000, weil Sie sicherlich der vemuenftigen Meinung sind dass Kleinvieh aix^h Mist 
macht. . 



Weil wir gerade beim schnoeden Mannon sind erlaube ich mir einen Scheck fuer Oe.S. 2000 beizulegen und 
erwarte von Ihnen zu hoeren wann ich wieder in Ihrer Schuld sein werde. So weit ich mich entsinne, der Herr sei 
gelobt, haben die Vitis Baende wenigstens einen Teil-Index; die Dame In St.Poelten arbeitet fleissig an diesen 
Registern, aber weder Sie noch ich werden diese erleben, auch Ihre Kinder nicht aber vielleicht Ihre Dikel?-wie Sie 
ja so schoen sagen: "that 's Austria 



.... 



In wie weit der hohe Herr von Schloss Maissau mit meinen rustikalen Vorfahren eine Verbindung haben 
koennte weiss ich nicht; sicher ist doch dass die Matrikeln von Rappottensteln vor 1800 v erbrannt sind und das kann 
auch das blaue Maissau Blut nicht mehr aendem, ganz gleich wie sehr die Winters derauetigist gedient haben moegen; 
einen frueherer Vorschlag von Ihnen, die 2 maennllchen Winters die noch aufscheinen, weiter zu untersuchen, werde ich 
einmal aufgreifen. 

Was den unseligen, seligen Joseph Gessler betrifft so ist noch der "clou" vorhanden dass er zwar nicht zu 
den K.K. Deutschmeistern gebeert hatte, aber als 'TJemeiner bei dem K.K. Infanterie Regiment Erzgerzog Rudolf Bataillon 
No 14" in den Taufeintragungen seiner Kinder gefuehrt wurde; koennte man nicht annehmen (mit Stossgebet) dass Kakanien 
selbst diesen annen Reservisten Irgendwo gefuehrt hatte mit neben Angabe von Schuhgroesse auch G^xjrtsort und Datun? 

Bevor Sie zu gaehnen beginnen und wirklich genealogisch abschliessend, die Resultate aus der CSFR; sowc^l 
eine Privatquelle wie auch das suedboemische Archiv haben sich der Anderles und Muellers angenommen; das Archiv nach 



J 



so langer Zeit dass ich schon laengst jegeliche Hoffnung axifgegegben hatte und nun mit IXqplication beschert binj 
pfTobletmatisch ist dass es sich bei so einer Staatsquelle un nuede Beamte handelt die ihr Stundenpensum der 
Würstmaschlne erledigen muessen und um Gottes Willen jedem selbststaendigen Gedanken abhold sind; man muesste an 
Ort und Stelle sein utkI neue Ufer vorschlagen koennen wenn sich der Kahn schon verfahren hat; hier wuerde natuerlich 
die Sprache eine unueberbrueckbare Barriere aufstellen; mit der Privatquelle, ein pensionierter Gynnasial Professor, 
kann ich mich wenigstens auf deutsch verstaendigen; wahrscheinlich wird unter anderem die Hurrpoletzsche mein 
Waterloo werden da Anderle pfee, wie spaeter sein Sohn (dessen Geburt in Pracht ice aber gefunden wurde), seine 
Magdalena wahrscheinlich in ihrem Geburtsort geheiratet hat; tableau- im Urikreis von Prachtice gibt es tausende 
Nester. Die ewige Wiederholung von zwei, drei Vornamen kann einem zum Suff bringen; z.B. der gute Mathias Muehler der 
in Muenichreith seine Hinrichtung feierte, (meines Vaters Hamur !), hatte auch einen Bruder selben Namens; bei dem 
einen stimmt das angegebene Alter in der Todeseintragung, beim anderen das Alter bei der Hochzeit (kann man erwarten 
dass ein 24 jaehriger seine Lenze weiss, waehrend das Todesalter doch auf Mutmassung der lachenden Erben aufgebaut 
ist.??) 

ENDLICH!!!!!! ,last but NOT least, zu Ihrem Anliegen; ich freue mich wirklich etwas beitragen zu 
koennen was auch SIE interressiert ! ! ! ! 

Was ich soweit getan habe ist folgendes; 4 Briefe an verschiedene Auskunftsstellen, betreffend des von 
Ihnen erwuenschtem, darunter auch den ccramerziellen Attasche der US Botschaft in Ottawa; durch einen gluecklichen 
Zufall war eine Bekannte von mir auf Besuch deren ••westem" angehauchte Bluse innen das Etiquette "Sheplers, largest 
Western störe in the world" bruestete; dieses Hemd war in Austin, Texas gekauft und ein Anruf an deren 
Mail-order department erziehlte das hoch und heilige Versprechen dass sie mir einen Katalog schicken werden; also 
dazu, ebenso das Echo betreffend der Briefe, wird strenge Geduld erfordern. . . 

Die losen Blaetter des einzigen Katalogs Canadas, "Sears", sind sicherlich zu "zahn" und nur gedacht 
Ihnen einen Begriff von Preisen zu vermitteln, nichts anderes; ich weiss von Austrians die mich vergangenen Mai 
besucht hatten, auch aus eigener Erfahrung, um wie viel Massenbekleidung hier billiger ist; meine Bekannten hat es 
den Atem verschlagen und Hannibal hat nicht mehr Gepaeck ueber die Alpen geschleppt; (in der US ist trotz unseres 
Dollars, nur 85 US cents wert, alles nochmals um ein Drittel billiger). 

Freilich rein qualitativ ist europ. Kleidung haushoch besser (z.B. Eure Cottonstoffe haetten circa 100 
Paeden pro Zentimeter und hier sagen wir nur 60, als grobes Beispiel was ich meine); Zeugs soll gar nicht zu lange 
halten und der Plebs will sowieso staendiug etwas Neues. . . 

Da Austria hinter dem Mond liegt (oops, hoffentlich ist Ihre Frau keine Oesterreicherin, sonst bin ich 
sofort unpopulaer), nehme ich an dass die Pifkes schon laengst auf der "Westem look" Hausse reiten; ich stelle mir 
auch vor dass diese riesigen deutschen Versandtkataloge schon stundenlang so ein Gschnas fuehren- oder ???? 

Da die Goettergattin couturifee ist, so waere es meine bescheidene Meinung dass Selbstrerzeugniss von 
"custcm made" Einzelmodellen der beste Weg zu Ihrer ersten Million sei; man kauft sagen wir 3 oder 4 "Westem" 
Modelle um zu sehen wie sich dieses Werkel dreht, kopiert , wandelt unzaehlige Variationen ab -presto- Alladins 
Schatzhoehle ! 

Einzelne Ifemden/Blusen sind sicherlich zollfrei als "gift" und da leicht, portoguenstig; freilich was 
Schuhe oder gar Huete betrifft so ist dies ein Pferd einer viel teuereren Farbe; ich kann natuerlich ueberhai5)t 
nicht ueber Oesterreichische Brfuhrsbestiiimungen ,Zoll usw urteilen, aber die Eigencreation wuerde den 
hai?)tsaechlichst entgehen. 

Ich erlaube mir ein Schnittmuster beizulegen, wiedemn 4 Varianten desselben Schmatters; das mit dem 
vielknoepfigen Vorsatz ("westem" Rnoepfe sind grundlegend DrucKknoepfe, talmi Perlmitter mit weissem oder gelben 
Metallrand) heisst das "John Wayne" Hand; sie koennen an den vier Modellen ersehen wie schier unbegrenzt die 
Moeglichkeiten sind; Kontrast von uni und Muster (Dimdlstoffe ideal, siehe No l,)Karos und Scotch plaid, polka dots 
Muster gegen Muster, glatte Stoffe contoiniert mit corduroy, matte Stoffe abgesetzt mit Atlas Saetteln, usw. uew. 
usw. . .ad nauseam, aber "NO LIMITS " ! ! ! !! 

Obwohl Sie sich Kingston so circa wie Hollabrunn vorstellen muessen, fand ich trotzdem zu meinem grossen 
Erstaunen (ich bin 20 Jahre zu alt dazu und zehn Kilo zu übergewichtig) einen Laden so vollgestopft mit "Westem 
Tam-Tam" dass Ihnen und Ihrer werthen lady die Traenen ^können waeren; ich lege deren business-card bei, konnte 
aber leider nicht das Geheiimiss ihres Grosshaendlers ergruenden (glaube aber auch dass die "Eingeborenen " weder je 
von Austria noch Vienna gehoert hatten) . 

Das Lager ueberfloss mit "10 gallon" Stetson-type Hueten, f\fl>wool blend, um $ 70 herum; auch original 
"Aussie" (Australier) Huete, engere Krempe aber aus Kaninchenpelz, chic, $ 145; es bog sich an Stiefel aller Arten 





Farben und Excessen, Händen (eines i^uester als das andere aber in dieser Sparte ist ja Vulgaritaet Trunnpf , obMc^l 
am entgegengelegenen Bide des modischen Spectruro die "unterkuehlte" sportswear mit •'westem touches" eines Ralph 
Lauren, Ihre Frau kennt sicherlich den Namen, ein wahrer Rolls-Royce, die ccuntry-clübs erobert hat; uebrigens ist 
die Lizenz von diesem Haus zu beziehen nur Grosskapitalisten zugaenglich.) 

Ich lege ein paar ganz primitive Skizzen bei damit Sie ersehen koemen was "Circle H Westemwear" 
aufzuwarten hat; die Accessoirs nehmen kein Ende, Sporen, gigantische Guertelschnallen, Sheriff Sterne, string ties 
mit jeder Art von cowboy inspirierten Klammem, ( $ 5-7) ••oollar-tips" (siehe Modell 3, $ 6 das Paar) deren blosse 
E)dstenz mir total unbekannt war, aber eigentlich so war mi^^e ganze Masche. . . 

Genug Aetzes, ueberhaipt GENUG !!!!!! 
Kingston gruesst Wien, 

P.S. Waeren Sie an einer eventuellen hiesigen Kundschaft interessiert ? (abhaengig von ungefaehrem Kostenvoranschlag); 
eine Dame die ich kenne will einem Austrian Grossvater (?) auf die Spur gehen und hatte mit Eigeribemuehungen keinen 
Erfolg; besagter Herr wurde als Baby von seinen Eltern nach England verzerrt, die Familie blieb dann dort, Teile 
wanderten nach Canada aus; der Gesuchte angeblich in einer Wiener Dioezese geboren, circa 1851/52, sie weiss 
natuerlich die Namen der Eltern. Da ich annelme dass diese einen Pass anfordern mussten zur Ausreise, wieder 
K.K. Bürokratie, denn selbst meine ürgrossmutter brauchte fuer Niederoesterreich 1830 einen Pass (!), und an Hand von 
Angaben der Mormonen, Genealogie in Austria, Passport Controls, 1795-1901, sollten diese Akte im Wiener Stadtarchiv 
aufliegen, welche dann Adresse, G*urtsdatum (Bezirkskirche), liefern wuerden. . 

Bitte lassen Sie mich diesbezueglich wissen; die Dame kann nur auf Englisch schreiben, aber ich 
uebersetze gerne falls notwendig. 

Ich ersehe gerade auf der selben Seite im Mormon Panphlet (No 16, 6 Seiten), das was 'tfermisonsmatriken 
der zur Monarchie gehoerigen Laender" betrifft, sie fuer Musterungslisten 17^iO-1820, enhaltend Name, Rank, 
Geburtsdatum und Ort, auch das Stadtarchiv Wien als zustaendig angeben, ö)enso Stellungslisten 1820-1914; ich denke 
natuerlich an den Phantom-Gessler ! (haetten Sie an einer Photo-Kopie dieser Mooion- Anweisungsbrochure, gedacht um 
Forschem in Oesterreich unter die Arme zu greifen, berufliches Interesse ?) 



P.P.S; Da die hoeheren Markenwerte selten sind, duerfte ich Sie um Ruecksendung dieser bitten fuer ein Kind welches 
saninelt; keine Schererei, einfach grob ausschneiden. 



f 



^ 



Sehr geehrter Herr Weyen, 



Kingston, 30.4.91 



Sie lögen in grauer Vorzeit aus dei Reich in die Gefilde der Ostiark geglitten sein, aber, ABER die 
Ausstrahlungen Ihrer Divelt waren derartig penetrant sodass nun Ihre Befaehigung an N.S.& S.(Neaner Schius & 
Schiaeh) von echten Einheinischen nicht besser verbrochen werden koennte...« 

Daiit leine ich natürlich Ihre schieichelhafte Bauchpinselei die aber trotdei dankbarst entgegengenoiien 
wurde, selbst wenn ich nur zu gut weiss dass es lit der Bonioterei gar nicht so weit her ist und ich bestenfalls 
lieh nur eines gewissen, leines Torschlussalters angeiessenen Galgenhuior ruehien kann.... 

Herzl.Dank fuer Schreiben voi 17. 4. welches wieder viel Interessantes enthielt; irgendwie bin ich froh 
dass Sie erst lit Toi 3 begonnen hatten denn auf diese Heise ist es viel spannender lit den schon bestehenden 
"clues" auf Verwandschaftsgrade zu raten, aber natuerlich haben Sie, wie iiier, recht dass es vernuenftig ist zu 
warten bis der letzte Opfergang in St.Poelten abgebuesst ist ui inspirierte Bilanz zu halten; das fehlen von 
gewissen Todeseintragungen hat lir gewisse Veriutungen erlaubt wie eventuell einige dieser P/B länner verbunden 
sein koennten; freilich bin ich lir auch gewiss dass lan nicht fuer alle dieser arien Wuerier wird Rechenschaft 
ablegen koennen aber was ii Leben ist schon je lOOl gewesen ausser der Versicherung dass lan einial alle Viere wird 
strecken luessen... 

Den Tod von leinei ür-ürgrossvater A.J.H.Bideriann, * 17.9.1736, wird lan hoffentlich ii Toi 4 finden 
können und sündbar schön wäre es schon wenn Toi 1 uns noch die Heirat zwischen den Eltern von Franciscus Bideriann 
sen., nach Ihren Annahien Bernhard P/B und Haria Sal, bieten könnte, zusaiien lit seinei definitiven Geburtsdatui 
(circa 1670); die Geburt Bernhards selber dürfte vor Beginn von Toi 1 liegen aber trage die süsse Hoffnung dass wir 
in seiner Todeseintragung wenigstens durch Altersangabe dieses Geburtsjahr lehr oder weniger erraten könnten... 

Darf ich noch über einige der letzten hl. Offenbarungen ein paar Worte verlieren; die Eva Haria, Tochter 
des Antonius, die ich schon liebevoll lit Mathias Gruber veriählt hatte, stellt sich nun als eine der ach so 
schrecklich vielen Kinderopfer dar; lein Gott was für grausaie beschränkte Leben diese Leuterln geführt haben 
lüssen; die Frauen ewig in Schwangerschaft, bis die letzte sie abiurkst, die Haenner kaui dass eine neue 
Brutiaschine eingestellt war ui sich der arien Waisen anzuneheien , frisch froehlich weiter zeugend denn was gab es 
denn sonst noch ausser dei Wirtshaus???? 

Die einzige noch uebrigbleibende Eva Haria wäre die Tochter von Lorenz, die aber dann zur Zeit der Ehe 
lit H. Gruber erst 17 Jahre gewesen wäre; löglich aber unwahrscheinlich ? 

In Ihrei Brief, Seite 1 stutzte ich ein wenig über das Ableben von Anna Harie näe Ertlin, Fol. 345, 
26.6.1720; zwar stirbt ihr letztes Kind Joannes 7 Tage später aber das Alter der Hutter wird als 44 angeben was 
doch wohl reichlich betagt scheint; obendrein wäre sie dann zur Zeit der Eheschliessung schon 38 Jahre gewesen, 
fuer daials ein Greisenalter; obendrein besteht auch ein Kind Franz, verierkt von lir unter den Geburten der ersten 
Frau welches nun nicht lehr stiiien kann da diese schon ein Jahr früher verschied; ehrlich gesagt kann ich nicht 
finden woher diese Verierkung kai und köente etwas lit dei Radetzkyiarsch verwechselt haben; wenn nicht lüsste dies 
ein voreheliches Kind gewesen sein denn A.H wurde gleich nach der Hochzeit wieder schwanger. 

Da Antonius Biderianns letztes Kind Franciscus nicht ii Totenbuch aufscheint könnte er leicht der andere 
Franciscus, pistor und Bürgerieister, sein der Haus 62 in Vitis bewohnte. 

Hit Ausnahie von "Klein Höwarthen" habe ich all die anderen kleinen Nester gefunden die auftauchen; ii 
heutigen Atlas haben sie ihre eigenen Kirchen, vielleicht daials nicht denn wie sich sonst erklähren warui diese 
Trauungen und Geburten in Vitis stattgefunden haben? 

Da auch der letzte Sohn von Franciscus senior (aus dritter Ehe ?) Johan Adai, nicht ii Totenbuch 
aufscheint, könnte er der Adai Bideriann sein der später ii Haus No 45 in Vitis lebte; ich weiss wie total 
unwichtig all das obrige ist besonders da es sich sowieso nicht ui die direkte Linie handelt; scheinbar habe ich zu 
wenige andere Sorgen ! 

Deswegen SOFORT zu den wichtigen Dingen ii Leben; leider iiier noch nichts konkretes zu berichten; 
obwohl es Ende der Woche einen Honat her ist dass ich ui den "Western" Katalog aus Texas ansuchte, ist das 
verdaute Ding iiier noch nicht hier; ich rief nochials an und wurde abgespeist daiit dass so etwas etliche Wochen 
dauert, (wahrscheinlich weil auf dei billigsten Postweg gesandt); locker lassen werde ich keineswegs; von den vier 
Briefen kaien die zwei an Kleidungherstellerverbände als unbestellbar zurück (diese Industrie in Canada liegt in 
den letzten Zügen weil nach dei "Free trade agreeient" lit den Staaten Canada einfach nicht lehr konkurrenzfähig 
ist), der dritte Brief an eine grosse Firia bleibt unbeantwortet, wahrscheinlich weil die canadische Adresse nur 



2 



eine Filiale eines ursprünglich aier. Konzerns ist, und was die D.S. Botschaft betrifft antworteten sie lir zwar 
aber nur lit Auszügen eines Listenbuchs wobei "Hestern" ii Titel absolut nichts genaues über die Firia aussagt; 
ich würde dies erst verfolgen wenn nichts anderes klappt; iedoch nachdei ich lich über alle diese 
unzufriedenstellenden Versuche gründlich geärgert hatte kai lir auf einial ein Blitz-Lichtblick (wie ich schon 
früher schrieb süss ich eine lange Leitung haben); die grosse Masche in Canada was cow-boys, rodeo und all diesen 
Klin-bii betrifft ist das jährliche " CALGARY STAHPDE" in ALBERTA, wo alles aber auch ALLES was je Sporen getragen 
hat aufscheint (darf ich Ihnen vorschlagen wenn Sie einial in der Nähe der Can. Botschaft oder Air Canada ai Ring 
sein sollten, sich darüber eine Reisebrochüre geben zu lassen); in der Kingston Bibliothek lies ich lir das 
Calgary Telephonbuch geben (siehe Beilage) und schrieb an die 4 grössten Einen, erklärend dass Niener Bekannte von 
lir diese Art Kleidung in Österreich einführen wollen aber durch die Neuigkeit dieser Linie illustriertes Material 
von grossei Nutzen sein würde; ebenso schrieb ich je einen Brief an die Calgary Handelskauer wie auch an die 
Adresse der Staipede-Verwaltung; jetzt gibt es nur wieder "abwarten und Thee trinken" !!! 

Von "Nötung", was Ihren Wunsch betraf, kann überhaupt keine Rede sein; ich bin ehrlich froh irgendwie 
Ihnen behilflich zu sein (bis jetzt allerdings nur Schall und Rauch) denn es war und ist lir ein Vergnügen lit 
jeiandei zu tuen zu haben der iiier seine Versprechen hält, weiss Gott recht selten ii heutigen Jungle, obendrein 
sein Fach souverainst beherrscht und dazu noch seiner Kundschaft Koipliiente lacht... lehr kann lan wirklich nicht 
verlangen ! Nur den "Trost" den Sie re Bluseneingriff gehegt hatten luss ich Ihnen verleiden; ich bin, leider (?), 
Gott sei Dank (?), nicht der Typ der diesartigei fröhnt 

Hat Ihre werte Geiahlin schon die Schnittiuster ausprobiert? Ich bin nach wie vor ungewiss inwieweit 
deutsche Kataloge schon solche Maetzchen führen und überhaupt in wiefern es Ihnen wichtig ist ein original 
aierikanisches Etiquette 

in Ihren Modellen zu führen oder ob es nicht viel lehr auf das Geschick des kopierens und abwandelns von einigen 
iiportierten Stuecken ankoiit- auf den gewissen "Tai" den lan entweder hat oder auch nicht.... 

Danke fuer Ahnennuiierierungser leuchtung: ich nehie an dass die "ad nauseai" Fortsetzung der Nuiiern auf 
der koipletten Staiitafel von links nach rechts geht und dann wieder fortlaufend links anfängt in der naechsten 
oberen Reihe; da ich die Vorfahren leiner Mutter 981 nicht ausfindig lachen werde können würde ich lich gerne für 
folgene Variante entschliessen, einzig und allein fuer leine Zwecke und keines wegs gegen die Forschungsreligion zu 
Verstössen wagend; Grosseltern: 4V, 5V, 4M, 5M; ürgrosseltern: 8V, SV, 9V, 9V, 8M, 8M, 9M, 9M; ür-ürgrosseltern; 
16V, 16V, 16V, 16V, 17V, 17V, 17V, 17V, 16M, 16M, 16M, 16M, 17M, 17M, 17M, 17M; ür-ür-ürgrosseltem: 32V, 33V, 32M, 
33M, usw, usw, usw,; auf diese Heise wenn iiier ich eine 8 sehe weiss ich ui welche Generation es sich handelt 
, ebenso lit 16 und 32 und in den glaube ich zwei Fällen von 64, und das V oder M sagt lir dann sofort ob es die 
väterliche oder lütterliche Seite ist. 

Was das "ungeklärte" Latein betrifft werde ich Ihnen nicht die spanische Inquisation auf den Hals hetzen 
und dazu nur beierken dass die Alleinseligiachende die ich kenne keineswegs sich je entschuldigt oder 
gerechtfertigt hätte; eher den arien Hinterbliebenden dreifach dafür gerechnet dass der Pfaff in der Mitte der 
Nacht "belästigt" wurde...!!!! 

Danke für Marken, wenn Sie wieder daran denken einfach ausschneiden ! Bleibt zui Schluss nur die Sache 
lit Ihrer "zukünftigen" Kundin, Mrs.Mae Morley: ich lege den übersetzten Brief bei lit der Kopie die Sie haben 
wollten; die Tatsachen berufen sich auf Faiilienüberlieferung, iiier fragwürdig, aber die betreffenden Daten sind 
doch durch sowohl den Eheschein wie auch Todesschein in gewissen Grenzen bestätigt; leiner Laienieinung nach 
scheint der sicherste Weg via "Passkontrollen" oder "Arbeitsbuch Protokollen" zu liegen weil das Kind ja weiss Gott 
in welcher Pfarre getauft sein könnte; ich habe für Mrs. Morley an die Erdberger Pfarrkirche geschrieben weil dort 
angeblich ein J.KOPI ui 1818 geheirat hat (diese Inforitation via dei Vater der Daie die lir ihrei Sohn lebt, ein 
Bekannter auch von lir der ii Herbst in Wien war; er ging zui Pfarrait St. Stephan, No 2 ?, weil doch angeblich das 
Kind dort getauft wurde was sich aber als trugschlüssig herausstellte und wurde von dort zui Rathaus geschickt; 
dabei luss ich beierken dass lein Bekannter kein Wort Deutsch spricht noch versteht und soweit ich gehört habe war 
es lit der Englischkenntniss der Befragten circa ebenso... also tableau !).Ich lege Xerox Kopie eines Morion 
Paiphlets bei, unterstrichen 
auch was eventuell den Geister/ Gessler betreffen könnte. 

Schluss lit Jubel; seit drei Tagen strahlendes Soiierwetter ; voi Winterrock zur Badehose ii 
Handuidrehen, luss nach diesei endlosen Gekritzel endlich etwas ii Garten unternehien bevor es wieder Herbst 
wird...« 



\\ 



Dear Mr.Weyen, 



Kingston, 5-5.1991 



Ja ja die Tücke des Objekts oder besser gesagt der Post- natürlich kam der 
Katalog gerade erst heute an; ich hatte mir diesen ehrlich gesagt viel 
"theatralischer", also mit mehr "Gschnas" vorgestellt und sicherlich gibt es auch so 
etwas, man müsste nur wissen wo; vielleicht werden die Briefe nach Calgary noch so 
etwas hervorzaubern ! ! ! ! ! 

Was den "Schmuck" betrifft so ist dieser so teuer weil es sich eben um 
Silber handelt; ähnlicher Tinef aus Talmi-Material kostet nur einen Bruchteil, wie ich 
Ihnen ja schon schrieb; jedenfalls sehen Sie nun ungefähr wie so etwas aussieht, selbst 
wenn ich auch hier die Auswahl für klein halte. 

Das einzige was mir gefällt, nicht dass dies vom geringsten Interesse sein 
mag und auch nichts zur Sache tut, sind die Hemden auf Seite 5; diese "kragenlose" Mode 
gab es schon vor etlichen Jahren aber alle meine derartigen Exemplare sind mir längst 
zu eng um den "avoirdupoids" herum tempus fugit !!! 

Für Canadier sind diese Prpise zu guter letzt zu hoch weil der US 
Dollarkurs, Zoll plus unsere zwei Taxen noch darauf kommen würden; da aber Kleidung in 
Europa und besonders in Austria, jedenfalls für meine Begriffe, sträflich haushoch ist, 
kann es leicht für Sie erschwinglich und mit einem Profitmargin sein; auch stelle ich 
mir vor, obwohl nicht ganz sicher, dass für Ihre Bestellungen andere Grossisten Preise 
agieren würden. 

Wenn nicht so ist nach wie vor mein Vorschlag, nämlich ein pa^r Einzelstücke 
kopieren, abwandeln und sogar zu "verbessern" eine, wenn nicht die Alterr^^tive 

Genug "Ätzes", 

Kingston grüsst Wien, m 



P.S. Ich bin mir nicht um den Umfang Ihrer Englisch Kenntnisse sicher; der Katalog Text 
dürfte bestimmt keine Schwierigkeiten bereiten. 



\ 



FRAGEBOqEN t 

DAnna Maria Rohsaecker. Mutter von zwei meiner Ur-Urgrossn^etter ist wichtis^kann das Institut Geburtseintragung 
erbringenTDa die Heirat in 1762,liegt die Ebersdorfer Matrik in St.Poelten. 

ja: 

nein: 

2)Kann das Institut an Hand der Heiratsurkunde des Joseph Gesslers in ^^^ '^J-^^^^^^j^^^'^^J^^ ^^'^^3 S^ 
der Eintragung der Eltem.hfathias & Katherina,nee Richter. d es ,^xter ^ 6^-i^^!!^?^,^ ^^JjTieg^^ 
sitzes,kam man Ebersdorf annehnenTjwenn ja dann duerften die aelteren Matriken wieder in St.Poelten Hegen. 

ja: 
nein: 

3)Soll ich nochnals an Kanonikus Froehlich in Rappottenstein (siehe mein Brief an Sie,6.7.90 mit ^jl^ß^"^;.^^^" 
^^ L^Sh^rmt" dSser zwei Eintragungen-WI^-irgerxiet,,^ nuetzliches ergeben »^oennten se st «o^ d^^^ 
von Maria Anna Wiiiter,circa 1775-1778 durch Brand der Matrik verloren ist und diese erst nach 1797 wieder bestehen/ 

ja: 
nein: 

Joseph R:anz(?)Gessler; * 8.1.1808 Pate Julianna Ifoeffahr . 

+ 19.7.1808 
Maria Anna Gesslerj * 12.8.1812 Patin Maria Anna Pichlwanger 

+ 1.1.1816 

Geburt des Vaters,Joseph Gessler,verheixatet Elsdorf 21.^.1807 (siehe l),sowohl sein Tod si^xi total unbelegt . 

ja: 
nein; 

5);Glauben Sie dass ei.e komplette Photokopie der 2 (7) Vitis BueCxn: ^J^ '^^'^^^''^^ ^ ^ "^'^^ "^""•*" 
Hand dessen koennte auch idi »"i^ ^^ zumiiKlestens versuchen daraus klug zu werden? 

ja: 
nein! 

6)- Betreffend Grein a/d Donau jmeine Anfragen erhielten keine Antwort. Ifih moechte sowhl die Eheschliessung von Georg 
^' iSS^&TÜTI^ ANDER1£:9.11.1828 ueberpruefen um Stand des Braeuti^ams (48 Jahre alt! ««"O^l andere Kxnderdes 
Paaresjin der Uebermachung des Hauses und Geschaefts in Waidhof en/%bs, 6. 1.1854 sind sowohl der Sohn.Georg BITIERMAN 
(26.1] .1830-^5. 12. 1889)^enannt wie auch eine Christine ; angeblich ist in Waidhofen/Ybbs kerne Heirat des G.B. auf- 
gezeichnet und er sibt^'sich in Wien, 12. 5. 1878 als ledig bei seiner Ehe an; ist Christine eine Schwester?Angeblich 
auch keine Sterbea^f Zeichnung einer Christine B.In Waidhofen/Ybbs. 

ja: 
nein; 

besser,einen erfahrenen Archivisten in Pension.der Hmen helfend zur beite srenen ^ 
zeitraubenden Etappen dieser Rescherschen? 

ja; 

nein: 

8);T^ffen dieselben Probleme auch fuer Oberoesterreich zu ? Gibt es ein S.-vn,rldopot ä la St.roclton.pU. diverse 
individuelle Pfarren? 

ja: 
nein: 

9),.Darf ich hoffen dass das obige in n^iner. Al.t konnt.eine angCoritzelte nx,to-Kopie geleger^tlich an mich? 

ja: 
nein: 



FRAGEBOGEN ! 

l)Anna Maria Rohsaecker,Mutter von zwei meiner üi>-ürgrossrnuetter ist wichtig ;kann das Institut Geburtseintragung 
erbringen?Da die Heirat in 1762, liegt die Ebersdorfer Matrik in St.Poelten. 

ja: 
nein: 

2)Kann das Institut an Hand der Heiratsurkunde des Joseph Gesslers in Ebersdorf ,21.4.1807 Tom X/Folio 1 a,auf Grund 
der Eintragung der Eltem,Mathias & Katherina,nee Richter,dies weiter verfolgen?Ich ersehe keine Angabe des Wohn- 
sitzes, kann man Ebersdorf anneliiKn?;wenn ja dann duerften die aelteren Matriken wieder in St.Poelten liegen, 
ja: 
nein: 

3)Soll ich nochmals an Kanonikus Proehlich in Rappottenstein (siehe mein Brief an Sie, 6. 7. 90 mit Beilage) schreiben 
um zu sehen ob Daten dieser zwei Eintragungen-WINTER-irgendetwas nuetzliches ergeben koennten, selbst wenn die Geburt 
von Maria Anna Winter, circa 1775-1778 durch Brand der Matrik verloren ist und diese erst nach 1797 wieder bestehen? 

ja: 
nein; 

4);Wuerden Sie irgendwann nach Maria Taferl komnfßn um doch noch selbst die Spur des Joseph Gesslers zu verfolgen; ich 
konnte nicht die Bestaetigung zweier Geburten und eines Todes bekoranenCErweis des Todes des 2. Kindes habe ich) 

Joseph Franz(?)Gessler; * 8.1.1808 Pate Julianna Hoeffahr 

+ 19.7.1808 
Maria Anna Gessler; * 12.8.1812 Patin Maria Anna Pichlwanger 

+ 1.1.1816 

Geburt des Vaters, Joseph Gessler, verheiratet Ebersdorf 21.4.1807 (siehe 1), sowohl sein Tod sind total unbelegt . 

ja: 
nein: 

5);Glauben Sie dass eine konplette Photokopie der 2 (?) Vitis Buecher in St.Poelten moeglich und von Nutzen waere?An 
Hand dessen koennte auch ich mit Lupe zumindestens versuchen daraus klug zu werden? 

ja: 
nein: 

6);Kann das Institut, die Moeglichkeit weiss ich aus einem Ihrer Briefe, sich FiLne aus der CSR kommen lassen zwecks 
Eroerterung der Geburt von: 

1): Joseph Anderle in Prachat ice , circa 1743-44, eventuell Heiratsschein der Eltern, 
Johann Anderle & Magdalena nee Hunpoletz 



ja: 
nein: 



2); Mathias Muehler/ Mueller/Miller in Volary , circa 1772-73, eventuell Heiratsschein 
seiner Eltern, Mathias Miller & Maria Anna nee Kindermann 



7);Koennte man jemanden ausfindig machen, entweder einen noch nicht ganz flueggen jungen Archivisten oder, sicherlich 
besser, einen erfahrenen Archivisten in Pension,der Ihnen helfend zur Seite stehen koennte fuer die langweiligen, 
zeitraubenden Etappen dieser Rescherschen? 

ja: 
nein: 

8);Treffen dieselben Probleme auch fuer Oberoesterreich zu ? Gibt es ein Sanmeldepot ä la St.Poelten,plus diverse 
individuelle Pfarren? 

ja: 
nein: 



9); Darf ich hoffen dass das obige in meinen Akt kommt, eine angekritzelte Photo-Kopie gelegentlich an mich? 



ja: 
nein: 



FRAGEBOGEN ! 

DAnna bfaria Rohsaecker.Mutter von zwei meiner Ur-lJrgrossmuetter ist wichtigikaim das Institut Gelwrtseiji tragung 
erbringen?Da die Heirat in 1762, liegt die Ebersdorf er ^^at^ik in St.Poelten. 

ja: 
nein: 

2)Kann das Institut an Hand der Fleiratsurkunde des Joseph Gesslers in Ebersdorf, 21 .6. 1807 Ton X/FoUo 1 a,auf Gtwvi 
der Eintragung der Eltem,Mathias & Kather ina, nee Richter,dies witer verfolgenTIch ersehe keine Angabe des Wohn- 
sitzes, kann man Ebersdorf annehiien?;wenn ja dann duerften die aelteren Hatriken wieder in St.Foelten liegen. 

nein: 

3)Soll ich nochmals an Kanonikus Froehlich in Rappottenstein (siehe mein Brief an Sie, 6. 7.90 mit Beilage) schreiben 
um zu"lihen ob Daten dieser zwei Eintragimgen-WINUB-irgcndebcns mietzlidips ergeben koennten, selbst i-wm |^e ^ebui 
von Maria Anna Winter,circa 1775-1778 durch Brand der Matrik verloren ist und diese erst nach 1797 wieder besteuern 

ja: 
nein: 

^i):Wuertlen Sie irgendwann nach Maria Taferl kotmen um doch noch selbst die Spin: des Joseph Gesslers zti verfolgenjich 
konnte nicht die Bestaetigung zweier Geburten und eines Todes bekamm^CFn^is des Todes des 2.Kindes habe ichj 

Joseph Franz(?)Gessler; * 8.1.1808 Fate Julianna IfoeffaJir 

+ 19.7.1808 
Maria Anna Gessler; - 12.8.1812 Fatin Maria Anna Pichlvranger 

+ 1.1.1816 

Geburt des Vaters,Joseph Gessler.verheiratet Ebersdorf 21.6.1807 (siel« l),scnTOhl sein Tod siixl total untelegt . 

nein: 

5);Glauben Sie dass eine komplette Hiotokapie der 2 (?) Vitis nuocl>rr in St-Foelten mooBlich md ^^ IMtzen waereTAn 
Hand dessen koemte auch idi mit Lupe zumindestens versuclieii daraus klug zu wrdeii? i 

ja: 
nein: 

6); Betreffend Grein a /d Donau ;iTieine Anfragen erhielten keine Antx^^ort . Ich moechte sowhl die Eheschliessung von Georg 
BITTERMAN & Juliana ANDEEUJ:,9.11.1828 ueberpruefen um Stand des Braeuti^.ams (<^8 Jahre alt!) sowohl andere Ki nder des 
Paares; in der Uebermachung des Hauses und Geschaefts in Waidhof en/Ybbs, 6. 1.1854 sind sowohl der Sohn, Georg BITTERMAN 
(26.11.1P.30-25.12.1889)2enannt wie auch eine Christine ; angeblich ist in Waidhofen/Ybbs keine Heirat des G.B. auf- 
gezeichnet md er gibt^sich in Wien, 12. 5.1878 als ledig bei seiner Ehe an; ist Christine eine Schwester?Angeblich 
auch keine Sterbea^uf Zeichnung einer Christine B.In Waidhofen/Ybbs. 

ja: 

nein: I 

7):Koennte man jamnden ausfindig imd,en,entt^I^r einot, n(x:h nicht gnnz fh-r.r,n, jtn.p-n Archivistni a1rT,siclCTlich 
besser,einen erfalirenen Arcliivisten in Pension.dnr IId^o, JielfeiKl nn: Seite stehen koemte fuer die langt^iligen, 
zeitraubenden Etappen dieser Rescherschen? I 

ja: 

nein: 1 

8);Treffen dieselben Probleme auch fuer Oberoesterr^ich zu ? Gibt es ein Sn,..,rldn,>ot A la St.roolto„.pl„. diverse 
individuelle Pfarren? I 

ja: I 

nein: 1 

9)5Darf ich hoffen dass das obige in n^inen Al.t kannt.eine ancclaritzelte H^otc^Kopie gelrgeT.tlich nn mich? I 

ja: I 

nein: I 



FRAGEBOGEN ! 

DAnna Maria Rohsaecker, Mutter von zwei meiner Ür-Urgrossnuetter ist wichtißikaim das Institut Gclwrtseintragung 
erbringen?Da die Heirat in 1762,liegt die Ebersdorfer Matrik iji St.Poelten. 

ja: 
nein: 

2)Kann das Institut an Hand der Heiratsurkunde des Joseph Gesslers in Ebersdorf, 21. ^.1807 Tan X/Folio 1 a,auf Grimd 
der Eintragung der Eltem,Mathias & Katherina,nee Richter,dies t^iter verfolgenTIch ersehe keine Anßabe des Wöhn- 
sitzes.kann man Ebersdorf annehiien?;wenn ja dann duerften die aelteren Matriken wieder in St.Foelten liegen. 

jas 
nein: 

3)Soll ich nochmals an Kanonikus Ftoehlich in Rappottenstein (siehe mein Brief an Sie,6.7.90 mit Beilace) schreiben 
um zu"l^hen ob Daten dieser zwei Eintrae,mGen-WINITO-irßendet.,-ns nuetzlidK-s ergeben kocrmten, selbst ^^^ ^^ ^ , 
von Maria Anna Winter,circa 1775-1778 durch Brand der Matrik verloren ist und diese erst nach 1797 wieder bestehen7| 

jas 
nein: 

A);Wuerden Sie irgendwann nach Maria Taferl kam^ um doch noch selbst die Spur des Joseph f ^^1^^ Jj^^^'l^j;''"*' 
konnte nicht die Bestaetigung zweier Geburten und eines Tcxles bekcm.en(En^is des Todes des 2.Kindes habe ich) 

Joseph Franz(?)Gessler5 * 8.1.1808 Pate Julianna Ifoeffalnr 

+ 19.7.1808 
Maria Anna Gessler; * 12.8.1812 Patin Maria Anna Pichlwanger 

+ 1.1.1816 

Geburt des Vaters,Joseph Gessler.verheiratet Elsdorf 21.6.1807 (sie.« l),so,^hl sein Tod süxl total ui^belegt . 

ja' 
nein: 

5);Glauben Sie dass eine komplette Pfx^tokopie dor 2 (?) Vitis BucclK-r in St.foeltPn moeglich ^ von .^.tr.en waere?An 
Hand dessen koennte auch ich mit Lupe zumindestens versuclien daraus klug zu werden? 

ja! 
nein: 

6); Betreffend Grein a /d Donau jmeine Anfragen erhielten keine Antwort. Ißh moechte sowhl die Eheschi iessung von Georg 
BITTERMAN & Juliana ANDERIJ:,9.11.1828 ueberpruefen um Stand des Braeuti°.ams (^8 Jahre alt!) sowohl andere Ki nder des 
Paares;in der Uebermachung des Hauses und Geschaefts in Waidhof en/Ybbs, 6.1. 18 W sind sowohl der Sohn.Georg BITIERMAN 
(26. 11. 1830-25. 12. 1889)senannt wie auch eine Christine ; angeblich ist in Waidhofen/Ybbs keine Heirat des G.B. auf-| 

gezeichnet und er ^ibt sich in Wien,12.5.1878 als ledig bei seiner Ehe an; ist Christine eine Schwester? Angeblich 

auch keine Sterbea->uf Zeichnung einer Christine B.In Waidhofen/Ybbs. 

ja: 
nein: 

7).Koennte man jananden ausfindig md^n.ent.^J-r eh,en nrx:!, nicht ganz fU-or.r.m j.n.gon Arcinviste,, oder, siel ,er lieh 
^'S^!e^ erfnlrrenen Archivisten in Pension.der m^ .x^lfn.. nn: Seite stehen kocmte fuer die Inngweiligen. 
zeitraubenden Etappen dieser Rescherschen? 

ja: 
nein: 

8);Treffen dieselben Probleme auch fuer Oberoesterreich zu ? Gibt es ein S...,.rldP,v,t h la St.fooUon.plus diverse 
Individuelle Pfarren? 



ja: 
nein! 

9); Darf ich hoffen dass das obige in meinen 
ja: 
nein; 



Alct kennt, ebie angel-ritrelte Hroto-Kopie gelcGcntlich an mich? 



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FRAGEBOGE 






DArma Maria Rohsaecker, Mutter von zwe 
erbringen?Da die Heirat in 1762, lieg 
ja: 
nein: 



2)Kann das Institut an Hand der 
der Eintragung der Eltern, Mathias & 
Sitzes, kann man Ebersdorf annehnen?; 



ja: 
nein: 



meiner Ur-Urgrossmuetter ist wichtigjkann das Institut Geburtseintragung 
die Ebersdorf er Matrik in St.Poelten. 



Fleirat furkunde 



des Joseph Gesslers in Ebersdorf, 21. ^.1807 Tom X/Folio 1 a,auf Grund 
atherina,nee Richter, dies T>7eiter verfolgen?Ich ersehe keine Angabe des Wohn- 
nenn ja dann duerften die aelteren Matriken wieder in St.Poelten liegen. 



3)Soll ich nochmals an Kanonikus Froehlich in Rappottenstein (siehe m^in Brief an Sie, 6. 7. 90 mit Beilage) sctireiben 

ragungen-WINrER-irgCTx]Gti>ms niietzliclios ergeben koennten, selbst wnrm die Geburt 
durch Brand der Matrik verloren ist und diese erst nach 1797 wieder bestehen? 



um zu sehen ob Daten dieser zwei Ein 
von Maria Anna Winter, circa 1775-177 
ja: 
nein: 



A);Wuerden Sie irgendwann nach Maria T 
konnte nicht die Bestaetigung zweie 

Joseph Franz(?)Gess 

Maria Anna Gess 



ferl kormen um doch noch selbst die Spur des Joseph Gesslers zu verfolgen; ich 
Geburten und eines Todes bekamrenCEn^^eis des Todes des 2. Kindes habe ich) 
er; ^ 8.1.1808 Pate Julianna Ifoeffahr 

+ 19.7.1808 
er; ^ 12.8.1812 Patin Maria Anna Pichlwanger 

+ 1.1.1816 



Geburt des Vaters, Joseph Gessler,ve|heiratet Ebersdorf 21.^.1807 (siehe 1), sowohl sein Tod sind total unbelegt 
ja: 



nein: 



5);Glauben Sie dass eine komplette Pix) 
Hand dessen koennte auch ich mit 



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ja: 
nein: 



6) 



ja: 
nein: 



okopie der 2 (?) Vitis BöocIkh: in St.Poelten moeglich i£id von Nutzen waere?An 
zumindestens versuchen daraus klug zu werden? 



7);Koennte man jemanden ausfindig 

besser, einen erfahrenen Archivisten 
zeitraubenden Etappen dieser 



machin, entr^Teder einen noch nicht ganz fluegg'^ jungen Archivisten oder, sicl)er lieh 
in Pension, der Dmen lielfeiKl zur Seite stellen koennte fuer die langweiligen, 



Resche sehen? 



ja: 
nein: 



8);Treffen dieselben Probleme auch fue 
individuelle Pfarren? 
ja: 
nein: 



9); Darf ich hoffen dass das obige in 
ja: 
nein: 



Oberoesterreich zu ? Gibt es ein Snimrldepot ä la St.Poelten, plus diverse 



inen AI<:t könnt, eine angclaritzelte Plioto-Kopie gelegentlich an mich? 



FRAGEBOGEN t 

l)Anna Maria Rohsaecker, bitter von zvTei meiner Ür-Urgrossmuetter ist wicht ig ; kann das Institut Geburtseintragung 
erbringen?Da die Heirat in 1762, liegt die Ebersdorf er Matrik in St.Poelten. 
ja: 
nein: 

2)Kann das Institut an Hand der Heiratsurkunde des Joseph Gesslers in Ebersdorf, 21. ^.1807 Tom X/Folio 1 a,auf Grund 
der Eintragung der Eltern, Mathias & Katherina, nee Richter, dies T^iter verfolgen?Ich ersehe keine Angabe des Wohn- 
sitzes, kann man Ebersdorf annehmen?; wenn ja dann duerften die aelteren Matriken wieder in St.Poelten liegen, 
ja: 
nein: 

3)Soll ich nochmals an Kanonikus Froehlich in Rappottenstein (siehe mein Brief an Sie, 6. 7. 90 mit Beilage) sctireiben 
um zu sehen ob Daten dieser zv^ei Eintragungen-WINrER-irgendetTs'ns mietzliclTGs ergeben koennten, selbst wrmn die Geburt 
von Maria Anna Winter, circa 1775-1778 durch Brand der Matrik verloren ist und diese erst nach 1797 wieder bestehen? 
ja: 
nein: 

4);VRjerden Sie irgendwann nach Maria Taferl korrmen um doch noch selbst die Spur des Joseph Gesslers zu verfolgen; ich 
konnte nicht die Bestaetigung zweier Geburten und eines Todes bekonmenCEn^is des Todes des 2. Kindes habe ich) 

Joseph Franz(?)Gessler; -^ 8.1.1808 Pate Julianna ffoeffalir 

+ 19.7.1808 
Maria Anna Gessler; * 12.8.1812 Patin Maria Anna Pichlwanger 

+ 1.1.1816 

Geburt des Vaters, Joseph Gessler, verheiratet Ebersdorf 21.^.1807 (siehe 1), sowohl sein Tod sind total unbelegt « 

ja: 
nein: 

5);Glauben Sie dass eine komplette Photokopie der 2 (?) Vitis BueclK?r in St.Poelten moeglich urxl von Nutzen waere?An 
Hand dessen koennte auch ich mit Lupe zumindestens versuchen daraus klug zu werden? 
ja: 



nein: 



6) 



ja: 
nein: 



7);Koennte man jemanden ausfindig machen, entvneder einen noch nicht ganz flueggcn jungen Archivisten al(?r,sicl)erlich 
besser, einen erfahrenen Archivisten in Pension, der Ilmen helfend zur Seite stehen koennte fuer die langweiligen, 
zeitraubenden Etappen dieser Rescherschen? 

ja: 
nein: 

8);Treffen dieselben Probleme auch fuer Oberoest erreich zu ? Gibt es ein Snimrldepot ä la St.Poelten, plus cliverse 
individuelle Pfarren? 

ja: 

nein: 

9);Darf ich hoffen dass das obige in meinen Akt kcrTTTTt,eine angelorit zelte Photo-Kopie gelegentlich an mich? 
ja: 
nein: 



FRAGEBOGEN ! 

DAnna Maria Rohsaecker, Mutter von zwei meiner Ur-Urgrossmuetter ist wichtig ;kann das Institut GelTurt sein tragung 
erbringenTDa die Heirat in 1762, liegt die Ebersdorf er Matrik in St.Poelten. 
ja: 
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2)Kann das Institut an Hand der Heiratsurkunde des Joseph Gesslers in Ebersdorf ,21.^.1807 Ton X/Folio 1 a,auf Grund 
der Eintragung der Eltem,Mathias & Katherina,nee Richter, dies witer verfolßen?Ich ersehe keine Angabe des Wohn- 
sitzes, kann man Ebersdorf annehmen?; wenn ja dann duerften die aelteren Matriken wieder in St.Poelten liegen. 

ja: 
nein: 

3)Soll ich nochmals an Kanonikus Froehlich in Rappottenstein (siehe mein Brief an Sie, 6. 7. 90 mit Beilage) schreiben 
um zu sehen ob Daten dieser zwei Eintragungen-WINFER-irgendet^^ms mietzlichos ergeben koennten, selbst wenn die Geburt 
von Maria Anna Winter,circa 1775-1778 durch Brand der Matrik verloren ist und diese erst nach 1797 wieder bestehen? 

ja: 
nein: 

4);Wuerxien Sie irgendwann nach Maria Taferl konmen um doch noch selbst die Spur des Joseph Gesslers zu verfolgen; ich 
konnte nicht die Bestaetigung zweier Geburten und eines Todes bekormenCEn^^is des Todes des 2. Kindes habe ich) 

Joseph Franz(?)Gessler; - 8.1.1808 Pate Julianna Ifoeffahr 

+ 19.7.1808 
Maria Anna Gessler; - 12.8.1812 Patin Maria Anna Pichlwanger 

+ 1.1.1816 

Geburt des Vaters,Joseph Gessler,verheiratet Ebersdorf 21.^.1807 (siehe 1), sowohl sein Tod sind total unbelegt. 

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5);Glauben Sie dass eine komplette Photokopie der 2 (?) Vitis Buocl)cr in St.Poelten moeglich vmd von Nutzen waere?An 
Hand dessen koennte auch idi mit Ixspe zumindestens versuchen daraus klug zu werden? 
ja: 



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7);Koennte man jonanden ausfindig machen, entweder einen noch nicht ganz nuegCCTi jungen Arcliivisten oder,sid»erlich 
besser.einen erfahrenen Archivisten In Pension.der Itmen helfend zur Seite stehen koennte fiier die langweiligen, 
zeitraubenden Etappen dieser Rescherschen? 

ja: 
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8);Treffen dieselben Probleme auch fuer Oberoestenreich zu ? Gitit es ein Snimrldopot ä la St.PoeltGn.pUis diverse 
individuelle Pfarren? 

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9);Darf ich hoffen dass das obige in meinen Akt konmt.eine angeteitzelte Hioto-Kopie gelegentlich an mich? 

ja: 
nein: 



FRAGEBOGEN ! 

DAma Maria Rohsaecker, Mutter von zwei meiner Ur-Urgrossmuetter ist wicht ig ; kann das Institut Geburtseintragung 
erbringenTDa die Heirat in 1762, liegt die Ebersdorfer Matrik in St.Poelten. 
ja: 
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2)Kann das Institut an Hand der Heiratsurkunde des Joseph Gesslers in Ebersdorf ,21.^.1807 Ton X/Folio 1 a,auf Grund 
der Eintragung der Eltem,Mathias St Katherina,nee Richter,dies witer verfolgen?Ich ersehe keine Angabe des Wohn- 
sitzes, kann man Ebersdorf annehmen?; wenn ja dann duerften die aelteren Matriken wieder in St.Poelten liegen. 

ja: 
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3)Soll ich nochnals an Kanonikus Froehlich in Rappottenstein (siehe mein Brief an Sie, 6. 7. 90 mit Beilage) sctireiben 
um zu sehen ob Daten dieser zwei Eintragungen-WINrER-irgendeü.-ns nuetzliches ergeben koennten, selbst wenn die Geburt 
von Maria Anna Winter, circa 1775-1778 durch Brand der Matrik verloren ist und diese erst nach 1797 wieder bestehen? 

ja: 
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A);Wuerden Sie irgendwann nach Maria Taferl kocrmen um doch noch selbst die Spur des Joseph Gesslers zu verfolgen; ich 
konnte nicht die Bestaetigung zweier Geburten und eines Todes bekaTTTien(En>?eis des Todes des 2. Kindes habe ich) 

Joseph Franz(?)Gessler; - 8.1.1808 Pate Julianna Hoeffahr 

+ 19.7.1808 
Maria Anna Gessler; * 12.8.1812 Patin Maria Anna Pichlwanger 

+ 1.1.1816 

Geburt des Vaters,Joseph Gessler,verheiratet Ebersdorf 21.^.1807 (siehe 1), sowohl sein Tod sind total unbelegt. 

ja: 

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5);Glauben Sie dass eine komplette Photokopie der 2 (?) Vitis Buocl)cr in St.Poelten moeglich md von Nutzen waere?An 
Hand dessen koennte auch idi mit Lupe zumtndestens versuchen daraus klug zu werden? 
ja: 
nein: 

6) 



ja: 
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7);Koennte man jenanden ausfindig machen, entweder einen noch nicht ganz Hueggcn jungen Archivisten oder, siclierl ich 
besser,einen erfahrenen Archivisten in Pension,der Ilmen helfend zur Seite stehen koennte fuer die langi^iligen, 
zeitraubenden Etappen dieser Rescherschen? 
ja: 
nein: 

8);Treffen dieselben Probleme auch fuer Oberoest erreich zu ? Git^t es ein Snimrldepot ä la St.Poelten, plus diverse 
individuelle Pfarren? 
ja: 
nein: 

9);Darf ich hoffen dass das obige in meinen Akt kaTTTTt,eine angeloritzelte Photo-Kopie gelegentlidi an mich? 
ja: 
nein: 



FRAGEBOGEN : 

l)Anna Maria Rohsaecker, Mutter von zwei meiner ür-ürgrossmuetter ist wicht ig ; kann das Institut Geburtseintragung 
erbringen?Da die Heirat in 1762, liegt die Ebersdorfer Matrik in St.Poelten. 
ja: 
nein: 

2)Kann das Institut an Hand der Heiratsurkunde des Joseph Gesslers in Ebersdorf, 21. 4. 1807 Ton X/Folio 1 a,auf Grund 
der Eintragung der Eltem,Mathias & Katherina, nee Richter, dies weiter verfolgen?Ich ersehe keine Angabe des Wohn- 
sitzes, kann man Ebersdorf annehmen?; wenn ja dann duerften die aelteren Matriken wieder in St.Poelten liegen. 

ja; 
nein: 

3)Soll ich nochmals an Kanonikus Froehlich in Rappottenstein (siehe mein Brief an Sie, 6. 7. 90 mit Beilage) schreiben 
um zu sehen ob Daten dieser zwei Eintragungen-WINTER- irgendetwas nuetzliches ergeben koennten, selbst wenn die Geburt 
von Maria Anna Winter, circa 1775-1778 durch Brand der Matrik verloren ist und diese erst nach 1797 wieder bestehen? 
ja: 
nein: 

A);Wuerden Sie irgendwann nach Maria Taferl komnen um doch noch selbst die Spur des Joseph Gesslers zu verfolgen; ich 
konnte nicht die Bestaetigung zweier Geburten und eines Todes bekonnenCEn^is des Todes des 2. Kindes habe ich) 

Joseph Franz(?)Gessler; '^ 8.1.1808 Pate Julianna Hbeffahr 

+ 19.7.1808 
Maria Anna Gessler; - 12.8.1812 Patin Maria Anna Pichlwanger 

+ 1.1.1816 



Geburt des Vaters, Joseph Gessler, verheiratet Ebersdorf 21.^.1807 (siehe 1), sowohl sein Tod sind total unbelegt . 

ja: 

nein: 

5);Glauben Sie dass eine komplette Photokopie der 2 (?) Vitis Buecher in St.Poelten moeglich und von Nutzen waere?An 
Hand dessen koennte auch ich mit Lupe zumindestens versuchen daraus klug zu werden? 

ja: 
nein: 

6);Kann das Institut, die Moeglichkeit weiss ich aus einem Ihrer Briefe, sich Filme aus der CSR komnren lassen zwecks 
Eroerterung der Geburt von: 

1); Joseph Anderle in Prachatice , circa 17A3-4A, eventuell Heiratsschein der Eltern, 
Johann Anderle & Magdalena nee Fftrpoletz 



ja: 
nein: 



2) : Mathias Muehler/ b^eller /Miller in Volary , circa 1772-73, eventuell Heiratsschein 
seiner Eltern, Mathias Miller & Maria Anna nee Kindermann 



7);Koennte man jemanden ausfindig machen, entweder einen noch nicht ganz flueggen jungen Archivisten oder, sicherlich 
besser, einen erfahrenen Archivisten in Pension, der Ihnen helfend zur Seite stehen koennte fuer die langweiligen, 
zeitraubenden Etappen dieser Rescherschen? 
ja: 
nein: 

8);Treffen dieselben Probleme auch fuer Oberoesterreich zu ? Gibt es ein Sanmeldepot ä la St.Poelten, plus diverse 
individuelle Pfarren? 
ja: 
nein: 

9);Darf ich hoffen dass das obige in meinen Akt kamTt,eine angeloritzelte Photo-Kopie gelegentlich an mich? 
ja: 
nein: 



Vitj^ 



Gregor 

Bidennapi 
verii.mit 

Margarethe 



Paul 

Pockhfues 
verh.rait 
Anna 



Yitl.^ 



Bernhard 
Pideman 



Maria 

* 

+ 



in 2.Ehe,10.2.1fi76 
mit Cath. Reichberg 



Nicoiaus — 
Roibperger 
verh.mit 
Anna 



Gadorf 



Ihonas 
Pockflues 



+ 



Vitis 



Vitis 



Franc iscus 
Biderman 
* ca 1670 
+ 4.6.1730 



vnrh 



Elisabetha 
Roibperger 

7. .7.1664 



Gadorf 



Susanna 

Pockflues 
*ca 1669 

+ 18.2.1713 



Philipp 
Klanckh 

+ 



Catherina 



verh. Vitis 24.1.1690 



in 2. Ehe 6.2.1714 
Anna Maria Ertlin " 

Bruder Josef + 1699 
Zi>n.ll ingsbruederf 1708 
Bruder Franz +1714 



Vitis 



Joseph 
Bideman 
^^ 13.3,1700 
+ 30.8.1772 



Vitis 



Elisabeth 

Klankh 

* 5.11.1714 

+ • 



verh.Vitis 13.6.1731 



2 Schwester, Anna Maria,+1741 & 1745 
Schwester M.A. +1764 



Yiri^ 



Adam Joh. Michael 

Biderman 

* 17.9.1736 

+ 



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Omi^fi fiftningis 



Joann Franciscus 
Faber 

+ 



Maria Elisabetha 
Wessermayhr (?) 



Gross Gerungs 



Rudolph 
Weixlbraun 



0% 



tvprh.fv.r..i.«.i7n-? 



Gross Gerungs 



Anna Catherina 

Faber 

* 15.2. 1716 

+ 



I verh. Gross Gerungs 16.2.1740 



Verh. Vitis 29.1.1769 



^^^'^«' r-zarr^mge 



Maria Josepha 

Weixlbraun 
* 31.5.1743 

+ 



Xus der Vitis Matrik;Tod einer Maria Bidermann in 167! 
2in Josef B.in 1699, ein Leopold und Zwillinge in 1708, ein drei Wochen alter 
Franz in 1714, eine M.A. in 1764(^ .Geburt von 2 Toechtem von J.& E. Biderman 
in 1741,1745,bei namens Anna Maria. Ein Franz Biderman stand Pate in 1723, 
ein Georg Biderman in 1728. 



Vitis 



Georg Bitermann 

*13. 9.1780 

+ 8.12.1854 Waidh<|fen/Ybbs,sein Sohn Georg BittenTan*26.11.1830(Grein) + 25.12.1898 WaidhA"b 



war mein Grossvater. 



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Evangelischer Oberkirchenrat A.B. Wien 

1180 Wien, Severin SAreibtfGasse 3 Telefon 0222/47 15 23 



r 



Zahl: 1176/90 

Herrn w. Amtsrat 
Adolf SENGSEIS 



Wien, am 26.3.1990 



i.R. 



Plenkerstraße 5 

A-3340 Waidhofen a.d.Ybbs 



n . Familienforschung für Herrn Georg Vladar 



Sehr geehrter Herr Amtsrat Sengseis I 

Zu Ihrer Anfrage vom 28. Febr. 1990 teilen wir Ihnen mit, daß die 
darin erbetenen Nachforschungen durchgeführt werden können, 
jedoch nur unter Berücksichtigung der in Österreich geltenden 
gesetzlichen Vorschriften über den Daten- und Namensschutz, wo- 
nach Auskünfte aus den Personenstandsregistern (Matriken) aus- 
schließlich jenen Antragstellern gegeben werden dürfen, die ihr 
rechtliches Interesse oder ihre Angehörigen-Eigenschaft zu den in 
den jeweiligen Matrikeneintragungen genannten Personen unter 
Beweis stellen oder zumindest glaubhaft machen. 

Da Sie vermutlich diese Bedingungen nicht erfüllen können, 
empfehle ich Ihnen, Herrn George Vladar zu bitten, sich mit 
seinen Fragen direkt an den Evangelischen Oberkirchenrat zu 
wenden . 

Ehe er dies tut, möge er sich jedoch an die für den Geburtsort 
seiner Vorfahren zuständigen röm.-kath. Pfarrämter wenden, denn 
mir ist bekannt, daß die Geburten von Kindern evangelischer 
Eltern bis in die 20-er Jahre unseres Jahrhunderts in die 
Matriken der nächstgelegenen röm.-kath. Pfarrämter eingetragen 
wnrrlen, wenn die zuständiaen eva.naelischen Pfarrämter nur schwer 
erreichbar waren. 




Mit freundlichen Grüßen 
für die Kirchenkanzlei 
des Evangelischen Oberkirchenrates A.B 

(Waltraud Stangl) 
Sachbearbeiterin 



Evangelischer Oberkirchenrat A.B. Wien 

1180 Wien, Sevcrin SAreibcr-Gassc 3 Telefon 0222/47 15 23 



r 



Zahl: 1 1 76/90 

Herrn 

George VLADAR 

685 Victoria Street 
Kingston, Ontario K7K 4S6 
C a n a d a 



n 



Wien, am 2.5.1990 



Betr.: Familie Wladär von Nagy Czepeseny et Mutna 
Familienforschung 



Sehr geehrter Herr Vladar! 



Die Kanzlei des Evangelischen Pfarramtes Wien-Innere Stadt hat 
mir versichert, daß Ihre Anfrage von 23.1.1990 dort nicht einge- 
langt ist. Zu der an mich gerichteten Anfrage vom 16.4.1990 kann 
ich Ihnen das Folgende mitteilen: 

Die am 15.8.1874 erfolgte Trauung des Carl Mühler, geboren am 
2.2.1845 in Groß Pöchlarn/Niederösterreich , mit Ludowika Auguste 
Marie von Wladär, geboren am 18.12.1852 in Rohsenau/Ungarn als 
Tochter des August von Wladär und der Ludowika geb. Agonäs, wurde 
vom evangelischen Pfarrer Georg Kanka vollzogen. Die Trauein- 
tragung befindet sich im Trauungsbuch der Evangelischen Pfarr- 
gemeinde A.C. Wien (heute: Ev. Pfarramt A.B. Wien-Innere Stadt, 
1010 Wien, Dorotheergasse 18) aus dem Jahre 1874 unter der 
Reihenzahl 190. Es ist daraus leider nicht ersichtlich, wo die 
kirchliche Feier stattfand. 



August Wladär von Nagy-Czepeseny et Mutna starb am 20. Juli 1905 
in Waidhofen a.d.Ybbs, Feldgasse 4, wurde vom evangelischen 
Pfarrer Dr. Erich Adolf Johanny eingesegnet (im Totenbuch Jg. 
1905 der Evangelischen Pfarrgemeinden A.6. Wien-Innere Stadt 
eingetragen) und am 23. Juli 1905 am Döblinger Friedhof beerdigt. 



- 2 - 



Laut telefonischer Auskunft der Friedhofsverwaltung des Döblinger 
Friedhofes befand sich das Grab in der Gruppe 33, Reihe 2, und 
hatte die Grabnummer 28. Es ist nicht mehr im Besitz der Familie 
Wladar. 



Ich hoffe, Ihnen damit weitergeholfen zu haben, und ersuche Sie, 
den durch die Bearbeitung Ihrer Anfrage aufgelaufenen Betrag von 

öS 288,-- 
auf das Postscheckkonto des Evangelischen Oberkirchenrates A.B. 
Kontonummer 1787.140 zu überweisen. 



Mit freundlichen Grüßen 



für die Kirchenkanzlei 
des Evangelischen Oberkirchenrates A.B. 



^JoX^ö ^ <S(^ y/d/ 

(Waltraud Stangl) 
Sachbearbeiterin 



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Walter Brunner 

Hauptplatz 31 
A - 3902 Vitis 

A U S T R I A 



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Herrn 

George Vladar 

685 Viktoria Street 
Kingston - ONTARIQ K7K4S6 

C A N A D A 



Vitis, 8. August 1990 



Sehr geehrter Herr Vladar! 

Vorerst möchte ich mich für mein langes Schvjeigen entschuldi- 
gen. Ich konnte berufsbedingt Ihrer Bitte nicht so rasch als 
möglich entsprechen, andererseits brachte mir Ihr zweiter Brief 
vom 2. Juli 1990 weitere, vielleicht interessante Einzelheiten 
denen ich, soweit es mir möglich war, nachgegangen bin. Um nun 
auf Ihre Fragen einzugehen: 

Als Unterlagen standen mir für m.eine Ausführungen zur 
Verfügung: Josephinische Steuerfassion von 1787, Katasterplan 
von 1824 (Franziszeischer Katasterplan), Hausliste des Marktes 
Vitis, sowie des damals noch selbständigen Gadorf von 1895, 
"Geschichte des Marktes Vitis" von Dr. Franz Heilsberg (1909), 
geschichtliche Beiträge zu der Konsistorialkurrende der Diözese 
St. Polten (1885, Vitis betreffend), Urbarium (Grundbuch, Inven- 
tar) der Herrschaft Schwarzenau 1633 (befindet sich in Privat- 
besitz, das Archiv der Herrschaft Schwarzenau gilt seit 1945 
als verschollen), handschriftliche Auszüge aus den KircHen- 
büchern der Pfarre Vitis um 1871 vom damaligen Plooperator Josef 
Edinger (gestorben als Dechant von Allensteig, Heimatforscher) 
verfaßt. 



Die Beantwortung Ihrer weiteren Fragen ergibt sich aus den 
folgenden Ausführungen . 

Zunächst zum Haus Hauptplatz 24, heute Gasthaus Hof mann "Zu den 
drei Kronen". Besitzer: 1787 (Nr. 11) Bittermann Michael, 1824 
(Nr. 11) Neulinger Anton, danach bis 1889 Scherzer Johann, da- 
nach bis ca. 1918 Scherzer Emmerich, anschließend ab 1918 
Semper Ludwig, durch Kauf von Scherzer Emmerich, 1951 Semper 
Ludwig, anschließend Franz Johann durch Einheirat, 1975 
Stransky (Kauf), ca. 1982 Hofmann durch Kauf. Soweit zur Abfol- 
ge der Besitzer des Hauses Nr. 24. 

Wenn Im Taufschein von 1780 der Beruf des Kindesvaters als 
Bäcker angegeben ist, dürfte sich diese Angabe nur auf einen 
der Berufe des Michael Bitermann bezogen haben. Mit großer 
Wahrscheinlichkeit betrieb Ihr Ururgroßvater auch eine Gast- 
wirtschaft. Wie dem Tätz-Register (Tätz = Getränkesteuer) von 



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1693 ZU entnehmen ist, gab es zu dieser Zeit bedingt durch die 
Läge des Marktes Vitis, {Hauptstrasse von Prag nach Wien, Sitz 
einer großen Weberzunft) "9 große und 7 kleine Wirtshäuser samt 
5 Bierschenken". Die Wirte hatten laut diesen Angaben 1693 ei- 
nen Kellervorrat von 1702 Eimer Wein (ein Eimer ca. 56 Liter), 
wovon in diesem Jahre 1366 Eimer ausgeschenkt wurden, der Bier- 
ausschank betrug 217 Eimer, und Branntwein wurden 3 Eimer aus- 
geschenkt. Dies bedeutet daß 1/3 der damals bestehenden Häuser, 
1633 waren es 60, Gasthäuser gev;esen sind. Das Haus Ihrer Vor- 
fähren durfte mit großer Wahrscheinlichkeit diesen zuzurechnen 
sein, da sich die noch heute existierenden Wirtshäuser im alten 
Ortskern, einschließlich jener, die in den letzten Jahrzehnten 
aufgelassen wurden, mit einer einzigen Ausnahme auf der nörd- 
lichen Seite des Marktes befinden. Die Bezeichnung des jetzigen 
Gasthauseses Hof mann (Hauptplatz 2«4) , sowie das heute noch 
existierende Schmiedeeisene Wirtshausschild aus dem 18. Jahr- 
hundert "Zu den drei Kronen", weisen auf ein hohes Alter hin. 
Auch konnte man bei Renovierungen einiger dieser Häuser erken- 
nen, daß das fast überall vorhandene 1. Stockwerk nicht erst in 
den letzten 100 Jahren aufgesetzt wurde (Ziegelmauerwerk), son- 
dern bereits zu einem früheren Zeitpunkt in dieser Form ent- 
standen sein muß {Steinmauern bis oben) . Auch die alten zum 
Teil heute mit Wasser gefüllten Keller, auch im Haus Hauptplatz 
24 noch vorhanden lassen auf längst aufgelassene Weinkeller 
schließen. Da Vitis im 17., 18. und 19. Jahrhundert ein wirt- 
schaftlicher Mittelpunkt mit vielen zum Teil auf den 
durchziehenden Verkehr ausgerichteten gewerblichen Betrieben 
war, ist erklärlich, daß ein häufiger Wechsel bei den Hausei- 
gentümern stattfand. Im Gegensatz zu den rein bäuerlichen Dör- 
fern der Umgebung, findet man in Vitis heute sehr selten einen 
Familiennamen, der weiter als bis ca. 1820 zurückreicht. Sicher 
muß man auch Namensänderungen die durch Einheirat hervorgerufen 
wurden berücksichtigen. Es könnte also durchaus so gewesen 
sein, daß die "Bittermanns", ungeachtet der Schreibweise ihres 
Namens, 17. Jahrhundert zugezogen sind, oder hier in einen 
Betrieb eingeheiratet haben. 



Ich habe das Urbar ium aus 1633 auf die Namen Bitermann, 
Bitterm.ann, etc. durchsucht, in keiner der zur damaligen Herr- 
schaft Schwarzenau gehörigen 21 Orte kommt 1633 di^tB^r Naniö 
vor. Es ist aber anzunehmen, daQ Ihre Vorfahren aus dem Gebiet 
einer anderen Gutsherrschaft kamen, deren es im 17. Jahrhundert 
in unserem engeren Gebiet mehrere gab. Zum Namen Bittermann, 
Bitermann, etc. wäre noch zu bemerken, daß in der 
Josephinischen Steuerfassion von 1787 auf Haus Nr. 45 (heute 
Dreifaltigkeitsplatz 6) ein Adam Bittermann als Besitzer auf- 
scheint. Dieses Haus gehörte augenscheinlich einmal zum Nach- 
baranwesen Nr. 46 {heute Dreifaltigkeitsplatz 5) und ist von 
diesem noch vor 1771 (Hausnumerierung) abgetrennt worden. Die 
beiden Häuser sind seit 1989 durch Kauf wieder unter einem Be- 
sitzer vereinigt. Konskriptionsnummer 62 (heute Hauptplatz 9) 
ist 1787 im Besitze eines Bittermann Franz. Beide Liegenschaft- 
en scheinen jedoch schon 1824 unter anderen Eigentümern auf. 
Demnach dürften die Bittermanns, ob miteinander verwandt kann 
ich nicht beurteilen, in den dazwischenliegenden Jahren ausge- 
storben, oder weggezogen sein. Denkbar wäre auch eine 
Namensänderung infolge Einheirat. 



Zur Frage 4: 1787 scheint in Gadorf (siehe Vitis, Unsere 
Heimat, Ausgabe 1989 - Gadorf) auf Nr. 7 (heute Gadorfstraße 



3^) 



Nr. 8) ein Kling Johann, 1824 ein Klang Jakob auf. Die mir zur 
Verfügung stehende Abschrift der Josephinischen Steuerfassion 
von 1787 weist jedoch bei Kling ein Fragezeichen auf, es vjäre 
naheliegend, daß dieser Kling Johann in Wirklichkeit etwa Klang 
hieß (die alten Handschriften sind manchmal schvjer lesbar). Be- 
merkenswert zur Liegenschaft Gadorf Nr. 7 wäre, daß wie mir vom 
derzeitigen Besitzer, Herrn Josef Boden mitgeteilt wurde, in 
diesem Haus vor "langer Zeit*' (laut Besitzerfolge vor ca. 18^0) 
eine Seifensiederei betrieben worden ist. Damit wäre vielleicht 
Ihre letzte Frage beantwortent , denn dieser Georg Bitermann 
könnte möglicherweise das Seifensiederhandwerk bei seinem 
"Onkel" (?) erlernt haben. Um das Jahr 1865 hat in die Seifen- 
und Leimsiederei welche'^v^d'ie Familie Schrenk im Haus 
Gadorfstraße 8 (heute Familie Boden) betrieb, ein Johann 
Fastenbauer aus Kaltenbach eingeheiratet. Zu den in den von 
Ihnen beigelegten Ablichtungen, v. Trauungs- bzw. Geburts- und 
Taufscheinen aufscheinenden Beiständen und Paten wäre folgendes 
zu bemerken; Trauungsschein vom 29. Jänner 1769, Beistände: 
Johann Honig und Michael Fleischmann. 1759 bis 1761 und 1763 
bis 1765 war ein Johann Honig oder Honig (Schreibfehler) Markt- 
richter (Bürgermeister) von Vitis. Bereits 1633 scheint in 
Vitis ein Paul Honig auf. Zwischen 1657 und 1763 stellten die 
Honigs (eine Familie?) insgesamt 5 Marktrichter. 1797 gab es in 
Gadorf Nr. 13 (heute Heidenreichsteinerstrasse 1) einen Philipp 
Fleischmann. Zum Geburts- und Taufschein vom 13. September 
1780, Pate Georg Litschauer, Molitor in Schwarzenau . Hier er- 
gibt sich vielleicht ein zusöm-^ienhöng mit der in Frage 4 er- 
wähnten Elisabeth Roibsberger. Im Grundbuch 1633 Herrschaft 
Schwarzenau scheint*ein Hannß Roithberger als Untertan auf. 
Ebenfalls nachgewiesen ist darin eine zur Herrschaft gehörge 
Mühle (das Gebäude besteht in veränderter Form noch heute - 
wurde bis ca. 1960 auch als Mühle genutzt), der Betreiber 
dieser Mühle ist darin (1633) aber nicht genannt. Vielleicht 
ist nun der Name Roibsberger ein Schreib oder Lesefehler von 
Roithberger? Warum nahm man einen Taufpaten aus dem 6 Km ent- 
fernten Schwarzenau? "Geschäftliche" Überlegungen (Bäcker - 
Müller) könnten ausscheiden, gab es doch um diese Zeit in Vitis 
4 Mühlen. Ob man beim Taufpaten des Bitermann Georg nicht doch 
auf einen Verwandten zurückgegriffen hat? 

Anbei sende ich Ihnen einige Bilder vom Haus Ihrer Vorfahren 
(Vitis Nr. 11, heute Hauptplatz 24) so wie es heute aussieht. 
In der Hoffnung, Ihnen sehr geehrter Herr Vladar, mit meinen 
Ausführungen ein wenig gedient zu haben, verbleibe ich mit 
besten Grüßen, 




NS: Es würde mich sehr freuen, 
eventuellen Besuch in Europa 
Vitis begrüßen. 



könnte ich 
Österreich 



Sie, bei einem 
Waldviertel in 



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AIR MAIL 
PAR AVION 

662058100 GZ 19553/111-41/1980 



685 Victoria Street 
Kinp-stone,Ontarlo K 7 K 43 6 




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MIT Pen CittT/Hpr^SV PBi^ 



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Walter Brunner 
Hauptplatz 31 
A-3902 Vitis 

Austria 



Georgs Vladar 
685 Victoria 
Kingston Ont. 
K7K 4S6 
Canada 



Sehr geehrter Herr Brunner, 



10.1.1991 



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Darf ich Sie nochmals "belaestigen" ? 

Ich weiss dass Sie viel zu beschaeftigt sind um einen Brief zu schreiben aber wuerden Sie liebensuMerdig 
genug sein um einfach, was immer Ihnen einfaellt , auf meinen Brief draufzukritzeln und zurueckzusenden ? 

Ein Wiener Forscher hat fuer mich den ganzen Band III (1747-1784) der Vitis Matrik in St.Poelten durch- 
gestoebert (ich hoffe dass man das auch noch mit Band I, II, IV machen kann) und es stellte sich heraus dass ein 

ADAM BIDERMAN ,Lehrer,zur Zeit seiner 2.Ehe, 22. 1.1782, im Haus 45 in Vitis gewohnt hat. 

Ich habe nochmals Ihre Abhandlung im "Vitis unsere Heimat 1988" durchgesehen und finde darinnen nichts ueber das 
Haus N6 45 ;es kann natuerlich leicht sein dass darueber keine Belege mehr bestehen, abgesehen davon dass Ihre 
Dokumentation erst mit dem Jahre 1787 beginnen und A.Bidermann, geboren circa 1730, dessen Verwandschaftsgrad mit 
meinem ür-ür-ürgrossvater Joseph Biderman 1700-1772 und meinem ür-ürgrossvater A.J.Michael Biderman 1736- ? 
( beide Haus Nb 11 ,heute Gasthof Hofinann) noch nicht geklaehrt ist, im Jahr 1787 schon tod war. 

Es mag Sie eventuell interessieren dass der Franz PITTEEWAN, Haus No 62 , in erster Ehe 1759, eine Juliana 
PAPPENSCHELLER geheiratet hatte, deren Bruder ?, Vater? in Ihrer Abhandlung das Haus 42 in 1787 bewohnt hatte. 

Ein weiterer Biderman scheint in der Vitis Matrik auf und zwar: Joseph BIDEEIMAN aus BAFINGS der eine 
Anna Maria KAINZ aus ESCHENAU 1751 heiratete; (Zeugen vormals von Liechtenberg und Nondorf); das Paar hatte, jedenfalls 
bis 1785, 8 Kinder, aber da kein Vitis Wohnsitz angegeben ist lebten sie eventuell in Eschenau;auf einem heutigen 
Atlas hat sowohl Eschenau wie auch Rafings eine eigene Kirche, aber vielleicht damals nicht, was die Eintragungen in 
Vitis erklaeren wuerde.Auch hier ist der Verwandschaftsgrad, falls ueberhaupt, noch unbekannt. 

Weiss man etwas ueber die Herkunft des Demeter WEICRSELBAÜM, dessen Ziegelei Sie erwaehnen; ich frage weil 
meine ür-ürgrossmutter, eine geborene Weichselbaum aus Gross-Gerungs war und eventuell, falls eine Verbindung besteht, 
dadurch Ihren zukuenftigen Mann in Vitis kennengelernt haette? 

Ich moechte diese Gelegenheit nicht vorbeigehen lassen ohne Ihnen und den Ihren ein hoechst gesundes, 
produktives, und wirklich glueckliches 1991 zu wuenschen ! 

Hochachtungsvoll , 



George Vladar 



Walter Bruniier 
Ilauptplatz 31 
3902 Vitis 



Vitis,7. ai 1994 



Sehr ra-iirtsr Herr Vladar ! 

PUr Ihr Schreiben vom 11*4#94 meinen besten -^ant.Soweit ©• mir 
möglich war, habe ich ver sucht, an liaiid von alten Uokumenten Ihre 
Fragen hinsiciitlioh Ihrer Vorfahren in Vitis zu beantworten. 
Sehr wahrscht:iinlich dürfte es sein, daß die Familie "Piderman 



und zwar die tanze Familie, !.iu Beginn aes vorigen Jahrhunderts Vitis 
verlassen hat.L/en genauen Zeitpunkt konnte ich jedoch nicht in ' 
Erfahrung- brin.,,en,da Aufz.i:ichnunxen im Hinblick auf vorgekommene 
Beiiiitzv/üChel der Kauser in unserem Ort nicht vorhana n sind. 
Im Grundbuch be^im zustänui^ i Bezirict:^cricut Vvaidhof . n/Th.bu,,iniiön 
die Eintra^^unicii erst zwischen 1850 und 1860. Bekanntlich ^in^en 
die Grunubuchsa^senden neben der Grlchtsbarkcit u*a* r:hr nach dem 
Jahre 1848 von den alten Grundherr sohaften in die staatliche 
Verwaltiur^ über .Das Archiv der für \/itis zui>tändia; gewesenen 
Herrschaft Schwär zenau ist aber seit 1945 verschollen. 
Wie mir Jedoch vom Bcz.G.;.richt toidhofen/'Th mitgeteilt wurde 
existieren im IT. Ö* Landesarchiv, Wien I. ,Herren£a-:se so^'enannte 
"Kxuifprotokolle^in welchen von ca 1750 bis 1847 in ::.Ö»vorÄ'eko; mene 
Hauskäufe nach Grundherrschaften ij'eordnet , ziemlich lückenlos 
verzeichnet sind* 

Daß der Besitzv/echsel von "Pia ermann** auf NeuliBi;-er nicht aurch 
Einheirat und auf jeden Fall erst nach 1800 erfol|;te, konnte ich 
aus eijgenen Familiendokumeiiten ableitens 

l)Eine meiner Ur-Ur-Großmütter aus der mütterlichen Linie hieß 
mit ihrem Mädchennamen Nii.ULI':GER Theresia, wurde am. 4 •Oktober 1802 

Km SW von \/itis an aer deutlichen 
Iben Tag in der dortii*en Pfarrkirche 
l^etauft.Alsa Eltern scheinen in diesem Ori,s;inaltauf schein auf: 
Anton Neuling er , Bauer in Sallin^iitadt I^r#2« unu seine Ehegattin 
Anna Iiaria,5;ebor>r..e Schachinj^er aus Groß Globnitz, (Nachbarpfarre) 

2)Ein.;r meiner Ur-Ur-Gr oßvät er (mütterlicher jt>eits)hieß Fra:.z MUHR 
una kam am 26. September 1800 in Götzweis (Pfarre Vi/aidhof an/Th.) 
als oohn des liartin ..uhr, Bauer in Götzweis lTr.9 und dessen 
"Eheweib "(lt. Original tauf schein) Anna Ilaria 4^eb .Leidenfrost zur Welt# 

Dieser J^anz Lluhr kaufte am 29. Jänner 1825 (Originalkaufbrief 
vorhanden)um 3 #525 fl. unser heutiges Haus (Hau. tplatz 31), damals 
Haus Hr«51 welches schräg; ^'e^enüber von Hr#ll lie^t. 
Am 25.Nov.1828 heiratete er die Theresia Neulinier von diesem Hau» 
Nr.ll in der Pfarrkirche zu Vitis^Diese Theresia ist 1802 in 
Sallin^stadt ^*eboren worden.Bemerkenswert in diesem. Trauun^^s schein 
ist bei der Nennung der Namen der Brauteltern, daß jener oben aniefüiirte 
Anton Neulinffer nunmehr die Berufsbezeiohnuni "Gastwirt in Vitis 11» 
führt . 

Daraus ist zu schließen, daß aer -^esitzwechsel des Hauses i^r.ll nicht 
die Fol^e einer Einheirat gewesen ist. Wann aber dieser Anton 
Neulin^er mit seiner Familie von Sallin^stadt nach Vitis i;ezofen ist, 
konnte ich bisher noch nicnt herausfindendes muß dies jedoch erst 
nach 1802 unu vor 1824 erfolgt sein. 



in Sallini;stadt (ein Ort ca 10 
'^?haya 5al:r|;en)^^:;boren und am s 




Brüder •Ob einer davon der in einem "Hochwasserprotokoll "von 1839 



« ^ 



erwähnte Mia .hael Neuliinjor (Hausbesitzer von Nr .11) war , müßte 

sich aus diesen Kircnenbüehern erheben lassen^Dessen Geburts = 
da.un und CJeburtsort (ob noch Sallintstadt oder schon Vitis) 
könnte mö licherv^ei^e Rückschlüsse auf den Übersiedl.-n^^^iieitpunkt 
er^'eben» 

Da ich mir schon vor längerer i^eit vor^cnonaüen habe in imgBl^gen - 
heit der Vorfahren meiner Frau Einblick in das St.Pöltener Archiv 
(Tauf und Sterbebücher der Pfarre VitiJ) 'zu nehmen, kann ich Ihnen 
viellejicht in den nächsten Lionaten Auskunft auch in dieser i^ra^e 
er1^ :;ilen» , • . . . . ^ 



Bis dahin Vc-rlbleibe ich mit den bebten Grüßen 



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Ihr 



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Walter Brunner 
Hauptplatz 31 
3902 Vitis 
A u s t r i a 



Sehr geehrter Herr Brunner, 



Kingston, 16. Mai 1994 



Meinen herzlichsten Dank für Ihren so liebenswürdig ausführlichen Brief vom 7.5.94 und all die Mühe die 
Sie sich meinetwegen unterzogen haben. . . 

Wenn Sie schreiben daß der Abzug der Pider/Bittermänner wahrscheinlich nach 1802, also der Geburt 
Ihrer Ur-Ur-Großmutter Theresia Neulinger in Sallingstadt, und vor 1824 erfolgt sei so trifft dies auch 
überein mit einem Hochzeitsdatum welches ich von anderer Seite erhalten hatte - nämlich wahrscheinlich 
diflf einer Schwester von Theresia, Anna Maria, welche auch von No 11 am 16.11.1824 wegheiratete. 

Ein weiteres Datum welches ich habe ist die Geburt eines Karl Zach am 22. 10. 1805, auch Adresse Vitis 

No 11 !!!! 

Die Gebrüder von Theresia, nach Sallingstadt geboren, könnten leicht den genauen Zeitpunkt des 
Hauskaufes in den St. Polten Matriken ergeben. 

Da mein Ur-Großvater, 13.9.1870 geboren, auf seinem 1803/1805 Zunftausweis von Augsburg und 
Straubing, Mauthausen als Herkunft vermerkt hat ist es anzunehmen daß ich dort, eventuell schon um ca 
1 800, den Umzug der Familie suchen sollte - ich bin Ihnen auch sehr verbunden über die Auskunft 
betreffend der "Kaulprotokolle" in der Herrengasse und werde versuchen jemanden in Wien zu finden der 
dort für mich Einsicht nehmen könnte. 

Was Ihre Recherchen für Ihre werte Gemahlin in St.Pölten betrifft wissen Sie sicherlich daß die 
Mormonen ein Buch von Vitis auf Film kopiert haben - die No ist 1046875 und behandelt den Zeitraum 
von 1648 - ca 1796, die Qualität nicht direkt umwerfend aber zum größten Teil brauchbar; - JEDOCH 
falls die Vorfahren Ihrer Frau in dieser Zeitspanne in der Vitis Matrik aufscheinen könnten will ich Ihnen 
nur mitteilen daß ich diesen Film mir bei den Mormomen hier "auf Dauer" bestellt hatte, also er liegt 
permanent in der hiesigen "Family-History-Library" auf und ich bin nur zu gerne bereit dort nachzusehen, 
sogar wichtiger, Photkopien von den betreffenden Eintragungen zu machen, falls Sie es wünschen und mir 
die nötigen Angaben zukommen lassen - auf diese Weise hätten Sie dann in St.Pölten einen Matrikenband 
weniger zu bewältigen und könnten sich mehr auf das 19.Jhdt.konzentrieren (tat mü-'s sehr schwer wie ich 
in 89 das einzige Mal dort war - allerdings hatte ich damals nicht die geringste Erfahrung und das Archiv 
war nicht geneigt einem Anfönger zu helfen - sicherlich nicht M Problem !) 

Außerdem wäre ich weniger in Ihrer Schuld, falls Sie mich helfen lassen wollten.... 



Nochma 





C a n a d a 




^Ausgabe 1989 



unsere 



J-fcimoC 





Inhaltsverzeichnis 



Titel 



Seite 



Franz Binder: 



Walter Brunner: 



Vorwort 

Vitis - Gadorf "Alte Häuser 

alte Mauern" 



1 



Ludmilla Stangl : Da Jaudlingboch 
Ing. Franz Langer: Beschauliches Vitis 



10 



Josef Ströbinger: Zur Geschichte der Schule in Vitis 11 



Johann König: 

Gerhard Hofmann - 
Josef Ströbinger: 

Adolf Bräuer: 



Wetterstation Vitis im Jahr 1988 



Das Wegerl neben der Thaya 

Die Anderlkapelle im Schacherwald 
und ihre Gründungsgeschichte 



14 



15 



Sepp Ströbinger: Gedichte zu besonderen Anlässen 



Franz Binder: 



Vergessene Literatur 



Ludmilla Stangl: Der Büldbam 



16 



18 



19 



30 



Franz Steiner: 



100 Jahre Bestandsjubiläum 
MGV-Vitis 



Irmtraud Berger: Alte Rezepte aus Omas Kochbuch 



31 



32 



Eigentümer, Herausgeber und Verleger: 



MARKTGEMEINDE VITIS 
3902 Vitis, Hauptpl 



16 



Druck: E. BERGER, GMÜND 
Redaktion: Franz Binder 



Graphische Gestaltung: Ing. Franz Langer 

Jeder Autor trägt die Verantwortung für seinen Beitrag. 



I 



l 



VORWORT 



Die erste Ausgabe dieser Schriftenreihe ist vergriffen. Leider konnten einige 
Bezug swünsohe nicht mehr erfüllt werden. 

Was die Reaktion auf die letzte Publikation betrifft^ war sie größtenteils 
positiv. Bedauerlicherweise hatte der zeitgeschichtliche Artikel^ obwohl - 
wie auch von vielen bestätigt - sehr gut verfaßt^ gewisse Turbulenzen zur 
Folge. Die sachlichen Ergänzungen sind bereits erfolgt. Ich selbst bedaure^ 
daß es nur schwer möglich war^ emotionsfrei und sachlich darüber zu diskutieren. 
Eine gewisse Kritik betraf auch die Ausstattung. Wir werden in Zukunft bemüht 
seinj mehr Augenmerk auf Auflockerung und visuelle Gestaltung zu legen. Ich 
darf aber darauf verweisen^ daß der Sinn dieser Schrift weniger in einer 
repräsentativen Ausstattung als vielmehr in der Vermittlung von Wissens- 
inhalteny vorwiegend aus dem kulturellen Bereich^ liegt. 

Danken möchte ich wieder der Marktgemeinde Vitis^ die durch ihre organisatorische 
und finanzielle Unterstützung erst die Herausgabe dieser Schrift möglich macht. 
Obwohl auch die NÖ Landesregierung eine Subvention gewährt^ bitten wir alle 
Empfänger und Bezieher um einen finanziellen Beitrag im Ausmaß von S 20^ — 
bis S 20^ — ^ um das Defizit möglichst gering zu halten. 

Einigen Autoren war es nicht mehr möglich^ ihre Beiträge termingerecht fertig- 
zustellen^ was auch den geringeren Umfang unserer diesjährigen Ausgabe erklärt. 
Neben den Autoren möchte ich auch den Kollegen Haupt schuldirektor Schulrat 
Josef Ströbinger und Haupts chuloberlehr er Franz Marek für ihre Mitarbeit 
beim Durchlesen der Reinschrift danken. Dank gebührt auch den beiden Kanzlei- 
bediensteten der Marktgemeinde Vitis ^ die auch heuer wieder die schriftliche 
Ausführung besorgten. 

Ich wünsche Ihnen^ werte Leser ^ viel Vergnügen und stehe gerne für 
entsprechende Anregungen^ Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge 
zur Verfügung. 



Vitis ^ im März 1989 



Mit den besten Grüßen 




Vo Iksschu Idirektor 



\/ I 



I s 



A D O R 



(von Walter Brunner) 

Alte Häuser, alte Mauern 



Lag VITIS von 1150, wie vielfach vermutet in der Gegend des 
heutigen Friedhofes um die dort einst bestandene St. Veitkirche, 
oder können wir in unserem GADORF eine Nachfolgesiedlung dieses 
alten Ortes sehen? Es gibt weder in dieser noch in jener 
Richtung Bodenfunde oder Beweise, so daß wir nur Vermutungen 
anstellen können, warum dieser heutige Ortsteil früher ein 
eigenständiges Dorf war, über welches der Pfarrer von Vitis 
die Grundherrschaft ausübte. 

Wir wissen, daß der Markt in einer nicht näher bekannten Zeit 
(13. oder 14. Jhdt.) an seinem heutigen Standort offensichtlich 
planmäßig neu angelegt wurde. Jenseits des Jaudlingbaches entstand 
vielleicht etwas später (14. - 15. Jhdt.) das ' GAYDORF " . 
Das Wort "GAY" oder "GEY" (von GAU stammend) bezeichnete im 
Mittelalter im Gegensatz zu Stadt oder Markt eine an diese an- 
schließende bäuerliche Ansiedlung (z.B. Gadorf in Schweiggers, 
Gazeile in Schrems). Wenn heute noch der Fleischhauer "ins Gey" 
fährt, ist dies ein letzter Rest einer Ausdrucksweise aus längst 
vergangener Zeit. 

Die derzeit älteste bekannte Urkunde, in welcher ein Hinweis auf 
GADORF zu finden ist, stammt aus dem Jahre 1479. Aus ihr geht 
auch hervor, daß GADORF schon in jener Zeit eine eigenständige 
Gemeinde mit einem Dorfrichter und den "VIERERN", manchmal auch 
"GESCHWORENE" (eine Art Gemeinderat) genannt, war. Diese Urkunde 
ist ein Vertrag, am 24. Jänner 1479 abgeschlossen zwischen dem 
damaligen Pfarrherrn von Vitis Wolff ESCHENAWER und Hans STROBL 
von GADORF sowie Hans HAS (wahrscheinlich auch aus Gadorf) "be- 
treffend des Wasserlaufes auf der "STAMPF oder LACHMüLL". In 
diesem Vertrag wird auch festgelegt, daß die beiden Letztge- 
nannten, die offensichtlich Müller waren, dem Pfarrer und 
anderen z. T. namentlich angeführten Personen "ihnen zur Haus- 
notdurft auch Gerste und Hirschprein (Hirse) auf der Lachmühle 
zurichten" (sollten) . 



Der nächste 
1513. Am 23. 
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igen, welche die 
g von den Fürsten 
rer und seinem 
ann es sich nur um 
ser Pfarrherrn 



Weiter heißt es in diesem alten Dokument: Sie (die Gadorfer) 
gehörten nach Menschengedenken über 70 Jahre zum Banntaiding 
Landgericht in SCHREMS. Sie hatten gefürstete Freiheit drei 



und 



Schritte von der Friedhofsmauer um und um und in das Badgassl, 
zum Türlein am Fraidhof und bis in die Mitte des GAWNINNGPACH 
(Jaudlingbach) bis zum Steg über den Bach. (Der Friedhof befand 
sich damals rund um die Kirche, einen Steg über den Jaudlingbach 
kann man noch auf einer Photographie aus der Zeit um die letzte 
Jahrhundertwende sehen. Vielleicht befand sich der in der Ur- 
kunde angeführte auch an dieser Stelle.) Dort durfte niemand 
eingreifen und wer dahin flüchtete und einen Gegenstand von 
4 Heller Wert hineinwarf hatte drei Tage Freiung. Nach drei 
Tagen konnte er drei Schritte hinaustreten und die Freiung auf 
gleiche Weise wieder für drei Tage erstehen. Das Landgericht 
Schrems reichte auf beiden Seiten von GEYDORF mitten in den 
GAWNINNGBACH. "Schwere Übeltäter werden vom Richter (von Gadorf) 
dem Landgericht ausgeliefert, am dritten Tag, indem er sie drei 
Schritte vor sein Haus führt und dem Landrichter dreimal ruft, 
kommt dieser nicht, so führt der Dorfrichter den Verbrecher 
wieder in sein Fronfest (Haft) und führt ihn am dritten Tage 
neuerdings vor, bis der Landrichter kommt". 

Pfarrer und Holden (Untertanen des Pfarrers) sind ungeldfrei (d. 
h., sie sind von der Getränkesteuer befreit). "Mörderey, Pranndt 
und Rauberey werden in Schrems gerichtet, weshalb zwei oder drei 
Männer (aus Gadorf) dahin zum Banntaiding (Gerichtssitzung) gehen 
und dort die Freiheit ausrufen lassen." Die Vertreter des Marktes 
Vitis siegeln diese Urkunde mit ihren (eigenen) Petschaften, da 
sie kein Marktsiegel haben. Das Siegel von 1460 dürfte damals in 
Verlust geraten gewesen sein. 

Die Rechtslage war also im 16. Jhdt. klar. Das Landgericht über 
Gadorf übte die Herrschaft Schrems aus, während die Grund- und 
Ortsobrigkeit dem Vitiser Pfarrer zukam. Daran dürfte sich auch 
bis zu Beginn des 17. J^hdts. nichts geändert haben. Im Gegen- 
satz dazu unterstand der Markt Vitis dem Landgericht und der 
Grundobrigkeit der Herrschaft Schwarzenau. Schwarzenau erwarb 
1602 auch das Landgericht über Gadorf. 

Nahe benachbarte Gemeinden wie Vitis und Gadorf hatten zahlreiche 
Angelegenheiten gemeinsam zu regeln. Die Äcker und Wiesen von 
Vitis liegen und lagen auch schon damals in Gemenglage. Daraus 
ergab sich z.B. eine gemeinsame Viehweide und damit verbunden 
die Aufnahme des Viehhalters, die Haltung des Gemeindestieres usw. 

Schule und Kirchenangelegenheiten gingen beide Gemeinden an, die 
Lasten von Truppeneinquartierungen wurden ebenfalls geteilt. Die 
Anzahl der dem Pfarrherrn untertänigen Bauerngüter betrug 14 im 
Jahre 1544. Diese Zahl ist in dem in diesem Jahre vom damaligen 
Pfarrer Gregor ZINDER verfaßten Grundbuch der Pfarre Vitis ent- 
halten. Darin steht unter anderem, daß vier Lehen Pferde halten 
und dem Pfarrer drei halbe Tage roboten mußten, wofür sie "Käse, 
Brot und Trunk" erhielten. 



1599 baute ein protestantischer Pfarrer auf Pfarrgrund 2 Häuser, 
deren Besitzer fortan zu den pfarrlichen Untertanen zählten. 
Bei diesen Liegenschaften dürfte es sich um die allerdings dies- 
seits des Jaudlingbaches liegenden Häuser mit der heutigen Be- 
zeicnnung Jetzleser Straße 1 (Hengst) und Bachgasse 1 (Kalten- 
brunner) handeln . 



In den Wirren des 30~jährigen Krieges wird das Gadorf genauso 
gelitten haben wie der Markt Vitis, ein Inventar über die Pfarr- 
güter aus dem Jahre 1641 besagt, daß von den 14 Untertanenhausern 
2 öde lägen. Die im Zuge der Gegenreformation zum Teil geänderten 
Besitzverhältnisse bei einigen Grundherrschaften ( 2- °-. 
Schwarzenau) wirkten sich nun auch auf die pfarrliche Obrig- 
keit über Gadorf aus. 

Im Jahre 1665 beanspruchte der neue Besitzer von Schwarzenau, 
Carl Constantin Ulrici von Genghofen, auch die dem Vitiser 
Pfarrer zustehende Ortsobrigkeit und will ihm die Gerichts- 
barkeit über seine Grundholden nur "inner der Dachtropfen" 
zugestehen, dem Pfarrherrn also nur die Grundobrigkeit be- 
lassen. Dieser Streit führte aber vorerst zu keiner Entschei- 
dung. Aus dieser Zeit stammen die ersten Nachrichten über 
Zwistigkeiten der Gemeinden Vitis und Gadorf über die Auf- 
teilung der gemeinsam zu tragenden Lasten. In der Marktge- 
schichte von Dr. F. Heilsberg finden wir für das Jahr 1685 fol- 
genden Beitrag: 

"Einem (Gadorfer) spannen sie (die Vitiser) am Felde die Ochsen 
aus, um einen Bettler damit fortzuführen, beim Durchzug eines 
Regiments belegten sie ohne weiters auch die Gadorfer mit Ein- 
quartierung. Sie pfänden ihnen die Ochsen, verbieten die Weide, 
sperren alle Gadorfer ein, deren sie habhaft werden können. 
Einen nehmen sie am Feld gefangen, ein paar Leinenweber, die zur 
Zunftsitzung (nach Vitis) kommen, ebenfalls. Andere fangen sie 
am Sonntag beim Kirchgang. Als der Dorfrichter von Gadorf kam, 
um die Gefangenen zu befreien, wurde auch er in den Kotter ge- 
steckt, und die Vitiser verlangen von den Eingesperrten auch 
noch ein Arrestgeld von 6 kr. pro Tag." Daraus entwickelte sich 
ein langwieriger Prozeß, der vor der Nö. Landesregierung ge- 
führt wurde. Im Jahre 1687 bieten die Vitiser einen Vergleich an, 
der wegen der darin angeführten Angelegenheiten für uns heute 
ganz aufschlußreich ist: Er betrifft die Aufteilung von Bettler- 
ruhreri, Militär fuhren , Vorspannleistungen (über die Steigungen 
der Straße) und Botengänge. Bei Einquartierungen sollte der 
fünfte Teil auf Gadorf entfallen. Der Weg nach Jetzles (der 
Walkersweg? oder die heutige Straße?), der Badsteg (Übergang 
über den Jaudlingbach am Ende der heutigen Bachgasse) und der 
Steg beim "Gabrunnen" (vielleicht ein Steg über den Vitisgraben?) 
sollen von den Gadorf ern erhalten werden. Hinsichtlich der Vieh- 
haltung sollen die Vitiser 2 Stiere, die Gadorfer 1 Eber 
stellen. Zu den Kosten der Gemeinde für den Schulmeister, Halter, 
Wächter und "Uhrrichter", sowie für Almosen, welche die Gemeinde 
gibt, sollen die Gadorfer ein Fünftel beitragen. Dafür räumen 
die Vitiser ein, daß die Gadorfer bei der Aufnahme bzw. "Ab- 
dankung" der oben angeführten Personen, sowie bei der "Abrech- 
nung in diesen Angelegenheiten" erscheinen sollen. Auch ein dem 
Markte Vitis schon längst gewährter Vorteil bei der Einhebung 
der "Tätz" (Getränkesteuer) durch die Herrschaft sollte nunmehr 
auch den Gadorfern zugute kommen. Ausgestellt ist dieser Ver- 
gleichsvorschlag von der gesamten Bürgerschaft von Vitis: 
"Den pfarrherrlichen Vogtholden in Gadorf, welche bei dem Markt 
und zu Feld mit Häusern und Gründen vermischt liegen, mit ge- 
meiner Marktgerichts-Pettschaft zugestellt, doch deren 
Fertigung ohne Nachteil und Schaden." Aus dieser Formulierung 
geht hervor, daß der Markt Vitis Gadorf wohl als selbständige 



Gemeinde anerkennt, diese aber auch zwingen will, gewisse Lasten 
gemeinsam zu tragen. Dieser Vergleich kommt nicht zustande, 
der Prozeß geht vorerst zu Ungunsten der Vitiser aus. 

Spätere Verhandlungen in den Jahren 1707, 1710 und 1713 führen 
aber dann doch zu einer Einigung. Gadorf trägt zum Unterhalt der 
Bettler, zur Bezahlung des Vorspannes, zum Halt- und Wachtgeld 
sowie zur Erhaltung des Halter-und Wächterhauses ein Fünftel 
bei und wird zu den entsprechenden Abrechnungen beigezogen. 
Im Jahre 1743 Streit um die Einhebung des "Ungeldes" (Getränke- 
steuer). Der Markt Vitis will dieses von den Gadorfern einheben. 
In dem sich daraus entwickelnden Prozeß bezeugen sowohl der 
Markt Vitis als auch die Herrschaft Schwarzenau, daß Gadorf 
kein eigenständiger Ort, sondern dem Markt Vitis einverleibt 
und der Marktobrigkeit unterworfen sei, alle Lasten seien daher 
gemeinsam mit Vitis zu tragen. Der Pfarrer behauptet zwar, daß 
seine Untertanen vom Ungeld befreit seien, bestreitet auch, 
daß Gadorf einen Teil des Marktes bilde, kann aber keine Be- 
weisurkunde vorlegen. Das "Weistum" auf das er sich beruft 
und aus dem ersichtlich ist, daß die Einwände des Pfarrers be- 
gründet waren (Urkunde vom 23. April 1513) dürfte zu dieser 
Zeit nicht genauer bekannt, oder aber nicht verstanden worden 
sein. 1747 kommt es zum Abschluß eines Vergleiches, demzufolge 
die Gadorfer das Ungeld in Hinkunft an Vitis zu zahlen haben. 
Diese Übereinkunft galt aber nur für den gegenständlichen Fall 
(Ungeld). Die Rechtslage zwischen den beiden Orten bleibt aber 
weiterhin ungeklärt und bildet wieder die Ursache neuer 
Streitigkeiten . 

Der Markt Vitis hatte im Jahre 1785 im Zuge der neuen Strecken- 
führung der Horner Reichsstraße den Bau einer Teilstrecke ver- 
traglich übernommen. (Scheint mit wirtschaftlichen Vorteilen 
verbunden gewesen zu sein!) Da meldeten sich die Gadorfer und 
behaupteten, daß sie in diesen Vertrag miteinbegriffen sein 
müßten, da ja Gadorf einen Teil der Gemeinde bilde! Aus- 
ti'agungsort dieses Streites war die Herrschaft Schwarzenau: 

Der Markt Vitis hält der Forderung der Gadorfer entgegen, daß 
diese sehr wohl ein eigenständiges Gemeinwesen bildeten und 
verweist nun auf die Verträge von 1707, 1710 und 1713 mit dem 
Hinweis, die damals vereinbarte Aufteilung der Lasten stelle 
keine Einverleibung in die Marktgemeinde dar. Gadorf wird mit 
seiner Klage abgewiesen. In der Folge wechseln gemeinsame Be- 
schlüsse mit neuen Streitigkeiten ab. 

1801 gibt es einen gemeinsamen Beschluß über die Nutzung der 
Stoppelweide, 1808 aber wird dem Richter von Gadorf die Teil- 
nahme an der Gemeindeabrechnung des Marktes Vitis verweigert. 

Die Ereignisse des Revolutions Jahres 1848 mit seinen Aus- 
wirkungen (Bauernbefreiung, Grundentlastung, Einrichtung von 

staatlichen Gerichten und Verwaltungsbehörden, ) waren 

wohl der Grund dafür, daß es in der folgenden Zeit zu keinen 
wesentlichen Differenzen zwischen den beiden Orten mehr kam. 
Die große Brandkatastrophe des Jahres 1852 verschonte auch 
Gadorf nicht, 11 Häuser fielen am 7. September den Flammen 
zum Opfer, zwei Tage später vernichtete das Feuer die übrigen. 



1837 scheint beim Abschluß eines Kaufvertrages über den Kauf 
des Hauses Nr. 11 (heute Heidenreichsteiner Straße 3) als 
Zeuge der "Richter" Ignaz Gassenbauer (damals wohnhaft im 
Haus Konskr. Nr. 2 - heute Jetzleser Straße 6, Pappenscheller) 
auf. Wieder ein Hinweis darauf, daß Gadorf zu dieser Zeit 
noch immer selbständig war. 1885 unterschreibt ein Josef 
Hofstätter als "Ortsvorsteher von Gadorf" gemeinsam mit 
anderen einen Vertrag. 

Im Jahre 1771, und zwar am 28. März, war auch in Gadorf die 
Numerierung der Häuser vorgenommen worden. Der Ort zählte 
damals 19 Häuser, davon dürften aber nicht alle der Pfarr- 
herrschaft von Vitis untertänig gewesen sein, denn 1773 wird 
die Zahl der Untertanen in einer Aufstellung des Pfarrers mit 
14 angegeben. Die Fassion von 1820 erwähnt bereits 18. Eine 
UrKunde aus dem Jahre 1801 berichtet davon, daß der damalige 
Pfarrer von Vitis einen Untertanen aus dem Gadorf entläßt, 
damit sich dieser im Markt Vitis ansiedeln könne. Im Kataster 
von 1824 finden wir öfters Hinweise darauf, daß der Besitzer 
eines Gadorfer Anwesens nach Vitis zuständig sei. 

Die Konskriptionsnummer 1 bekam im Jahr 1771 das Haus mit der 
heutigen Bezeichnung Jetzleser Straße 5 (Bäckerei Hofstätter - 
1951 - Emmerich Hofstätter, 1895 - Marie Hofstätter, 1858 - Josef 
Hofstätter, 1824 Franz Reiter, 1787 - Johann Willerstorver) . Haus 
Nr. 2 war das heutige Haus Jetzleser Straße 6 (Fam. Pappen- 
scheller, 1951 - Johann Pappenscheller, 1895 - Karl Pappen- 
scheller, 1837 - Ignaz Gassenbauer, 1824 - Ignatz Gassenbauer, 
1787 - Johann Gassenbauer). Das heutige Gebäude Gadorfstraße 1 
steht an der Stelle, wo sich 1771 das Haus mit der Konskr. Nr. 
3 befand. Es gehörte 1787 einem Josef Mayr und wird im Kataster 
von 1824 unter dem Besitzer Leopold Mayer als eines der vier 
Ganzlehen von Gadorf angeführt. (1895 - Anton Schaden, 1988 - 
Rudolf Frasl) . Von hier ging die Numerierung fortlaufend (an 
der rechten Seite der heutigen Gadorfstraße) bis zum Anwesen 
Nr. 8 (1798 - Lorenz Hammer, 1824 - Anton Hofstätter, 1895 - 
Demeter Weichselbraun, 1988 - Fam. Artner). Auf der anderen 
Seite des "Dorfangers" ging es mit Haus Nr. 9, ebenfalls ein 
Ganzlehen, (1787 - Ferdinand Leeb, 1824 - Andreas Ramharter, 
1895 - Alexander Berger, 1988 - Fam. Redl) weiter bis zum Haus 
Nr. 15 (Ganzlehen, 1787 - Michael Kaltenböck, 1824 - Ignatz 
Flicker, 1895 - Ludwig Berger, 1988 - Rudolf Hengst). Mit 
dem Haus Hr. 19, heute Gadorfstraße 2 (1798 - Leopold Hamer, 
1824 - Michael Egerer, 1895 - Josef Egerer, 1988 - Fam. 
Bietzinger), endete die Numerierung vom Jahre 1771. 

* 

Bis 178/ (Joserinische Steuerfassion) änderte sich an diesem 
Stand nichts, die Anzahl von 19 Anwesen blieb unverändert. Der 
Katasterplan von 1824 hingegen weist bereits 24 Hausnummern 
auf. In der Zeitspanne von 35 Jahren war Gadorf um 5 Häuser 
gewachsen. Das Haus mit der Konskr. Nr. 20, heute Heidenreich- 
steiner Straße 4 (1824 - Jakob Hofbauer, 1895 - Josef Musil, 
1951 - Fam. Spiegel, 1988 - Fam. Schaden) ist offensichtlich 
(vielleicht ursprünglich als Ausnehmerhaus) vom Nachbarhaus, 
Heidenreichsteiner Straße 6, abgetrennt worden. Ebenso Haus' 
Nr. 22. Dieses Gebäude war ebenfalls ein Kleinhaus und ge- 
hörte zum Ganzlehen Nr. 3 (Gadorfstraße 1). Scheinbar auch 



1 



als Ausnehmerhaus gebaut, scheint es 1824 als eigenständige 
Liegenschaft ohne Angabe eines Besitzers auf. 1895 gehörte 
es Agnes Böhm, später Rosina Schaden und dürfte so wieder 
in den Besitz der Familie Schaden gekommen sein. Später war 
es zeitweise vermietet, diente dann als Wirtschaftsgebäude 
von Gadorfstraße 1 und wurde im Zuge der Erweiterung der 
Jetzleser Straße in den 70er Jahren geschleift. 

Die Besitzungen Konskr. Nr. 21 (1824 - Josef Kalsner, 1895 - 
Karl Bauer, 1951 - Leopold Pichler, 1988 - Fam. Pichler), 
Nr. 23 (1824 - Simon Hofstätter, 1895 - Friedrich Ableitinger, 
1951 - Friedrich Ableitinger, 1988 - Fam. Ableitinger, 
Heidenreichsteiner Straße 10) und 24 (1824 - Franz Schwingen- 
schlögl, 1895 - Johann Watko, 1988 - Fam. Fischer, Schremser 
Straße 11) sind wahrscheinlich in dieser Reihenfolge erbaut 
worden . 

Um das Jahr 1885 hatte Gadorf bereits 28 Häuser nebst einer 
Reihe von Scheunen, die z. T. Vitisern gehörten. Der ehe- 
malige "Pfarrerstadel", welcher an der Stelle des neuen Feuer- 
wehrhauses stand, wird bereits im Jahre 1824 als eine der 
Pfarre gehörende Scheune angeführt. 



Das Haus Jetzleser Straße 4 hatte im Jahre 1895 die Konskr. 

25 und ist von der heutigen Bäckerei Hofstätter abgetrennt 
worden. Ebenso Haus Gadorfstraße 6, welches die Konskr. Nr. 

26 (1895 - Johann Kaburek, 1905 - Altmann, später Hof mann - 
Herndl, heute Maier) erhielt, nachdem eine Teilung des An- 
wesens mit der Konskr. Nr. 6, heute Gadorfstraße 7 stattge- 
funden hatte. 



Nr 



Bemerkenswert ist die Entwicklung des Hauses mit der Nr. 8 
(heute Gadorfstraße 9 - 11). Die Besitzer: 1787 - Lorenz 
Hamer, 1824 - Anton Hofstätter, 1895 Demeter Weichselbraun. 
Ein Demeter Weichselbraun wird auch 1895 als Besitzer eines 
erst nach 1824 erbauten Hauses mit der Nr. 27 angeführt. 
Der Lage nach könnte es sich um das heutige Haus Gadorf- 
straße 11 (Fam. Artner) handeln. Erbaut auf zu Konskr. Nr. 
gehörigem Grund, wird es zu diesem Zeitpunkt als zur Gänze 
vermietet angeführt. Die Liegenschaften Gadorfstraße 9 und 
10 sind später durch Aufteilung des alten Hauses Nr. 8 ent- 
standen . 



8 



Ebenfalls in der Zeit zwischen 1824 und 1895 neu errichtet 
wurde Gadorfstraße 12 (Konskr. Nr. 26). Angeblich baute es 
ein vor 1888 hier ansäßiger Maurermeister. Das Vorhandensein 
eines 1. Stockwerkes scheint in diese Richtung zu deuten (1895 
Straßer - Grabatsch - Leidenfrost). Die früheren Besitzer 
Straßer bzw. Grabatsch trieben bis in die 40er Jahre unseres 
Jahrhunderts Handel mit Bier; "Bierversilberer " wurden Be- 
treiber dieses Gewerbes im Volksmund genannt. Den älteren 
Vitisern ist der Name " Biergrabatsch** noch geläufig, und der 
letzte Fuhrmann dieses Gewerbebetriebes, der "Biergrabatsch 
Eduard" lebt heute noch als geachteter Pensionist unter uns. 
Es ist dies Herr Eduard Ritter, Heidenreichsteiner Straße 11. 

Im Haus Gadorfstraße 7, dem 4. Ganzlehen in Gadorf (Fam. 
Boden) soll einst eine Gerberei betrieben worden sein, und 



8 



das Haus Heidenroichsteiner Straße 3 war um 1850 ein Gast- 
haus. 

Daß es in Gadorf bis in die jüngste Zeit ein Sägewerk gab, ist 
hinlänglich bekannt (Fa. Höllriegel, Fa. Lange). 

Das Vorhandensein einer Mühle wird schon in einem Vertrag aus 
dem Jahre 1479 erwähnt. Im Katasterplan von 1824 wird beim 
Haus Nr. 16 (Schremser Straße 9) angeführt: "1/2 Lehen, ^Wohn- 
und Wirtschaftsgebäude samt Mühle". Vielleicht hat die "STAMPF 
oder LACHMüLL" des Jahres 1479 an der Stelle des heutigen 
Gasthauses Pichler gestanden, die Lage am Vitisgraben und der 
Teich würden diese Annahme erhärten. Interessant sind auch die 
Namen: 1479 heißt ßiner der im Vertrag genannten Müller Hans 
HAS. Als frühere Besitzer des obenangeführten Hauses scheinen 
1787 ein Georg HAS und 1824 ein Johann HAAS auf. Sollte diese 
Familie über Jahrhunderte hier ansäßig gewesen sein? 1895 - 
Johann Schaden, von eiperXMühle gibt es keine Erwähnung mehr. 

Am 30. Mai 1905 kam die wirtschaftliche Vereinigung zwischen 
dem Markt Vitis und Gadörf zustande. Erwähnenswert ist viel- 
leicht die Tatsache, daß Gadorf sich mit einem Betrag von 
600 Kronen einkaufte. Mit dieser Vereinigung verbunden war 
auch die Vornahme einer neuen Hausnumerierung für die gesamte 
Marktgemeinde Vitis, welche in dieser Form bis zum Jahre 1951 
Gültigkeit besaß. 




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Die folgenden Verse über den Jaudlingbach^ der zum Teil auch die 
Grenze zwischen Vitis und Gadorf bildet, führen uns in die Zwischen 
kriegszeit zurück. ^^ '* 



Ludmilla Stangl: 



DA JAUDLINBOCH 






•• • •• ■ 






Durch Vitis fliaßt a Bachal , 
dös Jaudling wird genannt/ 
und dieses kloane Bacherl 
is allen guat bekannt. 
Jetzt gfreit si Jung und 01t, 
weil's ollweil schöner wird, 
durch Vitis hams dö Jaudling 
nun endli reguliert. 

Besonders unsre Kinda 

dö harn dö größte Freid, 

im Summa waun es w^rm wird 

beginnt die Bodezeit. 

Do hupfens wia die Frösche 

vergnügt ins Wosser rein. 

A so a klane Dusche 

die is do immer fein. 

Und wird amol der Hausfrau 
des Fleisch a bissal knopp, 
daun schickt sie ihren Gatten 
zum Jaudlinboch hinob. 
Durt hot er si gonz ruhig, 
ans. Ufer hingesetzt 
und wortet bis a Fisch, 
si fangt in seinem Netz. 

Wan die Jaudling ausdrickert, 

wia's schan öfters wor, 

do bleibt a bei den Wirten 

da Wein ganz höll und klor, 

denn tauf 'n tuat da Pforra 

die kleinen Kinderlein. 

Der Wirt soll seinen Gästen 

stets geben echten Wein. 

So manche Ehepore 

die denken gern zurück. 

Beim Spozierngehn an der Jaudling, 

durt fanden sie ihr Glück. 

Nun sind sie olt geworden 

und setzten si zua Rua 

und hör'n gern dem Rauschen 

der Jaudlingwellen zua. 



10 



Ing. Franz Langer: 



BescFicoiüches väls 




Gadorf - Haus Nr. 12 

Im Hofeck an der Umfassungsmauer steht ein "Lusthäusl" 
entstanden etwa um die Jahrhundertwende. Es beherbergte 
einmal Bänke und Gartensessel, Tisch und Gartengeräte. 
Im Dachraum waren Tauben untergebracht, für diese gab's 
Anflugbretter und Schlupflöcher. 

Das Häuschen besteht aus einer leichten Riegelwandkon- 
struktion mit eingehängtem Gehtürl und zeitgemäß hoch- 
elegantem Jalousiefenster. Von außen mit zoll igen 
Brettern verschalt, am Giebel mit ausgesägter Zierkante 
abgesetzt und sicher einst mit einem Anstrich versehen. 



11 



Dir. Josef Ströbinger: 



ZUR GESCHICHTE DER SCHULE IN VITIS (2) 



Im zweiten Teil unseres Überblickes über die Geschichte der Schule in Vitis soll 
die Zeit von 1650 bis etwa 1770 dargestellt werden. 

Es war die Zeit nach dem 30jährigen Krieg, die Zeit der 2. Türkenbelagerung Wiens, 
das Zeitalter von Prinz Eugen bis zur Regierungszeit Maria Theresias. 

Die Chronik der Schule Vitis weiß von all diesen Zeitereignissen nichts zu be- 
richten. Wir erfahren nur Namen von Lehrern bzw. Hinweise auf besondere Ereignisse 
während ihrer Tätigkeit in Vitis. Konkrete Schülerzahlen tauchen erst viel später auf 

Auffällig ist ein häufiger Wechsel der Schulmeister. Manche kehren auch nach 
Jahren wieder nach Vitis zurück. 

Die Lehrer hatten auch den Organisten- und Mesnerdienst zu versehen. Ihr Vorge- 
setzter war der jeweilige Pfarrer bzw. die Herrschaft. 

1655 erscheint in der Chronik als "Ludirector" (Schulleiter) Jodok Richard Wagner. 

1658 lesen wir von einem noch sehr jungen Schulmeister namens Johann Paul Geis- 
böck, der einige Zeit von Vitis weg war, 1679 aber wieder auftaucht. 

1663 ist Jakob Dominik Kisl Schul Vorsteher und Organist. 

1664 bis 1667 finden wir Sebastian Johann Tau als Lehrer genannt. Dieser Lehrer 
muß die Ursache gewesen sein, daß der Vitiser Pfarrer Blasius Amespichler I665 
dem Besitzer der Herrschaft Schwarzenau, Ulrich von Genghoffen, arge Vorwürfe 
macht. Der Schloßherr enthalte dem Schul lehrer von Vitis jährlich 12 Gulden 
vor, die der verstorbene Vater des Herrschaftsbesitzers dem Lehrer angewiesen 
habe. 

Darauf antwortet Ulrich am 7« November 1665: "Daß ich seinem Schulmeister jähr- 
lich 12 Gulden entziehe, ist unwahr. Wenn dem nämlich so wäre, müßte ich doch 
für ganz unehrlich angesehen werden. Ich muß solche Anschuldigungen zurückweisen, 
solange mir der Herr Pfarrer keinen gültigen Vertrag darüber vorweisen kann. Ich 
glaube auch nicht, daß mein Vater unterschiedslos allen Dummköpfen, die der Herr 
Pfarrer nach seinem Gutdünken aufnimmt beziehungsweise entläßt, einen solchen 
Betrag zugewendet hätte. Der Herr Pfarrer hat vorher einen guten Schulmeister 
gehabt, der aus Arbesbach gekommen war. Diesem hätte ich gerne im Gnadenwege 



12 



etwas zukommen lassen. Aber er wurde aus eigener Machtvollkommenheit entlassen. 
Ich fühle mich also in keiner Weise irgendwie verpflichtet. Außerdem habe ich 
die Herrschaft Schwarzenau von meinem Vater gar nicht geerbt, sondern er- 
kauft. Somit hat mich mein Vater überhaupt keiner Leistung verpflichten 
können." 

Somit wird wohl der Vitiser Lehrer kein Geld bekommen haben! 

1667 finden wir in der Chronik noch den Schulmeister Christophorus Zink, 
der aber im Oktober desselben Jahres starb. 

Von 1667 bis 1679 nennt die Chronik einen gewissen Kaspar Gittlberger als 
Schulmeister und Organisten. Er war zuerst vermählt mit Sybilla, die am 
13. Jänner 1677 starb. Er heiratete am 15. Mai 1679 die Witwe Barbara 
Zeharin. Gittelberger starb aber schon am 14. Juni 1679 im Alter von kk 
Jahren. 



Die beiden nächsten Lehrer heißen Johann Christoph Andre Weiß und Christian 
Hil lischer. Über den nächsten Lehrer, Adam Franz Pol lag, erfahren wir: 
Seine Frau hieß Sabina Christina. Er kam von hier nach Groß Globnitz, wo 
er 1693 in den Urkunden erscheint. Im Jahre I698 kehrte er wieder nach 
Vitis zurück. Unter ihm war sein kunsterfahrener Sohn Mathäus Wolfgang Pol lag 
Organist in Vitis. Der hat sich hier am 2. Juli 1693 verehelicht. 

Am 25. August 1693 ehelichte auch der Schulmeister Richard Rudolf Khändel 
in Vitis die Witwe Maria Theresia Kreitzerin. Er war gebürtig aus Budweis. 

Bis 1717 werden noch fünf weitere Männer als Schulmeister in Vitis genannt. 

1718 heißt der Schulmeister und Organist Johann Michael Königl. Seine Ge- 
mahlin Anna Maria starb am 17. Dezember 1731. Sein Sohn Karl lernte das 
Schusterhandwerk. Die hiesige Innung stellte auf Pergament einen sehr schön 
geschriebenen Lehrbrief aus, der zur Zeit der Abfassung der Chronik noch 
vorhanden war. 



Der nächste Lehrer von Vitis scheint über 30 Jahre hier gewirkt zu haben. In 
der Chronik finden wir die Jahreszahlen 1737 (mit Fragezeichen) - I771. Er 
hieß Peter Paul Donabauer und stammte aus Böhmen. Er starb in Vitis am 30. 
Jänner 1771. Seine Gemahlin hieß Rosina. Er kam aus Zwettl hierher. Besonders 



13 



wird vermerkt, daß er seinen Einzug in Vitis zu Pferd hielt. (Was angeblich 
nicht geringes Aufsehen erregte.) 

Von seinen Söhnen zeichnete sich Josef Paul durch seine Virtuosität in der 
Musik aus. 



Die Tochter Ursula wurde mit zwei Jünglingen am I5. Juni 1759 während des 
Wetterläutens vom Blitz getötet. Der Kantor Stanislaus blieb dabei unverletzt. 

Aus dem Jahre I769 finden wir nun in der Chronik die Abschrift einer Urkunde, 
die uns erstmals über das Einkommen des Vitiser Schulmeisters Auskunft gibt. 
Lehrer Peter Paul Donaubauer schlüsselt in diesem Beleg alle seine Einnahmen 
pro Jahr genau auf: 

"Erträgnis des Kirchen- und Schuldienstes bei der landesfürstlichen Pfarre 
Vitis, welche 5 Personen erfordert." 



Diese Einkünfte sind also auf mehrere Personen aufzuteilen (Schulgehilfe, 
Familienmitglieder usw.). 



"1. Von gestifteten Messen und Ämtern 12 Fl. 56" (1) 
Das sind also die Einnahmen aus dem Mesnerdienst. 

"2. Die Unterweisung der Jugend erträgt jährlich 15 Fl." Warum der Schuldienst 

so wenig einbringt, erklärt er damit, " weil die Kinder im Winter zum 

Spulen und Spinnen, im Sommer zum Halten gebraucht werden." 

"3. Die Sammlungen an Getreide für das Läuten 30 Fl." Es muß dafür aber alles 
Geläute (auch im Sommer bei Gewitter) mit eigenen Leuten besorgt werden. (Mit 
drei Glocken!) 

"4. An Haar (Flachs) erhält der Lehrer einen Gegenwert von 5 Fl. 20" 



II 



5. Bratwürste (Naturalabgabe zu bestimmten Terminen) k Fl. 44" 



Diese Aufstellung ergibt eine Summe von 68 Fl. Unter der Unterschrift des Lehrers 
finden wird die Bestätigung des Richters und Rates der Marktgemeinde: 

"Es wird hiermit attestiert, daß obiges richtig ist und für den hiesigen Schul- 
meister keine Stiftung oder Holz vorhanden ist." 



Als Datum scheint der 7. Dezember 1 769 auf 

f 

(Fortsetzung folgt) 



(1) Fl. = Abk. f. Gulden (= 60 Kreuzer) 



14 



Johann König: BERICHT ÜBER DIE WETTERSTATION VITIS IM JAHRE I988 

Im Jahre I988 war der Niederschlag um 171,9 Liter weniger als im Jahre I987 u.zwar: 



Jänner 

Februar 

März 

April 

Mai 

Juni 

Juli 

August 

September 

Oktober 

November 

Dezember 



1988 


1987 


12,1 


1 52,6 1 


i»6,2 


1 59,1 1 


92,0 


1 45,3 1 


34,3 


1 20,3 1 


38,9 


1 124,2 1 


9^,7 1 


1 109,0 1 


53,1 


131,4 1 


67,1 1 


58,7 1 


39,1 1 


66,1 1 


24,7 1 


20,1 1 


36,6 1 


28,1 1 


54,9 1 


50,2 1 


594,2 1 


766,1 ] 



Die wärmste und kälteste Temperatur in den Monaten: 



Jänner 








11 


° C 


am 


12 


.1. 


Februar 








9 


° C 


am 


24 


.2. 


März 








16 


°C 


am 


4 


.3. 


April 


20 ° 


C am 


20. 4. (im 


Schatten) 








Mai 


22 ° 


C am 


2. 5. 












Jun i 


25° 


C am 


30. 6. 












Jul i 


32 ° 


C am 


24. 7. 












August 


30° 


C am 


15. 8. 












September 


25° 


C am 


28. 9. 












Oktober 


19° 


C am 


18.10. 












November 








21 


°C 


am 


23. 


11. 


Dezember 








12 


°C 


am 


21. 


12. 


Die Gewitter: 




















am 


10.4. 


von 16.00 


- 18.45 


Uhr 










am 


26.5. 


von 18,40 


- 19.20 


Uhr 








• 


am 


4.6. 


von 20.30 


- 21.45 


Uhr 










am 


16.6. 


von 12.30 


- 12.45 


Uhr 










am 


24.7. 


von 21.15 


- 21.45 


Uhr 










am 


27.7. 


von 18.00 


- 18.30 


Uhr 










am 


15.8. 


von 20.00 


- 20.30 


Uhr 










am 


29.8. 


von 18.00 


- 18.10 


Uhr 










am 


5.9. 


von 1 . 00 


- 1.20 


Uhr 









15 







Von dem We-geHiebn der Tla-ya aqckst iw Wi«' ter 5«r oct 
At- U- Wkil kwwiits^uhjahr Wie-d« und dfls ^C' ytl wacfef *c1 




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^ i'iel. Audi der Bacii ist 1(ef ver-'fb' ren und die Wett is^wejßMnd 
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Dir. Adolf BRÄUER: 



Die "Anderl kapeile" im Schacherwald und ihre Gründungsgeschichte 



Ungefähr ^00 m von der Ortskapelle Schacherdorf entfernt befindet sich im 
Walde eine gemauerte, mit Eternit gedeckte kleine Kapelle. Sie wird von 
den älteren Leuten "Holzkapelle" genannt, weil sie im "Anderlholz" (Wald) 
steht. Sie ist heute leider schon ziemlich verfallen. Im Inneren befanden 
sich einst die Büsten der Apostel Petrus und Paulus. 

Um die Errichtung dieser Kapelle rankt sich folgende Geschichte, die von 
älteren Leuten und auch von der Familie Ander 1 erzählt wird: 

Mittwoch, 3. November 1875. Der nach Eger fahrende Personenzug Nr. 9 hat 
um 7 Uhr 45 den Franz-Josefs-Bahnhof verlassen. Um 1 Uhr kS passiert er 
die Station Göpf r i tz-Groß Siegharts. Sechs Minuten entfernt von Schwarzenau 
Zwettl soll er die Stegersbacher Brücke passieren. Stockdunkle Nacht und 
schwerer Nebel lassen die vorbeifliegende Gegend kaum erkennen. Im Zug 
sitzen 140 Passagiere, die sich meist im Schlaf befinden. 

Plötzlich werden die Reisenden durch einen furchtbaren Stoß geweckt: 

Der Zug war knapp vor der Brücke, welche in einer Höhe von 11 m das Tal 
überbrückt, entgleist. 




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EISENBAHNUNGLÜCK bei SCHWARZENAU 



am 4. November 1875 



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Die Maschine war von der Brücke gestürzt und hatte 13 Waggons, darunter die 
Postambulance mit Schlafwagen, mi t in die Tiefe gerissen. Die Maschine hatte 
sich in die Erde eingegraben, und darüber türmten sich Tender, Post- und 
andere Wagen. Einige Waggons lagen mit den Rädern nach oben, während der 
Schlafwagen, nachdem er sich etlichemale überschlagen und dabei die Räder 
verloren hatte, auf der Dammböschung liegen geblieben. Der Conductor hatte 
beim Beschleunigen des Zuges so hart gebremst, daß die Kette gerissen war. 

So berichteten damals die Zeitungen: 

Die Wiener Verlagsanstalt LC Zamarsky hat ein Bild veröffentlicht, das die 
Eisenbahnkatastrophe darstellt. Interessant ist, daß statt des stehenge- 
bliebenen Waggons nur zwei Achsen mit Rädern abgebildet sind. 

In diesem letzten Waggon befand sich unter anderen Passagieren Schmiedmeister 
Franz Anderl (18.7.1832 - 28.I.I889), der Urgroßvater des heutigen Karl 
Anderl. Als Dank für die glückliche Fügung und Errettung ließ Franz Anderl 
die Kapelle errichten. 




Anderl kapelle 

im 
Schacherwald 

(Foto: Johann 
Höllriegl ) 



Das Unglück forderte acht Tote, davon fünf Eisenbahner, einen Postbeamten und 
zwei Passagiere. Die 5 Eisenbahner wurden am 6. November unter großer Anteil- 
nahme der Bevölkerung in Windigsteig beigesetzt. 

Natürlich wurden sofort Untersuchungen über die Ursache des schweren Eisen- 
bahnunglückes eingeleitet. Bei der Untersuchung der Strecke fand man, daß 
verbrecherische Hände am Außengeleise der Kurve eine Schiene kunstgerecht 
losgelöst hatten. 



(Aus dem Heimatbuch der Marktgemeinde Schwarzenau) 



SECOND INTENTIONAL EXPOSURE 



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Dir. Adolf BRÄUER: 



Die "Anderlkapelle" im Schacherwald und ihre Gründungsgeschichte 



Ungefähr 400 m von der Ortskapelle Schacherdorf entfernt befindet sich im 
Walde eine gemauerte, mit Eternit gedeckte kleine Kapelle. Sie wird von 
den älteren Leuten "Holzkapelle" genannt, weil sie im "Anderlholz" (Wald) 
steht. Sie ist heute leider schon ziemlich verfallen. Im Inneren befanden 
sich einst die Büsten der Apostel Petrus und Paulus. 

Um die Errichtung dieser Kapelle rankt sich folgende Geschichte, die von 
älteren Leuten und auch von der Familie Anderl erzählt wird: 

Mittwoch, 3. November 1875. Der nach Eger fahrende Personenzug Nr. 9 hat 
um 7 Uhr 45 den Franz-Josefs-Bahnhof verlassen. Um 1 Uhr 45 passiert er 
die Station Göpf r i tz-Groß Siegharts. Sechs Minuten entfernt von Schwarzenau 
Zwettl soll er die Stegersbacher Brücke passieren. Stockdunkle Nacht und 
schwerer Nebel lassen die vorbeifliegende Gegend kaum erkennen. Im Zug 
sitzen 140 Passagiere, die sich meist im Schlaf befinden. 

Plötzlich werden die Reisenden durch einen furchtbaren Stoß geweckt: 

Der Zug war knapp vor der Brücke, welche in einer Höhe von 11 m das Tal 
überbrückt , entglei st . 



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ISENBAHNUNGLOCK bei SCHWARZENA 



am 4. November 1875 



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Die Maschine war von der Brücke gestürzt und hatte 13 Waggons, darunter die 
Postambulance mit Schlafwagen, mi t in die Tiefe gerissen. Die Maschine hatte 
sich in die Erde eingegraben, und darüber türmten sich Tender, Post- und 
andere Wagen. Einige Waggons lagen mit den Rädern nach oben, während der 
Schlafwagen, nachdem er sich etlichemale überschlagen und dabei die Räder 
verloren hatte, auf der Dammböschung liegen geblieben. Der Conductor hatte 
beim Beschleunigen des Zuges so hart gebremst, daß die Kette gerissen war. 

So berichteten damals die Zeitungen: 

Die Wiener Verlagsanstalt LC Zamarsky hat ein Bild veröffentlicht, das die 
Eisenbahnkatastrophe darstellt. Interessant ist, daß statt des stehenge- 
bliebenen Waggons nur zwei Achsen mit Rädern abgebildet sind. 

In diesem letzten Waggon befand sich unter anderen Passagieren Schmiedmeister 
Franz Anderl (I8.7.I832 - 28.1.1889), der Urgroßvater des heutigen Karl 
Anderl. Als Dank für die glückliche Fügung und Errettung ließ Franz Anderl 
die Kapelle errichten. 




Anderl kapel le 

im 
Schacherwald 

(Foto: Johann 
Höllriegl ) 



Das Unglück forderte acht Tote, davon fünf Eisenbahner, einen Postbeamten und 
zwei Passagiere. Die 5 Eisenbahner wurden am 6. November unter großer Anteil- 
nahme der Bevölkerung in Windigsteig beigesetzt. 

Natürlich wurden sofort Untersuchungen über die Ursache des schweren Eisen- 
bahnunglückes eingeleitet. Bei der Untersuchung der Strecke fand man, daß 
verbrecherische Hände am Außengeleise der Kurve eine Schiene kunstgerecht 
losgelost hatten. 



(Aus dem Heimatbuch der Marktgemeinde Schwarzenau) 



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Der unter Schock stehende Bahnwärter konnte keine konkreten Angaben machen. 

Am Totenbett gestand er, die Schiene selbst gelockert zu haben. Er wollte 
vortäuschen, daß er durch seine Wachsamkeit ein Eisenbahnunglück verhindert 
habe, um so Geld und Beförderung zu erlangen. 



Der Unfallbericht wurde aus verschiedenen Tageszeitungen aus dem Jahre 
1875 entnommen. 



GEDICHTE ZU BESONDEREN ANLÄSSEN 



SR Josef Ströbinger: Zur Begrüßung des Pfarrers bei der 

Installation 



Knabe: Wir Kinder wolln die ersten sein, 
die heut willkommen sagen. 
Voll Freude rufen wir es aus, 
was wir im Herzen tragen: 

Unser Herr Bischof hat Sie nun 
als Pfarrer uns gegeben, 
jetzt bleiben Sie in Vitis hier 
vielleicht ein ganzes Leben. 



Mädchen: 



Sie sollen unser Hirte sein 
und alle sicher leiten, 
daß wir durch diese Lebensbahn 
ins helle Morgen schreiten. 

Wir wünschen dazu Kraft und Mut, 
Vertrau 'n, Geduld und Stärke! 
Und immer soll der liebe Gott 
auch segnen Ihre Werke. 






FRANZ BINDER: VERGESSENE LITERATUR AUS DEM RAUM VITIS 

J2hjL_§i-5!5§t§Q§yi E_I_N S_T_y_D_E NT^AUS _DEM 

W_A__L__D_V_I__E_R__T_E__L 

Auf Grund eines Hinweises im 6. Band der Schriftenreihe "Das 
Waldviertel" von Dr. E. Stepan aus dem Jahre 1931 (1) gelang es 
mir vor einigen Jahren, in der Nö. Landesbibliothek unter der 
Signatur 6308-B dieses Werk aufzutreiben bzw. zu entlehnen (2) . 

Der Verfasser unter dem Pseudonym J.B.Fastenau, heißt mit bürger- 
lichem Namen Johann Fasching. Er ist am 18. Juli 1847 in Jetzles 
Nr. 37 als Sohn von Michael und Barbara Fasching geboren. 1853 - 
1859 besucht er die Volksschule in Vitis und absolviert in der 
Zeit von 1859 - 1867 seine Gymnasialstudien in Krems, wo er Zöging 
des bischöflichen Knabenseminars ist. Anschließend studiert er 
Theologie in St. Polten und wird am 23. Juli 1871 zum Priester ge- 
weiht. Von 1871 - 1876 ist er Cooperator (Kaplan) in Gars am Kamp. 
Anschließend wird er Curat an der Domkirche in St. Polten und 1878 
Kaplan an der Anima in Rom, wo er auch die Doktorwürde (kanonisches 
Recht) erwirbt. Er kehrt 1880 nach St. Polten zurück, bekleidet 
1881 - 1883 das Amt des bischöflichen Sekretärs und wird 1883 
Professor für Pastoraltheologie an der theologischen Lehranstalt 
St. Polten. 1886 wird ihm der Titel "Consistorialrath" verliehen. 
Am 2. Mai 1888 stirbt er 42-jährig an einem organischen Herzfehler. 
Neben theologischen Abhandlungen verfaßt er auch Belletristik, 
darunter das bereits genannte Werk "Ein Student aus dem Waldviertel", 
und die Titel "Gabriele, die Waise auf Rosenburg", "St .Sebastian" 
und "Julian" (3) . 

"Der Student aus dem Waldviertel", wahrscheinlich sein literarisches 
Erstlingswerk aus dem Jahr 1876, ist eine Art Autobiographie. Er 
versucht mit dem Werk persönliche Vergangenheitsbewältigung zu be- 
treiben. Der Held der Erzählung ist der Autor selbst. In seiner Ein- 
leitung schreibt er unter anderem: 

(1) S 27; S 66; S 68 

(2) erschienen 1876 im Verleg J. Kinzl in Krems 

(3) Quellen: St. Pöltner Zeitung vom 10.5.1888 Nr. 38 S 4 und 5 

DA. St. Polten: Schreiben v. Dr.Winrer v.l.9.l9üo, Zl. 93/88 



20 



Ohne Furcht trete ich mit meiner "B)aläviertler-5tuöie" in die D)elt hinaus, 
lueil ich mir iDühl beiDu^t hin, ipelche Itotive mich aur Heraussähe dieser jSchrift 
beipagen hahen* 

Dankbarkeit, Versprechen und Pietät gegen ehrtDÜröige und edle Persönlichkeiten, 
von denen ipnl schon einige in öie Ewigkeit hinübergetreten sind, verpflichten 
mich, ihrer menschenfreundlichen Chaten au gedenken und einer Gegenu)art mit- 
autheilen, die an das Vorhandensein christlicher iCugenden im Familien- und 
öffentlichem Ceben nicht recht au glauben scheint* Aus dem Bauernstande ist der 
Arbeitsstoff geu)ählt* möge niemand darüber erschrecken und fürchten, Unu)issen- 
heit. Rohheit und Cemeinheit in ihm anautreffen* Pikantes, Cascives, der 
niederen Sinnlichkeit Schmeichelndes ipird der Ceser im Buche vergeblich suchen. 

Der Held ipurde nicht geschont; unnachsichtlich deckte ich seine Schtpächen auf, 
verheimlichte und verblümelte nicht, u)enn er im Kampfe gegen mancherlei Ver- 
suchungen unterlegen ist* Ich lie^ aber seinem Charakter auch Gerechtigkeit 
u)iderfahren, u)enn er schön und edel gehandelt* 

Die Abhandlung ist in der Sprache des vorigen Jahrhunderts ge- 
halten und erscheint dem heutigen Leser romantisierend, wenn nicht 
sogar etwas pathetisch. Sie gibt uns aber einen Einblick in das 
dörfliche Leben jener Zeit^ in die zumeist bäuerlichen Familien 
mit ihrer tiefen Religiosität, in das Pfarr- und Schulleben von 
Vitis und besonders in ein studentischen Treiben und Leben, das 
in dieser Form heute kaum mehr vorstellbar ist. 

Viele Ortsbezeichnungen werden verändert. 
Sein Heimatort Jetzles heißt in der Er- 
zählung "Polbach", seine eigene Familie, 

die Familie Fasching, "Rollmann" und er 
selbst als Held der Erzählung "Engelbert". 
Es ist geplant, die Kapitel, die sich vor 
allem auf unser Gebiet beziehen, ungekürzt 
und im Original mit Erklärungen (Fußnoten) 
wiederzugeben. Natürlich entspricht die 
Rechtschreibung nicht mehr der heutigen. 
Der Rest wird als Übersicht verfaßt. Die 
Gesamtdarstellung ist jedoch nur in wei- 
teren Folgen, die jeweils in den nächsten 
Ausgaben dieser Zeitschrift erscheinen, Johann Fasching 

möglich alias Joh.B* Fastenau 

(Toto DA Si. Volten) 




21 



I. SCHAUERLICHE GEGEND 

Auf dem Wiener Franz-Josefs-Bahnhof herrscht vor der Abfahrt des 
Zuges in Richtung Böhmen ein Gedränge, in dem sich eine feine 
Dame mit ihrem vielen Gepäck nicht zurechtfindet. Ein junger 
Jusstudent kommt ihr zu Hilfe. Im selben Abteil Platz nehmend, 
erklärt er ihr, daß seine Fahrt nach Budweis führe und er sich 
in Schwär zenau mit einem Theologiestudenten, einem Studienfreund 
aus der Gymnasialzeit, treffe. Als die Dame erfährt, daß dieser 
ein Waldviertier sei, macht sie eine eher abfällige Bemerkung. 
Dies löst bei einem weiteren Gast, einem Gmünder, der im Abteil 
Platz genommen hat, stummes Befremden aus. In Schwär zenau zuge- 
stiegen, kommen die zwei Waldviertler im Abteil ins Gespräch, 
wobei der Fahrgast aus Gmünd auf die negative Aussage der Dame 
Bezug nimmt. Dies führt zu einem lebhaften Disput zwischen dem 
jungen Theologiestudenten, einem leidenschaftlichen Waldviertler, 
und der Dame, die seiner Heimat und deren Bevölkerung reserviert 
gegenübersteht. Die Dame verläßt in Pürbach die Gesellschaft, 

da sie mit der Postkutsche nach K (wahrscheinlich Karlstift) 

Weiterreisen muß, um dort bei einer Cousine wegen ihrer ange- 
griffenen Gesundheit einen längeren Luftkuraufenthalt zu nehmen. 
Während dieses Aufenthaltes im Waldviertel besucht sie auch den 
jungen Kleriker in seinem Heimatort Polbach (=Jetzles) . Am Schluß 
dieses Kapitels heißt es: 

IDas öer Cheologe mit ihr ipeiters gereöet und gestritten, ipissen ipir nicht; 
Eines jeöoch blieb nicht verborgen, öa^ nämlich die Beamtensgattin gana 
versöhnt mit der Gegend und den Ceuten nach IBien zurückkehrte und voll 
Begeisterung und iCheilnahme öes jungen Klerikers gedachte, öesse Cebens- 
Schicksale sie durch Andere erfahren. ^oU sie allein die Glückliche sein? 
nian macht niemals zu viel Erfahrung und Fortschritt in der Kenntnis dieses 
Erdenlebens und seiner Betpohner; mSge das Nachfolgende etu)as Weniges zur 
Bereicherung derselben beitragen. 



SECOND INTENTIONAL EXPOSURE 



20 



Ohne Furcht trete ich mit meiner "IDalöviertler-Stuäie" in die IDelt hinaus, 
weil ich mir ipnhl bewußt hin, welche fllntive mich aur HerausQahe dieser Schrift 

heiDogen haben. 

Dankbarkeit, Versprechen und Pietät gegen ehriDÜröige unö eöle Persnnlichkeiten, 
van denen lonl schnn einige in öie Eioigkeit hinubergetreten sind, verpflichten 
mich, ihrer menschenfreunölichen Chaten zu geöenken unö einer Gegenujart mit- 
zutheilen, die an das ynrhanöensein christlicher Cugenöen im Familien- und 
öffentlichem £eben nicht recht 2u glauben scheint. Aus dem Bauernstände ist der 
Arbeitsstnff geiuählt. mnge niemand darüber erschrecken und fürchten, Unu)issen- 
heit, Rühheit und Gemeinheit in ihm anzutreffen. Pikantes, Cascives, der 
niederen Sinnlichkeit Schmeichelndes u)ird der Ceser im Buche vergeblich suchen. 



Der Held u)urde nicht geschont; unnachsichtlich deckte ich seine Schipachen auf, 
verheimlichte und verblümelte nicht, ipenn er im Kampfe gegen mancherlei Ver- 
suchungen unterlegen ist. Ich lie^ aber seinem Charakter auch Ger^^chtigkeit 
u)iderfahren, u)enn er schnn und edel gehandelt. 

Die Abhandlung ist in der Sprache des vorigen Jahrhunderts ge- 
halten und erscheint dem heutigen Leser romantisierend, wenn nicht 
sogar etwas pathetisch. Sie gibt uns aber einen Einblick in das 
dörfliche Leben jener Zeit^ in die zumeist bäuerlichen Familien 
mit ihrer tiefen Religiosität, in das Pfarr- und Schulleben von 
Vitis und besonders in ein studentischen Treiben und Leben, das 
in dieser Form heute kaum mehr vorstellbar ist. 

Viele Ortsbezeichnungen werden verändert. 
Sein Heimatort Jetzles heißt in der Er- 
zählung "Polbach", seine eigene Familie, 

die Familie Fasching^ "Rollmann" und er 
selbst als Held der Erzählung "Engelbert". 
Es ist geplant, die Kapitel, die sich vor 
allem auf unser Gebiet beziehen, ungekürzt 
und im Original mit Erklärungen (Fußnoten) 
wiederzugeben. Natürlich entspricht die 
Rechtschreibung nicht mehr der heutigen. 
Der Rest wird als Übersicht verfaßt. Die 
Gesamtdarstellung ist jedoch nur in wei- 
teren Folgen, die jeweils in den nächsten 
Ausgaben dieser Zeitschrift erscheinen, Johann Fasching 

möglich. alias Juh.B. Fasbenau 

(Toto DA Si.VöLten) 




21 



I. SCHAUERLICHE GEGEND 

Auf dem Wiener Franz-Josefs-Bahnhof herrscht vor der Abfahrt des 
Zuges in Richtung Böhmen ein Gedränge, in dem sich eine feine 
Dame mit ihrem vielen Gepäck nicht zurechtfindet. Ein junger 
Jusstudent kommt ihr zu Hilfe. Im selben Abteil Platz nehmend, 
erklärt er ihr, daß seine Fahrt nach Budweis führe und er sich 
in Schwär zenau mit einem Theologiestudenten, einem Studienfreund 
aus der Gymnasialzeit, treffe. Als die Dame erfährt, daß dieser 
ein Waldviertler sei, macht sie eine eher abfällige Bemerkung. 
Dies löst bei einem weiteren Gast, einem Gmünder, der im Abteil 
Platz genommen hat, stummes Befremden aus. In Schwarzenau zuge- 
stiegen, kommen die zwei Waldviertler im Abteil ins Gespräch, 
wobei der Fahrgast aus Gmünd auf die negative Aussage der Dame 
Bezug nimmt. Dies führt zu einem lebhaften Disput zwischen dem 
jungen Theologiestudenten, einem leidenschaftlichen Waldviertler, 
und der Dame, die seiner Heimat und deren Bevölkerung reserviert 
gegenübersteht. Die Dame verläßt in Pürbach die Gesellschaft, 

da sie mit der Postkutsche nach K (wahrscheinlich Karlstift) 

Weiterreisen muß, um dort bei einer Cousine wegen ihrer ange- 
griffenen Gesundheit einen längeren Luftkuraufenthalt zu nehmen. 
Während dieses Aufenthaltes im Waldviertel besucht sie auch den 
jungen Kleriker in seinem Heimatort Polbach (=Jetzles) . Am Schluß 
dieses Kapitels heißt es: 



IDas der iTheolnge mit ihr iDeiters geredet und gestritten, mssen u)ir nicht; 
Eines jednch blieb nicht verbargen, da^ nämlich die Beamtensgattin ganz 
versöhnt mit der Gegend und den Ceuten nach ITien zurückkehrte und voll 
Begeisterung und Cheilnahme des jungen Klerikers gedachte, desse Cebens- 
schicksale sie durch Andere erfahren, ^oll sie allein die Glückliche sein? 
man macht niemals zu viel Erfahrung und Fortschritt in der Kenntnis dieses 
Erdenlebens und seiner Beipohner; m/lge das Nachfolgende etu)as iDeniges zur 
Bereicherung derselben beitragen. 



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II. DiDBF POCBÄCH UND jJEINE NACH^CE UfllGEBUNC 

Im politischen Bezirke 11) ♦ ♦ ♦ (4) in Nieöernsterreich liegt aipei stunden 
suöipestlich van öer Bezirksstadt am linken Chaya-Ufer das liebliche Darf 
Pnlbach, zur Pfarre Bischitz (5) g^hfiris* Auf den ersten Anblick macht es 
den Eindruck, als ipare es neueren Ursprunges; die u)eitaus grojSere Zahl der 
Hauser ist neugebaut um mit Ziegeldächern versehen. ChatsSchlich verhält es 
sich anders. Ohne eine Chrnnik zur Hand zu haben, mui9 die Craditian deren 
stelle ersetzen; jeder DorfbeiPühner kennt sie; rein und unverfälscht geht 
sie über vnm iJater auf den 5nhn, vnm Enkel auf den Urenkel. Es haben fllänner 
daselbst gelebt, die 80 - 90 Jahre alt ipurden; diese wußten viel zu sagen 
und zu erzählen vnn den ^chioeden, ihrem iThun und treiben, ihrer Grausamkeit 
und Feindesujut. Der alte Pfeifer (6), ein halberblindeter Ausnehmer, zeigte 
oft der sich um ihn versammelten Knabenheerde die stelle, wtx ein schipedischer 
Soldat seine Gro^utter niederstreckte. Rollte er sie angelogen haben? 
Keiner hielt es für möglich. - Der lange, thurmhohe Zimmermann Ableitinger (7), 
in dessen IBerkstätte die Dorf Jugend so gerne ihre Erholung sucht, ipu^te 
schon und fe^elnd den Aufenthalt der Franzosen im Dorfe ipährend des oster- 
reischisch-französischen Kireges zn beschreiben, ihre Ranke und Schaber- 
nacke zu schildern, die sie ausgeführt. Freilich u)ar der gute mann nicht 
immer zurechnungsfähig, lueil er alle Sonntage seinen periodischen Rausch 
hatte, ffienn er sich auf der Dorf strafe hinauf schlängelte seinem Häuschen 
zu, ipelche Jeremiaden raspelte er über die Schlechtigkeit der 
Schipeden und Franzosen, über die Energielosigkeit der osterreischischen 
(Truppen. 0, u)äre ich Anführer geu)esen, hätte ich zu reden gehabt, nie 
u)ären u)ir so schmachvoll behandelt u)orden! Aber Hochmut kommt vor dem 
Falle. $tim Illeinung, die Calente eines Felöherrn zu besitzen, brachte 

ihn öerart in Aufregung, öa^ öer Korper öas llebergetoicht über den Geist 
erlangte und seiner ganzen lange nach auf öer ^tra^e lag. ... öer lobliche 

Dorf rat ist auf öen Antrag eines Insa^en, eine Ulauthe zu errichten unö öen 

hicöeren Zimmermann als Schranke zeitweilig zu benutzen, nicht eingegangen. 



4) Waidhof en an der Thaya 

5) Vitis 

6) wahrscheinlich Philipp Pfeifer Nr. 4; NÖLA Reg.A. BG Waidhofen/Thaya 
GB Schwarzenau 1823 - 1847 (1880) Nr. 6/1 fol. 209 

7) entweder Franz Ableidinger Nr. 15 oder Michael Ableidinger Nr. 14; 
wie Anm. 6 - fol. 218 u. 219 



23 



Noch anöere Belege für öas Alter öes Dorfes. Außerhalb Polbach »irö in 
einer Entfernung von 10 Minuten öas sogenannte "Cemeinöeholzl" sichtbar. 

- 0er Pachter öer Dorfschmieöe (8) erhielt in Folge Cemeinöebeschlujes 
öie Erlaubnis, zu bestimmten Zeiten sich Streu zu rechen für öen IDinter, 
um seiner Kuh nicht FeilspSnne unterstreuen zu müssen. An einem eiskalten 
Oktobertage rannte öer sonst sehr phlegmatische Pachter, als u)üröe er 
von einem bissigen Hunöe verfolgt, in öas Haus öes Bürgermeisters. Herr 
Bürgermeister, stieyö er keuchenö heraus, im Gemeinöeholzchen habe ich 
heute beim Streurechen Ülenschenknochen gefunöen, ms soll öas beöeuten? 

mit seinem, die geistige Ueberlegenheit bezeichnendem Cächeln sagte der 
Angesprochene: "IDeiy^t du denn nicht, daÄ unsere Urahnen Cutheraner ge- 
u)esen, die jetzige Betkapelle zu ^inrichs (9) ihr Gotteshaus, und der 
Platz, u)o u)ir unseren Gemeindeu)ald haben, ihr Friedhof?" - IBenig IDorte 

- aber u)ie bedeutungsvoll, u)ie inhaltsschiper? - Welchem Ortszuständigen 

u)are unbekannt die 5age von dem traurigen Schicksale der Stadt "IDiedlau?" (10) 
Ein Torfstich ist jetzt dort, halbumkranzt von einem lichten IDalde, i Stunde 
von Polbach entfernt, lüie lautet die Sage? Ein Kanarievogel setzte sich 
taglich auf die IThurmspitze der Stadtkirche, den gottlosen Beu)ohnem den 
baldigen Untergang verkündend. Die lüiedlauer horchten nicht auf das 
profezeiende diierlein, a^n, tranken, hielten Hochzeit und thaten allerlei 
Böses, bis das JJerderben hereinbrach: die Stadt sank in die Hefe. Jahre- 
lang brannte und rauchte der Boden und ujenn die Bauern der Umgebung 
spater mit ihren Kindern an diesem schauerlichen Orte vorbeigiengen, 
erzahlten sie ihnen das entsetzliche Ende der ITiedlauer, als Cehre hin- 
zufügend, recht brav und gut zu bleiben. 

ICer denkt nicht unu)illkürlich an Sodoma und Gomarrha, an die Stadt Ninive 
zur Zeit des Profeten Jonas? 



8) heute abgekommen, wahrscheinlich in der Nähe der Kapelle 

9) Heinreichs. Die Kapelle von Heinreichs wurde aber erst 1685 nach 
überstandener Pest erbaut (GB 11/405). Protestantisch waren nur mehr 
die Gutsinhaber, nicht mehr die Bevölkerung. 

10) ehemaliger Torfstich bei Heinreichs 



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Oh tu IDieölauer Juöen oder Heiden, Christen aüer CÜrken tparen, darüber u)uräe 
nichts verlautbart. IBeiters hei^t es: Von öen ^taätbetpnhnern iparen bei herein- 
brechender Katastrophe mehrere nicht 2U Hause, diese entrannen dem Code, 
siedelten sich als ruhige BÜ^er in der nächsten Umgebuns an, gaben das 
Faulenzen auf, kultivierten den Boden - ipurden Bauern. 

Ciegt es nicht nahe, da^ die Porfer um die IBiedlau herum: ^inrichs, Edelshausen (li), 
Polbach, Rodlung (12) der schaffenden Hand dieser BÜ^er ihre Entstehung ver- 
danken! IBann mag Polbach das Tageslicht erblickt haben? Cassen u)ir die Frage 
offen, die Beantiportung ist angeregt* 

Der Eindruck, den die Ortschaft macht, ist nach dem Urtheile von Fachmannern 
ein recht befriedigender ♦ An der Nordseite, von einem »aide umsäumt, neben 
u)elchem der Rodlingbach (13) dahinrieselt, sonst frei gelegen, dehnt es sich 
in einem Chale aus. Ringsherum sind die Grundstücke, Gärten, Aecker und 
IDiesen. Vier fahrbare IDege münden ins Dorf und ermöglichen einen leichten 
Perkehr nach allen Richtungen. 

Das Dorf besteht aus aipei Hauserreihen, einer schonen, regelmä/Jig gebauten 
(Polbachdorf) und einer iDeniger hübschen unregelmäßigen (Polbachhof) (15). 
Dieses ist unstreitig älteren Ursprunges; das beipeisen die alterthümlichen, 
mit 5t roh bedeckten Gebäude, seine ungangbaren Pfade und IDege, die so schlecht, 
enge und versipickt sind, dayS es manchem Dorfbeioohner schon passirt ist, den 
Zugang in die einzelnen Häuser nicht gefunden zu haben. Zujischen beiden 
Hälften liegen schone, herrliche IDiesen, der 5tolz der Einu)ohner, u)elche 
die Beu)ässerung erhalten von drei drinnen gelegenen ITeichen und dem Pol- 
bachbächlein, das seinen Cauf durch die IDiesen nimmt. Die Dorf kapeile (16) 
erhebt sich im Mittelpunkte des Dorfes auf einem HÜgel, von einem riesigen 
Baume umschattet. Ceider ist sie baufällig, so lieblich sie sich sonst aus- 
nimmt; es hat den Anschein, als ob der liebe Gott selbst den Bau eines 
gräySeren Betörtes beschleunigen ipollte. Für vierthalbhundert ^eelnen ziemte 
sich u)ahrlich eine geräumigere Stätte zur Abhaltung religiöser Andachten. 

11) Edelprinz 

12) Jaudling 

13) Jaudlingbach (aber östlich von Jetzles) 

14) Jetzles-Dorf (nördliche Zeile) 

15) Jetzleshof (südliche Zeile); ursprünglicher Gutshof mit eigener Juris- 
diktion (Land- und Dorfgericht) von den Besitzern der Herrschaft Schwarzenau 

innegehabt, 1790 auf 16 Lehen- und Kleinhäuser aufgeteilt (GB 11/394) 

16) Genauer Erbauungszeitpunkt nicht bekannt, wahrscheinlich zwischen 1787 und 
1824 (im FM bereits eingezeichnet; scheint Jr, JF noch nicht auf) 



25 



Naturschnnheiten, die das Auge entaucken, bietet die Umgehung u)enig. Der 
Candmann bedarf ihfer nicht; er ist in dieser Beaiehung genugsam, ist zu- 
frieden, mm der Herr der Natur seine Felder und Fluren, die Hoffnungen 
sauren ^chiuei^es und mannigfacher Entbehrungen segnet, Hagel und nii^achs 
ferne hält* Dach ist die Gegend schön in ihrer Art* Ein Dorf reiht sich 
an das andere, lüiesen loechseln ah mit Aeckern, die umliegenden IBalder mit 
ihren ma/ig haben Bergen geben recht angenehme Fu^partien und der Gesang 
der IDaldvagel lä^t auch das Ohr nicht ahne Vergnügen* IBill sich Jemand 
die mühe nicht verdrießen lassen, den ^taggesberg (17) au besteigen, sc 
hat er die ganae Umgebung im Umkreise van 3 stunden var seinen Augen; 
ist er mit die Aussicht nach nicht zufrieden, sa lasse er sich van einem 
Heimatskundigen den IDeg zum Buch- ader Eulenbacherberg aeigen, ich ver- 
sichere ihn, er ipird mit Befriedigung nach seinem ITaschenbüchlein greifen 
und öie üatiz machen: "Die Bischitaergegetö hat manche recht hübsch gelegene 
Punkte." 

|])a$ allenfalls vermißt tperöen kann, sinö die Obstbäume. Aber im Grunde kann 
nur öer markt Bischita baumlas genannt werden, und selbst dnrt i»ar es nicht 
immer so. Vor öen vielen und rasch aufeinander folgenden Feuersbrünsten 
hatte jedes Haus seine Baume und nicht etwa Holabirn- und Holaäpfelbaume, 
nein Freund, edlere Sorten. Die großen Brande waren Ursache, da^ das viel- 
heimgesuchte Bischitz nach ühcrstandener Gefahr nicht auf die Obstkultur 
sein Augenmerk richtete, sondern vorerst darauf bedacht war, die Itäuser, 
Stallungen und Scheuem in brechbaren Stand zu setzen. Zuerst das Nnth- 
wendige, dann das Angenehme und Nützliche, lüo das Unglück Schlag auf Schlag 
hereinbricht, wo so viel des Jammers und des Elends herrscht, dort vergeht 
das Streben, sein Eigenthum auf den Glanz herzustellen. Vielleicht hat sich 
Bischitz nach einem nienschenalter von seinen Heimsuchungen erholt, dann wird es 
seine Nachktheit zu verdecken suchen, aus grünen Jalousien herausgucken und 
den sich langweilenden Reisenden auf der Fanz-Josefs-Bahn den Grund benehmen, 
aus den IDaggonsfenstern heraus über die Bloßen und Trostlosigkeit des Marktes 
zu schimpfen. U)enn die löbliche Gemeindereprasentanz nur ihren Kopf nicht 
verliert; durch umsichti^ges Auffassen der gegebenen und später sich dar- 
bietenden JJerhältnisse wird sich Bischitz den besten markten des IDaldviertels 

17) Stoiesberg 



26 



ebenbürtig an die $BiH stellen können. Ist önch bereits jetat kein fllangel 
mehr an kleineren, mitunter recht nett angelegten Gärten; Blumen, inlänöische 
und ausländische finden aarte Hanöe aur Pflege und gedeihen vortrefflich, 
ein Beweis, öayö das Klima nicht eisbarartig ist. 



Glücklicher sind in Hinsicht der Obstbaumaucht die benachbarten Dörfer. 
Die jenseits der Donau Ansa^igen rühmen sich ihrer paradiesischen Gegend. 
Der Jßaldviertler ist nicht so arrogant und vermessen, auch nur Eines seiner 
Darfer mit einem "Eden" au vergleichen. JBarum sollte er sich dieser Gro^- 
thuerei wegen auslachen lassen. Er gibt gerne au, da^ die Natur im 
drübercn Viertel Reichthum und Ueppigkeit fast verschwenderisch entfaltet. 
)J)are der Neid keine ^Todsünde, kannte der 2urückgesetate vielleicht sagen: 
IDarum diese ungleiche »Jertheilung, warum drüben so viel, hüben so wenig? 
warum übersättigen sich Jene im Genüge der schönsten und edelsten Früchte, 
während wir gierig die Schlehdornen und Vogelbeeren hinabschlucken und mit 
schmachtendem IHunde in den sauren Holaapfcl beiden? 

Ei, ei, woau das Gewinsel und Gejammer! 5ei nicht lüstern nach fremdem Gute. 
Non concupiscesl (18). Wie leicht könnte dir das Obst aum Ruine werden, 
denke an die verschiedenen Illostsorten, an den Zwetschkernen. tage nicht 
die Gefahr nahe, das Getränk liebaugewinnen und ausauarten? Kennst du deine 
Natur nicht, deine Nachgiebigkeit gegen das gefüllte Glas? 5ei also still, 
damit nicht alle Beweise veröffentlicht werden müssen; danke Gott, da^ Er 
in seiner lüeisheit es so gefügt hat. Er kennt dich besser und wei^ was au 
deiner )J)olfahrt aweckdienlich ist. 

U)ir lassen also den Drüberen ihr Paradies und wolle nur behaupten, daß auch 
unserer Dörfer ihre Obstbäume haben - tragfähige, die recht genießbare 
Früchte in den 5choo^ werfen. Ja, wir versteigen uns soweit, ein D&rfchen 
ausfindig au machen, um und in welches die Obstbäume so dicht gesetat sind, 
daß man in einem Custgarten - einer Art "Eden" - au wandeln glaubt - - wenn, 
wenn die "Steine" früher hinweggeräumt würden. IDer's nicht für wahr hält, 
der gehe seihst nach "Ißolfsegg", es ist von Polbach drei Viertelstunden 
entfernt. 

18) Verlang es nicht! 



27 



Nachdem wir die Umgebung flüchtig visitiert haben, kehren wir wieder au 
unserem Dorfe auruck, um mit dessen Bewohnern im Allgemeinen bekannt au 
werden. 



Besonderes bemerken wir nicht an ihnen. IDie schaut denn ein Bauer aus? Einer 
sieht dem Andern ähnlich und Bauern sind dort die meisten, Handwerker nur 
awei, ein Zimmermann und ein Schmied, ein IBirth als Geschäftsmann und die 
Poliaei versieht der Nachtwächter. Einen fläcker, Fleischhauer, Bindermeister, 
maurer und Rasirer suchst du vergeblich; nur ein halber Schuhflicker haust 
dort, der nebenbei die Uhren ausbessert und dienst untauglich macht und 
auch sonst gerne aur Aushilfe sich bereit aeigt. Vor Jahren machte ein alter 
Buchbinder den Versuch, Schachteln au verfertigen, bandlose Bücher mittelst 
mehlteig in ihren früh eren Zustand au bringen, £^llein, blindheitshalber ging's 
nicht lange. - Nur eine Person ist für die Damen, will sagen Bauernmädel un- 
entbehrlich, die geschickte Näherin, die ohne bei Jemandem in die Cehre ge- 
gangen au sein, "von seihst" sich in der Schneiderei so ausgebildet hat, da^ß 
sie weit und breit gesucht wird. Ihrer Frömmigkeit und Sittlichkeit wegen 
steht sie bei den Dorfleuten im hohen Ansehen. 

Nennenwert ist ferners die iThatsachc, da^ sich etliche Dorfburschen durch 
Selbstbildung und Uebung eine gro^e Fertigkeit angeeignet haben im Zither- 
und Harmonikaspiel. Warum sollen wir uns die fllusikanten auf den Hals laden? 
sp rächen sie; machen wir den Versuch in der Kunst, es kommt uns dann die 
Unterhaltung billiger. Einige wenige Kleinhäusler leben überdiey3 im Dorfe, 
mit den Bauern aber stets im tiefsten Frieden. Ueberhaupt ist es eine Selten- 
heit, da/0 Nachbarn in Streit und Feindschaft kommen. Heißsporne mochten immer 
Handel anfangen, - es verpfuschte, - weil sie kein Gehör fanden bei den ver- 
nünftigen älteren dännem. Den jungen Bauern mu/3 als Cob nachgesagt werden 
ihre Achtung und Ehrfurcht gegen Aeltere, ihre Fügsamkeit bei Ratertheilungen. 
So werden auch ihre Kinder eraogen, weshalb jugendliches Gespotte und Aus- 
gelassenheit gegen alte Cent nicht vorankommen pflegt. 

Nur an der "Schinder-Nandl" und ihrer Schwester Ceni kühlten die Knaben 
seineraeit ihren lutwillen. Wir werden sagen, warum. Polbach hatte die 
traurige Berümtheit, die aus Graselsaeiten bekannte "Ehegartner-Nandl" 
unter ihren Illauem au beherbergen. Viele behaupten awar, diese sei nicht 
identisch mit der "Grasel-Nandl". Allein die Polbacher Jugend läßt sich 



1« 



28 



"ihre Nanöl" nicht so leicht abstreiten, »eil sie mit Gründen für ihre Be- 
hauptung anrücken kann. Castäglich hatten sie Gelegenheit, in ihrer IBohnunfl 
in»s Halterhäuschen (19) au kommen und sich von ihr "Geschichten" eraählen 
au lassen. Die Kunst, öie lauschende Kinöerschaar in öer gehörigen Spannung 
au erhalten, verstand sie meisterhaft, u)ie ihre Schwester Ceni. iBas eraahlte 
sie aber? Immer vom Grasel, seinem Chun und treiben. Bei der Beschreibung 
seiner Hinrichtung überwältigte sie jedoch häufig die Rührung, weshalb sie 
stets mit der Bemerkung schloß: "Gott wird seiner Seele gnädig sein." Nie 
schimpfte und lästerte sie über ihn; seine Schurkenstreiche wuyjte sie immer 
in guter Absicht au deuten. lJ)ar er nicht der Helfer und Schütaer der Armen, 
winselte sie, hat er sich von dem Raube was behalten? iDoher wu^te sie Alles 
so genau? Das Buch: "Die beiden Grasel" war für sie ohne IBcrt, weil sie nicht 
lesen konnte und in der Bischitaer Gegen war man über das Ceben des Räubers 
wenig unterrichtet. Einen goldenen Ring trug sie an ihrem Finger, den sie 
hoch in Ehren hielt, und doch war sie unverehelicht. Sie sagte, er sei gut 
für den "Rothlauf". Sei dem wie immer, die Nandl und Ceni wurden von der 
Jugend oft bestürmt aum Geschichteneraählen; waren sie aber fortwährend mit 
öem Grasel zur Hanö, begehrten die fllutipilligen zur Abioechslung andere Stucke • 
daher die häufigen Knnflik te zwischzn den Erzahlerinen und Zuhnrern; unter 
Znrnesausbrüchen und furchtbaren Penpünschungen jagten sie 10 mal in der 
IBache die lästigen Kerls aus der Hütte* An diesem nun in Gntt ruhendem 
^chipesterpaare u)ird sich die junge Darfgeneratinn u)nl öfters versündigt 
haben* 

Im Ganzen ist die Gemeinde ipohlhabend und sparsam, aber auch abgeschlossen* 
D)enn es nicht die Geschäfte erfordern, verlädt der Bauer sein Dorf nicht* 
Erholung sucht und findet er am Besten im häuslichen Kreise* Gegenseitige 
Nachbarsbesuche gehören zur Hausordnung* Das IDirtshaus steht ipahrend der 
lüoche ziemlich verlassen da; erst am Sonntag vergönnen sich die meisten 
ein und mehrere Glaschen* Der IDirt kann mit ^tolz sagen, dayO er "lüein" 
und keinen "Pantsch" ausschenkte* Nur u)enige Bauern bleiben enttpeder aus 
übertriebener Sparsamkeit oder aus Furcht vor der liebiperten Ehehälfte 
vom Gasthaus ipeg, u)erden jedoch dafür von den Andern "schief" angesehen* 



19) wahrscheinlich Haus Nr. 9; wie Anm. 6 fol. 225; auch Jetzleshof hatte 
ein"Hirtenhaus" damals Haus Nr. 28 (fol. 244); beide sind aber seit 

1827 bzw. 1828 in Privatbesitz (vorher Dorfgemeinde) 



29 



mit der vielleicht nicht überflüssigen Bemerkung, day9 in Polbach auch 
Hallunken sind, gehen u)ir zur speciellen Erzählung, der heitere, aber 
auch sehr schmerzliche Scenen nicht mangeln iperden* 



Fortsetzung folgt! 



ABKÜRZUNGEN 



DA 



Diözesanarchiv 



NÖLA RegA NÖ. Landesarchiv; Regierungsarchiv (Wien, Herrengasse 11) 

BG Bezirksgericht 

GB Grundbuch 

fol. folium: Blatt in Bogengröße (nur Vorderseite numeriert) 

GBII Geschichtliche Beilagen zu den Consistorial-Currenden der Diözese 
St. Polten; Band II; 1885 



FM 



Franziszeische Mappe (1817 - 1824) 



JF Josefinische Fassion (1786 - 1787) 



rn^m 




Ite Ansicht: Haus Jetzles Nr. 30 



SECOND INTENTIONAL EXPOSURE 



28 



"ihre Nanül" nicht; $0 leicht abstreiten, iDcil sie mit Crunöen für ihre Be- 
hauptung anrücken kann, tagtäglich hatten sie Gelegenheit, in ihrer Ißahnung 
in»s Halterhäuschen (19) zu kämmen unö sich von ihr "Geschichten" erzählen 
zu lassen. Die Kunst, die lauschende Kinöerschaar in öcr gchnrigen Spannung 
zu erhalten, verstand sie meisterhaft, loie ihre ^chiuester Ceni. lJ)as erzählte 
sie aber? Immer vom Grasel, seinem Chun unö treiben. Bei der Beschreibung 
seiner Hinrichtung überwältigte sie jedoch häufig die Rührung, weshalb sie 
stets mit der Bemerkung schlo,^: "Gott wird seiner 5eele gnädig sein." Nie 
schimpfte und lästerte sie über ihn; seine Schurkenstreiche wu^te sie immer 
in guter Absicht zu deuten. ITar er nicht der Helfer und Schützer der Armen, 
u)inselte sie, hat er sich von dem Raube was behalten? ffioher wu^te sie Alles 
so genau? Das Buch: "Die beiden Grasel" war für sie ohne IBert, weil sie nicht 
lesen kannte und in der Bischitzer Gegen luar man über das Ceben des Räubers 
wenig unterrichtet. Einen goldenen Ring trug sie an ihrem Finger, den sie 
hoch in Ehren hielt, und doch war sie unverehelicht. Sie sagte, er sei gut 
für den "Rothlauf". Sei dem wie immer, die Nandl und Ceni wurden von der 
Jugend oft bestürmt zum Geschichtencx-zählen;warcn sie aber fortwährend mit 
üem Grasel zur lianö, begehrten öie ülutiDilligen zur Abipechslung andere Stucke • 
öaher die häufigen Kunflik te ziuischen öen Erzählerinen unö Huharern;unfcer 
2nrne$au$brüchen unö furchtbaren Veripünschungen jagten sie 10 mal in der 
iDoche üie lästigen Kerls aus öer Hütte. An üiesem nun in Gntt ruhenüem 
^chiDesterpaare u)irö sich die junge Dnrfgeneration u)nl öfters versüniiigt 
haben ♦ 

Im Ganzen ist die Gemeinöe iDuhlhabenö unö sparsam, aber auch abgeschlossen . 
IDenn es nicht öie Geschäfte erfaröem, verlä^it öer Bauer sein Dorf nicht. 
Erholung sucht und finöet er am Besten im häuslichen Kreise. Gegenseitige 
Nachbarsbesuche geboren zur Kausorönung. Das Wirtshaus steht u)ahrenü üer 
IDoche ziemlich verlassen da; erst am Sonntag vergönnen sich die meisten 
ein unö mehrere Glaschen. Der IDirt kann mit 5tolz sagen, öa/3 er "l])ein" 
unö keinen "Pantsch" ausschenkte. Nur ipenige Bauern bleiben entioeöer aus 
übertriebener Sparsamkeit oöer aus Furcht vor öer liebiperten Ehehälfte 
vom Gasthaus ipeg, u)eröen jeöoch öafür von öen Anöern "schief" angesehen. 

19) wahrscheinlich Haus Nr. 9; wie Anm. 6 fol. 225; auch Jetzleshof hatte 
ein"Hirtenhaus" damals Haus Nr. 28 (fol. 244); beide sind aber seit 

1827 bzw. 1828 in Privatbesitz (vorher Dorfgemeinde) 



i 



29 



mit öer vielleicht nicht überflüssigen Bemerkung, öa/9 in Polbach auch 
Hallunken sinö, gehen wir zur speciellen Erzählung, öer heitere, aber 
auch sehr schmerzliche Scenen nicht mangeln iDeröen. 



Fortsetzung folgt! 



ABKÜRZUNGEN 



DA 



Diözesanarchiv 



NÖLA RegA NÖ. Landesarchiv; Regierungsarchiv (Wien, Herrengasse 11) 
BG Bezirksgericht 



GB 



Grundbuch 



fol. folium: Blatt in Bogengröße (nur Vorderseite numeriert) 

GBII Geschichtliche Beilagen zu den Consistorial-Currenden der Diözese 
St. Polten; Band II; 1885 



FM 



Franziszeische Mappe (1817 - 1824) 



JF Josefinische Fassion (1786 - 1787) 




Alte Ansicht: Haus Jetzles Nr. 30 



30 



31 



Das folgende Gedicht handelt ebenfalls aus der Heirat des Johann Fastenau 
Der "Büldbam" steht in der KG. Jetzleserwald. 



Ludmilla Stangl: 



DER BÜLDBAM 



Unser Wold hoaßt Ehrenbrechts, 
dös woas i g^nz genau , 
der ist an Kilometer weg 
zwischen Stojes und Eschenau. 

Und mittn drinnen in dem Wold 
kannst a große Fiachtn sehn. 
A Büld is aufghängt an dem Bam, 
do is amol wos geschehn. 

Mei Vota hot ma dös dazöhlt. 
Es is scho recht long her, 
do kimmt a Bau mit oana Sengst 
grod durchn Wold daher. 

Auf oamol steht a Weda drobn. 
Es hot donnert, blitzt und krocht. 
Im Wold do is ganz finsta wordn, 
wie wanns sehr bold wird Nocht. 

Da Bau rennt zua da Fiachtn hin, 
suacht Schutz, er tuat verzogn. 
Auf oanmol is eahm grod so gwest, 
als wollt eahm wer schnö sogn: 

Geh gschwind weg von den großn Bam! 
lazt is er schnö davon. 
Er woa nu koane zehn Schriat weg, 
do krochts bei der Fiachtn schon. 

Da Blitz hot eahm elektrisiert 
und eahm zu Bodn gschmißn. 
Er is beim Tod ganz knopp vorbei, 
dös wir er nie vergeßn. 

Deswegn hängt dös Büld an dem Bam. 
Dös soll a Wornung sein, 
Meistns in dö großn Bam 
do schlogt da Blitz oft ein. 






Reg. Rat Franz Steiner: IQO^^Jahre^Bestandsjubiläum des 

Männergesangsvereines Vitis 



Voranzeige 

Der Männergesangsverein Vitis feiert im Jahre 1990 sein lOOjähriges 
Bestandsjubiläum. Neben der Darstellung des Vereines (seiner Ge- 
schichte und seiner Tätigkeit) ist auch eine Ausstellung geplant, 
in der auch die Ehrenmitglieder Prof.Msgr. Rudolf Süß und Opern- 
sänger Otto Scheidl und die sonstigen Talente, die im Männer- 
gesangsverein ihren Platz hatten bzw. haben, demonstriert werden 
sollen. Die Bevi/ohner von Vitis und all jene, denen Vitis einmal 
Heimat war und noch immer ist, werden eingeladen, den Männerge- 
sangsverein oder die Ehrenmitglieder und Mitglieder bzw. die be- 
sonderen Talente betreffenden Bilder (Fotos), Schriften, Zeitungs- 
kommentare und -berichte, Noten udgl. zur Verfügung zu stellen 
und beim Obmann des MGV-Vitis, Franz Steiner, 3902 Vitis, 
Horner Straße 18, abzugeben oder an diesen per Post zu über- 
senden. 

Für alle Bemühungen und Unterstützungen im voraus besten Dank. 





SECOND INTENTIONAL EXPOSURE 



30 



Das folgende Gedicht handelt ebenfalls aus der Heimat des Johann Fastenau 
□er "Büldbam" steht in der KG. Jetzleserwald. 



Ludmilla Stangl: 



DER BÜLDBAM 



Unser Wold hoaßt Ehrenbrechts, 
dös woas i ganz genau, 
der ist an Kilometer weg 
zwischen Stojes und Eschenau. 

Und mittn drinnen in dem Wold 
ka^nnst a große Fiachtn sehn. 
A Büld is aufghängt an dem Barn, 
do is aiTiol wos geschehn. 

Mei Vota hot ma dös dazöhlt. 
Es is scho recht long her, 
do kimmt a Bau mit oana Sengst 
grod durchn Wold daher. 

Auf oamol steht a Weda drobn. 
Es hot donnert, blitzt und krocht. 
Im Wold do is ganz finsta wordn, 
wie wanns sehr bold wird Nocht. 

Da Bau rennt zua da Fiachtn hin, 
suacht Schutz, er tuat verzogn. 
Auf oanmol is eahm grod so gwest, 
als wollt eahm wer schnö sogn: 

Geh gschwind weg von den großn Barn! 
lazt is er schnö davon. 
Er woa nu koane zehn Schriat weg, 
do krochts bei der Fiachtn schon. 

Da Blitz hot eahm elektrisiert 
und eahm zu Bodn gschmißn. 
Er is beim Tod ganz knopp vorbei, 
dös wir er nie vergeßn. 

Deswegn hängt dös Büld an dem Barn. 
Dös soll a Wornung sein, 
Meistns in dö großn Bam 
do schlogt da Blitz oft ein. 



j 



31 



Reg. Rat Franz Steiner: 100_Jahre_Bestands jubiläum^des 

Männergesangsver eines Vitis 



Voranzeige 

Der Männergesangsverein Vitis feiert im Jahre 1990 sein lOOjähriges 
Bestandsjubiläum. Neben der Darstellung des Vereines (seiner Ge- 
schichte und seiner Tätigkeit) ist auch eine Ausstellung geplant, 
in der auch die Ehrenmitglieder Prof.Msgr. Rudolf Süß und Opern- 
sänger Otto Scheidl und die sonstigen Talente, die im Männer- 
gesangsverein ihren Platz hatten bzw. haben, demonstriert werden 
sollen. Die Bevvohner von Vitis und all jene, denen Vitis einmal 
Heimat war und noch immer ist, werden eingeladen, den Männerge- 
sangsverein oder die Ehrenmitglieder und Mitglieder bzw. die be- 
sonderen Talente betreffenden Bilder (Fotos) , Schriften, Zeitungs- 
kommentare und -berichte, Noten udgl. zur Verfügung zu stellen 
und beim Obmann des MGV-Vitis, Franz Steiner, 3902 Vitis, 
Horner Straße 18, abzugeben oder an diesen per Post zu über- 
senden. 

Für alle Bemühungen und Unterstützungen im voraus besten Dank. 





j 




-^^ 



JI^-M^-^h^ 




JJ-^A-^^ 



Irmtraud Berger: ALTE REZEPTE AUS OMAS KGCHBUCH 



Indian mit gefüllten Kropf 



Salze den Indian gut wen er ausgewässert ist schneide den Kopf 
und Hals und Flügel weg und nim gestiftelt geschnittene Mandel 
eben so viel Weinberl und Ziewöben, gibs in ein Haferl schlage 
8 ganze Eier daran in 4 Esslöffel in Butter geröste Semmelbrösl 
und 3 kreuzend 



geschnittene Pomeranzenspalten, rühre alles 
gut unter einander verstecke das Bro^tloch mit einer Semmel, gib 
die Füll hinein binde in gut nach dem er gefüllt ist stecke in 
an den Spieß begüBe in öfters mit Butter und brate in langsam 
besonders wen er groß ist, ziere in mit Persiel kräntl • 



^ Drangenspalten 



Erdäpfelstrudel 



Man nehme einen gewöhnlichen Strudlteig aber du mußt in nicht 
gar zu dün ausziehen, hernach streiche die Füll darüber rolle 
in zusamen und back es langsam. Zu Füll nehme 1/2 D* Butter 
treib es recht flaumig ab, hernach nehme 3 Eyer, die Klar zu 
Schnee geschlagen, 1/4 D Mandel fein gestossen, und nach gut 
dünken nehme Erdäpfel, 1 Seiterl Milch und Zuckern nach be- 
lieben auch etwas Limonischale, alles in den abgetriebenen 
Butter zusamen und so iß es fertig. 



D = Maß, 1 Maß = 1,4147 1 




( 



VITIS - WIEN 



120 KM 



Auskünfte - Informationen; 

GEMEINDEAMT VITIS 

3902 Vitis, Hauptplatz 16 

Tel. 02841/214 



Gr.Rupprechts V I T I S Schwarzenau Göpfritz 

Gmünd 

Kaltenba( 



Linz 




Linz 
Salzburg -^ 



Wieri 



it»n 



/' 



31 



Walter Brunner: VITIS - Alte Häuser, alte Mauern 



.^^ 



Der ursprüngliche Ort VITIS befand sich wahrscheinlich an anderer Stelle als 
heute. Vielleicht lagen die Häuser zur Zeit der ersten Erwähnung dieser Sied- 
lung, im Gebiet des heutigen Friedhofes bzw. des ehemaligen Bürger sp ital s, 
um die einst dort bestandene St. Veitskirche. Dafür spricht, daß die Umgebung 
der Häusergruppe, die aus dem einstigen Bürgerspital entstand (Bahnhof Straße 
Nr. 26, 23. 30, 32, 3^> 36, 38), nachdem Grundbuch von Schwarzenau aus dem 
Jahre 1693, nicht in die einheitliche Feldflur einbezogen erscheint, sondern 
in einzelne "Gärten" für die Bürger von Vitis aufgeteilt ist. Die Grundstücke 
auf denen die Häuser Ra if f e i senstraße 1 - 29 stehen, scheinen noch in der 
Gegenwart im Grundbuch als "Z iergartenlüsse" auf. 

Während im Gebiet der heutigen Großgeme ind e V i t i s, in fast allen älteren Dörfern 
noch die während der Besiedelungsepoc he der Babenbergerze i t sehr häufige Sied- 
lungsform des Angerdorfes zu erkennen ist, fehlt im Kern des Marktes Vitis 
(Hauptplatz - Dreifaltigkeitsplatz) jeder Hinweis darauf. Schon vom Gelände her, 
ist die Anlage eines solchen Dorfes mit seinen Hausäckern schwer denkbar. 

Die wirtschaftl iche Entwicklung im damal igen, durch die 1179 auf dem Reichstag 
zu Eger (Kaiser Friedrich I. Barbarossa) erfolgte Festlegung der Grenze gegen 
Böhmen, einigermaßen gesicherten Grenzland, brachte auch die planmäßige An- 
lage von Burgstädten aber auch Märkten mit sich. 

Diese wurden fast immer auf einem Felsplateau, welches von mehreren Seiten durch 
natürliche Gegebenheiten (Steilabfall, Flußlauf, Sumpfgebiet) geschützt war, 
angelegt. 

Sie standen immer in enger Verbindung mit einer Verteidigungsanlage (Burg, 
"Festes Haus", Wehrkirche). Bezeichnend für diese Art von Ansiedlung ist auch 
der Platz in Dreiecksform. 



1 1 



Mit dem wirtschaftlichen Aufstieg war natürlich auch da s Ver kehr sv/esen ver- 
flochten. Schon in sehr alter Zeit führte aus dem Donauraum ein "Verkehrsweg 
über das Gebiet des heutigen Martinsberg nach Gutenbrunn westlich von Zwettl 
und folgte dem alten Polansteig in östlicher Richtung. Vor Kühbach trennten sich 
die beiden Wege. Der Böheimsteig führte weiter nach Norden und kreuzte bei 
Windigsteig die in Ost-West-Richtung verlaufende nördliche Hochstraße, die auch 
Vitis berührte. i 

1^50 erbaute Hans von Puchheim, Besitzer der Herrschaft Heidenre ic hste in eine 
neue große Brücke über die Lainsitz bei Schwarzbach, wodurch "unsere" Straße 
wahrscheinlich endgültig ein Hauptverkehrsweg nach Böhmen wurde. 

Die Fernstraße führte nun durch den Ort (Marktort) ^ welcher auf einem, nach 
drei Seiten mehr oder v;eniger steil abfallenden, Felsplateau liegt. Der Drei- 
ecksplatz weist ebenfalls auf eine planmäßige Anlage hin. Daß auf dem Gebiet 
um die heutige Pfarrkirche eine Wehranlage stand, welche den Übergang über den 
Jaudlingbach sicherte, dürfte sowohl vom Gelände, als auch von der baulichen 
Situation des gesamten Komplexes (Kirche - ehemalige Friedhofsmauer), sehr 
v;ahr sehe in 1 ich sein. Wann diese Neuanlage erfolgte, konnte bisher noch nicht 
nachgewiesen werden. 

Hier drängt s ic h d ie Vermutung auf, daß vielleicht ein Zusammenhang zwischen 
dem "Abkommen" (Verschwinden) von Edel buch (ein mittelalterliches Dorf zwischen 
Vitis und Sparbach gelegen) besteht, scheint doch die Feldflur des "öden Dorfes 
Edelbuch" im Grundbuch der Herrschaft Schwarzenau von 1633 als "Uberländt" 
zwischen den Bauern von Vitis und Sparbach aufgeteilt. Bisher fehlt jedoch 
noch jeder schlüssige Beweis für diese Annahme. 



32 



Wie groß dieses spätm ittelal ter 1 iche Vitis gewesen ist, läßt sich nur ver- 
muten. Die Anzahl der Häuser, die im Grundbuch der Herrschaft Schwarzenau 
aus dem Jahre 1633 mit 61 angegeben ist, dürfte sich ungefähr mit jener aus 
der Zeit der Anlage des Marktes decken. 

Das Gadorf kann man in diese Häuseranzahl nicht miteinbeziehen, b ildete es 
doch bis in die Neuzeit (endgültige Einge meindu ng 1905J eine seiDStanaige 
_ Ansied lung m it eigenem Dorfrichter, und war der Pfarr her rschaf t Vitis unter- 
tanig . 

Die im Jahre 1751 unter der Kaiserin Maria Theresia erfolgte erste Steuer- 
fassion der Grundherr Schäften und ihrer Grundholden weist für Vitis eine 
Häuserzahl von 64 auf. 

1771 wurde im ganzen Lande eine einheitliche Hausnumerierung durchgeführt. 
Einer der Gründe dafür war, daß man die Rekrutierungen besser überblicken 
konnte. In Vitis wurde d iese Nummer nqebunq genau am 3- April 1771 mi t 67 
Hausnummern vorgenommen. Das der Pfarr herrschaft untertänige "Gadorf'* wurde 
bereits am 28. März 1771 niit 19 Hausnummern bedacht. 

Die zweite, unter Kaiser Josef II. im Jahre 1 787 erfolgte Steuerfassion, gibt 
uns Aufschluß über die seit 1771 größer gewordene Häuserzahl (7^) und deren 
damalige Besitzer. Das Haus mit der Konskr ipt ions Nr. 1 (heute Hauptplatz 2) 
gehörte im Jahre I787 einem SEBASTIAN WALMILNER, 1824 (Steuerfassion unter 
Kaiser Franz I.) erscheint JOHANN WENZLICH, und 1895 MATHIAS BLAHA als Be-' 
sitzer dieser Liegenschaft auf. 

Haus Nr. 2 (Hauptplatz k - Fam. Fiedler) gehörte I787 einem ANDREAS WALDHÄUSL, 
1824 MICHAEL PANAGL und 1895 FRANZ WEISSENSTEINER. 

GEORG PEREGER (BERGER?) hatte I787 das Haus Nr. 3 (Hauptplatz 6) inne; JOHANN 
BERGER, welcher 1824 als Besitzer aufscheint, war vielleicht noch ein Ange- 
höriger dieser Familie, doch 1895 gehör te d ieses Haus einem JOSEF BÖHM. 
Aus diesen drei [Beispielen kann man ersehen, daß die erste Hausnummer i er ung in 
fortlaufender Reihe erfolgte. 

Das damalige Eckhaus zur Bachgasse hin vyar Haus Nr. 14 mit dem Besitzer JOSEF- 
BAUER (1787). 1824 war es bereits geteilt und gehörte dem JOHANN KOCH, später, 
um 1848 scheint der Name GLOIBER auf und 1895 war es bereits Gemeindeeigentum. 
Es diente als zweites Schulhaus mit Lehrerwohnung. Heute ist es als "Hauptplatz 
30" Eigentum der Ra if f ei senkasse. 

Von hier aus verl ief d ie Reihe über die heutige Bachgasse - Jetzleser Straße 
(vom Jaudlingbach an) - Schremser Straße (ebenfalls von der Brücke über den 
Jaudlingbach an) - Bahnhof Straße (bis zur heutig^en Nr. 20) - Dreifaltigkeits- 
platz - Hauptplatz, und endete dort mit der Konskriptionsnummer 65 (Hauptplatz 
1 - Daxböck) . Hausnummer 66 hatte die "bürgerliche Haarstube" (darüber später). 
Nr. 67 mit dem Besitzer JAKOB PIRBACH (I787), 1824 HUBICK JAKOB, 1895 HOBIGER 
SYLVESTER, heute Bahnhof Straße 30 (Fam. Dr. Tippl), war 1771 Teil des damaligen 
"Bürgerspitals" (nach heutigen Begriffen ein Altersheim bzw. ein Versorgungs- 
haus), oder dieses noch als Ganzes. 

In der Zeit des Merkant r 1 ismus (eine Wirtschaftslehre vom ausgehenden 17 . Jhdt. 
an bis in die letzten Jahrzehnte des 18. Jhdt. reichend) waren die Grundherr- 
schaften bestrebt, die Anzahl ihrer "behausten" Untertanen möglichst zu er- 
höhen. Diesem Umstand kam der Verkauf des vormal igen Bürger sp ital es, das sich 
damals im Besitze der Herrschaft Meires (Graf Veterani - gleichzeitig auch Be- 
sitzer der Herrschaft Kirchberg/Walde) , die auch das Patronat über die im Jahre 
1771 abgebrochene St. Veitskirche innehatte, befand, entgegen. 

Als Käufer werden in der am I8. Oktober 1770 in der Herr schaf t skanzl ei Kirchberg 
am Walde abgefaßten Verkaufsurkunde zwei Bürger aus Vitis, und zwar der Glaser- 
meister JOSEF RÖCKL und der Färbermeister JOHANN STALLNER (WALLNER?), genannt. 
Kaufpreis: 3 50 fl. 

Bei der Num. erierung 1771 jedoch, scheint noch der gesamte Gebäudekomplex als 
ein Haus (Nr. 67) mit dem oben erwähnten JAKOB PIRBACH als Besitzer auf. 



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33 



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Inder Zeit zwischen 1771 und I787 erfolgte durch Teilung (Erbteilung?) 
einzelner Liegenschaften eine Erhöhung der Häuseranzahl. 
Haus Nr. 68: Scheint erst I787 als eigene Liegenschaft unter dem Besitzer 
JOSEF PRANTNER auf; l82i* ANNA MARIA BRANDNER, 1895 MICHAEL PREGESBAUER, 
heute Dreifaltigkeitsplatz 14 (SCHMALZL) . Es dürfte vom Haus mit der Konskr. 
Nr. 52 7 1787 JOSEF KAINZ, 182^ JAKOB GEGENBAUER, danach ÖTTL, um I86O 
durch Einheirat HEINRICH SÜSS (gest. 1897)» heute Hauptplatz 33 (Sparkasse), 
abgetrennt worden sein. Ein Hinweis darauf war der Umstand, daß anläßlich 
des Neubaues des Spar kassengebäudes in den Jahren 1972/73 Ver Schachtel ungen 
im Mauerwer k d ieser beiden Häuser sichtbar wurden. 

Haus Nr. 69: I787 - MARTIN PFLUGL, 182A FRANZ GÄRTNER, 1895 ANTON EMIL BINDER, 
später WALENTA, dann KONSUM als Hauptplatz Nr. 32 mit Hauptplatz 30 wieder 
vereinigt. Dieses Haus (Nr. 69) ist wahrscheinlich ebenfalls zwischen 1771 
und 1787 vom Haus mit der Konskr. Nr. 1^ abgetrennt worden. Für diese An- 
nahme spricht der Umstand, daß der zu diesem Hause (Nr. 14) gehörige Grund 
(heutiger Kinderspielplatz), das ehemalige Haus Nr. 69 umschloß und hinter 
diesem Gebäude an die jetzige Bachgasse angrenzte. I88I vAjrde beim Abbruch 
eines Gebäudes, welches an dieser Stelle stand, ein Tonkrug mit alten Münzen 
aus dem 14. Jhdt. gefunden. Einige davon befinden sich heute im Heimatmuseum 
Wa id hof en/Thaya. 

Die Häuser mit den Konskr. Nr. 70 - 7^ entstanden offenbar durch eine erste 
Aufteilung des Bürger sp ital kompl exe s. 

Nr. 70: I787 JOHANN WALLNER, 182^* JOHANN HOFBAUER, 1895 JOSEF HENGST, 1 987 
Bahnhof Straße 26 (Fam. Bräuer) . 

Nr. 71: I787 JOSEF RÖCKL, 182^ BENEDIKT WALTHÄUSL, 1895 MATHIAS MASCHEK. Dieses 
Haus ist nach 1895 entweder mit Nr. 70 zusammengelegt oder zwischen Nr. 70 und 
Nr. 72 aufgeteilt worden. Es besteht jedenfalls heute als eigene Liegenschaft 
nicht mehr. 

^Nr. 72: I787 LORENZ ROSENAUER, 182^ MICHL GRUBER, 1895 ALOIS FISCHER, 1 987 
"Bahnhof Straße 28. 

^Nr. 73: I787 ANTON MEINL, 1824 FRANZ FICHTENBAUER, 1895 ANTON BUCHSBAUM, 1 987 
Bahnhof Straße 28. 

Nr. 7^: 1781 WÜRZ MICHAEL, 182^ DANGL JOHANN, 1895 SCHADEN ANTON, 1 987 
Bahnhof Straße 38 (Fam. Hahn) . 

Die Steuerfassion von 182^ weist auf eine weitere Erhöhung der Häuseranzahl in 
den vergangenen 37 Jahren hin. Im Bereich des Bürger sp ital s entstanden, wahr- 
scheinl ich durch eine weitere Teilung, noch zwei selbständige Liegenschaften, und 
zwar: ' 

Nr^75: 182^ GLAHSER GEORG, 1895 FISCHER JOHANN, 1987 Bahnhofstr. 32 (KRONB ICHLER) . 
Jir. 76: 1824 WATKO JOHANN, 1895 FRANZ ROHRBÖCK, 1 987 Bahnhofstr. 3^ (MARIA SCHMUTZ). 
Die Häuser Bahnhof Straße 22 (Fam. Anton Pöppel ) und 21 erscheinen ebenfalls erst- 
mals 1824 unter dem Besitzer MICHEL GRUBER, 1895 TRAPPL JOHANN, mit der Nr. 77. 
und BIENER BARTHOLOMÄUS, 1895 NEUMEISTER ANTON mit Nr. 79 auf. 
Nr. 78: 182^ SCHÖNDORFER ANTON, 1895 BRUNNER IGNAZ, 1 987 Bahnhof Straße 12 (Fam. 
Steindl), dürfte auch wie die vorher angeführten (Nr. 77 und Nr. 79) in der Zeit 
zwischen I787 und 1824 neu erbaut worden sein. 

Auch das Geburtshaus des Tondichters Msgr. Rudolf Süß (Horner Straße 1) könnte 
in diesem Zeitabschnitt erbaut oder umgebaut worden sein. Es erhielt die Nr. 80 
und wird 1824 als Jägerhaus der Herrschaft Schwarzenau angeführt (l895 JOSEF 
SÜSS, Schneidermeister, ein Bruder des Komponisten). Daß die Grundherrschaft 
erst verhältnismäßig spät in dem bedeutenden, ihr untertänigem Markt Vitis, ein 
eigenes Haus errichtete, erscheint sonderbar. Naheliegender ist die Annahme, daß 
dieser herrschaftliche Besitz im Jahre 1771 von der Numerierung ausgenommen 
wurde. Nicht erwiesen ist jedoch die früher öfter gemachte Aussage, daß dieses 
Haus einst die Herrschaftstaverne gewesen sei, denn im Jahre 1633 scheinen im 
Grundbuch der Herrschaft Schwarzenau unter dem Titel: "Aigenthumbl iche Tafern 
und auf denen hernach folgenden Dörfern Schenkgerechtigkeit*', die Tavernen von 



Schwarzenau und Hasel bach sowie die Schenkgerechtigkeit in weiteren 16 unter- 
tänigen Ddrfern, nicht aber ein Hinweis für ein herrschaftliches Wirtshaus in 
V I t I s auf. 

°'! ^fl!"!^'!' ^^^^ als "Alte Schule" (Hauptplatz Nr. 3^) bezeichnet, erbaut I8l6 
und 1817 bereits erweitert, scheint 182^» als GEMEINDE-SCHULE auf, hat aber so 
wie die Pfarrkirche keine Hausnummer und erhielt erst später die Konskr. Nr 81 
Vor 1816 war das Haus mit der Nr. 20 Schulhaus. Es wurde nach dem Neubau auf ~' 

ift^/itK. I^APn.'mr f'"r ^.^^^^^' verkauft. 182^ scheint ein HÖBLING JOHANN, 
1895 SÜSS KAROLINE als Besitzer auf. Heute - Dreifaltigkeitsplatz Nr 12 
(Brückner). Dieses Haus wurde aber nach I82if geteilt, denn 1895 finden wir 
die heutige Liegenschaft Dreifaltigkeitsplatz Nr. 13 (vorm. HOCmUTH, jetzt 
Zellhofer) mit der Besitzerin GENOVEVA WINKLER als Haus Nr. 83. Die WINKLER 
■?l!!Jih"'^^'^'"c- "?'^ ^«'•kauften ihre Ware in einer der drei gegenüberliegenden 
1 M-?^f"^?ü ^'" '^^^t^'' f^«=t dieser einstigen Verkaufsläden ist das bis 1973 
als Milchkuhlhaus dienende kleine Häuschen, welches zum Besitz Okrina gehört 
Schon 1824 werden diese drei Gebäude als "Fleischbänke" bezeichnet und werden 
den Hausern Nr. 53 (heute Hauptplatz 29 - NEWAG) und Nr. 56 (Hauptplatz 23 - 
Tr inko) zugezählt. 

Haus Nr. 53 gehörte I787 MICHAEL KLIMPFINGER. 182^. ebenfalls MICHAEL KLIMPFINGER 
(jun.?) und 1895 EMANUEL RIND, Kaufmann und Frucht händ I er . Sein Grab befindet 
sich auf dem jüdischen Friedhof in Wa idhofen/Thaya . Alte Erzählungen berichteten 
daß m diesem Haus einstmals ein Fleischhauer sein Gewerbe ausgeübt habe die 
Klimpfinger waren solche. ' 

Die beiden anderen "Fleischbänke" gehörten 182^» dem GRUBER LEOPOLD und dem 
ULZER MICHAEL Hiezu ist erwähnenswert, daß diese beiden Fleischbankbesitzer im 

TR'iRFR FPPniMiMr /?oor°c."'^"' ''^"" ^'' Eigentümer dieses Hauses scheinen I787 
GRJBER FERDINAND, und 182/» SCHULLNER JOHANN auf. 1895 wird DOMINIK BAUER als 
Hausbesitzer erwähnt. 

^r 82: Ebenfalls erst nach 1824 erbaut, gehörte 1895 JOHANN FRÖHLICH. 1987 - 
Bahnhof Straße 19 (Zvolanek) . 

Nr. 84: Heute das Haus Hauptplatz II, wurde nach 1824 aber lange vor I895 er- 
baut, denn der in diesem Jahre Hausbesitzer gewesene Uhrmacher FRANZ SCHARZINGER 
hatte schon einen Vorgänger namens TAUFNER. Es ist anzuneltnen, daß auch hier * 
eine Abtrennung und zwar vom Haus Nr. 61 erfolgte. I787 GAMB JOHANN 1824 GAMP 
JOHANN, 1905 LUGAUER JOHANN, 1 987 - Hauptplatz'u (Weißensteiner H^hlneicSr 
Nicht auszuschließen ist, daß der Baugrund für dieses Haus von beiden Nachbarn 
(heute Schlegel und Weißensteiner) stammt. Der Wohntrakt nämlich reicht mit 
einem Drittel hofseitig in den Besitz Weißenste/ner hinein, während gartenseitig 
der Feldrain zwischen beiden obgenannten Nachbarhäusern (das Si I berbauerhaus hat 
keinen Gartenacker) genau auf die Mitte des Gartens von Hauptplatz 11 zuläuft 
Vielleicht besteht ein Zusammenhang mit dem Wiederaufbau vo n Vitis nach dem 
Toßen Brand von 18 32. * " 



Im FruhJiTIF|98rT^ das Haus Bahnhof straße I7 (Fam. Vogler) abgerissen und an- 
schließend e in Neubau aufgeführt. 1895 erscheint das alte Haus mit der Nr. 85 
als dem KARL WÜRZ, Schuhmachermeister, gehörig. Es ist ebenfalls erst n"^h 1824 
gebaut worden, denn in diesem Jahre stand lt. Katasterplan an dieser Stelle eine 

cruccr^^MrÖM ^Tr.c^^''^ ^''- ^^ gehörte (I787 FUCHS ANTON, 1824 RICHTER JAKOB, 1895 
ECHSEL ANTON, I987 Hauptplatz 28 - Fam. Echsel) . 

Auch das heutige Haus Schremser Straße 3 (WeinstabI) wurde nach 1824 geteilt 

iSoq RRiiMMpp''!'pnDmn^^''^'u^ ^' ^^^^ ^^^^^ ^°^^^^^ '""«' 1^24 SCHERZER PHILIPP, 
1395 BRUNNER LEOPOLD. Das heutige Nachbarhaus Schremser Straße 4 besaß 1895 

mit der Nr. 36 der Schuhmachermeister LEOPOLD NECKER (I987 - Fr. Alo isla Mayer) 
°.r «q"" ^^'■„^'■f ^-Josefs-Dahn brachte mit Nr. 87 (l895 Stationsgebäude) sowie 
Nr. 88 und 91 (l895 Wächterhaus) drei weitere Neubauten. Auch der Ursprung des 
Gasthauses Hofmann (Bahnhof straße 44), 1895 Nr. 89 FRANZ WAIS, Restaurateur ist 
dieser Zeit zuzuordnen. — — * 



35 



Das Haus Nr. 90 würde man überall anders als am Hauptplatz suchen. Es Ist 
ebenfalls erst nach 1824 als selbständige Liegenschaft entstanden, gehörte 

1895 dem Fleischhauermeister JOHANN ALTMANN, 1987 als Hauptplatz 22 der 
Fam. Okrina. Es dürfte von der Jt^^l (1787 GRUBER MATHIAS, 1824 EUGEL 
(EIGEL?) MICHL, 1895 WA IS ANTON, ' 1 987 Hauptplatz 20 Fam. Scheidl) abgetrennt 
worden sein. 

Wo heute an der B 303 in Richtung Schrems eine Fabrik steht, gab es 1895 niit 
^Haus Nr. 92 einen Ziegelofen. Vor 50 Jahren konnte man dort noch spärliche 
Reste dieses Baues sehen. 

Wenn jemand bei Umbauten in seinem Haus auf Ziegel mit dem Zeichen "DW" stößt, 
dann hat er ein Erzeugnis dieser Ziegelei in der Hand. Der Besitzer jenes Be- 
triebes hieß DEMETER WEICHSELBRAUN, war wohnhaft in Gadorf Konskr. Nr. 8, 
heute aufgetei It (Fr. Schrenk und Fam. Artner), aber nach V it is zustand ig (lt. 
Hausl iste 1895) . 

Jjr . 93: 1824 stand dort noch eine Scheune, die zum Besitz des Hauses Nr. 42 ge- 
hörte, (1787 PAPPENSCHELLER ZACHARIAS, l824 PAPPENSCHELLER JOHANN, 1895 ZELL- 
HOFER WENZEL, 1 987 Bahnhof Straße 1 - Fam. Schaden), im Jahre 1895 war Konskr. 
Nr. 93 ein der MARIA HOFSTÄTTER gehörendes Wohnhaus. Auf Grund der sehr hohen 
Nummer dürfte das Haus zu diesem Zeitpunkt noch nicht lange bestanden haben. 
Unter den nachfolgenden Besitzern ist der älteren Generation noch der Name 
BÖHM geläufig, 1 987 Bahnhof Straße 9 - Fam. Seif ritz. 

Haiip^-p^ ^tz 7p fGranner) ist bis nach l824 ein Teil des Hauses Hauptplatz ^ . 
(Schlegel) gewesen (Nr. ^g: 1787 PITTERMAMN FRANZ, 1B24 ALTmANN MÄThTaT, 1895 
LEDERER IGNAZ) . Es scheint erst 1^9^ mit der Nr ."^4 im Besitz des JOHANN ALT- 



MANN, später von GOTTLIEB ROSCHANEK auf . 

Dank der günst igen Verkehrslage ist unser Marktflecken, wie man sieht in den 
letzten 200 Jahren stetig gewachsen. Doch sind von der stolzen Anzahl von 95 
Häusern im Jahr 1895 einige verschwunden. Vielleicht ist es interessant auch 
ihren Spuren nachzugehen. 

Wie schon erwähnt, gab es I787 unter Konskr. Nr. 66 eine "bürgerliche Haarstube", 
die auch 1824 unter dieser Bezeichnung als der Gemeinde Vitis gehörend, ange- 
führt wird. 1895 steht bei der Hausnummer 66 - DEMOLIERT. Haarstuben findet man 
in der Zeit vor der Gründung der großen Text i Ifabr i ken, in der Zeit der Heim- 
weberei also, überall dort wo Flachs angebaut wurde. In diesen Gebäuden, meist 
aus Holz in Blockbauweise errichtet, v^rde ein Teil der Auf bere itungsar beiten 
des Flachses, offenbar gemeinschaftlich vorgenommen. Wo die Vitiser Haarstube 
stand, läßt sich vom Katasterplan aus dem Jahre J824 ablesen: Ungefähr 1 9O Klafter 
(ca. 370 m) südlich der Abzweigung der Straße nach Zwettl, von der alten Reichs- 
straße (heute Horner Straße) ca. 9 Klafter (17 m) links vom damaligen Straßenrand 
liegend. Man kann also diesen Bau im Bereich zwischen der Hauptschule und der 
"Appelkreuzung" vermuten. 

Wann die Haarstube abgerissen wurde, ist nicht bekannt, doch dürfte sie im Jahre 
1866 noch gestanden sein. Laut einer Mitteilung von Prof. Franz Süß (gest. 1962) 
M ittel schu 1 1 ehrer in Wa idhof en/Th. , wohnhaft gewesen in Vitis, Horner Straße 1, 
hat ihm sein Vater (Schneidermeister Josef Süß, Haus Nr. 80, der I866 ungefähr 
10 Jahre alt gewesen sein muß) erzählt, daß die preußischen Truppen, d ie damals 
in Vitis vorübergehend im Quartier lagen, in der Haarstube ein Choleralazarett 
eingerichtet hatten. Die dort Verstorbenen seien auf der gegenüberliegenden 
Straßenseite begraben worden. Vielleicht ist der kleine Hügel, auf dem das Weg- 
kreuz südlich des Hauses König (Zwettler Straße 6) steht, die letzte Ruhestätte 
dieser preußischen Soldaten von I866. 

DEMOLIERT steht auch bei Nr. 39- Es gehörte schon I787 der Gemeinde V i t i s, und 
wurde damals ebenso wie 1824 auch, als "Halterhaus" bezeichnet. Es diente dem 
von der Gemeinde bestel Iten Hirten, der das Vieh der Vit iser Ackerbürger auf die 
Weide zu treiben hatte, als Wohnung. Heute steht ungefähr an der gleichen Stelle 
Bahnhof Straße 13 (Hofstätter). 



36 






• 



Auch dem Wohnhaus mit der alten Nr. 23 erging es nicht besser. I787 und noch 
1824 als Gemeindeeigentum ausgewiesen, diente es bis zu seinem Abbruch vor 
1895 als Wohnung für den Gemeindediener. An seiner Stelle, in der Schremser 
Straße befindet sich heute der Stall des Hauses Dreifaltigkeitsplatz 10 
(Gasthaus Zellhof er, Kon§vkr. Nr. 22. I787 IGNAZ FUCHS, 1824 JOHANN FUCHS. 
1895 VINZENZ LUGAUER) . " ' 

Das Wächterhaus mit der Nr. 88 stand nahe dem Stationsgebäude, ungefähr dort 
wo heute der Abgrenzungszaun zum Bahnhofsgelände beim beschrankten Bahnübergang 
beginnt. Es war, als im Zusammenhang mit dem Silobau des Lagerhauses (1956 - 
58) ein Industriegeleise angelegt wurde, im Wege und wurde abgerissen. Eine 
eigene Bewandtnis hat es mit Nr. 19: 1787 als "Benef ic iatenwohnung" ausge- 
wiesen, gehörte diese Hausnummer 1824 schon zum Besitz des GLASER GEORG und 
1895 dem FLORIAN POLT. I787 aber stand das Haus mit der Nr. 19 ganz woanders, 
nämlich auf dem heute freien Platz zwischen dem Kr ieg erden knal und der Aufbahrungs 
halle. Es bildete mit *'unten durchgehendem Thore" offenbar den Eingang zum 
alten Friedhof, und enthielt 1 Vorhaus, 1 Küche, sowie 1 Zimmer. Es war ein sehr 
altes Gebäude dieses "Benef ic iatenstöckl ", und wurde anläßlich der großen 
Stiftung, welche d ie Bürgerschaft von Vitis im Jahre 1527 errichtete, erbaut. 

Inder Stiftungsurkunde heißt es u.a. " Damit aber solche obbemeldte 

Stüfftung ihr Endtschaft erraicht, und zu Ewigen Zeithen Bleiblich und Bstendtig 
seye, auch ebbest imbter Massen aufgericht und Vollbracht werden möge, so haben 
Wür obbemeldt Richter und Rath und gemain den of f tgemeldten Kapelan geben: 
ein Behausung da zu Vittis neben dem Freydthoff St. Partholome Pfarrkirchen da- 
selbst gelegen, darin er mit aignen Ruick (ruhig) Zünsfrey süzen und Wohnen 
soll. Von Neuen aufgebaut und eingeantworthet , doch dass er und seine nachkhumen 
Kapelan dasselbe Hauss Fürohin Peul ich Wessentl ich und Unverkhumert Inhaben, 

Nuzen, Niessen, und gebrauchen sollen ". 

Dieses Haus wird wohl bis zur Reformationszeit (erster protestantischer Pfarrer 
in Vitis - 1577) als Wohnung für den Kaplan gedient haben. Die später spärlich 
aufscheinenden Erwähnungen deuten jedoch auf eine Zweckentfremdung hin: Am 
19. 3. 1653 ergeht an das Consistorium eine Klage seitens der Pfarrgemeinde V it is 
gegen Pfarrer Mezger (l648 - 1655) in der es neben anderen Punkten heißt: 
••Habe er aus dem Benef ic iatenhaus zum großen Nachthei 1 e des Gottesdienstes und 
des Marktes ein Judenhaus gemacht." 

Der am 5. April 1653 zur Überprüfung der Anschuldigungen in Vitis erschienene 
Dechant J. Martine mußte feststellen, daß Pfarrer Mezgers Vorgänger Thomas 

Khienperger (1643 - 1648) •• schon d ie Juden im Benef ic iatenhaus gehabt habe'». 

Dechant Martini fügt seinem Bericht bei: ••weil 'ich verstanden das von der Bürger- 
schafft gegen Herrn Pfarrer diese Alternation mehrertheils wegen haltung der 
Juden herrühret, so möchten ihme die Juden abgeschafft werden'*. 
Das kleine Haus wird dann wohl noch einige Zeit seinen ihn ursprünglich zuge- 
dachten Zweck erfüllt haben. I8O3 aber berichtet Pfarrer Wenceslaus Weigl (1802 - 
1810) an das Kreisamt u.a.: ••Das dermalen leerstehende Thorstöckl ist weder ein 
Eigenthum der Kirche, noch der Gemeinde denn es ist das 1527 gestiftete 
Benef ic iatenhaus, das nun, wo der Pfarrer mit behördlicher Bewilligung statt des 
Benef iciaten den Cooperator halte, der Pfarre zugehört. •' 

Dem großen Brand vom 21. Sept. 1804 fiel auch dieses Haus zum Opfer. Es wurde 
nicht mehr aufgebaut, sondern cTie Ruine abgetragen und die Steine zum Bau der 
pfarrl ichen Gartenmauer verwendet. 

Die Hausnummer I9 erhielt eine durch Teilung des Hauses Nr. 16 - I787 HÖBARTH 
ANTON, 1824 ROTH MATHES, 1895 BACHSCHWELLER AMALI A sodann BINDER JULIUS, 1 987 - 
Josef Polt, Bachgasse 4, entstandene Liegenschaft. Diese besaß 1824 GLASER GEORG, 
1895 POLT FLORIAN, 1 987 Josef Polt, Bachgasse 3. Als Herr Polt vor einigen 
Jahren das "B inderhaus'^ zu seinem Besitz hinzuerwarb, wurde der Zustand von 
1787 wiederhergestellt. 



37 



«t 



Neben Häuserteilungen findet man aber auch so wie heute Zusammenlegungen von 
Liegenschaften. Ganz sicher können wird eine solche bei Haus Dreifaltigkeits- 
platz 9 (Kaufhaus Scheid 1) nachweisen. Im Jahre 1787 gab es an dieser Stelle 
drei Häuser, die mit Nr. 29 dem ADAM WALLNER, Nr. 30 GEORG FEILLER, Nr. 31 
JAKOB SCHÖNBAUER gehörten. 1824 finden wir ebenfalls noch drei verschiedene 
Besitzer: Nr. 29 SCHROTTMAYER, Nr. 30 FEILER JOSEF, Nr. 31 RAMHARTER LEOPOLD. 
Um 1895 wird als Besitzer von Nr. 29 HÖLLRIEGEL JOHANN erwähnt, während Nr. 
30 und Nr. 31 bereits dem Großvater des heutigen Besitzers nämlich JOHANN 
SCHEIDL gehörten. Diese beiden Häuser dürften von Herrn NIKLAS (Urgroßvater) 
erworben worden sein. Johann Scheidl hat auch später das Anwesen Nr. 29, 
welches an das Altmannhaus Nr. 28 (1787 ALTMANN ADAM, 1824 ALTMANN ADAM, 
1895 ALTMANN JOSEF, 1987 Fam Oberschulrat Josef Altmann - Schremser Str. 1) 
angrenzte, dazu erworben. 

Eine Zusammenlegung mehrerer Häuser gab es wahrscheinlich auch bei Haus Haupt- 
platz 14 (Gasthaus Semper) . D iese dürften aber schon sehr lange zurückliegen, 
und auf jeden Fall vor 1771 erfolgt sein, da dieses Gebäude schon immer als ein 
Besitz mit der Konskr. Nr. 7 ausgewiesen wird (I787 ANNIWAS THOMAS, 1824 
HERZOG DOMINIK, l895 SEMPER ALOIS, und auch 1 987 in den Händen dieser Familie. 
D ie Vermutung einer Zusammenlegung beruht auf der Tatsache, daß bei Umbauar beiten 
unterschiedliches Mauerwerk zum Vorschein kam. In diesem Haus gibt es, so wie 
bei einigen anderen, noch einen sehr alten Keller, in dem man möglicherweise 
einen 'Tlucht kel 1 er" oder dessen Rest sehen kann. 

Wie die Sage weist, sollen von den alten Häusern am Hauptplatz (Nordseite) solche 
Keller bis weit unter den Platz führen. Bisher kennt man allerdings nur den 
obenerwähnten sowie zwei weitere unter den Häusern Hauptplatz 16 (Konskr. Nr. 8, 
1787 BRENNER KARL, 1824 BRENNER FRANZ, 1 895 WALTENBERGER IGNAZ, 1 987 Gemeinde- 
haus), und Hauptplatz 24 (ifonskr. N r. 11, I787 PITTERMAN N MICHAEL , 1824 NEULINGER 
ANTON, 1895 SCHERZER EMMERICH, darfn SEMPER LUDWIG -FRANZ JOHANN - STRANZKY, 
1987 Fam. Hof mann) . 

Beim Aushub der Künette für den Wasser lei tungsbau (198O - 1984) wurde ersichtlich, 
daß lediglich der Keller des Gasthauses Hofmann etwas weiter unter den Hauptplatz 
reicht (ca. 5 " 7 Meter von der Grundgrenze). Weitläufigere Keller lagen auch 
unter dem Altbau, an dessen Stelle heute das Spar kassengebäude steht. Niemand 
würde aber unter dem Hof der Fleischhauerei Meixner - Herzog (Konskr. Nr. 21, 
1787 HAAS FERDINAND, 1824 HAAS FERDINAND, 1895 ZELLHOFER WENZEL, I987 Drei- 
faltigkeit splatz 11) einen großen Keller vermuten. Im Jahre 1953 oder 54 
stieß Herr Leopold Meixner bei Bauarbeiten auf i ein Gewölbe, dieses wurde ge- 
öffnet, und darunter lag ein randvoll mit Wasser gefüllter Keller, den die 
Feuerwehr leerpumpte. Eine Besichtigung ergab, daß früher der Zugang zu diesem 
Gewölbe vom Nachbarhaus (Gasthaus Zellhof er) erfolgte. Zwei Nischen, die vom 
Keller aus in nördliche Richtung führten, waren nach einigen Metern zu Ende. 
Der. offenbar vor langer Zeit zugemauerte Eingang läßt d ie Vermutung zu, daß auch 
diese beiden Häuser lange vor 1771 zusammengehört haben könnten. 
Auch vom Gasthaus Zellhofer soll ein "Gang** zur Kirche führen. Tatsache ist, 
daß von einem Keller dieses Hauses ein abgemauerter, mit Wasser gefüllter Teil 
in diese Richtung weist. Ob der alte Lüftungsstein, den man links von der Kirchen- 
stiege zwischen der alten Schule und dem Haus Meixner noch sehen kann, zu diesem 
Kellersystem gehört, wäre nur duch eine Erkundung des abgemauerten Ganges fest- 
zustellen. Diese Kellergewölbe unter den alten Häusern weisen vnederum darauf 
hin, daß der Markt auf seinem heutigen Standort in einer Zeit angelegt worden 

ist, in der unsere Gegend Jjgui^SL—iäJi^^ 

vvar (Hussitenkriege, E infa^^derBofvTien^ TDa^der Markt Vitis e i nstmai^keTne 
umschl ießenden Mauern, wohl aber Tore besaß, geht erstmals aus einer Erwähnung 
aus dem Jahre 1647 hervor. In einer Beschwerdeschrift, die Pfarrer THOMAS 
KHIENPERGER (1643 " 1648) an den Herrschaftsbesitzer von Schwarzenau CARL ULRICI 
VON GENGHOFEN richtete, heißt es im Zusammenhang mit einem von Soldaten im Pfarr- 
hof gelegten Brand (Schuß in ein Strohdach), dem auch die Kirche und der halbe 



38 




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STADT- UND 
KULTURFÜHRER 






Njederösterreidi 



Herausgegeben aus Anlaß des 

200-jährigen Bestehens der 

Stadtverwaltung Pöchlarn 

Amtseinführung des Bürgermeisters am 

23. Februar 1787 

Amtseinführung des Stadtsyndikus am 

28. Juni 1787 



Herausgeber und Verleger; Stadtgemeinde Pöchlarn. Zusammengestellt von Josef Kappelmüller, mit Beiträgen von OSR Karl Schoder 
und Gustav Melzer. Unterstützt durch die Pöchlarner Wirtschaft. Druck; Druckhaus Lahnsteiner, A-3370 Ybbs/D., Feldmüllerstraße 5. 






( 



STADTGEMEINDE PÖCHLARN 

Das Gemeindegebiet Pöchlarn hat eine Ausdehnung von 17,96 km^ und ca. 4.000 
Einwohner (Volkszählung 1981 — 3.626 Einwohner). 

Seehöhe: 212 m 

6 Katastralgemeinden: 

Brunn, Ornding, Pöchlarn, Rampersdorf, Röhrapoint, Wörth. 

Wappen: 




Das Wappen wurde erstmals am 25. August 1512 verwendet und ist eine Nachbildung 
des Wappens des Regensburger Domkapitels. Es stellt den Hl. Petrus dar, in Halbfi- 
gur in einem Schiffe stehend und in der Rechten einen Schlüssel, in der Linken einen 
Fisch haltend. Über dem kleinen Schilde befindet sich ein geschlossener Helm, dar- 
auf ein Fisch liegend und darüber ein Federbusch zwischen Arabesken. 



I 



Geschichtlicher Überblicl^ der Stadt Pöchlarn: 

Wenige Siedlungsräume unserer Heimat haben eine so reiche historische Vergan- 
genheit wie die Nibelungenstadt Pöchlarn. Eine Urkunde aus dem Jahre 1677 besagt: 
„Pechlarn, aus der österreichischen uhralten Stötten schier die Älteste . . ." 

Funde weisen schon auf eine Besiedlung in der jüngeren Steinzeit, etwa um 4.000 v. 
Chr., hin. Damals waren schon die Nord- und Südränder des Pöchlarner Beckens be- 
siedelt. Das heutige Stadtgebiet war auf beiden Seiten von der Donau umflossen und 
bildete eine Insel. Die Siedlung im Süden unseres Raumes blieb auch nach der Ein- 
wanderung der Illyrer, das war etwa um 1.800 v. Chr., bestehen. Illyrisch ist auch der 
Name Erlauf („Arilapa"), der später als „Arelape" der Name des römischen Lagers 
und der römischen Zivilstadt wurde. 

Als etwa um 500 v. Chr. vom Westen her die Kelten einwanderten, entstand eine kel- 
tisch-illyrische Mischbevölkerung. Diese Völkermischung hat sich bis zum Ende der 
Römerherrschaft halten können. 

Im Jahre 15 v. Chr. haben die Römer das gesamte Gebiet des heutigen Niederöster- 
reich südlich der Donau erobert. Die Donau wurde also die Nordgrenze des römi- 
schen Reiches. Dieser „Limes" (Grenze) mußte gegen die nördlich wohnenden Ger- 
manen gesichert werden. Es wurden Straßen und Kastelle erbaut. Zur Zeit des Kai- 
sers Tiberius entstand auf der Donauinsel auch ein kleines Kastell, es war ein Infante- 
rielager. 

166 n. Chr. überschritten die germanischen Markomannen die Donau, zerstörten die 
Grenzbefestigungen und verwüsteten das Land. 

Erst dem Kaiser Mark Aurel gelang es wieder, sie über die Donau zurückzutreiben. 
Das Pöchlarner Lager wurde wesentlich erweitert und die Infanterie löste eine Kaval- 
lerieeinheit ab. 

Mit Beginn des Verfalles des römischen Reiches wurde Pöchlarn vorübergehend 
auch zum Sitz des Kommandanten der Donauflottille. Nach dem Zerfall des Reiches 
begann auch diese militärisch und kulturell bedeutende Festung zu zerfallen. In der 
Zeit der Völkerwanderung wurde sie ganz zerstört. 

Das Jahr 832 wurde für beinahe ein Jahrtausend entscheidend für das Schicksal des 
Pöchlarner Raumes. König Ludwig der Deutsche schenkte in diesem Jahr dem Bis- 
tum Regensburg die „Herilungoburg", das waren die Ruinen des römischen Arelape, 
und das Gebiet der späteren Hofmark (Umgebung von Pöchlarn). Der aus Stein ge- 
hauene Wolfgangsbrunnen aus dem Jahre 1640 inmitten des Thörringplatzes (Bi- 
schof Albert IV. von Thörring) erinnert uns noch heute daran. 

Es begann eine systematische Erschließung dieses Raumes. Von der Traisen bis zur 
Enns herrschte der durch das Nibelungenlied berühmt gewordene Markgraf „Rüdi- 
ger". 

Am 26. 5. 1267 stellte Bischof Leo von Regensburg in Pöchlarn eine Urkunde aus, in 
der erstmalig die „Stat ze Bechlaren" genannt wird. 

Das 15. und 16. Jhdt. brachte die Stadt zu einer besonderen Blüte. Es wurde die soge- 
nannte „Dreimärkte-Straße" erbaut, die den Erzberg über Gresten, Scheibbs und 
Purgstall mit Pöchlarn verband. Der Eisen- und Lebensmittelumschlag wurde da- 
durch um ein Mehrfaches gesteigert. Auch der Weinhandel auf der Donau wurde we- 



sentlich enveitert. Bei der Gelegenheit sei vermerkt, daß der Pöchlarner Raum, be- 
sonders nördlich der Donau, bis in das 19. Jhdt. ein sehr ergiebiges Weinbaugebiet 
war. 

Die Türkeneinfälle brachten der Stadt kaum Schäden, aber die in der Folge gestiege- 
nen Steuern belasteten die Bürger sehr. 

Der Bauernaufstand 1596/97 verursachte schwere wirtschaftliche Schäden. 

Etwas Unruhe brachte auch das 18. Jhdt., da sich der Bischof von Regensburg im 
spanischen Erbfolgekrieg auf die Seite der Gegner Österreichs stellte. 

1803 endete die fast tausendjährige Herrschaft Regensburgs. 1848 wurde als Folge 
der Märzrevolution der Untertanenverband aufgehoben und die Stadt eine autonome 
Gemeinde. 

Erwähnt muß auch werden, daß Brände (1831 — 81 Häuser) und oft verheerende 
Hochwässer der Stadt immer wieder große Schäden zugefügt haben. All die Schä- 
den, auch die Auswirkungen des Ersten und Zweiten Weltkrieges, wurden aber Dank 
des Fleißes der gesamten Bevölkerung immer wieder behoben. 

4.000 Einwohner bevölkern heute die 17,96 km^ große Fläche des Gemeindegebietes 
Pöchlarns. Der große Auftrieb, den die helmische Wirtschaft in den letzten Jahrzehn- 
ten erhielt und die Ansiedlung leistungsstarker Industriebetriebe haben die Wirt- 
schaftskraft bedeutend erhöht. Dadurch war es auch möglich, dem Stadtbild ein neu- 
es Gepräge zu geben. 

Darüberhinaus hat sich aber dieses Donaustädtchen, einer jahrhundertealten Tradi- 
tion entsprechend, ihre ganz besondere Gastfreundschaft erhalten, die schon im Ni- 
belungenlied besungen wurde. 



Wie heißt es doch in einer der vielen auf Bechelaren bezogenen Strophen: 

„. . . die Feste Bechelaren war aufgetan 

zu sehen, es war dort kühl und luftig und viel 

kurzweir man genoss . . . 

Es dürften nimmer Helden so gütevoll behandelt 

sein . . ." 



OSR Karl Schoder 




OSKAR 

KOKOSCHKA - 
DOKUMENTATION 



im Geburtshaus des weltbekannten Künst- 
lers in Pöchlarn, Regensburger Straße 29. 

Jährliche 

Ausstellung und 

Fotobiographie im Dachgeschoßaus- 
bau und Scheunentrakt. 

Öffnungszeiten: 

Mittwoch bis Sonntag von 10.00 bis 12.00 
und von 14.00 bis 17.00 Uhr. 







FRANZ KNAPP 

Heimatverbundener Künstler 

auch 

„malender Fährmann" genannt. 

Wechselausstellung 

im Wohnhaus 

Rüdigerstraße 63. 



Aquarelle 

Zeichnungen 

Druckgraphiken 



Biographische Daten: 

1 886 — Geboren am 1 . März 1 886 in Pöchlarn als zweites von vier Kindern. Vater Gu- 

stav Kokoschka, gelernter Goldschmied und später reisender Kaufmann 
und Buchhalter, war aus Prag, die Mutter Romana, geb. Loidl, stammte aus 
Hollenstein an der Ybbs. 

1887 — Übersiedlung nach Wien, 

Kindheit und Jugend in Wien, 

Studium an der Wiener Kunstgewerbeschule. 

1 951 — Oskar Kokoschka erhält seitens der Stadtgemeinde Pöchlarn die Ehrenbür- 
gerschaft. 

1973 — Eröffnung der Oskar Kokoschka-Dokumentation in seiner Geburtsstadt. 

1 980 — Am 22. Februar 1 980 Tod in Montreux. Beisetzung auf dem Friedhof von Cia- 
rens. 



i 



Biographie: 

Franz Knapp wurde am 20. 11. 1916 in Gaming, NÖ., geboren, besuchte die Pflicht- 
schule in Wieselburg und Petzenkirchen, erlernte das Bäckerhandwerk in Erlauf. Mei- 
sterprüfung 1946 mit Erfolg abgelegt. 1938— 1945 Wehrdienst als Sanitäter. Seit 1946 
in Pöchlarn wohnhaft, anschließend bei der Tinti'schen Gutsven^/altung als Fähr- 
mann auf der Rollfähre Pöchlarn tätig bis 1976. 

Höhere graphische Bundeslehr- und Versuchsanstalt Wien, zwei Semester in den 
Jahren 1947 und 1948. 

Schule des Sehens in Salzburg 1960 und 1961 über persönliche Einladung von Pro- 
fessor Oskar Kokoschka. 

Ausstellungen im In- und Ausland. 



SECOND INTENTIONAL EXPOSURE 




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OSKAR 

KOKOSCHKA - 
DOKUMENTATION 



im Geburtshaus des weltbekannten Künst- 
lers in Pöchlarn, Regensburger Straße 29. 

Jährliche 

Ausstellung und 

Fotobiographie im Dachgeschoßaus- 
bau und Scheunentrakt. 

Öffnungszeiten: 

Mittwoch bis Sonntag von 10.00 bis 12.00 
und von 14.00 bis 17.00 Uhr. 




FRANZ KNAPP 

Heimatverbundener Künstler 

auch 

„malender Fährmann" genannt. 

Wechselausstellung 

im Wohnhaus 

Rüdigerstraße 63. 

Radierungen 
Aquarelle 
Zeichnungen 
Druckgraphiken 



Biographische Daten: 

1 886 — Geboren am 1 . März 1 886 in Pöchlarn als zweites von vier Kindern . Vater Gu- 

stav Kokoschka, gelernter Goldschmied und später reisender Kaufmann 
und Buchhalter, war aus Prag, die Mutter Romana, geb. Loidl, stammte aus 
Hollenstein an der Ybbs. 

1887 — Übersiedlung nach Wien, 

Kindheit und Jugend in Wien, 

Studium an der Wiener Kunstgewerbeschule. 

1 951 — Oskar Kokoschka erhält seitens der Stadtgemeinde Pöchlarn die Ehrenbür- 
gerschaft. 

1973 — Eröffnung der Oskar Kokoschka-Dokumentation in seiner Geburtsstadt. 

1 980 — Am 22. Februar 1 980 Tod in Montreux. Beisetzung auf dem Friedhof von Cia- 
rens. 



Biographie: 

Franz Knapp wurde am 20. 11. 1916 in Gaming, Nö., geboren, besuchte die Pflicht- 
schule in Wieselburg und Petzenkirchen, erlernte das Bäckerhandwerk in Erlauf. Mei- 
sterprüfung 1946 mit Erfolg abgelegt. 1938 — 1945 Wehrdienst als Sanitäter. Seit 1946 
in Pöchlarn wohnhaft, anschließend bei der Tinti'schen Gutsverwaltung als Fähr- 
mann auf der Rollfähre Pöchlarn tätig bis 1976. 

Höhere graphische Bundeslehr- und Versuchsanstalt Wien, zwei Semester in den 
Jahren 1947 und 1948. 

Schule des Sehens in Salzburg 1960 und 1961 über persönliche Einladung von Pro- 
fessor Oskar Kokoschka. 

Ausstellungen im In- und Ausland. 



Das Nibelungenlied 



Das Nibelungenlied ist ein Heldenepos in Strophenform. Es wurde um ca. 1.200 von 
einem unbekannten Dichter des Donauraumes in mittelhochdeutscher Sprache ver- 
faßt. 

In der 2.379 Strophen langen Heldengeschichte sind 37 Handlungsorte angeführt. 

Der weitgespannte Handlungsbogen des Nibelungenliedes spielt in der heutigen 
Bundesrepublik Deutschland, in Österreich, Frankreich und Ungarn. 

In über 100 Strophen kündet das Heldenepos die Gastfreundschaft des „Rüdiger von 
Bechelaren" und Begebenheiten in und um die Stadt Pöchlarn. 



Nibelungendenkmal 

Monument mit 16 Mosaikwappen von wichtigen Handlungsorten des Nibelungenlie- 
des mit Brunnen. 

Künstlerische Ausgestaltung durch Heinz Knapp, Sohn des Heimatkünstlers Franz 
Knapp. 

Dieses Bauwerk soll einen Beitrag zum „Europaweiten Friedensgedanken" und der 
„Donau-Europäischen Idee" darstellen und die freundschaftliche Verbundenheit zwi- 
schen den im Nibelungenlied angeführten Städten symbolisieren. 



Mosaikwappen der Städte: 




METZ 


PÖCHLARN 


ALZEY 


MELK 


WORMS 


MAUTERN 


XANTEN 


TRAISMAUER 


GROSS MEHRING 


TULLN 


PFÖRRING 


WIEN 


PASSAU 


ESZTERGOM 


EFERDING 


VERONA 



Weiserturm 



Ehemalige Niederlassung der Welser Kauf leute (Salzhandel). Der Weiserturm wurde 
1484 vom Bischof Heinrich IV. von Absperg erbaut, diente zu Kriegszeiten gegen 
Matthias Corvinus von Ungarn als Befestigung. Später Handelsniederlassung der 
Welser Kaufleute (Salzhandel aus dem Salzkammergut). 

Das Dach des Turmes, in welchem der Gerichtsdiener wohnte, fiel 1664 einem Brand 
zum Opfer und wurde seither nicht mehr hergestellt. 

Der Weiserturm dient heute der Stadt Pöchlarn als 



Heimatmuseum 



Funde aus der Jungsteinzeit, Römerzeit und Gebrauchsgegenstände der Bauern 
und Handwerker. 








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OV^HAT H 



Das westliche Stadttor zwischen Kaufhaus Schober und Weiserturm mußte 1854 we- 
gen Straßenverbreiterung weichen. 



Heimatmuseum 

Das Heimatmuseum enthält zahlreiche, zum Teil sehr beachtliche urgeschichtliche, 
römische, frühgeschichtliche und mittelalterliche Fundstücke, eine gute Sammlung 
zur neuzeitlichen Volkskunde und zur Stadtgeschichte. 

Jungsteinzeit: (s.ooo — 1.800 v. Chr.) 

Fundgegenstände der urgeschichtlichen Bauern, Steinbeile, Tongefäße usw. 
Fundort: Höhenrücken südlich und westlich von Pöchlarn. 

Bronzezeit: (1.8OO — 1.200 v. Chr.) 

Absatzbeil aus Bronze, Grabfunde 

Fundorte: Pöchlarn — Jubiläumsstraße, Ornding — Schottergrube. 

Urnenfelderzeit: ( 1.200 — 800 v. Chr.) 

Grabfunde und Inventar einer Bronzegießerei 
Fundorte: Brunn und Ornding. 

Hallstattzeit: (800 - 400 v. Chr.) 

Siedlungsfunde 

Fundort: Ornding — Schottergrube. 

Römische Kaiserzeit: (15 — 375 n. Chr.) 

Siedlungs- und Grabfunde der Kastellbesatzung Arelape und der Zivilsiedlung sowie 
Funde aus der Umgebung. 

Frühmittelalter: (9. u. 10. Jhdt.) 

Grabfunde 
Fundort: Ornding. 

Hoch- und Spätmitteiaiter: 

Siedlungsfunde des mittelalterlichen Pöchlarn 

Alte Bauernstube: 

Volkskundliche und stadtgeschichtliche Gegenstände (Möbel, Gebrauchsgegen- 
stände, Werkzeuge, Waffen usw.) 

Besichtigungen gegen Voranmeldung im Stadtamt. (Telefon : 27 57 / 300 oder 310). 



Römericasteil „Areiape" 



Donau - Strom 




Der Kern der heutigen Altstadt deckt sich etwa mit dem römischen Steinkastell Arela- 
pe, zugleich Hafen der nordischen Donauf lottille und Reiterlager. Der Ortsname leitet 
sich wahrscheinlich von dem keltischen Namen des Flusses ab, der hier in die Donau 
mündet. Erlauf — Arelape. Die Grenzen des Steinkastells verliefen in etwa so: 

Von der Donau nach Süden zum Thörringplatz, hier konnte ein Fächerturm nachge- 
wiesen werden, weiter in die Weigelspergergasse (Lagergraben) bis zur Nibelungen- 
straße und von hier zum Urfahrturm. 

Der Nordteil des Kastells war donauseitig vorgeschoben und wurde später von der 
Donau zerstört. 



Gustav Melzer 



Gamingerhof : (Rathaus) 

800 Jahre altes Gebäude. Wirtschaftshof und Niederlage des Bistums Regensburg. 
Am 23. Februar 1346 kaufte die Kartause Gaming, unter Abt Nikolaus von Gaming, 
vom Bistum Regensburg (Bischof Friedrich von Regensburg) das Gebäude als Nie- 
derlage bzw. Handelsniederlassung für die Kartause Gaming. 

Nach der Aufhebung der Kartause Gaming im Jahre 1787 durch Joseph II. wurde der 
Gamingerhof Verwaltungsgebäude der Gemeinde und Sitz des Bürgermeisters. 

Amtseinführung des Bürgermeisters am 23. Februar 1787. 

Amtseinführung des Stadtsyndikus am 28. Juni 1787. 

Der Gamingerhof diente auch als Schulgebäude und ist heute noch Unterkunft des 
Kindergartens. 



Brunnerkapelle: 



Neugotische Kapelle — errichtet um 1901 vom Gastwirt Franz Nagl zu Ehren der „Un- 
befleckten Empfängnis". 

Wolfgangs- und Marienbrunnen 

Standort: Thörringplatz bzw. Kirchenplatz 

Errichtet um 1640 — gestiftet vom Bischof Albert Graf Thörring als Dank für die Auf- 
nahme in der Stadt Pöchlarn (Flucht vor den Schweden 1632). 

Vorbild — Brunnen am Wildfang in Regensburg. 

Beide Brunnen standen bis zur Errichtung der Ortswasserleitung 1961 als Wasser- 
entnahmestellen der Bevölkerung zur Verfügung. 

PfSrrkirChGl (Mana Himmelfahrt) 

Sie wurde zwischen 1389 und 1429 im gotischen Stil erbaut und 1766 — nach dem 
Brand — barockisiert. 

Bilder vom „Kremser Schmidt" Martin J. Schmidt — 1796 

Statuen — Hl. Franziskus und Hl. Theresia stammen von Jakob Schletterer. 

Bis 1780 war die Kirche von einem Friedhof umgeben (Grabsteine als Stufen in Ver- 
wendung). 

Römersteine an den Außenwänden. 



FriGClIlOfSKBpGllG (Zur schmerzhaften Muttergottes) 

Rest einer gotischen, um 1380 erbauten Spitalskirche (Hospital) — 1830 Umbau — 
heute Aufbahrungshalle. 



Petersl(irche 



Ehemalige Pfarrkirche des „Dorfes Pöchlarn", lag im Bereich des heutigen Kaufhau- 
ses Niederleitner, 1793 — Abbruch nach starker Beschädigung durch Eisstoß. 



Bürger- oder Pfeiferturm 

Befestigungsturm nach Süden — Teile der Stadtmauer westlich des Pfeiferturmes. 

Ehemalige Gerichtsgrenzen-Steine im Vorgarten (Hoheitszeichen für die städtische 
Gerichtsbarkeit). 

Nibeiungenparlc 

Moderne Skulptur „Rüdiger von Bechelaren" von Oskar Höfinger. 

Früher Stadtgraben, dann Seilerstätte bzw. Schießplatz der Pöchlarner Nationalgar- 
de (1848- 1851). 



Urfahrturm 



Befestigungsturm nach Osten — Teile der alten Stadtmauer an der Donai^lände noch 
ersichtlich — Privatbesitz. 

Wienertor — Stadttor nach Osten — zwischen Urfahrturm und der Johann Höbarth- 
Schule — 1850 wegen Straßenverbreiterung abgetragen. 



Raiffeisenbanic 



Ehemaliges Schiffmeisterhaus — in den Jahren 1977-1978 gänzlich umgebaut. 



Renaissanceschloß Pöchlarn 

Aus dem Wirtschaftshof der alten Stadtburg entstand Ende des 11. Jahrhunderts ein 
„Festes Haus" mit Burggraben und Zwinger, das vor allem nach Zubauten um 1576 
und 1824 zur heutigen Schloßanlage erweitert wurde. 

Erdgeschoß und Keller aus dem 11. Jahrhundert. 

Bis 1803 Sitz des Verwalters des Hochstiftes Regensburg. Ab 1803 Privatbesitz. 



Nepomuk-Statue 

Standort im Schloßhof — aus dem Jahre 1725. 



Johannes-KapellG (Kameo 



Die über dem Karner errichtete Kapelle wurde 1430 unter dem Regensburg'schen 
Kastner Wernhard Hallberger zu Ehren des Heiligen Johannes des Täufers erbaut. 

Herzogenburgersäule 

Um ca. 1750 geschaffen — steht im ehemaligen „Dorf Pöchlarn" am östlichen Ortsein- 
gang. 

Reliefbilder der vier Hl. Märtyrer — Abschluß Gnadenbild von Maria Taferl (die Volks- 
sage erzählt, errichtet von einer Frau aus Herzogenburg, welche an dieser Stelle ein 
Kind geboren haben soll). 



Kriegerdenkmal 



Monument zur Ehrung der gefallenen Soldaten des Ersten und des Zweiten Weltkrie- 
ges. 



Donaukraftwerk Melk 



Errichtet in den Jahren 1979 bis 1981 in 36 monatiger Bauzeit. 20 km Staubereich von 
Melk bis kurz vor Ybbs. Anhebung des natürlichen Wasserspiegels um ca. 6 Meter im 
Bereich Pöchlarns (in Melk ca. 10 Meter). Vorschüttung und Verlegung der Donau um 
ca. 100 Meter nach Norden (1,3 Millionen Kubikmeter Erdbewegung). 

Der Hochwasserschutzdamm dient heute mit seinen asphaltierten Wegen als herrli- 
cher Spazierweg bzw. als Radweg der Pöchlarner Bevölkerung. 



Überfuhr 



Früher funktionierte die Überfuhr Pöchlarn mittels eines Drahtseiles und der natürli- 
chen Strömung der Donau motorlos. Heute übernimmt eine Dieselfähre mit dem Na- 
men „Erika" die Beförderung von einem Ufer zum anderen. 



Innungen — Zünfte 



Die Fischerzeche Pöchlarn — älteste Innung — 1484 zur Erhaltung der Ehrbarkeit 
und zur Schonung der Fischbrut gegründet und vom Kaiser Maximilian II. in Preßburg 
am 22. 7. 1567, auch wiederholt von nachfolgenden Kaisern bestätigt und mit einem 
Wappensiegel beschenkt. 

Jahrtag: Zu Peter und Paul 

1567 erhielt die Fischerzeche Pöchlarn, einzige Hauptzeche außer Wien in Nieder- 
österreich (unterteilt in Viertelzechen) ein Wappen. 

Rotes Schild, darin drei mit den Köpfen zusammenstoßende Pärchen (Forellen), dar- 
auf ein Stechhelm mit Helmdecken, darüber eine Königskrone mit drei Straußenfe- 
dern. 

1813 gehörten noch 41 Fischer der Fischerzeche Pöchlarn (von Ybbs-Persenbeug bis 
Schönbühel) an. Sie wurde um ca. 1820 aufgelöst. 



Die Bäcker gehörten innungsmäßig nach Ybbs. 

Der Schneider-Innung wurde am 9. 12. 1612 in Regensburg eine Bestätigung ausge- 
stellt, die besagt, daß sie seit unerdenklichen Jahren Ordnung beobachte. 

Wappensiegel (1643) 

Engel mit ausgebreiteten Flügeln, der einen Schild trägt, auf welchem eine geöffnete 
Schere zwischen 4 Sternen dargestellt ist. 

Auflösung der Schneider-Innung um ca. 1859. 



Die Schuster-Innung unterstand der Hauptlade St. Polten. In Pöchlarn durften nur 6 
Meister tätig sein (Bestätigung 1759). 

Wappensiegel 

Schild — oben und unten rot — in der Mitte weiß — darin auf einem Dreiberg stehend 
ein Mann, auf dem Haupte ein rotes Kapperl. In seiner Rechten einen Schild haltend, 
der im oberen blauen Felde einen schwarzen abgesetzten Stiefel und im unteren gel- 
ben einen abgesetzten Schuh enthält, in der Linken hält er eine gelbe Stange, daran 
ein blaues, zurückwehendes Fähnlein mit fünf gelben Röslein, eines in der Mitte, vier 
herum im Quadrat. 



Die Zlllenschopper waren Arbeiter, welche aus Holz kleine und große Wasserfahr- 
zeuge machten und diese mit Moos ausstopften. Diese Tätigkeit war vor der Einfüh- 
rung der eisernen Schiffe eine ertragreiche Beschäftigung. Um 1660 bestand eine In- 
nung in Ybbs, zu welcher auch die Pöchlarner Zlllenschopper gehörten. Auflösung 
um ca. 1780. 



Die Weber-Innung scheint alt zu sein, jedoch sind die Schriften verlorengegangen. 
Auflösung der Innung um ca. 1840. 

1 877 — Auflassung des Schiff meistergewerbes, 
der Hafnerei und der 
Schiffmühle an der Donau 

1904 — Auflassung der Brauerei im Dorf Pöchlarn 



Vereins- und Betriebsgründungen 

der noch heute bestehende^n Betriebe 

1812 — Bäckerei und Konditorei Haas 

1 869 — Landwirtschaftlicher und gewerblicher Vorschußverein Pöchlarn und Umge- 
bung (Volksbank Pöchlarn) 

1872 — Freiwillige Feuerwehr Pöchlarn 

durch Kaufmann Josef Roubicek, 1873 erste Saugspritze 



1877 
1880 
1885 



Verschönerungsverein Pöchlarn (Verkehrsverein Pöchlarn) 

Männergesangverein Pöchlarn (Singverein Pöchlarn) 

Landwirtschaftliches Kasino 

Raiffeisenkasse — Spar- und Darlehenskassenverein 

Pöchlarn und Umgebung 



1886 — Gerberei Johann Moritz 

1893 — Bienenzuchtverein Pöchlarn 

1897 -Apotheke Pöchlarn 

1898 — Landwirtschaftliche Genossenschaft Pöchlarn 
erste Genossenschaft in Niederösterreich — 
gegründet durch Matthäus Bauchinger 

1904 — Kameradschaftsverein Pöchlarn 

1919 — Lichtspieltheater 



Katastrophen, die die Nibelungenstadt 

Pöchlarn heimsuchten: 



Brände: 

1 664 — ganze Stadt 

1 766 — Stadt und untere Vorstadt 

1831 -81 Häuser 

nur Weiserturm, Gamingerhof, Benefiziatenhaus und nicht mehr bestehen- 
der Benefiziatenturm blieben verschont. 

1839 -24 Häuser 

1885 — 41 Häuser und untere Vorstadt 

(Gedenktafel an der Ostseite des Gasthauses Brückner, beim Durchgang 
durch den Kirchenturm). 



Eisstöße: 

1690 — Schäden an den Donauufern 

1744 — großer Schaden an der St. Peterskirche im Dorf Pöchlarn (heute Kaufhaus 

Niederleitner); 1793 Abbruch dieser Kirche. 

Die Steine dieser Kirche wurden zur Dammerrichtung an der Nordseite von 

Pöchlarn zur Donau hin venA^endet. 
1830 — wieder großer Schaden an den Häusern und Feldern 
1 929 — letzter großer Eisstoß 



Hochwässer: 

1501 — höchstes aufgezeichnetes Hochwasser 

Hochwässer in Abständen von 10, 25, 50 und 100 jährigem Rhythmus. 

1 954 — Hochwasser — nur Kirche nicht überschwemmt (höchster Punkt — früher In- 
sel — Überschwemmung reichte bis zur Bundesstraße 1 , Schienen der 
Westbahn überflutet bzw. weggerissen). 

Überschwemmungsmarken sind an der Donaulände sichtbar gemacht. 



Fremdenverkehrs-Informationsstelle 

Rathaus — Stadtamt 



L 



Auskünfte und Anfragen: 

02757/300 oder 310 

A-3380 Pöchlarn, Regensburgerstraße 1 1 




Nibelungenstadt 
Pöchlarn 



Information: 

Rathaus 

3380 PÖCHLARN 

Regensburgerstr. 11 
Telefon 02757/300 




Autobahn-Auffahrt Ybbs 



Autobahn-Auffahrt Melk 



WIEN 



Fischereimöglichkeit 

Im gemeindeeigenen Forellenrevier der Erlauf. Länge 10 km. 

Köder: Flugangel mit künstlicher Fliege. 

Fangerlaubnis: 3 Edelfische pro Tag. 

2-Tages-Karte, 3-Tages- Karte, Wochenkarte. Ausgabe im Stadtamt. 

Stadtbad 

Freibadanlage mit 24° C Wassertemperatur (Vorwärmanlage). Kinderplanschbek- 
ken, große Liegewiese, Spielplatz. 

Buffetbetrieb! 



Spazier- und Wanderwege 

A) Spazierweg entlang der Donau 
asphaltiert — abseits des Straßenverkehrs 

10 km — Dammwanderung bis Melk bzw. bis Krummnußbaum 

B) Pöchlarn — Ruine Zelking 

markierte Wege — Markierung „Rot-Weiß" 

C) Pöchlarn — Ornding — Zelking 
Markierung „Weiß-Blau" 



Tennisplätze 



Union-Tennisverein Pöchlarn — Auskünfte: Im Vereinshaus oder Enwin Pallan Tele- 
fon 71872. 



Rudersportmöglichkeit 

Union-Ruderverein Pöchlarn — Auskünfte: Peter Kaufmann, Telefon 8458 

Paddelsportmöglichkeit 

Naturfreunde Pöchlarn — Auskünfte: Naturfreunde Bootshaus oder Herbert Mitsch 
Telefon 72124. 



Motorbootanlegestelle 

im Mündungsbereich der Erlauf — Gästesteg. 



Radrundfahrten mit Ausgangspunkt Pöchlarn: 

(Leihräder am Bahnhof Pöchlarn) 

1. — Drei Täler Radwanderweg 

(Donautal — Melktal — Erlauftal) 

Streckenlänge: ca. 35 km, leicht hügelig mit kleiner Steigung. 
Fahrtdauer: mit Rast ca. 3 1/2 Stunden. 

Strecke: Start: Bahnhof Pöchlarn — Dietlindestraße — Rüdigerstraße — Giselherstraße — 
Wienerstraße — Industriestraße — Auffahrt auf den Donaudamm beim WÖV 
Mischfutterwerk — Donaudamm Richtung Melk — vor dem Donaukraftwerk 
rechts abbiegen in Richtung Bundesstraße 1 — auf der Bundesstraße 1 nach ca. 
500 m in Richtung Melk über die Melkbrücke, nach der Brücke sofort rechts ab- 
biegen in Richtung Winden — Matzleinsdorf — durch die Ortschaft Großpriel — 
Matzleinsdorf — entlang der Melk Richtung Zelking — über die Melkbrücke — 
durch die Ortschaft Zelking — weiter in Richtung Mannersdorf — Hofstetten — 
Gredinger Höhe — Wocking — Wohlfahrtsbrunn — Landf riedstetten — Niedern- 
dorf nach Erlauf. In der Ortsmitte überqueren Sie die Bundesstraße 1 Richtung 
Ofling — der Erlauf entlang bis zur Erlaufmündung — am Donaudamm bis zum 
Weiserturm — Sandtorgasse — Oskar Kokoschkastraße — Nibelungenstraße — 
Bahnstraße — Ziel: Bahnhof Pöchlarn. 

Gasthäuser in den Orten: Winden, Matzleinsdorf, Zelking, Wohlfahrtsbrunn, Niedemdorf, 
Erlauf, Pöchlarn. 

2. Donauradwanderweg 

Streckenlänge: ca. 28 km, flache Strecke ohne Steigungen. 
Fahrtdauer: mit Rast ca. 3 1/2 Stunden. 

Strecke: Start: Bahnhof Pöchlarn — Dietlindestraße — Rüdigerstraße — Fischergasse — 
Wienerstraße — bei Bäckerei Ballwein — Auffahrt auf den Damm — Richtung 
Melk bis zum Donaukraftwerk — über die Kraftwerksbrücke — Richtung Weite- 
negg — Urfahr — immer am Damm entlang — vorbei an Kl. Pöchlarn bis Marbach 
— in Marbach überqueren Sie die Donau mit dem Fährschiff — am Damm weiter 
Richtung Pöchlarn bis zur Erlaufmündung — über die Erlaufbrücke die Damm- 
straße weiter bis zum Weiserturm — Sandtorgasse — Oskar Kokoschkastraße — 
Nibelungenstraße — Bahnstraße — Bahnhof. 

Kaffee- und Gasthäuser in den Orten: Kl. Pöchlarn, Marbach, Krummnußbaum, Pöchlarn. 

3. Wachau — Radwanderweg 

Strecke: nach Belieben bis Spitz — Weißenkirchen — Dürnstein — Loiben oder Krems — 
retour mit dem Donaudampfer oder der Donauuferbahn bis Pöchlarn bzw. Kl. 
Pöchlarn. 

Gleiche Strecke wie Weg Nr. 1 und Nr. 2 bis zum Kraftwerk Melk — über die Kraftwerks- 
brücke ca. 1,5 km Richtung Kl. Pöchlarn, dann rechts abbiegen und über einen schmalen 
Steg auf die Wachauer Bundesstraße — Auffahrt auf den bestehenden Radweg in der Wa- 
chau. 



Statistik 



Wachstum der Stadt nach der Einwohnerzahl, auch im Vergleich mit den Nachbar- 
städten: 



Pöchlarn 
1643 

1853 631 

1880 

1910 1.421 

1920 1.216 

1951 

1964 3.231 

1981 3.626 



Melk 


YbbS 


Amstetten 


120 


1.471 


350 


1.161 


2.709 


871 


1.664 




2.149 


2.640 


3.808 


7.469 


2.931 


4.224 


8.065 


3.152 


4.632 


11.344 


4.341 


5.470 


12.393 


5.062 


5.954 


21 .989 



Vereine der Stadt Pöchlarn 



Union Tennisverein Pöchlarn — 6 Sandplätze, Klubhaus 

Union Ruderverein Pöchlarn — Bootshaus 

Sportverein Hitiag Pöchlarn - Fußballklub, Klubhaus 

Gösser-Team Fußballklub Ornding — Klubhaus 

Naturfreunde Paddelgruppe Pöchlarn — Bootshaus 

Touristenverein „Die Naturfreunde" 

Pfadfindergruppe Pöchlarn — Klubhaus 

Goldhaubengruppe Pöchlarn 

Schachklub Hitiag Pöchlarn 

Motorbootklub „Rechen" - Bootsanlegestelle Erlaufmündung 

Motorbootklub „Rüdiger" - Bootsanlegestelle Erlaufmündung 

Freiwillige Feuerwehr Pöchlarn — Feuenvehrhaus 

Musikverein Pöchlarn — Musikheim 

Verkehrsverein Pöchlarn 

Singverein Pöchlarn 

Union Raiffeisen Radclub Pöchlarn 

Kleintierzuchtverein Pöchlarn 



Sehenswürdigkeiten in der Umgebung 

Wachau: 

Das romantische Durchbruchstal der Donau zwischen den Ausläufern der Alpen und 
dem nördlichen Granitplateau des Waldviertels — gilt mit seinen vielen Burgen, Burg- 
ruinen, Stiften und Kirchen als der schönste Teil des ganzen Donautales. Die Seehö- 
he der Donau beträgt hier etwa 200 m und die höchste Erhebung des nördlichen Berg- 
landes ist der Jauerling mit 959 m (Aussichtswarte). Das südlich gelegene Bergmas- 
siv, der Dunkelsteinen/vald, erhebt sich auf über 700 m. 

Fährt man die Donau abwärts, setzt etwa in Schwallenbach zunächst am linken und 
dann auch am rechten Ufer der Weinbau und der Intensivobstbau (hauptsächlich Ma- 
rillen) ein. 

Schloß Persenbeug (1617 — 1621 erbaut) 

Liegt auf einem 26 m hohen Felsen, unmittelbar daneben das Donaukraftwerk Ybbs- 
Persenbeug — gemeinsam beherrschen sie das Landschaftsbild am Eingang zum 
Nibelungengau. 

Maria Taferl 

Bekanntester Wallfahrtsort Niederösterreichs. Frühbarocke zweitürmige Kirche 
(1660 — 1710 erbaut), Deckengemälde und Altarbilder von Martin Johann Schmidt 
(Kremser Schmidt). Herrlicher Rundblick in die Voralpen vom Schneeberg bis zum 
Traunstein. 

Maria Steinbründi 

Kleine Wallfahrtskirche inmitten von Wald gelegen. Ca. 5 km von Pöchlarn entfernt. 
Nach dem Volksmund soll die Quelle Augenleiden heilen. 

Nilcolokirche in Holzern 

Gotische Kirche — Wallfahrtskirche für Schiffer und Flößer. 

Schloß Artstetten 

Renaissanceschloß, erbaut in den Jahren 1560 — 1592. Mausoleum des Erzherzogs 
Franz Ferdinand und seiner Gemahlin Herzogin Sophie von Hohenberg, ermordetem 
28. 6. 1914 in Sarajevo (unmittelbarer Anlaß des Ersten Weltkrieges). Museum. 



Ruine 

Mächtige Burgruine — weithin sichtbar — bereits 1108 urkundlich erwähnt. 

Stift Melk 

Das Benediktinerstift Melk mit seiner 362 m langen Südfront zählt zu den prächtigsten 
Barockbauten der Welt. Von Jakob Prandtauer 1702 bis 1736 erbaut. Marmorsaal und 
Bibliothek mit 100.000 Bänden, 868 Wiegendrucken und 1850 Handschriften. Dek- 
kengemälde von Paul Troger und Michael Rottmayer. Die Stiftskirche ist die schönste 
Barockkirche nördlich der Alpen. 



Renaissanceschloß Schallaburg 

Auf einer kleinen Anhöhe, etwa 5 km von Melk entfernt, liegt die Schallaburg, eine der 
schönsten Renaissanceburgen nördlich der Alpen. Nicht nur der herrliche Arkaden- 
hof (16. Jhdt.), sondern auch die romanische Wohnburg (12. Jhdt.) und die jährlich 
wechselnden Großausstellungen fesseln die Besucher. 

Mauer bei Loosdorf 

Romanische Wehrkirche (12. Jhdt.), sehenswerter geschnitzter Holzflügelaltar. 

■Maria Laach 

Wehrkirche mit spätgotischem Flügelaltar (um 1490). Freigrab des Freiherrn Johann 
Georg III. von Kuefstein (1607), Altarbild mit der berühmten Madonna mit den sechs 
Fingern. 

Schloß Schönbühel 

Erbaut zwischen 1819— 1821 mit fünfstöckigem Turm, liegtauf einem 40 m hohen Fel- 
sen und ist weithin sichtbar, Privatbesitz. 

Ruine Aggstein 

Liegt 300 m hoch über der Donau. Verliesturm, Bergfried mite m dicken Mauern, herr- 
licher Rundblick. 

Spitz a. d. Donau 

Schiffahrtsmuseum , Tausendeimerberg ( 1 Eimer = 56 Liter). Ruine Hinterhaus, spät- 
gotische dreischiffige Hallenkirche. 

Dürnstein 

Berühmtester Weinbauort in der Wachau, malerische Stadt, mittelalterliche Stadt- 
mauer und Stadttore erhalten. Auf der Burg Dürnstein wurde 1193 König Richard Lö- 
wenherz von England gefangengehalten. Augustiner Chorherrenstift ( 1410), Stiftskir- 
che (1710 — 1740) — schönster Barockturm Niederösterreichs, schöne Renaissance- 
häuser im Ortskern. 

Krems — Stein 

Die Doppelstadt Krems-Stein liegt am linken Donauufer am Ausgang der Wachau und 
zählt zu den schönsten Städten Niederösterreichs. Krems erhielt im 12. Jahrhundert 
das Stadtrecht und war Münzstätte. Mittelalterliches Stadttor noch erhalten. Histori- 
sches Museum mit Weinbaumuseum. 

Stift Göttweig 

Das Benediktinerstift Göttweig wurde 1072 von Bischof Altmann von Passau errichtet 
und erhielt seine Gestalt 1720 — 1724 nach den Plänen des berühmten Barockbau- 
meisters Lukas von Hildebrandt. Stiftsbibliothek mit 70.000 Bänden und 1000 Hand- 
schriften aus dem 10. bis 16. Jahrhundert. Zahlreiche wertvolle Kunstschätze. 






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Josef Kappelmüller 
Meisengasse 7 
A-3380 PÖCHLARN 

Betrifft. Geschichtliche Aufzeichnungen. 



Pöchlarn, am 25.1.1990 



Herrn 

George VLADAR 

685 Victoria Street 

Kingsto, Ontario K7K 4S6 

Canada 

Sehr geehrter Herr Vladar ! 

Ich habe bei der Durchsicht alter Akten im Archiv eine alte Straßenkarte 
bzw. einen Niveauplan der Durchzugsstraße gefunden. In diesem Plan ist das 
Wohnhaus Nr. 32 in Pöchlarn eingezeichnet, und hat heute die Bezeichnung 
Weigelspergasse 6. Das Wohnhaus Nr. 32 wurde 1865 durch Hrn. Kugelbauer und 
1891 durch Herrn Alois Czeck umgebaut. Der heutige Besitzer Hr. Karl Gund- 
acker hat das Wohnhaus so wie es heute ausschaut 1957 umgebaut. 
Bezüglich Ihres Hauses Nr. 48 in Brunn bin ich leider noch nicht viel 
weiter gekommen, aber ich hoffe, daß ich beim nächsten Besuch des Ver- 
messungsamtes Melk eventuell weiteres erfahren kann. Leider ist dies etwas 
schwieriger da von der ehemaligen Gemeinde Brunn sehr wenig vorhanden ist. 
Sobald ich weitere Neuigkeiten für Sie habe werde ich dies sofort mitteilen. 
Durch die Änderungen im Grundkataster 1871 und 1893 sind die verschiedenen 
Parzellen und Häuser umgruppiert worden und stimmen mit den heutigen Ein- 
tragungen nicht mehr überein. 

Weiters danke ich für die beigelegten Kopien sehr herzlich. Ihr Vorschlag 
diese Urkunden in ein Museum zu geben wäre sicherlich sehr gut, leider 
besitzt Pöchlarn derzeit noch keine Räumlichkeiten für die Vergrößerung 
des Museums. Aber ich hoffe, daß dies sicherlich auch in den nächsten 
Jahren möglich sein wird. 

Bezüglich Namensforschung bin ich leider auch noch nicht weiter, werde mich 
aber bemühen Ihnen dienlich zu sein. 

Sehr geehrter Herr Vladar recht herzliche Grüße auch von Frau Miksch und 
viele Grüße aus Pöchlarn. 

Ich hoffe, daß ich in einiger Zeit Ihre Wünsche annähernd er/üllen kann 
und verbleibe mit freundlichen Grüßen 



Beilage: 

Ausschnitt aus Niveauplan der Hauptdurchzu« 

aus dem Jahre 1885 ( Maßstab 1:720) 




Straße in Pöchlarn 



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Straßenplan der Hauptstraße 
1885, M^stab. 1:720 




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Straßenplan der Hauptstraße 
1885, M^stab 1:720 



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Josef Kappelmüller 

Meisengasse 7 
A-3380 PÖCHLARN 



Betrifft: Haus des Großvaters. 



Pöchlarn, am 30.1.1990 



Herrn 

George Vladar 

Kingston, Ont. K7K 4S6 
685 Victoria 
Canada 



Sehr geehrter herr Vladar ! 

Ich habe mir in den letzten Tage etwas mehr Zeit genommen und endlich Ihren 
Wunsch entsprochen und die Suche nach den alten Häusern aufgenommen. Wie im 
ersten Brief angeführt habe ich bei der Durchsicht des Archives einen alten 
Straßenplan gefunden der das Haus 32 angibt. Leider habe ich mich mit den 
anderen von Ihnen angegebenen Hausern weniger befaßt, da ich nur Brunn 48 
suchte. Ich habe jetzt auch Ihr gesuchtes Haus Brunn 48 gefunden und es war 
richtig - wie ich bereits bei Ihren Besuch gesagt habe - es war das alte 
•' Arbeiterheim " wie auf der Kopie festgehalten. 

Ich habe gestern das Vermessungsamt in Melk aufgesucht und habe dort die 
Bestätigung meiner Aussage erhalten ( siehe Beilage Plan Brunn). Das alte 
Foto (Kopie) zeigt das Haus zwar erst 1920-1930) war jedoch bereits früher 
Gastwirtschaft. Der alte Plan zeigt auch, daß das Haus doch ziemlich groß 
war und warscheinlich bereits die Ausmaße wie am Bild hatte. 
Ich habe auch die von Ihnen angeführten anderen Häuser gefunden und in 
einer Plankopie eingezeichnet und mit den heutigen Besitzern versehen. 



Haus 32 

Haus 31 

Haus 13 

Haus 4 



Weigelspergergasse 6 
Weigelspergergasse 4 
Thörringplatz 8 
Regensburgerstraße 27 



Haus des Großvaters 

Haus des Schuhmachers (Ururgroßvater) 

Haus der Schwägerin 

Haus der Braut des Urgroßvaters 



Brunn Haus 48 - Regensburgerstraße 48 - Neues Wohnhaus mit Einzug 1.9.1863 

Über die alten Zunftbücher habe ich noch nichts erfahren, werden mich aber 
sicherlich weiter mit Ihren Wünschen befaßen und hoffe vorerst Ihren mit 
diesen Angabe etwas Freude zu bereiten. Leider ist meine Zeit immer sehr be- 
messen um in den alten Akten stöbern zu können. Es gebe noch sehr vieles 
worüber man nachschauen und Aufzeichnungen führen sollte. Ich wünschte mir 
ich hätte einige so vitale Personen in Pöchlarn die sich über ihre Vorfahren 
Gedanken machten, dann könnte man sicherlich mehr aufzeichnen und hätte da- 
durch einen besseren Überblick über die Vorkommnisse der vergangenen Zeiten. 
Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen und verbleibe mit vorzüglicher 
Hochachtung 

Ihr 



3 Beilagen: 



PS: Herzliche Grüße auch von Frau Miksch. 




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Maßstab 1 : 2880 



Ehemalige Gemeinde Brunn 

Haus 48 - Regensburger- 
Straße 46 






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" Arbeiterhelm " 

Heutiger Besitzer 

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(Gasthaus) 

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Verein Volkshaus 



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Ehemalige Gemeinde Brunn 

Haus 48 - Regensburger- 
Straße 46 

" Arbeiterheim " 

Heutiger Besitzer 

Norbert Kamptner 
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Verein Volkshaus 






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Haus 31 - Ueige1spergergasse,4 Ing. Josef Müll nÜ 
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Ernst Höller 

Plalka 3, ) 02757/6407 

A- 3253 Erlauf ^ 199o-o2-15. 

George Vladar 

685 Victoria Street 

Kigston, Otario K7K 4S6 

Sehr geehrter Herr Vladar ! 

Befreundeter Herr Kappelmüller aus Pöchlarn ließ mir wissen, daß Sie sich 

mit ihm in Brief kontakt befinden über kulturelle Belange Österreichs. 

Ferner teilte Herr Kappelmüller mit, daß Sie Auslandsösterreicher sind. 

Letzterer Umstand veranlasst zu Anfrage, ob sich in ihrem Besitze, Ihrem 

Umfelde Postbelege mit öst. Frankatur befinden. Bin Philatelist, suche 

solche Sachen für meine phil. Sammlung. 

GEsucht werden von mir Briefumschläge, Aerogramme, Postkarten und ähnliche 

Sachen des täglichen Bedarfes. 

Sollten Sie davon abzugeben haben, so würde es mich ehren, wenn Sie mir 

dies zu Kauf oder Tausch anbieten würden. 

Herr Kappelmüller erzählte mir, daß er seinerseits Ihnen meine ^i^schrift, 

sowie meine Interessen vorgestellt hätte. Trotzdem erlauben Sie, bitte, 

daß auch ich mit diesen meinen ivOnschen persönlich an Sie heran trete. 

Mit vorzüglicher Hochachtung verbleibt Ihr 



(Ernst Höller) 



Josef KAPPELMÜLLER 

Meisengasse 7 
A-3380 PÖCHLARN 



Pöchlarn, am 26.2.1990 



Herrn 

George V L A D A R 

685 Victoria 
Kingston, Ont. K7K 4s6 
Canada 



Sehr geehrter Herr Vladar ! 

Vorerst herzliceh Grüße aus Pöchlarn und vielen Dank für Ihren Brief. 
Ich freue mich sehr, daß Sie mit meinen Angaben etwas anfangen konnten und 
hoffe, daß Sie mit Pöchlarn weiter in Verbindung bleiben werden. 
In Nachforschung der Familie Gundacker - ergab sich vorerst nur die Namens- 
gleichheit mit dem heutigem Besitzer - leider keine bekannten Verwandtschafts- 
verhältnisse. 

Weiter möchte ich fragen, ob der Bruder Ihres Uronkels, der in der Oberen Vor- 
stadt Nr. 6 verstorben ist, vielleicht mit dem Pfarrer und Benifizaten Franz 
Weigelsperger verwandt war. PfarrefFranz Weigelsperger war von 1840-1860 in 
Pöchlarn und erhielt 1860 die Ehrenbürgerschaft der Stadt. Später als Pfarrer 
von Michel hausen im Tullnerfeld wurde er Consitorialrat ( um 1889). 
Da Pfarrer Weigelsperger ein großer Geschichtsforscher unsrerer Heimat war 
plane ich für 1991 - anläßlich seines 100. Todestages eine kleine Ausstellung. 

Ferner teile ich Ihnen mit, daß ich mit Herrn Ing. Johann Vladar, A-2380 
PERCHTOLDSDORF, Alfred Merzgasse 37, Telefon 0222/864389, Verbindung aufge- 
nommen habe. Er kann Ihnen vielleicht mehr über die Ahnenforschung bezüglich 
Ihres Vaters mitteilen. 

Die Familie Vladar stammt aus Böhmen (CSR) aus dem Räume Pilsen. Die Vorfahren 
lebten dort ca. 200 Jahre und sind wahrscheinlich aus Jugoslawien zugezogen. 
Es soll auch eine Linie aus Ungarn geben, wie weit die Ahnenforschung der 
Familie Vladar zurückgeht kann Ihnen am besten Herr Ing. Johann Vladar ( siehe 
obige Adresse) mitteilen. Ich gab auch Ihre Adresse zwecks Aufnahme von 
Kontakten weiter. 

Ich hoffe Ihnen damit bei Ihren Forschungen etwas geholfen zu haben und 
verbleibe mit vorzüglicher Hochachtung 



PS.: 

Viele herzliche Grüße auch von Frau Miksch. 




f 



Josef KAPPELMÜLLER 

Meisengasse 7 
A-3380 PÖCHLARN 



Pöchlarn, 18.6.1990 



Herrn 

George VLADAR 

685 Victoria Street 

Kingston^ Ontario K7K 4S6 



Sehr geehrter Herr Vladar ! 

Vielen, vielen herzlichen Dank für Ihren herrlichen Bildband aus Canada. 
Ich kann mir vorstellen, daß Ihnen daß Land gefällt und daß Sie sich wohl- 
fühlen. 

Entschuldigen Sie, das verspätete Schreiben, aber ich bin derzeit leider etwas unter 
Druck, denn ich arbeite an einer kleinen Ausstellung über den Nikolaus von Ybbs 
(1313-1340) Bischof in Regensburg. Da zu dieser Zeit auch viele Bauwerke in Nieder- 
österreich (Kartause Gaming, Stephansdom in Wien usw.) entstanden sind, möchte ich 
die Beziehungen zwischen REgensburg und Niederösterreich im besonderen Pöchlarn und 
das kleine Erlauftal darstellen. 

Ich hoffe, Sie kommen wieder einmal nach Pöchlarn damit wir uns etwas aus- 
führlicher unterhalten können. 

Auch recht herzliche Grüße und vielen Dank von Frau Miksch, sie hat sich ebenfalls 
sehr über Ihr Geschenk gefreut. 

In der Beilage überreiche ich Ihnen ein Heimatbuch der Stadt Pöchlarn. Damit 
können Sie Ihr enormes Wissen über Pöchlarn noch vervollständigen. 
Ich hoffe, daß Sie mit unserem Heimatbuch Freude und Verwendung haben. 

Ich bewundere Ihr enormes Wissen über unsere Stadt und die vielen Details die 
kaum ein Pöchlarner weis. Sie müssen auch sehr viel Zeit in Archiven ver- 
bracht haben, denn sonst hätten Sie nicht so viele Details erarbeiten können. 
Ich hoffe, daß ich auch einmal so viel über meine Heimat weis wie Sie. 

Fräulein Kuso war auch sehr begeistert über Canada. Sie fand es wunderschön 
und erzählte über den herrlichen Urlaub in Canada. 

Recht herzliche Grüße aus der Nibelungenstadt Pöchlarn und auch viele Grüße 
von Frau Miksch. 

Mit vorzüglicher Hochachtung ! 





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Pöchlarn 




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Ybbs 



ehemalige landesfUrstliche Stadt 



1317 



1329 



1368 




Kaiser Friedrich der Schöne ver 
leiht der Stadt Ybbs das Stadt- 
recht und weitere Privilegien 

20.11. Bischof Nikolaus über- 
läßt dem Zisterzienserinnen - 
Kloster eine Schenkung aus der 
Hof mark Pöchlarn 



n 



Stirbt " Hans von Ybbs 
er war Mautner zu Stein, Stadt- 
richter und Rat in Ybbs. 
Sein Epitaph ( an der Südseite 
der Pfarrkirche) ist eine der 
schönsten Grabplatten in Nieder- 
österreich. 

Diese schöne gotische Grabplatte 
kommt wahrscheinlich aus der 
Regensburger Dombauhütte oder aus 
deren Umfeld (Epitaph des Dom- 
dekan Ulrich von Au +1326). 



ZISTERZIENSERINNENKLOSTER YBBS 



II 



Heiligen Geist " Kloster 
Gründung 1291 durch Adelheid Gott schal k 
und Stiftung eines Spitals. 



Gresten 



ehemaliges Lehensgebiet des Bistums 
Regensburg 




833 Durch den Tausch Obermünster und 
dem Kloster Mondsee kommt Steina- 
kirchen und das Gebiet an der Kl. 
Erlauf (Wiesel bürg und Gresten) 
an den Bischof von Regensburg 

1326 Otto der Stai ner verkauft Hausegg 

und seine Güter an den Regensburger 
Bischof Nikolaus von Ybbs 
Frau Kunigunde (die Schwester des 
Bischofs Nikolaus v.Ybbs) hatte den 
Götenhof, die Hofstatt vor dem 
Friedhof und die Hofstatt Geitswang 
als Lehen. 

1334 Urbar- Verzeichnis über die Ab- 
gaben der einzelnen Höfe und Lehen 
in Gresten (HR Literale 12 - Bay- 
risches Hauptstaatsarchiv München) 

Durch zunehmenden EinfluB der Lehens- 
nehmer ( Mi nister alen ) schwinden die Be- 
sitzungen der Regensburger Bischöfe und 
erlöschen 1803/1810 mit der Säkulari- 
sierung gänzlich. 



Regensburger 
Bischof 

NIKOLAUS von Ybbs 
(1313-1340) 




650. Todestag 



Pöchlarn ^ Ybbs - Gresten 



AUSSTELLUNG 



vom 



29. Septanber bis U.Oktober 1990 



in Pöchlarn 

PFARRZENTRUM 

Öffnungszeiten: 

Freitag - 14.00 
Samstag und 
Sonntag - 9.00 

und 
14.00 

in Ybbs 



bis 17.00 Uhr 
bis 12.00 Uhr 



bis 17.00 Uhr 



in 



RATHAUS - FOYER 

und 
Aufgang 

Gresten 

RAIFFEISENBANK 



Öffnungszeiten: 

während der Kassastunden. 



Gestaltung: 



Verkehrsverein Pöchlarn 

Josef Kappelmüller 
A-3380 PÖCHLARN, Meisengasse 7 
02757/8388 



ZEITTAFEL : 

1270/1280 wurde der Regensburger 
Bischof Nikolaus von Ybbs im 
Donaustädtchen Ybbs ( Nieder - 
Österreich) geboren 

1302 Magister Nikolaus studiert an 
der Universität Bologna 

1310 Magister Nikolaus wird Notar 

Kaiser Heinrichs VII. 
und 

Protonotar König Johanns 
von Böhmen 

Domherr in Regensburg und 
Eichstätt 

1313 19.3. Magister Nikolaus wird 
durch die Wahl des Domkapitels 
Bischof in Regensburg 

1321 Streit mit der Stadt Regensburg 
um das Asyl recht 

1326 Zukauf von Lehen in Gresten 
durch Bischof Nikolaus v.Ybbs 

1329 20.11. Bischof Nikolaus v.Ybbs 
überläBt dem Zisterzienserinnen- 
Kl oster in Ybbs eine Schenkung 
aus der Hof mark Pöchlarn 

1334 Bischof Nikolaus von Ybbs ist in 
der Hof mark Pöchlarn und läßt 
das erste Einkünfteverzeichnis 
der Niederösterreichischen Be- 
sitzungen ( Urbar - HR Literale 
12 - Bayrisches Hauptstaats- 
archiv) verfassen. 

1340 11.10. Bischof Nikolaus von Ybbs 
stirbt im Kloster Oberaltaich 
und erhält dort seine Grablege 



Pöchlarn 



ehemalige HOFMARK - 1000 jährige 
gemeinsame Geschichte (832-1810) 



832 



1267 



1334 



1484 



1576 



1640 




Schenkung des König Ludwig des 
Deutschen an das Bistum Regens- 
burg 

Erste Nennung " Stat ze Bechlarn " 
in einer Urkunde des Bischofs Leo de 
Tundorf er (26.5.1267) 

Bischof Nikolaus von Ybbs legt in 
Pöchlarn das erste Einkünftever- 
zeichnis der Niederösterreichischen 
Besitzungen an 

Bischof Heinrich IV. von Absberg 
läßt den Weiserturm erbauen 

Bischof David Köl derer von Burg- 
stall läßt das Renaissanceschloß 
Pöchlarn erbauen 

Bischof Albert IV.. Freiherr von 
Törring, stiftet den Wolfgangs- u. 
Marienbrunnen 

1803/1810 Durch die Säkularisierung ver- 
liert das Bistum Regensburg die 
Hofmark Pöchlarn 



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lAA^lA TAT^-^L 



stranten haben am Samstag, 16. Februar, ihren zünftigen Fasching gefeiert. 
Mit der feierlichen Aschenweihe und -auflegung haben wir dann am 
Aschermittwoch, 20. Februar, die österHche Bußzeit begonnen, für die wir 
viel Gnade und Segen allen Lesern und Freunden wünschen! 

Das ,,Neue Leben" des Herrn Sollböck 

Mit 31. Dezember 1984 ist also Herr Josef Sollböck, seines Zeichens BasiH- 
ka-Organist und Regens chori sowie Kanzleisekretär der Pfarre, in den 
wohlverdienten Ruhestand getreten. Es hat wohl niemand, der ihn kennt, 
angenommen, daß er nun „der Ruhe pflegen** werde. Nur die ,,Last" ist 
weg - die ,,Lust** aber ist keineswegs abhanden gekommen: die Lust und 
Freude an Musik wie auch bestimmte Freuden des Kanzleidienstes. Seine 
Kontakte in diesem Dienst waren sehr groß. Viele werden in den 22 Jahren 
seines Dienstes am Taferlberg mit ihm telefoniert haben, vielen konnte er 
in schwierigen Fragen helfen, manchen Rat erteilen, und vor allem war er 
wohl in sehr regem Austausch mit den Lesern der NACHRICHTEN AUS 
MARIA TAFERL. Diese hat er nach der Übernahme in seine Ägide mit 
großem Fleiß und steter Hingabe betreut. Eine seiner Hauptsorgen war, 
daß die Abonnentenzahl der NACHRICHTEN-Leser nicht weniger wur- 
de. Wenn jemand durch Tod ausfiel, hat er sich sehr darum gekümmert, 
daß ein anderer dieses Exemplar übernahm. Er wußte auch, wie wichtig 
grad die Abonnenten sind, die so treu zu uns halten, obwohl wir nicht das 
lichtvollste Blättchen herausgeben. Aber als Zeichen der Zusammengehö- 
rigkeit hat es seit seiner Gründung durch den hochwürdigsten Herrn Präla- 
ten Dr. Weichselbaum immer große Dienste geleistet und wohl auch Freu- 
de bringen können. Herr Sollböck hat sich auch um die Kirchenmusik Ver- 
dienste erworben. Seine Hauptsorge galt immer wieder der Erhaltung und 
Bewahrung des alten, überkommenen Liedgutes, und mit seinen ,, vereinig- 
ten Donauchören** hat er so manchen Gottesdienst wirklich festlich gestal- 
tet und verschönt. Auch die festliche Gestaltung von Trauungsgottesdien- 
sten lag ihm am Herzen, und es war ihm eine besondere Freude, seine 
Tochter Andrea schon in jungen Jahren mit heranziehen zu können, und so 
manches Brautpaar hat sich am Klang dieser jungen, schlanken Stimme 
von Herzen erfreut. Herr Sollböck hat in Persenbeug eine neue Heimat ge- 
funden, aber sein Herz ist noch immer am Taferlberg, und mit großer Hilfs- 
bereitschaft führt er seinen Nachfolger in die Geheimnisse einer Pfarrkanz- 
lei ein. Wir wünschen ihm für sein „Neues Leben** ganz viel Segen und 
Freude, vor allem im Dienst der Kirchenmusik! 




Ein Traum ging in Erfüllung . . . 

(Versuch einer Selbstdarstellung) 

Von Peter Kainrath 

Darf ich mich vorstellen? 

Mein Name ist PETER KAINRATH, geb. am 
27. 1. 1947. Meine Eltern: Min.-Rat i. P. Dr. 
Karl und Käthe Kainrath. Ich bin verheiratet 
mit Anni, geb. Sabitzer, und habe 2 Kinder: 
Martina (12) und Stephan (2). 

Ab Anfang Februar darf ich für Sie an zwei 
Tischen wirken und werken, nämlich 

a) am Schreibtisch der Pfarrkanzlei als Pfarrsekretär und 

b) am Spieltisch der Orgel in der Basilika als Organist und Verantwortli- 
cher für die mannigfaltigen Aufgaben der Kirchenmusik. 

An dieser Stelle möchte ich ganz besonders herzlich meinem Amtsvorgän- 
ger //er/-A/ Josef Sollböck, danken, der mich in die Geheimnisse beider Be- 
reiche in fachkundiger Weise einführt und seinen reichhaltigen Erfahrungs- 
schatz auch weiterhin zur Verfügung stellen möchte. 

Einen kurzen Abriß meines bisherigen Lebenslaufes möchte ich Ihnen - 
wenn Sie gestatten - in Form eines kurzen „Steckbriefes^ näherbringen: 

A) ,, Bürgerliche Laufbahn* 

Volksschule, Humanistisches Gymnasium - Matura (Wahlfächer: Musik, 
Naturgeschichte und Altgriechisch), Präsenzdienst beim österr. Bundes- 
neer, einige Semester Rechtswissenschaften. 

Berufstätigkeit beim ÖAMTC in der Abteilung Grenzverkehr und Touri- 
stik, publizistische Tätigkeit für die Clubzeitung „Auto-Touring-, Leitung 

(TücvSS? :^^^^^ Disposition von Schutzbriefdiensten 

Ruckholfahrten und Lotsendienste, Krankenrücktransporte und Ab- 
schleppdienste in ganz Europa) sowie zuletzt in der Hauptabteilung Be- 
neb Organisation und Revision mit der Einführung der computerunter- 
stutzten „Programmierten Textverarbeitung- befaßt ^^runicr 

Gründung der , österr. Gesellschaft für Textverarbeitung- sowie Eintritt 
in die Firma „Phihps Data Systems^ als Organisator für Textverarbeitung 

alf ret Tn '"''^ " ^"'''^'" ""' ^P^^^^-" (Niederiande) S 
als Leiter der Organisationsgruppe für ganz Österreich zuständig Entwick- 
lung von Software und Organisationsunterstützung sowie von branVhen 
spezifischen Anwendungslösungen. Spezialist für BLoorganisation^^ 

8 



B) ,, Künstlerische Laußyahn* 

Mit 7 Jahren erster Klavierunterricht, 

mit 1 1 Jahren Eintritt in die Vorbereitungsklasse der Wiener Akademie 
für Musik und Darstellende Kunst bei Prof. Marianne Lauda, 

mit 15 Jahren Aufnahmsprüfung in das Konzertfach ORGEL bei Prof. 
Walter Pach (einem Schüler von Franz Schmidt), mit den Nebenfä- 
chern Komposition, Instrumentenkunde, Musikgeschichte, Form- 
. analyse, Orgelbau und Klavier. 

Im Rahmen dieses etwa siebenjährigen Studiums Mitwirkung bei diversen 
Konzerten, daneben Organist verschiedener Wiener Kirchen (Palottihaus, 
Wien 13; Lanterihaus, Wien 13; Pfarrkirche Rudolfsheim, Wien 15; Kirche 
des Rektorates auf dem Leopoldsberg Wien 19, und seit 15 Jahren ständi- 
ger Organist der Pfarrkirche Ober St. Veit, Wien 13). öffentliche Konzerte 
mit dem Wiener Madrigalchor unter seinem Dirigenten Dr. Xaver Meyer, 
im Rahmen der Wiener Festwochen, usw. 

Besonders fasziniert mich das große Gebiet der Orgelkunde und -for- 
schung. Bis jetzt wurden von mir rund 140 Orgehnstrumente mit insgesamt 
150.000 Pfeifen gespielt. Auch bin ich Mitglied des „österreichischen Or- 
gelforums" sowie der deutschen ,, Gesellschaft der Orgelfreunde'*. Daß ich 
noch im Pfarrgemeinderat von Ober St. Veit und im dortigen Liturgieaus- 
schuß mitwirke, ist fast schon berufsbedingt. 

Und zu alldem habe ich noch Hobbies . . . 

Literatur, insbesondere Lyrik, Rezitation und Theater, Filmen und Foto- 
grafieren, Natur und Wandern, Radfahren und Schwimmen, Gesellschaft, 
Reisen etc. etc. 

Ein Leben reicht kaum aus, um alles das unter einen Hut zu bringen und 
dabei auch die Familie nicht zu vernachlässigen! 

Darf ich mir als ,, Neuer'' etwas wünschen? 

- Gute Zusammenarbeit mit allen. 

- Kräftiges Mitsingen beim Gottesdienst. Keine Angst vor ,, falschen Tö- 
nen'*. Die Basilika ist groß und will mit Klang erfüllt werden! Grundsatz: 
Lieber falsch mitsingen als gar nicht! Und bitte: öffnen Sie auch bei 
scheinbar bekannten Liedern Ihr „GOTTESLOB". Vieles hat einen 
neuen Text oder eine neue Melodie. 

- Mut zu neuen (oder neu-entdeckten!) Liedern! 

- Besonders freuen würde ich mich, wenn Sie nach dem Gottesdienst nicht 
gleich hinausliefen, sondern noch ein paar Minuten sitzenblieben. Auch 
der „Auszug" (das Postludium) dient nicht ausschließlich dem Vergnü- 
gen des Organisten, sondern kann ohne weiteres als ein Teil der Liturgie 
verstanden werden! 

- Sachliche Kritik, wenn Sie Verbesserungsvorschläge haben oder ein paar 
Worte der Anerkennung, wenn Ihnen etwas am Orgelspiel gefallen hat. 



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Ein Traum ging in Erfüllung . . . 

(Versuch einer Selbstdarstellung) 

Von Peter Kainralh 

Darf ich mich vorstellen? 

Mein Name ist PETER KAINRATH, geb. am 
27. 1. 1947. Meine Eltern: Min. -Rat i. P. Dr. 
Karl und Käthe Kainrath. Ich bin verheiratet 
mit Anni, geb. Sabitzer, und habe 2 Kinder: 
Martina (12) und Stephan (2). 

Ab Anfang Februar darf ich für Sie an zwei 
Tischen wirken und werken, nämlich 

a) am Schreibtisch der Pfarrkanzlei als Pfarrsekretär und 

b) am Spieltisch der Orgel in der Basilika als Organist und Verantwortli- 
cher für die mannigfaltigen Aufgaben der Kirchenmusik. 

An dieser Stelle möchte ich ganz besonders herzlich meinem Amtsvorgän- 
ger, Herrn Josef SoUböck, danken, der mich in die Geheimnisse beider Be- 
reiche in fachkundiger Weise einführt und seinen reichhaltigen Erfahrungs- 
schatz auch weiterhin zur Verfügung stellen möchte. 

Einen kurzen Abriß meines bisherigen Lebenslaufes möchte ich Ihnen - 
wenn Sie gestatten - in Form eines kurzen ,, Steckbriefes'' näherbringen: 

A) ,, Bürgerliche Laufbahn * 

Volksschule, Humanistisches Gymnasium - Matura (Wahlfächer: Musik, 
Naturgeschichte und Altgriechisch), Präsenzdienst beim österr. Bundes- 
heer, einige Semester Rechtswissenschaften. 

Berufstätigkeit beim ÖAMTC in der Abteilung Grenzverkehr und Touri- 
stik, publizistische Tätigkeit für die Clubzeitung ,,Auto-Touring", Leitung 
von „Christophorus-Aktionen'\ Disposition von Schutzbriefdiensten 
(Rückholfahrten und Lotsendienste, Krankenrücktransporte und Ab- 
schleppdienste in ganz Europa) sowie zuletzt in der Hauptabteilung Be- 
triebsorganisation und Revision mit der Einführung der computerunter- 
stützten ,, Programmierten Textverarbeitung" befaßt. 

Gründung der „österr. Gesellschaft für Textverarbeitung" sowie Eintritt 
in die Firma „Philips Data Systems'* als Organisator für Textverarbeitung, 
Entwicklungsarbeiten in Eindhoven und Apeldoorn (Niederlande), später 
als Leiter der Organisationsgruppe für ganz Österreich zuständig. Entwick- 
lung von Software und Organisationsunterstützung sowie von branchen- 
spezifischen Anwendungslösungen. Spezialist für Büroorganisation. 



8 



B) ,, Künstlerische Laußahn' 

Mit 7 Jahren erster Klavierunterricht, 

mit 1 1 Jahren Eintritt in die Vorbereilungsiclasse der Wiener Akademie 

für Musik und Darstellende Kunst bei Prof. Marianne Lauda, 
mit 15 Jahren Aufnahmsprüfung in das Konzertfach ORGEL bei Prof. 
Walter Fach (einem Schüler von Franz Schmidt), mit den Nebenfa- 
chern Komposition, Instrumentenkunde, Musikgeschichte, Form- 
analyse, Orgelbau und Klavier. 
Im Rahmen dieses etwa siebenjährigen Studiums Mitwirkung bei diversen 
Konzerten, daneben Organist verschiedener Wiener Kirchen (Palottihaus, 
Wien 13- Lanterihaus, Wien 13; Pfarrkirche Rudolfsheim, Wien 15; Kirche 
des Rektorates auf dem Leopoldsberg Wien 19, und seit 15 Jahren standi- 
ger Organist der Pfarrkirche Ober St. Veit, Wien 13). öffentliche Konzerte 
mit dem Wiener Madrigalchor unter seinem Dirigenten Dr. Xaver Meyer, 
im Rahmen der Wiener Festwochen, usw. 

Besonders fasziniert mich das große Gebiet der Orgelkunde und -for- 
schung Bis jetzt wurden von mir rund 140 Orgelinstrumente mit insgesamt 
150 000 Pfeifen gespielt. Auch bin ich Mitglied des „Österreichischen Or- 
gelforums" sowie der deutschen „Gesellschaft der Orgelfreunde". Daß ich 
noch im Pfarrgemeinderat von Ober St. Veit und im dortigen Liturgieaus- 
schuß mitwirke, ist fast schon berufsbedingt. 

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der Auszug" (das Postludium) dient nicht ausschließlich dem Vergnü- 
gen del Organisten, sondern kann ohne weiteres als ein Teil der Liturgie 

_ Sä' Kritik,'wenn Sie Verbesserungsvorschläge haben oder ein paar 
Worte der Anerkennung, wenn Ihnen etwas am Orgelspiel gefallen hat. 



( Niemand ist eine Insel", auch der Organist nicht. Er kann nur an Ihrer 
Reaktion ablesen, ob sein Orgelspiel wirklich das ist, was es sein sollte: 
ein wesentlicher Teil der Liturgie, ein gesungener Lobpreis oder ein 
Medium für Meditation und Besinnung.) 

Und zuletzt möchte ich Ihnen noch meinen Wahlspruch verraten: „LAU- 
DATE DOMINUM CORDIBUS ET ORGANO". Was soviel heißt wie: 
Lobet Gott mit den Herzen und der Orgel. 

Wenn wir alle - unsere Priesterschaft, Sie und ich - gemeinsam dieses Mot- 
to im Auge behalten und uns der Herr den Mut und die Kraft schenkt, es 
auch in der Praxis zu verwirklichen, dann sind wir hinsichtlich der Kirchen- 
musik in unserer schönen Wallfahrtsbasilika gewiß auf dem richtigen Weg! 

Und für diese Ihre Bereitschaft, mit mir diesen Weg zu versuchen, danke 
ich Ihnen schon heute und freue mich auf meine neue (sicheriich nicht 
leichte, aber reizvolle) Aufgabe! Wir hören voneinander. Wetten? 




Peter Kainrath 

Organist der Basilika 

Maria Taferl 



im Februar 1985 



Postskriptum des Pfarrers: 

So wie wir dem Herrn Sollböck für seinen Dienst am Heiligtum herzlich 
danken, so herzlich-froh begrüßen wir Herrn Kainrath in unserer Pfarre! 
Wir begrüßen ihn voller Hoffnung und Zuversicht, wir begrüßen ihn in 
Dankbarkeit dafür, daß er sich von seinem viel besser dotierten Job in der 
Großstadt gelöst und zu uns aufs Land, auf den Heiligen Berg der Gottes- 
mutter, gekommen ist. Da er diese gute Mutter auch besonders verehrt und 
liebt, so wird sie ihm stets eine treue Helferin und Fürsprecherin sein. Und 
dieser Fürbitte wollen wir ihn und seine ganze Familie betend anvertrauen. 



<:r^^ö^ö^,C>^am C^uUn ^^y\jtti 



ÖAl 



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Herrn 

George Vladar 
685 Victoria 
Kingston Ont, 



K7K 4S6 
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PETER KAINRATH 

ORGANIST 

3672 MARIA TAFERL 2 

TEL. (07413) 278/93 



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Peter KAINRATH 
A-3672 Maria Taferl 2 
Tel.: 07413/5Z7 
bzw.: 07413/278-5 Dw. 



Maria Taferl^ am 8. Februar 1990 



Herrn 

George Vladar 
685 Victoria 
Kingston Ont. 
K7K 4S6 
Canada 



Sehr geehrter Herr Vladar! 



Sind Sie eigentlich mit dem jungen Organisten STEPHAW VLADAR 
verwandt? 

Ich darf mich sehr herzlich für Ihre Aufmerksamkeit bedanken^ 
aber ich hätte auch ohne "Trinkgeld^' in den Matriken gestöbert; 
im weitesten Sinn gehört das ja auch zu meiner Aufgabenstellung. 
Sicherlich kommt es mitunter nicht ganz gelegen^ weil man gerade 
in der Kirche viel zu tun hat. 

Um Ihre weiteren Anfragen zu beantworten ^ habe ich zunächst 
vergebens in den Trauungsbüchern und Taufbüchern gesucht. 
Kein Hinweis auf Joseph Gessler! 

Als ich auch noch die Sterbebücher durchsuchte ^ stieß ich 
zufällig (der Index gab auch keine Auskunft! ) gleich zwei- 
mal auf den gesuchten Hamen und zwar im Zusammenhang mit 
dem Tod zweier Tochter ^ nämlich 

a) Maria Anna (3 Jahre) und 

b) Theresia (14 Jahre) 

Ich habe mir erlaubt^ die entsprechenden Textstellen aus dem T0~ 
TENBUCHj Tomus II j Seite 13 für Sie zu kopieren. 

Soweit es mir möglich war ^ den Text zu lesen und in unsere 
Schriftart zu übersetzen ^ habe ich Ihnen eine Tabelle darüber 
beigelegt. Nur die genaue militärische Berufsbezeichnung von 
Joseph Goßler kann ich leider nicht entziffern. Trotzdem sind die 
Angaben schon recht aufschlußreich^ nicht wahr? 

Ich hoffej Ihnen damit ein wenig weitergeholfen zu haben und ver~ 
bleibe mit 



vorzüglicher Hochachtung 
Ihr 




PETER KAINRATH 



Zeit des Stet*- 
bens 



Wohnung und Nro. 
des Hauses 



Namen des Gestorbenen 
und dessen Condition 
oder Karackter 



Religion j 
Geschlecht 



Lebens- 
jahre 



Krankheit und Todes- 
art 



Ortj wohin j und Tag 
an welchem die 
Begrabniß geschehen 



Am 1. Januar 

1816 
Nachts 10 Uhr 



Maria Taferl 
Nro. 7 



Am 16. Januar 

1816 
Nachts 12 Uhr 



Maria Taferl 
Nro. 7 



Moria Anna eheliche 
Tochter des Joseph 
Goßler bey dem 

lobl(ichen) k.k. (=kai- 
serlich-koniglichen) 
Infanterie Regiment 
Erzherzog Rudolph 
Reserve Bataillon Comr- 
pojgnie Nro. 14 und 
Theresia dessen Gattin 
geborene Grundacker 



katholisch 
weiblich 



Nach Dr. Schauzettel 
(?) an Abzehrung 



Theresia eheliches 
Tochterl des Joseph 
Goßler bey dem 

lobl(ichen) k.k. (=kai- 
serlich-koniglichen) 
Infanterie Regiment 
Erzherzog Rudolph 
Reserve Bataillon Com- 
pagnie Nro. 14 und 
Theresia dessen Gattin 
geborene Grundacker 



katholisch 
weiblich 



14 



Nach Dr. Schauzettel 
(?) an Gedärm Fraiß 
(=Fraisen bzw. 
Schüttelfrost) 



Ist am 3. Januar Früh 
9 Uhr im hiesigen 
Gottesacker begraben 

und von Chrysostome 
Steinsdorf er conduirt 
worden. 



Ist am 18. Januar Früh 
8 Uhr im hiesigen 
Gottesacker begraben 
und von Chrysostome 
Steinsdorfer conduirt 
und eingesegnet 
worden . 



Röm.-kath. PFARRAMT 

A-3672MaiiaTaferl1 

9 07413/278-6 Dw. 






Peter KAINRATH 
A-3672 Maria Taferl 2 
Tel.: 07413/537 
bzw.: 07413/278-5 Dw. 



Maria Taferl j am 5. März 1990 



Herrn 

George Vladar 
685 Victoria 
Kingston Ont. 
K7K 4S6 
Canada 



Sehr geehrter Herr Vladar! 



Gratuliere! Sie haben mit geübtem Auge festgestellt^ daß ich in 
meiner Pfarrkanzlei mit einem Word-processor arbeite! Es handelt 
sichjn der Tat um einen PHILIPS P 5020. Soft- und Hardware stam- 
men übrigens aus Montreal! 

Bevor ich mich entschloß j als ^Quasi-Aussteiger^ nach Maria 
Taferl zu gehen j war ich Mitarbeiter der Firma PHILIPS DATA 
SYSTEMS in Wien und war Organisator für Textverarbeitung. 
Ich war sehr viel im In- und Ausland unterwegs. Vielleicht 
wäre ich auch einmal nach Kanada gekommen? 

Zum Partiturschreiben kann ich das System leider nicht gebrau- 
chen^ aber die Chorplanung läuft bereits darüber; ebenso war ich 
in unserer Diözese einer der ersten^ die eine elektronische 
Pfarrkanzlei-Management eingeführt haben. 

Keine Sorge^ Mr. Vladar^ sie haben mich in keiner Weise ver- 
letzt. Es ist alles in Ordnung. Sobald irgendwelche Spesen fürs 
Kopieren entstehen^ werde ich Ihnen natürlich auch eine Rechnung 
beilegen. 

Bis Ostern bleibt vielleicht noch ein wenig Zeit ^ um in den Mat- 
riken systematisch nachzusehen. So ungefähr ab Mai habe ich lei- 
der fast keine Zeit mehr. Wir sind ein Wallfahrtsort mit ca. 
300.000 Besuchern pro Jahr und da sitze ich nicht nur vormittags 
in der Kanzlei, sondern auch rund 130 Stunden an der Orgel. 

Sie bringen mich in eine echte Kon fikt Situation: einerseits 
möchte ich Sie nicht gerne enttäuschen; Sie haben so eine sym- 
pathische Art zu schreiben. Andererseits kann ich mich auf keine 
''Doktorarbeit^^ einlassen. 

Um die Matriken systematisch durchzusehen und auch noch Recher- 
chen auf der Gemeinde anzustellen, müßte man viele (zusammenhän- 
gende) Stunden zur Verfügung haben^ und das ist in meinem Job un- 
realistisch. Bis Ende April kann ich schon ab und zu suchen^ aber 
dann werde ich restlos überfordert sein. 

Ich werde einmal mit dem Altbürgermeister reden und Ihnen Ihren 
Brief zeigen. Er ist jetzt in Pension und hat daher (hoffentlich) 
mehr Zeit. Vielleicht nimmt er sich dieser Sache an?! 




Trotzdem - ich werde versuchen j Ihnen zu helfen^ so gut es 
möglich ist. 



Peter KAINRATH 
A-3672 Maria Taferl 2 
Tel .: 07413/537 
bzw.: 07413/278-5 Dw. 



Maria Taferl, am 21. März 1990 



Herrn 

George Vladar 
685 Victoria 
Kingston Ont. 
K7K 4S6 
Canada 



Kleiner Überblick über die bisherigen Recherchen; 



Mathias Gessler u. Katharina, 
geb. Richter 



Johann Georg Gundacker und 
Theresia, (Bauer in der 
Pfarre Ebersdorf 



Josef Gessler und Thresia Gundacker, Eheschließung am 

21.4.1807 



Mari a Anna 

gestorben am 1.1.1816 

mit 3 Jahren 



Theresi a 
26.9.1815 
gestorben 
14 Nbnateni 



16.1.1816 
mit 



Quellen: a) Totenbuch, Tomus II (1799-1844) 

b) Tauf-bzw. Geburtenbuch, Tomus II (1799-1838) 

c) Trauungsbuch, Tomus II (1799-1844) 



Lieber Herr Vladar! 



Vor Ihnen liegen die letzten Ergebnisse unserer Gessler-Forschung 
und ich darf Ihnen nunmehr mitteilen, daß ich sämtliche oben an- 
geführten Bücher von A-Z durchgesehen habe und leider auf keine 
weiteren genealogischen Spuren gestoßen bin. 

Es scheint so, daß ab einem bestimmten Zeitpunkt die Gesslers 
bzw. Gundackers aus der Region von Maria Taiferl abgewandert 
sind. Vielfach taucht auch die Pfarre Ebersdorf auf. Vielleicht 
sollte man dort weiter nachfragen? 

Die Adresse wäre: 



Rom. -kath . 



Pfarramt Ebersdorf 
Pfarrer KR Alois Jungwirth 



3652 Leiben 



-2- 



Eine Matrikeneintragung aus dem Taufbuch dürfte Ihnen noch 
unbekannt sein. Ich habe unseren Herrn Pfarrer ersucht, diese für 
Sie zu kopieren. Leider bringt sie auch keine wesentlichen neuen 
Erkenntni sse . 

Sollten Sie an weiteren Nachforschungen interessiert sein: Ich 
habe da einen Herrn kennengelernt (er ist pensionierter Beamter 
aus Wien), der sich hobbymäßig ein wenig mit Ahnenforschung 
beschäftigt und sich gerne ein paar Schilling dazuverdienen 
möchte. Ich habe schon mit ihm gesprochen, er wäre einverstanden, 
etwaige weitere Recherchen für Sie anzustellen. Sie müßten aber 
selbst mit ihm Kontakt aufnehmen: 



Herr 

Josef Hörstlhofer 

Kriechbaumgasse 
1120 Wien 



Dann gibt es noch in Wien eine 

HERALDISCH-GENEALOGISCHE GESELLSCHAFT "ADLER". 
Kontaktadresse: Alfred Laun, 

Robert-Preussler-Straße 29 

A-5020 Salzburg. 

Soviel ich weiß, befaßt sich diese Gesellschaft mit 
Ahnenforschungen und Wappenkunde und nimmt auch Aufträge solcher 
Art entgegen. 



Ich habe nur die Befürchtung, daß alle diese Herrschaften dann 
neuerlich meine Kanzlei überfallen, hier tagelang herumsuchen und 
daß schließlich auch nicht viel mehr dabei herauskommt, als wir 
bis jetzt bereits wissen. 

Es ist in Österreich überhaupt problematisch, seinen Stammbaum zu 
verfolgen (außer man ist adeliger Herkunft), da vieles infolge 
von Kriegswirren und Bränden verl orengegengen ist und außerdem 
die österreichische Bevölkerung ein ungeheues Gemisch darstellt. 

Um z.B. meine Ahnen zu erforschen, müßte ich in Elsaß-Lothringen, 
in Ungarn, in Siebenbürgen (heute Rumänien), im Burgenland, in 
Wien etc. suchen. Und da muß ich ehrlich sagen: so interessant 
das auch wäre, zu erfahren, daß die Kainraths im 13. Jahrhundert 
Raubritter gewesen sind; aber lohnt's den Aufwand? 

Wenn ich einmal im Himmel bin werde ich mir alle diese Burschen 
und Mädels einmal vorknöpfen und sie fragen, wo sie auf Erden 
gelebt haben und was sie so alles getrieben haben. Und 
hoffentlich finde ich alle im Himmel, sonst geraten wieder die 
Nachforschungen ins Stocken?! 



-3- 



Aber verzeihen Sie mir, jetzt ist offensichtlich die Phantasie 
mit mir durchgegangen! 

Nun möchte ich noch ein wenig auf Ihren letzten sehr humorvollen 
Brief antworten: 

Es stimmt: ein Wallfahrtsort hat ein bißchen was von einem 
"Zirkus", wenn der Vergleich erlaubt ist. Da kommt es schon 
einmal vor, daß man an einem Tag 10 Dienste spielt und die 
Gattin eine Thermoskanne mit Kaffee zur Orgel herauf- 
bringt. Aber das sind natürlich Spitzentage, und im Winter 
ist es diesbezüglich überhaupt ruhig. Leider gibt es diver- 
se Pri vatakti vi täten , wie z.B.: 

Klavier- und Orgel Unterricht in der Musikschule 

2 Chorleitungen: 1 Kirchenchor gemischt und 

1 Männerchor (mit dem gibt es heuer eine 
kleine Konzertreise nach Spanien) 

Pfarrgemeinderat 

Mitgliedschaft bei einer Wiener Künstlervereinigung 

Mitarbeit in der Wiener Musikhochschule an einem "Organo- 

logi sehen Semi nar" 

Klavierstimmungen 

Dichterlesungen 



sol 1 te 
und 



Das sind keine Übertreibungen. Stimmt leider alles. Warum 
ich auch angeben?! Ich träume immer schon von der Pension 
hoffe, daß dann einmal Ruhe sein wird. Oder doch nicht? 

Ein paar Angaben zu meiner Person können Sie beiliegenden 
Taferl -Nachrichten entnehmen. 

Mein Word Processor ist (wie üblich in der Computerbranche) be- 
reits veraltet, genügt mir aber vollauf für meine Pfarrkanzlei. 
Eine "Maus" hat das System nicht, es wird mittels Cursortasten 
gesteuert. Aber es kann sich noch immer mit den ganz modernen 
Personal -Computern messen. Die Maschine kann auch rechnen, Datei- 
en ordnen und sich einfache Progammabläufe merken. Aber ich mache 
daraus keine Ersatzreligion, wie manche Computer-Freaks, sondern 
benütze ihn als intelligentes, aber sehr praktisches Werkzeug. 
Als "Tool". 

Meine Tätigkeit bei Philips war nicht so sehr das Programmieren, 
sondern ich war so eine Mischung aus männlicher Vorführdame, 
instructor, Organisator, machte Übersetzungen der Manuals aus dem 
Englischen (vielleicht sind sie deshalb für manche so unverständ- 
lich?) und hielt Bedienungskurse und Einschulungen für mehr oder 
weniger hübsche Sekretärinnen. O.K.? 



Das war sicherlich ganz interessant und ich habe auch 
soviel Geld dabei verdient, daß ich mir hier heraußen 
Hausorgel kaufen konnte. Aber: Musik macht schon viel 
Auch wenn man dabei nicht reich wird. 



immerhin 
eine eigene 
mehr Spaß! 



Seien Sie ganz besonders herzlich gegrüß 



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Ing.Felix Gundacker 
A-1190 Wien 
Silbergasse 1/8 
Austria 



George B.Vladar 
685 Victoria 
Kingston, Ont.K7K 4S6 
Canada 



Sehr geehrter Herr Ingenieur, 



15.1.90 



Nochmals vielen Dank fuer Ihre Gastfreundschaftlichkeit mich auf so kurzem Anruf 
zu empfangen und natuerlich auch die Frucht von so viel muehseligster Arbeit mit mir zu 
teilen. Ihre Darlegungen der Familie Gundacker waren ueberaus interessant und mir tat nur leid 
dass ich Sie waehrend eines vollen Arebeitstages zu"ueberfallen"hatte und deswegen Ihen nicht 
im groessten Detail ziahoeren durfte. 

Was den angekuendigten Brief von Ihnen an mich betrifft so muss ich sagen dass er 
nicht angekommen ist;es sei denn dass Sie ihn nicht per Luftpost abgesandt hatten was ich kaum 
fuer moeglich halte. 

Sie hatten von einigen meiner Aufzeichnungen Xerox Kopien gemacht die durch meine 
unleserlichen Kritzeleien fast nutzlos sein werden; deswegen erlaube ich mir ein seperates 
Blatt mitzuschicken auf dem ich a) die Gundacker Information von Ihnen hoffentlich richtig 
aufgezeichnet habe und b)den Teil der die Verbindung mit meiner Familie anzeigt nochmals 
saueberlich geklaert und c) einige unabhaengige und von mir in Unkenntniss des Zusammenhangs 
notierte Auszuege aus der Ebersdorf Matrik in St.Poelten/die Sie sicherlich in einer oder 
anderen Form schon haben; d) ein gerade gekommener Auszug aus dem Maria Taferl Buch der die 
Geburt von Johanna Gessler, Tochter der Theresia nee Gundacker, auf zeigt mit erstaunlichen 
Widerspruechen,zu denen, ich hoffe, Sie Zeit finden Stellung zu nehmen. 

Nachdem ich 5*^ Stunden im Dioezesanarchiv in St.Poelten verbracht hatte strecke 
ich nim so quasie die Waffen was"Ahenforschung"betrifft;ich musste weggehen de facto ohne 
irgendwelches triftige Ergebniss und kann mich nur geschlagen bekennen. 

Zwar waren die Leute skrupellos hoeflich aber neben zwei Herren die fuer eine 
Doktorarbeit schufteten war es eindeutig dass man mehr oder weniger im Wege war ; ausserdem 
erleutem die Bedingungen, die man zu allererst vorgesetzt bekommt, ganz eindeutig dass es 
erwartet wird dass man Fachkenntnisse hat was entziffern oder handhaben der Vfaterie betrifft; 
da dies bei mir nicht der Fall war war das Ergebniss vorauszusehen. 

Der Schluessel der ganzen Sache, so sehe ich dies nun ein, ist ob der bestimmte Band 
einen Index hat oder nicht; diese sind oft unvollstaendig und selbst so kompliziert dass es 
ohne Hilfe einfach nicht geht; in einem Fall, mein Ur-Ur-Urgrossvater aus Vitis,haette Seiten 
und Seiten von Sterbeeintragimgen erfordert die ich ueberhaupt nicht entziffern konnte;haette 
man die Zeit und waere es erlaubt so muesste man davon Xerox-Kopien machen(die oft die 
verblichene Tinte viel schaerfer herauskommen laesst)und dann mit Lupe in monatlchlich langer 
Eselarbeit durchzugehen, was aber auch nicht Erfolg guarantiert. 

Die Archivistin ist schwer an der Arbeit solche Indexe aufzustellen da man aber 
circa 300 Pfarren hat (oder mehr?)kann ich mit 66 Jahren nicht mehr darauf warten ; abgesehen 
von all den Pfarren die sie nicht haben und es gleich von Anfang ab abhaengt wie sehr 
ueberf ordert der zuschlaegige Pfarrer ist, geschweige denn wie offen zu dieser Art Vornehmen 
ueberhaupt; mit dieser Erfahrung hinter mir wimdem mich die Kosten Ihres Mitarbeiters 
ueberhaupt nicht mehr aber sie sind einfach aus der Reichweite eines canadischen Pensionisten 
oder zimiindestens dieses canadischen Pensionisten. 

Irgendwie hat mir die St.Poeltner Erfahrung den Wind aus den Segeln genommen; ich 
war mir vorher nicht bewusst was fuer oft unueberbrueckbare Schwierigkeiten damit verbunden 
sind. Ich werde nur um lose Faeden zu sammeln noch einmal an Herrn P.Kainrath schreiben denn 
der einzige Ur-Urgrossvater von dem ich so gut wie nichts weiss bleibt der schleierhafte 
Joseph Gessler (Goessler) dessen Ehedatum mit Theresia Gundacker ich nicht habe (da sie 1780 
geboren ist und die Tochter (erstes oder einziges Kind???)l8l0 so kann man die Eheschliessung 
zwischen 1800 und 1809 annehmen ; femer waere es unbedingt notwendig sowohl das Geburtsdatum wi( 
auch Sterbedatum von Joseph Gessler zu wissen; seine Geburt muesste zwischen 1770 und 1780 



liegen aber ohne Index kann man nicht verlangen dass sich jemand solche Muehe macht; im 
Brautvertrag seiner Tochter 1837 ist seine Frau schon als Witwe angegeben. Die 
Geburtseintragung wuerde natuerlich auch etwas ueber seine Eltern mitteilen aber ob er 
ueberhaupt in Maria Taferl geboren wurde koennte man wiederum nur durch die Heiratseintragung 
erfahren. Ich habe keine Ahnung ob Maria Taferl einen Index besizt(Die Geburt meiner 
Urgrossmutter war leicht zu finden weil ich das Datum hatte)aber ich weiss das Herr Kainrath 
auch Organist der Kirche ist^also sicherlich mehr als genug auf seinem Teller hat. 

Abgesehen davon bleibt noch Rappottenstein, nicht lagernd in St.Poelten woher eine 
andere Ur-ürgrossmutter stammen soll. Die Hochzeit fand in Muenichreith/Ostrong statt in 
1806, der Namen der Eltern Andreas und Kather ina Winter, die Braut 31 Jahre alt also muesste das 
Geburtsjahr 1782 oder 83 lauten; ich werde diesbezueglich schreiben aber erwarte mir ehrlich 
gesagt nichts. 

Ich schrieb auch schon nach WaidhofenAbbs und zwar an das Magistrat weil ich die 
Daten einer aufgelassenen Gruft erfahren muss befor ich mich an das Pfarramt richte; dort 
waeren die Erkundigungen leicht zu finden da es sich um Daten Ende des 19ten und Anfang des 
20ten handelt; allerdings kann ich nicht feststellen ob mein Urgrossvater G.Biedermann (er- 
waehnt in einem Gesuch an die Stadt in 1848)dort starb oder nicht und es sich deswegen leicht 
um 10 Jahre des Nachforschens handeln wuerde (meine Erwartungen wie oben!) 

Ich muss Sie nun schon gruendlichst gelangweilt haben denn kann es etwas 
einschlaeferendes geben als die Familie eines Anderen?Trotzdem zum Abschluss bitte ich noch 
um etwas mehr Geduld; es handelt sich um das verflixte Gebetbuch ueber das ich Sie schon 
anweinte ;kurz zuammenfassend ist dies handgeschrieben in braimem Leder gebunden mit den 
Initialen FJH , datiert 1748 und traegt nach dem letzten Gebet(unvollstaendige, Seiten 
fehlen ) Eintragungen ueber Geburten und Eheschliessungen. Es ist nun fast eindeutig dass dieses 
Buch durch THERESIA GESSLER nee GÜNDACKER in die Familie kam und das einzige was fehlt ist 
WIE; eine "Bruecke "von 4 Geburtseintragungen besteht deren Vaterschaft ein Raetsel ist;Der ur- 
pruengliche Besitzer war Schulmeister F . Haber feiner , Ebersdorf der dort geheiratet hatte(l748) 
und dessen drei eingetragene Kinder in der Matrik bestaetigt gefunden , aber allerdings nicht 
die der Tochter Katherina die dann ihre Ehe mit J.Koch, auch einem Schulmeisters dazuschrieb;die| 
naechsten 4 Geburtseintragungen stammen aus der 2. Ehe von J.Koch(mit J.G.& M.A.Gundacker als 
Paten)der aber 1806 starb;nun kommt die unbekannte Bruecke . Eintragung von 4 Kindern (Josepha 
8. 1.1808, Franz gestorben 1808, Maria Anna 18. 8. 181 2, Theresia 26. 9. 1815, Johanna 21.8.1816)und 
die naechsten Eintragungen sind schon die Muehler Enkel von Theresia Gessler,nee Gundacker, 
welche das einzige Glied in dieser Kette zu sein scheint. Diese 4 Kinder sind nicht in der 
Ebersdorfer Matrik zu finden und koennen auch nicht Kinder der Gesslers sein da diese doch 
schon eine Tochter, genannt Johanna, in 1810 hatten. 

Per se ist dies nicht wichtig aber doch ein nagendes Geheimniss; vielleicht 
koennten Sie Ihren (mysterioesen)Mitarbeiter fragen dazu ratend seinen Sherlock Holmes Hut 
aufzusetzen? (es waere interessant zu wissen ob irgendwo Akte aufliegen die Schullehrer fuehren 
die doch sicherlich oft von Ort zu Ort kommandiert wurden ; ebenso muesste es fuer die Forschung 
sehr nuetzlich sein ob man auch in Zunftlisten(N.Oe. Landhaus in der Herrengasse?) Einblick 
nehmen koennte; idealerweise sollten dort Herkunft, Walz, Meisterzeugniss, Tod usw vermerkt sein; 
was halten Sie davon?) 

Die allerletzte Frage und wenn schon nicht Antwort auf Alles andere so bitte ich 
um diese einzige; St.Poelten gab mir unverbindlich folgendes was Forschung in der CSR betrifft; 
Archivni Spraha;Trida Obrancu Miru 133,160 000 Praha 6; ist dies dieselbe Adresse die Sie 
haben? 

Schluss mit Jubel(?);meine besten Wuensche fuer^in erfolgreiches 1990 und 
ueberhaupt fuer das ganze neu^^ahrzehnt ! 

Hochachtungsvoi: 

/'" / ^- 

P . S . St . Poelten gab mir 
Gesellschaft; "Adler" , 
P.P.S.Oesterreichs Aut 
Wiesensfeld? 






:h, wieder uverbindlich,den Namen einer genealogischen Forschungs 
^hof 4a lOlO Jvien. Kennen Sie diese Leute? 

hat gWmdenlang Haselbach ; 1 iegt das Ihre zwischen Arbesbach und 




Ing. Felix Gundacker 
Silbergasse 1/8 
A-1190 Wien 
Austria 

Sehr geehrter Herr Gundacker ^ 



George Vladar 
685 Victoria 
Kingston, Ont.K7K 4S6 
Canada 

27.2.1990 



Auf meinen Brief an Sie, 15. 1.1990, leider keine Antwort. 

Darf ich Sie nochmals lom dieselben Auskuenfte bemuehen; sollte damit ein Honorar 
verbunden sein bitte mich wissen zu lassen; ich werde den Betrag postwendend belegen. 

l)Haben Sie eine Geburtseintragung was MARIA ANNA ROHSAECKER betrifft ;wann und wo 
und Namen der Eltern,bezw.Maedchennaroen der Mutter. Hei rat, wo ? 

2) In dem schon von mir erwaehnten handgeschriebenen Gebetbuch das ich erbte, konnte 
ich eine Serie von Geburten und Todesfaellen nicht festlegen;da diese Eintragungen zeitlich 
vor denen der Enkeln von Theresia Gessler,nee GUNDACKER , er folgen scheint die einzige logische 
" Verbindung " (die Eintragungen vor dieser Serie behandeln Geburten und Heirat von zwei Ebersdor: 
Schullehrern mit Gundacker Namen als Paten ihrer Kinder) durch Theresia Gessler /Gundacker zu 
sein; deswegen bitte ich Sie Ihren Mitarbeiter zu fragen ob diese Eintragungen in seiner 
Gundacker Recherche aufgeschienen sind. 



Tod; JOSEPH (Franz?) 

Geburt; MARIA ANNA 
Geburt; THERESIA 
Geburt ; JOHANNA 



19.7. 1808 (Geburt im selben Jahr jedoch ^fonat schwer 
leserlich; Patin Juliana Hoeffahr 
18.8.1812;Patin Maria Anna Pichlwanger 
26.9.l815;Patin Johanna Seh...? 
21.8.1816 



3);Haben Sie eine andere Adresse was Forschung in der CSR betrifft ausser; 
Archivni Sprava 
Tri da Obrancu Miru 133 
CSSR-160 000 Praha 6 

Ich habe (noch) keine Antrwort bekommen und Sie erwaehnten dass Sie auch eine 
Adresse diesbezueglich haben. 

Schon im Voraus mit bestem Dank, 
Hochachtungsvoll , 



George Vladar 

Mein Telephon: 1-613 545-0127 

In meiner Naehe gibt es die FAX Nunmer 1-613 541-1063, falls Sie diesen Weg 
vorziehen. 



Ii konnte keine Heiratseintragung von Theresia. Gundacker /Gessler in Maria Taferl 
;vielleicht war es Brauch Der Gundacker dass m Ebersdorf geheiratet werden musste 



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♦ 




Ing.Felix Gundacker 
Silbergasse 1/8 
A-1190 Wien 
Austria 

Sehr geehrter Herr Ingenieur/ 



George Vladar 
685 Victoria 
Kingston Ont.KVK 4S6 
Canada 

8.3-1990 



Nur ein paar Begleitzeilen da sich unsere Briefe kreuzten; ich weiss nicht ob/Wann 
oder wie oft Ihr Mitarbeiter, Herr Weyen in Wien weilt und bitte Sie deswegen diesen Brief wenn 
notwendig /Weiterzuleiten . 

Mit besten Gruessen, 



George Vladar 



P.S.Ich bedaure sehr dass Ihre glaenzende Idee, einen umfassenden Index in Coinputerform zu 
fassen vom Klerus abgelehnt wurde; sicherlich handelt es sich dabei auch unm ekonomische 
Bedenken aber was fuer eine Wohltat waere es wenn, anstatt katzbueckelig der"GutaTRietigkeit" 
eines meist total unbeteiligten Priesters ausgeliefert, man einfach ein angemessenes Honorar 
pro Auskunft zahlen koennte; damit wuerden die Spesen sicherlich bald hineingebracht werden. 

Verzeihen Sie, aber was kann man von der allein seligmachenden erwarten die kaum 
erst kuerzlich Gallileo"freigesprochen"hatte;mit diesem reaktionaeren Dinosaurus an der Spitze 
wird die Kirche eines Tages aufwachen und sich total ueberfluessig und ueberholt finden. 



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Peter Weyeri/ 

c/o Felix Gundacker 

Silbergasse 1/8 

A-1190 Wien 

Austria 

Sehr geehrter (touche,inysterioeser) Herr Weyen, 



George Vladar 
685 Victoria 
Kingston /Qnt. 
K7K 4S6 
Canada 

8.3.1990 



Ihr Brief hat sich mit meinem/ (vom 27.2. )/göa:euzt/ wie Schiffe in der Nacht. 
Herzlichsten Dank fuer alle Ihre hoechst aufschlussreichen Informationen; Sie haben mir damit 
grosse Freude bereitet, denn die Eheschliessung zwischen T.G und Josef Gessler(gewoehnlich 
wird er in alten Schriften auch als Goessler geschrieben /ich weiss nicht was"correct"ist)war 
in Maria Taferl nicht aufzufinden; ich hatte schon Ebersdorf vermutet , scheinbar hat Papa J.G.G. 
mit eigenen Augen ueberwachen wollen dass seine Toechter wirklich unter die Haube kommen;uebri 
gens war Theresia mit 26 nicht ein bischen alt fuer den 19 jaehrigen (Torschlusspanik?). 

Ihr Honorar ist sicherlich dieser zermuerbenden Eselssucharbeit gemaess;ganz 
abgesehen von oft betagten / initier unbeteilicften hl.Herren^die Nervtoeter sind/besteht die 
Charybdis von entweder keinem, oder unvoll staendigem Index imd die Scylla von kaum leserlicher 
bis unleserlicher Schrift; Forscher wie Sie also tragen, jedenfalls fuer mich, schon einen 
unsichtbaren ( ? ) Heiligenschein . 

Jedoch wie ich in meinem Brief erklaerte,bin ich ein kleiner Pens ionist (darf ich 
raten lieber umbringen als es so "weit "zu bringen )imd die tausend Dollar die sich da leicht 
zusammenrappeln wuerden,sind einfach nicht da; ich erlaube mir Oe.S.lOOO-beizulegen die ich 
noch von meiner Reise uebrig hatte ,hauptsaechlich Ihnen und Herrn Gundacker fuer Ihre Hilfs- 
bereitschaft zu danken und guten Willen zu zeigen; ich werde ganz kurz einige meiner "Probleme" 
anstreifen und falls sich etwas davon mit dem beigelegten noch ausgeht und Sie sich zufaellig 
in diesen Gefilden befinden, dann waere ich fuer Ihre Hilfe dankbar. 

Ich habe auch eine Bekannte aus Wien die jeden Sommer in Lehen verweilt; ich 
ersuchte Sie um Umschau nach eventuell einem pensionierten Lehrer oder Heimatforscher oder 
einem jungen, angehenden Lehrer im Urlaub Umschau zu halten; wir werden sehen; zu guter letzt 
erreicht man sowieso den Punkt wo nichts mehr herauszuholen ist. 

Bevor ich ins Detail gehe nur schnell einige Punkte; ich schrieb schon dass Ihr 
Laurentius Gundacker geb. 1.8. 1714, ein Weber, in Loja(dort mag Joseph Anderle seine Nichte 
kennen gelernt haben?)Rosine Brandstetter,rusticus Payrstetten, heiratete; eventuell haben Sie 
das aber schon auf Blatt 2; sein Vater, Andreas hat in der Heiratseintragung mit Rosina Pusler 
auch Weber und wiederum Loja vermerkt; was ist die Verbindimcr der Gundacker mit Loja?J . Anderle 
war schon voher verheiratet und das in Gottsdorf aber ansaessig in Hagsdorf , total langweilig 
fuer Sie."Kennen"Sie Loja? 

Wenn man die Fuelle und Ausmasse Ihrer Gundacker-Forschung bedenkt, so ist augen- 
scheinlich dass Sie die diversen Gattinnen fast nur als Randfiguren sehen, deren 
Geburtsurkunden kaum verfolgen, geschweige denn die der Eltern; in meinem Falle, mit so einem 
kleinen Feld, sind gerade diese von Interesse weil sie eben dann groessere Kreise ziehen. 

Obwohl ich schon davon schrieb und eventuell Ihre Beilagen unvollstaendige 
Konzepte dar setellen, will ich nochmals erwaehnen; Maria Anna Anderle stirbt in Loja 6,12.1831; 
ihre Schwester, Theresia Gessler in Poechlam,Haus No 32 am 5.10.1851. (dieses Haus fungiert 
schon im Ehevertrag mit Ihrem Schwiegersohn Joseph Muehler in 1837; es mag Sie auch interes- 
sieren dass der heutige Besitzer des mehrmals umgebauten Hauses, nun Weigelspergergasse 6 /einem 
Karl Gundacker gehoert ! ) 

Ein ueberaus netter Herr im Poechlam Gemeindeamt, Josef Kappelmueller,hat mir mit 
viel Muehe alte Plaene von Poechlam eingesandt, die die verschiedenen Wohnsitze der 
Gessler/Muehler auf zeigen. Leider, leider hatte ich so wenig Zeit in Oesterreich( obendrein zur 
unguenstigsten Feiertageperiode )und konnte z.B nicht Loja aufsuchen und anfragen ob und wo z.B 
No 1 heute besteht, oder ditto No 16 in Muenichreith/Ostrong,oder No 7 & 11 in Maria Taferl. So 
weit ich informiert bin steht das "Amtshaus "in EbersdordAehen noch;aber Losau ist doch weiter 
entfemt?Mir fehlt auch jeder historisch ekonomischer Hintergrund um die Leben dieser Menschen 



> 



richtig verstehen zu koennen.(Sie waren Seif ensieder,Mueller/SchuhitBchenneister/ Wirte.) 

Herr Kainrath half mir liebenswuerdigerweise mit der Geburtsaufzeichnung meiner 
ür-Grossmutter Johanna Gessler;auch mit der Todesauf zeichnimg zweier Schwestern (3 und 14 
Jahre alt) im Jaenner 1816; ich bat ihn noch /da Index scheinbar unvollstaendig,um Sterbebuch 
Xerox Kopien der Jahre wo T.Gessler noch fruchtbar sein haette koennen(circa bis I825)um zu 
eroertem wie lange die Gesslers in Maria Taferl weilten(da er Gastwirt war /wahrscheinlich 
eine Lizenz haben musste/koennte dies im M.T.Gemeindeamt aufliegen?); erst dann koennte ich 
St.Poelten nochmals angehen(waren hoeflich/aber man kann nicht umhin sich"de trop" zu fuehlen)/ 
xjm eventuell den Tod von J.Gessler in Poechlam zu finden(zur Zeit des Brautvertrags 1837 war 
seine Frau schon Witwe). 

Ich waere sehr interessiert zu wissen a);J.Gessler(Goessler)geboren in 1788/89 in 
Ebersdorf? b);Wenn ja was steht ueber seine Eltern in seiner Geburtsurkunde? c); sollten die 
Eltern auch dort geheiratet haben was steht ueber beide Maedchennamen der Muetter?Richter & M. 
G.'s Mutter); Berufe /Wohnsitze usw. (1810 scheint J.G als Gastgeber auf/l8l6 als Gemeiner bei dem 
k.k Erzh. Rudolf Reserve Bat.No 14/1837 seine Frau als Gastwirtwitwe). 

Ob man je feststellen koennte wann dieses junge Paar nach Maria Taferl zog;war 
meine Ur-Grossmutter/das erste(und scheinbar einzig ueberlebende)Kind?War zwischen 1808 und 1810| 
schon ein Kind /eventuell noch in Ebersdorf geboren? 

Falls es Sie nochmals nach Muenichreith/Ostrong verschlagen sollte ist auch dort 
noch nebeliges Gebiet;Hochwuerden Felsner war sehr nett aber auch ueberf ordert und mit dem 
Lesen happerte es bei uns allen(ich war dort mit einer Freundin aus Scheibbs);man fand die 
Eheschliessung von Mathias Muehler mit Anna (und hier sind meine Kritzeleien elend ) Winter / 
Tochter des Andreas und Elizabeth (oder Maria Anna?)am 1.5. 1806. Seine Eltern gehen nach 
Wallem(heute Volary)in Boehmen zurueck/ihre sind A.&. E.Winter /Bauer in Lahn / Pfarre ( Pf ruende? ) 
Rappoltenstein( scheinbar schwer leserlich); es gibt nur ein Rappottenstein/ deren erstes Buch 
nach Brand von 1849 /erst mit 1797 beginnt /also zu spaet fuer die Geburt von Anna Winter (nach 
Sterbebuch Poechlam 1836/(58 Jahre)zur Zeit der Heirat also 28; jedoch versicherte mich der 
Pfarrer dass "Lahn "dort kein Begriff sei. Nun dachte ich mir dass eventuell Rappoltenreith 
geschrieben stand welches /da ohne Kirche /auch in M/O angefuert sein muesste.Da ich von Pt. 
Felsner nie eine Antwort auf fruehere Briefe erhielt kann ich selbst nichts mehr machen. Hier 
auch wuerde es dann um die"weiteren Kreise "gehen /Daten der Eltern /Maedchenname der Mutter. 

In Muenichreith/0 stehen die Geburten von den drei Muehler Söhnen; der aelteste 
Pater Johann Muehler 24.6.1807(Ehrenbuerhger und Jubelpriester in Gfoehl )/ Joseph Muehler 
23.12.1812 /und der des anderen(juengsten?/ seine 2.?/geboren 1840/Frau starb erst 1911 in 
Poechlam) /Leopold /Weiss ich nicht ;an sich unwichtig aber wenn man schon einmal dort ist... 

Meine groesste "Niederlage "in St.Poelten war die welche weitere Details ueber 
meinen Ur-Urgrossvater Michael Bidermann(mein Grossvater schrieb sich Bitterman)in Vitis 
betraf ;dank Adolf weiss ich dass er 29.1.1769 in Vitis heiratete (seine Frau aus Gross-Gerungs / 
Name des Vaters Joseph Weixelbraun /Mutter Catherina Foberin /wahrend in der Matrik nur ein 
Rudolf Weixelbraun mehrmals auftauchet; wieder Eintragungsfehler/ wer kann das beurteilen?) und 
dass sein Sohn Georg 13.9.1780 Haus No 11 /geboren wurde (gest. 1854 in WaidhofenAbbs);da ich die 
Vitis Matriken absolut nicht lesen konnte/ weiss ich weder Geburt /Herkunft /Tod / dieses Michael 
Bidermanns ( sein Haus verkauft 1824); er war Baecker oder Mueller aber das N.Oe. Landesarchiv 
sagte mir dass Zunftrollen immer nur im Bereich der Ortschaft bestanden hatten. Ich schrieb an 
den Heimatforscher Walter Brimner in Vitis /der im Heimatheft 1988 das Geburtshaus des Urgross- 
vaters erwaehnt(No 11/allerdings unter Michael Pittermann; ein Franz desselben Namens ist mit 
einer anderen Nummer angefuehrt/also vielleicht eine eingeborene Familie?)aber keine Antwort/es 
kann ja sein dass er nichts dazuzufuegen hatte. 

Wenn ich meine Notizen /in Wien ganacht( leider war auch da so wenig Zeit /ausserdem 
hatte ich ja auch Herrn Gundacker waehrend der Arbeitsstunden ueberrumpelt;alle meine Anrufe 
in der Panzergasse ueber etliche Tage hatten keinen Erfolg) /richig verstehe dann ist vor dem 
Andreas Gundagger 1690-?nur noch sein Vater Jeremias(l648-?)? 

Wenn Andreas G. spater Richter in Ebersdorf wiirde(die Zerteilung zwischen 



r 



Etersdorf A^hen ist mir nicht ganz klar)hat sein Sohn/Wohnhaft im Amtshof /diese Rolle 
uebemoititienTWanam dann in der Maria Taferl Eintragung seiner Enkel in "Bauer"? 

Welche der Soehne des J.G.Gundacker senior haben Mannesalter erreicht /geheiratet? 
Ich habe vergessen/ waren da noch Kinder aus der zweiten Ehe /Soehne? 

Diese Fragen betreffen das "Raetsel "der "unbekannten "Geburten in dem in meinem 
letzten Brief wieder ad nauseam erwaehnten Gebetbuch /welches mit den Eintragungen der Kinder 
der Enkelin von J.G.Gundacker endet; ich glaube nicht dass es sich dabei um meine enge Familie 
handelt denn die zwei vorigen Serien von Kindern (1749-1753 und 1793-1798 )sind die der Schul- 
lehrer Haberf ellner und Koch/dann die 4 UibekanntenC siehe Brief vom 27.2. /keine in Ebersd.Ma- 
trik)/dann(??)Besitznahme(?)durch Theresia Gundacker/Gessler & Fortsetzung von Johanna Muehler. 

Das N.Oe. Landesarchiv hat mich auch belehrt dass gewoehnlich Schullehrer von den 
jeweiligen Pfarrern eingestellt wurden/also koennte eine Liste mit dem Nachkoirmen des Lehrers 
Koch (starb 14. 3. 1806) in Ebersdorf bestehen / aber wer weiss wie und wann dieses Gebetbuch dann 
in den Besitz von T.G gelang;ich glaube man soll dafuer weder Zeit noch Geld verschwenden / aber 
es"wurmt"mich irgendwie doch;kann sein dass in den J.G.Gundacker fils Rescherschen diese Daten 
auftauchen. Ist Leiben mit seperaten Matriken versehen? 

Was "Ahnenforschung "in Nordamerika betrift so ist dies wie ueberall grosse "Masche"; 
genaues weiss ich nicht/aber Gesellschaften verschleissen kunstvoll Aitschig gedruckte 
"Dokumente" /die Schotten mit Ihrem Mc oder Mac-/die Iren mit ihrem 0' /die "Wasps"( white anglo- 
saxon ßrotestants) versuchen bis zur"Mayflower"Ueberschiff\ang zurueckzugreifen/in den"Gone with 
the wind"Suedstaaten der USA muss man sich einen civil-war General irgendwie zulegen usw. Vor 
Jahren/Wie ich noch in Montreal lebte und arbeitete /kannte ich einen f ranz. can. Tischler der 
Roger Trudel hiess;fast jaehrlich gab es da eine Familienvereinigung von Trudeis aus Canada 
und USA(die brit.Can.zu einem Zeitpunkt vertrieben die franz. Can /genau die"Accadians"/die sich 
dann in die Staaten fluechten mussten (viele leben in Maine /New Hampshire /Massachusetts und 
andere wieder ganz im Sueden in Lousiana ) wobei ueber tausend Trudeis frisch froehlich 
feierten und hinter die Binde gössen. Die franz. Can. stammen meistens aus bestiintrten Provinzen 
Frankreichs und dieselben Namen kommen immer wieder vor. Ein Freund von mir in Kingston /ein 
"Loyal ist "(bedeutet dass seine am. Urahnen Koenig George III loyal blieben und nach Canada 
fluechteten/waehrend der am.Revolution) zeigte mit voriges Jahr kleine /einsame Landfriedhoefe 
wo eine Menge seiner Leute lagen;anders wie in Europe wo/kaum ist die Leiche kalt/wird das 
Grab schon wieder weiterverkauft ;hier bestehen Graeber oft auf "Friedhofsdauer". 

Wie Sie schrieben" ich wuerde mich freuen wieder von Ihnen zu hoeren" /haben Sie sich 
aber nicht traeumen lassen von so einem Bandwurm bedroht zu werden;nichts fuer ungut bitte;es 
ist sowieso Alles /Wie schon Hans Sachs sagt/singt "Wahn/ Wahn. .. ." 

Da Sie so schoen"sincerely "geschrieben haben /wuerden sie eine englische 
Korrespondenz vorziehen? 

Zusammenfassend ; wenn fuer die paar"Netsch" (equivalent circa Can. Dollar 100-)sich 
irgend etwas re J.Gessler/ Ebersdorf/ oder re Muehler/Winter/Muenichreith machen laesst/dann bin 
ich Ihnen schon im Voraus dankbar; ich habe zwar nicht die geringste Ahnimg genau was Sie mit 
Ihrem Leben machen/ wo das zökuenftige Herumschnueffeln stattfindet/ ob Sie ueberhaupt nochmals 
die alten Furchen Ebersdorf usw.ueberpfluegen wuerden... 

Wie dem auch sei bin ich selbst auch nur fuer Rat /Hinweise /Gesichtspunkte/ schon 
jetzt Ihnen verbunden. 

Mit besten Gruessen/ 



George Vladar 



P.S. Was meinen Sie re CSR; "Enpf ehle vorher anzuschreiben"denken Sie vor der Flugbuchung???? 
Ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen von Prag zu hoeren ; er stens haben diese nun ganz 
andere Sorgen und 2tens bis lO.OOOnd braucht man dort/ wie auch in Austria/das beruehmte 
Vitamin"B"(oder wie Beziehungen auf tschechisch lautet );wen kuemmem schon vermoderte 
Nemetzki aus Nestern wie Wallern und Prachatitz! BEILAGE :Oe.S 1000- 



i 



BY^KJ 



Dear Sherlock Holmes / 



Kingston, 4. 4. 1990 



Total zerknirscht dass Sie und Herr Gundacker das Lokal hxmgrig verlassen 
inussten;ich koennte natuerlich boese bemerken/kein Wunder bei den oest. Preisen, aber da ich 
genau weiss dass Ihre einfach fabelhafte Spitzfindigkeit bei weitem mehr als 4*2 Stunden 
gedauert hat, erlaube ich mir fuer die ausgefallene Mehlspeise aufzukommen. 

Ja, ja wo sind die schoenen Tage von Aranjuez wo fuer mich als Kind das hoechste 
der Gefuehle ein Eis in der Veronikagasse war (16. 17. Bezirk?) was zehn Groschen (! )gekostet hatte 
und zirca die Groesse eines Fussballs hatte; also Sie shen mit was fuer einem Fossil Sie zu 
tuen haben; ebenso gab es eine Zeit wo der Dollar 24 Oesterreicher kaufte; allerdings muss man 
dabei zugeben dass ein Dollar damals noch ein Dollar war und gar nicht so leicht verdient.... 

All diese Bloedeleien beiseite, ich bin ehrlich"paff"was Ihr Schreiben alles 
enthaelt,und kann nur wie eine Mantra sagen .. chapeau , chapeau , chapeau , chapeau , chapeau , chapeau , 
dies circe 50.000 Mal wiederholt und als Koda, einen herzlichsten Dank! !!!!!!!!! 

Gott sei Dank haben Sie diese sehr geschickten graphs beigelegt, denn sonst waere 
ich ganz verloren gewesen und selbst damit muss es noch mehrmals durch die lange Leitung 
gehen; es ist halt so wie mit diesem primitiven word-processor den ich verwende; es hat elend 
lang gedauert bis ich diese Kindergartenversion eines Computers handhaben konnte;heute kann 
ich nicht ganz mehr verstehen was so schwer war, aber damals haette am liebsten einen Eisen- 
bahnerhammer genommen und das Ding klein geschlagen (ich aergere mich noch iinner damals nicht 
den lÄiterschied zwischen word-processor und Computer verstanden zu haben; der word-processor 
hat nur den Vorteil den printer eingebaut zu haben, aber ausser Schreiben kann man nichts 
machen, es hat ein paar kuemmerliche Accente nur, keinen IMLaut z.B. und ich muss nur froh sein 
dass ich nicht weiss was sonst noch alles an"state-of-the art,high-tec fehlt). 

Wie die Tuecke des Lebens schon einmal ist, hatte ich gerade gestern an das 
St.Poelten Archiv einen katzbuckeligen Brief geschrieben (das Kruemmen ist nicht mein Lieblings- 
sport); Frau Mayer ist wahrscheinlich blass geworden rein beim Anblick meines Absenders und 
sicherlich ist diese arme Frau schwer ueberlastet; sollte binnen den naechsten zwei Monaten 
kein Echo kommen, werde ich mir erlauben Sie damit anzuweinen; durch Herrn Organist Kainrath in 
Maria Taf er 1 , erf uehr ich dass scheinbar nach 1816 keine Eintragungen ueber die Familie 
Gessler(oder Goessler) aufscheinen; da seine Tochter in 1837 in Poechlam heiratete (seine Frau 
schon als Witwe erklaehrt,die dann auch dort in 1851 starb), ist anzunehmen dass nach der 
Tragoedie des Todes von zwei Maedchen im Jaenner 1816, die Familie nach Poechlam zog. Wie ich 
schon schrieb (leider keine Stellungname )gehoert ihr Sterbehaus wieder einem K. Gundacker. 

Ich bat deshalb nachzusehen ob zwischen 1816 und 1836 der Tod von J.Gessler 
aufscheint; dies wuerde nur funktionieren falls das Poechlam Buch einen Index hat. 

Trotz Ihrer genauen Erklaerung ist es mir noch immer nicht ganz klar wie das mit 
den beruehmten Indexen steht; ich fand dass diese oft unvollstaendig waren, in z . B . Eber sdor f , 
fehlend in Muen i ehre ith( nur im aelteren Band)und selbst mit Index sass ich da wie der Ochs 
vor dem neuen Tor;von Microfilmen wurde in St.Poelten kein Wort gehaucht, eventuell sind die 
nur zugaenglich wenn man entweder mit umgedrehten Kragen auftaucht oder mit einem 
Mordsdiploma oder mit Vitamin B.Ich stelle mir vor dass der Vorteil des Films Vergroesserung 
seie, ebenso dass die blassrosa verblichene Eisentinte schoen schwarz gedruckt aufscheint. 

Kuerzlich beim Arzt zeigte sich zimi ersten Mal in meinem Leben hoher Blutdruck; 
dass kommt daher dass ich nicht von Ihnen wusste und mich schon so oft schwer auf regte (mei- 
stens, trotz frankiertem Antwortcouvert , Schweigen im Walde) ;und trotzdem war es der 
Clerus, nicht mein beliebtester Utagang, der mir dann doch den Weg der Erloesung,ins ge- 
lobte Land der Silbergasse, angezeigt hatte.... 

Warum die Gundacker Maedeln nicht einfach auf Kaiserin Maria Theresia hingewiesen 
hatten; wenn die Habsburger gegen das salische Gesetz gehen koennen warum nicht die 
Gundackers???(Uebrigens Frage ganz ä c6te;was ist richtig oder ist es beides ;Maria 
Theresa,, oder Maria Theresia; ist es einfach Spanisch oder Deutsch?) 

Danke fuer Belehrung re"Sippschaft"und"Ahnenforschung";ja ja, Deutsche Sprach, 
schwere Sprach! 

Darf ich Sie nun Punkt per Punkt "sezieren"? (oder soll ich schreiben-sekkieren? ) 



1 



l)Kaum traue ich mich zu wieder sprecJien ABER, mein lieber Herr, wie ich Ihnen schon 
schrieb /erwaehnen zwei Eintragungen Loja(ausser der Anderle Geschichte)im Ebersdorfer Buch in 
St.Poelten;was ich sah schien keine Abschrift, aber muss es gewesen sein; Laurent ius 
Gundacker,ein Weber, in Lo1a ,qeb« 1,8,1714 heiratete seine Rosine usw. , ebenso ist bei Andreas in 
der Heiratseintragung mit seiner Rosina Pusler auch Loja und Beruf Weber vermerkt ;also-indeed 
there is a Loja-"connection" ! ! ! ! !ALSO??????? 

2) 1500 Eintragungen und 30 Pfarren. .. .die Heiligsprechung kann dann nicht mehr 
lange ausbleiben-haben Sie ein Rezept fuer diese Engelsgeduld ?Stellen Sie sich vor was Sie 
durch Lizenzgebuhr damit verdienen koennten?? 

3) & 4);Dieser Josef Gessler geht mir schon langsam sehr auf die Nerven; es ist 
wahrscheinlich die Armut seines Lebens (ich meine auch im angewendeten Sinn; die Eltern werden 
ihn mit 19 los an eine aeltere Jungfer (Mi tgift?so viel was man wissen moechte, nicht weil es 
Familie ist, aber aus reinem socialgeschichlichen Interesse , steht nicht in diesen Matriken). Er 
wird sowohl als Gastwirth wie auch als Gemeiner im Infantrieregiment des Herzog Rudolfs, dabei 
noch Reserve, Companie No 4, gefuehrt, woraus man direkt einen Schlager machen koennte,aber was 
anzeigt wie mit wenig Federn sich der arme Kerl schmuecken konnte; Gemeindearchive, so weit sie 
noch bestehen, mussten sehr aufschlussreich sein wie diese Menschen wirklich lebten). 

Da Sie so gut mit Altdechant Jungwirth stehen und sein aeltestes Buch bis 1757 
zurueckgeht und falls J.G.in Ebersdorf geboren ist, sind diese Details (Geburt, Heirat der 
Eltern, eventuell wo die Richter herkamen, so gut wie sicher bei Ihrer Spuemase. 

5) Ich schwelge direkt bei diesem Punkt; der einzige Anlass wo dieses blinde Huhn 
auch ein Korn gefunden hat imd sogar vor dem Herrn Experten; ehrlich gesagt schrauecke ich mich 
mit fremden Federn denn es war Pater(was ist sein genauer Titel?) Felsner der, als Landsmann 
dieses ehemaligen Kronlandes, die Herkunft des Miller,Mueller,zur Zeit meiner Grossmutter 
geb. 1847, schon als Muehler (Umlaut hinzudenken, bitte) stabilisiert, welcher den Ort sofort 
deuten konnte; es ist WALLERN, heute VOLARY in der CSR. 

Da ich bestimmt nicht von den Tschechen hoeren werde (erster Brief nach Prachatice 
22. 11. 1989, zweiter Brief an Archivni Spraha, 22.1. 1990 )waere der Weg Film ideal; scheinbar 
muessen Sie schon Resultate gehabt haben und mit all der Glasnost und Perastoika dauert es 
eventuell nun nur mehr 1^ Monate (oder 6 ??);Spesen?Weil ich gerade dabei bin und Sie sowieso 
schon die Volary (Wallern) Einzelheiten haben, darf ich Ihnen schnell die von, im Dokument 
Pragatiz geschrieben, aber sicherlich Prachatice(Prachatiz),geben;es handelt sich um die Eltern 
von Josef Anderle , circa 1743-15. 7. 1819 (Altersangabe als 76 im Sterbebuch Gottsdorf , Tom 3/7, 
S 66; Information von St. Poelten) .Geboren in Pragatiz, Sohn des Muellermeisters Johann Anderle 
und seiner Frau Magdalena , qeb . Humpoletz . ( Genaues Gebiortsda tum, eventuell Ehe der Eltern?, Vater 
und Mutter dort geboren?) 

Danke fuer Information Pruck/Bruck , schon im Autoatlas gefunden; ich will Ihre 
Geduld nicht in Ueberanspruch nehmen, aber vieles ist hier schleierhaft; da laut Pfarrer 
Froehlich in Rappottenstein nach dem Brand von 1849 nur mehr die Matriken ab 1797 
bestehen, kann man also nicht feststellen ob die Winter Eltern in Rapottenstein geheiratet 
haben; dieselbe Quelle schrieb mir dass der Name Winter in dem Band beginnend mit 1797 nur 2 
Mal vorkommt, bei de Maenner,aber so oder so que buono???. 

Meiner bescheidenen Meinung nach,begruendet durch das fehlen jeglicher Verbindung 
mit"Lahn",ist es moeglich dass das schwer zu lesende Rappotenstein doch etwas anderes ist;wie 
ich Ihnen schon schrieb, gibt es ein Rappoltenreith,ganz eng bei Muenichreith,was aber zu 
dessen Pfarre gehoeren muss, da keine Kirche eingezeichnet ist;der"clou"liegt ganz 
augenscheinlich in der Bezeichnung"Lahn"; anderseits kann "Lahn "auch als "Lehen "verstanden sein, 
also dass der gute Papa Winter seinen Besitz nur gepachtet hat???Meine Notitzen von diesem 
Blitzkrieg auf Muenichreith zeigen auch auf dass P. Felsner meinte die"Pfarre"R"koennte auch 
als"Pfruende"gelesen werden;es waere wert, sollten Sie wieder einmal in M/O sein, im 
Index des aelteren Buches nachsehen ob irgendwelche Winter Eintragungen bestehen , oder zur 
Quelle von so schon so vielem, Ebersdorf A^ehen , auf die Winterspur /sport? !! ! 

Nach all dieser Haar spalterei, kann ich nicht umhin noch zu bemerken dass 
irgendjemand entweder in M/O oder in Poechlam zumindestens so schlecht im^ Rechnen ist wie 
ich;nach der Heiratsurkunde ist M. Muehler in 1782 geboren und die Zukuenftige in 1775;nach 



f 



deren Sterbeeintragxingen in P.ist er als 68 jaehriger in 1840 gestorben was seine Geburt dann 
nach 1772 vorverlegen wuerde,waehrend seine Fr au, gestorben mit 58 in 1836, danach in 1778 ge- 
boren wurde.. dabei ist es scheinbar der Braeutigam der sich juenger erscheinen liess??? 

6).. aber wo ist das Problem?Mein lieber Herr, das Problem liegt auf der Hand oder 
besser gesagt auf dem Auge;Sie haben Luchsaugen und ich bin trotz Glaeser eine Blindschleiche; 
Dank Adolf dem Grossen, dem letzten Babenberger, hatte ich sowohl eine Abschrift von 1938 der 
Heiratsurkunde meines Ur-Urgrossvaters J.M.Bidermann in 1769, wie auch die Geburtsurkunde 
seines Sohnes Georg in 1780. (sicherlich liegen dazwischen ein halbes Dutzend Fruehtode ); JE- 
DOCH alles vor dem war, trotz teilweisem Index, ein rotbraimes Wirmiss. 

Schon mit der Braut, der guten Maria Josefa Weixelbraunin(auch Weichselbraunin 
geschrieben )hat es einen Hacken; in dem Gross-Gerungsband steht stundenlang ein Rudolf 
W., sogar mit einer Tochter M. .J. , geboren 3 1.5. 1743. Archivist in Mayer meint dass sich der 
Eintraeger geirrt hat und dass der D.Josephus ein Rudi war;na schoen ist wenn man daran glauben 
koennte und es ist wahr dass man sich viel einreden kann; ich war nach 4 Stimden im Archiv 
schon so fertig dass ich nicht ueberpruefte ob der Rudi auch ein judicus war oder nicht, (in 
der 1938 Abschrift schrieb der Pfarrer woertlich:"Weixelbraun et(Judicis unleserlich) "eher 
erinnere ich mich an Fleischhauer; auch nur dunkel ob die Goettergattin Catherina hiess;jeden- 
falls Maedchenname war nicht angegeben zum einwandfreien Vergleich. 

Was den Tod des J.M.Bidermann 's betrifft so schwanden mir die Sinne beim Anblick 
des Vitis Totenbuchs; man wuss wissen wenn man geschlagen ist; jedoch , im jahrlichen Heimatband 
"Vitis"1988, beschreibt ein Herr Walter Bmnner(ich wiederhole mich schon wieder, trotz 
Rueckantwortcouvert nur ein Korb)die alten Haeuser,die Konskriptionnummem von 1771 und es 
erscheint auf No 11, dem Geburtshaus des G. Bitermann, meinem Urgrossvater,der Besitzer 
als Michael Pittermann auf ;das Haus wechselt Besitzer in 1824, also koennte man den Tod des 
J.M.B in der Vitis Matrik um diese Zeit suchen (anderseits gehoerte Haus No 62 einem Franz 
Pittermann, das auch in 1824 den Besizter wechselt;es git heute noch 2 Bittermann Familien in 
Vitis, die aber, so sagen sie, nicht aus Vitis sondern aus Doerfem staiiinen(?) 

Die Indexnummem die ich mir in St.Poelten notierte, betreffend Vitis waren Seite 
39,49,40,45;meine Notizen behandeln Geburten von 2 Toechtem des J.Biderroann & Elisabetha,in 
1741, 45, beide genannt Anna Maria, Mehrversuche, imd der Tod einer M.A.in 64(?);ein Georg 
Bidermann war Pate in 1728, ein Franz B.in 1723;ein 3 Wochen alter Franz Bidermann starb in 
1714, eine Maria Bidermann in 1673, ein Josef in 1699, ein Leopold in 1708, aber auch Zwillinge in 
1708, also weiss der Teufel fuer was dies alles nuetzlich ist imd ebenso klar dass ich mir nicht 
die richtigen Buecher oder Indexe oder was iirmer angeschaut habe; wiederum kann ich nur sagen 
G. S.D. dass Herr Weye sein Handwerk versteht ; i edoch ; auf Ihrem graph stehen die Eltern des Adam 
Joh. Michael (warum glauben Sie hat man den Vornamen Adam fallen lassen oder wurden maennliche 
Kinder automatisch Adam genannt, als Art Gattungsnamen?) als Josef B & Elisabeth 
Klanckh(bestaetigt teilweise durch meine zwei Anna Maria); wieso dann steht im Taufbuch am 
17.9.1736 die Mutter als"Elisabeth Patrinus Joannes Petrus Fischer "?????????????????????? 

Soll dies heissen dass die erste Fr au, geheiratet 13.6.1731, dann schon tod war, und 
dass Elisabeth Fischer No 2 wurde imd die Mutter von A. J.M.B ? (Heiratsurkunde? ) 

Auf Ihrem graph betreffend die Pock(l)ues, schreiben Sie"Gaedorf im Schematismus 
nicht gefunden"; mein Vitis Heimatmagazin belehrt mich dass "Gadorf "der Pfarre Vitis untertaenig 
war, also alles (oder fast alles) stimmt! 

Verstehe ich richtig dass Paul Bidermann, verehelicht 18. 1.1656, ein Bruder von 
Bernhard Pidermann sein mag? 

Natuerlich waere ich Ihnen dankbar wenn man die Taufeintragung von Franciscus 
B. finden koennte imd die Ehe von Bernhard mit Maria Sei; es kann natuerlich hier wieder der 
Fall sein dass der Braeutigam die Braut in ihrem Wohnort heiratete und deswegen nicht im Vitis 
Buch. Ist dies noch heute ueblich?Dasselbe Hindernis mag bestehen in der Auffindung der Heirat 
von Gregor und Margarethe. 

Ich werde morgen mit einem Ihrer graph-Blaetter zum Xerox Laden marschieren, eine 
Kopie machen, dann alles geschriebene ausweissen, und diese grossartig angelegten Stairinbaum- 
schemen stundenlang reproduzieren, damit ich endlich etwas Ordnung in dieses Ahnengewurle 
hineinbekomme ! 



4 '\ 

Das Schicksal, Ueberleben der Soehne von J.G.G.wuerde interessant sein;oder war • 
wie iititier das weibl. Geschlecht das staerkere?Die Gundackers sind eine unerhoert fertile Familie 
mit super-Genes; leider hat dies nichts geholfen denn selbst zwei Gundacker Toechter konnten 
die mueden, negativen Spermazoiden der Bittermann, Gessler und Muehler nicht bekaempf en ! ! ! 

11) Das beruehmte Gebetbuch; ich hoere Sie fast schon gaehnen und zu Herrn Gundacker 
wenden :"Hoert der Kerl nie auf?"?Mir die Loesiang zu ueberlassen sollte man beim Tierschutz- 
verrein verklagen; mein einziger "Lockvogel "in dieser Sache ist nach wie vor der dass ich sicher 
(oder fast)bin dass Gundacker Daten damit verbunden sind;die Daten dieser Kinder sind 
gleichzeitg mit denen von Theresia Gessler;die ueberlebende Tochter , Johanna 1810 geboren, also 
der Vater ein Zeitgenosse (Bruder???) von ihr.Natuerlich bin ich mir auch bewusst 
dass etliche frueh abgestorbene Wuermer auch das Gundackerkraut nicht fett machen werden;wie 
Sie ja schreiben stoebem Sie nun in Herr Schaftsprotokollen, sicherlich auch in Bayern und 
alles andere ist schon "vi ewx jeu", nicht wahr?Trotzdem will ich noch einmal meine Lenden 
guerten und versuchen Ihr Interesse quasi zu erwecken. 

Gebetbuch Initialen F. J. H. , handgeschrieben, 1748. Nach religioesem Suessholzraspeln 
Eintragungen von Geburten, teilweise lose Blaetter, sicherlich fehlende Blaetter. 

1749-1753 Kinder des Schreibers, Schul lehrer Franz Haberfellner, Ebersdorf . 
1793-1798 Kinder seines Schwiegersohns Joseph Koch und dessen zweiten Ehe. 

Ebersdorf .Zwei dieser Kinder haben Georg und M.A. Gundacker als Paten. 
1808-1816 Kinder von wem und wo? I ch konnte sie nicht im Ebersdorf Buch finden; 
und zwar; 8. 1.1808: Joseph, Patin Juliana Hoeffahr 

18.8.1812:Maria Anna, Patin Maria Anna Pichlwanger 
26. 9. 1815: Theresia, Patin Johanna Seh..? 
21. 8. 1816: Johanna 
1837-1853 Kinder von Josef Muehler und Johann Gessler,Poechlam;der springende 

Punkt hier ist dass dies Enkel von THERESIA GUNDACKER sind;also das 
Gebetbuch nach dem Tod von Joseph Koch (14. 3. 1806) an irgendeinen Gun- 
dacker (man erinnere sich dass die Gundacker Paten standen seinen Kindern 
gegenueber) kamen, der diese unbekannten Kinder 1808-1816 zeugte, und dann 
(Tod, Aussterben?) dieses Buch in den Besitz von Theresia Gundacker/Gessler 
gelangte, die es wieder an ihre Tochter weitergab und durch deren Tochter, 
die Mutter meines Vaters, an mich kam. 
Ich weiss dass dies per se total unwichtig ist und bitte Sie nur die einzelnen Daten dieser 
Kinder zwischen 1808-1816 im Gehimkomputer zu bewahren , f o r "recall " ; wie ich mit diesem un- 
seligen Gebetbuch anfing hatte ich ueberhaupt keine Ahnung wer F.J.H.war und alle 
Eintragungen vor den Muehler Kindern ; deswegen wurmt es mich heute imi so mehr dass ich nicht 
diese Bruecke finden kann was die Weiterleitimg des Buches betrifft; ich nehme es sogar dem 
Ebersdorf Buch sehr uebel mich so weit zu fuehren,mich dann zum Narren zu halten und mir dann 
die Tuer vor der Nase zuzuschlagen! 

Wenn Sie noch wach sind dann nur ganz schnell eine Zusammenfassung meiner "Wunsch- 
liste" ;fuer was immer Sie Zeit haben(und natuerlich wohlbemerkt auch Lust imd Gelegenheit) bin 
ich schon im Voraus gelinde gesagt dankbar; all dies wiederum leider beschraenkt durch die 
Mittel ;was die CSR betrifft habe ich nicht die geringste Ahnung was sie/Sie mir rechnen 
wuerden und ob dies erschwinglich imd ueberhaupt fruchtbar waere. 

GEBURT , ZURUECKGEHENDE DETAILS VON JOSEF GESSLER(GOESSLER); GEBURT FRANCISCÜS 
BIDERMANN, BERNHARD BIDERMANN, HEIRAT/GEBURT GREGOR BIDERMÄNN;TOD VON J.M.BIDERMANN; GEBURT 
JOSEPH ANDERLE, ZURUECKGEHENDE DETAILS, GEBURT MATHIAS MILLER, ZURUECKGEHENDE DETAILS. 

Schluss mit Jubel (???); Ihr Schreiben hat mich wirklich sehr gefreut ; obwohl es 
mich ueberhaupt nichts angeht, bohrt die krasse Neugierde zu wissen was Sie ueberhaupt zu 
dieser Vergangenheitvergewaltigung gefuehrt hat, ob dies teilweise hobby, mitlaufend mit einem 
Beruf der Sie im Lande henmizerr t , oder gar eine"Berufung",der Sie dienen muessen so wie einem 
Priesteramt (ich hoffe um Gottes Willen dass Sie nicht eventuell ein geistl.Herr seien nach 
all den taktlosen Bemerkungen meinerseits); auch wie ein Weyen in den Gundacker Salat gekonmen 
ist. Bekannte aus Wien besuchen mich im Mai; ich wuerde mich freuen wenn ich irgendetwas zueck- 
schicken koennte was Ihnen Spass machen wuerde. An Sie & Herrn G. "Recht froehliche Ostereier"! 
Was Wien betrifft, wer weiss wann;fuer Ihre Parole"Wien wird schoen erst bei Nacht" bin ich 
schon zu abgedroschen , aber am Tage-avec plaisir! Beilage A.S.lOOO- 




Sehr geehrter Herr Weyen, 



Kings ton, 14. 5. 1990 



Darf ich hoffen dass ihre Methode der graphischen Loesung anschaulichem Ahnenduenkels nicht copy-right 
besitzt, denn sonst koennten Sie mich tuechtig verklagen, wie sie an den Beilagen ersehen koennen;aber sicherlich ist 
Imitation das groesstmoegliche Kcmpliment und ich hoffe dass Sie dies als solches annehmen werden. 

Auch dass Ihre Schnueffelnase etwas von dem*'Mysteriiin*'der fehlenden Kinder angereizt werden 
wird,denn,wie Sie mir ja schon geschrieben haben, finden Sie die gewoehnliche Ahnenforscherei kotzlangweilig. 

Schoen wäre es natuerlich wenn man erfahren koennte wer Joseph Koch nach seinem Tod als Schulmeister in 
Ebersdorf gefolgt ist;man hat mir gesagt dass diese Art Stelle immer vom Klerus ausgegeben wurde; anderseits kann 
das Gebetbuch seines Schwiegervaters(erste Frau)von ihm einfach an einen Paten seiner Kinder vermacht worden 
sein, falls, wie ich fast glaube, keines dieser ihn ueberlebt hatten. 

Diese Paten waren(siehe letztes Kind aus erster Ehe und die zwei aus der zweiten deren Paten vermerkt 
sind)alle GUNEACKER obwohl man nicht ersehen kann ob es sich da um J.G.& A.M., Vater und Mutter oder deren Kinder 
handelt, oder sogar im Falle von Leopold, um den Onkel handeln mag; sicher scheint nur dass die Theresia Gundacker/ 
Gessler dieses Gebetbuch geerbt(?)hatte,was dann von ihrem Schwiegersohn mit seinen eigenen Eintragungen 
weitergefuehrt wurde. 

Es handelt sich um; 

JOSEPH, ''-8.1. (?)1808-M9 . 7 . 1808(Patin Julianna Hof fahr) 

MARIA ANNA ''-18.8.1812 (Patin Maria Anna Pichlwanger) 

THERESIA 'V26.9.1815 (Patin Johanna Seh?) 

JOHANNA -21.8.1816(Beweis dass es sich nicht um Gessler Kinmder handelt dessen Johanna in 1810 
geboren war)Keines dieser Kinder scheint auf in der Ebersdorf Matrik(Vorbehalt aber bei meinem Suchen! )und das 
nehme ich an schliesst auch Losau aus; also muesste man bei anderen Gundacker Wohnorten suchen; z.B. den Soehnen 
von J.G.ueber deren Leben wir scheinbar gar nichts wissen, beziehungsweise seinen Bruedem(Payrstetten z.B.?).lMter 
den vielen"Scenarios"die ich mir als moeglich eingebildet habe ist dieses; nachdem Joseph und Teresia Gessler zwei 
ihrer drei Kinder im Jaenner 1815 in Maria Taferl verloren hatten, die Familie einfach von dort fluechtete; entweder in 
den Wohnort seiner Eltem(wo?)oder eher zu irgendeinem Bruder oder Onkel der Frau; Frau Meyer aus St.Poelten schrieb 
mir dass Joseph Gessler nicht in Poechlam starb, Herr Kainrath in Maria Taferl dass es nach 1815 keine weiteren 
Gessler Eintragungen dort gaebe,also muss es da noch ein anderen Wohnort der Familie Gessler existieren 
welcher mit den Eintragungen dieser*'unbekannten", meiner Meinung aber Gundacker Kinder, verbunden ist. 

Die zweite Beilage ist ein Teil meiner Herkuaft die mit den Gundackem verbunden ist und den Sie eventuell 
nach Ihrem, sagen wir 12. Gundackerbuch, verwenden koennen vierm der Stoff schon etwas' *duenn"geworden ist und man,wie 
man so schoen auf Englisch sagt'^must scrape the bottom of the barrel". 

Sie hatten den armen Anderle gleich mit zwei Gundacker Toechtem liiert, was zumindestens gegen das 
kirchliche Gesetz verstoert; femer sind noch ein paar Todesdaten dabei die Ihnen vielleicht fehlten. 

Zwei oesterr. Freunde waren hier fuer zwei Wochen und gerieten in Exstase ueber die^^BilligJ^eifVon 
Kanada;was dann femer die Vereinigten Staaten betraf so fielen sie von einer Ohnmacht in die andere weil es dort 
alles fast umsonst gab; dies zeigt deutlich auf wie sich Fortunas Rad gedreht hat und nun wir Nbrdamerikaner am 
Hungertuch nagen muessen,denn nichts aber auch gar nichts kommt mir billig vor, allerdings bin ich eben auch nur 
kleiner Pensionist und Austrias Lebenstandard augenscheinlich weit ueber unserem,denn wie koennte man sich sonst 
eure Preise erklaeren ueber die scheinbar keiner selbst nur blinzelt !Der langen Rede kurzer Sinn(?)ist nur der dass 
ich gerne etwas mitgegeben haette was Ihnen vielleicht Spass gemacht haette um die paar Netsch fuer Ihre Bemuehungen 
auf zubessem; ich schnitt dies schon an in meinem letzten Brief an Sie, der aber bis jetzt unbeantwortet blieb, also 
konnte ich keine Wahl treffen; leider weiss ich so gut wie nichts ueber Ihre Verhaeltnisse,Geschnack, Steckenpferd usw; 
sollte Ihnen etwas einfallen so bitte mich wissen zu lassen. 

Konmen Sie jemals nach Grein,Alt Poella,Waidhofen/Ybbs??????W cts das erste betrifft heiratete mein 
ürgrossvater dort 9.11.1828 mit A8 Jahren; schrieb an den Priester und wie gewoehnlich erhielt keine Antwort ;mir war 
um den den Stand des Braeutigams zu tuen und femer ob andere Kinder ausser meinem Grossvater Georg existierten; im 
Grundbuch Waidhof en/Ybbs vermacht G. Bittermann Sen.sein 1847 gekauftes Haus an seinen Sohn Georg und Christine 
Bittermann in 1854(die Heirat mit meiner Grossmutter erst in 1878, Stand des Braeutigams -ledig); scheinbar haben 
Forschungen in Waidhof en/Ybbs nichts ueber diese mysterioese Christine ermittelt, muss aber wieder bemerken dass der 
Forscher ein aelterer Herr, Freund meiner Eltem,war,voll mit tiefer Ehrfurcht vor Pfaff und Behoerde und deswegen 
sicherlich leicht äbspeisbar;was Alt-Poella betraf(alte Geschichte, keine Antwort )handelte es sich um Xerox Kopien 
eines Buches ueber die Pfarre, falls Eintragungen ueber meinen ürgrossonkel, Pater J.Muehler(1807-1888)und dessen 
Chef,Dechant Alpys Schmid(1766-1851)darin enthalten sind(ich besitze einen Siegelring und das Jubilaeumskreuz von 
J.S.). 



Was meine anderen Fragen und"Wuensche* 'betrifft so sind sie ja ad nauseam i n meinem langen(sicherlich zu 
langem)Brief vom 4. 4. enthalten; darf ich ncx:h einmal kurz zusamn[ienfassen;Mutter von A.J.Michael Bidennann; Elisabeth 
FISCHER? (zweite Frau von Joseph Bidermsmn nach Elis.Klankh?In Vitis geboren?Eltem dort geheiratet?) . Geburtsurkunde 
(Ort)von Joseph GESSLERCHeirat in Ebersdorf 21. 4. 1807), Heiratsurkunde seiner Eltern. Geburtsurkunde von Maria Anna 
WINTER(circa 1775-78 in Bruck,Rappoltenreith,also in der Muenichreith Matrik?)Durch die CSR. Geburtsurkunde von 
Mathias MUEHLER(Miller)in Volaiy(Wallem)und Joseph ANDERLE in Prachatice(Prachatitz) .Geburtsurkunde von Franciscus 
BIDERMANN in Vitis. Sterbeurkunden von Franciscus, Joseph und A.J.Michael BIDERMÄNN in Vitis(letzteres Haus wechselt 
Besitzer in 1824). 

Wer weiss ob Sie ueberhaipt noch in den Archivgefilden wueten,beziehungsweise nicht schon die Nase voll 
haben mit meinen"Anl legen"; sollte das der Fall sein dann bitte um Verzeihung was diese weitere"Belaestigung"betrifft. 

Abschliessend moechte ich nur bemerken dass mir eine Bekannte in Lehen schrieb ueber die Zerstoerung des 
"Amtshofes* Vor nicht zu langer Zeit; scheinbar gilt Denkmalschutz dort nicht oder zumindestens kann man die richtigen 
Haende sclnieren und mit dem Bulldozer seine Freude haben; es ist deshalb nicht anzunehmen dass Heimatgeschichte dort 
viel gepflegt wird! 

Beste Gruesse,natuerlich auch an Ingenieur Gundacker, 





Institut 

fuer historische 

Famil ienf or schung 

A-1190 Wien,Doeblinger Hauptstrasse 56/A 

Austria 



George Vladar 
685 Victoria 
Kingston, Ont 
K7K 4S6 
Canada 



Sehr geehrter Herr Weyen, 



4.6.1990 



Herzl. Gratulation zur neuen Firma; ich nehme an dass dies vorerst eher Steckeipferd als taegliche 
Chanpagner und Kaviar Versorgung sei;jedoch von kleinen Eicheln werden enorme Eichbaeume und sie werden sicherlich 
fruehr oder spaeter in den Annalen oest. Geschichtsforschung zitiert werden... 

Ihr neuer"Logos'*ist beeindruckend; sind sie selbst Graphiker, ihr eigener Entwurf ?Die spigelverkehrten**P* 
ä la Louis Quatorze,umkraenzt mit goldenen Rocaillien,dezent/chic/renomnfiee raffend! 

Sicherlich werde ich gerne ein paar Zeilen beilegen um ihrer Mission zu dienen;das Kraut aber fuerchte 
ich wird dies nicht fett machen, schon einzig und allein aus dan Grund dass ich nicht den geringsten Titel fuehre; 
meiner bescheidenen Meinung nach waere es viel wichtiger die Handhabung dieser Forschung in anderen katholischen 
laendem genau zu ueberpruefen(z.b. Italien oder Bayern! )und falls vorteilhaft, dann die Maengel in Oesterreich 
anzuprangern. 

Ehrlich gesagt wundert es mich dass ein so kluger Kopf wie Sie nicht einsehen kann warum die Ko-operation 
von Mutter Kirche nicht zu erlangen ist, da es doch auf der Hand liegt. 

Zwar ist die Kirche, wie man auf Englisch sagt, mehr oder weniger nur mehr ein Papier-Tiger, aber selbst 
mit nur ein paar vergammelten Zaehnen im Maul, sind diese doch noch recht beisskraeftig;eben weil soviel Einfluss schon 
verlorengegangen ist,haelt sich die Allleinseligmachende an alles aber auch an ALLES, was noch besteht, selbst wenn es 
sich nur um passiven Widerstand handeln kann; zuerst dachte ich mir dass man eventuell mit schnoedem Gewinn Rom 
becirzen koennte,aber nach etwas Ueberlegung stoesst man auf den kitzligen Tatbestand dass es absolut nicht sicher 
ist ob diese Matriken, zwar mit Arbeitskraeften der Kirche hergestellt (da aber nie Steuern bezahlt wurden ist selbst 
dies ein springender Punkt), de fakto dem Klerus gehoeren oder diesem nur in Obhut uebergeben wurden und eigentlich 
Allgoneinbesitz darstellt;St.Poelten z.B. hat wohlweisslich iinner nur fuer Porto und Kopieren berechnet und es handelt 
sich wirklich um das Urheberrecht aller dieser Aufzeichnungen, ein legaler Alptraum den man leicht bis in die Zukunft 
ihrer Kinder, Kindeskinder, Kindes/Kindeskinder, ad nauseam hinausziehen koennte... 

Bedenken sie auch eine andere Seite dieses Problems; heute kann die Kirche doch eine gewisse Zensur 
ausueben was z.B mit dem Material gemacht werden kann oder nicht gemacht werden kann;xri.ll ein Wissenschaftler, ein 
IMiversitaetsdissertant mit diesem Material ein These aufstellen die der Kirche nicht in den Kram passt,gibt es 
sicherlich Wege und Mittel dies diskret zu verhindern; auf keinem Fall will die Kirche natuerlich dass dieser 
Nibelungenhort in die Haende von Ketzern, so wie z.B. Sie oder ich, fallen soll;uebrigens hat die Oeffentlichkeit einmal 
den Fuss in der Tuer,wer weiss was fuer anderes, sehr delikates Material, nicht auf einmal blossgelegt werden wuerde 
bis zum letzten Feigenblatt. .nein,NEIN, N E I N ,das darf nie sein! !! ! ! ! !ün Sie zu zitieren-"AT.T.ES KLAR"???????? 

Haben Herr Professer meinen ehrfuerchtigen Dank(in meinem Realgymnasium trauten wir uns nicht die hohen 
Herrn direkt anzusprechen !)fuer die lateinische Aufklaehrung pater/patrinus(ich haette an das englische'*patron'* 
denlcen sollen); ich hatte nur circa 6 Monate Latein wovon 0.5% uebrig geblieben ist. Danke fuer graphische Beilagen; ich 
loeste dies etwas anders fuer die ür-ürgrosseltem mit noch irnner genuegend Platz, allerdings benoetigt das dann immer 
zwei Boegen(Abzweigungen in der S.Linie dann umgedreht )mit dem Vorteil dass man noch immer normale Xerox-Papier 
Groessen verwenden kann. 

Ihr Interesse(danke)an meinen verschollenen*'Gebetbuchkindem"laesst mich aber auch einsehen dass meine 
Bandwumibriefe nur fluechtig gelesen werden; natuerlich besteht kein Gesetz dagegen! Ich kam zu diesem Schluss weil ich 
Ihnen nun schon zum vierten Mal! (erstes Mal im Bureau von Ing.Gundacker)die"Namen und Daten der angefuehrten Kinder" 
uebermitteln soll... kann es sein dass ich mich nicht precise ausdruecke? 

Sie haben richtig geraten dass mich dieses Buch in die Loewenhoehle der Ahnenforschung lockte(plus wie 
gesagt die Anforderungen von Adolf dem Kleinen); ich wollte urspruenglich dieses Gebetbuch dem Heimatmuseum von 
Ebersdorf ueberlassen weil es doch damit eng verbunden ist; jedoch erfuhr ich von einer Bekannten die in Lehen ein 
Somnerhaus hat, dass gelinde gesagt auf die Geschichte dort keinen Wert gelegt wird;auf meine Anfrage ob das 
"Amtshaus"(wohin J.G.Gundacker zog und wo er amtierte)noch bestete, erhielt ich als Antwort dass sowohl sie wie ihr 
damals noch lebender Gatte mit Schrecken zusehen mussten wie der BauerC?auf alle Faelle sinnbildlich)dem es gebeerte 
mit einem Bulldozer alles demolierte; scheinbar haben die Ebersdorfer noch nie vom Denkmalschutz gehoert,oder laesst 



K 



sich dieser quasie unterm Tisch mit guten Worten und noch mehr, beschwichtigen.... 

Im Falle dass es Sie interessieren mag, lege ich Xerox-Kopien der Eintragungen nach den circa 150 
handgeschriebenen Gebet-Rabarber Seiten bei. Davon handel(?n 1-7 mit den Ihnen schon uebersandten Ergebnissen, also 
Haberfeiner, Koch und ^fuehler Kinder;die Eintragung ineines Vaters ueber den Tod seiner Mutter ist chronologisch die 
letzte und sicherlich nicht zeitgenoessisch(er war totaler Waise mit 9 Jahren); es ist das Blatt 8 und seine 
Rueckseite 9 welche diese"unbekannten"Kinder aufzaehlt;ich werde auch eine'TIbersetzung"beilegen(dank eines Archi- 
visten in Gfoehl. 

Selbst auf die Gefahr hin mich zu wiederholen will ich nochmals kurz meine Aetzes diesbezueglich 
dazufuegen und folgende Fragen stellen. Wie kam dieses Buch in den Besitz des Schwiegersohns von Theresia Gessler, 
nee Gündacker;das einzige Glied der Verbindung scheint die Tatsache dass 3 der Koch Kinder Gandacker Paten 
hatten;wenn man einmal das Schicksal der ueberlebenden Gundackersoehne vor sich hat sollte man diese Kinder finden 
koennen; angeblich besteht keine weitere Eintragung in der Maria Taferl Matrick ueber die Familie Gessler nach dem 
tragischen Tod von zwei Toechtem im Jaenner 1815;ergo muss man annehmen dass die Familie irgendwo abzog;auf der 
Hand wuerden die El tem (Geschwister? )von Josef Gessler sein(ansaessig in Ebersdorf?Wo anders?)oder die umfangreiche 
Verwandtschaft von Theresia Gundacker;er war Gastwirt und Reserve Soldat(öb es in Maria Taferl im Gemeindeamt Belege 
gaebe die die Lizenzen von Gastwirthen aufzaehlGm?)also ein"Beruf"der ueberall ankommen wuerde.Dies ist alles Speku- 
lation;Tatsache ist dass ich keines dieser Kinder in der Ebersdorfer Matrik finden konnte.Was meine persoehnliche 
Forschung betrifft so sind diese Kinder ganz unwichtig; es ist einzig und allein die Spannung des Raetsels dieser 
Schattenkinder welches einen anreizt....!! 

lOT GENIERE MICH EOTSETZLICH ; GERADE DIE LEIZTEN ZEILEN VOLLENDEF UND ZCM ERSTEN MAL» 'AUSKUNFT »MIT ORIGINAL VERGLICHEN: 
ALLES WEIST HIN DASS ES SICH TATSAECHLICH UM DIE GESSLER KINDER H ANDELT, SELBST WENN MAN DIE GEBURTSEINTRAGUNGEN VON 
MARIA ANNA GESSLER, GEBURT UND TOD DES JOSEPH GESSLER JUN. NICHT TINDEN^TONOTE; GENÜG DER SCHWER LESERLICHEN DATEN 
STIMMEN MIT MEINER INFORMAHON UEBEREIN;WAS MICH SO BLIND MAGHIE WAR DAS 1810 AUF SEITE 9,WELCHES ICH IMMER ALS 1816 
LAS! ALSO BLEIBT DAS EINZIGE' 'GEHErMNISS^NUR MEHR DAS ANGEBLICHE NIOTrAUFFINDEN DER TODESEINIRAGUNG VON JOSEPH 
GESSLER. (Eventuell koennte man Ebersdorf versuchen im Falle das etwas von der falschen Spur, also Auszug von Maria- 
Taferl stattfand; es wuerde sich dann um die Jahre 1815-1836 handelen denn im Brautvertrag von 1837 ist Theresia 
G. schon als Witwe angefuehrt.Ich hatte uebrigens angefragt ob ein Heimatarchiv in Poechlam Interesse an drei Ori- 
ginaldolojmenten haben wuerde-eine handgeschriebener Taufschein von meiner Grossmutter, sowohl Reisepass und 
Brautvertrag von meiner Urgrossmutter;ein Herr in der Gemeinde, der sehr hilfreich war in Nachforschung von Wohn- 
orten, schrieb mir aber dass es noch nichts derartiges in Poechlam gaebe; ich weiss selbstverstaendlich dass in einer 
Stadtgeschichte so relativ Neues x^enig Attraktion bietet, aber es moege doch zu einem interessanten Zeitbild fuer 
die Bevoelkerung im 21 .Jahrhundert beitragen! 

Ich koennte ihnen nicht mehr recht geben wenn sie schreiben; ''besser wenig und richtig als viel und 
falsch'*; ich war auch sehr beruhigt zu lesen dass sie keine"Betschwester"sind;ich erlaubte mir nur diese Frage des 
englischen Sprichi^orts halber"birds of a feather flock together";naGmlich wie ich in Wien Herrn Ing.Gundacker 
freimuetig meine Meinung sagte betreffend den schwarzen Bruedem,war er sichtlich befangen und ich machte mir im 
Nachhinein Vorwuerfe so traktlos gewesen zu sein. . . . 

Ich danke ihnen schon im Voraus fuer was immer Bemaehungen sie meinerseits die Zeit haben werden; sicher- 
lich werden sie bald Klienten anziehen die in einer ganz anderen Spalte sein werden als ein kleiner Pensionist mit 
einer dem oest.S.gegenueber schwachen Waehrung zur Verfuegung(nebenbei gesagt; obwohl sie es nicht erwaehnten,hoffe 
ich dass die Beilage im Brief vom 4.4 willkommen war unter der Devise: "Kleinvieh macht auch Mist"); ich weiss nicht 
ob es ihnen moeglich war die CSR Erkundigungen anzuschneiden; ihre Vermutung dass"Lahn"eigentlich als"Lehen"zu lesen 
ist, also nicht als geographischer Begriff, trifft sicherlich zu;sollten sie wiedereinmal in St.Poelten sein so wuerde 
weiteres stoebem im Vitis Buch wohl das wichtigste sein,da dies die durchgehende maennliche Hauptlinie darstellt; 
herrlich waere das ganze Buechel auf Xerox zu haben und dann in Ruhe und mit Vergroesserungsglas(und Beruhigungs- 
pillen), Zeile fuer Zeile durchzugehen; es ist ein grosser Vorteil dieses Systems dass die ganz verblassten,fast rosa, 
Tintenzuege auf einmal deutlicher leserlich aufscheinen; anderseits ist hier wieder eine Einwendung der Kirche wie 
geschaffen gegeben; eben die dass das Material viel zu heiklig sei fuer Vervielfaeltigung oder gleich dass grosse 
Konservierungsmethoden im Gange sind die fuer eltliche Jahre das Gebiet sperren! 

Abschliessend will ich nur noch bemerken dass ich auch was Aerzte betrifft mit Ihnen 1000%uebereinstimme; 
sozusagen, wiederum ein engl.Sprichwört,uebten Sie"preaching to the converted"aus;ich war fuer etliche Jahre als 
Bureaukraft in einem Spital taetig wo ich ernsthaft lernte den Goettem in Weiss zu misstrauen(wenn nicht sogar 
fuerchten);aber was wollen sie machen besonders' "wenn die Schatten laenger und laenger werden"; wenn man nicht den Mut 
aufbringen kann sich in ein besseres(?)Jenseits(?)zu befoerdem ist man diesen Klingsors ausgeliefert... 



i 




Jeden Erfolg Ihnen und dem^^^eden Sproessling wuenschend, 




Seite 8: "Maria Anna ist geboren d9H71-2. August 1812, Zeichen des"Skorpions"aus der Taufe gehoben von Maria Anna 

Pichlwanger" . 

"Den 26 . September ist die Theresia geboren um 5 Uhr auf der frueh im Zeichen des Krebs und der Tauf erhoben 

1815 der Frau Johanna Schw...?" 
Seite 9 :'*Johann(?) Joseph ist geboren am 8.Jaenner 1808 im Zeichen des Stiers;. •..?....? ...aus der Tauf gehoben von 
der Julianna Hoff (????) 

Den 19. Juli ist der Joseph ge. . .?. .mein Sohn verschieden um 12 Uhr bei der Nacht 1808. 

Johanna ist geboren worden den 27. (21?)..?.. im Zeichen des Schuetzens..?aus der Tauf gehoben Mathias? 1810. 

Ich kann den Mbnat(eventuell eines dieser"teutschen*'Monatsbeschreibungen,ä la"Homung"usw)der Geburt meiner 
Urgrossmutter nicht lesen aber Kopie der Geburtseintragung lautet auf 27. Feb. 1810. (Pate Matthias Schachmann? )Femer 
habe ich Kopie der Todeseintragung von Maria Anna und Theresia ,1.& 16.Jaenner 1816, aber nur die Geburtseintragung von 
Theresia 26.9.1815; ich werde versuchen mich wieder an Maria Taferl zu wenden nun da ich endgueltige Daten fuer die Gebi 
und Tod eines Sohns habe; Herr Kainrath war zwar hilfsbereit aber als sowohl Pfarrsekretair wie auch als Chormeister 
total zeitlich ueberf ordert! 

Ich habe verschiedene Grade Intensivitaet bei den Xerox Kopien gewaehlt aber zu guter letzt hilft das 
auch nicht viel;das Original selbst ist so gut wie unleserlich. Es soll aber eine Methode geben(infra-red?)die selbst 
ganz verblichene Schrift wieder leserlich macht; sollte Ihnen so etwas zugaenglich sein wuerde ich Ihnen die(loose) 
Originalseite(8-9)einsenden. 

Wie wohl das Gebetbuch nach(?)dem Tode von J.Koch in die Haende von Theresia Gessler/Gundacker kam?Wie 
sprechen Sie Ihren Namen aus, reimend aufTleihen"? 
G E NU G !!!!!!! B A S T A!!!!!!! 



Final P.S. Die Nichte eines australischen Freundes sammelt kanadische Marken ;hoehere Werte sind selten; deswegen, 
falls Sie sich daran erinnern waere ich Ihnen dankbar fuer Ruecksendung der Marke auf diesem Brief! 



Final, FINAL PS;Kuerzlich musste ich meinen Taufschein finden und entdeckte zu meiner grossen Ueberraschung dass 
ich in DOEBLING,St.Paul benetzt x^urde.... 




Sehr geehrter Herr Weyen, 



i:iiigstaii,27.6.1990. 



Ibsere Briefe, Ihrer von 7.6.und meiner von 4.6.haben sich gekreuzt, in anderen Worten grosse Geister 
denken gleich oder so etwas; ich hoffe dass das beileigende Schreiben, gemeint als Daumenschraube fuer die unko- 
operative Oeffentlichkeit im allgemeinen und fuer den stoerrischen Klerus im besonderen, Ihnen recht war;selbst- 
verstaendlich schreibe ich gerne etwas anderes, falls Sie mir das gewuenscht Konzept schicken; ich hoffe auch dass 
Sie verstanden haben dass die"kueninerlichen Resultate", die ich in diesem Schreiben anfuehrte, absolut nichts mit meiner 
wirklichen Meinung ueber Ihre Zauberkuenste zu tuen hatte und einzig und allein als dem Zweck dienenender Effekt zi- 
tiert wurde! 

Ich wuerdige sehr dass sie trozf'enormen Zeitdruck"an meine Angelegenheit gedacht haben und bin nurmehr 
auch finanziell arg in Ihrer Schuld; dank Ihnen sind wir nun die"Weixelbaum-Connection"los und ich bin beruhigt dass 
sich der gute Padre im 38iger Jahr verlesen hat (obwohl ich, keineswegs eine Leuchte wenn es zum entziffern könnt, deut- 
lich Rudolf las,wie ich in St.Poelten war;natuerlich hat Ihre Sorgfalt durch die Heiratseintragung,tfeedchennamen der 
Mjtter,den Rudi als den richtigen festgenagelt) ;Weixelbaum(also der Kirschbaum? )hat viel mehr Sinn anstatt Weixelbraun 
die ja bekannt eher rot sind, .und aus den biederen Fobem sind nun Fabem geworden;ich werde wirklich in Rem im Ihre 
Kanonisation ansuchen muessen,denn wie sonst kann man das muehsame,nervzennuerbende Stoebem in unindexierten 
Matricken einschaetzen. . . . 

Da wir so weit"zureuck"sind mit dem entschluepfenden Herrn Joseph Gessler,der scheinbar nirgendswo 
geboren wurde und ebenso nirgendswo begraben,wuerde ich Sie, natuerlich entsprechend wo S ie gerade Ihre S.Holmes- 
Arbeit machen,bitten im Moment jedenfalls eher diesem"schwarzen Loch"im Stammbaum nachzugehen; in Ihrem Brief vom 
1.3. zitieren Sie zwar seine Eheeintragung in Ebersdorf (Tom X/Folio la)aber nichts ist daraus ersichtlich WOHER diese 
Gessler(Goessler)/Richter stammen; fast haette man vermuten koennen dass das weglassen irgend einer Ortschaft nur"ibid" 
bedeuten kann-jedoch da seine Taufe nicht in Ebersdorf aufscheint(er wurde circa 1788 geboren)koennte er von 100.000 
anderen Nestern in N.Oe.kaiinen;wie ich Ihnen schon vorher schrieb ist Herr Organist Kainrath in M.Taferl ueberbeschaef- 
tigt, obwohl er mir ein paar Details der Matriken photo-kopierte;ich schrieb an ihn nochmals am 6.6.um die Bestaetigung 
der Geburt und Tod von Joseph Gessler(8. 1.1808-19. 7. 1808)und Geburt Theresia Gessler(26.9.1815;Tod schon bestaetigt)zu 
erhalten; die Tatsache dass seine Kinder dort getauft wurden ist einzig und allein die dass er eben dort ein Wirtshaus 
pachtete(?),also beschaeftigt war; auch die Tatsache(?)dass scheinbar sein Tod(vor 1837)dort auch nicht verzeichnet ist, 
verspricht nicht viel was Gessler/Maria Taferl betrifft;in diesem Falle waere es, so wie man hier sagf'finding a needle 
in a hay-stack"! 

Wenn Sie einmal Zeit haben(eventuell mehrerere Sachen von dort fuer andere Klienten benoet igen) , waere ich 
Ihnen dankbar fuer Anfrage in der CSR(meine Briefe sowohl nach Prachatice selbst und an die Archivni Spraha blieben 
trotz Antwortschein unbeantwortet), betreffend der Geburt von Joseph Anderle,Sohn des Johann Anderle und Magdalena 
Hunpoletz, circa 1743/44 in Prachatice(Boehmen); eventuell auch Eheschein,Geburtsurkunde der Eltern; sowohl Mathias 
Muehler/Mueller/Miller,Sohn des Mathias Miller und der Maria Anna,nee Kindermann/Kindermaurin in Volary(Boehnen)circa 
1772/73;auch hier waere ein Eheschein,Geburtsschein der Eltem,eine schoene Draufgabe! 

Was Vitis betrifft, die^Tfeiptlinie^Vom Gesichtspunkt meines Familiennamens, waere es interessant den Eltern 
des Joseph Biderman(Franciscus Biderman/Susanna Pockfuss/flues?)mehr auf den Leib zu ruecken;nach Ihren Angaben waren 
die Eltern des Franciscus, Bernhard Piderman & Maria Sel(oder von der 2. Ehe., 10. 2. 1676 mit Catherina Rechberger, schein- 
bar alle aus Vitis, also nur eine Stelle des Augenzerstoehrens;wenn man z.B.bedenkt dass diese ganze verdamnte Matrik 
fein saeuberlich in einem Komputer rasten koennte,den man dann jederzeit bequem befragen kann,anstatt beim Klerus 
katzbueckenln zu muessen,packt einem die reinste Wut, . . .grrrrrrrrr! ! !! ! ! 

Da in Rappottenstein vor circa 1800(ich kann in dem Schweinestall,meinem Schreibtisch, im Mcment nicht den 
sehr netten Brief von Kanonikus Proehlich finden,der das genaue Datum der ersten geretteten Matrik anfuehrt)nichts 
mehr besteht,ist die Spur der Maria Anna Winter(* circa 1775/78, +26. 7. 1836) "todkalt", jedenfalls konnte Kan.F.nicht 
helfen. . .also. . 

Ich hoffe dass das neue Institut gewaltige Schritte macht und ausser schnoedem Gold auch Ihnen sehr viel 
Spass macht;ob Sie mir glauben wollen oder nicht,waere ich in Wien wuerde ich gerne als Volontaer mihelfen! 

Abschliessend; hat die Gundacker-Forschung sich je um die Geburt, Eltern der Maria Anna Rohsaecker befasst? 
Und welche Sohne des J.G.Gundacker haben die Kindheit ueberlebt,gßheiratet?Ich glaube ich fand nur eine Gundacker- 
Eintragung noch im Ebersdorf Telephoribuch,oder irre ich mich? 

Ontario gruesst Wien; nochmals herzlichsten Dank fuer ALLES!!!!! 

P.S. Von meinen Kritzeleien aus der Vitis Matrik; ein Georg Biderman ist als Pate gefuehrt 2.10.1723 und 18.9.1728; 



JOS.& Elisabetha hatten ein KiiKi,Anna Maria 19.2.41&22.11.45(+ 5.4. 1764?), eine Maria Bidermamln starb in Vitis 
22.6.1673(30 Jahre alt), ein Leopold Prancisi Bidermann, inf ans stirbt am 30. 5. 1708, Zwillinge am 6.12.1708;ein 16 
Wbchen altes Kind des Josephus Prancisei Biderman stirbt am 10.6.1700;der unvollstaendigp(?)Index erwaehnte weitere 
B.auf Seite 716(Josef 1699)und Seite 796(Leopold 1708)und 80(?)(J.?-1707);WENN MAN NUR DIESE SEITEN PH0aX)KOPIERT,OFr 
BEI WEITEM LESERLICHER,]^ SICH HAETTElIch war buchstaeblich wie die Kiih vor den neuen Tor-wisste weder aus noch ein, 
weil ich noch nie so etwas gehandhabt hatte; auch mosste alles im Fluesterton besprochen werden un das Mysterium nicht 
zu stoeren;natuerlich traut man sich dann kaum zu atmen, geschweige denn'^brauchsanleitungen"zu erbitten... 

Koranen Sie je nach GreinTlM ist es in Ober-Oest. genau so,Pfarren haben ihre Matriken oder wenn nicht 
dann in einer Zentralstelle in Linz? 

Meine Wiener Freundin, die im Mai hier war, hat fuer mich den Heimat sforscher Walter Brunner in Vitis ange- 
rufen,in dessen Chronik von 1988,ueber die Niinnemgebung der Haeuser am 9.4.1771(in dem'TSaedorf", heute Gadorf,war dies 
schon am 28. 3. 1771), scheint scwc^il ein Pittermann Michael auf,wdTnhaft in No ll(bestaetigt im Taufschein seines Sohnes) 
aber auch ein Pittermann Franz, eventuell ein Bruder, Sohn?Beide Haeuser haben einen neuen Besitzer in 1824; beerbte 
Michael(in 1736 geboren)dann den Bruder, Sohn, der in 1824 starbTMein ürgrossvater Georg,Sohn des Michael, geb. 13. 9. 1780, 
zog anscheinend nach Grein wo er dann auch heiratete(da 48 Jahre alt kann es in zweiter Ehe gewesen sein;meine Anfragen 
nach Grein blieben unbeantwortet)Leider stellte sich heraus dass Herr Brunner keine Briefe schreibt, aber gewillt ist 
auf einem Tonband zu sprechen,was mir hoechst unwahrscheinlich vorkorantCmein unbeantworteter Brief an ihn war vom 
14.1.!(hoere ich Sie sotto voce fluchen"Ihre Sorgen moechte ich haben"???) 




Sehr geehrter Herr Vfeyen, 



Kingston, 6. 7. 1990 



Keine Angst bitte diesmal aber wirklich GANZ KÜRZ 



f f f f f 



Habe endlich die Antwort von Kanonikus Froehlich gefunden,welche ich beilege;was mir auf einmal"einleuch- 
te" (lange Leitung), war dass die beiden'Vinter Maenner", aufgezeichnet im Buch von 1797, eventuell Brueder der Maria Anna 
Winter sein koennten,bewiesen,falls Taufbuch, durch die Namen der Eltern Andreas Winter und Elisabeth Wagner;das 
wuerde uns dann wenigstens versichern dass diese Maria Anna Winter, Frau des Mathias Muehler tatsaechlich aus 
Rappottenstein stainnt, selbst wenn ihre Geburt(circa 1775-1778)nicht mehr bewiesesn werden kann da die gerettete 
Matrik erst 1797 beginnt ;natuerlich verbrannte auch die Eheeintragung der Eltem(falls dort). 

WIEDERUM GRUND UND MAHNUNG DASS ALLE MATOIKEN SCHLEUNIGST IN DIE KOMPUTER BANK GEHOEREN. ... 



Mit der Hoffnung dass Sie einen angenehmen Sommer verbringen. 
Hochachtungsvoll 




Peter Weyen 

Institut fuer historische Familienforschung 

Doeblinger Hai:5)tstrasse 56/4 

A-1190 Wien 

Austria 



George Vladar 
85 Victoria 
Kingston, Qnt. 
K7K 4S6 
Canada 



Sehr geehrter Herr Weyen, 



24.9.1990 



"Eli,Eli,La'ina Sabachtha'ni " ?????????? 

Da ich von Ihnen seit Ihrem Brief vom 7.6.1990 nichts mehr gehoert habe kann ich nur annehmen: 

a) dass Sie nicht mehr der hysterischen Familienforschung froehnen, 

b) diese nur insoweit betreuen als es sich um die creme de la creme von 32 Wappenschildteilungen des 
blaübluetigsten Bochadels handelt, 

c) dass Sie im Clüb-^fed eine schwerstreiche Witwe aufgegabelt haben und nun mehr fuer schnoeden Mannon 
ueberhaiqpt keine Verwendung mehr finden koennen 

Sollte keines der oben angegebenen Moeglichkeiten stichhaeltig sein, erlaube ich mir mich Ihnen wieder in Erinnerung zu 
bringen und dies mit einer Oe.S.lOOO Vorausbezahlung(oder Verguetung?)zu unterstreichen. 

Gleichzeitig moechte ich Ihnen mitteilen dass ich nach langen Versuchen eine kleine Erhoehung meiner Pension erreicht 
habe und deswegen mich als zahlungskraeftiger erklaeren kann. 

Meine Bitte waere folgende;bei Ihrem naechsten Besuch in St.Poelten das Vitis Buch, sozusagen als waere es ein nasser 
Fetzen, so auszuwinden bis der letzte Ttxjpfen von dokumentierter Weisheit entncmnaen ist . Ich lege eine kurze 
Zusamnenfassung der Biter /Piter/Bider/Bittennan Saga bei, sodass Sie all die Luecken ueberblicken koennen. Besonders 
waere mir an einer vollstaendigen(so weit wie mDeglich,bien entendu)Aufstellung der Familie des Adam Joh.Michael 
Biderman gelegen,also etwaige Geschwister des Georg Biterman 1780-1854, aber im Grossen und Ganzen,ganz gleich wie 
lange das dauern wuerde,eben dieses Vitis Buch ganz durchzupfluegen,was Geburten,Ehen und Tode diese Familie betrifft. 
Wenn Sie es fuer praktisch halten und es alles erleichtem wuerde, waere ich bereit die Kosten einer totalen 
Photo-Kopie dieser Matrik zu tragen. 

Alles andere, also Nachforschung der Familien Anderle und Muehler /Miller in der CSR,Nachforschung der Familie Winter, 
Nachforschung der Familie Gessler(einschliesslich Tod des "verschwundenen" Joseph Gessler), Nachforschung in die 
Herkunft und Familie von Maria Anna Gundacker,nee Rohsaecker und last but not least, Einsicht in die Eintragung der 
Eheschliessung von Georg BiternBn,Grein 9.11.1828, (erste Ehe? Wie viele Kinder? Adresse etc ?), koennen wir dann noch 
nach dem Abschluss des Vitis Aktes besprechen. 

Ich wuerde Sie sehr ersuchen diesen Brief nur kurz, selbst wenn nur auf dem selben Blatt, zu bestaetigen und mich 
wissen lassen ob ich weiter auf Ihre Expertise rechnen darf , oder nicht. Im letzteren Fall koennten Sie mir Jemanden 
empfehlen? 

Ihnen einen angenehmen, farbenfreudigen Herbst wuenschend,Bnpfehlungen an Ing.Gundacker, 
Hochachtungsvoll , 



George Vladar 
Beilage; Oe.S.lOOO 




Dear Mr.Weyen, 



Kingston,25.10.1990 



Was fuer einen Orden (Platin zumindestens) verleiht man jemanden der eine ganze Seite per Hand schreiben 
kann und will- ich koennte dies nicht selbst mit brennenden Bamboo-Staebchen unter den 

Fingemaegeln;bestenfalls, BESTENFALLS, kann ich in Grossbuchstaben schreiben und selbst das sieht aus wie ein total 
besoffenes Huhn das ueber den Misthaufen stolpert. . .also-HERZLICHEN DANK ! 

Der Grund dass Sie wieder(ad nauseam?)von mir so schnell hoeren ist folgender (und dem Datum nach 
wahrscheinlich verlorene Liebesmueh; 

l);Die von mir erflehten Bidermann/Pidermann/Bitermann Daten aus Vitis liegen ATLF in St.Poelten; 
Geburtsdaten von a) Gregor Bidermann 

b) Bernhard Pidermann 

c) Franciscus Bidermann 

d) Heiratsdaten von a & b 

e) ganz zu schweigen Daten der der diversen Damen die sie heirateten 

f ) vor Gregor Bidermann 

g) Sterbedaten von a-f -z 

h) Daten von Kindern, abgesehen von denen schon auf beiliegendem Stammbaum a-z 

2); Ich wusste,aber Information * Versabel t**, von wann ab die Pfarre Vitis selbst noch etwas aufliegen 
hat; bestimmt nichts vor 1800; eventuell nur koennte das Sterbedatum des Adam Joh.Michael Bidermann, 
- 17.9.1786 - ? darin enthalten sein, alles andere wie z.B Geschwister seines Sohnes Georg Bitermann 
'•- 13.9.1780 - 8.12.1854 liegt, siehe oben,in St.Poelten. 

3);Der Pfarrer von Vitis ist Pole (ich will nichts chauvinistisches gegen diese sagen, ausser dass wir 
ihnen diesen miesen Reactionaer im Vatican verdanken muessen) ; seine "Schaf erschienen nicht direkt 
ekstatisch ueber ihren Hirten zu sein und er nicht uebergluecklich ist in diesem, ihn fremden oesterr. 
Kaff amtieren zu muessen. Ausser den kurzen Amtsstunden, angegeben auf seiner Pfarrtuer,ist er nie da 

und niemand wusste wo er sei und waren sichtlich verlegen darueber befragt zu werden 

Ergo kann ich nur sagen " mazel-tov" ! 

4); Was immer der andere Fall in Vitis sein mag den Sie versorgen,moechte ich Ihnen die Adresse des 

dortigen Heimatsforschers geben der sehr au fait zu sein scheint, auch viel ,so wie Sie, in Herr- ( 
schaftsbuechem stoebert und sowohl interessant wie auch nuetzlich sein koennte; 
WALTER BRUNNER 
Hauptplatz 31 

3902 Vitis, Tel 02841 / 235 
5); Sollten Sie doch noch "ante -Vitis" sein so bitte ich Sie auf das Wohl des alten Sekkierers, meiner 
Wenigkeit, ein Glaserl zu verschlucken im Gasthof Hofmann, Hauptplatz 24,frueher "Zu den 3 Kronen" und 
Besizt meines ür-ürgrossvaters und Geburtshaus meines Ür-Grossvaters . ( SIC TRANSIT GLORIA MÜNDI ! ) 

Ich habe schon viele elende Kabarettstteuckerln ueber mich ergehen lassen muessen und kann nur hoffen dass Ihr 
Kompliment, sehr gebauchpinselt dankend angenommen,nur auf das beste dieses Genres gemuenzt war! 

Im raten werde ich mich also ueben muessen-was Punkt 3 betrifft so liegt es doch auf der Hand dass in 
jeder Minute des Tages jemand Witwe wird; ein guter Prozentsatz davon mueste finanziell gut beschlagen sein( eben um 
das suesse Wesen besonders gut verwoehnen zu koennen ist ja der arme Tropf abgekratzt); wiederum davon muss ein Prozent- 
satz auch a) jung und b) schoen sein ALSO????? Da ich Ihr Alter nicht weiss(aehnlich Herrn Gundackers ?)kann ich 

nicht eruieren ob sowohl a wie auch b wirklich absolut notwendig sind;wenn nicht dann sind die Schancen natuerlich 
umso groesser! ! ! ! 

Ich freue mich zu lesen dass " langsam wird die Ahnenforschung interessant"; dies gibt mir nun doch einen 
" clue" ueber Ihr Alter denn nur wenn ganz jung hat man noch diese Illusion dass die Beschaeftigung,die fuer die 
etlichen Vierterln Heurigen aufl^cmmt,auch noch "interessant" sein muss; sicherlichj gibt es bei creativen Berufen 
Stemstunden aber in dem Hauptteil der Zeit ist man pur und sinpel Galeerenstraef ling und muss sich damit abfinden ob 
man nun will oder nicht. 

Schon einmal in einem Ihrer Briefe (inmer estaetisch eine Freixie anzusehen aber nun scheinbar das Werk 



einer aribetetenden Sekretaerin?) erwaehnten Sie wie der Grossteil der Rescherschen kotzlangweilig sei und sicherlich 
kann ich dies einsehen-ABER-A B E R-,wenn man schon einen Briefkopf hat der "Institut" fuer historische 
Familenforschung** angibt, so muss man Samen mit dem Streu acceptieren( dieses Zitat mag nicht ganz stimmen ich 
erinnere mich nicht perfekt );herauszuschnuef fein x^lcher Kreuzzug-Ahne bei der Kroenung desw Koenigs von Jerusalem 
dabei x^rar ist sicherlich aufregender als nur Plebs zu schaufeln, aber es ist das Kleinvieh x^lches den groessten Teil 
des Mists machen wird, ganz abgesehen davon dass diese ehemaligen Kreuzzuegler sowieso schon das Alles fein saeuberlich 
auf Pergament haben und desx^gen kaum Ihre Dienste benoetigen wuerden! 

Meine Vorfahren sind halt leider nur arme Hascherin gewesen,Kleinbuerger mit harten, ereignisslosen Leben 
weder mit Dichtem und Denkern und nicht einmal mit Habsburgerbastardeln oder einem saftigen Massenmoerder 
versehen; ich kann daran nichts aendem und bin mir selbst nur zu ba^jusst wie de facto es alles belanglos ist;troztdem 
will ich diese Suche, nun schon einmal begonnen,nicht aufgeben und auch nicht so unvollstaendig lassenjwenn schon denn 
schon sage ich mir, und da Sie,, wie Sie selbst schreiben " am Ball '* bleiben, kann ich nur auf Englisch erwiedem-" the 



ball is in your comer". . . .und hoffen dass noch zu meinen Lebzeiten all die leeren Kasteln schoen ausgefuellt werden. . 

Ich werde mir in Verbindung damit erlauben einen kurzen " Fragebogen" anzulegen,den Sie,wenn immer die 
Zeit dafuer da ist, einfach per Bleistift ja) oder nein) ankritzeln koennen;ich moechte gerne konkret wissen was Sie 
noch im Bereich des Moeglichen halten. (damit meine ich des Moeglichen per se ,UND des Moeglichen von Ihrer Seite, also 
des Instituts her!) 

Trotz mehrmaligen Versuchen kann ich keine Antwort, unter anderen auch nicht ueber folgendes von Ihnen 
bekormen. Obwohl Sie nicht Georg heissen,moechte ich doch wissen was aus diesem beruehnten Kampf mit dem Drachen Klerus 
geworden ist; haben Sie als guter schwarzer Oesterre icher den gexd.ssen Teil eingezogen, den Bischofsring reumuetig 
gekuesst und katzbucklig klein beigegeben?????????? 

Was wurde aus Ihrem Schlachtruf der "brave new conputer-world" ??? Oder aus meinem,von Ihnen angeregten 
Brief an den Basilisken Burola:atie?Haben Sie sich erkundigt wie andere katholische Laender dies handhaben ? WICFTFIG! 

Abschliessend besser ein laedierter Merzedes als ein heiler Volkwagen; sicherlich haelt uns nur die 
Hoffung aufrecht aber ich habe das unangenehme Gefuehl das dies auch eine gef aehrliche Verblendung ist; solange man 
sich truegen laesst von Circe Hoffnung ,so lange einigt man sich nicht die nackte (aber nicht schoene) Realitaet zu 
acceptieren. . .aber zum Teufel, alles, ALLES, ALLES ist Wahn, Schall und Rauch . . . 

Mit dieser Predigt schliessend, 

Toi,toi,toi-was immer 






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;^AHße ^^'r^^^]^_fiomM fcüj Jfi^^ 



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icjum- 









P^/fffk) fiA-m/^ /fü/iU/f (fUi/MrJ^ A) 



ü 



ROM. KATH. PFARRAMT 

EBERSDORF 

3652 LEIBEN 

• TELEFON 02752/7444 



Ebersdoriam 7. MärZ 1990, 



Lieber Herr Vladar! 



Es tut mir sehr leid, daß ich Ihre gesuchte KATIIERINA 

HABERPELITSR nicht gefunden habe. Ira Jahr 1757 iot keine 

Eintragung Haberfeiner. 

Es gibt einen FRANZ H|)erfellner, geboren ara 21.10.1758 
in Lehen - Eltern: Franz Haberfeiner u. Juliana 

und einen Josef Haberfeiner, geboren am 25.8.1761 

in Lehen - Eltern: Franz Habcrfelner u. Juliana. 

Im Sterbebuch fand ich einen Wilhelm Haberfeiner, 
alG Kind am 17.11.17S3 gestorben. 
Eltern: Franz Haberfeiner und Juliana. 



Ich nehme an, daß Katherina doch im Jahr 1756 oder 1755 

geboren ist und wegen der oft sehr schwer leserlichen 

Schrift nicht gefunden wurde. Ansonsten müßte man annehmen, 

daß Katharia v/o anders, z.B. bei Ver\'/andten oder im Spital 

geboren woirde und später erst nach Sbersdorf gekommen 

ißt. 

Hoffe Ihnen mit dieser Auskunft gedient zu haben. Bei Ihrem 
nächsten Besuch in Österreich können Sie selbst v/ieder 
Einsicht nehmen in unsere Matriken. 

IVünsche Ihnen alles Liebe und Gute, Gottes Segen und 
Grüße aus Ebersdorf. 



' &»' '"''•'p^ 




y(\A 



\^^r^^ 




^ T1/^aa^JU-AA?^ 



MEHM UR-URGROSSELTERN ; 

Michael J,Bidernian ,pistor(Mueller oder Baecker)Vitis,und 
M.Josepha I^bcelbraijn ,Qross-Gerungs,verheiratet in Vitis 29.1.1769 

Mathias Joseph Anderle ^Muellermeister aus Hagsdorf, spater Loja No l,1743(Prachatitz,Boelinen?)-15.7.1819(Loja)imd 
(in 2.Ehe )Maria Arma Gundacker ,8.11.1763(Losau bei Ebersdorf )-6. 12. 1831(Loja) 

Mathias Muehler( Mueller)1775(Muenichreith/Ostrong?)-ll . 8 . 1840(Poechlam Nb 32;1.9.1863 Brurm Nb.48)Schustenneister und 
Anna Winter , 1772(Poechlam? )-26 . 7 . 1835(Poechlam) (trifft auf Sohn zu) 

Josef Gessler( Goessler),Gastwirth in Maria Taferl Nb.ll, ? — ? (gest.vor 1831)und 
Theresa Gundacker,1779(Ebersdorf a/d Danau)-5.10.1851(Poechlam) 



MEINE URCM)S$ELTERN ; 

Georg Bitermann , Seifensieder, 13. 9. 1780(Vitis Nb ll)-(nach 1848, Waidhof en/Ybbs?)und 

Juliana Anderle 9.4.1794(Loja Nb l)-13.3.1873(Waidhofen/Ybbs,Haus Nb 94) Heirat;9.11.1828,Grein a/d Donau. 

Josef Muehler Gastwirth, 23. 12. 1812(Muenichreith/0strong)-20. 12. 1869(Poechlarn, Vorstadt Nb 6)und 

Johanna Gessler 27.2.1810(Maria Taferl Nb ll)-17.11.1892(Waidhofen/Ybbs,Plenkerstrasse 4(Feldgasse 88) 

Heirat in Poechlam; 5.2.1837 

MEINE GROSSELTERN; 

Georg Bittermann , Seifenfabrikant 26.11.1830(Grein a/d Donau)-25.12.1898(Waidhofen/Ybbs,Haus Nb 94)verh.l2.5.1878,Wien 
Leopoldine Muehler 9.11.1847(Poechlam)-31.1.1899(Waidhofen/Ybbs) Heirat; 12. 5. 1878, Wien(Doebling) 

Josef Biheller , Kaufmann 13. 1.1846-3. (5. ?)1.1913(Teschen);heiratet in Teschen, Schlesien 41 jahrig 1887 die 26 jaehr. 
Maria Perl, 20 . 5 . (3 . ? )1861(Neutitschein)-8 . 4 . 1920(Teschen) 



MEINE UR-URGROSSELTERN ; 

Michael J,BiderTrBn ,pistor(Müeller oder Baecker)Vitis,und M.Josepha Vfeixelbraun Xverheiratet in Vitis 29.1.1769) 

Mathias Joseph Anderle .Muellermeister aus Hagsdorf , spater Loja No l,1743(Prachatitz,Boehnen?)-15.7.1819(Ioja)und 
(in 2.Ehe )Maria Arma Qundacker ,8.11.1763(Losau bei Ebersdorf )-6. 12. 1831(Ioja) 

Mathias Maehler( Müeller)1775(Müenichreith/Os trong?)-ll . 8 . 18A0(Poechlam No 32;1.9.1863 Brunn Nb.48)SchusterTnBister und 
Arma Winter , 177"2(Poechlam?)-26. 7. 1835(Poechlam) (^i^^^ ^^ ^^ Sohn zu) 

Josef Gessler( Goessler),Gastwirth in Maria Taferl No.ll, ? — ? (gpst.vor 1831)und 
Theresa Gundacker,1779(Ebersdorf a/d Donau)-5.10.1851(Poechlam) 



MEINE URGROSSELTERN ; 

Georg Bitermann, Seifensieder, 13. 9. 1780(Vitis Nb ll)-(nach 1848, Waidhof en/Ybbs?)und ^ 

Jul^ Anderle 9.4.1794(Loja Nb l)-13.3.1873(Waidhofen/Ybbs,Haus Nb 94) Heirat; 9.11.1828,Grein a/d Donau 

Josef Muehler Gastwirth,23.12.1812(Muenichreith/Ostrong)-20.12.1869(Poechlam,Vorstadt Nb 6)und 

Johanna Gessler 27.2.1810(Maria Taferl Nb ll)-17.11.1892(Waidhofen/Ybbs,Plenkerstras§e 4(Feldgasse 88) 
Heirat in Poechlam; 5.2.1837 

MEINE GROSSELTERN; 

Georg Bittermann , Seifenfabrikant 26.11.1830(Grein a/d Donau)-25.12.1898(Waidhofen/Ybbs,Haus Nb 94)verh.l2.5.1878,Wien 
Leopoldine Muehler 9.11.1847(Poechlam)-31.1.1899(Waidhofen/Ybbs) Heirat; 12. 5. 1878, Wien(Doebling) 

Josef Biheller ,KaufnBnn 13. 1.1846-3. (5. ?)1.1913(Teschen); heiratet in Teschen, Schlesien 41 jahrig 1887 die 26 jaehr. 
Maria Perl,20.5.(3.?)1861(Neutitschein)-8.4.1920(Teschen) 



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MEHJg: UR-URGROSSELTERN ; 

Michael J.Biderman ,pistor(Mueller oder Baecker)Vitis,und M.Josepha Weixelbraun , (verheiratet in Vitis 29.1.1769) 

Mathias Joseph Anderle ,Müellernieister aus Hagsdorf , spater Loja No l,1743(Prachatitz,Boehnen?)-15.7.1819(Loja)und 
(in 2.Ehe )Maria Arma Gundacker ,8.11.1763(Losau bei Ebersdorf )-6. 12. 1831(Loja) 

Mathias Müehler( Müeller)1775(Müenichreith/Ostrong?)-ll . 8 . 1840(Föechlam Nb 32;1.9.1863 Brum No.48)Schustenneister und 
Anna Winter , 1772(Poechlam?)-26. 7. 1835(Poechlam) (trifft nur auf Sohn zu) 

Josef Gessler( Goessler),Gastwirth in Maria Taferl No.ll, ? — ? (gest.vor 1831)und 
Theresa Gundacker,1779(Ebersdorf a/d Donau)-5.10.1851(Poechlam) 



MEINE URGROSSELTERN ; 

Georg BitennEmn ,Seifensieder,13.9.1780(Vitis N6 ll)-(nach 1848,Waidhofen/Ybbs?)und 

Juliana Anderle 9.4.1794(Loja Nb l)-13.3.1873(Waidhofen/Ybbs,Haus Nb 9A)f^ei^at;9.11.1828,Grein a/d Donau 

Josef Muehler Gastwirth,23.12.1812(Muenichreith/Ostrong)-20.12.1869(Poechlarn,Vorstadt Nb 6)und 

Johanna Gessler 27.2.1810(Maria Taferl No ll)-17.11.1892(Waidhofen/Ybbs,Plenkerstrasse 4(Feldgasse 88) 

Heirat in Poechlam; 5.2.1837 

MEINE GROSSELTERN; 

Georg BitteriTBnn , Seifenfabrikant 26.11.1830(Grein a/d Donau)-25.12.1898(Waidhofen/Ybbs,Haus No 94)verh.l2.5.1878,Wien 
Leopoldine Muehler 9.11.1847(Poechlam)-31.1.1899(Waidhofen/Ybbs) Heirat; 12. 5. 1878 Wien(Doebling) 



Josef Biheller , Kaufmann 13. 1.1846-3. (5. ?)1.1913(Teschen);heiratet in Teschen,Schlesien 41 jahrig 1887 die 26 jaehr. 
Maria Perl , 20 . 5 . (3 . ? )1861(Neutitschein)-8 . 4 . 1920(Teschen) 



MEINE UR-URGROSSELTERN ; '^ -•^ .,. 

Michael J.Biderman ypistor(Mueller oder Baecker)Vitis,und 
Josepha Weixelbraigi yGross-Gerungs, verheiratet in Vitis 29.1.1769 

Mathias Joseph Anderle ,Müellenneister aus Hagsdorf, spater Loja Nb l,17A3CPrachatitz,Boelinen?)-15.7.1819(Loja)und 
(in 2.Ehe )Maria Anna Qundacker ,8.11.1763(Losau bei Ebersdorf )-6. 12. 1831(Loja) 

Mathias Muehler( Müeller)1775(Miienichreith/Ostrong?)-11.8.1840(Poechlam Nb 32;1.9.1863 Brunn Nb.48)Schustenneister und 
Anna Winter , 1772(Poechlam? )-26 . 7 . 1835(Poechlam) (trifft nur auf Sohn zu) 

Josef Gessler( Goessler),Gastwirth in Msiria Taferl No.ll, ? — ? (gest.vor 1831)uDid 
Theresa Gundacker,1779(Ebersdorf a/d Danau)-5.10.1851(Poechlam) 



MEINE URGROSSELTERN ; 

Georg Bitennann ,Seifensieder,13.9.1780(Vitis Nb ll)-(nach 1848,Waidhofen/Ybbs?)und 

Juliana Anderle 9.4.179A(Loja Nb l)-13.3.1873(Waidhofen/Ybbs,Haus Nb 94) Heirat; 9. IT. 1828, Grein a/d Donau 

Josef Muehler Gastwirth, 23. 12. 1812(Muenichreith/0strong)-20. 12. 1869(Poechlarn, Vorstadt Nb 6)und 

Jdianna Gessler 27.2.1810(Maria Taferl Nb ll)-17.11.1892(Waidhofen/Ybbs,Plenkerstrasse 4(Feldgasse 88) 

Heirat in Poechlam; 5.2.1837 



MEINE GROSSELTERN; 

Georg Bittermann , Seifenfabrikant 26.11.1830(Grein a/d Donau)-25.12.1898(Waidhofen/Ybbs,Haus Nb 94)verh.l2.5.1878,Wien 
Leopoldine Muehler 9.11.1847(Poechlam)-31.1.1899(Waidhofen/Ybbs) Heirat;12.5.1878,Wien(Doebling) 

Josef Biheller ,Kaufmann 13.1.1846-3. (5. ?)1.1913(Teschen);heiratet in Teschen, Schlesien 41 jahrig 1887 die 26 jaehr. 
Maria Perl , 20 . 5 . (3 . ? )1861(Neutitschein)-8 . 4 . 1920(Teschen) 



MEINE UR-URGROSSELTERN ; 

Michael J.BideniBn ,pistor(Mueller oder Baecker)Vitis Nb ll,und M.Josepha Weixelbraun , (verheiratet in Vitis 29.1.1769) 

Mathias Joseph Anderle .Muellermeister aus Hagsdorf , spater Loja No l,1743(Prachatitz,Boehnen?)-15.7.1819(I/)ja)und 
(in 2.Ehe )Maria Anna Gundacker ,8.11.1763(Losau bei Ebersdorf )-6. 12. 1831(Loja) 

Mathias Muehler( Müeller)1775(Müenichreith/Ostrong?)-ll . 8 . 18A0(Poechlam Nb 32;1.9.1863 Brunn Nb.48))SchusterTneister und 
Anna Winter , 1772(Poechlam? )-26 . 7 . 1835(Poechlam) 

Josef Gessler( Goessler),Gastwirth in Maria Taferl ?-?(8ßst.vor 1831)und 
Theresa Gundacker ,1779(Ebersdorf a/d Donau)-5.10.1851(Poechlam) 



L 



UR-UR-URGROSSELTERN ! 

Bidermann und Frau (Eltern von Michael J.Bidermann, verehelicht 29.1 1769) 

Joseph Weixelbraun und Catherina Foberin (Schwiegereltern von Michael J.Bidermann; Tochter 

M . Josepha , geb . Gross-Gerungs ) 
Johann Anderle und Magdalena Humpoletz (Eltern von Joseph Anderle, geb. circa 1743, 

Pragatiz(Prachatice?)gest .Loj a, 15 . 7 . 1819 
Georgius Gundacker und Maria Anna Schinaglin (Schwiegereltern von Joseph Anderle; ihre Tochter 

Anna Maria geb. 8. 11 .1763 in Losau,gest .Loja , 
Ge ssler und Frau ( Eltern von Joseph Gessler) 6.12.1831) 

Gundacker und Fr au ( Schwiegereltern von Joseph Gessler; ihre Tochter Theresia geb. 

circa 1779 in Ebersdorf a/d Donau, gest. Poechlarn 5.10.1851) 
Muehler und Frau(Eltern von Mathias Muehler, geb. circa 1775, gest .Poechlarn 11.8.1840) 



Winter und Frau( Schwiegereltern vom Mathias Muehler; ihre Tochter Anna geb.Poechlarn(?) 

circa 1772, gest .Poechlarn 26.7.1835) 







Meine Abstammung ueber meine Urgrossmutter Juliana Bittermann, nee Anderle. 

Mein Ur-U r-Ur- Grossva ter Joha nn Anderle & seine Frau Magdalena, nee Humpoletz, 
aus Pragatiz,Boehmen(Prachatice?)Muellermeister;deren Sohn 

mein Ur-Urgrossvater Mathias Joseph Anderle ; 1743-15.7 . 1819; Mue Herme ister ansaessig^ n$ *^^^'^^| 

in Loja No 1; Sterbebuch 
Gottsdorf , Tom. 3/7, S 66. 
In erster Ehe, Trauungsbuch Gottsdorf , aber ansaessig in Haggstorf (Hagsdorf ) mit Magdalena 
Panhofferin(Prunhofferin,Bamhoferin)1754-17 .4.1784 .Kinder: Anna Catherina 23.12.1777, 
Theresia 16.9. 1779, Josepha 11 .1 .1781,Franciscus Xaverus 17.6.1783.23.12. 

In zweiter Ehe; mit Maria Anna Gundackerin aus n)etsdorf; -*Ä^6.12.1831 (67 Jahre alt) 
Kinder;meine Urgrossmutter , Juliana getauft 9.4 .1794, Loja/Gottsdorf , heiratet 
G eorg Bittermann aus Vitis(13.9. 178Ü-^(!?,$iin Grein,9. 11 .1828(sie ist 34, er ist 48) starb 
in Waidhof en/Ybbs 13.3.1873 ^ auf 9 frueh fast 79 Jahre alt. 



Johanna, a-f ii irni r ^ .5^^ /^O^ 
Walpurga(Friedrichin)1796-ll . 7 . 1846 



Joseph Anderle ,"ein Muellermeister von der Loja'*heiratete im Alter von 38 Jahren 
in Ebersdorf in zweiter Ehe Anna Maria Gundackerin am 20.9.1784. 

Maria Anna Gundacker ist am 8.11.1763 vermutlich in Losau, Pfarre Ebersdorf , geboren. 
Eltern Georgius Gundacker und seine Frau Maria Anna. 



Meine Abstammung ueber meine Urgrossmutter Juliana Bittermann, nee Anderle. 

Mein Ur-Ur-Ur-Grossvater Johann Anderle & seine Frau Magdalena, nee Humpoletz, 
aus Pragatiz,Boehmen(Prachatice?)Muellermeister,'deren Sohn 

mein Ur-Urgrossvater Mathias Joseph Anderle ; 1743-15.7 . 1819 ;Muellerme ister ansaessig 

in Loja No 1; Sterbebuch 
Gottsdorf , Tom. 3/7, S 66. 
In erster Ehe, Trauungsbuch Gottsdorf , aber ansaessig in Haggstorf (Hagsdorf ) mit Magdalena 
Panhoff er in(Prunhofferin,Bamhof er in) 1754-17. 4. 1784. Kinder: Anna Catherina 23.12.1777, 
Theresia 16.9. 1779, Josepha 11 .1 .1781,Franciscus Xaverus 17.6.1783.23.12. 

In zweiter Ehe; mit Maria Anna Gundackerin aus Ebersdorf; 1764-6.12.1831 (67 Jahre alt) 
Kinder;meine Urgrossmutter , Juliana getauft 9. 4. 1794, Loja/Gottsdorf , heiratet 
G eorg Bittermann aus Vitis(13.9. 1780- )in Grein,9. 11 .1828(sie ist 34, er ist 48) starb 
in Waidhof en/Ybbs 13.3.1873 h; auf 9 frueh fast 79 Jahre alt. 

Johanna, 9. 4. 1794 
Walpurga(Friedrichin)1796-ll . 7 . 1846 



Joseph Anderle ,"ein Muellermeister von der Loja"heiratete im Alter von 38 Jahren 
in Ebersdorf in zweiter Ehe Anna Maria Gundackerin am 20.9.1784. 

Maria Anna Gundacker ist am 8.11.1763 vermutlich in Losau, Pfarre Ebersdorf , geboren. 
Eltern Georgius Gundacker und seine Frau Maria Anna. 



Meine Abstammung ueber meine Urgrossmutter Juliana Bittermann, nee Anderle. 

Mein Ur~Ur-Ur-Grossvater Johann Anderle & seine Frau Magdalena, nee Humpoletz, 
aus Pragatiz,Boehmen(Prachatice?)Muellermeister;deren Sohn 

mein Ur-Urgrossvater Mathias Joseph Anderle ; 1743-15.7 .1819; Muellerme ister ansaessig 

in Loja No 1; Sterbebuch 
Gottsdorf , Tom. 3/7, S 66. 
In erster Ehe, Trauungsbuch Gottsdorf , aber ansaessig in Haggstorf (Hagsdorf ) mit Magdalena 
Panhof f er in(Prunhoff er in, Bamhof er in) 1754-17. A. 1784. Kinder: Anna Catherina 23.12.1777, 
Theresia 16.9. 1779, Josepha 11 .1 . 1781 ,Franciscus Xaverus 17.6.1783.23.12. 

In zweiter Ehe; mit Maria Anna Gundackerin aus Ebersdorf; 1764-6.12.1831 (67 Jahre alt) 
Kinder;meine Urgrossmutter , Juliana getauft 9. 4. 1794, Loja/Gottsdorf , heiratet 
G eorg Bittermann aus Vitis(13 .9 . 1780- )in Grein,9.11 .1828(sie ist 34, er ist 48) starb 
in Waidhof en/Ybbs 13.3.1873 \ auf 9 frueh fast 79 Jahre alt. 



Johanna, 9. 4. 1794 

Walpurga(Fr iedrichin)1796-ll . 7 . 1846 

Joseph Anderle, "ein Muellermeister von der Loja'*hatim Alter von 38 Jahren in zweiter 

Ehe am 20.9.1784 die Anna Maria Gundackerin in Ebersdorf geheiratet. 

Maria Anna Gundacker ist am 8.11.1763 vermutlich in Losau, Pfarre Ebersdorf , geboren. 



MEINE UR-mOOSSELTERN ; 

Michael J.Biderman ,pistor(^lieller oder Baecker)Vitis,und M.Josepha Vfeixelbraun , (verheiratet in Vitis 29.1.1769) 

Mathias Joseph Anderle ,Muellenneister aus Hagsdorf , spater Loja No l,1743(Prachatitz,BoehTien?)-15.7.1819(Loja)iind 
(in 2.Ehe )Msü:ia Aima Qundacker ,8.11.1763(Losau bei Ebersdorf )-6. 12. 1831(Loja) 

Mathias Muehler( Mueller)1775(Müenichreith/Ostrong?)-ll . 8 . 1840(Poechlam Nb 32;1.9.1863 Brunn Nb.48)Schustenneister und 
Anna Winter , 1772(Poechlam? )-26 . 7 . 1835(Poechlam) (trifft nur auf Sohn zu) 

Josef Gessler( Goessler)^Gastwirth in Maria Taferl No.ll, ? — ? (gest.vor 1831)und 
Theresa Gundacker,1779(Ebersdorf a/d Donau)-5.10.1851(Poechlam) 



MEINE URGRQSSELTERN ; 

Georg Bitermam , Seifensieder, 13. 9. 1780(Vitis No ll)-(nach 1848, Waidhof en/Ybbs?)und 
Juliana Anderle 9.4.1794(Loja Nb l)-13.3.1873(Waidhofen/Ybbs,Haus Nb 94) 

Josef Muehler Gastwirth, 23. 12. 1812(Muenichreith/0strong)-20. 12. 1869(Poechlam, Vorstadt Nb 6)und 

Johanna Gessler 27.2.1810(Maria Taferl Nb ll)-17.11.1892(Waidhofen/Ybbs,Plenkerstrasse 4(Feldgasse 88) 

Heirat in Poechlam; 5.2.1836 

MEINE GROSSELTERN; 

Georg Bittermann , Seifenfabrikant 26.11.1830(Grein a/d Donau)-25.12.1898(Waidhofen/Ybbs,Haus Nb 94)verh.l2.5.1878,Wien 
Leopoldine Muehler 9 . 11 . 1847(Poechlam)-31 . 1 . 1899(Waidhof en/Ybbs) 

Josef Biheller , Kaufmann 13.1.1846-3. (5. ?)1.1913(Teschen); heiratet in Teschen, Schlesien 41 jahrig 1887 die 26 jaehr. 
Maria Perl,20.5.(3.?)1861(Neutitschein)-8.4.1920(Teschen) 



DESCENT THROUCrH m PATERNAL GRANDFATHER 

Trauung8schein;29.Jaenner 1769- VITIS (pol, Bezirk Waidhofen a/d Thaya, Dekanat ditto, 
(Marriage Certificate) DioezeaejSt.Poelten) 

GREAT-GREACroom; BIDERMANN J.MICHAEL H'.i. ^istor {h</U£-^^ J^A^^B^ 

GRAND Bride: M.JOSEPHA DfETOSEPHI WEIXELBRAÜN et(Judicis unleserlich) in GERÜNGS et 

PARENTS JrCATHARINA FOBERIN hon.virgo legitima ^ ^ ^ ._ 

M' ^^ f^^l '^ ^^^ ^^^^^< cr/CB^ 



GREAT 
GRAND 
PARENTS 



GRAND 

PARENTS 



PARENTS 



Their son; 

BITERMANN GEORG geb in Vitis 13.9.1780 Cparents narried 11 years) 



marrie« 



Vitis i3.v.i7«u cparents narriea ii years; , ^ 'N 



ö^A/^r I^OS^Q^vm^ 



ANDERLE Juliana geb in LOJA No l(Pfarre Gottsdorf) 9.^.179A ,died 13.3. 1873 (alinost79| 

lA uf 9 Uhr früh 
on November 9th 1828 in GREIN a/d Donau ( he is A8,she is 3^) 

H years diff erence 
Their son; 

BITTERMANN Georg, born November 26th I83O t-n GREIN a/d Donau(father is 50,mother is 36, 

died 25.Dezeniber 1808,2.30 PM(over 68) married 2 years) 

(confirmed„9.10,lgA4.,Wien aged U) listed in father's birth-certificat as "Seifensieder" 

narries MÜLLER ( MÜHLER) Leopoldine, geb. GROSS- p'dcHLARN Q. November 18^7 

died Waidhofen/Ybbs 31.1. 1899,9 PM (over 5^) 

on 12.M5iy 1878 in WIEN,D0EBLING (he is almost 47-^,she is 30^) (l7 years differencei) 



their son; 



(irst child,Georg,borBl2.3.188l,died Vienna 20.A.19U,33years ) 



BITTERMANN Karl Johann Josef (Adoptionsvertrag, Mirie^IrBa)hChler. geb. von Wladar,change8 

name to BITTERMAN-WLADAR,9.12.1927) orphaned at 12 .' 
born 30. Dezember I887in Waidhofena/d Ybbs (father is 57,mother is 4.0) 
dies 29. Mai 1970 in Waidhofen a/d Ybbs,nearly 82*-) at 11. U5 AM 

marrie s 

BIHELLER Margarethe Marie geb.Teschen 6. Juli 1890 {"^U Jahre) (grooa 27 ) 

died Waidhofen a/d Ybbs 25.Mflrz 1975 ,5.15 PM, (3i- months short 

of 85) 

their son 



BITTERMAN-WLADAR C}eorg,geb.20.9.1923 in Wien, Krankenhaus Rudolf inerhei«; father 36, 

mother 33 



ATTEMPTS AT DEDIPHERING ENTRIES IN HAKDWRITT-EN PRAYER-BOOK " ANNO 17^^" 

? Own er (Initials in binding F.J»H.) binding may not be original, pages cut to fit later? 
(see cut page nunbers). 

"Mein Vater starb am 15.July 1819 um 10 Uhr abends." ^^ ,, 
"Am 5t en Februar sind wir (?) worden 1837 (?)^ Johann Muhler" 
$ "Unser lieber Vater ist um \ zwei Uhr nachmittag gestorben den 20, Dezember 1869 

( ibeweint von seinen 3 Kindern { ) 

• "Meine gute Hitter Gessler ist gestorben den 5»0ctober 1851 (?) 72 Jahren um +5 Uhr na 

mittag" 
"Mein Weib Johanna t^ihler ist geböreh(?)am 27. (?) 1810" 2. 

"In das mir(?) gebaute Haus No 48 zu? sind wir eingezogen denl*en(?) September 1863 
"Dienstag den 31.Jaenner 18^9 ist meine Hitter ^eopoldine Bitterman um 9 Uhr 

abends gestorben" (Entry by Vati) 

A page listing the various children born to Josef fiihler(?) 

Der 
? ? ist geboren am(?) 25,0ctober 1837 um 10 Uhr in der Nacht im Zeichen des ? 

gestorben ist(?) ? ? 26*^ctober I837 um U Uhr in der frueh (irst child?) 

Der Nikolaus? 
? ? ist geboren worden am 5*0ctober um -^ 1 Uhr in der frueh im Zeichen des Stir 
im Jahre I838 
Die 
? MAGDALENA ist geboren am 20,MBLerz I84O im Zeichen des ? um -j^ 3 Uhr nachmittag 

Der ? ist geboren worden den 21.Mai?im Zeichen der Fische um 9 Uhr ? 18^^ 



New older(?) page; 

"Am 5# August (?) 1793 ist geboren worden Josephus(?) ? im Zeichen des ? 

•••Taufe gehoben worde." 

"Am 16. November 1794. ist geboren worden CBCILIA im Zeichen der Jungfrau, ist von 

• taufe gehoben worden* 

"Am 28^ Jannuarius(?) 1797 ist geboren worden KARL ist aber den 6 Tag zu seinem 

Schöpfer ?? 

" Am U tenJulius 17^8 ist geboren worden GENOVEVA im Zeichen des Krebsens?" 
• "Meine Mitter ?? fCller ist gestorben den 26ten July 1835 in einem Alter von 63Jahren 
% "Mein Vater Mathias ifij^ler ist gestorben den 11 ten August I84O um lUhr im der frueh? 

in einem Alter von 65 Jahren^" 

"Mein lieber Sohn Nikolaus ist gestorben am I8ten Maerz 18^0 um 2 Uhr??? 

"Johann ?? ist geboren worden am 27^ August 1808. Tauf?? Mathias Johanm," 

"Josef Muh lerist gebor en den 23 Peze mber 18 12" 
^^Ifein lieber öohn tfikölausTSt gesTörKen (ien 18 ten Maerz 184.3 um M Uhr nachmittag" 

"Der ? Sohn Karl? ist geboren am 2. ?? 22 Jahr? I8ii5" 

"Die Leopoldine ist geboren den 9 November up 3/U auf 6 Uhr ?? im Jahr 18^7" 

"Der ? ist geboren den l6^Dezepber 1853" 

" Der ? ist den 20*Juny 185^4 gestorben " 

"Den 16 May? ist mein Sohn geboren Namens Johannes Nepomuceng und von H? Johann ? 

? am ? Magdalena ??? aus der hl? Tauf gehoben worden im Zeichen des Stier" 

"Den 20 September 1751 ist meine Tochter geboreh n€[mens Maria Catherina und von 
Herrn? Johan Michael Kranz??^«#?.^ •? Magdalena ?qus der hl^Taufe gehoben worden 
im Zeichen der Jungfrau," 

" Den 15 Januar ius? 1753 



/ 



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'•Den 15 •'^anuarius? 1753 ist meine Tochter jeborem naaeRs Anna Maria und toä 
(both Godparenta the same as 2 preyious entriea) aus der hl.Taufe gehoben 
worden im Zeichen der Zwillinge (Scorplons croseed out) 



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■H^muimmma^^^^A^'^^ 



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On reTerse of Heiligenbild H.Franziskus Seraph; ' 

"Mein Bruder Franziskus XarerikusC?) ist am 22.May zwischen 7-8 Uhr im..hbiligen * 
Pfingstsonntag(?) gestorben 1831 ^.-"'''"^***'^'" V^ t^^ ^ 



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5: 4c ^C?6~ 



Maria Anna Gundacker ist am 8. November 1763 vermutlich 
in Losau, Pfarre Ebersdorf, geboren. 




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ii2^ 



• . ^ 







> .Jt^^l 



übersende Ihnen die Kopien aus den Matriken und 
grüße herzlich! 



/ 4Co^ ^Ta^^ l)/'h 




P.S.: Die älteren Matriken liegen im Diözec^anarchiv in 
St. Polten. 







fc^^ 



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n/tc/i fo^m€C 



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vy((v, 








H^S 






J 





Roem . Kath . Pfarramt 

Ebersdorf 

3652 Leiben 

N.Oe. 

Austria 




George Vladar 
685 Victoria 
Kingston, Ont . 
K7K AS6 
Canada 

21.11.1989 



sehr sechrter Herr '''S^fhj^^'^ ^^Jf^,l^/) [^,f/, ßfS 

Meinen besten DanK fuer Ihren liebenswuerdigen Brief und all die Muehe die Sie 
sich meiner Anfrage wegen genommen hatten; die Auskunft war sehr auf schlussreich, besonders 
gesehen vom Gesichtspunkt neuerer Information die ich durch das Dioezesanarchiv in 
St.Poeltem erhielt;es ist in Anbetracht dessen dass ich es wage Sie nochmals instaendig 
zu bitten Ihren Sherlock Holmes Mantel fuer mich anzuziehen; ich weiss das es kaum etwas 
langweiligeres geben kann als die'*Ahnenf orschungsalluereren"eines Anderen, aber anderseits 
ist dies eine verhael tnissmaessig harmlose Marotte und ich kann mich einfach an niemanden 
ausser Ihnen und Ihre Archive wenden; ich x^aere Ihnen sehr dankbar nochmals die Geduld 
dafuer aufzubringen. 

Vor circa 6 Monaten hatte ich nicht einmal den Namen Ebersdorf gehoert;nun 
scheint es aber dass nicht nur eine meiner Ur-Urgrossmuetter aus Ebersdorf stammt aber 
sogar eine zweite und was diesen Zufall noch verblueff ender macht ist die Vermutung dass 
beide dieser Damen aus derselben Familie stammen koennten,eine Generation getrennt(ich habe 
keine Ahnung wie viel Seelen Ebersdorf Mitte und Ende des 18. Jahrhunderts haben haette 
koennen;es ist aber kaum anzunehmen dass ein Familienname zwei Mal vorkommt ohne 
irgendwelche Verwandschaf tsbeziehungen zu haben). 

Die besagten Ur-Urgrossmuetter stammen sowohl aus der Linie meines Grossvaters 
wie der seiner Frau, meiner Grossmutter und beide fuehren den Namen GUNDACKER und waren 
geboren in Ebersdorf an der Donau. 

Darf ich Sie bitten um Information ueber die Geburt(Namen der Eltern, Beruf des 
Vaters, usx^. )von THERESIA (Gessler ,auch Goessler geschrieben)nee GUNDACKER , die wie mermerkt 
in den Matriken in Poechlarn 1851 im Alter von 72 starb also 1779 , laut Angabe in Ebersdorf 
geboren wurde. (f'4^ If^O FH^THOP^ ftJ l^^^6=^ A/^ /\~ÜOi^^^l/ri/ f€<^^ £^c//(rm(i^ 

Ferner darf ich Sie bitten in ihren Geburts und Taufmatriken folgende Vorname^n 
nachzusehen(die Erklaerung warum ich keinen Familiennamen habe folgt sDaeter): 0(i^\fTy /^^c^^ 

1749: JOHANNES NEPOMUCENS;Pa 

seine Frau Magdalena. 






20.9. 17 51: MARIA CATHERINA;Pate Johann Michael Kraz, Binden 



1^ 



1793:J0SEPHUS 



1798:GEN0VEVA 




te Johann Danner, Bindermeister am Lehen & 

St er am Lehen & 
•^ seine Frau Magdalena. ^^ ^''^^'^^^^ 

53: ANNA MARIA; Paten wie oberi,, *., ^.^"^ ^^ /» ^ >r- / ^^ 

lEPHUS KALASANZ;Pate Johann Georg Gundacker tJrf/€^J /W 3 



16. 11. 1794 :CECILIA; Patin Maria Anna Gundackerin 



1797:CARL (starb 6 Tage spaeter) 



\. 



9 



?^ 



■J '^ic'H [JS Koc^ 



^ ^ . kvm jrr^&f H--^-/^^f 



1808.<J0SEPHÄPatin Juliana Hoeffahr( Joseph stirbt 19 . 7 . 1808;Todesdatum 

sicher, Geburtsmonat schwer leserlich) 
1812: MARIA ANNA; Patin Maria Anna Picblwanger . 



./ 



1815:THERESIA;Patin Johanna Seh..? . ^^-n r4=4u^r ^f 

v.. 1816; JOHANNA ,^ , _ * ^ Tf^iJ T^>fj^f7/Y JT^^ ^^^^^^ ^"^J^ 




■^ 



^ 






Ferner darf ich Sie bitten folgendes in der Trauungsmatrik nachzusehen: 




Ebersdorf) 



i 



8. 8. 1786: Heirat von ? mit Joseph Koch, Schullehrer(Braut, oder Zeuge ??? 
Le^tji/ t^Q 5 AW/ ^ ' ^0 ^fy(fKi^ ^ Kather ina Haberfeiner in, 

18.9. 1792: Heirat von Joseph Koch mit Eleonora Schusterin, Schullehrers Tochter 

/J0j 3?^ ^^ aus Rapoltenkirchen. 

All diese Daten stammen aus einem handgeschriebenen Gebetbuch, (datiert 1748 ) , 
gebunden in braunem Leder mit den Initialen F. J.H. auf dem Deckel eingestampft; die 
Eintragungen der Kinder geboren zwischen 1749-1753 erscheinen in den leeren Seiten am Ende 
des Gebetbuches , geschrieben von der selben Hand;die Eintragungen der Kinder von 1793-1816 
in anderen Haenden. 

Dieses Gebetbuch gebeerte der Familie meiner Grossmutter und alle Eintragungen 
nach 1837 (Heirat ihrer Eltern)sind mir verstaendlich und im Dioezesanarchiv St.Poelten 
bestaetigt;mein"Schluss*'ist der folgende, basiert darauf dass meine Urgrosseltern mit ihren 
Eltern(also meine Ur-Urgrosseltern)zusammenlebten und dass dieses Buch durch Theresia 
Gundacker aus Ebersdorf in die Familie kam;meine grosse*'Hoffnung'*ist das der Maedchenname 
von Theresia Gundackers Mutter die Initialen des Gebetbuches bestaetigen wuerde. 

Die Tatsache dass die Gundacker Familie in diesem Buch wenigstens als Paten 
aufscheinen muesste doch irgendeine triftige Verbindung bezeugen! 

Bei den obigen Eintragungen der verschiedenen Geburten handelt es sich 
wahrscheinlich um mindestens zwei Generationen, aber die Matriken muessten einen gewissen 
Leitfaden aufzeigen wenn einmal die Familiennamen der Kinder geklaehrt sind. 

Soweit die einzige Person deren Namen den richtigen Anf angsbuchstaben"H**fuehrt 
ist Katherina Haberfeiner in, obwohl dies blosser Zufall sein kann da ihre Rolle in den zwei 
Eheeintragungen ungeklaehrt ist;war sie die erste Frau von J.Koch,das"ich"der ersten 
Zeile mit"Unterschrift*'am Fuss der Seite und die zweite Ehe dann einfach in den leeren 
Zwischenraum eingefuegt?War sie eine Tante von Theresia Gundacker , war sie eine Tochter oder 
Enkel von F.J.H.,oder weder noch?Der Name der Braut in der Ehe vom 8.8.1786 duerfte dies 
klaeren(Monat und Jahr sind sicher, das Datum jedoch schwer leserlich). 

Ich lege einige Photokopien bei, ebenso einen Scheck um irgendwie meiner 
Dankbarkeit Ausdruck zu leisten; ich bin mir leider nur zu gewiss wie viel Muehe und Zeit- 
verschwendung solche Nachforschungen bereiten und kann nur hoffen dass in einer 
verhaeltnissmaessig kleinen(?)Gemeinde die taeglichen Eintragungen in den Matriken nicht 
zu ueppig sein werden. 

Ich fand es aeusserst interessant die tatsaechlichen Vermerkungen in Photokopie 
Form zu sehen; leider , leider bin ich diesbezueglich"minderbemittelt*'das heisst ich finde es 
oft unmoeglich alte Handschriften zu deuten(oder neue;z.B meine eigenen Notizen finde ich 
oft wenige Tage spaeter total raetselhaft, ebenso, verzeihen Sie mir, konnte ich nicht Ihrer 
Unterschrift Herr werden). 

Deswegen bitte ich sehr mir solche zu"uebersetzen";wenn notwendig aus Zeitmangel 
oder Unkosten wuerde ich dann lieber sogar auf die Photokopie verzichten, solange ich die 
diesbezueglichen Informationen schoen getypt lesen kann! 

Abschliessend einige Fragen, betreffend Ihres lieben Briefes; ist der Maedchenname 
von Maria Anna Gundackers Mutter in ihrer Taufeintragung 8.n.l763(ich erlaube mir eine 
Kopie Ihres Briefes beizulegen denn inzx^ischen muessen Sie doch circa .100. 000 andere Dinge 
beschaeftigt haben)nicht ersichtlich?Ist Maria Anna Schinaglin rustico(?-mein einziges Jahr 
in Latein ist schon quasi 100 Jahre her, aber sollte es dann nicht rustica,Baeuerin, lauten?) 
in Stein, die Mutter oder die Patin?Ist der Beruf des Vater vermerkt?Warum steht im Trauungs- 
akt Johann Georg Schinagl(das andere kann ich nicht lesen)-als was?(ich habe nicht die Rubri 
ken die anzeigen wuerden um was es sich handelt). 

Warum ist der Geburtsort nur"vermutlich**Losau, Pfarre Ebersdorf ?Wuerden Sie so gut 
sein und mir sagen vor welchem Datum die Belege nicht mehr mit Ihnen aber mit dem 
Dioezesanarchiv in St.Poelten liegen? ^»ny^ .^^n^ ^Ts^^mr-^^H^T^ t //\ [7^ 10 /ll^^Tlp^ \ 



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Meine allerletzte Frage hat nichts mit all dem vorhergehenden zu tuen; ein 
Urgrossonkel von mir, Pfarrer Johann. B.Muehler(1807-1888)von dessen Karriere ich nur wenig 
weiss, (Alt-Poella,Rosenau,Gfoehl)hat sein goldenes Priesterjubilaeum 1885 in Waidhof en/Ybbs 
gefeiert , anstatt in Gfoehl,wo er Pfarrer und Ehrenbuerger war; ist es usus dass ein Priester 
sein Jubilaeum dort feiert wo er begonnen hat oder ist dies ganz willkuerlich nach 
Belieben?(Er hatte in Waidhofen seine Neffen und Nichten und deren Mutter, seine 
Schwaegerin) . 

Dieser Brief ist sehr lang geworden und ich hoffe sehr dass Sie mit mir nicht ganz 
Ihre Ruhe verloren haben und mir diese*'Zumutung"verzeihen. 

Ich bin Ihnen schon im Voraus ueberaus dankbar; sollte es moeglich sein meine 
meine Fragen zu beantworten wird diese arme Seele dann nicht nur Ruhe haben sondern auch 
endlich Ruhe geben! 

Mit herzlichen Gruessen, 
Hochachtungsvoll , 



George Vladar 



P.S. Diese umfangreichen Erkundigungen sind eventuell nicht mit dem beigelegten Scheck ge- 
deckt; in diesem Falle bitte nehmen Sie diese Summa nur als Anzahlung an und seien Sie 
gewiss dass was immer ich Ihnen weiterhin finanziell schulde, (Dankbarkeit ist sowieso 
schwer zu bemessen und Hilfsbereitschaft unbezahlbar, )postwendend abgehen wird. 



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Seite!: (nach dem letzten Gebet) im handgeschriebenen Buch mit den Buchstabe n F»J*H einge- 
praegt in braunem Leder; Am S.Februar 1837 sind wir kopliert worden" Joseph Jo!^Sfpl3ff8lfLer . 
Unser lieber Vater ist um hl nachmittag gestorben den 20. Dezember 1869, beweint von seinen 

IjLjöUAlWß Seite 2: Meine gute Mutter Gessler gestorben den S.October 1851 im 72.Jahrum ^ 5 Nachmittag 

(das muesste die Mutter von Joseph Johanns Frau sein; also geboren in 1779). >. 
Mein Weib Johanna Muehler ist geboren den 2 7. Hornung( Februar) 1810 . (h^^/TZ^ J( JA^) 
In das neugebaute Haus Nr. 48 zu Brunn sind wir eingezogen den I.September 1863. 
(Vatis Eintrag; Dienstag den 31.Jaenner 1899 ist meine Mutter Leopoldine Bitterman um 8 Uhr 
abends gestorben) 

Seite 3: Luwika(Ludowika)ist geboren am 25 .Oktober J-S3i um 10 Uhr in der Nacht im Zeichen 
des Loewens, gestorben ist sie den 26.0ctober 1837 um 4 Uhr in der frueh. 
Der Nikolaus ist geboren worden den 5.0ctober um ^ I-Ühr in der frueh im Zeichen des 
Stier im Jahr 1»38. "T /<f. 5. '»^ C ^ J/t/^A^ ßCTJ 

Eva Magdalena ist geboren den 20.Maerz 1Ö40 im Zeichen des"Grebs" um % 3 Uhr nachmittag. 
Die Anna ist geboren worden den 21(?) flSiT im Zeichen der Fisch um 9 Uhr vormittag(?)1842 . 
Seite 4: Den 5. August in J^^ü ^^^ geboren worden Josephus Kalasanz im Zeichen des Krebsens; 
ist von Herrn Johann Georg Gundacker aus der Taufe gehoben worden. 

Den 16. November J^54W-^^ geboren worden Cecilia im Zeichen der Jungfrau, ist von Frau Maria 
Anna Gundakerin aus der hl. Taufe gehoben worden. 

Seite 5 :Den 28.Janiarius 1797 ist geboren worden Karl, ist aber den 6. Tag zu seinem Schoep- 
fer abgereist. 

Den 4 .Julius 179ft ist gebooren Genoveva,im Zeichen des Krebses. 

Meine Mutter Anna Muel^ler ist gestorben den 26.July 1835 in ihrem Alter von 63 Jahren(1772) 
Mein Vater Mathias Muehler ist gestorben den 11. August 1840 um 1 Uhr in der frueh in einem 
Alter von 65 Jahren(1775) . 

Mein lieber Sohn Nikolaus ist gestorben am 18.Maerz 1843 um 2 Uhr nachmittag. 
Seite 6: Weib Johanna Gessler ist geboren — — —• ^'''*^'^'—"**^** 27. August 1808. 

Taufblatt Matthias /J2j^<^ 

Ich Joseph Muehler ist geboren den 23.Dezeialpjei;^1812 . y/^ 

Mein lieber Sohn Nikolaus ist gestorben den 18ten Maerz 1843 um ^4 nachmittag. _^A 

Sohn Karl ist geboren den 2 .Hornung(Februar)im"Schuetz" . ^/^^'^ iB^S jff/'^^ff'l^ 
Die Leopoldina ist geboren den 9. November um 3/4 auf 6 Uhr abends ilf^Jaffi'e^^J ^^ i^ ^ /2lz 
Die Josepha ist geboren den 16. Dezember ,^&5,3i>ien 29. Juni 1854 gestorben. 
Seite 7: (Schrift des Schreibers des Gebetbuches, eventuell F.J.H.?) 

Den ^^jJJ^^y4^ ist mein Sohn geboren Namens Johanne/ Nepomucens, und von hochloebl .Herrn 
Johann Dar/ner Bindermaister am Lehen, Magdalena dessen Frau Ehewüertin aus der hl. Tauf ge- 
hoben worden im Zeichen des Stieres. 
Den 20.Sept je mbQ^ 1751 ist meine Tochter geboren, Namens Maj>^a und von Herrn Johan Michael 



Kranz, Bindermersiter am Lehen, Magdalena des. Frau Ehewuertin,aus der hl. Taufe gehoben worden. 
Den 15 . Janua:Mrus 1753 ist meine Tochter geboren Namens Anna M^ ia und(siehe oben, Paten etc. 



1812 . im Zeichen des Scorpions um 



Seite 8;Marra Anna~ist geboren worden den 




Vormittag; aus der Taufe gehoben Maria Anna Pichlwanger. 
Den 26. September Theresia geboren um 5 Uhr in der Frueh im Zeichen des Krebs und aus der 
Tauf erhoben von Frau Johanna Seh. . J^g^g ^, a, 

Seite 9 :Joseph^ ist geboren worden "am 5^.J/}///f a;i808 im Zeichen des Stg^ij^.^OcJ^ 
aus der Tauf erhoben von der Julianna Hoef-^/j-i^^ 

Den 19.July ist der JÄ^Jf^^/ Q^W^}"^ ^^^^ verschieden um 12 Uhr bey der Nacht 
Johanna ist geboren den 21. August im Zeichen des Schuetzens,aus der Tauf gehoben^ 
Seite 10; Den S.Augustus 1786 sein ich und Herr Joseph Koch als Schullehrer zusammen ku- 
poliert( kopuliert) worden. 

Den IS.Septembris sind wir beide, ich Joseph Koch und Jungfer Eleonora Schusterin, Schul- 
lehrers Tochter v.Rapolten^ÄttfcJjge traut worden im Jahre 1792. 
Kather ina Haberf einerin in Eberstorf. 



6. 



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i^iiHhti» f»>c*»4«t-tt; 



Zum Geleit! 



> 




650 Jahre Pfarre Ebersdorf - mein 
Grund zum Danken! 

Danken wollen wir zuerst Gott, dem 
Herrn, für seine liebevolle Führung 
durch die Jahrhunderte! In seiner 
Kirche war er uns immer nahe, im 
Wort Gottes hat er zu uns gespro- 
chen, im* Gottesdienst und in den 
Sakramenten uns geheiligt. Unsere 
Vorfahren haben in der Kraft des 
Glaubens ihr Leben gemeistert und 
uns ein kostbares Erbe hinterlassen: 
Glaube und Liebe machen glücklich für immer! Denen, die Gott 
lieben, gereicht alles zum Besten! (Rom 8, 28). Unsere Gottes- 
häuser sind ein eindruckvolles Lob Gottes unserer Vorfahren, in 
das wir immer wieder kraftvoll einstimmen sollen! 

650 Jahre Pfarre Ebersdorf - ein Grund zum Feiern! Die Pfarre 
begleitet ihre Kinder durch das ganze Leben — von der Taufe an- 
gefangen bis zum kirchlichen Begräbnis, In Freud und Leid des 
Lebens ist uns die Kirche nahe - denken wir an die Erstkom- 
munion, Firmung, kirchliche Trauung oder an das Bußsakrament 
und die Krankensalbung. Die Pfarre bemüht sich, für alle eine Hei- 
mat zu sein und das menschliche Leben in das Licht Gottes zu 
stellen. Dies geschieht im Laufe eines Kirchenjahres Sonntag für 
Sonntag, besonders aber an den Festtagen! 

Festgottesdienste feiern wir in diesem Jahr mit besonderer Freude 
und ich lade Sie alle herzlich ein, mit großer Liebe zu Gott und 
seiner Kirche alle mitzufeiern! 

650 Jahre Pfarre Ebersdorf — ein Grund zur Freude! Immer hat 
das Kirchweih fest die Gläubigen mit großer Freude erfüllt und eine 
Wallfahrt zählt zu den schönsten Erlebnissen eines gläubigen Men- 
schen. Die Freude soll uns durch dieses Jahr und durch unser 
ganzes Leben begleiten: Die Festgottesdienste und das Pfarrfest 
am 8. Juni 1986, verbunden mit einer Ausstellung ,,Die Pfarre 



1 



SECOND INTENTIONAL EXPOSURE 



Zum Geleit! 




650 Jahre Pfarre Ebersdorf — mein 
Grund zum Danken! 

Danken wollen wir zuerst Gott, dem 
Herrn, für seine liebevolle Führung 
durch die Jahrhunderte! In seiner 
Kirche war er uns immer nahe, im 
Wort Gottes hat er zu uns gespro- 
chen, im* Gottesdienst und in den 
Sakramenten uns geheiligt. Unsere 
Vorfahren haben in der Kraft des 
Glaubens ihr Leben gemeistert und 
uns ein kostbares Erbe hinterlassen: 
Glaube und Liebe machen glücklich für immer! Denen, die Gott 
lieben, gereicht alles zum Besten! (Rom 8, 28). Unsere Gottes- 
häuser sind ein eindruckvolles Lob Gottes unserer Vorfahren, in 
das wir immer wieder kraftvoll einstimmen sollen! 

650 Jahre Pfarre Ebersdorf — ein Grund zum Feiern! Die Pfarre 
begleitet ihre Kinder durch das ganze Leben - von der Taufe an- 
gefangen bis zum kirchlichen Begräbnis. In Freud und Leid des 
Lebens ist uns die Kirche nahe — denken wir an die Erstkom- 
munion, Firmung, kirchliche Trauung oder an das Bußsakrament 
und die Krankensalbung. Die Pfarre bemüht sich, für alle eine Hei- 
mat zu sein und das menschliche Leben in das Licht Gottes zu 
stellen. Dies geschieht im Laufe eines Kirchenjahres Sonntag für 
Sonntag, besonders aber an den Festtagen! 

Festgottesdienste feiern wir in diesem Jahr mit besonderer Freude 
und ich lade Sie alle herzlich ein, mit großer Liebe zu Gott und 
seiner Kirche alle mitzufeiern! 

650 Jahre Pfarre Ebersdorf - ein Grund zur Freude! Immer hat 
das Kirchweih fest die Gläubigen mit großer Freude erfüllt und eine 
Wallfahrt zählt zu den schönsten Erlebnissen eines gläubigen Men- 
schen. Die Freude soll uns durch dieses Jahr und durch unser 
ganzes Leben begleiten: Die Festgottesdienste und das Pfarrfest 
am 8. Juni 1986, verbunden mit einer Ausstellung ,,Die Pfarre 



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heute" im Pfarrheim, sollen Höhepunkte sein. Aber auch die Wall- 
fahrten, besonders die Fußwallfahrt nach Mariazeil am 4. und 
5. Oktober 1986 sollen uns froh machen und innerlich reich be- 
schenken! Im Jubiläumsjahr möchte ich die ganze Pfarre und Sie 
persönlich unter den besonderen Schutz der Gottesmutter stellen! 

Auf ein gemeinsames Feiern des Jubiläumsjahres 
freut sich — herzlich grüßend 



/^CsUa "W-^^"^*^ 



650 Jahre Pfarre Ebersdorf 



1. 
2. 
3. 
4. 
5. 
6. 
7. 



Aus der Pfarrgeschichte 

Die Pfarrkirche zum Hl. Blasius 
Die Filialkirche zur Hl. Corona 

Die Kapelle zur Hl. Elisabeth 

Der Pfarrhof 



Die Friedhöfe 

Die Pfarre heute. 



S. 
S. 
S. 
S. 



4 

8 

10 

11 



S. 11 
S. 11 
S. 12 



,i 



Literatur: 

Chronik der Pfarre Ebersdorf 

Chronik der Volksschulen Ebersdorf — Leiben 

Alois Plesser — Wilhelm Groß, Heimatkunde des politischen Bezirkes Pöggstall 

Pöggstall 1928 
Dr. Franz Stundner, Burg und Markt Weitenegg; Wien 1958 
Franz Raubal, Marktgemeinde Leiben; Leiben 1966 
Dr. Gerhard Winner, Pfarre Ebersdorf; Hippolyt-Kalender 1967 

Walter Pongratz — Gerhard Seebach, Burgen und Schlösser, Ysper-Pöggstall- 

Weiten; Wien 1972 

Dr. Karl Gutkas, Geschichte des Landes Niederösterreich; St. Polten 1973 

Verfasser von 1 bis 6: Wolfgang Brückner, VD i. R., 3562 Schönberg a. Kamp 

Nr. 7: Alois Jungwirth, Pfarrer von Ebersdorf. 

Titelseite - Entwurf und Gestaltung: 

Michael Steinmetz, Malermeister, 3652 Ebersdorf. 



Medieninhaber, Herausgeber und Verleger: Pfarramt 3652 Ebersdorf. 

Druck: Hausdruckerei des Pastoralamtes der Diözese St. Polten 
Klostergasse 15 - 17, 3100 St. Polten. Tel.: 02742 / 4551 / 313 Dw. 



1 . Aus der Pfarrgeschichte 

Wann und wie erstmals Bewohner unserer engeren Heimat mit dem 
Christentum bekannt wurden, wissen wir nicht. Im römischen Ge- 
biet südlich der Donau war die Lehre Christi schon verbreitet, 
besonders zur Zeit, als der Hl. Severin in Ufernorikum wirkte 
(+ 482). Viele Völkerstämme der Germanen, der Slawen und die 
Awaren durchzogen während der Völkerwanderungszeit die Donau- 
landschaften. Als im 8. Jahrhundert die Awaren von Karl dem 
Großen nach Osten abgedrängt wurden, begann eine dichtere 
Besiedlung des Landes. Kaiser Karl vergab Landgebiete an die 
weltlichen und kirchlichen Großen seines Gefolges. Auch Kirchen 
wurden erbaut. Es waren zumeist Holzbauwerke, die später wieder 
durch Brände und Kriegseinwirkungen vernichtet wurden. Die 
Eroberung des Landes durch die Magyaren brachte für die Besied- 
lung und Christianisierung einen schweren Rückschlag. Erst der 
Sieg über die Ungarn (955) schuf die Voraussetzungen für einen 
neuen Aufschwung. Zu dieser Zeit entstand wahrscheinlich die 
erste einfache Burganlage der Ebersburg an dem Platz, wo heute 
der Pfarrhof steht. 

Zur Zeit der Wiederbesied- 
lung durch hauptsächlich 
bayrische Kolonisten ent- 
standen große Pfarren. Für 
das Gebiet zwischen Os- 
trong und Jauerling war es 
die Mutterpfarre Weiten, 
die vom Bistum Passau 
(Stephanskirche) gegrün- 
det wurde. An der Sied- 
lungstätigkeit war auch das 
Pfarrkirche Ebersdorf Bistum Freising (Bayern) 

mit Pfarrhaus und Volksschule beteiligt, das unter ande- 

rem Güter bei Neuhofen an der Ybbs (Ostarrichiurkunde 996) und 
in der Wachau besaß. Die Grafen von Tengling-Peilstein waren 
nicht nur südlich der Donau, sondern auch im Mündungsgebiet des 
Weitenbaches begütert. Auch die Grafen von Ebersberg (Bayern) 
hatten Besitz hier an der Donau. Vielleicht gab es in dieser Zeit 
auch eine Kirche in Ebersdorf, die der Sage nach einem Donau- 
hochwasser zum Opfer fiel. 




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SECOND INTENTIONAL EXPOSURE 



1 . Aus der Pfarrgeschichte 

Wann und wie erstmals Bewohner unserer engeren Heimat mit dem 
Christentum bekannt wurden, wissen wir nicht. Im römischen Ge- 
biet südlich der Donau war die Lehre Christi schon verbreitet, 
besonders zur Zeit, als der Hl. Severin in Ufernorikum wirkte 
(+ 482). Viele Völkerstämme der Germanen, der Slawen und die 
Awaren durchzogen während der Völkerwanderungszeit die Donau- 
landschaften. Als im 8. Jahrhundert die Awaren von Karl dem 
Großen nach Osten abgedrängt wurden, begann eine dichtere 
Besiedlung des Landes. Kaiser Karl vergab Landgebiete an die 
weltlichen und kirchlichen Großen seines Gefolges. Auch Kirchen 
wurden erbaut. Es waren zumeist Holzbauwerke, die später wieder 
durch Brände und Kriegseinwirkungen vernichtet wurden. Die 
Eroberung des Landes durch die Magyaren brachte für die Besied- 
lung und Christianisierung einen schweren Rückschlag. Erst der 
Sieg über die Ungarn (955) schuf die Voraussetzungen für einen 
neuen Aufschwung. Zu dieser Zeit entstand wahrscheinlich die 
erste einfache Burganlage der Ebersburg an dem Platz, wo heute 
der Pfarrhof steht. 

Zur Zeit der Wiederbesied- 
lung durch hauptsächlich 
bayrische Kolonisten ent- 
standen große Pfarren. Für 
das Gebiet zwischen Os- 
trong und Jauerling war es 
die Mutterpfarre Weiten, 
die vom Bistum Passau 
(Stephanskirche) gegrün- 
det wurde. An der Sied- 
lungstätigkeit war auch das 
Pfarrkirche Ebersdort Bistum FreisJng (Bayern) 

mit Pfarrhaus und Volksschule beteiligt, das unter ande- 

rem Güter bei Neuhofen an der Ybbs (Ostarrichiurkunde 996) und 
in der Wachau besaß. Die Grafen von Tengling-Peilstein waren 
nicht nur südlich der Donau, sondern auch im Mündungsgebiet des 
Weitenbaches begütert. Auch die Grafen von Ebersberg (Bayern) 
hatten Besitz hier an der Donau. Vielleicht gab es in dieser Zeit 
auch eine Kirche in Ebersdorf, die der Sage nach einem Donau- 
hochwasser zum Opfer fiel. 




Zu Anfang des 12. Jahrhunderts gehörten Gut und Burg Ebers- 
dorf — sie war schon wesentlich größer als die erste Wehrburg — 
dem Grafen Heinrich von Peilstein, der Bischof von Freising war. 
Auf seinem Grabstein wird er ,, Dominus de Eberstorff" genannt 
(+ 1137). Sein Nachfolger, Bischof Otto, gab die Güter zu Ebers- 
dorf an das damals neugegründete Prämonstratenserkloster Neuzell 
bei Freising. Bischof Otto war ein Sohn des Hl. Leopold und hat 
bedeutende Geschichtswerke über seine Zeit verfaßt. In dieser Zeit 
entstanden im heutigen Pfarrbereich auch Burgen in Leiben und 
Weitenegg, welches letztere zu einem Grafensitz wurde. Dadurch 
verlor die Ebersburg an Bedeutung unql verödete. In den Neuzeller 
Quellen ist 1237 der erste ,, Pfarrer von Ebersdorf" genannt: 
„Pertoldus plebanus de sancto Blasio". Die St. Blasiuskirche muß 
also schon vorher im erweiterten Burgbereich der Ebersburg ge- 
gründet worden sein. Sie war damals noch nicht Pfarrkirche, son- 
dern ein Vicariat der Pfarre Weiten. 



l 




(Am 13. Dez.) 1336 schuf Bi- 
schof Albert von Passau durch 
Lostrennung von Weiten eine 
eigene Pfarre E b e r s d o r f , die 
unter dem Patronate des Bistums 
Passau stand. Das neugeschaffene 
Pfarrgebiet umfaßte alle Orte der 
heutigen Pfarren Artstetten und 
Ebersdorf. 

1471 begann man, rund um die 
Kirche wieder eine Festungsan- 
lage auszubauen, diesmal aber 
wesentlich weitläufiger als in den 
früheren Jahrhunderten. Zur glei- 
chen Zeit begann der Leibener 
Herrschaftsbesitzer Andreas von 
Lapitz mit dem Bau einer eige- 
nen Herrschaftskirche (St. Corona) oberhalb seines Ortes Leiben. 
1501 schenkte Bischof Wiguleus von Passau die Pfarre Ebersdorf 
dem Stifte Neuzeil (bei Freising) und inkorporierte sie diesem 
Kloster. Damals waren in der Pfarre drei Priester für Ebersdorf, 



Pfarrkirche Ebersdorf 



SECOND INTENTIONAL EXPOSURE 



Zu Anfang des 12. Jahrhunderts gehörten Gut und Burg Ebers- 
dorf — sie war schon wesentlich größer als die erste Wehrburg — 
dem Grafen Heinrich von Peilstein, der Bischof von Freising war. 
Auf seinem Grabstein wird er ,, Dominus de Eberstorff" genannt 
(+ 1137). Sein Nachfolger, Bischof Otto, gab die Güter zu Ebers- 
dorf an das damals neugegründete Prämonstratenserkloster Neuzeil 
bei Freising. Bischof Otto war ein Sohn des Hl. Leopold und hat 
bedeutende Geschichtswerke über seine Zeit verfaßt. In dieser Zeit 
entstanden im heutigen Pfarrbereich auch Burgen in Leiben und 
Weitenegg, welches letztere zu einem Grafensitz wurde. Dadurch 
verlor die Ebersburg an Bedeutung und verödete. In den Neuzeller 
Quellen ist 1237 der erste ,, Pfarrer von Ebersdorf" genannt: 
,,Pertoldus plebanus de sancto Blasio". Die St. Blasiuskirche muß 
also schon vorher im erweiterten Burgbereich der Ebersburg ge- 
gründet worden sein. Sie war damals noch nicht Pfarrkirche, son- 
dern ein Vicariat der Pfarre Weiten. 




(Am 13. Dez.) 1336 schuf Bi- 
schof Albert von Passau durch 
Lostrennung von Weiten eine 
eigene Pfarre E b e r s d o r f , die 
unter dem Patronate des Bistums 
^V Passau stand. Das neugeschaffene 
y^ Pfarrgebiet umfaßte alle Orte der 
heutigen Pfarren Artstetten und 
Ebersdorf. 

1471 begann man, rund um die 
Kirche wieder eine Festungsan- 
lage auszubauen, diesmal aber 
wesentlich weitläufiger als in den 
früheren Jahrhunderten. Zur glei- 
chen Zeit begann der Leibener 
Herrschaftsbesitzer Andreas von 
Lapitz mit dem Bau einer eige- 
nen Herrschaftskirche (St. Corona) oberhalb seines Ortes Leiben. 
1501 schenkte Bischof Wiguleus von Passau die Pfarre Ebersdorf 
dem Stifte Neuzell (bei Freising) und inkorporierte sie diesem 
Kloster. Damals waren in der Pfarre drei Priester für Ebersdorf, 



Pfarrkirche Ebersdorf 



Leiben und Artstetten tätig. 1575 übernahm die Herrschaft 
Leiben-Weitenegg unter Wolf Dietrich von Trautmannsdorf das 
Patronat. Einer seiner Nachfolger, Geyer von Osterburg, gab es 
aber wieder 1627 an das Stift Neuzeil zurück. 

Die Zeit der Bauernaufstände und die Wirren des Dreißigjährigen 
Krieges brachten viel Angst, Sorgen und Nöte für die Bevölkerung 
des Landes. So wurde z. B. 1645 Weitenegg von den Schweden 
belagert. Zur Zeit der Gegenreformation gab es in der Pfarre 705 
Altkatholiken und 685 Neubekehrte. Sie wurden nur mehr von 
einem einzigen Priester betreut. Da es keinen Pfarrhof gab, wohnte 
der Pfarrer in einem Hof in Mampasberg. 

Das von der Pfarre Ebersdorf vor 1623 erbaute ,,Häusl auf der 
Klausen" (Lehen Nr. 3) wurde die erste Heimstätte für die Pfarr- 
schule. Der wahrscheinlich erste Schullehrer von Ebersdorf hieß 
Kaspar Noz. Er legte auch 1633 die Pfarrmatriken an. 

Der Schloßbesitzer von Artstetten, Max Ignaz Braun, erreichte 
1718, daß Artstetten von Ebersdorf losgelöst und zu einer eigenen 
Pfarre erhoben wurde. 

Um 1700 gab es in der Pfar- 
re die Pfarrkirche (St. Bla- 
sius), die Herrschaftskirche 
in Leiben (St. Corona), die 
Schloßkapelle in Leiben 
(Hl. Ida) und eine Hauska- 
pelle im Erlanghof (Losau). 
Der Bauzustand der Pfarr- 
kirche war zu dieser Zeit 
schon sehr schlecht. Nach 
vielen Mühen konnte sie in 
den Jahren von 1754 bis 
1768 umgebaut, erweitert 
und eingewölbt werden. Filialkirche Leiben 

1772 verkaufte das Kloster Neuzeil seinen Amtho f (Lehen Nr. 1) 
mit allem Gutsbesitz und dem Kirchenpatronat ah Josef tarl 
Edlen von Fürnberg, Besitzer von Leiben-Weitenegg. Dieser spen- 
dete viel Geld zur Kircheneinrichtung und ließ 1792 den Pfarrhof 
(Lehen Nr. 12) erbauen. Einige Jahre später übersiedelte auch die 



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SECOND INTENTIONAL EXPOSURE 



Leiben und Artstetten tätig. 1575 übernahm die Herrschaft 
Leiben-Weitenegg unter Wolf Dietrich von Trautmannsdorf das 
Patronat. Einer seiner Nachfolger, Geyer von Osterburg, gab es 
aber wieder 1627 an das Stift Neuzeil zurück. 

Die Zeit der Bauernaufstände und die Wirren des Dreißigjährigen 
Krieges brachten viel Angst, Sorgen und Nöte für die Bevölkerung 
des Landes. So wurde z. B. 1645 Weitenegg von den Schweden 
belagert. Zur Zeit der Gegenreformation gab es in der Pfarre 705 
Altkatholiken und 685 Neubekehrte. Sie wurden nur mehr von 
einem einzigen Priester betreut. Da es keinen Pfarrhof gab, wohnte 
der Pfarrer in einem Hof in Mampasberg. 

Das von der Pfarre Ebersdorf vor 1623 erbaute ,,Häusl auf der 
Klausen" (Lehen Nr. 3) wurde die erste Heimstätte für die Pfarr- 
schule. Der wahrscheinlich erste Schullehrer von Ebersdorf hieß 
Kaspar Noz. Er legte auch 1633 die Pfarrmatriken an. 

Der Schloßbesitzer von Artstetten, Max Ignaz Braun, erreichte 
1718, daß Artstetten von Ebersdorf losgelöst und zu einer eigenen 
Pfarre erhoben wurde. 

Um 1700 gab es in der Pfar- 
re die Pfarrkirche (St. Bla- 
sius), die Herrschaftskirche 
in Leiben (St. Corona), die 
Schloßkapelle in Leiben 
(Hl. Ida) und eine Hauska- 
pelle im Erlanghof (Losau). 
Der Bauzustand der Pfarr- 
kirche war zu dieser Zeit 
schon sehr schlecht. Nach 
vielen Mühen konnte sie in 
den Jahren von 1754 bis 
1768 umgebaut, erweitert 

und eingewölbt werden. FiHalhirche Leiben 

1772 verkaufte das Kloster Neuzeil seinen Amthof (Lehen Nr. 1) 
mit 




allem Gutsbesitz und dem Kirchenfj^tronat an Josef Carl 
Edlen von Fürnberg, Besitzer von Leiben-Weitenegg. Dieser spen- 
dete viel Geld zur Kircheneinrichtung und ließ 1792 den Pfarrhof 
(Lehen Nr. 12) erbauen. Einige Jahre später übersiedelte auch die 



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Pfarrschule auf den heutigen Standort nächst der Kirche (Lehen 
Nr. 7). Die Ruinen der ehemaligen Festung lieferte genug Bau- 
material für den Bau von Kirche, Pfarrhof und Schule. 1795/96 
wurden die Herrschaften Leiben und Weitenegg und damit auch 
die Kirchenpatronate von der k.k. Familiengüter-Direktion erwor- 
ben und mit der Herrschaft Pöggstall vereinigt. In weiterer Folge 
gingen die Patronatsrechte auf die österreichischen Bundesforste 
über. 

Bis 1501 wurden die Priester für Ebersdorf vom Bischof von Pas- 
sau bestellt. Zwei kennen wir mit Namen, den schon genannten 
Pertoldus (1237) und ,,Wielandus de Losach (Losau), genannt 
Petrein" (1332). Von 1501 - 1772 wurden die Pfarrer vom Stifte 
Neuzeil gestellt. Sie waren Ordensgeistliche und wechselten häufig. 
23 Namen sind noch in den Neuzeller Archivalien verzeichnet. Seit 
1773 wirkten 18 Weltpriester hier als Pfarrer, davon in unserem 
Jahrhundert: 



f 



1889-1911 
1911 -1924 
1924-1925 
1 925 - 1 933 
1933-1944 
1944-1961 
seit 1961 



Ferdinand Hebenstreit 

Franz Pfeiffer 

Franz Braunshof er (Provisor) 

Josef Mühlner 

Josef Reitbauer 

Alois Berger (Ehrenbürger der Gemeinde Leiben) 

Alois Jungwirth (seit 1971 auch Dechant) 



2. Pfarrkirche zum Hl. B I a s i u s 

Der Hl. Blasius war Bischof von Sebaste (jetzt Siwas in der Türkei). 
Während der Christenverfolgung unter Kaiser Diocietian wurde er 
von seinem Bischofsitz vertrieben, schließlich gefangen und erlitt 
den Märtyrertod (+ 316). Er ist einer der vierzehn Nothelfer und 
Patron gegen Halsleiden (Blasiussegen). 

Kirchen, die diesem Heiligen geweiht sind, gibt es bei uns nur we- 
nige. Sein Namensfest wird am 3. Februar gefeiert. 

Wann genau die erste gemauerte Kirche innerhalb des Burgbe- 
reiches entstand, wissen wir nicht. Sicher aber bildete sie den Mit- 
telpunkt der Festung, die ab 1471 ausgebaut wurde. Gotische 
Mauerreste weisen noch auf den alten Bau hin, der noch kein Ge- 
wölbe besaß. 

14 Jahre lang baute man an der jetzigen Barockkirche. Die End- 
abrechnung im Jahre 1768 ergab eine Summe von 2.682 Gulden 
und 51 Kreuzer. Der an der Nordseite stehende Turm geht von 
einem Viereck nach oben in ein Achteck über. Der untere Teil 
ist wahrscheinlich noch ein Rest der alten Burgbefestigung. 

Die Kirche hat eine Länge von 
22 m, ist 8 — 9 m breit und 
9 m hoch. Der Chor zeigt ge- 
raden Abschluß. Das Gottes- 
haus ist einschiffig und hat 
drei Altäre. Das schöne Hoch- 
altarbild (Enthauptung des 
Hl. Blasius) stammt vom Krem- 
ser Schmidt, ist mit der Jahres- 
zahl 1795 signiert und wurde 
von Josef v. Fürnberg um 60 
Gulden angekauft und mit 
einem schweren Goldrahmen 
(um 36 Gulden) versehen. Das 
Auf Satzbild zeigt die Mutter- 
gottes mit dem Jesukind (aus 

Pfarrkirche Ebersdorf Hochaltar ^ 749), Ebenfalls am Hochaltar 

Stehen die beiden Statuen der Hl. Petrus und Paulus (aus 1850). 
Der linke Seitenaltar zeigt eine Darstellung der Schmerzhaften 
Muttergottes (von Pater Bruno aus dem Stift Melk 1864). Daneben 




8 



SECOND INTENTIONAL EXPOSURE 



2. Pfarrkirche zum Hl. B I a s i u s 

Der Hl. Blasius war Bischof von Sebaste (jetzt Siwas in der Türkei). 
Während der Christenverfolgung unter Kaiser Diocietian wurde er 
von seinem Bischofsitz vertrieben, schließlich gefangen und erlitt 
den Märtyrertod (+ 316). Er ist einer der vierzehn Nothelfer und 
Patron gegen Halsleiden (Blasiussegen). 

Kirchen, die diesem Heiligen geweiht sind, gibt es bei uns nur we- 
nige. Sein Namensfest wird am 3. Februar gefeiert. 

Wann genau die erste gemauerte Kirche innerhalb des Burgbe- 
reiches entstand, wissen wir nicht. Sicher aber bildete sie den Mit- 
telpunkt der Festung, die ab 1471 ausgebaut wurde. Gotische 
Mauerreste weisen noch auf den alten Bau hin, der noch kein Ge- 
wölbe besaß. 

14 Jahre lang baute man an der jetzigen Barockkirche. Die End- 
abrechnung im Jahre 1768 ergab eine Summe von 2.682 Gulden 
und 51 Kreuzer. Der an der Nordseite stehende Turm geht von 
einem Viereck nach oben in ein Achteck über. Der untere Teil 
ist wahrscheinlich noch ein Rest der alten Burgbefestigung. 

Die Kirche hat eine Länge von 
22 m, ist 8 — 9 m breit und 
9 m hoch. Der Chor zeigt ge- 
raden Abschluß. Das Gottes- 
haus ist einschiffig und hat 
drei Altäre. Das schöne Hoch- 
altarbild (Enthauptung des 
Hl. Blasius) stammt vom Krem- 
ser Schmidt, ist mit der Jahres- 
zahl 1795 signiert und wurde 
von Josef v. Fürnberg um 60 
Gulden angekauft und mit 
einem schweren Goldrahmen 
(um 36 Gulden) versehen. Das 
Aufsatzbild zeigt die Mutter- 
gottes mit dem Jesukind (aus 

Pfarrkirche Ebersdorf Hochaltar ^ 740), Ebenfalls am Hochaltar 

stehen die beiden Statuen der Hl. Petrus und Paulus (aus 1850). 
Der linke Seitenaltar zeigt eine Darstellung der Schmerzhaften 
Muttergottes (von Pater Bruno aus dem Stift Melk 1864). Daneben 




8 



stehen die Statuen des Hl. Johannes Nepomuk und der Hl. Hedwig 
(aus 1850). Auf dem rechten Seitenaltar sehen wir ein Bild des 
Hl. Josef mit dem Jesukind (ebenfalls von Pater Bruno aus 1864). 
Auch diesen Altar flankieren zwei Statuen, links der Hl. Leopold 
und rechts der Hl. Florian (beide aus 1850). Auch die Rokoko- 
Kanzel erinnert an den Stifter Fürnberg. Sie zeigt im Mittelfeld 
sein Wappen, in den anderen Feldern die Kirchenlehrer Gregor der 
Große, Hieronymus und Ambrosius. Auf dem Schalldeckel befin- 
det sich die Statue des Hl. Augustinus (alles aus 1790 - 1794). Die 
älteste Plastik ist eine gotische Madonna (aus 1370). Die Statuen 
des Hl. Sebastian und des Hl. Florian (auf den Pfeilern der Chor- 
brüstung) stammen aus etwa 1720, die übrigen Plastiken und 
Bilder sind jüngeren Datums. Der marmorne Taufstein geht auf die 
Zeit um 1500 zurück. 1791 ist in der Pfarrkirche Ebersdorf eine 
neue Orgel von Ignaz Gato, Orgelbauer zu Krems, um den Betrag 
von 336 f I verfertigt worden. 



9 



3. Die Filialkirche zur Hl. Corona 



Die Hl. Corona und der Hl. Viktor wurden unter Kaiser Antonius 
Pius (138 — 161) in Syrien wegen ihres Bekenntnisses zum christ- 
lichen Glauben getötet. Der Leib der Hl. Corona, den man an her- 
abgebogene Baumwipfel gebunden hatte, wurde durch das Empor- 
schnellen derselben in Stücke gerissen. 

Das Namensfest ist am 14. Mai (Corona und Viktor). Das Kirch- 
weihfest wird aber jeweils am Bittsonntag (Rogate) gefeiert. 

Diese Kirche wurde vor dem Jahre 1500 von den damaligen Herr- 
schaftsbesitzern von Leiben, der Familie Lapitz, errichtet. Das 
Gewölbe des spätgotischen, zweischiff igen Baues fand erst 1593 
seine Vollendung. Unter der Kirche befinden sich zwei Grufträume, 
die als herrschaftliche Begräbnisstätten dienten. Sie sind heute leer 

und verschlossen. Der mäch- 
tige, viereckige Turm brann- 
te nach einem Blitzschlag 
1922 ab. Beim Wiederauf- 
bau erhielt das Dach die 
heutige Kuppelform. 

Das Gotteshaus war anfangs 
auch dem Hl. Ulrich ge- 
weiht. Die drei Altäre sind 
aus Holz, polychromiert, im 
Knorpelwerkstil gearbeitet. 
Filialkirche Leiben vor 1923 Qgs Hochaltarbild zeigt das 

Martyrium der Hl. Corona, von dem Benefiziaten Josef Pfeiffer 
(1785 - 1866) gemalen, und das Aufsatzbild Gott Vater und den 
Hl. Geist (1680). 

Der rechte Seitenaltar (Pestaltar) zeigt im Bild das Martyrium des 
Hl. Sebastian, im Aufsatzbild die Hl. Rosalia und die Statue des 
Hl. Florian (1680). Der linke Seitenaltar ist der Marienaltar (An- 
fang des 18. Jhd.), er besteht aus der Marienstatue, dem Auf Satz- 
bild mit der Schmerzhaften Muttergottes und der Statue des Hl. 
Josef. 1594 wurde die Grabtafel aus Holz (ehemalige Altartafel) 
für die Familie des Wolf Dietrich von Trautmannsdorf gestiftet. 
Auffallend sind die steinernen Grabmonumente für Frau Elisabeth 
von Lapitz (die Frau des Kirchenerbauers), für den Ritter Joachim 
Volkhra, für das Ehepaar Wolf Dietrich und Christina von Traut- 




10 



3. Die Filialkirche zur Hl. Corona 



Die Hl. Corona und der Hl. Viktor wurden unter Kaiser Antonius 
Pius (138 — 161) in Syrien wegen ihres Bekenntnisses zum christ- 
lichen Glauben getötet. Der Leib der Hl. Corona, den man an her- 
abgebogene Baumwipfel gebunden hatte, wurde durch das Empor- 
schnellen derselben in Stücke gerissen. 

Das Namensfest ist am 14. Mai (Corona und Viktor). Das Kirch- 
weihfest wird aber jeweils am Bittsonntag (Rogate) gefeiert. 

Diese Kirche wurde vor dem Jahre 1500 von den damaligen Herr- 
schaftsbesitzern von Leiben, der Familie Lapitz, errichtet. Das 
Gewölbe des spätgotischen, zweischiff igen Baues fand erst 1593 
seine Vollendung. Unter der Kirche befinden sich zwei Grufträume, 
die als herrschaftliche Begräbnisstätten dienten. Sie sind heute leer 

und verschlossen. Der mäch- 
tige, viereckige Turm brann- 
te nach einem Blitzschlag 
1922 ab. Beim Wiederauf- 
bau erhielt das Dach die 
heutige Kuppelform. 

Das Gotteshaus war anfangs 
auch dem Hl. Ulrich ge- 
weiht. Die drei Altäre sind 
aus Holz, polychromiert, im 
Knorpelwerkstil gearbeitet. 
Filialkirche Leihen vor 1923 Qas Hochaltarbild zeigt das 

Martyrium der Hl. Corona, von dem Benefiziaten Josef Pfeiffer 
(1785 - 1866) gemalen, und das Aufsatzbild Gott Vater und den 
Hl. Geist (1680). 

Der rechte Seitenaltar (Pestaltar) zeigt im Bild das Martyrium des 
Hl. Sebastian, im Aufsatzbild die Hl. Rosalia und die Statue des 
Hl. Florian (1680). Der linke Seitenaltar ist der Marienaltar (An- 
fang des 18. Jhd.), er besteht aus der Marienstatue, dem Aufsatz- 
bild mit der Schmerzhaften Muttergottes und der Statue des Hl. 
Josef. 1594 wurde die Grabtafel aus Holz (ehemalige Altartafel) 
für die Familie des Wolf Dietrich von Trautmannsdorf gestiftet. 
Auffallend sind die steinernen Grabmonumente für Frau Elisabeth 
von Lapitz (die Frau des Kirchenerbauers), für den Ritter Joachim 
Volkhra, für das Ehepaar Wolf Dietrich und Christina von Traut- 




10 



mannsdorf, die Totenschilder der Ritter Volkhra und Trautmanns- 
dorf sowie drei schöne Holzepitaphe aus dem 17. Jahrhundert. 
Aus der Zeit um 1500 stammt noch die Tür der Sakristei mit ihren 
Beschlägen. Die Orgel wurde 1902 aufgestellt und dürfte etwa 100 
Jahre alt sein. Die Kirchenfenster stammen überwiegend aus der 
Zwischenkriegszeit. Die letzten Renovierungen wurden durchge- 
führt: Das Kirchendach 1958, die Innenrenovierung 1964 - 1969, 
Turmdach und Außenrenovierung 1979. 

4. Die Kapelle zur Hl. Elisabeth in Weitenegg 

Die Hl. Elisabeth war eine ungarische Königstochter, die noch sehr 
jung an Jahren dem Landgrafen von Thüringen vermählt wurde. 
Durch ihre Mildtätigkeit war sie weithin bekannt (Rosenwunder). 
Sehr früh verwitwet weihte sie ihr weiteres Leben der tätigen 
Nächstenliebe. Namensfest am 19. November. 

1927 ließ der damalige österreichische Bundeskanzler, Prälat 
Dr. Igriaz Seipel neben dem Geburtshaus seiner Mutter (Weiten- 
egg 16) eine Kapelle errichten (Holzbau) und der Hl. Elisabeth 
weihen. Haus und Kapelle schenkte er der Caritas Sozialis, welche 
dort einen Kindergarten bis 1938 betreute. Von 1945 - 1957 
waren die Caritasschwestern wieder in Weitenegg (ohne Kinder- 
garten). Seit 1. 10. 1958 sind Haus und Kapelle in Privatbesitz 
der Familie Johann und Anna Karl. 

5. Der Pfarrhof 

Solange Ebersdorf Stiftspfarre war, gab es keinen eigenen Pfarrhof. 
Die Pfarrer waren in verschiedenen Häusern untergebracht, zuletzt 
im Reithof (Mampasberg). 

Josef von Fürnberg ließ 1792 den jetzigen Pfarrhof errichten. Die 
Dachform des „Napoleonhutes" wurde damals für viele größere 
Bauwerke gewählt (Leiben, Luberegg u. a.). Nach dem Zweiten 
Weltkrieg wurde durch Zubauten ein Pfarrheim geschaffen. Der 
Pfarrhof selbst wurde 1962 vollständig renoviert. 

6. Die Friedhöfe 

Der alte Kirchenfriedhof in Lehen war rund um die Pfarr- 
kirche angelegt und von einer Mauer umschlossen. Das geschah 
zu einer Zeit, in der auch die dritte Burganlage ihre Bedeutung 

11 



verloren hatte. Nach 1890 wurde er aufgelassen. 1932 wurde an 
der Ostseite der Kirche zum Gedächtnis an die Toten des Welt- 
krieges das Kriegerdenkmal errichtet. 

Der Gemeindefriedhof von Lehen entstand nach 1890 östlich 
des Ortes. Er mußte in den letzten Jahren vergrößert und mit 
einer Leichenhalle ausgestattet werden. 

Der Kirchenfriedhof in Leiben umschließt die Filialkirche. 
Auch ihn umgibt eine Mauer, durch die zwei Tore führen. Auf 
diesen war früher die Jahreszahl 1692 zu lesen. Bis vor 1800 hat 
es in diesem Friedhof auch einen Karner gegeben. Früher hat man 
hier auch die Toten aus Weitenegg, Losau und Atzmannsbach 
(Neuweinzierl) begraben, wahrscheinlich bis zur Eröffnung des 
Gemeindefriedhofes in Lehen. Heute ist er nur mehr beschränkt 
aufnahmsfähig. 

1966/67 hat die Gemeinde Leiben im Westen anschließend einen 
Gemeindefriedhof geschaffen, in dessen Mitte das Kriegerdenkmal 
steht. 

7. Die PFARRE von heute 

In den letzten Jahrzehnten hat sich die pfarrliche Struktur und das 
pfarrliche Leben stark verändert. Gab es früher nur eine Sonntags- 
messe in der Pfarre — dreimal im Monat in der Pfarrkirche und ein- 
mal im Monat in der Filialkirche Leiben und an den höchsten 
Feiertagen des Kirchenjahres nur Gottesdienste in der Pfarrkirche 
— so wurde diese Ordnung vom Geistl. Rat Alois Berger abgeän- 
dert. Er führte eine zweite Sonntagsmesse ein, sodaß an jedem 
Sonntag eine hl. Messe in der Pfarrkirche Ebersdorf, aber auch in 
der Filialkirche Leiben gefeiert wird. In den letzten Jahren wurde 
die hl. Messe mit Erlaubnis unseres Bischofs auch zu Weihnachten, 
Ostern und Pfingsten in Leiben eingeführt — jetzt haben wir 
sogar eine Christmette in Leiben. Gebe Gott, daß das alles so 
bleiben kann! Wenn der Priestermangel noch größer wird, daß 
ein Priester gleich zwei oder drei Pfarren betreuen muß, bringt 
dies ganz große Probleme, die auch von den Gläubigen große 
Opfer verlangen werden. 

Die Pfarre Ebersdorf ist eine der 18 Pfarren des Dekanates Maria 
Taferl (früher St. Oswald). 



Bevölkerungsstatistik der Pfarre Ebersdorf vom 1.1. 1986: 
Die Daten stammen von der Kirchenbeitragsstelle. 



f 



f 





E r w a c 


h se n e 






Frauen 


Männer 


gesamt 


Religionsbekenntnis: 








römisch katholisch 


488 


452 


940 


evangelisch 


8 


11 


19 


ohne Bekenntnis 


10 


8 


18 




Kinder 






weiblich 


männlich 


gesamt 


Religionsbekenntnis: 








römisch katholisch 


176 


196 


372 


evangelisch 


2 


2 


4 


ohne Bekenntnis 


1 






Erwachsene, Kinder - 


gesamt: 






römisch katholisch 


1.312 






evangelisch 


23 






ohne Bekenntnis 


19 
1.354 






Alter — Erwachsene - 


Katholiken: 






bis 30 


bis 40 


bis 50 


bis 60 


Frauen 115 


82 


79 


74 


Männer 144 


78 


79 


73 


gesamt 259 


160 


158 


147 




bis 70 


bis 80 


über 80 


Frauen 


70 

• 


59 


27 


Männer 


47 


41 


9 


gesamt 


117 


100 


36 


Alter — Kinder: 










bis 6 


bis 15 


bis 19 


weiblich 


50 


90 


37 


männlich 


46 


91 


61 


gesamt 


96 


181 


98 



12 



13 



Zum Gebiet der Pfarre Ebersdorf gehören alle Einwohner der 
Marktgemeinde Leiben. Die Zweitwohnbesitzer, die in der Ge- 
memde Leiben gemeldet, aber hier nicht kirchenbeitragspflich- 
tig sind, scheinen in dieser Statistik nicht auf. Von der Gemeinde 
Klein Pochlarn zwei Grabenhäuser und vier Häuser an der Wachau- 
straße. Von der Gemeinde Emmersdorf Weitenhäusl. 

Pfarrer ist seit 1961 Konsistorialrat Alois Jungwirth. Er leitet 
seit 1971 auch das Dekanat Maria Taferl. Der Pfarrer hat auch 
als Religionslehrer in den Volksschulen Ebersdorf und Leiben 
zu wirken. Er unterrichtet dort in vier Klassen 72 Kinder. 

Gottesdienstzeiten an Sonn- und Feiertagen: 

8.00 Uhr Pfarrkirche, 9.30 Uhr Filialkirche Leiben. 

An Wochentagen: Pfarrkirche: 

Montag, Mittwoch und Freitag: 7.00 Uhr 

Dienstag: 16.00, 17.00 oder 19.30 Uhr je nach Jahreszeit 

Filialkirche: 

Donnerstag: 16.00, 17.00 oder 19.30 Uhr je nach Jahreszeit 
Kapelle Weitenegg: 
Samstag: 7.30 Uhr 

Imnier schon hat es einen Pfarrkirchenrat gegeben. Er hat das 
Kirchenvermogen zu verwalten und zu überprüfen. Es wird iähr- 
Irch ein ordentlicher Haushaltsplan gemacht, die Kirchenrechnung 
über die laufenden Einnahmen und Ausgaben eines Jahres über 
pmft und an die bischöfliche Diözesanfinanzkammer zur Kontrolle 
und Überprüfung vorgelegt. Für größere Ausgaben, z. B. Renovie- 
rungen, muß von der Diözese eine Genehmigung eingeholt werden 
die erst nach fachmännischer Überprüfung der Kostenvoranschläge 
und des Finanzierungsplanes, gegeben wird. Bei dieser Gelegenheit 
Xt^u '^^'l°^'^":als allen Pfarrangehörigen für die großzügige 
Mithilfe und Spendenbereitschaft bei der Erhaltung und Renovie- 
rung unserer Gotteshäuser ein herzliches Vergelt's Gott sagen 
besonders unseren Pfarrkirchenräten. Die Pfarre hat derzeit keine 



14 



Maria Anna G-undacker ist am 8. November 1763 vermutlich 
in Losau, Pfarre Ebersdorf, geboren. 




^ . K>^>> t^Ä^ 






Übersende Ihnen die Kopien aus den Matriken und 
grüße herzlich! 





P.S.: :Die älteren Matriken liegen im Diözesanarchiv in 
St. Polten. 



ROM. KATH. PFARRAMT 

EBERSDORF 

3652 LEIBEN 

TELEFON 02752/7444 



Ebersdori am 1 8 . 1 • 1 9 89 



Sehr geehrter Herr Vladar! 



In ]3eantv/ortung Ihrer Anfrage vom 5.10.1989 kann 
Ihnen mitteilen, daß ich in unseren Matriken die 
gesuchte Eintragung gefunden habe: 



ich 



Joseph AKDSRLE, ein Müllermeister von der Loja hat im 
Alter von 38 Jahren in zweiter Ehe am 20. 9. 1784 die 
Anna Maria G-undackerin geheiratet. 



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Cir^ j^/tfnJU^ 



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2.1 / 




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ROM. KATH. PFARRAMT 

EBERSDORF 

3652 LEIBEN 

TELEFON 02752/7444 



Ebersdoif, am 



28. Oktober 1991 



Lieber Herr Vladar! 

Leider kann ich Ihnen diesmal nicht die gewünschte Auskunft 

geben: Der gesuchte Josef, Sohn des Joseph & der Theresia 

G-essler, scheint in unserm Sterbebuch nicht auf. 

Im ganzen Band ist kein Gessler oder Gössler zu finden. 

Sie sind wohl von unserer Pfarre weggezogen. 

Das Kind könnte auch im) Krankenhaus gestorben sein. 

Auch im) Geburtenbuch ist nichts zu finden. 

Es tut mir leid Ihnen nicht weiter helfen zu können. 

Mit freundlichen Grüßen ! 



(<^^ — \ 



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SiTOf^i \/^-f^b^^ CCiita/d^ 



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C(st^i^H^X:^h4^X: Uu^ö^ h(^ur^^ 



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h^^^^kjoMjuu 



hau. i ^ohucUt tiMjoUu^ 



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CjAjuk/^ 



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cJrtmji ' ^kOQ (^n/M-r ^^>o^ A^Oq %J-Jh^ 



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QjXklL^ 



Ä /KUie^^Q^e^m^j b-utf^ 4rc^4<l /^^€Ul axZ^- 







Jtux>tc Ce(9\xx^ c?U^/ve cA^c? c^ «-aJ2^ c>\AX.<:>Uy I 



Malakowtorte nach dem Küchenchef Franz Ruhm la 



Mit Biskotten, die in Milch und Rum oder Coganc gebadet sind, 
legt man eine reine Tortenform am Boden und an den Rändern aus. 
Aus 15 Dekagramm (150g) Butter und 15 Dekagramm Zucker, 
10 Dekagramm abgezogenen, feingeriebene Mandeln und nach und 
nach 4 Eidottern rührt man eine schaumige Creme, in die noch 
löffelweise 1/8 1 ungeschlagenes Obers und ein Gläschen Cognac 
gerührt wird. Damit füllt man den Tortenboden schwach fingerdick, 
legt eine Lage Biskotten auf, füllt wieder mit Creme und Biskotten 
und so fort, bis alles aufgebraucht ist. Die letzte Lage wird von 
Biskotten gebildet. Dann auf Eis erstarren lassen, für Tisch mit 
Schokoladeoberssternen und eingelegten Weichsein nettjverzieren. 

Auf die gleiche Weise sind auch Malakowschnitten herzustellen. 




Kaiserschmarren 

1/4 I Milch, 3 Eigelb, 3 Eiweiß zu steifen Schnee 
schlagen, Salz, Zucker, 150 g Mehl, 50 g flüssige 
Butter, 50 g Rosinen, 50 g Butter zum Backen. 



Milch, Salz, 1 EL Zucker und Mehl gut verrühren, 
dann die Eigelb, die flüssige Butter und den Ei- 
schnee einmischen. 

In einer größeren Pfanne ein Stückchen Butter zer- 
gehen lassen, die Hälfte des Teiges hineingeben, 
anbacken lassen, umdrehen, mit Rosinen be- 
streuen, mit einer Backschaufel in kleine Stücke rei- 
ßen und In einer Auflaufform warm stellen. 
Mit der anderen Hälfte des Teiges genauso verfah- 
ren und den Kaiserschmarren angezuckert mit 
Zwetschkenröster zu Tisch bringen. 



Lostage für Jänner 

Am 1.: Morgenrot am ersten Tag, Unwetter bringt 
und große Plag. - Am 22. : Zu Vinzenzi Sonnenschein 
bringt viel Korn und Wein. - Am 25.: Ist Pauli 
Bekehrung hell und klar, so hofft man auf ein 
gutes Jahr. 



Bauernregeln 

Tanzen im Jänner die Mucken, muß der Bauer nach 
Futter gucken. - Fabian und Sebastian (20.) fängt 
der rechte Winter an. - Jänner muß vor Kälte 
knacken, wenn die Ernte soll gut sacken. 



SECOND INTENTIONAL EXPOSURE 




Kaiserschmarren 

1/4 I Milch, 3 Eigelb, 3 Eiweiß zu steifen Schnee 
schlagen, Salz, Zucker, 150 g Mehl, 50 g flüssige 
Butter, 50 g Rosinen, 50 g Butter zum Backen. 



Milch, Salz, 1 EL Zucker und Mehl gut verrühren, 
dann die Eigelb, die flüssige Butter und den Ei- 
schnee einmischen. 

In einer größeren Pfanne ein Stückchen Butter zer- 
gehen lassen, die Hälfte des Teiges hineingeben, 
anbacken lassen, umdrehen, mit Rosinen be- 
streuen, mit einer Backschaufel in kleine Stücke rei- 
ßen und in einer Auflaufform warm stellen. 
Mit der anderen Hälfte des Teiges genauso verfah- 
ren und den Kaiserschmarren angezuckert mit 
Zwetschkenröster zu Tisch bringen. 



L 



Lostage für Jänner 

Am 1 .: Morgenrot am ersten Tag, Unwetter bringt 
und große Plag. - Am 22. : Zu Vinzenzi Sonnenschein 
bringt viel Korn und Wein. - Am 25.: Ist Pauli 
Bekehrung hell und klar, so hofft man auf ein 
gutes Jahr. 



Bauernregeln 

Tanzen im Jänner die Mucken, muß der Bauer nach 
Futter gucken. - Fabian und Sebastian (20.) fängt 
der rechte Winter an. - Jänner muß vor Kälte 
knacken, wenn die Ernte soll gut sacken. 




52. WOCHE 



fk 



Ä* 



S* 



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m 



Rauhreif im Ausseer Land mit Loser, Steiermark - Foto: Pirker 

DEZEMBER 1989/JÄNNER 1990 




MONTAG 
Neujahr 




DIENSTAG 
Gregor, Makarius 




MITTWOCH 
Genoveva 




DONNERSTAG 
1 Titus 




FREITAG 
Emille 




SAMSTAG 
HL Drei Könige 




SONNTAG 
1. 1. J., Reinhold 



1. WOCHE 



SO 






SECOND INTENTIONAL EXPOSURE 



r 




MONTAG 
Christtag 




DIENSTAG 

Stephanus, M. 




MITTWOCH 
Johannes, Ev. 




DONNERSTAG 

Unschuldige Kinder 




FREITAG 

Thomas 




SAMSTAG 

Hermine, Lothar 




SONNTAG 

Silvester Ct 



52. WOCHE 



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^ 



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irf: 



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A 



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^ 



Rauhreif im Ausseer Land mit Loser, Steiermark • Foto Pirker 

DEZEMBER 1989/JÄNNER 1990 




MONTAG 
Neujahr 




DIENSTAG 
Gregor, Makarius 




MITTWOCH 
Genoveva 




DONNERSTAG 

^ Titus 




FREITAG 

Emilie 




SAMSTAG 
Hl. Drei Könige 




SONNTAG 

1. i. J., Reinhold 



1. WOCHE 



SO 






Gateau Malakoff ^Fagon Viermols; 

150 g butter 

3 yolks 

150 g (Vanilla)sugar 

150 g ground almcmds 

i 1 whipping cream,unbeaten 

very little streng coffee or Instant-cx)ffee powder 

Beat butter fluffy and add ground almands, coffee and whipped cream, 

Use well buttered spring-form. 

Dip ladjr-fingers quickly(or just sprinkle)in milk flavored with Rhum.Form one layer of ladyfingers in bottcm and top 
with a layer of cream,repeat until all ingredients used tq). Place plate with soroe added wei^t on top and leave in 
refrigerator;unmold and gacnish with i*iipped cream(can be lightly falvored with Rhum)and scme sliced fruit. 



CHARLOTTE IMPERIALE; . 

450 g butter 

10 yolks 

250 g sieved icing sugar 

250 g ground walnuts(best done in blender) 

100 ml Egg-Cognac 

Lady-f ingers(enough to form two rows on edge of spring-form) 

Cut lady-f ingers in two,with one half higher than other(optional) .Line spring-form, inner ring taller than 
outer, round edges on top. 

Beat butter fluffy and add yolks, walnuts, sugar, egg-cognac gradually. 

Pill center of pan. 

Refrigerate. 

Gamish with piped,flavored(Egg -Cognac)iÄiipped cream along edge,make rosette in center; decorate with walnut 
halves,candied cherries. 



Several variations of this can be made with Substitut ing hazel-nuts,other liqueurs;a chocolate version would include 
the addition of 150 g of melted chocloate. 



Gateau Malakoff ^Fagon Viennois ; 

150 g butter 

3 yolks 

200 g (Vanilla)sugar 

150 g ground almonds 

i 1 i^ipping cream,iinbeaten 

very little stxong coffee or Instant-coffee powder 

Beat butter fluffy and add ground almonds, coffee and vÄiipped cream. 

Use well buttered spring-form. 

Dip ladyr-fingers quickly(or just sprinkle)in milk flavored with Rhum.Form one layer of ladyfingers in bottom and top 
with a la)^er of cream,repeat until all ingredients used up. Place plate with some added wei^^t on top and leave in 
refrigerator;unmold and gamish with whipped cream(can be ligjitly falvored with Rhum)and scrae sliced fruit. 



CHARLOTTE IMPERIALE; 

450 g butter 

10 yolks 

250 g sieved icing sugar 

250 g ground walnuts(best done in blender) 

100 ml Egg-Cognac 

Lady-f ingers(enough to form two rows on edge of spring-form) 

Cut lady-f ingers in two,with one half higjier than other(optional).Line spring-form, inner ring taller than 
outer, round edges on top. 

Beat butter fluffy and add yolks,walnuts, sugar, egg-cognac gradually. 

Pill Center of pan. 

Refrigerate. 

Gamish with piped,flavored(Egg -Cognac)i^ipped cream along edge,make rosette in centerj decorate with walnut 
halves,candied cherries. 

Several variations of this can be made with substituting hazel-nuts,other liqueurs;a chocolate version would include 
the addition of 150 g of melted chocloate. 




älter bist 



... Du bist zwar älter als letztes Jahr, 

aber jünger als nächstes! 

Herzliche Glückwünsche 

zunn 
Geburtstag 



Iria.^ <8.<9. f99o 



^n4u^ ^r ^aju. hne/ UAxt cbOü^ jsoUUjl fonj^uust 

(hxcL) <l>a^ yfSi^^Uj MüX^t^TOjßQ. AX^ AUULT c^^ 

^P^l.-A(3.0t4&-^ /i< Jet CüuJ 2axrzJkJU^ 




Monika K u.sJl 

Angeligasse 85ÄI|r^^^ 
y^i100 Wien, AusWa' 



150 JAHRE MODERNER SCHIFFBAU IN ÖSTERREICH 




REPUBLIK 




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wSs A/^MAV\ü tr^cXJi[^(Xod^ xijCi<^^ Jie.es /cJü^ 

"Qx^ttt^AQ C>i '^'Oj uliU. MCLUjjL. tyn^kjt uajJL TEacPXurk und 

Ki^aJks cfOck^K- tuüd iclyAoM diCbb QeiuCj. der <}c^i£ujMucu^ 

^^MAd IUI um/ eyrmixL^oJ <fq ^ . 4^^ c6a ou- 1/\ ^düLr^u ^Kyn, 

öhiirtcb otoiV KfXt itcl Aach} ^lAtrat; o ^\\ürdji ■ ^'ci^si&t fasr^-n^c 

. Q.k>^AQMA-.{ft(^icL'^t^l^ d . 'S^(4<x hOUj 'O - MksscCf^ JUOruL Icdk. 




Aj\ WCrPr(!J\}\4JUXi iLr^yrCCKi- CtUL i<ji{ WSJb <f 

^ (^(UiAj>f 0^ /jucM ^ ^ii^ t^cU Jlcu i 'I>ei^ 'U4f^ 41' CoALado 




chAXZ^^ 



fHü- on yj^iu .UUxA t>)> Ajv^\l ^dxr ^^kl /w^ '^chli eMedia 




hCuux jiyiO^i 



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5- 



Ciccio ist in viel besserer Kondition als ich (momentan) 
und feiert am 1. Juli seinen 85# oder 86, Geburtstag? Was sagst 
Du zu diesem Methusalem? Streben wir das auch an, wenn die 
Kondition so anhält wie er es hat, dann schon, gelt? 

Wie geht es Jeff? Wie übersteht er die heißen Sommertage? 

Mag er wirklich nicht im luftigen Garten unter einem Sonnenschirm 

sitzen, ein schönes Buch lesend oder Musik hörend? 

Weißt Du, was so wunderschön in Deinem Hause war? 

Deine AKAI-Anlage mit den Kopfhörern, }^ierm am Morgen ganz früh 

diese schöne klassische Musik im Radio zu hören war . 

Es ist ein wirklich gutes Programm in Canada und die-^ Menschen 

lieben Musik. 



Meine Schwester Gerda hat das gute Leberknödel 
um Dir damit Freude zu machen. Gutes Gelingen. 
Erfolgserlebnis! ! ! 



■Rezept vorbereitet 
Berichte ims über 



Bezüglich Eichhörnchen (Grauhörnchen) habe ich heute im Schön- 
brunner Tiergarten angerufen! 
Mottenkugeln sicherlich nutzlos. 

Eichhörnchen sind sehr gelehrige Tiere und haben sofort heraußen, 
wo es Futter gibt und merken sich diese Stellen. 
Sie reagieren stark auf Akustik. Falls es Dir möglich ist ein 
Tonband, besser Lautsprecher zu montieren und eventuell Falkenrufe 
darauf aufzunehmen und ihnen damit die Umgebung LinangenehiB zu 
machen, v/erden sie verschwinden. Normal lockt man dieses Vogel- 
vieh mit Lockrufen an. Eicnörnchen zum Gegensatz, bei diesen 
wäre dieser Lockruf ein Warnruf. Also kannst Du vielleicht auch 
dieses Zungenschnalzen, Pieps- pieps etc. aufnehmen. Das stört 
sie und sie verlassen Deinen Garten, Ich hoffe, Deine Nachbarn 
v/erden durch Deine Tonbänder des nachts nicht in der Ruhe gestört, 
das wäre die Kehoseite der Medaille P^n^V 



-h 



%uUt ^^^oiun.a--^^ux^ ^S,h >wx/ Ich A>oohjKjab> Ma 

tcMiJjaoh . ^<h <JxXii Mich/ ^nAjclU rCrUMu^^ si^w^- 

C i^iM<^ ) vOu>cßuuJJtJi . "kJyQj^ atiOjtd eA^Qj. ujooi aus 

^^cMmA Mx>mjMJi 'te^ '^^ ^OUL ^J2J2Juyi- VT^rMrt^'i-O' ■ 

/i-CL/i/öj^ ^ ^f-c^u^ '~^'c^ aXI^ (cUjibeM. ^Mcke-^ 



-ABuhtSi 




^1 



Äe^er ötoro^^! 






Sonntag abds (15.07#) fand ich Deinen lieben Brief vor 

und Montag Deinen Brief mit Tonband. Vielen herzlichen Dank. 

Ich bin mit diesen Nachrichten gleich am Dienstag abends zu 

Erwin gefahren und wir haben die weitere Vorgangsweise wegen 

David besprochen. 

Nun hat mich Erwin heute vormittags in der Firma angerufen (Mi 18.7.) 

und mir mitgeteilt, daß David bereits aus Paris angerufen hat 

und Donnerstag abds(l9«7) um 21.20 am Westbahnhof landen wird. 

Wir werden ihn beide mit dem Auto abholen imd zu Erwin in die 

Wohnung bringen. Sollte David dann sofort Lust haben, nach 

Scheibbs mitzufahren, könnte die kommende Woche draußen im 



.N ( 



Grünen vielleicht für ihn ganz schön werden, denn auch Berta C^^i^^ 
wird mit ihrem Auto hinaus kommen und dann sind sie alle be- \/^^h^ \ 
weglich und können die Gegend ein wenig besichtigen, öt scher, ^ 
Lunz, Mariazeil oder kürzere Nachmittags-Ausflüge, je nach 
Geschmack. Erwin wird der Küchenchef sein. In der Zwischenzeit 
kennt er ja seit seines Neustift-Urlaubes auch den Hausbrauch 
recht gut und findet hoffentlich alle nötigen Geräte und Zutaten. 
Grete und meine Schwester sind öfters nachsehen gekommen, ob etwas 
fehlt oder abgeht und Grete hat auch für Kuchen-Nachschub gesorgt. 

Ich habe Deine Briefe vor mir und beantworte nun im Detail: 



j^( 



ci^ 



Danke für die Gartenfotos. Nun einiges ist abeiYrecht gut gelungen 

und weißt Du, Standorte findet man langsam durch Erfahrung selbst 

/ A ^/ 4 
heraus, für welchen Strauch mehr oder weniger Schatten, welcher 

Baumnachbar gut und schlecht ist..... etc. 

Re.: Malakof f torte : ich habe vergessen, die Creme schmecke ich 

immer ab mit etwas Bittermandelextrakt. 

Ich würde mich freuen, wenn Du mir lange Teile Deiner Briefe in 

engisch schriebst. Das wäre sicherlich gute Übung und ich müßte 

für diesen oder Jenen amerik. oder canad. Ausdruck das Wörterbuch 

verwenden. 

Kreuzweg habe ich im Geiste schon notiert. Calvary (kommt von 

Kalvarienberg...) merkt man sich leicht. 

Re.j Prostata — hast Du es schon mit dem Kauen (häufig) von 

Kürbiskemen versucht? Es erfaßt das Übel leider nicht bei der 

Wurzel. Aber vielleicht hilft es doch. 



Grüße mir Jeffery und Rick und John Johnston recht herzlich!! 
Hoffentlich bietet sich bei John bald eine Lösung an. Es wäre 
wünschenswert. Der Mann meiner Freundin in England (Manager 
im Verkauf einer Wirkwarenfabrik) wurde auch entlassen und 
nuyi geht das "Job-hunting" wieder los, zur Sorge der ganzen 
Familie. Es ist so schwer in vorgerücktem Alter (ca. 52) 
noch einen guten Job zu bekommen, da die Jugend sehr stark 
nachdrängt und mit niedrigeren Gehaltsforderungen herangeht. 
Der Einbruch des Ostmarktes wird Berartiges sicherlich auch 
bei uns in Österreich in den nächsten Jahren bringen. Desgleichen 
der Europ. Markt, hat so seine Vor- und Nachteile. 
Wie man jetzt hört, ist die Ostdeutsche Wirtschaft, durch das 
große Marktangebot des Westens richtig am Sand. Die Landwirtschaft 
und viele viele Betriebe von einstens stehen vor dem Ruin und 
damit auch die Arbeitskräfte auf der Straße. Es wird Jahre dauern 
bis man den Karren ins Rollen bringt. Eines unserer geplanten 
Projekte für die BRD wird direkt umprogrammiert und wahrscheinlich 
im Osten gebaut werden. Vielleicht ist es dann so, daß der Osten 
nach dem Wiederaufbau stärker sein wird, als der Westen Deutsch- 
lands, wenn hier alles neu geplant wird. 

Ähnlich wie in England, wo man auf den alten Industrieanlagen 
sitzen geblieben ist und das zerbombte Deutschland die neuesten 
Maschinen hatte ..... 
Re.! Brief v. 9.7.90 

Vielen herzl.Dank ft*r das wunderschöne Tonband. Sicherlich kenne 
ich auch die alten Schlager, die ichlalle von Mutti 's Zeiten 
mitbekommen habe. Gestern abends hat mir Erwin das Tape von dem 
Galakonzert (Benefizkonzert- Carreras-Domingo-PAVArotti ) in Rom 
laufen lassen. Es war ein richtiges Erlebnis. Ich konnte das 
Original nicht sehen, da es sehr spät am Abend gesendet wurde 
und ich, durch meine Krankheit, eher früh zu Bett ging. Dafür 
sind natürlich Videorecorder ein wahres Geschenk!!! 

Re.:Süße Leberknödel!! Mein Hirn hat nicht gearbeitet und ich vergaß, 
daß es sich dabei um die süßen Köstlichkeiten handeln sollte. 
Wir werden suchen, ob sich dieses Rezept findet. Ich denke wohl. 
Danke auch für Bericht über Kil4er-Wale. Wenn ich meinen Video- 
film betrachte, denke Ich immer: das ist nicht Dressur, das ist 
schon etwas mehr. Sie sind wirklich sehr menschlich. Und schon 
in der Antike spricht man, daß Menschen von Delphinen gerettet wurden. 
In Axe^ Munti's Villa auf Anacapri findet man eine Skulptur: der 

Knabe auf dem Delphin (also ein reitender Knabe) 



-3 



Bitte sage nie wieder ein böses Wort über Erwin, denn dieser hat 
mir unendlich viel geholfen. Er ist mit Berta, einer alten Bekannten 
aus seiner Firma, zu mir nach Scheibbs gefahren, hat mir das Haus 
gehütet und die Handwerker beaufsichtigt, mit einer Gewissenhaftigkeit, 
das kannst Du Dir nicht vorstellen« Berta ist hervorragend im Umgang 
mit Handwerkern und als ich zum letzten Wochenende nachhause kam, 
waren nicht nur die rückwärtigen 5 großen Fenster, das Badezimmer- 
fenster, Glofenster, 3 kleine Küchen-Kippfenster, ein kleines Gang- 
fenster, die Haustüre zur Bergseite und die Außenseite des Fensters 
in der Bauernstube frisch und schön gestrichen und auch schon geputzt 
und strahlend sauber. Die Farbgebung ist ganz gut gelungen und Du 
hättest mit dem caramel-sand Ton Deine helle Freude. Der äußere Rand 
in diesem beige-caramel-taupe?? und ansonsten alles in weiß. 
Die Innenfenster waren noch so schön und tadellos , daß nur die *^^ Xa 
Fensterstöcke verkittet und lackierft^und die äußeren Flügel zum 
Behandeln waren. Der Bruder eines Malermeisters in Scheibbs hat mir 
diese Arbeit quasi o.R. gemacht und ich zahlte für alles Erwähnte: 
10.000,- ASh. Farbmaterial extra. Er hat die Fenster außen neu verkittet 
und innen, den Zusammenstoß von Glas und Holz mit Silikon ausgegossen, 
daß das entstehende Kondenzwasser keinen Schaden anstellen kann für 
die Zukunft. 

WM 

Da ich Gott sei Dank, mich wieder viel wohler fühle und wie es 
scheint, die alte Unteniehmungskraft zurückkehrt, habe ich mich auch 
sofort über die vorderen Fenster gestürzt. Nach dem Gespräch mit dem 
Maler machte er mich auf einen alten Bekannten aufmerksam, der ein 
guter und sehr genauer Tischler ist und dieser hat nun, gleich am 
Sonntag, die äußeren Fensterflügel der ganzen Vorderseite (7 Fenster) 
zum Durchchecken abgeholt. Nach Ansicht des Fachmannes ist das Holz 
(wieder Lärche ) stark und fest und hart wie Stein \md ganz sicher 
wert, nicht durch neues Holz ersetzt zu werden. Die Winkeleisen 
(damals wurde nicht Leichtmetall verwendet, daher verrostet) will 
er alle durch neue ersetzen und rechnet eine Arbeitszeit bei einem 
Fenster von einer Stunde. Auch das wird kein Vermögen sein. Ein 
Fensterglas wird im Zuge dieser Reparatur von ihm sofort erneuert 
vrnd eingekittet» dann könnte der Maler wieder ans Werk gehen und 
wenn Erwin und Berta Zeit haben, wäre für mich ein weiterer Neustift- 
Urlaub der beiden, die Superlösung. Die beiden haben sich ganz gut 
erholt, in der Ruhe und dem Grün des Erlaftales und auch mir war 
sehr geholfen. Es war schön für ims alle. 



Wenn es weiter so gut läuft und mir die beiden helfen, werden 
vielleicht auf diese Art und Weise auch noch die Türen an der 
Vorderseite repariert und frisches Aussehen bekommen» 
Du wirst überrascht sein, wie hübsch das neue Kleid des Hauses ist. 
Die Fassade kommt etwas später dran« Aber durch den neuen Anstrich 
an den Fenstern, hat das Haus wieder frische Augen bekommen und man 
bemerkt gamicht so sehr, daß auch die Wangen einen Puderüberzug 
benötigen • 

Apropos Heizung; wie immer, nach Regen Sonne scheint, hat es in diesem 
Kapitel auch ein Happy-End gegeben. Wie ich Dir vielleicht erzählte, 
ist mein langjähriger Installateur (keineswegs mit guten Ideen und 
Anregungen behaftet) in Konkurs gegangen. Ich war entsetzt und dachte, 
nun bist Du ohne Hilfe. Denkste jl.In dieser Branche hat sich eine große 
Revolution angebahnt und es gibt viele, tatkräftige, neue Betriebe 
dieser Art. Vor 15 Jahren, als ich damals meine Koksheizung auf 
Allesbrenner (also öl und feste Brennstoffe) umstellte, machte mir 
ein sehr ordentlicher und tüchtiger Meister aus Ruprechtshofen einen 
Kostenvoranschlag. Dieser war, wegen der guten, detaillierten Ideen 
um ca. 4096 teurer als der naheliegende, schlampige Meister aus Purg- 
stall. Unsere Gegend war damals sehr schwach besetzt in dieser Branche 
und ich dachte, wegen Service^ ist Purgstall näher und günstiger. 
Dieser Meister aus Ruprechtshofen hat eine meiner Freundinnen nun 
schon seit 18 Jahren (der Bungalow liegt im Wienerwald- also auch 
50 Km von seinem Standort entfernt) immer tadellos betreut. Er ist 
nicht der billigste, aber voll guter Ideen und im Endeffekt preiswert, 
wegen der guten Leistung. Und stell Dir vor, als ich ihn kontaktierte, 
erschien er mit seinem Kostenvoranschlag von einstens (der doch längst 
zur Ablage gehören könnte, da er Ja nicht einmal ein Geschäft wurde). 
Diese Genauigkeit hat mich dazu bewogen, ihm den Auftrag zu übergeben. 
Wir werden nun die beiden Heizkreisläufe trennen, d.h. Geschäft 
und Privat und sollte das Gas näher zu meinem Haus kommen, wird er 
mir den Kessel auf einen Gaskessel umtauschen. 

Der Installateur in Scheibbs sprach von einer Arbeitszeit von 3-4 
Wochen. Wie hätte ich das machen können? Dieser Meister sagt, wenn 
wir die Vorarbeiten auf einige Wochenende verteilen, kann die End- 
montage in 2 1/2 Tagen erfolgen, d.h. Mittwoch 15.8. Feiertag, 
Donnerstag, Freitag, Samstag und am Sonntag den 19.8. fertig. 
So Gott will!!! Im Zuge der Stemmarbeiten im Geschäft (hinunter in den 
Keller) hofft er auch das Leck zu entdecken, denn er ist fast sicher, 
daß beim 2. Umbau das Anschweißen schlampig gemacht wurde und dadurch 
der Wasserverlust entsteht. Und da gerade die Kellerdecke an diesem 



5 



Teil durchfeuchtet ist, kann er recht haben. 

Jedenfalls hat auch das Dichtungsmittel (wie es bei einem lecken 
AutokUhler Verwendung findet und die Rohre innen mit einer Dicht- 
schichte versieht) seine Wirkung gezeigt und es ist tatsächlich 
kein weiterer Wasserverlust entstanden. 

Das Überlaufgefäß am Dachboden würde wegkommen und dadurch die 
Gefahr, daß das überlaufende Wasser (bei erhöhtem Druck über die 
kalten Ziegeln geronne^^n und Vereisung hervorgerufen oben am Dach) 
Schaden verursacht. Er macht also aus einem offenen Wasserkreislauf 
einen geschlossenen. Ich weiß hicht, ob Dir das etwas sagt... 
Es sollte damit eine wartungsfreie Heizung entstehen und ich 
dann ohne Sorgen auch einmal ein Wochenende bei Schlechtwetter 
im Winter, ruhig in Wien bleiben können. Darauf arbeite ich hin. 
Da es sich dann um zwei Heizkreisläufe handelt, kann man das 
Geschäft drosseln und n\ir auf S^C (also knapp vor dem Einfrieren) 
heizen und ein Wochenprogramm (also Aufheizen am Freitag früh- 
einige Stunden bevor ich komme) automatisch einstellen. 
Der nächste Schritt nach dieser Heizkreislauf trennung wäre: 
das Geschäftslokal in eine hübsche Wohneinheit (Komfort) umzu- 
bauen und eventuell möbliert zu vermieten. 

Lieber Herr Architekt, würdest Du mir beim Planen behilflich sein? 
Ich werde Dich mit den nötigen Unterlagen versorgen. 
Wenn Du Dich noch erinnern kannst: Eingang von der Privatwohnxmg- 
Schuhgeschäft- Büro- großer Verkaufsraum. 

Aus dem Schuhgeschäft denke ich das Schlafzimmer, aus dem Büro 
eine Küche, die Naßräume (WC, Dusche oder kleines Bad) Isiegehbar 
von Küche und Wohnraum und den Verkaufsraum in einen Wohn-,Eßra\im 
zu gestalten. Aus den Auslagen die Fenster so zu verbauen, daß 
es wie ein Wintergarten wirkt. Also großen Lichteinfall lassen. 
Da es nordwestlich- bzw. Bstlich liegt, würde es für Blumen sicher- 
lich ideal sein. Der Vorplatz ist mit Veitsche ganz grün verwachsen 
und es sieht alles sehr einladend aus. Der Vorplatz kann als idealer 
Sitzplatz verwendet werden und da er auch erhöht liegt, ist es 
bestimmt günstig. Es wäre eine Wohneinheit für sich, mit eigenem 
Zugang und könnte mir vielleicht mehr bringen, als ein schlecht 
laufendes Geschäft. Nun werde ich sehen wie hoch die Investitionen 
sind, die getätigt werden müssen. Die Bausubstanz des Hauses wird 
allgemein als gut bewertet. Der Innenausbau wäre eine ideale 
Winterarbeit für einen Baumeister oder auch vielleicht Pfuscher??? 
Für die Bauüberwachung könnte ich Dich ganz gut gebrauchen 



Während des Heizungsbaues habe Ich auch auf einen Heizkörper 
In der KUche nicht vergessen« Es Ist Gott sei Dank nicht sehr 
schwer 9 denn man kann vom Magazin durchstoßen und unterhalb 
des Elektrokochers (also neben Eingang In die Speis) und das Ist 
also dann neben dem alten gemauerten Herd^ einen Heizkörper 
anbringen« Damit Ist die Feuchtigkeit In der Küche und das 
"Muffeln •• der Laden land Fächer beendet* Man hat daran damals 
nicht gedacht 9 da man Ja Immer den großen Herd geheizt hat^ 
aber jetzt Ist das anders. 

Angeblich soll der neue Kessel auch eine Einsparung an Energie bringen 
und da er den Kamin dauernd aufwärmt , Ist auch eine Versottung 
des Rauchfanges nicht mehr so leicht möglich« Man erzählt mir 
viele Vorteile« Wenn sich nur 6O96 bewahrheiten, bin Ich schon 
zufrieden« Nun ja, ein neues Gerät In der Neuzelt, muß doch 
alles besser können und das Energiesparen steht an erster Stelle««« 
Eine Krisenzelt (alles Allesbrenner) kann Ich mit diesem Kessel 
natürlich nicht überstehen« Da müßte Ich wieder auf den guten 
alten Hoval-Kessel zurückgreifen, der sicherlich In der Zwischen- 
zelt vom Rost ganz zerfressen würde In der feuchten Kellerluft« 
So werde Ich diese Stück auch loswerden und nicht aufheben, was 
Ich als sinnlos empfinde« 

Momentan Ist die Situation so, daß am kommenden Samstag 2 Mann 
hoch die Leitungen Im Geschäft frei legen \ind In den Keller bohren 
und nach dem Zusammenschluß suchen« Der Installateur hat mir diese 
2 starken Typen gesandt und Ich hoffe es geht rasch und gut über die 
Bühne, da Ja auch David schon da sein wird« Dann Ist Ruhepause bis 
zum 15. August« Der Installateur hat seinen Betrieb auf 14 Tage 
geschlossen und Anfang August geht es mit neuer Kraft los« 
Es Ist jetzt alles gut eingeteilt und scheint zu laufen« 
Ich schwimme momentan, nach alle diesem Tief wieder auf der Glücks- 
welle« Zum Wochende habe Ich ein gut erhaltenes Fahrrad gekaxift 
um öS 200, — « Für meine kurzen Ausflüge gut geeignet \md ein 
besseres Luxusgefährt würde, für meine wenigen Ausfahrten, nicht 
notwendig sein« Du kannst damit einmal eine Probefahrt machen« 
Auch Erwin wollte probleren« Es Ist uns noch nicht gut gelungen 
und wir werden demnächst den Radweg für den ersten Test benützen« 
Hoffentlich keine Sturzfahrt ! ! ! ! 



• <•••« 



-r 



Don Ciccio ist leider nicht mehr ganz von dem harten Holz 
geschnitzt, wie er einstens war. Er wollte doch anfangs Jiili 
nach Wien kommen. Erst war er ganz entsetzt, daß ich krank war 
und dann sagte er mir, daß er Gewicht verloren hätte (4 kg) 
ein Brennen im Magen verspüre land die Verdauung nicht funktioniere. 
Der Arzt würde ihn zwar behandeln, aber er fühle sich nicht 
wohl«. Das macht mir Sorgen« Denn bis Jetzt hat es das bei ihm 
noch nie gegeben« 

Gestern abends (16«07) habe ich nun wieder mit ihm gesprochen« 
Scheinbar fühlt er sich besser, ist in guter Behandlung und 
will im August nach Wien kommen und September nach Taormina« 
Meine Sizilienpläne sind dahingehend, daß ich Ende September/ 
Anfang Oktober hinunterfliege, da ich zu einer Hochzeit (Lilla's 
Sohn Placido - ein richtiger Vinciguerra - heiratet) eingeladen 
bin« Ich freue mich auf Sonne, Meer \md liebe Freunde«« ••« 



Ich kann nur hoffen, daß es David in Scheibbs gefallen wird« 
Geplant haben wir, daß Berta und Erwin mit dem Auto draußen sind, 

ff 

daß während der Woche, neben Zugsfahrten auch kleine Ausflugs- 
fahrten gemacht werden können* Gretl hat sich auch als Cicerone 
angeboten und auch meine Schwester nach Möglichkeit, einmal die 
Woche« Zu den Wochenenden bin ich natürlich dran imd auch Piber 
werde ich wieder interviewen« Du hast recht; viele Leute sind 

m 

hellauf begeistert lond die Erledigiing folgt nie 

Es scheint, dem Brunner muß ich auch noch einmal einheizen, so 
gut es geht. Dieser Mensch ist Landwirt und noch vieles mehr 
imd vielleicht auch ein Vereinsmeier,,.. Ich glaube, er ist schon 
sehr beschäftigt auf seine Art,,.. Und die Schreiberei liegt ihm 
schon gamicht. Das mit dem Tonband, da müßte ich sicherlich 
auch vor ihm stehen und direkt aufnehmen,,,. 

Übrigens hat eine Rechtsanwältin bei Erwin angerufen und gesagt, 
die Chancen in Deiner Angelegenheit wären groß. Also lassen wir 

uns überraschen, ob das auch wahr ist 

Bezüglich Video-Recorder habe ich diverse Erkundigtmgen eingeholt 
und herausgefunden, daß das PANASONIC Gerät NVL 28 an und für sich 
für mich geeignet wäre. Leider ist es aber nur ein Mono Gerät und 
ich würde ein sogenanntes Mehmormengerät benötigen. Meine Hoffnung 
ist, daß es im Herbst neue Modelle dieser Art geben wird und dabei 
vielleicht auch ein HIFI dabei sein wird. Das für mich benötigte, 
würde statt 12.900 netto 11,000 kosten. Es könnte österr. und 

kanadische Tapes spielen, ist aber nicht screen programmed. 



-ß. 



Da ich Jetzt direkt im Sommer keine Zeit für Video habe und 
auch die anderen Ausgaben rund ums Haus wichtiger sind, ist 
es vielleicht wirklich besser, dann im Herbst das Neueste zu 
kaufen. Es gibt höchstens 2-3 Geräte für amerik. und kanad. Bänder, 
da die Nachfrage sehr gering hier in Österreich dafür ist. 

Mit GRUNDIG-Femseher, SONY HIFI-Anlage und SONY Handycam 
habe ich gut gekauft. So werde ich sicherlich auch bei dem 
Videorecorder das für mich günstigste Gerät finden. 
Etwas ganz Tolles ist auf den Markt gekommen: Ein Videorecorder 
der die 8 mm Tapes des Videokamera direkt auf einem kleinen TV 
wiedergibt und transportabel ist. Preis öS 30.000, — . 
Das sind jetzt hervorragende Geschäfte in dieser Branche. 
Das ist das 1. Gerät dieser Art für 8 mm Direktübertragung mit 
biantem Bild. Hat sicherlich Zukurift .und kommt als Novität sünd- 
teuer auf den Markt. Die Wiedergabe ist natürlich Liliput und 
strengt das Auge sehr an. Also für öfteren Gebrauch nicht praktisch. 
Natürlich auf Reisen, wo z.B. der gedrehte Film abends bereits 
in Farbe besichtigt werden kann. Die Technik ist wirklich toll. 
Ich mußte feststellen, daß die NTSC-Tapes, also Deine Art von Tapes 
eine schlechtere Wiedergabe haben und trüber und unscharfer heraus- 
kommen. Der PROMARKT in der Triester-Straße, (Spezialmarkt einer 
deutschen Firma in Mammutgröße) hat mir auf einem GRUNDIG-TV 
ein kanad. Tape (resp.amerik. ) und zum Vergleich, auch ein^österr, 
auf dem Panasonic Videorecorder vorgespielt. Großer Qualitäts- 
unterschied. Es gäbe Jetzt auch Abverkauf sgeräte stark redxiziert. 
Aber wenn im Herbst nun die Neuheiten kommen ist man mit dem 
Altmodelle dann noch 4m ein weiteres Jahr im Hintertreffen und ich 
mit meinem Sonderwunsch überhaupt! !! Ich werde warten und sehen, 
was die Herbstmesse bringt. Wegen Preis renne ich dann wieder herum 
und werde Dir die Erfolgsquoten berichten. .. • 

Sind in Deinem Hause die Handwerker nun fertig geworden, oder planst 
Du vielleicht noch Etwas in diesem Jahr unterzubringen? 
Der Althausfond, von dem man so viel hier in Österreich spricht, 
hat auch zwei Seiten. Meine Schwester und Schwager haben das große 
Objekt in Scheibbs, an dem sie zu 40 oder 5096 beteiligt sind, 
renoviert und rechneten mit dem Althausfond, Dieser hat ihnen einen 
großen Abstrich gemacht. Ich hätte vielleicht auch die Möglichkeit 
gehabt, Maler und Installateur über diesen Verein zu machen. 



4 



Dazu ist es nötig die Kostenvoranschläge einzureichen. Die 
Bewilligung und Besichtigung dauert, dann wird die Band beauf- 
tragt und erst nach Fertigstellung wird bewilligt. Es ist also 
gut möglich, daß man richten läßt und großzügige Lösungen trifft 
imd dann wird 5096 gestrichen an Zuschuß. 

So mache ich die Heizung in Eigenregie und warte nicht auf die 
Zubuße des Vater Staates. Wenn ich selbst dabei bin, kann ich 
besser den Arbeitsprozeß kontrollieren. 

Bitte halt mir die Daumen daß es gut läuft. Ich denke ich bin 
in guten Händen bei diesem tüchtigen Installateur. 

Er Win hat mit seiner Sofort-Bildkamera ein Foto in seiner 
Wohnung am letzten Dienstag verbrochen. Da er Freude an Blumen 
hat, habe ich ihm ein Blumengesteck selbst gebastelt ( 2 Stk. 
Anthurium weiß, eine lila Malvenblütenranke , lila gefärbtes 
Rispengras, eine rosa Nelke und desgleichen eine rosa Gerbera 
und dazwischen Grün - Farn) Es sah als Gesteck sehr gut aus 
und es sollte der Dank für das "Haushüten" an Erwin sein. 
Wie es scheint, «achte es große Freude und ich übersende tiir 
anbei Konterfei von Bltamenschmuck und "alter Hutblume" im 
Vordergrund. 



'Ao 



in dieser Woche ist es etwas lockerer im Büro und daher komme 
ich zwischendurch dazu, diesen Brief an Dich abzufassen. 
Der Faden läuft natürlich nicht so schön wie in Deinen Briefen, 
da ich öa unterbrechen muß und Du in Deinem Karbäuschen Dich 
voll und ganz auf das Geschriebene konzentrieren kannst. 

Fortsetzung :Montag 23.07.90 ^ \ ^ ,,^a 

David wollte das Wochenende noch^mit ^-in in JJien^v^^^^^^ 

sie waren beide bei Lilly, «"»^^J^^^^g ottf mit David einen Spazier- 
und nicht einmal draußen im Wald, wo Otto mit Davi^^ ^^^ ^^ ^^ 

gang machte, wurde f^ ki^er. M Somtag abends^ao^ ^^^^^ 

dann abgeholt und sind ^i^. 8®J®^5o ee^n 11 waren wir wieder in 
Heurigen nach Oberlaa gefahren. So SßSe^^Hf^^^ ^^^ Erwin,David 

SSS'S;?trm!i'de?- ASio^^^^^^^^ -<^ ^^^ ^- ^-^^'^- 

ende (meiner Ankunft) verbleiben. ^ ^^gn (mit Kompressor 
Ich hatte in der Zwischenzeit die Stemar^^^ hoffentlich den 

Loch von Geschäft in den Keiier 6=°°"i^. j^ gi^ig die Trennung von 
Fehler am Rohr-System entdeckt) und gleichzeitig ax ^^ ^^^ 

Geschäftslokal und Privatteil e^^?i2*^5v^„g2:m (Rücklauf ) erneuert 
neue Kessel aufgestellt und das ^l^^^^J^J^I^^So Gott will ! l 
und damit weitere Fehlerquellen f^g^J^JJ^ll^jAtaasberg und vielleicht 
Am Samstag haben wir vor nach Waidhof en,Sowitagsberg g ^^ 
über Böstling,Lunz,Gaming zm^ück nach^heibbs ^ Studienerfolg, 
gibt es eine Feierlichkeit anläßlich Cta^istopnsgu ^^^ ^^^^ 
5a. 15 Personen sind im gotel in Sehe ibbs eingeladen^ ^^^^^ ^^^^^^ 
Schwester auch noch die Einladung für JJ^;^^»J^ Gerda 's Garten 
sprechen. Dieses Fest endet mit einem Umtrunk in Geraa s uax- 
bei hausgemachter Mehlspeise und Sekt! ! ! --pas wäre bis >*z* fer 
letzte Report. Freue Dich im vorhinein, David wird etwas Schönes für 
Dich mitbringen. Viele liebe Grüße an Dich und Jeff und alle anderen 



Ya 



cJIju 



jdjüoj 



I 



'AeJAjOyj %UJL 2^^i^^< 



^Wü^\ 



(ß 



WELCOME TO AUSTRIA! 

We are looklng forward to your arrlval end of the year. 

Erwin is convinced, that you are successful with your pension- 

appllcation Let's hope so, 

Thank's for your kind letter dated June 6 (receipt 18,6. ). 
In the meantime I have posted a second letter to you, answering 
nearly to all questions (without knowing). This letter must be 
in your hands already, 

A few days ago you had to visit the dentist again? How was the 

result? Everything o.k.? 

Re.: TIRAMISU 

Could you find, with David *s assistance ., Mascarpone for Tiramisu? 

It is a white cheese (creamy and flavour like Austrian cheese 

f rom ewe • s milk ) 

Some more weeks would have been necessary to show you all interesting 

recipes. There are the unwritten secrets which make the results so 

perfect 

Re . : dolphins 

The part of the film with do3>5)hins appeared so marvellous, as there 
is action, sound and colour.... Only this part, where we had the 
private "Show" is far too short. 

I find it most cruel to treat animals like entertainer for human 
being and I am sure, that they are suffering in this way. 
^ If they choose peoplefout in the seaside for playing and Company, 
s^^ems läB^ different, But close them up in a swimming pool together 
with curious persons..,.. 
This World is overacting a lot whether it is alcohol, food, sport, 

stimulants , work 

Re . : Videorecorder 

Thank you so much for your excellent advice and I found out 
already, there is just one model on the market, which meets my 
requirement and this is PANASONIC. The trial with Erwin» s tape 
L 120 will be done. This tape has a duration of 3 hours. 



H... 



-2 



Re , : film 
The Video film would need your treatment with Synchronisation 
(music for Niagara falls, incidental music for several other parts...) 
P.e. Smetana's "MOLDAU" for the falls 



• • • • 



Re.: presents 

They all were welcome and we did'nt regret at all, doing this 

lot of Shopping in USA. Sweater with hood on it (navy blue- 

so useful during this wet and rainy weather in Scheibbs recently) 

Jogging suit - pretty colour - bought in Syracuse, the purple 

set (pants and sweater) up to date in Austria now, all the small 

kitchen Utensils were appreciated everywhere. 

Re.: diapositives 

You need not send them back. It Just hope, that your garden looks 

in the same shape within some seasons. Did the seeds arrlve safelv? 

Re.: head forester - squirrels 

I will ask him at Scheibbs during the weekend. 

r 



Re . : Rotlauf 

Der Rotlauf macht mir noch immer Beschwerden. Leider kann ich noch 
nicht länger gehen, besonders Pflastertreten und Stiegensteigen 
strengt mich sehr an. Am Morgen bin ich halbwegs fit, jedoch gegen 
nachmittag macht sich eine Erschöpfung breit. Wenn ich dann die 
Möglichkeit habe, eine Stunde zu rasten, kommt die Energie zurück 
und ich fühle mich danach wohler. 

Letzte Woche war ich bei einer Rotlauf-Spezialistin: (Homöopathin) 
und nehme nun seit 2 Tagen Naturheilmittel. Nach einer Woche soll 
ich angeblich bereits eine Besserung spüren. Nächste Visite in 
der nächsten Woche. — Ich wurde sehr viel gef2?agt(Anamnese), ich 
erhielt aber bis jetzt keine weiteren Anweisungen. Angeblich will 
sie sich das alles durchsehen und mir nächste Woche Details sagen. 
Da mir Naturmittel lieber sind als alle andere Chemie, muß ich 
wohl daran glauben. 






-^3 



Ich habe gerade ein wenig Leerlauf im Büro 
Chef ist außer Haus - 
Mäuse haben Kirtag 

und ich nütze diese Pause für ein Schreiben an Dich. 

Erwin hat mit David telefoniert, da die Pension aus Österreich 

nicht eingetroffen ist. Erwin hat sich erkundigt und erfahren, 

daß das Geld bereits auf David »s Wiener Konto ist und somit 

ist eine Überweisung nicht mehr notwendig und das Geld en\rartet 

David in Wien. Somit ist der Wien- Auf enthalt schon zum Teil 

finanziert. 

Hoffentlich wird diese Angelegenheit auch für Dich positiv 

erledigt, daß wir uns recht bald wieder sehen und begrfissen 

dürfen^ hier in Österreich. 

Soeben habe ich von einem Kollegen erfahren, daß es in Wien 
derzeit 3 Schiele-Ausstellungen gibt und eine davon bis November 
geöffnet sein wird. Also keine Sorge, Du erreichst sicherlich 
eine davon. Alle sind sehr gut, sagte dieser Experte. 

Ich habe inzwischen wieder weitere Zeitungsausschnitte gesammmelt, 
die Dich sicherlich interessieren. 

Wie Du weißt, habe ich Schwierigkeiten mit meiner Zentralheizung 
betreffend Wasserverlust im Kreislauf. Ein cleverer Installateur 
(ein Handwerker meiner Bekannten im Wienerv/ald) hatte nun die 
Idee, ein Dichtungsmittel in den Wasserkreislauf im Verhältnis 1:10 
einzufü.llen. Dasselbe wird manches Mal bei Autokühlern nraktiziert 
un sie abzudichten. Die Gefahr ist natürlich, daß auch die Ventile 
"abgedichtet" werden und ihre Funktionen einbüßen. Aber da ich 
alle Ventile öffnete, dann die Heizung auf Hochtouren laufen ließ 
auf einige Stunden und damit eine gute Umwälziong erzielte, hoffe ich 
auf Erfolg bis nächsten Freitag. Ich w?irde mir dann die Maulvrurfs- 
arbeit ersparen (für 's erste) und besser den Kessel und Brenner 
durch einen ökonomischeren ersetzen. 

Mit dem Anstreicher hatte ich eine Diskussion und erwarte seinen 
Kostenvoranschlag für den Anstrich vün Fenstern und Türen an der 
Rückseite (Bergseite) des Hauses. Folgen soll vielleicht die Fassade. 

Zu meinem Leidv/esen kann Ich noch nicht schv/er arbeiten. Es erfolgt 
ein richtiger Leistungsabfall wenn ich mich anstrenge. 
Vorige Woche v;ar ich bei einer Rotlaufspeziplistin"Hömöopathin" 
und nach Einnahme dieser winzigen Globoli, (5 Tage) fühle ich. mich 
tatsächlich frischer. Sie kann eineWiederholung nicht verhindern, 
aber verspricht mir eine Bessenmg des Zustandes. Genaue Details 
erhoffe ich am Do, 23.06. bei der nächsten Sitzung zu erhalten. 

Betreffend Video-RecoT^der habe ich wieder neuerliche Informationen 
eingeholt und es wurde mir gesagt, daß es zwar verhältnismäßig 
einfach sei ein Panasonic Gerät mit NTSC Wiedergabe zu bekommen 
und mit Mono, aber es eher schwierig sein wird einen HIFI-Reoorder, 
der auch NTSC verwenden kann, zu finden. Das alles sind aber lediglich 
telefonische Auskünfte, da ich selbst noch nicht stark genug war, 
von Gesch^'ft zu Geschäfts zu laufen und mich an Ort und Stelle 
zu informieren. Das kommt noch. 



f/.. 



_(f - 



Erwin war nach Fronleichnam, also Samstag abends bis Sonntag 
in Neustift bei mir im Hause und es hat ihm gut gefallen. 
Damals haben wir vereinbart, wenn Christoph seine Prüfungen hinter 
sich hat, wird er einmal bei Erwin vorbeikommen und die Anlage 
überprüfen. Gestern, H(b,25.6. hat er nun den Video-Recorder genau 
auf den Grundig Fernseher abgestimmt und Erwin kann aus 13-1^ 
Programmen seine Tapes abspielen. Es war ein wenig kompliziert, 
aber Christoph ist es gelungen es ganz gut zu machen und Erwin 
war sehr zufrieden. 

Diese Einstellung mit dem TV hat der Bub auch dann bei mir in 
der Wohnung durchgeführt und sollte ich den Panasonic dann an- 
schließen, wiöd er mir auch noch den Rest durchführen. 
Er ist ganz begeistert von der Hifi Anlage SONY und hat auch 
schon seine Lehramts-Abschlußfeier in der Pädagog. Anstalt mit 
Tante *s Kamera gefilmt und ist hellauf begeistert. Dank Deiner 
Anrep-unp^en hat sich die Tante nun für die Technik interessiert 
und ist im Wert bei (ier Jugend gestiegen. Haushoch. 
Der Grund seines Besuches in meiner Wohnung war auch noch eine 
geplante ROM-Reise von Christoph mit einem Jugendfreund a\is dem 
Scheibbser Gymnasium. Die beiden wollen mit dem Zug die ital. 
Lande shautpstadt erobern und er holte sich Wörterbücher und 
Fachliteratur von der "Frau Tant". 

Nach Beendigung der Schule ist er nun fertiger Haujitschullehrer 
und wird im Oktober zum Bundesheer kommen. Er hofft, als Mathematik- 
und Chemielehrer im Bezirk Scheibbs eine Anstellung zu erhalten. 
Er ist so gar kein Stadtkind und lebt gerne am Lande. Zu gleicher 
Zeit interessieren ihn aber fremde Länder und mein Film hat ihn 
restlos begeistert. Ich glaube, er wird mir einmal beim Schneiden 
und Vertonen der Filme helfen können. 

Letztes Wochenende hatte ich in einer ruhigen Stunde die Muße, 
Deine schönen Bilder einzurahmen (unter blendfreiem Glas, mit 
einer Holzabdeckung an der Rückseite) und im Wohnzimmer zu 
plazieren. Sie sehen so gut aus. Du kannst es Dir nicht vorstellen. 
Das "rosa" paßt sehr gut und David wird Dir dann das Resultat 
berichten, denn er wird mit Erwin im danebenliegenden Schlafzimmer 
wohnen . 

Hoffentlich ist auch das Wetter leidlich. Man kann im Augenblick nur 
von leidlich sprechen, denn am Sonntag nach Pfingsten, also am 
Dreifaltigskeits-Sonntag hat es geregnet und da folgen 13 nasse 
Sonntage, die sich his jetzt bewahrheitet haben. 

Ich kaufte bereits eine lustige weiße Plastik-Sitzgarnitur (runder 
Tisch mit hübschen Sesseln und gelber runder Tischdecke, die Sitz- 
auflagen der Sessel in beige/Gelb/orange dazupassend) ijind auch die 
Bank vor dem Haus wird weiß lackiert, aber sobald ich es vor das Haus 
gestellt habe, beginnt der große Regen.... 

Die Luftfeuchtigkeit kommt jetzt fast an Canada heran und auch die 
Sizilianer haben nicht mehr diese heißen, trockenen Sommer wie einstens. 

Ciccio ist seit voriger V/oche aus Sizilien zurück und hat sich 
bereits telefonisch genihrt. Er erzählte mir, daß Saro^s Haus von 
seinem Sohn verkauft wurde und dafür ein Landhaus, oben am Berg, 
gekauft \^nirde. Dazu hat er auch die Eigentumswohnung in Parma 
verkauft und einen Teil des Geldes für diesen Hauskauf venvendet. 
An v/en das Haus nun gegangen ist, hat Ciccio nicht erfahren. Es 
dürfen keine einheimischen Taorminesen sein. 

Mein Schwager Santino mußte wegen seines Asthmas zur Behandlung ins 
die Klinik nach Messing, wo m;an ihm das letzte Mal sehr gut geholfen 
hat und ich hoffe, daß ich ihn im Hebbst wieder besser antreffen werde. 



5.<3! f9^ 



Nachdem ich heute mit einer ganz neuen Schreibmaschine versorgt 
wurde, ist dieser erste Versuch sofort ein Brief an Dich. 
Diese Maschine ist kein Computer, hat aber eine Löschtaste und 
wie ich finde, ein sehr schönes Schriftbild. 

Wie ich von Erwin erfahren habe, hat man Dir die Pension gewährt! ! 
Ist das nicht fabelhaft? Nun ist Dein Budget etwas höher geworden 
und vielleicht steht dadurch Deinem nächsten Österreich-Besuche 
nichts im Wege. 

Seit einigen Tage ging nun auch die heiße Sommerperiode zur Neige, 
und hat einem eher kühlen Herbst Platz gemacht. Im Nu ist das 
Thermometer auf 12 Grad abgefallen und angeblich gibt es in den 
Bergen Schnee bis auf 1700 m. Es ist zu schade, daß der Sommer 
damit schon vorbei sein soll. Für meine Bautätigkeit war dieses 
heiße Wetter fabelhaft und der Maler konnte seine Anstreicher- 
arbeiten mit Ende dieser Woche beenden. Vorder- und Rückfront 
sind alle Fenster frisch gestrichen und das ganze kostete mir 
21.690,- ASh plus Material weitere 3.00p- ASh. Aber was ist das 
schon, gegen dem Offert der Kunststoff -Fenster? Man wollte für 
alle Fenster und wohl auch Türen: 180.000,- ASh. Da mußte ich 
passen. Und nun ist es eben so gelungen. Auch die Heizung ist 
in der Endphase. Freitag soll die Probeheizung stattfinden. Ab- 
rechnung kommt dann danach. Nun war noch das Problem der 
Isolierung der Terrasse und des Glasdaches, oberhalb der Küche 
zu lösen. Ich war auf der Suche nach kompetenten Fachkräften 
und hatte auch schon ein Angebot in Händen. Durch Zufall, während 
einer kleinen Ausfahrt nach Maria Seesal stieß ich auf eine 
Firma, die mit einem 3-Komponenten Heißanstrich abdichten kann. 
Es handelt sich dabei um ein Bitumen-PVC-Kautschuk-Gemisch, 
das auch in Risse und Fugen eindringt, mit 160 Grad Celsius 
aufgetragen wird und dann mit Split überstreut, sofort erhärtet 
und dabei elastisch bleibt. Eine Neuheit aus Deutschland. 
Der Preis erträglich: 1 m^ = 150,- verarbeitet. Da ja nur 
kleine Stelle zu beheben sind, rechne ich mit einem 1/2 Tag 
Arbeit und das kommt sicherlich nicht sehr teuer und dann kann 

der naße Winter schon kommen 

Auch das Balkongitter ist bereits 2x grundiert und wird den 

Endanstrich wahrscheinlich erst im nächsten Frühjahr erhalten. 

Ich bin noch unschlüssig ob in dem gehabten "schwarz" des 

Schmiedeisens (es sind Vierkatitstäbe) oder ob ich auf "weiß" 

gehen soll, wie man diese Terrassengitter z.B. in Grinzing an 

den Villen überall sieht und das natürlich ganz gut zu dem 

"weiß" der Fensterflügel passen würde. 

So habe ich bis jetzt mit sparsamen Mitteln wirklich sehr viel 

und gute Arbeit erhalten. 

Der Maler ist im Oktober nicht mehr ausgelastet und würde zu 

gerne die Fassade in Angriff nehmen. Er hat auch ein sehr günstiges 

Offert gelegt und vielleicht mache ich das halbe Haus (d.h. die 

Rückseite und die Front Richtung Scheibbs - Reiseproviant- ) 

noch heuer schön. Die Vorderseite benötigt noch die Behandlung 

eines Maurers und es muß der Putz herun^rgeschlagen werden, 

da die Tuffmauern sehr feucht sind und einen Spezial-Althausputz 

entlang des Sockels nötig haben. Ich hoffe, daß ich auch dafür 

irgend-einen Pfuscher auftreiben werde, der mir in 1 - 2 Samstagen 

diesen Spaß erledigen wird. 

Berta ist ganz große Klasse in Bezug auf Handwerker und versteht 

gut mit ihnen umzugehen und weiß auch, wie die Arbeit aussehen 

muß und in welcher Zeit sie erledigt werden kann. Aber mit dem 

Maler gab es in dieser Hinsicht keine Probleme, da ich einen 

Pauschalpreis vereinbart hatte. 



Ein gutes Gefühl, beim Club zu sein. 



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tele VISION 






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DER BIENENZttCHTIR 

Griech.-frz.-ital. Spiel- 
film, 1986 (120 Min.) 
von Theo Angelopou- 
los • Spyros, ein ehe- 
maliger Lehrer, ver- 
läßt Familie und Hei- 
matdorf, um seine Bie- 
nenstöcke der einset- 
zenden Blüte im Süden 
Griechenlands entge- 
genzutragen. Unter- 
wegs begegnet er einer 
jungen Anhalterin, de- 
ren Liebeswerben er 
sich zunächst entzieht. 
In einem herunterge- 
kommenen Kino 
kommt es schließlich 
doch noch zu einer 
Vereinigung... 
■ tele-TV-TIP: 
Mittwoch, 22.15, ZDF 



US- Verfilmung des 
gleichnamigen Ro- 
mans von Vicki Baum, 
1932 (110 Min.) von 
Edmund Goulding • 
Der klasssische Greta- 
Garbo-Film. Ein pak- 
kender Querschnitt 
durch das fließende 
Leben in einem Luxus- 
hotel. 

■ tele-TV-TIP: 
Samstag, 14.05, FS 1 

COMA 

US-Thriller, 1977 (110 
Min.) von Michael 
Crichton • Ein Bosto- 
ner Chefarzt führt vor- 
sätzlich den Gehirntod 
gesunder Patienten 
herbei, um deren Or- 
gane zu Transplanta- 
tionszwecken teuer zu 
verkaufen... 

■ tele-TV-TIP: 
Samstag, 0.00, FS 1 



YOL-Dn¥nO 

Tür k . -Schweiz . Poli t- 
epos, 1981/82 (110 
Min.) von Serif Gören 
und Yilmaz Güney • 
Das Schicksal von fünf 
türkischen Sträflingen, 
die während eines ein- 
wöchigen Hafturlaubs 
ihr Land wie ein uni- 
versales Gefängnis er- 
leben. 

■ tele-TV-TIP: 
Montag, 23.00, ARD 

rAusn m dunkeln 

Tschechosl. Boxerdra- 
ma, 1986 (95 Min.) von 
Jaroslav Soukop • Ein 
junger Boxer gerät 
Mitte der 30er Jahre in 
den Sog von Nazi -Ma- 
chenschaften. Willkür- 
lich wird er in Berlin 
um den verdienten 
Sieg gebracht... 

■ tele-TV-TIP: 
Dienstag, 22.10, FS 1 



Dil BAWPttSSIGI 
ORÄPIN 

US-Melodram, 1954 
(125 Min.) von Joseph 
L. Mankiewicz • Rück- 
blick ihres Managers 
auf das Leben einer 
spanischen Tänzerin, 
die er zum Hollywood- 
Star machte, ohne sie 
vor der Einsamkeit be- 
wahren zu können. 
■ tele-TV-TIP: 
Mittwoch, 21.10, FS 1 



••• 



Engl. Gruselkomödic, 
1973 (100 Min.) von D. 
Hickox • Ein verkann- 
ter Shakespeare-Mime 
rächt sich auf mörderi- 
sche Art an seinen Kri- 
tikern. Amüsante Sati- 
re, intelligent, mit Witz 
und viel schwarzem 
Humor inszeniert. 
■ tele-TV-TIP: 
Mittwoch, 23.20, FS 1 



NACHOLttCK 

US-Dokumentarfilm, 
1986 (80 Min.) von 
Louis Malle • Der fran- 
zösische Regisseur be- 
schäftigt sich diesmal 
mit Einwanderern aus 
fünf Kontinenten. In 
seinem Gesprächsfilm 
befragt er sie über ihr 
Leben in Amerika. 
■ tele-TV-TIP: 
Do., 23.25, ZDF 



Ital. Billardfilm, 1982 
(100 Min.) von Mauri- 
zio Ponzi • Ein fanati- 
scher Billardspieler 
verliert ein Revanche- 
spiel, bei dem es um 
viel Geld geht. Seine 
Schulden wachsen. 
Doch dann lernt er ein 
Mädchen kennen, das 
ihm beisteht... 
■ tele-TV-TIP: 
Do., 23,15, FS 1 



WIEN 







„AdcNii rscri und Irecri^' 
von RudoH Hcmsh^r 




WIENER SCHUU 

DIE BUNTEN 
PHANTASTEN 




iner der bedeu- 
tendsten österrei- 
chischen Kunst- 
richtungen nach 1945 
widmet das Wiener 
Künstlerhaus seine Aus- 
stellung „Die Phanta- 
sten. Die Wiener Schule 

des phanta- ^ hariihmton 
stischen Rea- ^^ nonimiiiwi 
lismus. Brau- öii#i¥#IcliMcli#n 
er, Fuchs, ütalem dor Itach- 
Hauser, Hut- lotofpfxolt bl oin« 
ter, Lehm- Woilcscliau 
den". Die 
fünf Künstler 
- alle aus Wien - for- 
mierten nach dem zweit- 
en Weltkrieg in der 
Kunstszene Österreichs 
eine erste wesentliche 
Avantgarde, die welt- 
weite Reputation er- 
langte und deren Werke 
in einer spezifisch öster- 
reichischen Tradition 
stehen. Das Unheimh- 



fp#wlclni#v 



che eines Kubin, das 
Märchenhafte des Bie- 
dermeier-Theaters , der 
barocke und manieristi- 
sche Allegorienreichtum 
und die mystische In- 
brunst mittelalterlicher 
Malereien beeinflußten 
die Phanta- 
sten ebenso 
wie die euro- 
päische Mo- 
derne und die 
Psychoanaly- 
se Freuds. 
Neben ge- 
meinsam gezeigten, ein- 
zelnen Werken Brauers, 
Fuchs', Hausners, Hut- 
ters und Lehmdens wer- 
den die fünf Künstler 
auch in Einzeldarbietun- 
gen präsentiert. 
■ totoWlMiTIPs 
Künstlerhaus, 1., Karl- 
splatz 5, bis 22.7.1990, 
täglich 10-18 Uhr 



SECOND INTENTIONAL EXPOSURE 




rrc. 



„Dia groBa Neuglerda' 
von WoHgang Hufftor 



„Adam raal und ireal^' 
von Rudolf Haushor 




WIENER SCHULE 

DIE BUNTEN 
PHANTASTEN 




iner der bedeu- 
tendsten österrei- 
chischen Kunst- 
richtungen nach 1945 
widmet das Wiener 
Künstlerhaus seine Aus- 
stellung „Die Phanta- 
sten. Die Wiener Schule 
des phanta 
stischen Rea 
lismus. Brau 



Fünf bortthmton 
öfforroichischon 



Fuchs, MalomdorNach 



er, 

Hauser, Hut- 
ter, Lehm- 
den". Die 
fünf Künstler 
- alle aus Wien — for- 
mierten nach dem zweit- 
en Weltkrieg in der 
Kunstszene Österreichs 
eine erste wesentliche 
Avantgarde, die welt- 
weite Reputation er- 
langte und deren Werke 
in einer spezifisch öster- 
reichischen Tradition 
stehen. Das Unheimli- 



kriogszoit ist oino 

Woilcschau 

govridmot 



che eines Kubin, das 
Märchenhafte des Bie- 
dermeier-Theaters, der 
barocke und manieristi- 
sche Allegorienreichtum 
und die mystische In- 
brunst mittelalterlicher 
Malereien beeinflußten 
die Phanta- 
sten ebenso 
wie die euro- 
päische Mo- 
derne und die 
Psychoanaly- 
se Freuds. 
Neben ge- 
meinsam gezeigten, ein- 
zelnen Werken Brauers, 
Fuchs', Hausners, Hut- 
ters und Lehmdens wer- 
den die fünf Künstler 
auch in Einzeldarbietun- 
gen präsentiert. 
■ tolo Wion TIPx 
Künstlerhaus, 1., Karl- 
splatz 5, bis 22.7.1990, 
täglich 10-18 Uhr 



tele WIEN 




JAMES 

MASON 

Gaorgy Girl 

Ein Melodram der ganz 
besonderen Art gelang 
Regisseur Silvio Nariz- 
zano anno 1966: i,6eor- 
gy Girl'' enfihlt die 
amouröse Gesdiichte 
eines jungen, lebenshun- 
grigen Mlldchens zu ein- 
em älteren Lebemann. 
Die Besetzung Icann sich 
sehen lassen: Lynn Red- 
grove, James Mason, 
Charlotte Rampling, Man 
Bates. 

■ M« ¥fiM TIPs 
Ab 18. Mai im Star-Kino 



Aufxaidi- 

nungenzu 

KMdam und 



BEINHART UND WEIBLICH 

BLAUER 
STAHL 




Wim Wenders Filme ge- 



laugrauer Stahl 
füllt die Lein- 
wand aus: Der 
Zuschauer blickt genau 
in den Lauf ein- 
er tödlichen 
Waffe. Mit Bil- 
dern von eisi- 
gem Glanz be- 
ginnt Kathryn 
Bigelows Film 
Steel", der seit 
Uraufführung bei der 
diesjährigen Berlinale 
die Kritik in Für und Wi- 
der spaltet. 

Erzählt wird die Ge- 
schichte einer jungen 
New Yorker Streifenpo- 
lizistin (Jamie Lee Cur- 
tis), die von einem über- 
geschnappten Börsen- 
makler in ein tödhches 



■inpr^bg«- 
krönlw PHin 
sorgt für 
Aiiffrogung 



„Blue 
seiner 



Duell verwickeilt wird. 
Regisseurin Bigelow, 
die schon mit ihrem 
Vampirfilm „Near 

Dark" (1987) 
einiges Aufse- 
hen erregte, lie- 
fert mit dieser 
ihren neuen Ar- 
beit den Be- 
weis, daß hartes, blutro- 
tes Actionkino nicht al- 
lein Sache ihrer männli- 
chen Kollegen James 
Cameron oder Walter 
Hill ist. 

Mit „Blue Steel", soviel 
ist gewiß, bricht im US- 
Kino eine neue, erbar- 
mungslose Ära an. 
■ Mo ¥fiM TIPs 
Ab 18. Mai in den Pre- 
mierenkinos 



t. 



3^ j 



"J jN • 



SECOND INTENTIONAL EXPOSURE 




JAMES 

MASON 

Georgy Girl 

Ein Melodram der ganz 
besonderen Art gelang 
Regisseur Silvio Nariz- 
zano anno 1966: ;,Geor- 
gy Girl" erzählt die 
amouröse Geschichte 
eines jungen, lebenshun- 
grigen Mödchens zu ein- 
em älteren Lebemann. 
Die Besetzung kann sich 
sehen lassen: Lynn Red- 
grave, James Mason, 
Charlotte Rampling, Alan 
Bates. 

■ tele Wien TIPi 
Ab 18. Mai im Star-Kino 

WIM 



Aufieich- 
nungen zu 

Kleidern und 

caüffto^M 

9ramen 

Wim Wenders Filme ge- 



BEINHART UND WEIBLICH 

BLAUER 
STAHL 




laugrauer Stahl 
füllt die Lein- 
wand aus: Der 
Zuschauer blickt genau 
in den Laufein- 
er tödlichen 
Waffe. Mit Bil- 
dern von eisi- 
gem Glanz be- 
ginnt Kathryn 
Bigelows Film 
Steel", der seit 
Uraufführung bei der 
diesjährigen Berlinale 
die Kritik in Für und Wi- 
der spaltet. 

Erzählt wird die Ge- 
schichte einer jungen 
New Yorker Streifenpo- 
lizistin (Jamie Lee Cur- 
tis), die von einem über- 
geschnappten Börsen- 
makler in ein tödliches 



Ein preisge- 
kröntor Film 
sorgt für 
Aufrogung 



„Blue 
seiner 



Duell verwickelt wird. 
Regisseurin Bigelow, 
die schon mit ihrem 
Vampirfilm „Near 

Dark" (1987) 
einiges Aufse- 
hen erregte, lie- 
fert mit dieser 
ihren neuen Ar- 
beit den Be- 
weis, daß hartes, blutro- 
tes Actionkino nicht al- 
lein Sache ihrer männli- 
chen Kollegen James 
Cameron oder Walter 
Hill ist. 

Mit „Blue Steel", soviel 
ist gewiß, bricht im US- 
Kino eine neue, erbar- 
mungslose Ära an. 
■ Me Wien TIPt 
Ab 18. Mai in den Pre- 
mierenkinos 




WIEN 



EGON SCHIELE 

EWIGES KIND 

A 



nläßlich der 100. 
Wiederkehr des 
Geburtstages 
von Egon Schiele (gebo- 
ren am 12.6.1890 in 
Tulln/Nö) veranstaltet 
das Historische Museum 
der Stadt 



diesem Zusammenhang 
wird die von Anton 
Trcka aufgenommene 
Portraitserie vollständig 
gezeigt, die von Schieies 
kindlicher Freude am 
Posieren zeugt. Beson- 
derer Wert 



■infrttliv« 
und falsch 



berühmten 



Wien eine 
Ausstel- 
lung zu Le- 
ben und 
Werk des 
Künstlers. 

Neben 12 Ölbildern, 2 
Plastiken und 67 Arbei- 
ten auf Papier, die den 
bildenden Künstler 

Egon Schiele präsentie- 
ren, dokumentieren per- 
sönliche Aufzeichnun- 
gen, Briefe, Bücher und 
Fotos das Leben des Ma- 
lers. Rund 80 Fotos zei- 
gen ihm nahestehende 
Personen, sowie Orte 
seines Lebenslaufes. In 






wurde bei 
der Aus- 
stellungs- 
gestaltung 
auch auf Schieies dichte- 
rische Ambitionen ge- 
legt, die reich an Selbst- 
darstellungen und somit 
an Aufschlüssen über 
seine Person sind. Ne- 
ben Exponaten aus mu- 
seumseigenem Besitz 
finden sich auch wertvol- 
le Leihgaben aus den 
USA und Europa, die 
zum Teil jahrzehntelang 
nicht mehr in Wien aus- 
gestellt waren. 
Durch erstmals gezeigte 




Gegenstände aus dem 
Nachlaß Schieies, wie 
Möbel aus seinem Ate- 
lier, Malutensilien und 
Beispiele aus seiner 



Spielzeug- und Folklore- 
sammlung - wird dem 
Besucher der private Be- 
reich dieses Künstlers 
nahegebracht. 



■ M« ¥riM TIPs 

Historisches Museum 
der Stadt Wien, Kari- 
splatz, Di-So 9-16.30, 
bis 2.9.1990 



♦ ♦ ♦ 



dz-Ferienzu3 



♦ 



Erste Klasse beim 
dz-Service: 

Mit behinderten- 
gerechter Zufahrt. 
2700 Gratis-Park- 
plätzen. Und 
Entspannung in der 
dz-Gastronomie. 



Robinson 

präsentiert seinen 
neuen Titel „VIVA 
ITALIA" und „The 
best of WATERLOO 
& ROBINSON". 
Am Sa., 2. 6., um 
14 Uhr und 16 Uhr. 
Standort: 
dz-Pyramide im 
1. OG, dz-Stamm 
haus. 



Endstation um 17 Uhr! 

Beim doppelten 
^ Einlcaufsvergnttgen 

am langen Samstag, 
^ den 2. Juni. 

Bequem ins neue 
Obergeschoß des 
dz-Stammhauses über 
die Parkdecks 1+2, 
Einfahrt Wintzin- 
gerodestraße. 




Einkou&zentrum 
donQuz«ntrum 

1220 Wien, Wagramer Straße 
2700 Gnitls-ParkplMtze, 
2200 davon Überdacht. 

□ CD 

Öffnungszeiten: 

Fachgeschäfte: 
Mo.-Fr. 9.00-18.30 Uhr 
Sa. 8.00-13.00 Uhr 
Lebensmittelgeschäfte : 
Mo.-Fr. 8.00-18.30 Uhr 
Sa. 8.00-13.00 Uhr 

Das doppelte 



>•*' 




. T ▼ ▼ ▼ ▼ ▼▼ 



it's great 

Eisenbahnmuseum 
Deutsch Wagram. 
Club der Eisenbahn- 
und Modellbahnfreunde 
Deutsch Wagram. 



SECOND INTENTIONAL EXPOSURE 



WIEN 



EGON SCHIELE 

EWIGES KIND 



Anläßlich der 100. 
Wiederkehr des 
Geburtstages 
von Egon Schiele (gebo- 
ren am 12.6.1890 in 
Tulln/NÖ) veranstaltet 
das Historische Museum 
der Stadt 



diesem Zusammenhang 
wird die von Anton 
Trcka aufgenommene 
Portraitserie vollständig 
gezeigt, die von Schieies 
kindlicher Freude am 
Posieren zeugt. Beson- 
derer Wert 



berühmten 



Wien eine 
Ausstel- 
lung zu Le- 
ben und 
Werk des 
Künstlers. 

Neben 12 Ölbildern, 2 
Plastiken und 67 Arbei- 
ten auf Papier, die den 
bildenden Künstler 

Egon Schiele präsentie- 
ren, dokumentieren per- 
sönliche Aufzeichnun- 
gen, Briefe, Bücher und 
Fotos das Leben des Ma- 
lers. Rund 80 Fotos zei- 
gen ihm nahestehende 
Personen, sowie Orte 
seines Lebenslaufes. In 



■in ffrtthvollemlator 
und fabch variHiii- 
denert Egon Schiele 



wurde bei 
der Aus- 
stellungs- 
gestaltung 
auch auf Schieies dichte- 
rische Ambitionen ge- 
legt, die reich an Selbst- 
darstellungen und somit 
an Aufschlüssen über 
seine Person sind. Ne- 
ben Exponaten aus mu- 
seumseigenem Besitz 
finden sich auch wertvol- 
le Leihgaben aus den 
USA und Europa, die 
zum Teil jahrzehntelang 
nicht mehr in Wien aus- 
gestellt waren. 
Durch erstmals gezeigte 




Gegenstände aus dem 
Nachlaß Schieies, wie 
Möbel aus seinem Ate- 
lier, Malutensilien und 
Beispiele aus seiner 



8cliM«t „Alto Hämmr In Ktuomni'', 1914 

Spielzeug- und Folklore- ■ Hirn Wien TIPs 

Sammlung - wird dem Historisches Museum 
Besucher der private Be- 
reich dieses Künstlers 
nahegebracht. 



der Stadt Wien, Karl- 
splatz, Di-So 9-16.30, 
bis 2.9.1990 



Ferienzug 




Erste Klasse beim 
dz-Service: 

Mit behinderten- 
gerechter Zufahrt. 
2700 Gratis-Park- 
plätzen. Und 
Entspannung in der 
dz-Gastronomie. 



Robinson 

präsentiert seinen 
neuen Titel „VIVA 
ITALIA" und „The 
bestofWATERLOO 
& ROBINSON 
Am Sa., 2. 6., um 
14 Uhr und 16 Uhr. 
Standort: 
dz-Pyramide im 
1. OG, dz-Stamm 
haus. 



Endstation um 17 Uhr! 

Beim doppelten 
^ Einkaufsvergnügen 

am langen Samstag, 
} den 2. Juni. 

Bequem ins neue 
Obergeschoß des 
dz-Stammhauses über 
die Parkdecks 1+2, 
Einfahrt Wintzin- 
gerodestraße. 



Einkou&zentrum 
cPonouzentrum 

1220 Wien, Wagramer Straße 
2700 Gratis-Parkplätze, 
2200 davon überdacht. 



□ 



* m 

Öffnungszeiten: 

Fachgeschäfte: 
Mo.-Fr. 9.00-18.30 Uhr 
Sa. 8.00-13.00 Uhr 
Lebensmittelgeschäfte : 
Mo.-Fr. 8.00-18.30 Uhr 
Sa. 8.00-13.00 Uhr 

Das doppelte 




grea t 



Eisenbahnmuseum 
Deutsch Wagram. 
Club der Eisenbahn- 
und Modellbahnfreunde 
Deutsch Wagram. 



tele WIEN 



ROMANTISCHER 
FRÜHLING 



Als ich noch Film- 
kritiker war, 
schrieb ich, das 
Besondere des Kinos 
sei, daß es die Menschen 
beim Arbeiten zeigt", 
erinnert sich Regisseur 
Eric Rohmer an seine 
Jugend zu- 
rück: „Man 
denke nur an 
die Krimis. In 
Liebesfilmen 
wird wenig ge- 
arbeitet. Lieben und ar- 
beiten, das geschieht sel- 
ten gleichzeitig." 
Es gehört mit zu den 
Glücksfällen des Kinos, 
daß Rohmer sich schon 
zu Beginn seiner Karrie- 
re, Anfang der fünfziger 
Jahre, für die Liebesfil- 



me entschieden hat. 
Dialoglastig, doch sehen 
nur geschwätzig, spar- 
sam im Einsatz von opti- 
schen Effekten, erzäh- 
len seine Filme poeti- 
sche Alltagsgeschichten, 
eingepaßt in den sozia- 
len Umraum, 
dem die - 
von Iric Rohmors meist sehr jun- 
PKMiHiigs- gen - Protago- 

u nisten ent- 

stammen. 
„Frühüngserzählung" , 
der erste Teil des neuen 
Zyklus „Vier Jahreszei- 
ten", erzählt von Jeanne 
und Mathieu und Nata- 
cha und Eve. 

■ •db¥nM nps 

Voraussichtlich ab 25. 5. 
im Kino 



## 





STANLEY 

UND IRIS 





IritloinAii- 

MkilMiliMft cIa 



ieser Film ist vor- 
dergründig eine 
Love Story, doch 
natürlich, wenn es dabei 
auch um ein Thema wie 
das des Anal- 
phabetismus 
geht, liegt der 
sozialkritische 
Anspruch of- 
fen zu Tage. 
„Wer trägt die 
Schuld an die- 
sem Zustand 
Menschen, die davon 
betroffen sind, das 
Land, in dem Analpha- 
betismus existiert? Es ist 
eine furchtbare soziale 
Krankheit", sagt Regis- 
seur Martin Ritt und er- 
innert daran, daß jeder 
Ritt-Film ein Film mit 
Botschaft ist: „Die 
Front" mit Woody Al- 



Dm ÜMultal ifl 



Lov^Moiy 

- die 



len, „Nuts" mit Barbra 
Streisand, „Hud" mit 
Paul Newman. 
Stanley (Robert De Ni- 
ro) ist einer von 27 Mil- 
lionen US- 
Bürgern, die 
weder lesen 
noch schreiben 
können. Iris 
(Jane Fonda), 
nimmt sich des 
Problemkin- 
des aus der Provinz für- 
sorglich an; gemeinsam 
lernen die beiden, einan- 
der zu helfen und mitein- 
ander zu leben. Schüler 
und Lehrerin. Mann und 
Frau. Eine Love Story 
eben. 

■ ••■•WImTIPs 
Ab 25. 5. in Metro vis-a- 
vis, eine, U3, Kolos- 
seum und Top (OF) 



Ein klassischer Trapperfllm 
ous dem Jolir 1952, iime- 
niert von Howord Howb, 
enalilt die Sesdiidite 
zweier Pelziiandler (Kiik 
Douglos und Dewey Mar- 
tin), die auf Hirer Sudie 
nadiWolilstandundeiOd 
allerlei Abenteuer zu be- 
stehen naoen* 
■ tote WIM TIPs 
Sladlkino, 283^ 2145 Uhr 



Monumentaler KostOm- 
Mm um eine wMerspen- 
stige Haremsfrau; ent- 
standen nach dem Best- 
seller irSuhana^, inne- 
niert vom britischen Routi- 
nier Jack Smight. AuBer 
leidlicher Spannung und 
raichlich Action bietet der 
Streifen auch noch Oscar- 
PreistrOger F. Murray Ab- 
raham. 

■ totoWlMTWs 
Zur Zeit im lüno 



VI 



SECOND INTENTIONAL EXPOSURE 



tele WIEN 



ROMANTISCHER 
FRÜHLING 



Als ich noch Film- 
kritiker war, 
schrieb ich, das 
Besondere des Kinos 
sei, daß es die Menschen 
beim Arbeiten zeigt", 
erinnert sich Regisseur 
Eric Rohmer an seine 
Jugend zu- 
rück: „Man 
denke nur an 
die Krimis. In 
Liebesfilmen 
wird wenig ge- 
arbeitet. Lieben und ar- 
beiten, das geschieht sel- 
ten gleichzeitig." 
Es gehört mit zu den 
Glücksfällen des Kinos, 
daß Rohmer sich schon 
zu Beginn seiner Karrie- 
re, Anfang der fünfziger 
Jahre, für die Liebesfil- 



Bii sfiltor Film 
von Eric Roimior: 
„Frülilings- 
erwaciion'^ 



me entschieden hat. 
Dialoglastig, doch selten 
nur geschwätzig, spar- 
sam im Einsatz von opti- 
schen Effekten, erzäh- 
len seine Filme poeti- 
sche Alltagsgeschichten, 
eingepaßt in den sozia- 
len Umraum, 
dem die 
meist sehr jun- 
gen - Protago- 
nisten ent- 
stammen. 
„Frühlingserzählung" , 
der erste Teil des neuen 
Zyklus „Vier Jahreszei- 
ten", erzählt von Jeanne 
und Mathieu und Nata- 
cha und Eve. 
■ §•!• ¥fieii TIP: 
Voraussichtlich ab 25. 5. 
im Kino 





Hü iM««r xaH«r mm von Iric RohnMr 



DE NIRO UND FONDA 

STA N L E Y 

UND IRIS 





Start in ungowohniM' Rollns 
d« Niro und Jon« Pondo 



ieser Film ist vor- 
dergründig eine 
Love Story, doch 
natürlich, wenn es dabei 
auch um ein Thema wie 
das des Anal- 
phabetismus 
geht, liegt der 
sozialkritische 
Anspruch of- 
fen zu Tage. 
„Wer trägt die 
Schuld an die- 
sem Zustand 
Menschen, die davon 
betroffen sind, das 
Land, in dem Analpha- 
betismus existiert? Es ist 
eine furchtbare soziale 
Krankheit", sagt Regis- 
seur Martin Ritt und er- 
innert daran, daß jeder 
Ritt-Film ein Film mit 
Botschaft ist: „Die 
Front" mit Woody Al- 



Er ist ein An- 
alphcibef , sie 
seine Lehrerin. 
DuB ResuHot ist 
eine Mcusische 
LeveStery 

- die 



len, „Nuts" mit Barbra 
Streisand, „Hud" mit 
Paul Newman. 
Stanley (Robert De Ni- 
ro) ist einer von 27 Mil- 
lionen US- 
Bürgern, die 
weder lesen 
noch schreiben 
können. Iris 
(Jane Fonda), 
nimmt sich des 
Problemkin- 
des aus der Provinz für- 
sorglich an; gemeinsam 
lernen die beiden, einan- 
der zu helfen und mitein- 
ander zu leben. Schüler 
und Lehrerin. Mann und 
Frau. Eine Love Story 
eben. 

■ tele Wien TIPt 
Ab 25. 5. in Metro vis-a- 
vis, eine, U3, Kolos- 
seum und Top (OF) 



Howard HcnMkes 

Ein klassischer Trapperfilm 
aus dem Jalir 1952, insze- 
niert von Howard Havfks, 
erzählt die Geschichte 
zweier Pelzhändler (Kirk 
Douglas und Dewey Mar- 
tin), die auf ihrer Suche 
nach Wohlstand und Glück 
allerlei Abenteuer zu be- 
stehen haben. 

■ tele ¥fieii TIPs 
Stadtkino, 283., 22.45 Uhr 

DIE FAVORITIN 

Kostttmfiliii 

Monumentaler Kostöm- 
film um eine widerspen- 
stige Haremsfrau; ent- 
standen nach dem Best- 
seller „Sultanat insze- 
niert vom britischen Routi- 
nier Jack Smight. Außer 
leidlicher Spannung und 
reichlich Actton bietet der 
Streifen auch noch Oscar- 
Preisträger F. Murray Ab- 
raham. 

■ tele Wien TIPi 
Zur Zeit im Kino 



VI 



mpf ums Publikum 
s Werberitter 



fms. ■*'' 



"^Hrii 



. und zwischendurch ein Seidel Bier in der ^Alten Welt*', serviert von Regina. 



nur dann eine Tournee durch 
^terreich gibt, wenn der Platten- 
'icauf dementsprechend läuft. 
Jchon liegt die Platte am Teller, 

Song „A Night In Vienna** 
Igt durch den Äther, während 
lisser das Studio wieder verläßt, 
ins nächste Studio, wo noch ein 
ir Aufnahmen für Morgen-, 

igs- und Abendsendungen von 
:hael Trnka gemacht werden. In- 
iews für die Konserve also, 
[ein ins Auto, runter zum Haupt- 

:, rauf auf die Dreifaltigkeits- 
le und rein ins Wirtshaus auf ein 
|el Bier und dazwischen Fotos, 
»s, Fotos . . . Viel Zeit bleibt da 



nicht zum Erholen — in zwei Stun- 
den sollen die beiden Werbe-Tourer 
schon in Innsbruck sein. 
Wie geht's weiter mit der Band? 



„Wir werden weiter Nummern 
schreiben und weiter komponie- 
ren'', sagt Rüdisser und spült sich 
mit dem Bier den Streß hinunter. 



Die Platte 

Igical Touch, 12 Aufnahmen, 
lältlich als CD, LP und MC. 
[rlegt bei Pölygram. 




^Bitte lächeln' heißt die Devise bei Radio Oberösterreich. 
Herwig bei der Live-Sendung ^Wunschmelodie'' mit Sprecherin 
Ursula Kinz. 



Se itenBlic k 

Hört auf mit 
dem Playback! 

Gar keine Zeit haben wir heuer 
im Mai, dem musikalischen Wett- 
kampffieber zu entkommen. Kaum 
haben wir erfahren, wer in Zagreb 
den Grand Prix der Eurovision be- 
kommen hat (hoffentlich erhält Si- 
mone viele Punkte-points-point- 
punti . . .), müssen wir uns schon 
wieder voll auf die Ausscheidung 
ßr den Grand Prix der Volksmusik 
stürzen, die am Donnerstag, 17. 
Mai, 20.15 Uhr, über die Bühne 
geht. Dort werden die österreichi- 
schen Fixstarter nominiert, die 
dann am 16. Juni in Saarbrücken 
singen und spielen werden. 

Nun wissen wir alle, daß der 
Preis der Volksmusik natürlich in 
Wirklichkeit die Vertreter der volks- 
tümlichen Musik auszeichnet. Und 
die haben ja mit echter Volksmusik 
so gut wie nichts zu tun. Aber das 
Wort Volksmusik klingt halt besser 
und ist prägnanter Richtigerweise 
sollte der Wettbewerb natürlich im 
Namen zumindest das Wort Schla- 
ger haben. Aber gut, seien wir nicht 
allzu pingelig, schließlich handelt 
es sich doch um die derzeit erfolg- 
reichste Musikbranche, was den 
Platten verkauf anbelangt. 

Und da sind wir auch schon beim 
Hauptanliegen des Grand Prix: Der 
Rubel muß rollen, das Siegerlied 
und auch die anderen Humtatas 
müssen nachher in den Geschäften 
weggehen wie warme Semmeln. Seit 
Stefan Mross, der sympathische 
Trompeter, im Vorjahr siegte und 
damit ins Gerede kam (zur Erinne- 
rung: Es wurde ihm vorgeworfen, 
beim Grand Prix gar nicht selbst ge- 
spielt zu haben), hat die Veranstal- 
tung unter Gerüchten zu leiden, 
hier wurde gemauschelt. 

Dabei wäre es ja so einfach, glei- 
che Voraussetzungen für alle zu 
schaffen: Hört doch endlich auf mit 
dem verblödeten Playback-Getön 
bei volkstümlichen Sendungen. Die 
Nervosität der Interpreten oder die 
bessere Studioatmosphäre der Auf- 
nahmen sind keine Argumente für 
die Retorten-Musik. Was täte da 
etwa ein hochbezahlter Opernsän- 
ger, der täglich irgendwo auf der 
Welt seine Haut und seine Stimme 
zu Markte trägt. Live. 

Beim Eurovisions-Songcontest 
wird schon immer live gesungen. 
Das verlangt das Reglement. Es ist 
daher nicht einzusehen, warum 
Volksmusiktrompeten und Sänger 
nicht in dem Moment ins Mikrofon 
schmettern sollen, wenn's um die 

Wiirst geht. 

Robert Ehrgang 



mpf ums 
s Werberiti 



SECOND INTENTIONAL EXPOSl RE 



mpf ums Publikum 
s Werberitter 



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nur dann eine Tournee durch 
^erreich gibt, wenn der Platten- 
kaut dementsprechend läuft, 
»chon liegt die Platte am Teller, 
wSong „A Night In Vienna" 
Igt durch den Äther, während 

lisser das Studio wieder verläßt. 

ins nächste Studio, wo noch ein 
ir Autnahmen tur Morgen-, 
[tags- und Abendsendungen von 

hael Trnka gemacht werden. In- 

iews für die Konserve also. 
|ein ins Auto, runter zum Haupt- 

;, rauf auf die Dreitältigkeits- 
|e und rein ins Wirtshaus auf ein 

|el Bier und dazwischen Fotos, 

)s, Fotos . . . Viel Zeit bleibt da 



nicht zum Erholen — in zwei Stun- 
den sollen die beiden Werbe -Tourer 
schon in Innsbruck sein. 
Wie geht's weiter mit der Band? 



„Wir werden weiter Nummern 
schreiben und weiter komponie- 
ren", sagt Rüd isser und spült sich 
mit dem Bier den Streß hinunter. 



Die Platte 

igical Touch, 12 Autnahmen, 
liältlich als CD, LP und MC. 
(riegt bei Polygram. 




^Bitte lächeln" heißt die Devise bei Radio Oberösterreich. 
Herwig bei der Live-Sendung „Wunschmelodie" mit Sprecherin 
Ursula Kinz. 



Se itenBIk k 

Hört auf mit 
dem Playback! 

Gar keine 2U'if haben wir heuer 
im Mai, dem musikalischen Wett- 
kampjfieher zu entkommen. Kaum 
haben wir erfahren, wer in Zagreb 
den Grand Prix der Eurovision be- 
kommen hat {hoffentlich erhält Si- 
mone viele Punkte-points-point- 
punti . . .}, müssen wir uns sclum 
wieder voll auf die Ausscheidunt^ 
für den Grand Prix der Volksmusik 
stürzen, die am Donnerstaf», 17. 
Mai, 20.15 Uhr, über die Bühne 
^eht. Dort werden die österreichi- 
schen Fixstarte *" mmiiniert, die 
dann am 16. Juni in Saarbrücken 
sini^en und spielen werden. 

Nun wissen wir alle, daß der 
Preis der Volksmusik natürlich in 
Wirklichkeit die Vertreter der volks- 
tümlichen Musik auszeichnet. Und 
die haben ja mit echter Volksmusik 
so ^ut wie nichts zu tun. Aber das 
Wort Volksmusik klingt halt besser 
und ist präi^nanter Richti^erweise 
sollte der Wettbewerb natürlich im 
Namen zumindest das Wort Schla- 
gerhaben. Aber gut, seien wir nicht 
allzu pingelig, schliefilich handelt 
es sich doch um die derzeit erfolg- 
reichste Musikbranche, was den 
Plattenverkauf anbelangt. 

Und da sind wir auch sch(m beim 
Hauptanliegen des Grand Prix: Der 
Rubel muß rollen, das Siegerlied 
und auch die anderen Humtatas 
müssen nachher in den Geschäften 
weggehen wie warme Semmeln. Seit 
Stefan Mross, der sympathische 
Tnmipeter, im Vorjahr siegte und 
damit ins Gerede kam (zur Erinne- 
rung: Es wurde ihm vorgeworfen, 
beim Grand Prix gar nicht selbst ge- 
spielt zu haben), hat die Veranstal- 
tung unter Gerüchten zu leiden, 
hier wurde gemauschelt. 

Dabei wäre es ja so einfach, glei- 
che Voraussetzungen flir alle zu 
schaffen: Hört doch endlich auf mit 
dem verblödeten Playback-Getön 
bei volkstümlichen Sendungen. Die 
Nervosität der Interpreten oder die 
bessere Studioatmosphäre der Auf- 
nahmen sind keine Argumente ßr 
die Retorten- Musik. Was täte da 
etwa ein hochbezahlter Opernsän- 
ger, der täglich irgendwo auf der 
Welt .seine Haut und seine Stimme 
zu Markte trägt. Live. 

Beim Eurovisiims-Scmgc erntest 
wird sclum immer live gesungen. 
Das verlangt das Reglement. Es ist 
daher nicht einzusehen, warum 
Volksmusiktnmipeten und Sänger 
nicht in dem Mimwnt ins Mikrofon 
schmettern .sollen, wenn's um die 

Wurst geht. 

Robert Ehrgang 







delpMn 

Ein „Echolot" 
orsotzt die Augon 



GANGESDELPHIN 

(Plantanista gangetica). 
Länge: 2 bis 3 Meter 



sm^nf 



Im Gegensatz zu den anderen Delphin- 
arten Ist der Gangesdelphln Mlnd. Er lebt 
Im Gangesdelta und im indus-Rußsystem. 
Der Gangesdelphin kann zwar nichts 
sehen, findet sich aber mit Hilfe seines 
körpereigenen ,, Echolots'' im trüben 
Wasser hervorragend zurecht. 





Durch das Leben in dunklem, lehmigen Rußwasser Alle Delphinarten jagen mit Hilfe von Schallwellen. Der Gangesdelphin schwingt beim Schwim- 
wurde die Sehkraft dieser Delphine völlig zurückge- Der Gangesdelphin stößt ultrahohe Laute aus und men rhythmisch den Kopf hin und her. Wie mit 
bildet. Das Auge besitzt keine Linse mehr und liegt orientiert sich - wie ein Echolot - mit Hilfe der einem Radar peilt er seine Umgebung an. Ver- 
unter der Haut. Mit seinem großen Gebiß unter der zurückgeworfenen Schallwellen. So findet er seine suche haben gezeigt, daß der Delphin die 
langen Nase fängt der Gangesdelphin Fische. Beute, obwohl er sie nicht sehen kann. stärksten Laute in Schwimmrichtung ausstößt. 







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1 






Der Schall, der vom Ziel zurückkommt, wird 
von großen fächerfönnigen Lamellen am Ohr 
aufgefangen. So kann der Delphin Hin- 
dernisse umschwimmen und seine Nahrung 
suchen und finden. 



Der Gangesdelphin schwimmt meistens 
auf der Seite. Seine Schwanzflosse 
bewegt er wie ein Fisch senkrecht hin und 
her. Das unterscheidet ihn von anderen 
Delphinarten. 



Der Gangesdelphin lebt in lehmigem Süßwasser. 
Das fehlende Sehvermögen wird durch sein hochem- 
pfindliches „Echolot" ersetzt. Es ist ihm in diesen 
trüben Gewässern bei der Nahrungssuche nützlicher 
als ein Auge. 



SECOND INTENTIONAL EXPOSURE 




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delpMn 

Ein ..Echolot'' 
ersetzt die Augen 



GANGESDELPHIN 

(Plantanista gangetica). 
Länge: 2 bis 3 Meter 



Im Gegensatz zu den anderen Delphin- 
arten ist der Gangesdelphin blind. Er lebt 
im Gangesdelta und im Indus-Rußsystem 
Der Gangesdelphin kann zwar nichts 
sehen, findet sich aber mit Hilfe seines 
körpereigenen ,, Echolots'' im trüben 
Wasser hervorragend zurecht. 



Linse 



4^ 



Auge eines 

gewöhnlichen 

Delphins 




Auge des 
Gangesdeiphins 




'^''''ÄjEn«^^"''5ife-i*"^! '...- ■■""■''" ''^■■' 



Durch das Leben in dunklenn, lehmigen Rußwasser Alle Delphinarten jagen mit Hilfe von Schallwellen. Der Gangesdelphin schwingt beim Schwim- 



wurde die Sehkraft dieser Delphine völlig zurückge- 
bildet. Das Auge besitzt keine Linse mehr und liegt 



Der Gangesdelphin stößt ultrahohe Laute aus und men rhythmisch den Kopf hin und her. Wie mit 
onentiert sich - wie ein Echolot - mit Hilfe der einem Radar peilt er seine Umgebung an. Ver 



unter der Haut. Mit seinem großen Gebiß unter der zurückgeworfenen Schallwellen. So findet er seine suche haben gezeigt, daß der Delphin die 



langen Nase fängt der Gangesdelphin Fische. 



Beute, obwohl er sie nicht sehen kann. 



stärksten Laute in Schwimmrichtung ausstößt. 

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Der Schall, der vom Ziel zurückkommt, wird 
von großen fächerförmigen Lamellen am Ohr 
aufgefangen. So kann der Delphin Hin- 
dernisse umschwimmen und seine Nahrung 
suchen und finden. 



Der Gangesdelphin schwimmt meistens 
auf der Seite. Seine Schwanzflosse 
bewegt er wie ein Fisch senkrecht hin und 
her. Das unterscheidet ihn von anderen 
Delphinarten. 



Der Gangesdelphin lebt in lehmigem Süßwasser. 
Das fehlende Sehvermögen wird durch sein hochem 
pfindliches „Echolot" ersetzt. Es ist ihm in diesen 
trüben Gewässern bei der Nahrungssuche nützlicher 
als ein Auge. 



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ilumpolec 14.J&nner 1991 • 



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Sehr .r^eehrter Herr Vladar! /"Vladaf " bedeutet Regent oder Herrscher/ 

Ich "^anke für Ihren Erief mit Neujahrgrüssen und ich bringe Ihnen 
den ersten zugesprochenen genealogischen Bericht. 

Aber erlauben Sie niir bitte, zuerst mich ein bisschen ÄHs»h vorzu- 
stellen. Ich bin ein pensionierter Gyiunasialprofessor/1926/ und ich 
befasse mich als Hobby luit lai-tr Regionalhistorie, Regiona]?iteratur, 
Denkmalschutz usw» Ich habe mehrere Publikationen darübergeschrieben. 
Guten Ruf bekam z.B. mein Buch ''Der Knabe mit der Arnika" über Jugend- 
jahren des v;eltberühmten tsch. -amerikanischen Anthropologer Aleä Hrd- 

liöka aus Smithonian Institution in^^Aashington. Er stammte aus Hum- 
polec. Fast 30 Jahre befasse iclf^^lmit den Kontakten G.Mr^hler /gebür- 
tig auch da/- Eö mne^^ und eben so lange bin ich Zeit zur Zeit in der 
Briefwechsel mit de'.^ Baron de La Orange» Bitte, grV).^:^s^n Sie ihn ge- 
legentlich! 

Entschul -^igen, bitte, meine häufige Sprachfehler. Ich lernte deutsch 
und englisch erst vor "^eii: zweiten Krie'' und später wegen der Totali- 
tät und des eisernen Vorhanges hatten wir keine Gelegenheit zum Spre- 
chen und so haben wir alles vergessen. 

Und 3etzt wie sieht es eigentlich bei uns allgemein mit den LIatrikeln 
und Archivstudium aus? 

Die öntliche '"atrikeln sind gesetzlich seit der T.^^aria Theresia- Jo- 
sef- ^.eformen geführt /Ende des IS.JhSt/. Die kirchlichen ...atrikeln 
der grösseren und bedeutendsten Städten und Sprengel reichen schon 
in die Hölfte des 17«Jhdt^ Diese enthalten aber überhaupt *'die heili- 
ge Angaben^' wie Sterbesakramenten, Käme des Priesters, Angeboten der 
Vermählung, Pathennamen usw. Die Angeben, d'.e f**ur Eamilienbaumx wich- 
ti^^ sind, sin'"' sehr schroff. Auch die Hausnummern sind bei uns erst 
nacSi den Theresia-Josef-Reformen eingeführt. Früher i/gendwo nach 
Hauszeichen -z.B. "Zum goldenen Stern". 

Mit Jüdischen ^'atrikeln ist alles noch komplizierter. Bis den Jo- 
sef- r\eformen/1780/ hat jeder Jude xxsx nur zwei Taufnamen. Zum Beispiel 
Abraha;:: Jakub bedeutet Abrahain ^ohn des Jakubs/Vater/. iNlach d.J. 1780 
kam zur einen grossen Jud (^enennung mit Familiennamen. Damals hat z.B. 
Abraha. Jakub zum erstenmÄ den KameK MAHLER angenommen - Urururgross¥ 
vate der allen 'ahleren. Der Zustand und Zahl der Judisciien r;;atrikeln 
ist aber sehr schlecht. '.Vährend der Hitler-ökup; ation wurden mehrere 
und mehrere Lücher vernic::te' , die jüdischen ultusgemeinden existie- 
ren fast nicht /nur 5-10 in Böhmen/. Z.B. in Humpolec lebten vor dem 
Kriege mehr als 400 J'^den, jetzt niemand, .'ille sind entweder in KZL 
oder in Ausland verschwun'^en. 

Die übrigbleibenden r.^atrikeln aus Eöhr.en sind in Prager Staats- 
archiv gesammelt. Aber nicht alle. Irgendwo wurden die jüdische und 
katholische ^'atrikeln zusamm^engeschrieVen oder später zusemmengebun- 
den. '."uss man suchen. Die r.k. Matrikeln /jüngere/ sind entweder an 
Pfarren oder an Orts- und Stadtbehörden auf bewahrt, /die ältere Latri- 
keln in Bezirks- o-er Freisarchiven / 

Das Archiv ist /bir jetzt/ nicht pflichtig in Privatforschung zur 
Hilfe stehen. Die Archiven ./gehörten unter geheimen Angelegenheiten 
und wurden durcb* Polizei gele*^. tet. Die ausländischen i'orscher brauch- 
ten zum Studium im Archiv die Bewilligung der Innenministerium. Jetzt 
nach der Staatsumwälzung v/ird alles ganz anders - normal - sein. 

Und nun was habe ich bis jetzt gemacht. - Ixx irager Staatsarchiv 
habe ich festgestellt, iasr die jüdische ..atrikeln für den lall "bi- 
heller und Perl** sollten in Archiven "^ Opava und Olomouc sein. /Die 
Zeitspanne: Novy Jicin 1^35-79, Pfibor lü.i7-lo71, ^Li^nik ^/h 1793-49, 
in TSsin ist es kompliziert: Seit 1918 eine ..äl. te^gTliört zu Polen 
und die zweite gehört zu uns/ Die anderen LIatrikeln sind entv/eder 
mit katholischen irgendweise verbunden oder vernichtet. Opava und 
Olomouc ist von ..ompolec etwa 300 Km entfernt. 



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-/ -':'^tt'!frir^-^jtrf!:tft^- \ rr it tv : g>^ " ^^^ ■J B ^ . ' V;.;^^»^ / • j^i£:jg:st;ap.raitv.- -»^si- 








:."atrikeln seit 1658 /lateinis h/ 



In Lrünner Landesarchiv suchte ich in deu Indexbuch /Protokol/ den 
Namensönderungbrief von 1836. Es ist hoffnungsvoll aber zeitraubend. 
Die ^gentlichen Akten sind zur Zeit irgendwo ausser Brunn deponiert 
und musE man i^r mich zuerst ausgesucht sein. Kennen Sie den Name des 
Amtes.'' /Landesbehörde "Öhren, Staathalterei I.Iähren u.a.?/Bei der Be- 
ratung beim Rechtsanwalter habe ich festgestellt dass "xMamensönderun---" 
XKK damals nicht gerichtliche Angelegenheit wöre./ Koch den Telefon- 
rufen m nächster Woche wollte ich nach Brunn wieder fahren, 
'..,.YxV 3etzt zmi^Fall "I.:iller und AnderleT In Archiv für Lüdböh^nen in 
, Aittingau habe ich folgendes gefunden: 
V 1 a r y - allern - kirchliche R.k. 

1/ Taufbuch, folio 478 

l.Dezenber 1173, Wallern Nr. 102 
Kind: Mathias Franz A'atous, Frantieek/ 
Vater: :'athias "Uli er , Furier aus Wallern 
r.'utter: :,:aria, leg. uxor eins 

2/ Taufbuch, folio 307 
3l7Jfinner 1755 
Kind: "aris 

Vater: Vdclav /Wenzel/ Kind ermann 
Mutter: I-Iagdalena 
beide Bürger von ".Vallern 

3/ Trauungsbuch, folio 111 

26, Juni 1770 • - 

Mathias Miller /oier Milner/, ortsonsössig, stammend von Hintring 

00 

Maria Finderniann aus Wallern 
Pathen: Johann Rehak und Jos. Nusko, 

4/ Sterbebuch /nur Index-übersic'itsbuch, die eigen Sterbematrikeln 

sind leider zur Zeit beim Buchbinder /iMOch 2 Monaten/ 

Im In'"' ex kommt Maria Miller zweimal vor: 

26.J.1.1809 /folio 83/ 

29.3.1814 /folio 93/ richtig? 
Anmerkung: 

Mathias ''illers Eterbefall kommt in Sterbebuch-Index von W"allern 

überhaupt nicht vor. Nach dem Code der Gemahlin lebte vielleicht 

in der Familie eines Kindes /in Austria?/ 

Zelnava - Salnau - kirchl,R,k.''atrikeln seit 1664 /lat./ 

Taufbuch, folio 272 
26. August 1751 
Kind: . atliias 

Vater: Christian /Krielanii i.'.iller, Untertan und Heger des Fürsten 
Schv/arzenberg 



Mutter: "'.aria, leg. uxor„ eius 



Beide v/ohnhaft in Hintrig /tsch^Zahovzdi/ 

Anmerkunr:: Die Ortschaft HINTRING "liegt Jetzt am Boden des grössten 
böluni sehen Stausees und El-vVerk Lipno im Böhmerwald * 

T r a c h a t i c e - trachatitz - kircn.ft.k.Matrikeln seit 163^ /lat./ 

Wegen Zeitmangel, also nur flüchtig und beiläufig^ habe ich in den In- 
dexbüchern und Taufmatriken das folgende gefunden: 
f Taufbuch, folio 494 
7*Feber 1745 
Kind: u:athias,vJosef 
Vater: Johann Anderle 
^/■utter: ^:agdal1na / 




u aT L '"'4 «Afc* ^ . ^A 




V 






fm^^mos: (^^' R-M misrfa^<^. 



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I 




AniTierlrung: 

1/Die Angaben von Jahren 1739- ; 4 leider fehlen. Die spätere la- 
teinische "^rklörung am Rande spricht etwas über Ersatzeinschrei 
bungen - ajjfer wo? /unlesbar/ 
2/ -uch bei anderen irindern '"ommt der zweite Paufname vor. Ist^ 

möglich die spätere Taufnamensaustausch? 
3/ Es handelt sich um Bruder /dieselebe Eltern/ 

»Taufbuch, folio 100 
11 •Dezember 1697 
Kind: Thomas 
Vater: Geor^ius Anderle 

Mutter: Sofie /Zofie/ . — 

Anmerkung: 

Ist Thomas Anderle Vater oder Grossvater 

glied leider fehlt* Diese zwei **>inderle" 

die^ kommen in Prachatitzer Index-büchern /x,oo,+/ vor« iC- 

versuclite auch eine kleine TJamensänderung ''Eivlerle" , die ist 

bei uns gehöufigerere, aber auch erfolglos. Es gibt nacheine 



des Johann? Das Ketten- 
sind auch die einzige^ 



V 




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eine Bemerkung /lat* mit runderer Tinte und HanV fcie "Lastek" les- 



Geehrter Herr Vladar. Bitte, überlegen Sie meine Angaben, verglei- 
chen mit Ihren .Angaben un- schreiben Sie mir, wie sollte ich fort- 
setzen o^er enden. In Ihrer:] Brief von 30#11.90 haben Sie auch über 
meine Belohnung geschrieben. ^.Vas sollte ich dazu sagen? Sie selbst 
sind doch e'n guter Kenner und Fach:nann für die genealogischen x.n^e- 
legenheiten also Sie sollten ai?: besten meine Arbeit für Sie bewerten. 
J'eine Belohnung lasj^e ich also Ihre Sorge und Ihre Grosszügigkeit sein. 
Sie könnten die erste .^ate mit Banknote oder Check in eine.: Brief 
einlegen und an meine Adresse schicken. Ob es mö^^licu wäx"^e also in 
ATS O'ier DM /wegen ineinan Studienreisen /G«.. ahler/ nach Aien und we- 
gen ''inkauf der Llahler-Literatur in "harter Währung.'^ 

Noch einmal bitte ich um Entschuldigen der gramatischen Fehler« 
Herzlich grüsst und Ihre Antwort erwartet^^;J) . "X i^ 

Ihr J^ Z^ 

In unserer Umgebung befindet sicii i^unf Giovanni Santirfis Bau- 
werken /Siehe mein Zeitungsartiket/^. Umvelt von wumpolec im 
Schloss Zd?ir befindet sici: sogar G.Santinis Ivluseum. Im vori- 
gen Jahr ist in ÖSR ein neues Buch über G.Santini /las letzte 
'^^ort/herausgegangen. Wollten Sie das haben? 



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-^ ^^rj/yZ: (f^/Biföero DotCf=sm^ 10 m \/oin fiWi/(na 




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Humpolec 14. Jänner 1991. 



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Sehr geehrter Herr Vlaäar! /"Vladaf" bedeutet Regent ofler Herrscher/ 



Ich lanke für Ihren Brief mit NeujahrgrUssen und ich bringe Ihnen 

^ah?en dL Seltblrühmtln tsch.-amerikanischen Anthropologer Aleä rird- 
^?ö^raurSMihonian Institution ia^Washingto^^^^^ 
polec. Fast 30 Jahre-, befasse iclT^fflit den Kontakten G'^Js^^fr /ge^^^ 
tiff euch da/- Bö^mneiund eben so lange bin ich Zeit zur Zeit in der 
Brfefwechsel mit de'P^ Baron de La Orange. Bitte, grüssen Sie ihn ge- 

^^^Intichui^ipen, bitte, meine häufige Sprachfehler. Ich lernte deutsch 
nnd enSli seh Irst vor d4iii zweiten Krieg und später wegen der Totali- 
m uljddlselslrnln Vorhanges hatten wir keine Gelegenheit zum Spre- 

^^^^Slel^t^e^fsreSt^f ligenfucnei uns allgemein mit den Matrikeln 

^'"'^T.trSi^tfiche'^atrikeln <^ind gesetzlich seit der Maria Theresia- Jo- 
sef-^Iformen glführ^/lnde des lüjHöt/. Die kirchlichen Matrikeln 
Ieri?össer2n und bedeutendsten Städten und Sprengel reichen schon 
In^f P HMlfte des IT.Jhdt, Diese enthalten aber überhaupt "die heili- 
ge AnLbei" wie IterbesakJam^ Name des Priesters, Angeboten der 
f-ermSSunp. Pathennamen usw. Die Angeben, die für Familienbaum wich- 
+f^ c?n^ lini sehr «chroff. Auch die Hausnummern sind bei uns erst 
Bein den'The?esiI-Jose?-§ef;rmen eingeführt. Früher irgendwo nach 

^^^T'ffSSdL;h;n*;;a^ireln\"s? alles" Aoch komplizierter. Bis den Jo-. 

sef-Reformen/lT^e/ hat jeder Jude ™i nur^we).«?orr"Nach'd"jf if^o'' 
Abrahair. Jakub bedeutet Abrahaia ^ohn des Jaku^s/ Vater/. ^»^^Is hat z B. 
kam zur einen grossen Jud&)Denennung mit Familiennamen. Damals hat z.ö. 
A?rahar. JakuS tum erstenmS den Namej MAHLER angenommen - Ururur^^^ 
ÜfltP de- allen Vahleren. Der Zustand und Zahl der jüdischen MatriJcein 
ist abe?^ sehr sch?ech?! iährend der Hitler-Okuppation wurden mehrere 
und mehrere Bücher vernichtet, die jüdischen Kultusgemeinden existie- 
ren ?Isrnicht /nSr 5-10 in Böhmen/. Z.B. in Humpolec lebten vor dem 
Kriege mehr als 400 Juden, jetzt niemand. Alle sind entweder m KZL 
oder in Ausland verschwunden. • ^ ,• „ -Dvo^or. c^taAt«!- 

??^;rer^derar§r?s: lH il^dtbehSrSln\^^b^I£rt,/die ältere Matri- 

^^'Sa'^^chif i;t°/bL^jetz?rnich? ^flichtig in Privatforschung zur 
Hil?e%tehen! Die Archiven /ehörten Snter ffeimen Angelegenheiten 
und viurden durch Polizei geleitet. Die ausländischen iorscher brauen 
Ten zum Studium im Archiv die Bewilligung der ^^^^^^i^^f f^^^;, ^^^^* 
nach deir Staatsumwälzung wird alles ganz anders " ^J^^^^,' ?|^?- - 



heller und Jb-eri-soxii^en la ^i-u^xvcii . ^roorr nQ-yi fT 
Zeitspanne: Novy Jiöln 1835-79, .Pribor 1827-1871w^i^ 
in Tggln ist es kompliziert: Seit 1918 eine Hallte pfiört zu Polen 
und die zweite gehört zv uns/ Die anderen Matrikeln sind entweder 
mit katholischen irgendweise verbunden oder vernichtet. Opava und 
Olomouc ist von Humpolec etwa 300 Km entfernt. 



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Humpolec ll^Feber 91 



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Geehrter 'Terr Vladar! 




ringen Ergebnissen. 



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lateini 



lu J?.qL\ .?/ :llle:r ^>^ .^'Toll te ich besonders die Tauf eintragung der 

fi -inderrAÄrth übe ^-prüfen. Alles stimmt - nur "31. Jänner 17^ 

üii auch als 1744 lesen. Bei der Trauungs eint ragung ist 

isch "mit BeviTigun,'^ des /ikariatsamtes in Prachatice" 



geschrieben. Die richtige Angabe kann man leider erst nach 2 Lio- 




z 



gehört zum Dorg Tesovice , Das andere Dorf, wo der Name Anderle 
kommt noch vor ist Leptac /also nicht Leztaö o^er Lastek/ Beide 
sind etwa 10 km von Prachatice entfernt. Also irgendwo dorthin 
li^t die Wiege der Anderle-Familie /siehe die Landkarte/. Noch 
etwas wichtiges: Ich habe die Ersatzeintragungen aus der Zeit- 
lücke 1739-44 gefunden - aber kein Josef! Es gibt alro nur zwei 
-"öglichke"^ ten: 1/ Taufnameaustausch 2/Josef ist nie in Pracha- 
tice und Umgebung geboren. /Aber wo?/ - ;Vie habe ich Ihnen schon 
geschrieben ''Humpolec"ist Ortsname. Ich kenne in P.epublik nur ^/ 
meine Stadt H.'' und eine Vorstadt in Schüttelhof en heisst auch^H. 

Am 7/estböhnien - Su2ice - im Eereicli d:s Pilsener Archivs/. Selbst- 
verständlich ist es möglich auah als ein Praedikat eines i^deli- 
gen zu sein. Das musste aber eine - mir bis jetzt unbekannte_merk- 
würdige Ausnahme sein. Ich könnte die Magdalena in Humpolecer Bü- 
chern suchen, aber dazu brauchte ich v/^^aigstens ihr Taufdatum fest-* 
stellen. Das ;:tudium in ältesten Matrikeln von Prachatice ist lei- 
der zur Zeit unmöglich. Die sind gleich fotografiert und an Roll/ 
Diafilm übeStüiirt. liur nach kürzesten Iniex-Buch-i^ngaben könnte 
ich folgenden Stammbaum der Familie Anderle voraussetzen /siehe 
Beilage/. 

Etwas zum Studium der alten kirchlichen I.^atrikeln - in all- 
gemein: 1/Betont man nur das "Heilige" 2/Datum ist often anders 
ersetzt; z.B* " am Lichtmesee = 2.J*F^her = 2.2., am St.Josephus= 
19 • 3 usw. 3/Der Pfarrer schrieb lateinisch aber often mit Schwa- 
bachschrift /unlesbar, uss man r.iit der Linse lesen/ 4/ Jeder Pfar- 
rer hat eigene Handschrift /muss man. zuerst "einlesen", eigene 
Schreibversuche/ 5/ Die Nummer /Zahlen/ sind wörtlich geschrie- 
ben z.B. vicesimo Dece:::bre= 20. XII 6/ Die Tinte ist ausgebleicht 
7/ Die ganze "^intragung ist ohne Raster in 2-3 Zeilen, alles zu- 
sammen. - Haben Sie Möglichkeit direkt mit den alten ...atrikeln 
zu arbeiten gehabt oder Sie arbeiten nur mit Ausschreibungen? 

Zum Fall Eiheller : /Er ist auch mit Pech verfolgt/. ;ae nabe 
ich Ihnen schon geschrieben, mitte Jänner ich bin schon i^.B^^i^^JJ, 
^.rchiv P-ewesen. ^at fachlicher Beratung began icn im Fond dei ^.aat- 
iialterei zu studieren. Zuerst suchte ich das zustöndige Ta^espost- 
protokoll /sein Archivkennzeichen/. Leider die eigene ..rchiya..ten 
sind ausser Brno der^oniert /ic;. ehemaligen Ker^^er/. Deshalb icam 
ich wieder in Brno um 10 Tage spöter. Im Protokoll habe icu aber 
nur stroffe Indizier.^ mit Kanzleinummer und andere Kennz ichen 
gefunden. Die weitere i^achforschung musste ich einem pensionier- 
ten Archivar-Eenner für gerichtlichen Angelegenheiten anvertrau- 
en. Leider zum Pech herrschten die ganze Vvoche starke Freeten 



V 



1 



N 



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/-22rc/ und die Arbeit in Kerker ohne Heizen war unmöglich. End- 
l-fch habe ich die Lösung /leider nicht die letzteste/ bekommen _ 
/siehe in tsch./ Zs ist sehr verwickelt, fachlich und juristisch 
/re schrieben und ich bin unfähig genau und pünktlich in cäs^M, Spra 
che übersetzen. Kujz und gut: Es handelt sich nicht nur u:n x^amen?- 
ön-^erunc' aber auch um Adoptierung . Die zuständige Akten /für uns 
sei sicher besonders sehr wichtig las eigene Gesuch - von Klucky 
gescb.rieben - wo könnten wir die Angaben über Schramek- und Bi-_ 
hellerrVorf ehren finden / sind entweder dem_ Gerichten zur r,:^ledi- 
pun^ der Staathaltereientscheidung und Katrikelführer m Lipnik 

gesendet o^er sind schon skartiert. _ .s+^nhr.+ / nnri 

Ich fuhr also nach Lipnik n/B. /eine zufällige r.Iitfanrt/ und 

dor^ habe ich endlich gefunden: ^ ^ ^ ^ .. ._ 

Kultusgemeinde L'pnik n/B. Geburtsbuch folio 99. 
13.1.1846 Lipnik Hausnummer: 53 
Kind: Josef, 

unehelich , ^ ^ , 

Mutter: Schramek TEsther? /unlesbar/ 
Pathen: Anton Schramek /Vaterp^er ster?/ 

David Berger /[läampeldiener/ 
Zuschreibung: Mit Bewilligung der hohen K.u.K StaathaltersE von 
lO.Feber 1887 Z 2384 als BIHELLER eingetragen. Der Akt liegt im 
Matrikelarchiv 

Vater: Abraham Biheller . 
AnmerküEgT~rr^^t aber kein Archiv mehr. 

T.T^ ,. eollt- ich ietzt fort setzen? . ^ . . . 

fcL AbstLnu^ 3es Abraham biheil ers^ =«^."j'ir. l^ll^tlll^'^ 



ge.u r/^?Sc.r/ kl5se;ih„r. Die, i°llto ich entweder in Kreisarch.v 

v.ir, »n, Liinik reichen bis 1794. Die erste 10 Jahren sind spater 
■A-ielleioht'^ais eiSem Sl?e?en ESoh/ an Vorsetzpapier umgescurieben 



^'"'■Sg?'zS?ini,orwei7rbein •■BlStiern im Buch" habe ich folgen- 

des gefunden: Lipnik, Geburtsbuch folio 36 

28.7.1832 ' ]g^HS^»i^'^''ir^^'^''^ 

Abraham TaOte: 3iiep fJO S] J0.5;.1J ^^^^^^^;^^ ^ 

Vater: Salainon Perl 



pKiBit m. Mm 



Mutter :^?;cKel ^runlesbar. .aus Olmütz l^^«W /'Ä 
/Es zeugt, dass auch irgendeine Familie ierl in LiP^i^- lebte/ 

t?y<ri no'^pn -Pall ich erwarte Ihren bescneid. In voiary unu rj.« 



Sf ita^u?2? ^!n pa.rTagen dÖrt-verbringen -^ übernachten. 
Gsehr.e Herr Vladar: te Briefe von a.24.1.^ie schreiben üb 



er 



/teilweise/ deutscj T^itS^Vn^^u uSrehen^-ewonnen und ich kann 
Frfahrun<5»en v/ie nit T.la trikeln zu umgencn ^t.wui-. t::; ^^ t« rrrani^e 
ihnen e?SwoniG helfen. Die Angelegenheit mxtH.uae La «ränge 
ist etv,a. anderes: Unser, gemein.ane^a.ler-tuaium. ^ _j^_^ 

von ihm zum empaar-tatigen besuca raxit z,uui 
/mit Unterkunft usw./ 




\ 



\ 



\ 



V 



V 



_ n in Kopf tragen lassen bis gereift sit./Aber das macht auch 
mir die grosse Freude!/ 

Die ö'^onomische Lage für uns ist sehr ungünstig. Jeder Tag be- 
deutet ßine neue Verteuerung. Es gibt bis jetzt kein offizieller 
Wfehrun^urs zwischen Dollar und Kös und auch k eine Vergl ei chung 
zwi sehen S tunden- oder Tagg eh alte bei uns und bei llci nMü^ Wir wol- 
Iten der Inflation irgendweise ausweichen" und deshalbunsere Ge- 
halte bleiben unerliöhert. '^iv müssen die Schwierigkeiten ein paar 
Jahre ausiehen. We^p- von. Sozialismus wieder zum Kapitalismus fühtt 
über Reprivatisation, Rehabilitation, Reorganisation, U^ibau der 
Industrie usw. Alles ist sehr schwer und kompliziert für die Be- 
völkerung. Gesfatten Sie mir aucif^persönliche Erfahrung: Lxeine Frau 
erwartet auch ein Rehabilitationsprozess; Ihr Vater - im I.Krieg 
kämpfte in Frankreich als^ t seh. Legionär /Masaryk/, in II. Krieg 
von Gestapo verhaftet, nach dem Krieg diente er beim Ilauptstaab 
der CSR-Polizei, nach dem komunistischen Umsturz sofort zum 20 
Jahren verurteilt abe-^ bald in Kerker gestorben. "Ahnliche Fälle" 
- eiß;entlich alle Opfer des I/Ittnchener Abkommen - sind bei uns im 

Zinn Schluss muss ich Ihnnen meinenf'/orschlag wiederholen: In 
Ihrem nächsten Brief machen Sie /mit oder ohne "Generosity"/ 
einen Eelohnungsangebot für die erste Etape /bis jetzt/ der Ar- 
beit un-^ ich antworte postwendend ob es stimmt O'^er nicht. 

Bitte, nehmen Sie mir es niclit für ü' 

Herzlich grüsst Ihr 



■p o 





-^ c.^'^^ 







In der Beilag" fin-^en S'ie ßln.'f)aar 
kand. Briefmarken. Auch (nein Enkelsohn ist ein 
Filatelist, aber wegen der langen Trennung unserer 
publi": von der 'velt er ist bis jetzt noch nicht spezia- 
lisiert und sa:i.::elt alle Länder. 

Noch eine wichtige Anmerkung: Die kirchliche Matrikeln 
zei'^'en n i? r Taufdatum und nicht Geburtsdatum 
Bitte, schreiben Sie in deutscher Sprache. 
Eine kleine Überraschung für nach: In Pöchlarn wohnte 
mein Vetter. Wir sind schon jahrelang in Briefwechsel, 
aber bis jetzt habe ich ihn noch nie gesehen. 




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Humpolec 18.2.1991. 




Sehr geehrter Herr Vladar! . 

Gestatten Sie mir bitte, für Ihren letzten Briefe Bedanken und 
eini'-e Ideen von ihn zu notieren. 

Danke vielmals für Ihre vorzügliche Bewertung meiner Gramatik, 
aber ich weiss ganz gut, wo meine Achillsehne ist. Meinen jeden 
Artikel muss zuerst ein Kollege in "Opern-Üeutfech übersetzen. 

Wie habe ich Ihnen schon geschrieben, mit jüdischen ::atrikeln 
ist es sehr kompliziert und schwer. Wöhrend der NazirOkuppation 
waren die mehreren Bttiher absichtlich vernichtet oder von RaftfcaiBasQr. 
irgendwo versteckt un;1 die Rabbiner sind selbst schon gestorben. 
Aus dem Sudetenland oder aus anderen vermischten Regionen gingen 
die Bücher in Jahren 1938-45 sehr oft hierher und dorthin /wegen 
Rassen^eretzen und Feststellung der arischen Herkunft/. _Nacli 1948 
kam zur Reorganisation der Archiviverv/altung. Anders m Böh::.en anaers 
in :.:ähren, dazu kam neue Kreis- und Lezirksverteilung. In vielen 
Fällen sind die Eüher mit '^.öm.kat.IJatrikeln zusammengeschrieben /be- 
sonders bei jüdischen Familien, die in Einsamkeit lebten/ oder spö- 
ter gebunden. Ich habe etwas merkwürdiges für Sie: Die GemaMin des 
ehemaligen Verwalteif der jüdischen r.atrikeln aus Prag hat mir /für 
I/useum/' ein Kurzfilm "Die Bücher der I.lenschenschicksalen" gesc enk. 
Das Filn wurde in Prager Frühling 1968 /deutsch/ für Ausland gedreht, 
/Später bei uns verboten/ Es beschreibt - ab Geburteintragung^ in 
kurzer Form - das Leben aller berühmtesten tsch. Juden wie Llahler, 
Werfel, Freud, Kafka, M.Brod usw. /25 Minuten/. Eine Kopie habe ich 
dem Herrn H.L.de La Grange geschickt und er ist bezaubert, »iiollen^ie 
auch eine Videokooie haben? /Aber für welche Videoaparatur - VHS?/ 

Ihre G.:.:. -Bücher Angebot ist sehr lieb. Danke vielmals! Aber fast 
alle habe ich sdon. Kurt Blaukopf:" GI'.I der Zeitgenosse der Zukunft , 
und G."."A documentary Study" N.York-Toronto-Oxf ord 197o /mit Author- 
Widmung/, Alma l,:ahler: "Erinnerungen an G.I.!" und "ilem Leben", P.Junkg 
"Fr.Wei^fel". V.'as die Alma betrifft, habe ich dieselbe I.'.einung wie Sie. 

Sie notieren auch den Mord in Polna. Mit einigen Landsleuten, die 
jetzt in Israel leben, bin ich mehrmals an der Stelle. Jetzt nach 
de- Umsturz /l'^89/ kann auch ein Euch über "Justiz-Irztum in Polp 
erscheinen //^utahor ist mein Kollege von Universitätsstudium B.Cerny/ 
Früher war es unmöglich hinsichtilich der bekannten MasaryksTeilnah- 
me an de^ Seite der Juden. Wollen Sie Xerox-Kopie der Photographie 
aus diese Buche haben? /^/^<.v* . >/T^^^<^// ^/> ^'^^'•^^^^^V^^^^^-^ 

Mit Photo(?raphieren dir naserhe habe ich auch ein nettes i^rleb- / 
nis. Ein Ma ler-Forscher aus Japan wollte um jeden Preis ein Bild 
de^ Iglauer Kaserne haben /Einfluss der militärischen Kapelle an 
GM-^.^usikschaffenprozess ist bekannt/. Es handelte sich auch um^ ehema- 
ligen la oster und am Tor stand Schild "Photo verboten" sogar mit dem 
aaer.^eschnittenen Fhotoaparat. Was sollte ich machen? Ich kam zum 
Wachmeister und erklärte ihm die Lage /er ist kein Spion aber ein 
Wahnsinniger Musike - usw/ und ich gab ihm ein friögeld. "Jetzt bin 
ich 3 Minuten umi^kehrt und sehe nichts". So ist alles gut gefallen. 

Zur Angelegenheit "Sen" or-Junior". Ihr Stammbaum /Schema/ beginnt 
mit Georg 'ßitterraan-Wladar x 20.9.1923 mit der Abzweigung 28.12.46 
Georg Vladar. Jetzt ist mir alles kl'vr. ^ 

In Roznava /im Bereich des Staatsarchivs Presov/ suchte, icn vor 
20 Jahren auch einen "von Lozitzky", Er war ein Vorfahr eines uymna- 
sialdirektor aus Vv'ien /"itgliei der genealogischen Gesellschaft "Adlerj/ 
Unsere Briefwechsel dauerte ''amals noch mehr als 3 Jahren. 



/: 



\ 



Wo haben Sie den Namen "Stransky" gefunden? Das ist auch meine 
l&nr^e Fistorie. Stransky habe ich zürn erstenmal m engl. Musik- 
lexikon gefunden. Dann suchte ich in Ilumpolecer I.latrikeln/!/ und 
später hjLbE ich alle seine Kontakten an L^ahler /Eriefe, Zeitungen/ 
entdeckt. BMKXXSt Kontakt Mahler-St ansky das ist auch meine ORrgi- 
nal-^ntdec>ung. /Stransky aber endete als Kunstsaiimiler, nicht wät!/ 

Sie schreiben auch etwas über Computer-Schreibmaschine. Das ls.eaiie 
ich nicht, "'ir dient schon jahrelang eine norm le alte Schreibma- 
schine. Es ist aber auch sichtbar, nicht wahr?!_ 

Wenn Sie mir in Zukunft noch etwas /Geld/ schicken wollten, also 
bitte am besten in Bargeld/ USD/. Ihr Sc'^eck mit ATS muss die Bank 
in Brno zuerst in Kanada überprüfen lassen und m 2 Monaten bekomme 

ich das Geld. . , ,. , ^, -, - /t c + ^^^v/ 

Unser '^useum hat 2 Teilen: Hrdlicka und die Anthropologie /I.otock/ 
und Folklorgebiet "Zälesi" - "überm Wald-ebiet" /2. Stock/. Unweit 
von :ium.D0lec an gelivka-Fluss iisst ein ethnograpnisch-merkv/ürdiges 
Gebiet "Zaiesi" / Sprachinsel-f^bßlzerae Kapellen, Speicher, Glockturm, 
Scheune. Kreuzer, Handgeräte'TTolkstracht xmst. Das all .f ist oetzt von 
Ausländei^ bevmnderf aber lAider auch gestohlen. Gul-Lluseum ist aus mei- 
ner Sammlungen /30 Jahre/eutstanden. Unser Museum stamn^te aus 19, Jh^ 
und gehörte'zu de-; reichtesten. Als Vorsitzender des Museumsrate-^ 
bin ich kein I.Iuseumangestellter. , , ^• 

Endlich zur: Schluss muss ich Ihnen den Grund meines heutigen 

Schreiben mitteilen^ ^ ^ , .^^/ ^ r^ u. 

Heute schicke ich Ihnen auch per Tost /2.Class- Schiff/ das Buch 
über Earockstatuen und Santinir Author: Akademiker Viktor i.otrba 
,o-ehörte zu -^.en weltberühmten Barockkunstkennern /Lr entdec^ite auch 
den weltberWimten Altar von Faul aus Levoca -Ostslowakei/ Ich trat 
mit ihm vor 20 Jahren in Briefwechsel. Bs handelte ?lamals um eine 
Sandsteinstatue von Mathias Braun /St. Johann r^ep./, die. unweit xlura- 
r,nipr> fin Krpuzunr steht. /Ersatzstatue ai^s Karlsbrücke in_Prag mit 




geld wird ab l.Mörz enorm und horrent verteuert. Darum beeile ich 
auch die Absendung des ersten Buches. l^-^h/HX^ii^^UiJftJ, ^ .n ^,, 
Geehrter und lieber Herr 71adar! IcTn muss wmeder um meine Fehlei 

'Ä.entschuldi- en, bitten. . „ ,. tuv. 

Jetzt erv/arte ich Ihre Antworten an meinen Fragen von 14. ^an- 

ner und an Ihre Bescheide. 

Herzlich grüsst 

Ihr; 




\ 



'-1 



Humpolec 16.2.1991 



/(T^.y^ 




Sehr 5:eehrtsi- Herr vladar! ^, , 

Gestatten Sic .■:ir bitte, für Ihren letzten Lriel^ 5eaanl:eu und 



J-leen von ilv.:: zu notiex-en. 




sehr icomplizi'ert und' schwer. •.Vährend der IJazixOkuppation 
iie ;;iehreren BttöJaer abrichtlich vernichtet oder von aaüdDitBarnr. 



ist es 

irgendwo^versteci-t un~TUe Rabbiner sin:! selbst schon gestorben. 
'US 'e-i £u''etenland oder aus anderen veraisc:.ten I^egionen ringen 
die Bücher 'in Jahren 193C-45 sehr oft hierher und dorthin /wegen_ 
-^assenceretzen und Feststellunr; der arischen uerkunft/. wac. 1v4ü 
kami-,ur ?.eor.,c-anisati.n der Archiw/erv/altun-. ^mders m bön en andeis 
in ^'öhren, <r^zn kani neue Kreis- und ^.ezirksverteilung. In fielen 
Bällen s^L^ lie Bütier mit -öru.kat.V.atrikeln zusa^ruaengescnrieben /be- 
sonders bei jüdischen Familien, die in Einsanikeitlebten^^ 



/Snöter bei uns verboten/ Bs beschreibt - ab Geburteintragung^ in 
kurzer Bonn - das Leben aller berühmtesten tsch. Juden v/ie ..anler, 
•'"erfel Freud, "afka, B.Brod usw. /25 Minuten/. Eine xCopie 
de- Herrn H.B.ae La Orange geschickt und er ist bezaubert. 
auch eine Vileokopie haben? /Aber für welche Videoaparatur 



habe ich_ 
.vollen Sie 

- V aL i / 



Ihre G.:/.-Büch 



ler Angebot ist sehr lieb. Danke vielmals! ..ber fast 
)n. Kurt Blaukopf:" GL der Zeitgenosse der Zukunft , 




me an '■le'-'' Seite oer Juden. '.Vollen Sie 
aus diese Euche haben? //6i?/<^<? v* ^ •'^^«^^ 



Bit Fhotographieren dfer "'aserhe nace icn 



Äerox-Kopie der Photographie 

auch ein nettes Erleb- / 






/ - t 

ms. Ml ^^-fi'^re;-FÖrsche-"'aus Japan wollte u:n jeden Preis ein bild 
SeJ -riauer Klserne haben / influss der militärischen .^apelle an 
p--:-ucivcchaffenprozess ist bekannt/. Es handelte sich auch uni efeeiua- 
^i^er'ioster SpS a:f lor stand Schild "Photo verboten" sogar mit dem 
SHerc^eschnittenen Bhotoeparat. V/as sollte ich machen? Icn kam zum 
'Vachmeister und erklärte ih:r. die Lage /er 
wahnsinniger "usike- usw/ und ich gab ihm 
ich 3 "'inuten uri2»ekehrt un^ sehe nichts". 
Ar np-eleTcnfteit "Sen' or-Junior" . Ihr 



ist kein Spion aber ein 
ein xriM-geld. "Jetzt bin 
So ist alles gut gefallen. 
Sta-rnnbaum /Schema/ beginnt 



TP. 4b 



<- »^ 



Zur : nffexegenne?. u • ceii ui— uuuxux . -u^^x ^^^-..^- — ,_ . 

mit Georc-"Bitterman-vVladar x 20.9.1323 mit der ..bzweigung 2b. 1 

^^°?| 'o^ta?; /!'^^Bereich'def stlatsaJjhivs Bresov/suchte. ich vor 
20 Jahren au?: ■einen "ion Lozitzky", Er war ein Vorfahr eines Gyama- 
sia] "irektor rus Bien / itglie^ der genealogische:. Gesellscnaft •B-.dler'; 
Unsere ''ricfv.-echsel dauerte ■'a-.iials noch mehr als 3 Jahren. 



/ 



l'i --Au 



tpolcc 13.2 .1J3.1» 



ir.^. 7( 




ÜxCil 



Sehr -eelirtcr :,exn- /ladai^! 

Cestatteii Sic ::±v bitte, für Ihren letstcti i^riel^^iSeaanheri uud 
ein: e I''.gc;i von i-v.;. zu notierepi. 

Ds'V-G viel alt- für Ihre vorzü./.liclic u-ewertun^: meiner Grauiati.-:, 
aber ici. weiss ^an:.: ^ut, wo aeine .ichillsenne ist. Leinen jeden 
;.rt':;el iv.urs auers L ein :.:ollä/.vo in "Opern- .;eufefech Übersetzer:. 

■.Vie i'.abe ici. Iiuien schon f;ecchri-cben, mit jüdischen ...atriholn 
ist es sehr honpli z;' ert und schwer. ..'ährend der h'aziTÜkupi,a tion 
v/arer 'ie .eiireren "dtiüher abriclitl.l ch vernietet oder von dalifeLnßrn- 
irÄ^cndw- verstoc'rt un' '.Ue dabbiner ßin"! selbst schon gestorben. 
■v£ ^ "f ^tonlan-": oder aus an:'erer-. ver.vdsc tcn degionen ^jin^^en 
die KÜcIxr in 'ahre:: 193d-4:) sehr oft hierher und dorthin /weoen_ 
dassen-'eretzen und i'estEtellun;: dar arischen derlcunft/. uac. Iv^-o 
kam i-,ur deorr--anisati ;n 'er Archiw/erwaltun/r. Anders in Böhien anders 
in "Ähren, -'asu 'cani neue Kreis- v.nä i.ezirhsverteilung. In vielen^ 
rollen sind Ue Dotier mit öru.kat. Matrikeln zusa;.i;:ienceschrieben /oe- 
sonders bei jüdischen Familien, die in Einsai^ikeit lebten/ oder s?ö- 
ter .-'•ebunden. Ich habe etwas ir.erkwt\rdiges für Cie: Die GenaMin ^des 
ehemancen ■.''erv/alteif der jüdischen datrikeln aus Pra,-:-: hat i;.ir / lüi' 
i'useuw' e;n I'urzfilra "Die DUcher der ::enschenschicksalen" gesc en,.. 
llas Fil- wurde in ?rac;er Frühling 196L /.leutsch/ für .iuclanc gedrent. 
/Si)äter cei uns verboten/ ds beschreibt - ab Geburtemtrasung m 
'--urzer doivn - das Leben aller berühmtesten tsch. Juden wie ...anler, 
Terfel, I'reud, :'afka, -.E'rod usw. /23 I.'dnuten/. bine 2:opie habe ich_ 
-Te" Ferrn M.d.-ie La Orange geschickt und er ist bezaubert, .vollen >.ie 
aucb eine Viieokooie haben? /Aber für welche videoaparatur - .mly/ 

Ihre G.".-E;ücher Angebot ist sehr lieb. Danke vielmals! ...ber fast 
alle habe ich sd^n. Kurt Llaukopf : " GL. der Zeitgenosse^der oUxamft , 
und G. ."A docunentory Study" i<.iork-i'oronto-Oxford lyio /mit ..utnoi- 
'A'-idmunr/, Alna :.:ahler: "Zrinnerungen an G.;.," und "Lein Leben", x-.Ji;mcg 
"Fr.'Ve fei". "Aar die .-.Ina betrifft , habe ich dieselbe Leinung v/ie ^le. 
Sie notieren auch den Lord in i olnd. Lit einigen Landsleuten, die 
netzt in Israel leben, bin ich mehrmals an der Stelle. Jetzt nach 
ne- Ur^sturz /1"89/ kann aucl. ein Luch über "Justiz-Iiituin in i ol^a 
erscheinen //.utshor ist me' n Kollege von Universitätsstudium o.oern^/ 
Frühe-- wa- es umiöclich hinsichtilich der bekannten Lasaryksieilnan- 
ne an -"ie- Seite der Juden. '.Vollen Sie derpx-Kopie der^ l'hotographie 
aus diese Eucho haben? /^./^<./ . ^/-^^^/^W ;^.> ^/^^-^e^-^f^V^f^^^^ 

"-■t r-boto.'~raphiercn d^cr "aserre habe ich aucn ein nettes _rleb- / 

nis. "Ml "r-. i'er-Forsche-:- aus Japan wollte um ^eden Preis ein r.ixa 
dc^ -r-ia-'^r Lase^^ne haben /influs;- der militäriscb.en i.apelle an 
'^■•■-" usikpci-.affennrozess is^ bekannt/. Es handelte sich auch 'um ejfeema- 
li'^en "Hoste-- un'i am Tor stand Schild "Photo verboten" sogar m.it aem 
guer'^eschnittcnon ihotoaparat. v;as sollte ich machen? Ich kam zum 
Vachmeister und erklärte ihm die Lage /er ist kein Spion aoer ein 
wahns-' nnigor "'urike- usw/ und ich gab ih:.; ein iriögeli. "Jetzt bin 
ich 3 -.i nuten uriiekehrt uni selie nichts". So ist alles gut ^^efallen. 
Zur np-elegenfte: t "Sen' or-Junior" . Ihr Sta-mibaum /Schema/ ceginnt 
mit Geor.-^'uitter.man-.aador x 20.9.15.'-3 mit der ..bzweigung 2S.l^.'to 
Gcor.c Lladar. Jet:: t ist mir alles kl. r. ^ ... 

'■n '"^oL^nava /im Lereic.. des Staatsarciiivs Pre?.ov/ cuciroe . icn vor 
?Cj Jeliren aucb. einen "von lozitzky". Ir war ein dorfanr eines uy...na- 
sial'irehtor • us '.Vien / itglie'' der genealogische Gesellschaft 'L'^uler'; 
Unsere "'ricf^-ecLsel dauerte 'a-ials noc'n mehr als 3 Jahren. 



n 



/-* 



liunipolec 25*Api^il 1991. 



Gee';;'^tejr ::er"r '/lada-/ ! 



M 




Hof-Ceotl::-cli/(.aüen £i,ejae.inc "':, rte mit einigen .XriiQi\Tia*tlö'?ien erhal- 
ten, ^^eute schr^.ibe ich nur ein; p&ar teilen, von mbineir weiteren Trit- 
ten. ija'.vPürfchun^# _.. ...,.,.ß.,.-, '' ~ -T-J ':>.. . ^r 

.^. Ich '^anke für Ihre wertvo^llen- Eesc'^^.eiglen, Avlsor, /^ögll-chkeifen, 
•'•j "" ' > , "Inf^Leir wie v/eiter , rorteetzeht/Dac allfeg bezfeu^t Ihr 'guter 
, . l.Q:%is-^h9S*^enken'*'ün4 wiep:ut ^ind Sie' mit; dieserri .Fach bewandert., löh-^ 
- , bey/und^re auch Ihre reichen:. J'ennthisson^ der tebh^Kialturhistörie. usw. 
^c! ^:{j^v.35§|^en r.ir dasa: t' sehr' vifel; trötzdein 'die. Ifauptarbfeit -'- das 

gahz. gut' vorstellen Aän-^ 

^^hnen^di^LS eigene 
_ , ;^ln Aan4 "htzif fern des Schriftes .g'ew^hren; es tut mir 
^**iV?^"^'f/-^a'ä'sr icjki'^^^ie um diese« Freuäö^ bestehlen r.Üsse. 

aar liabd \7ch 'etzt in xibsicht; Es ist nicht praktisch,.auf 




Suchen 
sehr 






ehn 



riasen Jagd macJien. Die Linie Anderlö und Lüller sollte ich so v/ie so 
noch ein honat stehen bleiben. Dj,e ältesto} 1 ücher sind bis jetzt xioch 
5icht an der Stelle in SATi Trebon un5 ich v/ollte alles auf einmal beiasL 
einem Besuch erledigen und damit auch Zeit und Geld spajiren» ..ahrschein- 
lieh die beiden Familien stammten aus Südbölimen und die ältere^ und auch 
die ältestez;LIatrikel sind dort aufbewahrt ./Leider nur selten mit den 
Indextücher^ kommen vor»/ Dann überprüfe ich auch den harne "Kindermau- 
rer" und^Kindermajerin. 

"ein nSiChsteCZiel und Programm ist also der Fall Srcr^iek-Biheller- ^ 
Perl. 'Jas bedeutet zuerst scliriftlich mehrere SA2 und ÜAK/Eezirksarchiv/ 
Cpava^ Olomouc, h^.Jicin, Lipnik, IVeiv^^S'-ircliei:, Irerov u.a. ^ befragen, 
Yjas fürftirc^iivniaterial - dar für uns wichtig sei - ^iteht mir dort ^ zu 
Gebote. Ich wollte nicliT^iehrinals und erfol/^lor nach r'ordm&nren reisen. 




Jahren habo ich für diesen Zweck ein paar Fotos aus dem liumpolecer 
Friedhof geschickt. Leister nur einige Jüdischen Frie-^höfe bleiben gut 
gehalten /z.^. Ilumpolec - auch mit meiner h'ilfe/'. 



Scha-ha, dass Ihre Vorfahren bei uns so zerstreut sind. Vor 






Vv'ochen besuch.te icli zweimal die Stadt Polnä. Dort ist-bis Jctzt-^das 
Ghetto /v/o lebten oOO Leute/gut gehalten. Aber nie .t nur das Ghetto j 
Im dorti- en '^useum gibt es ein "anuskript /von dem Jahre 1334/mit mehr 
als 300 Seiten, über die Geschichte der Juden in Toln.^- /ab 15.Jhdt/7- 
ausfüh'-^ln che Geschichte aller flöuser und deren Inhabern, heschreiben 
^^er Synago;''e, Lazaret, Schule, Friedhof, ^ii^rantbrennerei, Brauche, 



Sitten /bei der Hochzeit, bei SJüiäiiÄ Begrftbnis, m Synagoge, Ausstat- 
tung der Wohnung /z.B. ein Haus hatte auch ^-12 Inhaber und die Zim- 
mer\varen nur mit hreidestrich zerteilt, h'it iülfe des :.;:anuskriptes 
kann man ^anz leicht den zufälligen Familien-Baum bis 17. Jhrdt. fol- 



i 



f 



gen. 



Z' . : chluse habei ic': zwei Bitten: 1/ den beiliegenden Chec'-' - 
..le haben Sie nir aa-eboten - Tür Banknote zu austauschen und mit Brief 

sei' 
de 



iiicken. ^'nserK Baj^kwesen ist lei'ier in Windeln /siehe der beiliegen- 
Zeitun.o-sartikel. ^/:.:achen Sie keine Bor£.e ruit 



ein Ausbeuter, ich wollte nicht reich wer- 
den. Ich rechne Ihnen nur die wirklichen ..usgaben wie Fahr-, Post-, 



meiner Belohnung. Ich bin k' 



/ 



Rufgeld, Spesen, Archivtaxen /sind sehr verteuert/ und Zeit verbrauch 
/v/ie in '^'er Schule - 1 Ct=5Dol./Aber aa liebsten möclite ich alles .:sl 



/ 

umsonst machen 



Plerzlich grüsst 



Ihr 




'^^ 



«»•Sie 
/ 



f 



t 



• C. Ts -frei'^ •. mica, iass Sie clas Ldch interessant finden* Die zweite ' 
Teil /i^ant-^'n? und die Ctatucn' senile ich gelecentlicli später. 
Tb handelt um Bücher aus der zweiten Mand /..ntiquariat/ und ich 
lasse Ihre Corge sein, ob überhaupt oder wieviel wollten Sie mir be- 
zahlen. Bis jfttzt kosteten die Bücher bei uns niclit zxx viel, Jäzt aber 
s^j.jgea auch die ' ücherpreisen* , , . , . , 

"'^'^ Im Jahre l.v7 igt ^^n.Luch^*^^^la-2e j' Santiftl -• ZusamiLenreffen 
des Baroclcs :^i*t Obti:::*'**' von'- ä'.S^'^ffi^^ Inhalt: Leben und. Werk 

AusgewäliJ-te A»o^i^^^n, mit honxentar - Aus{;(5wählte /Werken uer Vorgänger, Zeit 
l^enosseh und iJatpiifplgerV^es GtSt.'mit f;i:)^n^^^^ - pie'-'Bauherrn- des G.S. 

und Ihre'Icieeiiriciitun,; r Ch^^no^bgisches■ Vv'erkenverz"5ichiiis - Literatur- 
yerzeichiiir - 'entsches/ne^um^^ -J etv/.^'- l^O;: Bird-ejr ^ iTeis 4'0'<*-Köß— Weu. 



Ob Sie Lust haben, !:ann icli. senden. -.^^s gibt nur;* ein Pro'blein"!. 
geld iast ^b 1. ..pril 




r Post- 



Ob 

-geld iast ^b 1. •pril eno^fm verteuert /prp^re?iv mit "^erj^igj^«!^ ..as be- 
$Te^Vl't?tr?ost':^el'd ist, B-4'' m als Preis des iBüche^/ in 1:0 s/ S'elbs- 

verstönt^llp"' für Ausi^'d^^ bleibt es no^xh' günstig. 



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Humpolec 26.IXol99lV 

Geehrter und lieber Herr Vladar! 

Hoffentlich haben Sie schon meine zwei letzten Briefe erhalten 

und heute nur stenographisch etwas "P^le-m<§le": flhprnrüfte 
Gestern war ich nur kurz m Prag und in Staatsarchiv überprüfte 
ich die Angaben über den StÄ>«fall: - Julie Perl , l-8-1^72 - Lungen 
entztindung - 31-50 /Alterskategorie/ - nichts mehr, ^s handelt um 
keine Ma??ik-ode? Registerangabe aber nur um ^^^«i^Jff ^!??|pf J;^r 
hPnverzeichnis für Stadt /für alle KonfesFione/ für die Zeitspanne 
llea!?!! Ich Versuchte sofort auch etwas über "unseren guten Bekan- 
nten" aus Lipnlk aus zufinden; 

Abraham Biheller - erfolglos 

9 Tagen! , , . ta^^» on« Thrpn beiden letzten Briefen 

Sze=re^relfn^;;^?1s?a^^t:??b?ioth:>=riu^hen. .ie genaue .n«..en 

haben Sie schon vorhanden. „n,fanßreiche'/ Briefen von Museum ia 

Sollte ich Ihner die 2-3 ^^f'^f^^^f'+'p^neozentrismus in Praxis!!/ 
Martin / txKÜEisldcxKfe/ slowakiscV- das ist Pragozenxris 

schicken? . ^ . t „«,-^i,o-w+on hPis-i nnen wir arbeiten um ein 

Mit Salnau und Hintring -Landkarten beginnen wir ^^^^^^ 

paar Wochen später, ^^.^f ^f^Mj^^lberfch und meine zwei Archivsfreun- 

Vitamin B ist recnt nichtig, aber icn una ^^^^ 

den von NordmÄhren sind nicht allm&chtige.uieDex wieder 

Wille zur Hilfe - beide ^^«Iff^^^^i.^äwfe^eine Nadel in Heuhaufen 
von mir - aber es ist dasselbe Problem wie |ine Nadel^^^ ^^^^ 

zu suchen. /In T§§iri-Archiv ^^^*^^f|^^..Xrüf . Sie haben Recht, bes- 
Entschuldigen bitte den schroffen Anrui..^^ ^^^ ^^^ 

ser ist "bündiger fJJ^^^" -.^^^^S? ^?^?e?onie??e mit meiner Frau nur 
Zeit abwesend und ihre ^^^^l^^^^^^^eld ist bei uns zu hoch und je- 

am Kürzesten. Ausserdem das Telefo ng e i a^isv-^^^^ ^i r£f|fli iiiirirnjiii i il " 

^"^TarTjKüötarT^TTcTTr^iDT^Js^ur ue_ ^ ^^ katholischen 
;panne 1804 -1844 zur Verfügung. /In SAR Opava una _. 



besser nicliL an 



iven seiDst 



^/nus Jtjx o^o ^ . mehr Arbeit ^**w 

Archivisten keine Freude: Die bedeutetrürsie^nur^^^ ^^^^. ^ 

ihre eigenen -i^chivsautgaben /^^eraroeiw ^ innenininister 

bleiben^- die Belohnug /^,^Jf^^J?2;,^vo? demselben Problem - Unlust 
und im keinem Falle die ^-^cnivisten. vor q« j, ^er: Er mus^ ^ 

zSr Hilfe - steht aber ^^^^^^l^^^f^^^^^lfeneirB Gebühr zahlen; die 
für jeden Archivmaterial, "^^^^^^^^^^^''ItemDeln, die muss man m . 
b?k llliln.\lTo ^^^SLV^SI^f B^lohn^nrSe'das Innenministerium 

— • 3/ Bas 403-i.e ..ss-uen^herrscht^ 

K^berall, auch in der Archivarbeit. Alles w 



; 






Hur.polec 30.kvgtiia 1991. 






Sehr ^ce^ rter .lerr Tlaclar! 



Herzliche Grüsse von Haus zu Haus« Hoffentlich Ihre Arbeit in Oarten 
i^t n-'c^^t sn intensiv, ^-iamit Sie Genealo^jie hinter ..' opf abv/erfen müs- 
sen !"iaben. /Zei unseren Gartenarbeiten bin ich "fälii^** wnfx akkredi- 
tiert nur für :^robe und unf Schliche Arbeiten. Spezialitäten gehören 
raeiner hrau. Gott sei Dank! Zo verderbe ich nur sehr v/eni^, • 
Für ""hre Arbeit-!"'.astpausen bringe ich ein paar Infornationen, die 
habe ich in letzter Zeit gesanaielt: 

1/ In Bezirkarchiven Fferov un-^ lM#Jicin gibt es kein Lchularchiv ier 
Jüdischen Schulen in Li^nlk und N.Jicin* 

2/ In Eezirksarchi^^ N.Jicin gibt es keins Archivfond über ..•Perl-Fab- 
ri'-. Allhemeine Informationen könnte uns nur die fiegional-histori- 
schen Zeitschriften, Liter tur^ wirtschaftliche S'tatistik usw leisten* 
Beson'^ers "^egionalpress . seix m dieser ^ichtung hoffnungsvoll /z#L* 
Sterbedatuin les ^^^Perls. x-ille diese .Möglichkeiten versuche ica in lAit- 
arbeit unseres ^.useans. 
3/"'He TahÄdung nac ^''.Dolista endete bis jetzt in südLÖii.x.ischer Stadt 

- Hilevsko. Zum Glück wohnt dort aucli mein Kollega-xlistoriker /o.u./ . 
Dein hxabe ich schon geschrieben: Entweder ^ie ^idresse des lebenden .Ar- 
chivars r::itteilen ode..;* das Luch über JHG für uns besorgen. 
4/ 'uch r.ii L ^.hrem neuen Scheck bleibt alles beiiix altefx. Ich habe ihn 
der Komercni banlca /prrha- Lx^ ositur ilumpolec/gegeben und Jetzt v/ar- 
te ich l-2i honaten die Überprüfung, die sollte etwa 3-^ Doli. kosten* 
V.^r.\\ korr t der llestbetr^.; an neinx WDollarkonto" - es tönt pralilerisch 
aber ^? handelt um ein paar ^'-'^norar-'Oollars un"^ Ihre Dollars mit 3/- 
B^n. /''öchte ""as Nu^^ er meines *^oll .-hontto irgendeine Eedeutun,:^ für 
bessere "^cldverbin^Umg haben? Ich habe ""^amit keine ..rfärungcn* 
/IComercni b^nkr. ■^raha"^34833-14';25':261/' - Zufölligerw..ise fuhr ich mit 
einem Bekan ■ter. nachi hlen /hin un"^ her in eine. Ta/* Aber auch dort 

- zufälligerweise eben in LÄnderbank - .an ist mii- gesagt; "Lur X.h^r-- 
prüfun-^ in Kanada brauchen wir 3-4 t agen*' • - Schade u:: Schech:austausch 
der L8n''erbank! 'le lange eigentl^'Ch dauert die C^.tigkeit des Schecks? 
Aieviel "onats? 

^./ ?all SCHR^-MHC 

ri •''er Beilage finden Sie Knpie einer Seite der Geburtsmatrikel aus 
Lipnik. Sie kann Ihnen zugleich als Beweis dienen, wie die alten Ilab- 
biner schrieben. 

Also Bethy Schramek - niciit Schwarz - Anton Schramek, _.avid ^ergcr 
/er war rniit der Schrame^'-Bamilie irgendweise verwandet- Familiantin 
von hier - das letzte ..ort /Stand/ kann ich nicht entziffern. 'l,z ist 
irgendweise in Zusarmmenhari ; m^it "unehelich'*? .Oasselbe ist auch bei 
der ersten '•'aufeinschreibung der Seite von anh'eren P.abbiner^ eingetra- 
gen. Un'^ v/egei "Fall Liheller" könnte es füi ^.n^^ wichtig sei. Aas mei- 
rj:di\ Sie Avrübcr? 



Zm' 






eLurts:::aLr:..:el ^j..Z Lir-nik 



.^•1. ^^n r-^rr 



•^ 



.^.2. 



19#Septe:±er IClo, Lipnlk Nro IG - 

Kind: Teata oder /so eingetragen/ ..ela 

Vater: Joac]lJ^. Löbl Sehr: k 

Autte-: Jütl 



"^^ ne i a-^'-^-^ 



' ^'then 



n-erkung: 



IS -nen x-rauea un 



p] ' iertV Benutzte man sV- '^i^^^l .• -.- • -^'-'^^ ^''ivKiK'^k.^ 

'lac' rl-'-hen ^k^men. "^c^ 'ichte lan-e -.:^scoric erzählen. 



. ädCi.ta^ is c ^ es kom- 
;'^un"Sv;orte. i. iu^^ tiven bis 



reata hft;tt 
;.brahan -^ol-^. 5 



rcrr 



i£-chwister: z... 7rban, orUz un 



letzte 



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Copp>^%-^itr:ihel JT-^G Lipnik fol>17 

23»6.1811 Lipnik IJr. Aö 

JoachynS; Löbl Scliramek 
25 JbXyt^ alt /xl786?/ 
Jütl Frerij^chin 

•:4 1/2 Jahre Alt /xl787?/ 

;.nrier''''un^: 1/ Im Jahre 1787-90 kam zur neuen Eenennung: Joachyms 
Vater - Löbl + Taufname seines Vaters /?/ nah:: zLim erstenmal den 
Familienname '*SC"'" 'ITI" - Gründer der Schramel: Familie. Sein Sohn, 
/also Bruder Joachyms^war Anton Schramek r I^ür den Fall Schramek 
könnte ich in ältesten SterbeLüchern /reichen nur bis 1o4j/ z^B» 
noch das £t : rbedatui'n des ersten " Öbl-Schramek und kaum Joaclo^j^ms und 
Jüiels f^usfinden. - Die letzten :.!öglichkeiten für IG^Jhdrt leisten uns 
nur Juden-Zählunj-s-Logen /Jede 10 Jahren/. 

2/Derr Name^Fronschin''''ist sehr schlecht geschrieben und 
ich v/ollte ihn noch, überprüfen. 



■6/ Frll P 



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Die ursprünglichen jüdischen 'Matrikeln der JKG Kovy Jicin a Pflbor 
sind v/Ährend .de]:rII#Krieg von Nazis vernichtet* /Siehe Bericht über 
Zustand ^''er ^jüdischen A'atri' el in meine ^ ersten Brief an Sie - ..e- 
zember v.J./ - Uac-'i ■""".r Kaiseranordnung von ^nfang des 19.Jhdrt 



waren rber auc' die katholischen Ffarer pflichtig die jüdische Tauf- 
un^ Sterbefölle in R.k.':atrikeln evidieren /Aber nici:t Trauun,r;sfölle: 
Trauung gal ■ auch für Julien selbstKHE für keinen kirchlichen Akt./ 
Diese Gewohnheit galt aber nicht überal und niciA immier. - Linzige ^ 
Hoff nun- für uns bnbieten 3-1 R.kath.. ^"strikel /N, Jicin und Fribor/, 
vro ein ordentlicher Ffarer unoxlcntl i ch , unt erhr ec liend s ehr ?^-ül^^lii:Ql .■ 
und immer am "nde des Buches, Oiine Raster, unter I.alitär un^ anaereü 
"^.eligionen - auch die jüdischen 'intragungen evi^iierte* Gott sei 
Dank etwas ist auch für vns geblieben: 

Taufmat-ik ^.kat^. Pribor VI. -1311-1814/ 

29.11.1829, ' lokocov 72 

Abraham Perl 

©ater: Farkus Perl, FÄchter 

Mutter: Charlotte, j.^ochter des Löbl Färber aus Galizien /Kaniow/ 

Beschnitten: /.olf ..dler, Tuchhändler aus Weiskirchen 

Seine Geschwister: aus Klokocov Nr. 45 oder 72*: 

Gerson Ferl /ooFabeta/ 

SavueF Ferl /oo Fster/Dieser Samuel /Vater 

/s äter Faiserl.I^at., könnte JICG in Kovj/ Ji'cin Vorsteher skxk 
werden. 
In Fribor Hr. 240 wohnte aber auch Familie 
^00 Fosalia Fischöl aus Prostejov/ 

aufmr.tril' ---V^tv. p^^bor ^^TI ./l-:.:4-71/ 



auch Llarkus/ also S.U. Ferl 



Salamon Ferl aus ^ipnik 



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I 



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Au-UFtine 28.4.1^58 PHbor 43 
IClera 5.10.1:59 Fribor 20 
"^rie 20.5.1861 
:.:o:< 24. 10.1 "64 

Johen 27.i:^j:: 
Izrael •i.y.l^j'U 

Lu'^"'"* " '^ ^^ eis") 



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-3- 

Futter: Juliirerl, Tochter des Chaim Joacl^y.- Dawid aus ..lokocov und 
der Goldi Folak aus Y.rnov 




T a\:>.f raa 



tri^' ^,er ^..kPth.Ffare m Kov:.' Jicm ,'..,a. ^.^-J/ -L-'r-' i^ 



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I. -atr-.oln Lipnll:, /rlbor ...icxn ko ^t de^ V^^^^JI^^^^S^-^^JatLr '^ 
p.edeutet: 'ie alteren -ücher. sind ^^-^^^^l^^^^i; ' _"''y-'^i?>/ T? tehe - ist: 

in TeHn. ,'Für alle Fälle^^as "PP^:^?^,i°'"■J5^i^;t^lt;. /,it \.'.Jicin-Friad- 
Nach Schreiben und Fragen^.^ien ..rc.iven duetut .i.i 
ho-P/ eine neue ^eiso nach Freroy und i...xCin an. 
^itte, schreiben Sie -ir Ihre ..emurif.. 



„-^-i-.» 



Herzlich grüsst 



Ihr 





i 



Siegfried .0.7.1375 Novy Jiöin cp. 38 
Charlotta Gertrude 14.2.1877 dtto 

V^li^^brahe. Perl y;Vollhan^ler/ Sohn .es ^arkus ierl ^^^ ^ , 

'^^^'^^^f "lv^rf"/s!o^Ls^o'^hry/ uni de? G ?trU geb. Perl /st. end 

aus -^e-'^^arlne Sai.uel Perl, "ealienpächter m Px-ibor 

Anmerkung: .u..,^ f>^n,^ ^- ch noch ^as Sterbedötum des letztgQr4>«nten 

Unter den^Storoeiällen fanu_ch nocn a. Lip^iik, tflchter - :?ü Jhr. 

S.Perl: Tx-'boi;, 286 - 29.>rl-41 -7nae± ' ?;\.v .^ /^-^ '- jiSln nicht hei- J 
Im Palle,-erl können uns '^ic '.f ^^ ^-^J"^,,,!^/ .^ /'^'r-a'^ierenV - le wollte * 

fen. -..ie' 'He grobe Licke /+ ..br. ^"^ .^^^'^^^ ,^^;^^f^,;^^[tarbeit der ...use- 
iC'^ bei ■ Besuch des .'riedhofes in r!...icin o .r a..ic 
en'in "ujimolec un^ N.Jicin erledigen. 



\ 







:r 



ilunapolv-C 5 «6.1? 91. 



Geehrte^ ''err Vladar! 

Gester.x b: n ich in Pra,£, sewesen /tid in der ^eilage finden ti 
meine neuen Entdeckungen: 
Fall F ^' ^. l> - 







In nniverrö-.tätsbibliotliel-: habe ich mehrere Bücher über .ovy Jicm 
f^elesen, aber sehr wenis r;efunden. • 



S'-^u'S'Gold: Me"juden\:.JuSeniemeinden ;:ährens in Vergange nl.ei^^^,, 
iS^'-f°pn°art - ^^rt^nn 1Q2Q 630 Seiten /Haben Sie das^ganze Lucu ..-.^.^ 
'^^^ "5^!"?'??^.^/! ?n i;^.nnpn-Index /selbstverständlich nur /orst 



reU^ 4?= ^'. 23 setzt jaus £tadtplat.,.r^7/ja-.llic...-je^ .^^^^_ 

J-. ^."«"E,^,!'^ ilä"e 479- Li- lar cShn aes ;..arcus Ferl, .Vohliianaier 

riC -eliaJr':\f.ä 'reln*2 ttia.c:>a.lotte geb. M 

"letiii 



^ 

•^ 



...... , SS-lSsf ir. :iaice"oSp;e:^^ng 55-ist aüöirisidor I e.l Kur. u.d 

losoglioerzeugung /Sohn?/ 



Seite 



/Hausnummer 38/ 



Spätestens ICTJ^hatte 3\ch in h.J. im hause 3. /h^^^ ^.^^^ 

^Shlossgasse 15/ ^.er '^ollaändler .brana.. e 1 ^es h^^ ^.^^^ ^,^^,^^ 



jchlossgasse 15/ der ;Oiinanaier .u^. . , ^j^j^^^^^^ ^^.g^^ Perl/Eltern 
]er i:ru'ler 5es unten /-.wr./ gtnamiu^ aniow/. Seine .rau .'anny . 

arcus und Charlott e S^b. .-öbl^Larber f^^^^^^^^^^-^^^^ .-^^ dessen Gattin 

iire IcGÜ 
^^ _, ^ e lö90 ini 

Hause .liedertor 54/Inhaber ..ax una x.idor^^^^ ^^^ ^^^ ,^^^^ 12. Septem- 

ho\^ i?nfu^r?OC handels,-erichtlich protokoliert. 

^^.^^^-^^3 K^,;^^-^,-i^iichgasse 13. In diese... -:aus wohnte 1867 bis 1.75 

Wl^^^^^S^ 1°^^^ --^^ 'ij Tucherzeuger aus ..J./ 
ti--oT nfi i}05;;e-i chnunp'en in .e\usstellun:;en usvv./ t ooo -ar^n 

'Vv.eine .^u.-^c... (-iiuuii c ont-fpi-nten Un^-ebung/endete IdoJ. von 

Die Zusie'^'lun': nach h.o. /aus entieinx^-c ou^.cu ^^z 

10.000 rinv/ohher - 275 Juden'. 

B^beSe;. ..Oben .ac.on /Bihelle.-,b.ta.^^^ 

SS^ ^fvf ;ii5ycntli?SLn!'!l\t.r^i.r.ei§2k Cie ,nir Ihre ::ei„un,. 

Xaiix 

Fall SC . __^ . ,,^.vr " oa + reichen nur 17:^4-1845/ohnG Index/' 

Die älteste Lipnik-...atriLL .v,oa, ^^^V^^ f--n--'en Sie alles, was 
Alle i-^^be/ic.v.lurch-eschaut un^^^. 1845-? V^tn?' die laufmatrihen in 
r^r uns ^vichti; sei. i'^r die '^^^^l^^' ll,t4- ^ können uns keineswegs 
Röhm.kat. ...etrikcn m ..rcniv 01..titz, ^^J 'iZl^ l~. 

dienen. --crz^ic' _,rüsst Ihr ^^- ^^-^^-^ v-^-^- i^-^ 

^^ . , ""■ , ■ -• . n-i npJa^^ie'' "■'"'" 30.5.-'l»erh' 



l 











i;x4ijs;f.% 



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'atrikau8rchreibunn;en: /Fall "SC 



N" • 1 In ^^opie 

Nr.2. JT"G Lipnik - Geburt" folio ?5: 
19.9* leio Lipnik '^r. 15 
IC5.nd: Beathn o^er Eela 
Vater: Joachyin Löbl Schramek 
rutter: Jütl 
Feine "^^athc 



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r:3. JI'G Lipnik - Cop. folio 79 
OC? 3.12.1839 Nr. 4 

Jrban Echremek 26 Jahre /"Slj/ oo Cecilie geb. Kaue 25 Jahre /1314/ 

rTr.4. JI'G LiDiiik - Cop. folio 86: 
qQ 12.1.1843 Nr'. 13 

:.:oises /An''.: alro nicht '.'oritz/ 28 Jahre /iri5/ oo I.Iariane geb.Kulka 

^-athe: Jere-Tiias ^'.ulka + Löbl ' ■^^ Jalire /1S25/ 

Nr, 5 JKG Lipnik - Geburt folio 130 
St^ 5.3.1C^27 '^r.l6. 
^ Lind: iibraham 

Vater: Joaehyra Schramek 
Mutter: Jütl 
Feine Patlien 

Nr. 6. JKG Bionik - Cop, folio 17 

^3.6.1811 Nr'. 45 

Joachyn T öbl Echramek 25 ^alire /1786/ 

Jllitl ^ruchtin /eher als Frenschin/ 24 1/-: Jahre /17c7/ 

.:r, 7. JKG Lipnik - 8terbeTnatri^- folio 149 

29.8.1842 Nr. 14 

Julia, Eheweib des Joachym Löbl ^cliranck - 54 Jahre - Lungenentzündung 

Mr. 8. JKG Lipnik - Geburt folio 6 

4.J. 1799 Nr. 12 

"in^: "ercchel /schwer leserl: ch/ 
..'et er: Urban Schramek 
TTutter: "löp^r L a m p 1 

Nr, 9. <T'0 Lipnfk - ~eburt. folio 2 

x^-9.12.1794 
^- Kin-'': Tobias 

Vater: Urban Schramek 

"utter : 'losalia . 

, Nr. 10. JI'G Lionik - Sterbematrik folio 37 
-f- 17. 12. 1818 Nr'. 13 
^ Tobias Schromek 24 Jahre /17"4/ - ...fieber 

LNr.ll. •JP-:G Lipnik - Sterbematrik f-aio 30 
T 20.5,1810 Nr. 1": Urban Sclirauok, 56 Jahre /1754/ Lungensucht 

"V. i:. "" Lipnik - Sterbeiüatrik folio 168 

■ ::öcy. Schramek- , nach Urban Echramek von hier, 84 Jahre /1762. ..Itersschv. 
Nr. 1''. '^'^ ''dpni!': - Sterbematri'- folio 32 

4- :.".i^ii :;r. 12 




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(,v,>,r,nr" 7-: Jahre /1732 ' ' it"'£. 



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• - n • -ftt'^r'* Urban Seh, utt. . ^ecj-iie 










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ater: Diheller /rd,/ 



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Joachya Löbl Schraiiie 
xl78■S^J;■^• nach 1346 

-J 5.^- 1311 C^^ot-0 

uütl /Julie/ Fruc.tin 
xl7 




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5:^ '6fQ C4) 



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Urban Sehr, 

^ 1754 jtirlÖlO 
■Röry Lar^'ll 
Y 1762 + 1046 



5"^ Oi^ 






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? x,+ /v^^r 1794 

VÖP-ele Sehr. 
X 1732 + 1?11 





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lS.Cfl. 





t '-umpolec 13. VI. 91 

Geehrter .ierr /-^iradari 

; i^Qi;f,9i^tIic.hvj'i8beiv.£ie .schon meine beiden Brie- 
len von Lai e^haltenxünd ich erwarte Ihre : einun/?. 
_ ^le unrere "Sachen" fortsetzen? l.ieinewBekant 
h ?i'n' / • -'^^^'?^.®'^-^?^^^^® habe' ich Ulli Hilf e ge- 
ri.J-:A-'^f ^^^^^ ^^ ei^rentlich mitder. Zustand 
«n?-^^ n?^^'^'" Friedhöfen in Pflbor und Ü.Jiöln 
aus - Ob es nördlich ^vöre in dortigen Gericht^- 
archiven die Verlasrenschaftakten nach jSlie f 
und Abr.Ferl auszusuchen - Ob in Archiv li^e?ov 
die. Adoptionakten, des Gerichtes in LinniV lie-Pn 
Ob in Archiv 7arvind kommt -Ig- -'flmp f tttttt i^^® " 
Tegin-Fond vor usw./ LlilELLi^R im 

f L^^1.5-l^?^?*^^'^•■'?'4?^•ianer bin ich schon 



ixii X alle der positive»» ntTA/n-pt rnnoo -^-^^ 
«e eisene ^e^traubeSe^lu'cherer iiCst'SnSjh- 
Bein Studium in T^niver^it^t c^hi hi n -.t^^v -l 
habe ic:: auch einen potenzioneO-en Keif er Pf^r^^T^'" 
den - das Buch " Führer Iure i 'S^hVf.ioS ß^f^-^" 
Archivs in K.oTi-in" /l-'^p-v-n ^^^?5^v-^o^den des 

■ocne ist mir :1as Euch zur 7erfü .nn^ J^n^ ^"^ 
-benso habe ich noch ein Duch^be£?eUt da. 
te uns im neuen Froble- "Vla4r!ceDln''rut^.-o 



soll 



1395 , 2GG Gelten 



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«"„ -j-Z.-'^'t^' viaaar-uepin"gut die 
n "o'^infH^^" VÖ^^3'nilk7T/ Ldapel 

ungarischen Adeli-en-'-a-M^lf/^''-^' ^""^^^^^^'^^^ ^^^^• 

'■err Baron 71adar^-Icho^vni ^' ^^i^,' ^-^^'^entl^ ch 

^-^eligf^vurde/. -rl? ru.rLv^''"- "'^^'':^ ^ - ^ "^^er- 

mgarisch verst. e'"i?jLchen. """"'^ Jeruanden, der 

^ie Adrlisf-^er'r'"%;^\"Jr^^^'^-^ "^^^^ ich auch 
Karte meines -^lle'ei'^-pir^T""^''^^'"^ /Siehe ^ie 
"ber Ich rlaube, 'ar>,.i! il^^^r.^b^^^^ti^^te/. 

ne Informationen nicht' mel^r^^^ruehlnVer^Lr^ür'" 
IhrE - vielleicht nächste«- r:tudiun der arHschen 
Ivultusgememden in B.u/;, habe ich die .^dresse 






;^Ä2o -.^^'f'^^^iSZ^°^^°^???/^^?°^?t /fr verarbeitet ein 
*ene£..t.uch. 'lartiber/: Jiri i^'i edler, Luchverla ..LLa±2 

FRaha 1 , i.a ^^x-netyne 
Herzlich ^^rüsst 



PiS. 



-'.J 



10. 



Ihr 




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rijcnnen £i 5- «BrrnGi^LKl^rt- -Kaplan? Gestern b 
gleitete ich ihn "im ..ahler-Lpürep/^ .issen 
v'ie e,txvafe:über ihn? ■■■ '■ 




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Ilumpolec 1?, 71, 1991» 

Lieber "orr Vla'^ar! 

T'it ^rtisren aur Immpolec brin.-e ich neue ITachriciiten aus ira^. /v'or- 
p-Gstern /beri'^ •■lebe ici. nit der Far.ilie Gilb.La; len nach d^. ,- ...ahlerrT'oft- 
zert 1 Stun^^e- gesprochen, Lr wollte mehrere I.iahlerhöuser sponsorieren, 
T-'ennen Cie ihn?/ 

Fall Perl: 
Da? Buch übe'^ rchiv in II. J, feat .-anz versa ,t. Ls han-^elL a..; meisten 






nur u rchivalien z" den Cesctiichten der Stadt .J. bis JJE40. .ai.r 
im Jahre 18^1 komnen ^ x^'ascilcel /T^H, ~- -5/ zur Geschichte dos Israe- 
litischer Cultusverein in. N.J, vor. Das ist sehr schwache uoffnunc für 
Archivs tudiu-: in N.J, Besonders hinsic tlich einer iirjaarlamg des iiutors 
"siet 1854 unverordcntliche ..rt der Aufbewahrung;, dass die meisten x^r- 
cliivalien verloren sinken..." hoffentlic die Verlassenschaftenfascikel 
sin^ erh.alten. Ich warte die Antwort ("qs iirchivs. 

Fall V 1 a d a r : . , , ^ , . , 

■'ie Sie ersehen \-^a-a<-n auch das blose Literaturstudiuia kann kompliziert^ 
werden, '^ac Un-arische Buci. aus dem Jahre 1895 /vielleicht^ weniG^c^enttzu- 




in''vS-zer''Fornrsonsr?.usste^icrw^ Büchern 

/wahrsche:nlic'.i in Bratislava/ in ungarischer Sprache suchen. 
' Vor allem muss ich Ihnen zum Titel "Grof oder "Baron" gratulieren! 
Vla^^ar-Bai-vllienbau reiclit bis 13.Jhdrt und ebensola.o-e trä^t eigenes 



appen und Siegel. Also wie sali und sieht es ait den 71adaren ui± ler 



Clovmkei aus? 
In der ■ Slfte 



es 






.Jhdts lebte die Vöter und i.ltvordern der jetzi- 
Cernäkov - eine Ortschai't unweit des neutigen 




n 



b^stätirtrih^e'bisheriSen Freiheiten und er_£ab^ihnen^in_ ewigen^^^esitz 




i?"f : aas3°s wurde zum I- omman^lant der berühmten mitte 
-'""Blatn'ichy hrad"- an der Handels-Lanlstrasse SJd-.>o^d 



vor» Yv 

gimeiits:- 

-"er nah:: 

O'^cr ^as 

liehen BUK,:; 

pa - 

al 

d ., . „_ ^ ^_.. . . 

"■ ' • 1 -n'i nphrnen zu ne . Beina::.e und ^ ^»^4^ 
+ on coiir viel ' '^^^ aauniea^v^ -»^ -^a, nvie% 

und Uliclca. 



inittelalter- 

Euro- 
wurde er 



enadil:ovie, . auielkovie, 

azarovie 



Lal^ 



\: 




^ ■. ' »yiLate ' Xrj ! 



de 



'ov^ sind nicht nur in Turies geblieben. Um 1600 ist Ladislav 



Vla-^ar in ^Ue Gau Snic ui:if:esier-lelt . ^.ine Kinder lebten in Icr G 

Nograd /i.ovohrad/. Um Ib^Ölebte Georg Vladar i') der Gau Zemplin und 
seine "'inder um 1700 i'^ der Gau Tekov. Im Jahre' 1754/5 /Zusarmenz&hl- 
un.^ der^ Adeligen/ lebten "Vladaren" in Gauen Gemer, lont, Liptov, i^eut- 
ra, Satumar, Mevesch, Estergoi... und später sogar in lest auch» 

"/'.-^ den bedeutendsten Geschleclitsgliedern /ausserde.a erstgenannten 
Elasius/ gehörten: J '^ ha nn W : I Jahre I364 v/urde zum Vizegespan der 
Gau Turoc-ruriec und im J. 1373 zum Verwalter der Sklabina^Burg /Skla- 
binsk^' ^'rad/. Georg V« , V.'ftchter des ^"önigsschatzes /Titel/, er 
ist i T. 1444 i'^ Schlaclit bei ■lohac /Varna-Lulgarien/ mit Türkeii, zu- 
sfi^A.::en mit seinem ung. ICÖnig LiSSiÖK Vladislav d.III gefallen. 

In dei' zwölf te--^ .c^.lfte des i;;;.Jhdrts drei ^Tüde Vladars /Franz, Imrich, 



~ iciial/ v/urden zu den ::a . ::.erdienern des un-^. I".önigs erwählt, .ius den neu- 
esten ^'itgliedern Vladar-Geschlech^tes nelime ich 2 Lrüder - berühmten 
Ärzte aus: '^artin x 17.1#1863 i '^ luzom.berok - Josef x 1^«11.1S59 in I^u- 
zornberol: un ''.er dritte Lruder Robert /x 1.7»lö55 I^uzomberok/ wurde 
als irehtor der Zentral-Staets-Bank in Fest. - ..elcher von den genannten 
ist Ihr Vorfahrer? 

Das VladarnrVi/appen: Der blaue Schild. Im v/eisseri .Vasrer schwim::.t ein weis- 
ser /silberner/ Hirsch* In oberen H'cken des Schildes ist ein goldenes 
Stornchen und bun ein silberner Illabmond mit uesicht. :^ls hleinod /oben/' 
dient ein rotes Herz durcl\ einenv. silbernen Pfeil . estochen. .us dem 
roten Herze wachsen ^, weissen Lilien. ;.n der Hittellilie sitzt der weis- 
se Taube. I1 e Nebenzirden des Tappen sind in de.. Tarben gold-blau und. 
silber-rot. Hs stimmt ganz mit de appen aus "\''lad:'r-Csal 'd"-i. latt . 

r^enn Sie haben Lust, "i einzelnen Glieder des Geschleclites oder sogar 
dav^ ■ ^.ze Sta ':-aum festzustellen /z.B. Ihre directen Vorfahren aus der 
2#' ftlfte des ir.Jhdts/ musste ic" 'iie Bibliothek in B-re-cislava u.^l xlilfe 
b: ttcn. Dort - -l-ube ich - sollten die genealogischen und heralilschen 
rehern über ung. ,.delgeschlechten zur Verfügung sein. 

'.Veiter kann ic' n'^cht fortsetzen, we5.1 Ihr Brief von 7 •7» ist gleicii 
/mit -"'e'^ Briefträger/ gekommen. Vor alle... ..estötige ich das Linkommen 
des Ghecks miit 50 ')oll /vielen ;ank/ und schon morgen gelie ich in Bank 
für Informationen. - Bitte, dürfen mich nicht verirren und verrückt v/er- 
den# Oie Informationen reisen leider wenigstens 14 Tagen zwischen uns 
ui'^ "^ ich kann nicht IG Haren auf einmal ^jagen. Sicher Sie bekamen noch 
neue Informationen /inzwischen/. Icü schätze mich alle liire Ideen,^ aber 
ich. muss aucli Ihre Tasche schützen und gpaarci. Es ist unmöglich ;jede 
'"oche nach Nord-' "äiiren reisen und mehirere Tagen erfolglos dort mit 
blinder Eucherei Zeit verloren. ...ch bin mit htJ.-i^rchiv und ...useuux imx 
Kontakt. Icli rechne auchx m.it Fresseartikel . Das iv^'t recht gute Idee. 
Bitte, Sie tissen mir unbedingt verti^auen und ein bischen Geduld hat^n. 
IcV- v;ollte Ihnen helferi v/ie ich kenne, aber es geht nicht alles gleich, 
sofort und auf einmal erledigen. Nach dem ausfüiirlichen Jurcülesen lares 
Briefes schreibe ich die Antwort« 



Herzlich grüsst V 

1 1 ii' • 






jev Scheck n5 t 100 "oll ist noch 
unerledigt, 
''ein '^eutif-ier Brief hat sicher Ihnen grosse 
^pmacht. Also hxx der zweite Janosik.. 







9 



•reun-e 






L Vtf^^ '^ lUJ 



'viSBr^'. 



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'V»l 










George Y 1 a d a r 
^ohj Victoria Ltreet 




^ r 1 la 3 



O^es.: J^Ryche 

3 9 6 ü\^^"^"' P ^- ö c 






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r I N G £ T N 



Ont^rlo K 7 K 4 S 6 
Ganada 





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j- /- n 



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Huij^polec 3«8,1991. 




%. 



Niemand weiset, wo jetzt 

Fall ^ 'Diheller" ; Erct 

Student /ein Humpol ec er/ 

in Prar^genannt wurde. Er 




Lieber Herr Vladar! 

Es tönt ein biesel ironisch, aber endlich habe ich für Sie eine 
erfreuliche Nachricht - /Abraham Perl ist am ^•1#1885 gestorben. Erct 
heute - vor ein paar Mi nut e n - hab e ich aus N#J«-Archiv diesen schrof- 
fen Telefonbeacheid erhalten. Im nächsten Tagen sollte ich endlich 
hin fahren die gefundene Verlas?enschaft/7/ zu studieren. /Geöffnet 
ist aber nur im Llontar^ und Freitag/ Inzwischen habe ich festgestellt, 
dasp in der ÖSPH nur m zwei Bibliotheken^WochenblattVN.J./ vorhan-^ 
den sei: Olmtttzer Universitätsbibliothek und in Archiv N.J. /hier lei- 
der nicht komplet/. Unterwegs kann ich in Olomouc das Sterbedatum ver- 
gleichen. Resultat bekommen Sie in Kanada. 

Die dritte Möi^lichkeit - mit mit dem Grabdenkmalschild - hat ganz 
versa/?t. Der jüdische Friedhof in N.J. war zuerst während der Nazioku- 
ppation /Sudetenland/ teilweise vernichtet und spflter nach dem komu- 
nistl sehen Umsturz wurde von Staat der Adventistenkirche tibergegeben. 

die einzige Grabsteine sein sollten« 
jetzt habe ich entdeckt, dasr mein ehemaliger 
seit kurzem zum Direktor des Zentralarchivs 
ist zugleich Redaktionmiglied der ''Archivnach- 
richte'n". Hegen "Fall Eiheller" hat er mir einen guten Typ gegeben. 
Der pensionierte erfahrene Archivar aus Lipnlk hat ber:^;ts einen Ar- 
tikl in ••Archivsnachrichten" über Archivfond cn in I^ipniK geschickt» 
Ich habe an ihn einen Bittbrief /mit der Efii/JffeliSiung aus Prag/ geschrie- 
ben und jetzt erwarte ich seine Antwort. 

Die ITOglichk it mit Archiv in Karvina /rggin/ hat ganz versagt. 
Dortige Archivfondeh reichen nur bis J.1918. Das filtere Material ist 
immei/aus polnischer Archiv in Cziecyn /dieselbe Ciebftude mit Museum/ 
ersucht. -^^ ^^^wh 

Wi' habe ich schon Ihnen geschrieben, i n .plmtit^er r3ibliotek ist 
vorhanden die Zeitung " Mfi hr 4 s c h- s c hl e s . -G r e n'febet^ - /Zxma .1 in Woche 
spftter wie Tagblatt 1876 -1915 Aber zur Sucherei brauchte ich konkre- 
te Angaben keinen und genug Glück haben. 

Wie Sie sehen können, ich tue alles was möglich ist. Ich bin in 
Kontak mit allen Leuten^ die ich brauchte. Meiner Meinung nach es ist 
nicht notwendig noch Ihre direkte Briefen an Archiven schicken. 

Fftll Vladar" ; In der Beilage sende ich - jiwre wie Einladung zur 
Reise nach der Slowakei - Foto und Beschreibunp; der Sklabinsk;^-Burjf 
- Wie5?e der Vladar-Famili e. /£i*e ist von \Vien etwa 300 Km entfernt/. 
Ich habe in Absicht für Sie den kompleten Vladar-Sandor-Familienbaum 
von 13.Jhdrt bis zum T.1932 kopieren. Es hanedlt um zwei folgenden 
ung. Bücher: Nagy I." riaegrarorzsÄf^ csrjiladai czimerekkal es nemzäkren- 

di^t.4bl6kkai /I.-XIII/ Pest 1857-1868 
/XIII.Band 13.Dhdrt bis 1868 

B.Kempelen: ?v!ygyar nemes csalödok I. -XI «Budapest 1911-32 

/XI.Band. 1868 bis 1932/ 
Leider das erste Buch ist in Prager UniveBcitätsbibliothek bis 10. 
August verleihen und nicht vorhanden. Das zweite Buch ist nur in 
Bratislava. Ich habe meinen Kollegen um Hilfe» gebeten, leider er 
ist zur Zeit an Urlaub. - Wenn Sie haben genug Zeit und Lust könnten 
^IfzI'^Faft^^^f^iiRt^'^li^fiF Universitätsbibliothek versuchen. /Es sollte 
Das ITuseum in I.lartin hat uns zwei umfangreichen Friefen über \/la- 

daren geschrieben und nflchstesmal beschreibe ich Ihnen die auefü..rli- 
^^e Geschichte der Familie, rtwas itiuss ich aber schon jetzt verbessern: 

I^Ui^-e"^ Vladar, nls Kanitän des "schwarzen Hegim nts" wßj:: 
SiV^/aus IT.Jhdrt./ ^ — ^^^ 



in Jdnpr 




\\ 



\ 



4 



/ 



A 



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V 



Der schwarze He^iment war von ehemöli^o:en tsch. Söldnern /nach den 
Hueritenhrie^en/ gebildet uns sollte vor allein zur Verteidmgug gegen 
Türken dienen« Die ung.Quellen^ zeigen ihn /wie die anderen Tschechen/ 
wie einen Riuber# - Die Sklabinsk^^-Burg wurde schon in 12«Jhdrt von 
Templern ffefrründet und 'iente /unter Äladaren/ zur \^erteidigunß ge- 
gen Tat»FBn# 
Zum Titel-Rlatt ''Vladar-Csaldd" von 1907: Die Vladaren Führten jähre- 




und Muse^nn/ 

es gibt sicher 

che Materialiei _ _ 

schrieben - wie es scheint, ein der letzten Sprossen der Vlador-San- 
dor-Familie sollte der jetzige Primär der I#Interna-Klinik der Medi- 
zinischen Fakultöt in Martin - WJDv Ludovlt Vladär CSc v«^ein# ••"nach 
dem f?;enetischen Kod sollte er alle Familienzeichen verkörpern* • •" 
/Wieder ein Grund für Reise nach •^Vaterland"?/ . . 

Die beiden Schecken sind leider noch nicht erledigt •A Monaten^/ 
In Zeitungen kommen jetzt sehr often viele L eschwerden an un.^eren / 
Eankdiensten. /Die ^''omputer fehlen usw*/ Es gibt /pro futuro/ noch 
zwei Möglichkeiten: 1/ I^i ne amerikanischen Schriftstellerin /r^ekan- 
ntin des Barons d#l^Gr./ brauchte etwas für Ihr '^ch und hat mir die 
B nknote in "Hecorded delivery" Brief gesendet /siehe die Beilage/t 



!/ 



Wäre es möglich^ dasv^ Ihr vViedner Freund uns 
Zeit zur Zeit fährt jemand von meinen Bekannten 



als Vermittler diente? ^ ^ 

oder ich selbst nach Wien und dann sollte Ihr Brief als Scheck die- 



nen« 

Und 
/Liquor/ 



noch eine Trklfirung: 
für Frauen • 



Herzlich grüsst 



Hosoglio = der süsse sulzartige Schnaps 



:7) 



±/^ ^<5'/^-^/>/ 





/^^^{l^ 




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j 



Hunpolec 17.8.91. 




Lieber IleiT Vla'iar'! 



Hoffentlich haben £ie meinen^Tiener^Lrie 
halten, ^^eute le^e ich n}^i\^^ie ,F-^3;l,t!ii, 



f 



fl.e'-- -la.^ar-^annr-enbavxmes bei. /Oie „.'ortsetzuns 
aus K.-Buch iv":clistesnal, zur Sieit isc nici.t i;. 
Rrati flava- vor hani^en/ 

}ulia Perl ist im Jahre 1372 gestorben. 
T'it ^er TTilfe f=ies K.J. -Archivs ist p-llich 
ein Fasei^cel -lit Ve-.'lassenschaft-und Vormund- 
cc- art-'cVtei/Aus Jahren 1885-98 gefun^len. Ho.^ 
fentiic- wird auch enige neuen Ausga-riGS punkte 
zu? Biheller-Familie enthalten, ^^f |^^f5;f\,^. 
nuss ich den ganzen Faszikel an der stelle stu 

"""''^"zuin Eiheller-Fall habe ich ^^n.^'^^l^Jv^Jer^' 
-rarer auc de'n "Kuhland" gewonnen./Sein Grosvater 
w^r ein :,;ittEc: (*4ller des .^ntropologers ..les nrd- 
licka/ 

Herzlich grüsst ^ ^, 

• 1^0 Doll-Scheck // / 

kl lllo^- haben¥ie4^ Österreich besichtigte 

^ Danke für Ihre Hilfe /Idee/ mit Tlegion-Pres- 
;e u.nd Vormundschaft. 



Ihr 



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p. 




S 



/ 



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mft 



Humpolec 18, September 1991. 




Lieber Herr Vladar! 



Gott sei Dank, Sie sind gesund, Ihr Brief von 8.9.91./also j». 9 Ta- 
gen/ist angekommen. nur der kanadische Foststreik hat unseren Brief - 

""Telll senS'icfalso den Briefabsehrift /3.August - über Wien/ aber 
bitte den schlechten Zustand der Kopie zu entschuldigen. Auch das Foto 
Blatnica!Su?r/Wiege der Vladaren/ fehlt -hoffentlich bei der Reise 
nnrh PröfT kann ich wieder in UniversitSts-Bibliothek die Kopie f^^^^ 
SacSen! ! Das Kempelman-Buch /^ür.die letzten Vladaren-Sandor/ gibt es 
leider nicht in Bratislava, also ich kann nicht mehr dienen m dieser 
Richtung/Vielleicht ^P^^^nen?/ _ ^^^^^^ gie den Artikel aus "Neu- 
Vor allem - soiort wie mDgxiQ.ii .^rt n nrv t »oqk q^-i+o a Vpriaan 

len Dank! ! ! und dabei muss ich auch mitteilen, dass ajje xnre o^ 
sind schon erledigt^ 



Herzlich grüsst 



Ihr; 



P.S. 




C/yt-^ 



Zuerst wollte ich den Fall 
Pe^l und Bihellei/vollenden. 
/Es ist fttr mich 'zu, entfernt und . 
und viele Informationsq»Hllen^^7:^r 

sind engagiert/ 

Mit Ihren "SU,.^dböhmerHn"wird 

^?üS^fd?f?;rassrnachTchl?^lrTfebon 
^et^a ni? T^f entfern)^. Die Filmen sind 
schon ab Juni fertig. 

Ich rechng°i^t eine gelegentliche 
Reise nach N.J. Was sollte ich dort 
kopieren lassen? 

Telefon: 367/9106 abends Aber mit Auslandsrufen habe 

schlechte Erfahrungen. 




ich 



Nfichstesmal rüasen wir auch über unsere dieselbe Krankheit 
besDrechen, In meinein Falle sind die Komunisten schuldig. 
Im^ah?e 1970 /also nach dem Prager-Frühling/ war ich schon, , 
aus 'der Schule fast entlassen. Das war Grund der Psychoschwierig 
keiten. 



V 



irr.'n 




Humpolec IS.September 1991. 



Lieber- Herr Vladar! 

bitte, aen schlechten zustana aer rvupxc hn-ffentlich bei der Reise 
Blatnica-Burg /Weg^äerVladarej/ fehlt - hoffentlich.^ ^^^ 

nach PrafT kann ich wieder in U5,"«^?^''?g!.ten Vladaren-Sandor/ gibt es 
?^Slr-nIcSrin^B?I^?ll"ä^af alfS^c^^a^- n??ht .ehr dienen in dieser 

li'ÄTr^^ll Z^'^lin''-.olllf^p^f"l^^"- h^, Abraha. Perl hatte 
^° ^Jc"^l?eL^L"nacSler*?l?a^ie(tung.der Verla.senschaft- und^Vor^und- 



len Dank!!! und dabei muss ich auch mitteilen, 
sind schon erledigt^ 



P.S. 



Herzlich grtisst 



Ihr; 




t^U^ 



Zuerst wollte ich den Fall 
Pe^l und Bihellei/vollenden. 
/?.; is?' für mich 'zu. entfernt und , 
und viele Inf ormationsqBHllen ^^fM 

sind engagiert/ ^^„„..^^^a 
Mit Ihren "SD^^^^ÖhmerBn wird 

es einfacher, ^nt er meinem ^febon 

führt die ^J:^?f ^^??^rn^! Die Filmen sind 
/etwa nur 70. Km entferw. 

schon ab Juni fertig. 

kopieren lassen? 

Telefon: 367/9106 abends Aber mit Auslandsrufen habe 

schlechte Erfahrungen. 





ich 



NÄchstesmal x.ttHsen wir auch über ^?fj^^^i|!?^^%^hu?dig!' 
besprechen. In meiner. Falle ^ind die Komunisten scnuia g^^^ 

'^f^A'^^Jf^ll S^?L^!4n!^?fr;arrriSrd:r Psychoschwierig. 
keiten# 



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Humpolec 18«September 1991. 



Lielaer Herr Vladar! 

Gott sei Dank, Sie sind gesund, Ihr Brief von 8.9.91./also ja 9 Ta- 
gen/ist angekomen.nur der kanadische Poststreik hat unseren Brief - 

'''Seute sende'ich aiso den Briefabsehrift /3.August ^ über Wien/ aber 
bi??e! den schlechten Zustand der Kopie zu entschuldigen Auch das Foto 
Blatnica-Burg /Wiegender Vladaren/ ^f^lt - hoffentlich bei der Reise 
^r.r.v^ PY»fi£r Vfi^n Ich Wieder in UniversitÄts-BiDliotneK aie Kopie je^^jöex 

Richtung /Vielleicht Mormonen?/ ^„,-, + g- gie den Artikel aus "Neu- 
Vor allem - sofort wie möglich - folf^ef^ ?n i «SftR <^PitG 4. kenaan 

schaftAkten / es handelt um 400 ^rkunden, einigen mix ^ ^^^^_ 

A^Y, Tfih-ppn 1885-1902/ sende ich auch die KesuixaT,en mexwc» 

?I?igen Itudiui in Archiv N.Jiöln und Olomouc. bestätigen /Vie- 

HeSte wollte ich noch den, Empfang j^f?,i?OCan.Dolls^^esL | ^^^ 
len Dank! ! ! und dabei muss ich auch mitteilen, dass aiE i 
sind schon erledigt^ 



Herzlich grüsst 



Ihr 



P.S. 




t^6<^ 




Zuerst wollte ich den Fall 

Perl und Bihellei^vollenden, _^ 

/Es ist für »aich *zu, entfernt und , 

und viele lnformationsqHBlleny<^7^r 

sind engagiert/ 

schon ab Juni fertig. 

Ich rechng^&h eine gelegentiiche 
Reise nach N.J. Was sollte ich dort 
kopieren lassen? 

Telefon: 367/9106 abends Aber mit Auslandsrufen habe ich 

schlechte Erfahrungen. 

Nächstesmal r.ttnsen wir auch über unsere ^if^^lbe Krankheit 
hP^nreehen. In meinen Falle sind die Komunisten schuldig. 
Tm^ah?e 1970 /also nach dem Prager-Frtihling/ war ich schon, , 
aSs de? Schule fal? entlassen. dSs war Grund der Psychoschwierig 
keiten# 



i 



Hiimpolec ?4.IX.1391# 




Sehr geehrter und lieber Herr Vladar! 



Heute wollte ich ei/^entlich nur im meinem Schreiben von 18»Septem- 
ber fortosetzen. /Den Emfan,^ Ihres Briefes von 8#Septe;:ber habe ich 
bestfttir-t/. 

Nach 'ieiTi 2 und holbtÄ^^ifjen Studiu^i de? Faszikel '•A.Perl s Verlaseen- 
Schaft und Vormundschaftsstreiten" mit mehr als 409 Listen und Dokumen- 
ten wollte ich einen Komentar^ i emerkungen und einige Dokumente beCttgen« 

Wach den plötzlichen Sterbefällen der^Julie Perl und Abraha;) Perl sind 
]Keine Testamente f^eblieben und auch die grosse Firma A«P# hat dabei das 
Haupt verloren« Die Witwe sorgte um 10 Kinder aus zwei Ehen, am meisten 
mitler jUhrigen. Oer Älteste Sohn /I/lax/ war zum Sterbedatum Vaters noch 
nicht vollmäc'xtig /erst am 3*4 August 1885 - 21 Jahre/, Isidor P./Abra- 
hama Bruder/ wirlcte als ein stiller Gesellschafter und leitete Handels- . 
kontakten der Firma# Zuerst führte die gsze firma ein Triumvirat: Fany, 
Kax und Isidor* Sehr bald aber traten die verschiedenen Finanz- und Rechts 

feweltstreiten an; 
• Etappe: Fany und Lloritz Krdsny /damals noch Vormund aller rr.j-Kinder/ 
gegen die Firma« 2#Etappe: Moritz Kräsny jetzt als Vormund nur der Kinder 
ttCrs '^er ersten Ehe gegen Fany gage^^r-irafty- und Ihre drei Kinder /mit deren 
Vormund Filip Lonsicy, Fabrikant in N#J»/ 3»ttappe: Fa A#P# /eigentlicn 
Max/ ^.egen allen Geschwistern und auch gegen Fany /Iroblem: Was gehört 
zur Firma-Vermögen und zur A«P, -Vermögen/ 4 Etappe: Alle gegen allen - 
Um die neuenlTdeckte^^Vermög: nslagen und Vermögensposten* Z.B.: Silberne 
Dosen, Reisepelz, verschiedene goldene fachen, die grosse goldene Kette, 
grosse deutsche und grosse jüdische Bibliothek/t/ /v^. 

Dieser Streiten dauerten nicht nur bis 231* Jahren des jüngsten Sohn, s 
/Samson x 1873/ sondern noch über 1902 • Fany zur Zeit blieb als unverhei- 
ratet» 

Das Faszikel enthalt selbstverständlich auch die Gerich'^vorladungen, 
mit "mfangbestötigung, Steur^^angaben, Protokollaussagungen der Zeugen, 
Vermögungsauschreibungen, Bescheiden der verschijjdenen ivonissionon, Er- 
inaerungen verschiedenen Personen /ob ein Testament gibt er oder nicht/ 
Ausschreibungen aus Buchhalter-Ptichern /soll-haben/, verschiedene Eemerkun- 
gen in Kurzschrift /Gabelsberger-Syst4m?/, Angaben ttber ;itindelgeld /wozu 
braucht man die besonderen Summen und Ausgaben^ Gesuche um Fristenprolon- 
gation usw. Sehr interessant /vielleicht auch für Sie/ ist etwa 13 seitig^ 
Vermögenverzeichnis zur Verlassenschaft-Gerichtshandeln /alle*zur Zeit* 
bekannte Geböude, alle Zimmer insgesa-^mt WC von 28»II-1885^. Aber Zeit 
zur Zeit kamen neue ekono^nische un .gesetzlichen Tatsachen^fz•B# : Frbesachen 
nach Jakob David aus Klokoöov, aus Pflbor, untergeschriebene Wechsel, 
ältere werte Losen, ^'inlage in Priest und Wien, Girantpflichten des .^uP» , 
der Zins von llSusern /in iN#J. aber auch in Pflbor /Nr#12/ - in N^.von 
IIausnum.Tern 67 3 ^ 674/ — und dajs _alles imme r mit neuen R FCIUPSmN ^T i^^ ersten 
oder anderer! Seite verfolgt« 

Meiner Meinung nach profitierten am meiisten folgende Advokaten und 
Notaren: dr. Holding, ''r.Hugo Fanz, dr« Bernard Otto u.a. 

Das Faszikel ermöglicht Ki!isll^±zs:kt /für Genealogiestudiua/ die Änder- 
ungen ''er Adressen dea E>eru:as und das Studium der einzelnen Kinder zu 
folgen. Z.B#: Gertru'iG-Charlott'^ studierte /1817/ an Privat-Lehrer-An- 
stait "Röner" in A'ien und 1902 war sie als Lehrerin in Sz^abadke /Maria- 
TQrosi^-'pel in Ungaren ystuiierte Franz. uni ::eutsch/. 
Siegfried/1897 studierte '.'aschienbauschule in W 



akademie* 

Johann besuchte /1885/ das 



ien, Sainson /1895/ Militär- 
Gyiiinas:'*v in I'remsier, später Kurarzt in Grisä 



i 




bei Bozen, später in Wien« 

Ludv/ig /auch Luis/ - Eisenwerke Vlt'covice, Ing. -Chemiker 

Klara P« - Privat i stin in TSgln 

Maria und Jos. Biheller, Kleiderkonfekt in Tggln 

Heinrich^ Augusta Kräsny, Ledergeschfif t Mor« Ostrava 

Ignaz, Leiter der Färberei in Eiala 

I.Tax r. Fabrikant N^J« Nie ''erthorstrasse 54 

Tsidor T\ Döpperin^ Kr» 2 5 ^ 

■■» Im ganzen Faszikel gibt es keine Anmerkung über Josef Biheller-^ 
Absta^nung« 

Zurr erstenmal ist Maria als Gemahlin der J.B. im Akten von 29«2»87 
erv/fihnt /Gesuch: das Erbeteil an HÄuser Nr#673j674 in OrrnndbCher^ bu- 
chen, einverleiben - Wax T. stimmte zu - erledigt 1«4»1837/» Der Name 
Maria Ferl-Eiheller kommt Oberhaupt nur selten vor. Sie war immer durch 
Moritz Krr^snj^ vertreten. 

Nur einmal kommt da? Datum, des Heiratsvertrag /ABr.Perloo-Fany/ vorj^ 

30.4.1874. 

uch nur einmal kommt eine Anmerkung über "i gi Jahre 1872 verstorbene 

Julie*** 

Ich suclite unter üokumneten auch Ihre Urkunde /Notariatsact von 
8.12#1886/.f5 Abschrift/. Leider erfolglos. Pro primo: .Keine Urkunde 
ist in Faszikel an Schreibmaschine a^^s^hriebenl/Viele und viele schwer 
le.'=?erliche Handschriften/ Pro secundo: 'Es handelt* nur um einen Notariat f- 
Abkorjnenentwurf des lLhevertrap;s, der ist eigentlich in dieser Form und 
dieser Zeit nicht in Gültigkeit ,q:e treten. / s-.pcu^/ ^j^^ rjt^^^9ö^^J 

Einit'^ie -für die A.Perl-NachkonL'nenschaft - interessante Dokumente 
le.q'e ich bei: H^xin Sie noch etwas wollton haben /z«B« yei*iiiögeasver:?ecHi- 
nis - Gerichtskomission von 28«II.8i:> / bitte schreiben. Ich rechne noch 
mit eine kurze "Reise nach NordiPÖhren« 

Foff entlich v/erden wir auch das Julie-Sterbedatum bald entdecken. 
Fs si^^-' noc" f Olren 'e y/'ö.p:lichkeiten: 

1/ in Archiv Pfibor gibt es ein^'Testamenten-register" . Unter Signature 
186/1872 ist ein.^-etragen: "Julie Perl - ohne Testament:" - leider auch 
.ohne weiteren betreffenden Angaben und /\cten. 

2/ An der Stadtverwaltung in Pf^lbor ist seit der Gründung des Meu-/Bür- 
ger/-Friedhofes/1869/ein FriedhofljDiich /die Grabstätte/ gefürt. Die jü- 
dische Abteilung wuivle in Nazizeit vernichtet, hoffentlich die alte 
Einschreibungen sind gebl^ben- 

"5/ In Archiv Prlbor gibt es auch ein Register de» herausgegebenen Hei- 
matscheineK in nlokocov und uni Pflbor /leider nicht zeitununterbrochen/ 
4/ Beim nächsten Besuch Prag /vielleicht schon morgen/ muss ich in 
Zertral^-T^rchiv ^.as Brief von 8»2#91. mit ier Angabe: Lipnlk n/E# - 
Sterberegister /1862-76/- 1.8*lö72 - üulie Perl - von 31-50 Jahre alt- 
Pneu on' a Vtiberprüfen. Es sei ganz i:.öglich, daps Julie in Lipnlk, wäh- 
rend des Besuches bei den Ver\vandten plötzlich an Lungenentzündung 
starb» Odet: Stand ihr Tod in irgendwelchen Zusammenhang mit dem Geburt 
des letzten Sohnes Ludwig/ /29. II. 1872/? - Oder: E^edeutet villeicht 
die rignatur aus Freiberger "Testamenten-Register*' - l&o/1872 eigent- 
lich 1#8#? 1672 - das heisst: habe ich schlecht geleser? Die Handschrif- 
ten sind teilweise ganz unleserlich. Das alles muss ich noch klar ma- 
chen, y 

über dem Fall "Biheller" muss ich ausfwiicher näcnstensmal schrei- 
ben. Trotz allen Bemühungen mehreren Leuten und v'^Ten Briefen bleibt 
die Abstammuag des Abr.Diheller unbekannt. Sicher etwas sollte /mit 
Hochze?t J«B«>'%P«/ in N»J. -Stadt archiv sein, leider dieser Archiv 
wird erst i^^^ nächsten Jahr für Studium zutrittbar /bis jetzt unverarbei- 
tet/. Wie habe ich beschrieben im ^Imützer Bibliothek sind alle not^ 

^^y^^'^o^?! ^'^'^- ^''^^^^i^^^n^en Region-Ostrau-Zeitungen vor banden. Aber 
.ur .uchero. brauchte ich weni,..te„. einige .ussan..p,..„ne. .ber zwei 










1^ 



/ 



>•— "^ 



PJeunien-Archivare /Pot?tnt-Fferov, Lipnik/ nitarb^eiten weiter an die- 

Wie als ein SpovS sah eine Pernsehnsendumi: über Andrej Illinka-Lebenslauf 
aup: ein *'liihelle(r'' >:ai:i in seinem Leben vor. Leider den Zusamraenhag^ habe 
ich nicht beßrpffen. Mein Gehör ist jetzt alergissch an diesen Name» 



Herr.lic'-i srüe^nt 



Ihr« : 




/ ^' 






y. 




'^/ ^7^ ^^<^^ //^^^A/V^^ ^^^?^^ X!V^ y:^^^ -^'^ /^A^ 



Ila-npolec .?4. IX. 1.^91. 




Sehr iTeehrtor und lieber iierr Vladar! 



f. 




rieute wollte ich ei/^entlich nur im meines Schreiben von IS.Seoteni- 
ber forte?etzen* /Den Emfan,^' Ihre? Briefes von 8#Septe:..ber habe ich 
bestftti'*^*t/« 

Nach '"tei''. 2 und hr0.btft.^':if:en Studiurri des Faszikel *'A#Perl's Verlassen- 
Schaft und 7orinundschaftsstrei ten" mit mehr als 409 Listen und Ookuraen- 
ten wollte ich einen Koinentar, 1 emerVungen und einige Dok\imente befügen« 

Nrtch den plötzlichen Sterbefällen der^Julie Perl und Abraha:;i Perl sind 
Keine Testamente f^ieblieben und auch die grosse Firma A«P# hat dabei das 
Haupt verloren* Die IVitwe sorgte uir; 10 T'mder aus zwei Ehen, arr. meisten 
miderjänrip:en. Der Älteste Sohn /Kax/ war zum Sterbedatum Vaters noch 
nicht vollmäc'xtig /erst a.^. 3*4 August 1885 - 21 Jahre/, Isidor P./Abra- 
hams Bruder/ wirkte als ein stiller Gesellschafter und leitete- Handels- . 
kontakten der Firma* Zuerst führte die ga'ze firm.?^: ein Triumvirat: i^^Gtny^ 
Max und Isidor. Sehr bald aber traten die verschiedenen Finanz- und Rechts 
gewalt streiten an; 

l.FtapDG: Fany und Lloritz Krösn,^;^ /damals noch Vormund aller ir.j-Kinder/ 
ßeren die Firma« 2#Etappe: Mcritz Kräsny jetzt als Vormund nur der Kinder 
ücifs -^er ersten Ehe gegen Fany gage^^-iöi^ und Ihre drei Kinder /niit deren 
Vormund Fi.lip Lonslrry, Fabrikant in N*J#/ 3 •! tappe: Fa A.T. /eigentlicn 
Max/ f^,egen allen Geschwistern und auch gegen Fany /Problem: Was gehört 
zur Firma-Vermögen und zur A*P. -Vermögen/ 4 Etappe: Alle gep^en allen - 
Um die neuen*(!eckte^Venr.ög' nslagen v.nä Vermögenspcsten, Z.B.: Silberne 
Dosen, Reisepelz, verschiedene goldene fachen, die grosse goldene Kette, 
grosse d3utsche und grosse "'tidische Hibliothek/t^' ^y" . 

Dieser Streiten dauerten niclrt nur bis 2a'\jGhreri des jüngsten 'colais 
/Samson x ITTH/ sondern noch über 1902. Fany zur Zeit blieb als unverhei- 
ratet. 

Dos Faszikel enthalt selbstverständlich auch die Gerich1£vcrladun^'Ten, 
mit 'mfaagbestHtigun^, Steur^angaben, Protokollaussagungen .;'er 2.cugen, 
Vermögungsauschreibungen, Bescheiden "!er verschobenen i^omissionon, Er- 
inaerungen verschiedenen Personen /ob ein Testament gibt es oder nicht/ 
Ausschreibungen aus ]3uchhalter-Rüchern /soll-haben/, verschiedentM^emerkun- 
ßer in "urzschrift /Gabelsberger-Syst4iri?/, AngÄbon über :lündelgeld /wozu 
braue' t ipr:n die besonderen Summen und Ausgaben^ Gesuche um Fristenprolon- 
'•^ation usw. Sehr interessant /vielleicht aucli für Sie/ ist etwe Ij seitigc 
Vermögenverzeichnis zur Verlassenschaft-Gerichtshandeln /alle*zur Zeit«' 
bekannte Oeböude, alle Zimir.er insgesa-^mt WC von 28.11-1885^. Aber Zeit 
zur Zeit kamen neue ekono;:ische un gesetzlichen Tatsachen^. ß» : iirbesachen 
nach Ja'.: ob David aus 'lloko<5ov, aus Pfibor, untergeschriebeno Wechsel, 
filtere v/erte Losen, ' inlage in Triest und Wien, Girantpflichten des A.P., 
der Zins von Ilöusern /in i\'.J. aber auch in Prlbor /Nr. 12/ - in ^N^. von 
Hausnum:rern 673 j 674/ - und das _elles immer mit neue n ^FCMJ PS'-N ^^ ?^ ersten 
o'^er anderer Seite verfolgt. 

Vieincr :;,einunr; nach profitierten a:Q meiisten folgende Advokaten und 
Notaren: dr* liolding, -'r-'^ugo Fanz, dr. Eernard Otto u.a. .*^^ 

Das Faszikel cr-nöglicLt EüMtt^xiiEkt /für Genealcgiestudiur.;/ die Änder- 
ungen '\-:r Adressen dec BeruÄs und das Studium der einzelnen Kinder zu 
folgen. r:.B«: GGrtrudo-Charlott" studierte /18')7/ sn Privat-Lehrer-An- 
"^^Öner" ir: V-ien upA 1jO<^ wa^^ sio als Lehrerin in Szabndke /Maria- 



st alt 



eresia-'pcl in Ungaren 
iegfrie:Vir^7 rtulie-tc 
al^ademi e# 

Johann besuchte /l;;.S.5/ 



y S tu 1 1 r t e Jb'r 9 nz . u n-i 
^*e s c i'.i n\ • ev. s c. hui e :■ r • 



'eutsch/. ': 

Aien, Sa-.son /lo;;)?/ :;iilitöi^- 



^^ '. r. 



ü.v.-!!nar 



in "re'-if.-ier, später Kvn'Bry.t in uriä 



'H'^VSH^ m l^'7,^r.615M H^S-za/ p^/^f^ h/r.tZ. 



<i 



^»«^%4I,„ 



\ 




bei Bozen, ppötor in Wien* 

Ludv/i^: /auci'i Luic/ - Eirenv/erke VitVovice, lug.-Chemikerj 

Klara P. - Privat i stin in Tesin 

i.^arif': uncl Jos« Biheller, ''leiclerkonf ekt in TeSin 

Heinrich-i- Au.^u^ts Krasny, Ler!er^"^eschÄf t .v;or* OvStrava 

Irnas, Leiter ^'^ler Färberei in Piala 

r.Iax }■'• 7al:riknnt N#J# i;io 'orthorf^trasse 

Jsidor r. Oöpperin^ Kr» 2 3 

Tr. fT.Qnzcn I'arzikel r:ibt ev^- keine Anmerkung über Jorcf Eaheller- 
Abatannunr* 

Zw errtennnl ist^r-eria als Gemahlin der J.B.. im Akten von 29«2»S7 
erv/8hnt /'^i^f^nch: dar Erbeteil an IIÄuser Nr«673jo74 in Grmndböher^ bu- 
chen, einverleiben - I'ax ]♦ stimmte zu - erledigt 1.4#1887/» Der Name 
^'aria !erl-F:iheller kommt Oberhaupt nur selten vor. Sie war inmier durch 
''orit?. ^'r.'^sn.y vertreten. 

Nur einmal koirunt das Datuin des Heiratsvertrag /ABr.Perioo-Fany/ vorj_ 

uch nur einmal koimnt eine nninerkun^q; über "i m Jahre 1872 verstorbene 
Julie". 

Tc';i suciite unter üokunneten aucii ihre Url-cunde /Notariatsact von 
n.l2..T3"6/.f5 Abschrift/. Leider erfolglos. Pro primo: .Keine Irkuncle 
ist i": 7as7.ikel an Schreibmaschine .i;eschrieben!/Viele und viele schwer 
le'=?erl:!.che Handschriften/ Pro secundo: Es handelt' nur um einen Notariats 
Abkoi:^jnenentmirf des L'hevertr'a.f'is, der ist eigentlich in dieser Porr: und 
dieser Zeit nicht in Gülti;P;keit ^Tetreten. / ^^f^^^^^/ ^jf<^ ^<^^9ö^^./ 

r.ini^'^ -für die A .i'eri-iMachkom;.ienschaf t - interessante Dokumente 
lo,q-e ich bei: :\enn Sie nocn etwns wollten haben /z^B» Veriiibgensver^ecfii- 
nis - Gerichtskomission von 28#II«8ip / bitte schreiben. Ich rechne noch 
mit eine k^irze "Reise nach Nord^fihren. 

^^off entlich ^"erdt?n wir ?uch das •.'ulie-i't.:^rbod/?,ti;j'a bald entdecken. 
Fs rriht nr^c folren'e l'Ö.i^lichkei.ten: 

1/ Jn Archiv Ffibor p:ibx es eirV*Testai:ienten-re,''';ister** . Unter .Si,ftnnture 
18'%,/l"7i^ ^rt oin.-'--:^tr-^r"en: "Julie Perl - ohne Testament::" - lei ''o;? auch 
.ohne weiteren betreffenden Ann:aben un^'' Acten. 

2/ \n "^er Ftadtverv/altun,*^ in Pribor ist seit der Gründun/r 'les ;\'eu-/Bür- 
,r^er/-Friedhnf9r/lR69/ein' ''^riedhofi;ouch /die Grebstötte/ ,^efllrt* Jie jü- 
dische .'bteilunr vm-tvie in Nazizeit vernichtet, hoffentlich die alte 
Einschrei bunrren sind .;:!:ebl:i^en- 

"^/ In . rchiv Pflbor f^ibt es auch ein Ue,r;ister des herausgegebenen Hei- 
m^itschei nen in I^lokocov und uni Pfibor /leider nicht zeitununterbrochen/ 
'V Eeirr) nöchsten f'esuch Pra^p; /vielleicht schon nior.ren/ n:uss ich in 
Ze'^itral^^^rchiv -^ar hrief von 8.2.91. ^nit der An;:;abo: Lipnik iv'i . - 
Sterbere^r' ster /1862-76/- l.Ü^lc72 - Julie Perl - von 3i-:^0 Ja.:rc alt- 
Pneu on' a -/tiberprüf en. Fs sei .r^anz iiittglich, dass Julie in Lipnik, wäh- 
rend des ^'esuches bei den Verv/andten plötzlich an Lun.'^enentzündung 
starb. Cfoet: Stand ihr Tod in irgendwelchen Zusammonhong mit deu« Geburt 
des letzten Sohnes Ludv;i,^/ /29.II#1872/? - Oder: Bedeutet villeicht 
die ri.-^natur aus Preiber^;er "Testanenten-Re^- ister" - 1&6/1872 ei/? ent- 
lich I.e.? Ic7h - das heisst: habe ich cchlecht gelesei ? Die Handschrif- 
ten sind teilweise .^änz unleserlich. Das alles inuss ich noch Plar :!ia- 
chon. y 

ülrer '"er:. iH?ill "Piholler" auss ichi au sflß*! hoher nftcnstonSiVial schrei- 
ben, frotz allen Be'^;ühun<^:en «nehreren Leuten und vielen Briefen bleibt 
die ^bsta^^r'^.unr' ^"'es Abr. Biheller unbekannt. Sicher etwas sollte /rrdt 
Hochze:^* t •'.?.>''•?./ in K. J^ -Stedt archi v sein, leider dieser /.rchiv 
wird nrst i nächsten Jahr für Studiui;; zutrittbai- /bis jetzt unverarbei- 
tet/, hic^ bahn ic'": boschrieben in Ir-iützer Bibliothek sind alle not ^ 

7n^cn^h ''^'- ^^i^-tierenden Rerrion-Ostrau-Zeitun^en ^^or handen. .ber 
zu. .ucherei orauc.:te ich weni^rtens einige Ausc^anc.n n^, ..,,. ,,, • 



0< 



Fpun-^ien-' rchlvore /Pot?t.'t-Pr-crov, Lipnik/ n: tarte:lt(r:i weiter an die- 
serh Fall. 











</Cy^^^\.Aj\ 




/ Ä- 







\ 



; 



Humpolec 26. IX. 1991V y 



Geehrter und lieber Herr Vladar! 

Hoffentlich haben Sie schon meine zwei letzten Briefe erhalten 

und heute nur stenographisch etwas "P^l|-?^l|"i^.^^^^VTi v überortifte 
Gestern war ich nur kurz m Prag und in Staatsarchiv überprüite 
ich die Angaben über den StÄ>«fall: - Julie Perl , 1-Ö-1672 ; Lungen- 

nten" aus Lipnlk auszufinden; 

Abraham Biheller - erfolglos , ^ , / 

?fe?L(l?ino?t?lfia^r'.ir?oftiei'g;'.are\5 verbessern - nur 

9 Tagen! 

koment 

S.ecs:^örr5i^v;^r/S?astJb?bnothe.rsrchen:-5Ie genaue Angaben 

''^»'^So!i?e=?r irng%"p^;-3 -f-j-iche,Brief en von Mus^ i.^^^^ , 

Martin / txKfeKKiaxxKfet/ slowakisch- das ist rrago^e 

schicken? . ^ . T«^^vov.+ on hpcinnen wir arbeiten um ein 

Mit Salnau und Hintring -Landkarten beginnen wx ^^^^^^ 

paar Wochen spftter. Diesbezügliche Landkarten scni ^^^. ^rchiTsfreun- 

^ Vitamin B ist recnt wic^^^f.'.^^^Li^e Die beide haben guten 
den von Nordmähren sind nicht allmÄcht ige. ^leoei Dienste wieder 
WiUrzur Hilfe - ^eidebrauche.etliche gegenseitige^ .^ Heuhaufen 
von mir - aber es ist dasselbe Problem JJ^ dasselbe gesehen/ 
zu suchen. /In Tegin- Archiv ?^**J^^|^^,, ^Suf . Sie haben Recht, bes- 

Entschuldigen ^^^^^..'^^^'^ÄkanStin aus Pflbor-^-Archiv war zur 
ser ist "bündiger ffj^^^-.fi^^? ^telefonierte mit meiner Frau nur 
Zeit abwesend und ihre ^^^^l^i^f J^glld ilt bei uns zu hoch und De- 
am Kürzesten. Ausserdem das ^elefongeiQ ^irgen. . ^ . 

rde Anstalt muss ^^^ eigenen TelephonDuages^^.^ ^^ <3i£ Zeit- 
"- Für JKG Star:? JiSm fi^t es nur ^e^^g ^^id mit katholischen 
spanne 1804 -1844 zur Veriügung. /In oAK up 
Matrikeln zusamengebunden.^ Fesser nicht an Archiven selbst 
Kann ich Ihnen etwas eja^e hie n? Besser ^^^^^ ^^^^^^ ^^^ 

zu schreiben, '^a^^^f ^„^^^„^^''Seiterm Ausgaben. ^ ^ ^. 
revidieren und Sie ^^^en nur weitere. ^^.^^ Bestellung haben die 

^/aUS Jöi ° u.. j^Q nm« mehr Arbeit wft« 
Archivisten keine Freud_e: Die ^bedeutetfur^.^^^^ Ordnen/ dabei 



1 



> 



Jür jeden Archivmaterial, '^^^^i^^^^^^^^tempein, die muss man in . 
&fk ?aSlfnrA?IS ^^^^eV^Sfnf I^loLu'nrSe'das Innenministerium 

— - 3/ Bas ^03.rige Misstrauen^herrs^ 

.überall, auch in der Archivarbeit. ..lies 



I tiiiwaiimiT nr 



'^-Ä 



wenn wollte man etwas kontrolieren oder revidieren - es war ver- 
dächtig und gefährlich für die "Untertanen". Dariim war ich auch 
bei meinem Ankunft in Troppauer Archiv mehrmals befragt: Warum 
kontrolieren sie unsere Arbeit? - Damals wusste ich nichts über 
Ihre Briefen nach Troppau /möglicherweise via Zentralarchiv in 
Prag oder SAR in N.Jiöln/. Ich war damals ganz überrascht. 
Glücklicherweise ich habe von Tsch. Musikfond ein Empfehlungs- 
schein für alle Archiven wegen G. Mahler-Studium. Meine Antwort? 
"Mahler lebte kurz in Olmütz und sein Freund S.Freud in Pflbor. 
Beiden hatten selbstverständlich viele Bekannten, die ich jetzt 
suche. Es muss ein Zufall sein , dass ein Herr aus Kanada sucht 
denselben "Perl"." 

Dank dem Mahler ist alles gut gefallen. Jetzt ist die Lage schon 
besser. Dazu kann ich mit der Hilfe und Fürsprechen des Zentral- 
archivdirektor rechnen. Aber Zeit zur Zeit und Fall von Fall 
hilft mir noch besser als er - das Foto des Chefdirigents der Tsch. 
Philha^^monie mit Autogramm - Vaclav Neumann. Er ist bei uns sehr 
populÄr, beliebt und er ist dabei auch als Vorsitzender der Tsch. 
G.Mahler-Gesellschaft bekannt - also mein "Mahler-genosse" 

Ich danke für die Can. Dollars - selbstverständlich, herzlich 
und viel - aber.... Diese Währung ist in kleiner Humpoleczer Ko- 
merzbank nur selten verlangt und einkauft. Glücklicherweise ich 
fahre oft nach Prag..» Ja, unsere Bankwesen ist wirklich in Win- 
deln! 

Es tutÄ mir sehr leid, dass die "alte Heimat" so fremd zu Ih- 
nen geworden war* Sie sollten zu uns noch einmal kommen und wir 
möchten zusammen eine Rundreise durch Kuhländchen usw* unternehmen. 
Im nächsten Jahr? Sie wissen doch sehr viel über unser Land, aber 
jetzt müssen Sie noch persönlich alles kenEan lernen und nicht 
nur "aus Autofenstern". Nur dieserweise finden Sie wieder auch 
die richtige-^ "Heimatwurzeln" zurück. Bei uns ist rec^t schöne Natur, 
reiche Historie, und reiche Kultur- und Gedenkstätte. Kurz und gut 
im nächsten Jahr bewillkomme ich Sie herzlich und gern bei uns! 
Für Sie ist z.B. auch das zweite Buch über Santini /Statuen/ eben- 
so wie das dritte Buch G. Santini - Begegnung Barock mit Gotik /das 
letzte Wort/ vorbereitet. 

Prag Ist jetzt immer voll von Ausländem von ganzen Welt. Die alte 
Stadt, Hradöany, Karlsbrücke steht immer in Gedrängen. Die Welt 
entdeckt jetzt Prag als "die schönste Stadt" allgemein. Sehr gerne 
wollte ich Sie begleiten als Reiseführer. 

In der Beilage finden Sie die werte Briefmarke. 
Hoffentlich habe ich diesmal in diesem Brief kein "faux pas" 
getan und bitte , die Fehler zu entschuldigen. 

Herzlich grüsst /fl^ / ^ 

Ihr ^0^(^^^ 



\ 



I 





\ 



\ 




Humpolec 10. November 1991 

Sehr geehrter und lieber Herr Vladar! 

Vor allem bitte, gestatten Sie mir da? zweite Eigenschafts- 
wort im Brieftitel zu begründen. Vor einem Jahr - am 30. November 
habe ich Ihren ersten Brief erhalten. Im Laufe des Jahres wurde 
das Faszikel mit unserer Korresnodenz fast ebenso dick wie das 
Faszikel mit A.Perls Verlasrenschaf tsakten und ich habe mit Ihnen 
- in contumaciam - viele und viele Tagen verbracht. Zum Jubiläum 
hatte ich in Absicht schon die vollkommene Erledigung der zweiten 
Etappe /Schramek-Biheller und Vladar/ Ihnen zu schicken. 

Lei'-'er defe Eriefwechsel/Fragebriefe und Antworten/ und Besor- 
gung der Materialien, das alles dauert zu viel Zeit und die "End- 
lösung" ist bis jetzt nicht vorhanden. Darum schicke ich heute 
wenigstens etwas von Materialien /gewünschten/ mnd iph lege auch 
ein paar Antworten und Bemerkungen zu Ihren Fragen,-*entschuldigen 
wieder in "pele-mele" Form. Die ganze Sendung muss ich ein« wenig 
zerteilen/wegen enorme» se^ progressiva» Postgeldverteuerung nach 
250 Gramms^ Sie kbnnten^^^5as alles durchstudieren und mir wieder 
mit Ihren Einfällen und Ideen behilflich zu sein. 

In der vorletzten Woche benutzte ich eine gelegentliche Dienst- 
fahrt des hiesigen Betriebes nach Ostrava noch einmal das Archiv in 
N.Jiöin zu besuchen. Leider die drei Stunden genügten nur zum Wieder- 
holungslesen 1es Faszikels, zum kurzen Besprechen mit den Archivisten 
und zum Kopieren einigen Akten, die lege ich bei. 
Neue Ergänzungen und Anmerkungen: 

1/ Der i ?naz-Taufpr-hein gibt es leider nicht. Es gibt m Faszikel 
nur zwei Stücke: Ludwig - wegen Militärdienstangelegenheit, Max - 
wesren Bevollmächtigung. Beide haben Sie schon erhalten. - Für die 
Ignaz-Nachkommen le(?e ich als Ersatz etwas aus der Korrespodenz ^ • 
über Problem "Ignaz-Israel" und einen Ignaz eigenhändigen Briet» ^ 
Brief original ist fast schwerer leserlich als die Kopie /Tinten- 
unkvalität/ Die genaue Ignaz-Daten habe ich Ihnen schon aus Trop- 

nau gesendet. ^ ^ ., -rr _ » « 

2/ Weitere Op-pt rhtsst r^^' tgr.i^nrip; a/ Max - Isidor_ wegen Vermögungs- 

au*s^riich, b/Um zwei Staatslosen ä 500 Gulden, die erst im Jahre 
1854 gekauft sind /noch vor der ersten Ehe?/ c/ Nach^der nrkrank- 
un^ des A.Perl hat Fanny einen Arzt-Spezialist aus Wien gerufjn ^ 
/Dr, S.^%Perl als Vermittler?/. Er ist schon spät, gekommen unjsein 
Honorar war ungeheuer hoch, d/ Quittance der Versicherung "Anker . 




Perls mit Julia uawia geKoimueii», « • xoo (*ixw<=xe,v-w «* -w^- --~ -- ^,. ^ 

künde ist mit vielen Beilagen und Anmerkungen von mehreren Gerichts- 
beamten/,/ versehen. Unter Titel "vorgemerkt" habe ich ein paar 
Wörter im Kurzschrift/Gabelsberger?/. - SDÖie unten - 24.5.72.dr. 
^tonnnl-ik - gelesen. Was soll das sein? Nur zweimal iiu ganzen 
Faszikel komifllsJah?"1872"vor. Ist es Julie-Sterbedatum? Fehlt 

1/ fehlere luch ^^'i^l^Lg i^zial-Karten 1:75.000 Hranice /4159/ 
und Kromlfiz /425 9 beir/An?iqu -^FI^tii^erial, seit 1948 wegen 
"gehtoe Sache" nicht zu erhalten. Jetzt verkauft man die Karten 
ir^O.OOO mit russischen Gitternetz. 

Pferov 




Die Nachricht , nac 
auch Hesume seines 
bei. - In ''hrem le 




^»..rW^'-'^^S^J 




"Spirituosenlizenz und mit Schuljahren in Lipnik /A.Eiheller und 
Jos.Schramek/, Ich schrieb sofort an Dr;Kr§ka diese neuen Alternati- 
ven XX tiberpuprüfen und erwarte die Antwort, 

6/ Die Perspektiven mit Archiv in N«J. sind nicht gut. Gerichtsar- 
chiv enthölt nur uns bekanntes Faszikel und die Arbeitsordnung der 
Fabrik A.Perl - für uns ohne Bedeutung /1690?/, Einzige Hoffnung 
in N.J. bittet das Stadt archiv, Seine Aktenfonden sind aber noch 
nicht verarbeitet /Im Fiat für nÄchstes Jahr/, So wie so habe ich 
einige Protokoll-Bflöier flüchtig durchblättert - ohne erfolg. Etwas 
um JosefT''''aria-Hochzeit sollte dort doch sein! 

7/ Ungeduldig erwartete ich 2 Wocheji die Nachrichten aus^ Freiberg , 
"■»ie Archivistin hat kleine Kindef^^ist often akwesend, Ihre Kolle- 
gin nach meinen Anrufen hat kurz mitgeteilt: Das Friedhofbuch hat 
ganz versagt, das mögliche Datumaustausch /+ Julia P/ im Testamen- 
tenbuch kommt nicht in Frage, Frau Archivistin wird ausführlich 
schreiben. 
Woher stammte eigentlich Abraham Biheller? 

Diesen Name suchte ich in Telefont^hern aller nordmährischen und 
nordsloM^akischen StÄdte - keine Spur! In Bratislava kommt ein Bihel- 
ler vor. Ernst Biheller Ing /xl903/ muss ein Parteiboss in sloyaki- 
schen Bauwesen mit vielen Auszeichnungen sein /Ein bevollmächtiger 
für mehreren Baubezirken/. Sein Name ist in slowakische^ Encyklope- 
die erwähnt. Ich sdrieb ihm sofort, bevor er sterbe. In Prag leben 
4 Biheller-Famälien /in Telefonbuch/, die kann ich unterwegs aus 
Präs- anrufen. 

In Ifflauer Archiv /das näheste in Mähren/ studierte ich Schematismus 
für Mähren und Schlesiens /Brunn 1896/ Herrschaften, Gtitter, Brau- 
ereien, Brenner eienjund sonstigen Industrie /Besitzer, Pächter und 
Beamten/ - kein Biheller, Das Provinzial Handbuch für Mähren und 
Schlesien, Brunn 1841 /alle Firmen und Ämter/ - kein Biheller. 
Alles zeugt an die slowakische Abstammung - vielleicht Ruzomberok 
Rosenberg" oder Lipt. S,Miklos /alles Bezil^ Lip.Sv.Mikuläg/. Auch 
Andrej Hlinka stammte und lebte in Ruzomberoh. und ia Umgebung, Ich/^r// 
habe an das Slowakische Kulturzentrum /Matice slovenskä/ in Martin" ^'<^>iiy 
in dieser Sinne schon geschrieben. Unser Brief war an Bratislava Fern- 
sehen übergeggeben, bis jetzt ohne Antwort. Die Slowaken haben jetzt 
ganz andere Probleme und ich muss beeilen, bevor ich ein Reisevisum 

später braudte, , , ^ ^ t> 4. u -. 

Noch eine Anmerkung: Fanny Perl war Tochter des Joachym Deutsch aus 
Lipt. St,Miklos und Gertrude Perl /Vater Samuel Perl aus Freiberg/, 
Lipt. St.Miklos war jahrelang mit Wollmarkten bekannt ;* "birka-Wolle / 



aus diesem Verzeichnis ausgezogen/. . ,. , ., ^ ^ 
Ich habe ein Verzeichnis der noidaähri sehen jüdischen ^ultusgemein- 

den bekomm.en - in Hu kvaldy / JanäSek s Geburtsort/ ^ gibt es keine. 
Noch einmal d anke ich f ür Zusendung des ^Z6rtung|y frzeicnnis in Kar- 

ten. Einige Artikeln sind für mich Novuni^ aber alle sind m Olmützer 



das Datum ae"' tiocnzeiL uob x-mwxxa ^^ ^^,.^^... ^.^ A^,il~i>~u^2„ö 
ge: Darf ich nur wegen eines Datum zu holen nach ülmütz fahrenf 

Lohnt sich es aus? , ,^ .t ^ -i n ^ aa^^^^ 9^^ + 

Die JKG Jägerndorf /Krnov/ hat .erhalteng-J-^at rikeln. aus dieser ?eit- 
snanne: 1867-1936, Hranice 1764rT^T?T-fW^„lvy^-i8V4. Vltkoyice 
1811-184?; Poruba' 1848-1857, Svmov 1854-1857 und für 611e diffist 
"Stadtviertelh" Ostrava 1924-39. 





1 



In der Beilage finden Sie auch Plan von Klogsdorf und nSchstesmal 
auch Plan von Pflbor und N.Jiöln aus der 2. Hälfte des 19.JHdts. 
und Seitenkopie^aus Zieglers Judengeschichte, 

Wie Sie ansehen sollten,meine Forschungen setzen fort. Ich bin 
Optim--st, Mein Mahler-Freund aus Ostrava /vor 14 Tagen wohnte 
er 1 Ta/:T bei uns/ hat mir zugesprochen etwas um die David-Fa- 
milie'^insFesammt Julia- und Isidor P. -Geburt in Troppauer Archiv 
auszusuchln./KadelJim Keuschober?/ In Brtinner >chiv versuchte ich 
wieder alles von Anfang in Stadthalterei wiederholen. 

Wenn Si- es für berichtigt und artig finden, bitte, schicken mit 
wieder ein Scheck oder Money^order - 200 US.Jaollars. Die Weih- 
nachten sind schon unweit... 

Herzlich grüsst 

Ihr; 




P.S. Entschuldigen, bitte, auci) 
diesmal meine Fehler /be 
sonders häufif?.g/ 




'^W' i^^^\^^ 









Gleich heute bekam ich aus Bratislava einen interessanten Brief 

mit folgenden Inhalt: ^ t -j 

Mit '^rossen Interesse habe ich Ihnen ürief gelesen. Leider, er 
ist Sm ein Jahr spöter gekommen, mein Eheman ist im IBnner gestor- 
ben /SSiähriger/. ^Ir hätte sicher grosse Freude. Er hat immer _ 
behauptet, dass alle "Bihelleren" von einem Urvater stammen. Sem 
viter ist gexiMteEB^ boren und gestorben m Ruzomberok und hatte 
lB?aerDfr erste lebte in Ossiek ?Jugoslavien?/ der zweite lebte 
\nS s?;rb in nSzomberok. Seine 2 Söhne kamen nach Pj^S ^JJ^.f g^^^^ 
dort auch und in Praff leben jetzt nur ihre Kinder. Der dritte Sohn 
Tosef ist aS einen D^nauschiff gestorben/ die nach Israel fahren 
iollle/ - als F?üchtUng. Alle diese bildeten so genannte "Rosenber- 

IZ ill;iiil?;f !:S?erf;;r auch.in.Domi KuMn Tren5in /-ch u-e 

über einigen ijinej-xtjx t;u, u^^ j.i_x M^JiJii^ ^^^ r^ii^o \rr\r\ Ho-p ^ohwp«?- 
B. sollte in USA /New Yersey/ Ichjf^iss, das alles von der ^chwes 
ter meines Mannes. ;3ie hat sogar in USA «ihren Sohn. 
wL unser Verwandter aus^Kanada ein Interess über die Adressen hätte, 
sehr P-erne antworte ich ihm. Ich beherrsche die _ englische ^^pracne/ ./ 
Ich bfwSnde?r!hre Forschungsarbeit wegen klassischer ?^usik usw.-- • ^ 

Adresse : Edita Bihellerovä, Zahradnickä ul. 41, 82108 Bratislava ÖSFR. 
P.S. Die Prager Bihelleren sind wahrscheinlich die junge Leute, die 
muss ich aus'"Prag anrufen. 



Um einen Tag später nach dem Heimkehr aus Prag: 

In Pr«eg habe ich alle Prager Biheller-Familie angerufen. 3 Fami- 
lien sind jung und über Genealogie kein« Interess. Eine Wittve/75 
Jahre hat mir die geheime Kontakten mit Biheller-Hlinka enthüllt. 
Ihr Vater war in Ruzomberok als Advokat. Er schrieb Zeitungsarti- 
kel auch gegen Hlinka-nacionalistische Orientation. Gott 
sei DankJ Alle Prager Familien stammen aus Rosemberger Abstammung. 
Also wieder keine Spur! Schreiben, bitte an Frau Edita nach Bra- 
tislava, 




Humpolec 10. November 1991. 

Sehr geehrter und lieber Herr Vladar! 

Vor allern bitte, gestatten Sie mir da? zweite Eigenschafts- 
wort im Sieftilel zu begründen. vor einem Jahr - am 30.Noverr,ber 
hfibe ich Ihren ersten Brief erhalten. Im Laufe des Jahres wurde 
?F=oV.-voimTt unserer Korresnodenz fast ebenso dick wie das 
^a'zikefmS A^Per? vl?las?enschaftsakten und ich habe ft Ihnen 

fn rontSmaciam - viele und viele Tagen verbracht. Zum Jubiläum 
hat?e iSh ?n Absichlschon die vollkommene Erledigung der zweiten 
E?aDDe /Schramek-Biheller und Vladar/ Ihnen zu schicken. 

?"^^K ?n "nPle-mele" Form. Die ganze Sendung muss ich einw wenig 

i r€il¥irs i=«iÄ 

nit Ihren Einfällen und I^een behilflich |V f J^iegentliche Dienst- 
Tn der vorletzten Woche benützte icn ^^'^^^S^-^^^^"''^^^ Ay,phiv in 
fahrt ael hiesigen Betriebes nach Ostrava noch ex^al das Archjv^.n^_ 

tii%llT..T'TX^-Jil"t: -■ ^i:?zef b2 ;?eÄit den Archivisten 

Sna Sif lopierL einigen Akten, d'.e lege ich bei. 

Neue Ergänzungen und Anmerkungen: Faszikel 

1/ »S^l2giÜ¥i^£#SS 5'wegln ilii«rSiensia^e!egenheit Max - 

nur zwei btücke . V^awig vf^^t!oKtn cj^p erhon erhalten. - Für die 

wegen Bevollmächtigung. Beide ^^^^^^^^^^|f °S3"^er ko^^^sp^'^^"^ ^,-> 
IgLz-Nachkommen l^ge ich als .rsatz etwas au^^^^^^^ 

über Problem "Ignaz-Israel und ei^^n igt & /finten- 

Brieforiginal.ist fast f^werer leserlich als die Kop^^ /^^^ ^^^^^ 
unkvalität/ Die genaue Ignaz-Oaten habe icn _xm« 

pau gesendet. • + „v.nn^o- n/ Max - Isidor wegen Vermögungs- 

2/ Wei tere Ger_i clvL c ri TrPi T .p rnnne . ^/ "'° r^^^r\pn die erst im Jahre 

aWeTHhT-bTui^^ ^-^^^^"^^'fp^^teS ?heV c/ Nach der Erkrank- 
1854 gekauft sind /noch vor ^^r ersten .^he./c/ gerufen 
ing df s A.Perl hat Fanny einen Arzt-Spezialist^aus Aie .^ ^^^^.^ 
/ü?. S.'%Perl als Vermittler?/, i^r ist schon s^^^.f "Anker"» 

Honorar war iJ^f^^f^^r^^J^^^of/^ya 2/279 überreichte dr. M.Holding 
1/ Julia Pi-Todi Am 20,V.1885 /'^^t v^iL^p^^ieht N.J. die Verlas- 
k-CTSt^HTIi-irGerichtskomissar an |^^|?^g^i:^Sf^^;%rsten Ehe des A.8 
senschaftsabhandlung nach A.P. °^^.2f^^•;;,tergestrichen. Die Ur- 
Perls mit Juli a.Dawid gekommen... .^stunterges ^^^^^^^^ Gerichts- 
kunde ist mit vielen ^^^^^^Sen und Anmerkunge^^ .^^ ^.^ 
beamten/,/ ^«^^^^en. Unter Titel vorgemgkt _ 24. 5.72. dr. 
Wörter im Kurzschrift/Gabelsberger / s^ zweimal iia ganzen 

Stoupalik - gflr'^Tph? •n872 4o?. ?s? es Julie-Sterbedatum? Fehlt 
Faszikel kommt das Jahr 187^ vor. 
i::; Faszikel eine Beilage? 



genffiffime oaunc ii^^"--^ — -- 
1^50.000 mit russischen Gitternetz. dritten Briefes 

s/ A rchiv in Lipnj k; Ich schicke die Kopie aes^^^^^.^ .^ p 
des"^ rtigen ArcH TT-^^^^i^^^^^ Dr.Kr.ka /Be__^^^^^^ ^^^ Lionik/. 
mit Zwsigsteller 
Die Nachricht 
auch Hesume se 
bei. - Tn -^hvet^ 




"Spirituosenlizenz und mit Schuljahren in Lipnik /A.Eiheller und 
Jos^Schramek/. Ich schrieb sofort an .Dr;Kr§ka diese neuen Alternati- 
ven XK überpuprüfen und erwarte die Antwort • 

6/ Die Perspektiven mit Archiv in N>J> sind nicht gut» Gerichtsar- 
chiv enthölt nur uns bekanntes Faszikel und die Arbeitsordnung der 
Fabrik A^Perl - für uns ohne Bedeutung /1S90?/. Einzige Hoffnung 
in N.J. bifetet das Stadtarchiv. Seine Aktenfonden sind aber noch 
nicht verarbeitet /Im Plat für nächstes Jahr/* So wie so habe ich 
einige Protokoll-Btther flüchtig durchblättert - ohne erfolg« Etwas 
um JosefTMaria-Hochzeit sollte dort doch sein! 

7/ Ungeduldig erwartete ich 2 Wochei;i die Nachrichten aus^ , Freiberg , 
""'ie Archivistin hat kleine Kindef^^Tst often abwesend, Ihre Kolle- 
gin nach meinen Anrufen hat kurz mitgeteilt: Das Friedhof buch hat 
ganz versagt, das mögliche Datumaustausch /■♦• Julia P/ im Testamen- 
tenbuch kommt nicht in Frage, Frau Archivistin wird ausführlich 
schreiben. 
Woher stammte eigentlich Abraham Biheller? 

Diesen Nam.e suchte ich in Telef ont^hern aller nordmöhri sehen und 
nordslo\j^akischen StÄdte - keine- Spur! In Bratislava kommt ein Bihel- 
ler vor. Ernst Biheller Ing /xl903/ muss ein Parteiboss in slovaki- 
schen Bauwesen mit vielen Auszeichnungen sein /Ein bevollmächtiger 




in slowakische^ Encyklope- 
er sterbe. In Prag leben 
kann ich unterwegs aus 



für mehreren Baubezirken/* Sein Name ist 
die erwähnt. Ich sdrieb ihm sofort, bevor 
4 Eiheller-Famalien /in Telefonbuch/, die 
Prag anrufen. 

In Iglauer Archiv /das nöheste in Möhren/ studierte ich Schematismus 
für Möhren und Schlesiens /Brunn 1896/ Herrschaften, Gütter, Brau- 
ereien, Brennereienbnd sonstigen Industrie /Besitzer, Pächter und 
Beamten/ - kein Biheller. Das Provinzial Handbuch für Möhren und 
Schlesien, Brunn 1841 /alle Firmen und Ämter/ - icein Biheller* 
Alles zeugt an die slowakische Abstammung - vielleicht Ruäomberok 
Rosenber/?^ oder Lipt. S.Miklos /alles Bezi^ Lip.Sv.Mikuläg/. Auch ,. 
Andrej Hlinka stammte und lebte in Ruzomberola und im Umgebung* leh/^A' 
habe an das Slowakische Kulturzentrum /Matice slovenskä/ in Martin^ ---^ 
in dieser Sinne schon geschrieben. Unser Brief war an Bratislava Fern- 
sehen übergeggeben, bis jetzt ohne Antwort. Die Slowaken haben jetzt 
ganz andere Probleme und ich muss beeilen, bevor ich ein Reisevisum 

SDÖter braudte* ^ ^ , T^ x u 

Noch eine Anmerkung: Fanny Perl war Tochter des Joachym Deutsch aus 



/ 




nicht gefunden. /Ei ngfee Starbedaten der Schrameks habe ich Ihnen 
aus diesem Verzeichnis ausgezogen/. 

Ich hebe ein Verzeichnis der noidnähri sehen DÜdischen Kultusgemem- 
den bekommen - in Hukvaldy /JandSek s Geburtsort/ _gibt es keine. 

Noch einmal danke ich für Zusendung des^eiugig|yer2£i£ nnis in Kar- 
ten. y- nige Artikeln sind für mich Ncvurn," aber alle sind in Olmützer 
Bibliothek zur Verfügung. Zur "Biheller Fall" brauchte ich aber we- ^ 
nigstens einen Ausgangspunkt haben, ich hoffe in Olmtitz in Localen 
dai Datum de- Hochzeit Jos^f-Maria zu finden. Es kommt aber die Fra- 
ge: Darf ich nur wegen eines Datum zu holen nach Olmtitz fahren«" 
Lohnt sich es aus? 



i^ ^ 



In der Beilage finden Sie auch Plan von Klo/^sdorf und nöchstesmal 
auch Plan yon.Pflbor und N.Jiöln aus der 2. Hälfte des 19*JHdts. 
und Seitenkopieij^aus Zieglers Judengeschichte* 

Wie Sie ansehen sollten^meine Forschungen setzen fort» Ich bin 
Optim-'st, it^ein Mahler-Freund aus Ostrava /vor 14 Tagen wohnte 
er 1 Tag bei uns/ hat mir zugesprochen etwas um die "David-Fa- 
milie^'^insgesammt Julia- und Isidor P. -Geburt in Troppauer Archiv 
auszusuchen. /NadelJim Keuschober?/ In Brünner ^achiv versuchte ich 
wieder alles von Anfang in Stadthalterei wiederholen* 

'!^enn Sie es für berichtigt und artig finden, bitte, schicken mit 
wieder ein Scheck oder Moneyvorder - 200 US..DHollars. Die Weih- 
nachten sind schon unweit, •• 




Herzlich grüsst 

Ihr; 



P.S. 



entschuldigen, bitte, auch 
diesmal meine Fehler /be 
sonders höufifig/ 




/ 






Gleich heute bekam ich aus Bratislava einen interessanten Brief 
mit folc^enden Inhalt: 

Mit grossen Interesse habe ich Ihnen Brief gelesen* Leider, er 
ist um ein Jahr spöter gekommen, mein Ehem^an ist im'^Snner gestor- 
ben /88 jähriger/« ^^r hätte sicher grosse Freude. Er hat immer 

behauptet, dass alle "Bihelleren" von einem Urvater stammen. Sein 
Vater ist gexiHxkEH. boren und gestorben in Ruzomberok und hatte 
3 Brfler. Der erste lebte in Ossiek P^Jugoslavien?/ der zweite lebte 

und starb in Ruzomberok. Seine 2 Söhne kamen nach Prag und starben 
dort auch und in Prag leben jetzt nur ihre Kinder. Der dritte Sohn 
Josef ist am einen Donauschiff gestorben/ die nach Israel fahren 
sollte/ - als Flüchtling. Alle diese bildeten so genannte "Rosenber- 
ger Biheller-Abstammung" . 

Die Bihelleren lebten aber auch in Dolni Kubin, Trenöin /auch unse- 
re Verwandten, aber wie, das weiss ich nicht/. Mein Mann erz^Shlte auch 
über einigen Bihelleren, die in MShrjr^JLeben Sollten und sogar ein 
B. sollte in USA /New'Yersey/ Ich ^i^'ss', das alles von der Schwes- 
ter meines Mannes. Die hat sogar in USA «ihren Sohn. 

W^n unser Verwandter aus Kanada ein Interess über die Adressen hätte, 
sehr gerne antworte ich ihm« Ich beherrsche die englische Sprache/!/ 
Ich bewundere Ihre Forschungsarbeit wegen klassischer iV^usik usw.-** 

Adresse : Edita Bihellerovä, Zahradnickä ul. 41, 82108 Bratislava ÖSFR. 

V.S. Die Prager Bihelleren sind wahrscheinlich die junge Leute, die 
muss ich aus Prag anrufen. 

Um einen Tag später nach dem Heimkehr aus Prag: 

In P-ag habe ich alle Prager Biheller-Familie angerufen. 3 Fami- 
lien sind jung und über Genealogie keinE Interess. Eine Wittve/75 
Jahre hat mir die geheime Kontakten mit Biheller-Hlinka enthüllt. 
Ihr Vater war in Ruzomberok als Advokat. Er schrieb Zeitungsarti- 
kel auch gegen Hlinka-nacionalistische Orientation. Gott 
sei DankJ Alle Prager Familien stammen aus Rosemberger Abstammung. 
Also wieder keine Spur! Schreiben, bitte an Frau Edita nach Bra- 
tislava. 



In der Beilage finden Sie auch Plan von Klo/^sdorf und nöchstesmal 
auch Plan von.Pfibor und N.Jiöln aus der 2. Hälfte des 19.JHdts* 
und Seitenkopiei^aus Zieglers Judengeschichte, 

Wie Sie ansehen sollten^meine Forschungen setzen fort* Ich bin 
Optim'st, ^ein Mahler-Freund aus Ostrava /vor 14 Tagen wohnte 
er 1 Tag bei uns/ hat mir zugesprochen etwas 
milie^'^insgesammt Julia- und Isidor P.-Geburt 
auszusuchen. /NadeüJim Heuschober?/ In Brünner 
v/ieder alles von Anfang in Stadthalterei wied 




um die "David-Fa- 
n Troppauer Archiv 
fechiv versuchte ich 
holen. 




'•j 



!\'enn Sie es für berichtigt und artig finden, bitte, schicken mit 
wieier ein Scheck oder Moneyvorder - 200 US.JHollars. Die Weih- 
nachten sind schon unweit. •• 

Herzlich grüsst 

Ihr; 

Entschuldigen, bitte, auch/ 
diesmal meine Fehler /beV" 
sonders h&ufitig/ ^ 



P.S. 



/ 







Gleich heute bekam ich aus Bratislava einen interessanten Brief 
mit folgenden Inhalt: 

Mit grossen Interesse habe ich Ihnen Brief gelesen. Leider, er 
ist um ein Jahr spöter gekommen, mein Eheman ist im^nner gestor- 
ben /88 j&hriger/* ^^r hotte sicher grosse Freude. Er hat immer 
behauptet, dass alle *'Bihelleren'* von einem Urvater stammen. Sein 
Vater ist gexiH^kEX. boren und gestorben in Ruzomberok und hatte 
3 Brfler. Der erste lebte in Ossiek p^Jugoslavien?/ der zweite lebte 

und starb in Ruzomberok* Seine 2 Söhne kamen nach Prag und starben 
dort auch und in Prag leben jetzt nur ihre Kinder. Der dritte Sohn 
Josef ist am einen Donauschiff gestorben/ die nach Israel fahren 
sollte/ - als Flüchtling. Alle diese bildeten so genannte "Rosenber- 
ger Biheller-Abstammung" . 

Die Bihelleren lebten aber auch in Dolni Kubin, Trenöin /auch unse- 
re Verwandten, aber wie, das weiss ich nicht/. Mein Mann erzöhlte auch 
über einigen Bihelleren, die in Mähr^r^JLeben Sollten und sogar ein 
B. sollte in USA /New'Yersey/ Ich ^fss", das alles von der Schwes- 
ter meines Mannes. Die hat sogar in USA ^ihren Sohn. 

Wnn unser Verwandter aus Kanada ein Interess über die Adressen hätte, 
sehr gerne antworte ich ihm. Ich beherrsche die englische Sprache/!/ 
Ich bewundere Ihre Forschungsarbeit wegen klassischer -.".usik usw. -•• 

Adresse : Edita Bihellerovä, Zahradnickä ul. 41, 82108 Bratislava ÖSFR. 

P.S» Die Prager Bihelleren sind wahrscheinlich die junge Leute, die 
muss ich aus Prag anrufen. 



Um einen Tag später nach dem Heimkehr aus Prag: 

In P-ag habe ich alle Prager Biheller-Familie angerufen. 3 Fami- 
lien sind jung und über Genealogie keinx Interess. Eine Wittve/75 
Jahre hat mir die geheime Kontakten mit Biheller-Hlinka enthüllt. 
Ihr Vater war in Ruzomberok als Advokat. Er schrieb Zeitungsarti- 
kel auch g Q g Q xi Hlinka-nacionalistische Orientafcion. Gott 
sei DankJ ^lle Prapcer Familien stammen aus Rosemberger Abstammung. 
Also wieder iceme Spur! Schreiben, bitte an Frau Edita nach Bra- 
tislava. 



Humpolec 4.2 ,1992 • 




Geehrter und l:^er Herr Vladar! 




Mein Bericht von dem 2tötigen Suchen /Biheller/ in Prager 
Zentralarchiv ist ganz kurz: negativ! 

Ich hatte alle geretteten, gehaltenen Original/voll/ jüdischen 
Matrikeln Nordmöhrens /d.h. Lipnlk, Hranice, KuhlSndehen, Ostrau^r 
land/ aus der Zeitspanne 1800-;1830 AB s Geburt, 1840-50 Schrämekss 
Schwester Geburt ^ 18861900 AB s Sterbefall/ zur Verfggngg. Besonders 
ausführlich studierte ich die Matrikeln von IVeisskirchen. Leider, 
keine Spur» Leider auch das Gold 's Buch bringt überhaupt keinen 
Artikel über die JKG aus dem Bereich zwischen N.J. und Ostrau wie 
z.B. Frankostadt, Friedek/ Taschen, Skotschau, Bielitz /Bilsko/, 
Vitkovice, Oderberg, Freistadtl 

Meine nächste Archiv-Etappe ^ 

Sign. G 22 /1857/ Faszikel mit Handschriften und Arbeiten des bekan- 
nten jüdischen Historikers Bretholz /stammend von N«J»/ mit mut- 
masslichen Personenregister. 

Archiv-Hilfsmaterial für inneren Bedarf - "Personenregister /Juden/" 
Brno 1877 /hoffe tlich gilt auch für Nordmähren/ 

Ein Teil dieses Material ist in V/ien 1889 erschienen /In Statisti- 
schen Monatsschrift - K.T. Inam-Sternegg./ 

Blaschke: Die Personenregister in Protektorat B.u M. /Juden/ 1939 
/für uns wertlos?/ 
Fonden der Staathai terei Brno: 
B 14, Sign 25 - jüdische Trauiigen 

B 13, Sign 2/20 - jüdische Namensönderungen, gerichtliche Angel*- , 
Mit 22 Kartonen/!/ leider auch mit Zeitlücken. 

In Brno gibt es auch die Möglichkeit die jüdischen Familianten-BüCher 
/1790-1820/ und jüdischen Konsignationsbofeen 1783,1793,1811/?/ für 
Möhren zu studieren. /Aber nach Herrschaften, Gütern, Städten geor- 
dnet. 
Aber zuerst brauchte ich, unbedingt wissen: WO? 

TiiT ^ : ^ .-u. ^ "iJ-.i^^.^ ^'.^.^^^^ 04..-^-^^ "nj.^ «« 



Meine mutmasslichen weiteren Studien-Etappen: 

Olmütz /Bibliothek und Archiv mit"gemischten"r.1atrikeln/ 

Troppau /Archiv mit "gemischten" Matrikeln 

Die einzelne Bezirksarchiven Nordmährens 

Bratislava /Zentralarchiv/ und Bytca /Archiv für Liptov/ 



Herzlich grüsst 



Ihr 



P*^ 



»w' . 




Frau E.B. hat noch nicht - ^ - - 

meinen Brief beantwortet. ^ 

x/ mit der Ausnahme OSOBLAHA bei Jägerndorf /Die Matrike 
sind in zur Zeit in/Reparatur. 
Ich bin jahrelang in Verbindung mit der Hedaktion 
der "Kanadske listy" und ich besorge für Sie direkt in 
Kingston, einen Tschecho-KanadiKxer die komplizierten 
Problemen richtig zu übersetzen, /umsosnt/ 




>. 




Humpolec 18* Januar 1992 • 



Geehrter und lieber Herr Vladar! 

VMen Dank für Ihre zwei Briefe von Ende des Jahres und für die 
hübsche Neu-Jahr-Gratulation* 

^Sehr --ern bekomme ich Ihre Briefe und ebenfalls sehr gern lese ich 
sie* Ihre deutsche Sprache hat ein reiches "Wörterbuch", Ausdrucmit- 
teln und einen eusgeschliff enen Styl und Schreibart. Ihre Kenntnisse 
aus unsere» Kulturleben siad ausserordentlich hoch* Kurz und gut: Wie 
ich das allex Sie beneide! Desto mehr muss ich jetzt das Komunismus 
has?en* Schade um 50 verlorene Lebensjahren in Abtrennung von anderen 
Welt! Eine Fol^e isind auch meine schwachenSprachkenntnissen* Nach 
jedem Ihren ^rief kommt bei mir zur Apathie und Unlust zum Schreiben. 
Meine 3«i»fBriefen sind nur so einfach geschrieben, so primitiv, ent- 
schuldigen bitte, aber ich schSme und (^uÄle mich darüber sehr. 
Darum auch diesmal schreibe ich nur telegraphisch: 
1/ Bis Ende Januar wollte ich alle Möglichkeiten, die mir Zentral-ar- 
chiv in Prag bietet - versuchen /Stichproben in allen jüdischen 
Matriken aus Nordmöhren. - Das bedeutet die Bestellung mehrere:* KMÄ 
MRkxH Matrikeln und ebenfalls auch St^eln/4^ /^^i^;^/^ - 
2/ In ersten HÄlfte Februar wollte ich OlMützer Bibliothek und Archiv 
besuchen./ Presse und R.kat. Matrikel mit jüdischen Eintragungen, 
besonders in Umgebung von Lipnik und Weisskirchen durchzuschauen/ 
3/ Kontroll-Studium der jüdischen Matrikeln in Star;£ Jiöln /Starjl ist 
Adjektivum für Neutrum-Namen/, Katefinice, Pfibor und N.Jiöin wegen 
"Julia Perl, Biheller A. und Fairilie David"t>jatr vergebens. Die jü- 
dische Eintragungen sind sehr unvollständig • In btary Jicin kommen 
nur 3-4 Familiennamen vor. 
4/ Vor der Reise nach- Nordmöhren wollte ich noch 2-3 Tagen in Brünner 
Archiv verbringen / Judenkonsignationen 1811^ 1793 - Bücher der Fa- 
mllianten /welche existieren und wo/- noch einmal Empfan^rotokoll 
der Stafithalterei und nicht nur im 1887jFebruar aber auch in Dezem- 
ber 18S6 - Ankunft des J.Sch/B Gesuches studieren und durclrf^hauen. 
5/ Anfangs MSrz wollte ich eine Woche in Nordmöhren in allen Bezirks- 
archiven und in Troppau verbringen. /Die übrigbleibende R.k.ivlatri- 
keln mit jüdischen Einschreibungen, Öie Bauparzell-Protokollen 
Bevölkerungverzeichnisse usw. 
6/ Herrn Sevcik aus Opava /Archiv/, Frau Genzerkovö /Archiv Pfibor/ 
Jifi Jurok /Muzeum Pf^lbor, Spezialist für Freud/, Prof .Hanök /Spe- 
zialist für N.J. -Judenhistorie - er vorbereitet jetzt ein Buch darü- 
ber - mit allen bin ich in Briefwechsel und rechne mit ihrer Hilfe. 
Leider, bis jetzt alles vergebens /Siehe Brief von Prof .HanakA 
Biheller = Nadel in Heuschober; : siäteauch den Artikel von Dr. Jurok 
über Abr.Perls Zeitgenossen Freud-Familie in Freiberg. 
7/ In der Beilage schicke ich die erstenSeiten von Zieglers Büchlein. 
Das Rüchlein - Kammerling: Die Geschichte der 5 tadt Freiberg 1880 
schicke ich spöter; es ist nur in Olmützer und Brünner Bibliothek 

vorhanden. 
8/ Herr Baron hat mir me:'ne Arbeit an Biheller ein bixschen kompliziert. 
Die Bitten zwei '^ahlerfreunde wollte ich zuerst ablehnen, leider 

sie operieren auch mit "B"-Vitamin. . /Siehe die Beilage/ 
9/ Die Bevötkerun^szöhlunß^sliste kenne ich ganz gut 7GMi8b9/ Es gibt 

aber kein Namensummarium. Wo sollte ich mit Sucherei beginnen? Im 

welchen Hause? 
10/ Die ReDrodienste der Archivalien sind netzt verteuert. Ich bestellfe 

die Kopiei, mittels ^^'useum./Die Preisen für Museum sind billigere/ 

/Siehe die Rechnung für Archivali--^-- 



s Klokoöov, Pflbor und N.Jiöin/ 



Herzlich grüsst Ihr 



VI 



<^-^-j^ 






7 



X 



/ 



Drs, Louis Ekstein 

Minister Lelylaan 4 

NL'2285 HJ Rijswijk 

Holland 

Telephone 0031 70 393 80 29 



Herrn Prof. Jiri Rychetsky 

Hälkova 926 

CS 39 601 Htimpolec 

Tsjechoslowakije 



Lieber Herr Rychetsky, 



Rijswijk, 16. Dezember 1991 



v-^"^ 



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Das ist einen Überraschung, TEE^CE/DALITZEN! Es konnte gut sein, das Leute 
in Holland angeben sie seien in ^Isen geboren, als der nächste größere und 
in Ausland bekannte Stadt. \ / 

Wir sind sicher daran vorbei gefahren, aber das wußte ich natürlich nicht. 
Obwohl habe ich beim fahren von Rözvadov- Pilsen- Prag stets gedacht daß 
irgendwo mein Pfad dem Pfad meinem Vorfahren kreuzte. 

/ \ 

Ich bitte Sie, fahren Sie nach We^tböhmen und tun Sie was notwendig ist um 
die Fall EKSTEIN zu losen. Wie fochten Sie die Spesen bezahlt haben? In 
Holländische Gulden, Deutsche Marken oder US Dollars? Ich kann Ihnen auch 
einen Eurocheque schicken oder einen Postanweisung. Vielleicht fahrt auch 
noch ein Mahlerfreund nach Hümpolec. Wenn da3 nicht zu lange dauert, kann 
ich ihm die Spesen mitgeben. Lassen Sie nur wid3en. 

\ • 

Ich bin sehr gespannt ob Sie die ersten Beweise^ finden. Ist es dann auch 
möglich um die Urkunde/zu Fotokopieren? \ 

Auch bin ich neugl^ig nach den Grund der Auswanderung. Was bedeutet 
übrigens 'der JKG /4m Westböhmen'? Vielleicht Jüdisch -Katholische Gemein- 
schaft? 

Dann habe i ehr noch einen Brief aus Pilsen bekommen\ von Ing: Jaroslav 
Ekstein. Er j^chreibt seinem Urgroßvater ist im Böhmerwald geboren. 

Fröhliche Weihnachten und ein glückliches und gesundes neues Jahr! 

Ihr 



""Ö'Vv.i^ 





Louis Ekstein 



D:\FAMILIE\1991\mJMPOLEC.3 
16. Dezeaaber 1991 



Hiimpolec 18* Januar 1992* 



Geehrter und lieber Herr Vladar! 

Vüen Dank für Ihre zwei Briefe von Ende des Jahres und für die 
hübsche Neu-Jahr-Gratulation* 

^Sehr --^ern bekomme ich Ihre Briefe und ebenfalls sehr gern lese ich 
sie« Ihre deutsche Sprache hat ein reiches "Wörterbuch", Ausdruclmit- 
teln und einen eusgeschliffenen Styl und Schreibart, Ihre Kenntnisse 
aus unseren Kulturleben siad ausserordentlich hoch» Kurz und gut: Wie 
ich das allex Sie beneide! Desto mehr muss ich jetzt das Komunismus 
hasFen, Schade um 50 verlorene Lebensjahren in Abtrennung von anderen 
Welt! Eine Fol^e isind auch meine schwachenSprachkenntnissen» Nach 
jedem Ihren ^rief kommt bei mir zur Apathie und Unlust zum Schreiben* 
Meine 3«**fBriefen sind nur so einfach geschrieben, so primitiv, ent- 
schuldigen bitte, aber ich schäme und <5[uÄle mich darüber sehr. 
Darum auch diesmal schreibe ich nur telegraphisch: 
1/ Bis Ende Januar wollte ich alle Möglichkeiten, die mir Zentral-ar- 
chiv in Prag bietet - versuchen /Stichproben in allen jüdischen 
Matriken aus Nordmöhren. - Das bedeutet die Bestellung mehrere? KK« 
MHkrH Matrikeln und ebenfalls auch St^eln/4^ i^^^ul^j^i. - 
2/ In ersten Hälfte Februar wollte ich OlMtitzer Bibliothek und Archiv 
besuchen./ Presse und R.kat^Matrikel mit jüdischen Eintragungen, 
besonders in Umgebung von Lipnik und Weisskirchen durchzuschauen/ 
3/ Kontroll-Studium der jüdischen Matrikeln in Star^ Jiöln /Star4 ist 
Adjektivum. für Neutrum-Namen/, Katef^inice, Pf^ibor und N.Jiöin wegen 

iheller A. und Familie David" l^^r vergebens. Die jü- 



In btary Jiöin kommen 



"Julia Perl, Bihell 

dische Eintragungen sind sehr unvollständig 

nur 3-4 Familiennamen vor. 

4/ Vor der Peise nach-Nordmöhren wollte ich noch 2-3 Tagen in Brünner 
Archiv verbringen / Judenkonsignationen 1811 ^ 1793 - Bücher der Fa- 
m.ilianten /welche existieren und wo/- noch einmal Empfan^rotokoll 
der Stafithalterei und nicht nur im 1887jFebruar aber auch in Dezem- 
ber 18S6 - Ankunft des J.Sch/B Gesuches studieren und durclrf^hauen. 

5/ Anfangs MÄrz wollte ich eine Woche in Nordmöhren in allen Bezirks- 
archiven und in Troppau verbringen. /Die übrigbleibende R.k. Matri- 
keln mit jüdischen Einschreibungen, Qie Bauparzell-Protokollen 
Bevölkerungverzeichnisse usw. 

6/ Herrn Sevöik aus Opava /Archiv/, Frau Genzerkovä /Archiv Pfibor/ 
Jiri Jurok /Muzeum Pfibor, Spezialist für Freud/, Prof.Hanök /Spe- 
zialist für N.J. -Judenhistorie - er vorbereitet jetzt ein Buch darü- 
ber - mit allen bin ich in Briefwechsel und rechne mit ihrer Hilfe. 
Leider, bis jetzt alles vergebens /Siehe Brief von Prof .HanakA 
Biheller -^ - - • ^- ••--- - ^" '- ^-- .^^l^.^'^ t^^ t,,^ 

über Abr 
7/ In der 

Das Büchl^.u.x .vv^..^..,.^ ^ -...., - ^-.>. ^ ^ 

schicke ich später; es ist nur in Olmützer und Brünner Bibliothek 

vorhanden. 

Herr Baron hat mir mer'ne Arbeit an Biheller ein bixschen kompliziert. 

Die Bitten zwei ^'^ahlerfreunde wollte ich zuerst ablehnen, leider 

sie operieren auch mit "B"-Vitamin. . /Siehe die Beilage/ 

Die Bevötkerungszöhlungsliste kenne ich ganz gut /GMl859/ Es gibt 

aber kein Namensummarium. Wo sollte ich mit Sucherei beginnend Im 
welchen Hause? 
10/ Die Reorodienste der Archivalien sind jetzt verteuert* . Ich bestellte 
die KoDie;, mittels Wuseum./Die Preisen für Museum sind billigere/ 



7 



9/ 



/Siehe die Rechnung für Archivali 
Herzlich grüsst Ihr 




«^» ,fc Ä.%t, ^v^ ^. -«IT ■«»-.•-— aar — — — — — -~ y_j — - - 

s Klokoöov, Pfibor und N.Jiöin/ 







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Hiimpolec 4.2.1992. 




• Geehrter und l^er Herr Vladar! 



j . 



4 
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\ \ 



Mein Bericht von dem 2 tötigen Suchen /Biheller/ in Prager 
Zentralarchiv ist ganz kurz: nege^tiv! ^ ^ 

^Ich^lli^ttis allQ geretteten^ gehalte^ien Origina^^ 
Matrikeln "NbrdmSÖirens /ä^hv: Lipnifc, %ani*^e, -KüÄlftM / 

Judit^ 100071030 AB s Geburty;!^ 

,ScWeßter,Gteburt, 18861900 AB s Sterbefall/ zth» 'Vei^^ 
iiausführlich stu^^ die^ Matrikeln^ von Weisskirchen#~^^^^^^^ 
keine !^pur# Leider auch das Gold S Buch ^bringt ttberhaupt keinen, 
Artikel über die JKG aus dem Bereich^ zwischen N^J« und Os trau wie 
z^B« Frankostadt, Priedek," Teschen, Sko tschau, Bieixtz/Bllskö/,, 
Vi tkovice,. Oderberg, Freistadtl, Liebau usw# >0 \ 

Meine nöchste Archiv-Etappe ist Brno' mit^Jfolgenden^Fonden: ^ 
Sign.^G 22 /1857/ Faszikel mit Handschriften und Arbeiten des beka'n- 
jiten> püdischeji Historikers Bretholz /stammend von N# J«/ mit mutf- 
masslichen I^ersonenregister# ^, 

Archiv-Hilf smat'erial für innere^n Bedarf . - •'!p;e]^^ 
Bi^aias?^ /hof^fie^^ gilt iaicOi^l^ ■ 

Ip^'feil dieses Material .ist iMlÄ 



Bjllipke:: , Die.E^^ /Juden/ 1939 

/j^'luns Werft ^ - - : 

<Ponderi der' Staailiaiterei Brno:. 



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B 14, ^Sign 25 ^-. pdische Traüiileh / 

,BJL3J^^i^2/?9^ 
Mi^''22:Kartonen/!/ leider auch Mt-Zei^^^ ^ 



In .BiiÄö gibt i^e 6: auch ^ di e MögliÖiütMi t die ^ jüdiis pHela^ Famili^nt en^Btiher 

MiaiÖ^en zu 'studieren nach'fiertschafteh, Gü^^ iStädten gebt- 

^■dnet#. ", • \ -■ -^ \ . 

Aber zuerst brauchte ich> unbedingt wisseh; WO? ^ 

Meine mutmasslichen weiteren Studien-Etappen: 

Ölmütz /Bibliothek. und Archiv mit"temischten"Matrikeln/ 

.Troppe^u /Archiv ,^mit "gemischten" Matrikeln 

Die einzelne Bezirksarchiven NordmÄhrens 

Bratislava/ /Zentralarchiv/ und Bytöa /Archiv für Liptov/ 



Herzlich grüsst 



\ 



Ihr 







P#S. Frau E*B. hat noch nicht 
meinen Brief beantwortet» 

x/ mit der Ausnahme OSOBi^AHA bei Jägerndorf /Die Matrikel^ 
sind in zur Zeit in/Reparatur* » 
Ich bin jahrelang in Verbindung mit der Redaktion 
der "Kanadskö listy". und ich besorge für Sie direkt m 
Kingston einen Tschecho-KanadiKxer die komplizierten 
Problemen richtig zu tibersetzen, /umsosnt/ 



Humpolec 4.2.1992. 




■ Geehrter und l^er Herr Vladar! 

t 

Mein Bericht von dem 2t8tigen Suchen /Biheller/ in Prager 
^'%'^h^Sa«e''aife Ä?lt!^?en "Ifhaillnen Origlnal/voll/dMischen 

SScS fei?s°.it'Ma!ji^^ir^^^^ 

keine Spi?. Leide? auch das Gold 's Buch bringt überhaupt keinen 
Artikel Sb^r die 5kg aus dem Bereich zwischen N.J. und Os trau wie 
z^B. Frankostadt, Friedek/Teschen, Skotschau, Bielitz /Bllsko/, 
Vitkovice, Oderberg, Freistadtl, Liebau usw. !y^ ^^.^^ y.^..^. 
Mo-inp nttr.hste Archiv-Etappe ist Brno mit ^folgenden tonaen. 
Si^n G I2 /1857/ Faszikel mit Handschriften und Arbeiten des bekan- 
nifn* tischen His?o?ikers Bretholz /stammend von N.J./ mit mut- 

;??^iJ-Hl?f^m^?e?IS'?üf Inneren Bedarf - "Personenregister /Juden/" 
üv^^o 1P77 /bof"fP'>tlich silt auch für Nordmähren/ ^^ ^. ^- 
linTeiFdiesef Material ist in Wien 1889 erschienen /In Statisti- 
schen Monatsschrift - K.T. J^am- Sternegg./ • /j^aen/ 1939 
Blaschke: Die Personenregister m Protektorat B.u Wl. /duaen/ xyjy 

/für uns wertlos?/ 

Fonden der Staathai terei Brno: 

l It' iilS l%Z Hli^fsohrKnSanaerungen, gerichtliche Angel.- . 

Ä^^tüale^n^^^^^er^^nSÄ 

Aho T>%.nprst brauchte ich, unbedingt wi ssen; WO? 

Meine mutmasslichen weiteren ^^^i^^^ien-Etappen: 

Olmütz /Bibliothek und Archiv mit"gemischten"Matrikeln/ 

Troppau /Archiv , mit "gemischten" Matrikeln 

Dtp pinzelne Bezirksarchiven Nordmöhrens , . ^,, _. .^„y 

Britisllva /Zenfralarchiv/ und Bytöa /Archiv für Liptov/ 



Herzlich grüsst 



Ihr 



P.S. 




Frau E.B.' hat noch nicht 

meinen Brief beantwortet^ , . M«tr.-iVPl 

x/ mit der Ausnahme OSOBÜ^HA bei Jägerndorf /Die Matrikel 

Kingston einen Tschecho-Kanadiidcer die komplizierten 
Problemen richtig zu übersetzen, /umsosnt/ 




:5^ 



Humpolec 4. 2. 1992* 




Geehrter und l:^er Herr Vladar! 



m 



Mein Bericht von dem 2tötigen Suchen /Biheller/ in Prager 
Zentralarchiv ist ganz kurz: negativ! 

Ich hatte alle geretteten, gehaltenen Original/voll/ jüdischen 
Matrikeln NordmShrens /d#h. Lipnik, Hr;anice, KuhlSndehen, Ostrau^r 
land/ aus der Zeitspanne 1800-;1830 AB s Geburt, 1840-50 Schrämekss 
Schwester Geburt^ 1886i900 AB s Sterbefall/ zur Verfggngg* Besonders 
ausführlich studierte ich die Matrikeln von Weisskirchen* Leider, 
keine Spur* Leider auch das Gold 's Buch bringt überhaupt keinen 
Artikel über die JKG aus dem Bereich zwischen N.J* und Ostrau wie 
z.B* Frankostadt, Friedek,' Teschen, Skotschau, Bielitz /Bilsko/., 
Vitkovice, Oderberg, Freistadtl, Liebau usw* y) 

Meine nächste Archiv-Etappe ist Brno mit dPolgenden Fonden: 
Sign* G 22 /1857/ Faszikel mit Handschriften und Arbeiten des bekan- 
nten jüdischen Historikers Bretholz /stammend von NtJ*/ mit mut- 
masslichen Personenregister. 

Archiv-Hilfsmaterial für inneren Bedarf - "Personenregister /Juden/" 
Brno 1877 /hoffe tlich gilt auch für Nordmähren/ 

Ein Teil dieses Material ist in V/ien 1889 erschienen /In Statisti- 
schen Monatsschrift - K.T* Inam-Sternegg./ 

Blaschke: Die Personenregister in Protektorat B.u M* /Juden/ 1939 
/für uns wertlos?/ 
Fonden der Staathai terei Brno: 
B 14, Sign 25 - jüdische Trauugen 

B 13, Sign 2/20 - jüdische Mamens&nderungen, gerichtliche Angel*- . 
Mit 22 Kartonen/!/ leider auch mit Zeitlücken» 

In Brno gibt es auch die Möglichkeit die jüdischen Familianten-BUher 
/1790-1820/ und jüdischen Konsignationsbofeen 1783,1793,1811/?/ für 
Möhren zu studieren* /Aber nach Herrschaften, Gütern, Städten geor- 
dnet. 

Aber zuerst brauchte ich, unbedingt wissen: WO? 
Meine mutmasslichen weiteren Studien-Etappen: 
Olmütz /Bibliothek und Archiv mit"gemischten"Matrikeln/ 
Troppau /Archiv mit "gemischten*' Matrikeln 
Die einzelne Bezirksarchiven Nordmährens 
Bratislava /Zentralarchiv/ und Bytca /Archiv für Liptov/ 



P*^ 



*-• • 



Herzlich grüsst ,n^ / _y (T"" 

Frau E^B* hat noch nicht /-'/'' '' / 
meinen Brief beantwortet •/'^. ' 

x/ mit der Ausnahme OSO^LAHA bei Jägerndorf /Die Matrikel 
sind in zur Zeit in/Reparatur. . ^ 

Ich bin jahrelang in Verbindung mit der Redaktion 
der "Kanadskö listy'V und ich besorge für Sie direkt in 
Kingston einen Tschecho-Kanadijitxer die komplizierten 
Problemen richtig zu übersetzen, /umsosnt/ 




tung- 



Tch blätterte auch in "Mitteilungen des Kuhlfind- 
chenLandwirtschliftlichen Verrein" /1863!-1900/ 
- 6xjShrlich - wegen Julia'^Tod - aber es handelt 
umteine Fachf)resse /Düngen, Kreuzung usw./ 

Tn eimützer Bibliothek glDt es auch "Mähr.schl, 
Grenzbote" ^1876-1900/ 2x wöchentlich - "Ostrauer 
Tagbaltt"/190!D- 1908 und "Mähr.schl. Grenzbote" 
/wieder nur 2x in Woche/ 1908-1918/ aber das Stu- 
dium ohne einen Stützpunkt ist zu schwer, /der 
Absatz mit "Verstorbene" gibt es in allen Zei 
en/ 

^ Das einzige was habe ich aus eimütz mitgebracht 
ist das Büchlein /Kämmerling/ Geschichte der Stadt 
Freiberg, /das schicke ich Ihnen in ein paar Tagen/ 
- ^'^^ ein gute Bescheid ; Suchen in Weisskirchener 
Bezirkshauptmannnschaft-flJiffnd - die Materialien 
zur Rektifikifeiung der Geburtsmatrik bei der JKG 
Lipnik! Gleich jetzt also schreibe ich an Archiv 
in Pferov, 

Ich habe einen Fragebrief an mehreren Bihellers 
/in CSFR/ geschickt. Eine interessante Antwort 
lege ich bei. Es handelt um einen PensionistJjlei- 
der für uns zu jung /sein Vater ist er^ im 1913 
geboren/ und stammte auch aus "^uäomberok. Seiner 
f^einung nach - Bihellers Wiege stand nicht im Ru- 
zomberok und Liptov- sondern in Deustchland. In 
der Familie erzfthlte man über Köln und Frankfurt, 
ein Urverwandter war ein Berliner Rabinner. Nach 
Absfeiramungstheorie seines Vaters der Marne Biheller 
ist von der Stadt Bialla in Galizien entstanden. 
Was meinte ich? Unter Juden in ganzen Osterreich 
kommt sehr often der Name "Heller" vor. In Lipnik 
z.B. gehörte Name Heller zu den gelöufigeren Na- 
men überhaupt. Es kann sein, dass"Biheller" war 
der, dessen Eltern von beiden Seiten "Heller" 
hiessen. 

Herzlich grüsst 

Ihr -; \^\^L^i^^-^.^ \/^ 
Noch etwas wichtiges: '" "^ , 

In Olmützer Archiv habe iah auch Kreisgerichtfor^ 
den Sign. XIII 3 Faszikeln /Adopt'tioaervund Le^- 
timi sierung/ von Jahren 1857-1897'. f&i"^, bei 
Preisgericht sini nur die komplizierten Fölle und 
'^ecursen, le normale hoffentlich in Prerov. - 




Humpolec I7o2o92. 
Sehr geehrter und lieber Herr Vladar! 

Vor allem ich danke Ihnen für Ihre guten, trost- 
bringenden und anregenden Wörter. Sie sollen ein 
recht gute Mensch sein! 

Hoffentlich haben Sie schon meine Karte aus 01- 
mütz - m.it Bestätigung des Geldeppfanges - erhal- 
ten. Nochmals dank! Meine Nachrichten aus olmützer 
Ausflug ist nicht günstig. 

Zuerst studierte ich die Zeitspanne 1800-30/^AoBo 
Geburtl 1846-60/ Schramak-Schwester-Geburt,") 1886- 
1900/A.B.-Tod )ih allen "gemischten''Matriken aus 
Libnik und Hranice mit Ungebung z.B. Sign. 5.6663, 
H 5950^ R 6951, 6958 usw. ausser der Matrik von 
Velky Ujezd /Sterbefälle/ unweit von Lipnik, die 
seit 1886 sind noch bis jetzt an dortigen Pfarramt« 
Keinmal kommt der Name Biheller oder Schramek vor. 
^Donath, Weiss, Heller, Steiner usw.)- Die Lage der 
jüdischen Eintragungen in R.k. Matriken ist sehr 
kompliziert. Sie sind nur am Ende des Buches >Jl-2 
Seiten/ nur Geburt- und Sterbe-Fölle=für Bevölker- 
ungsevidenz/ unvollkommen, nachträglich zugeschrie- 
ben. 

Nachmittags habe ich in Bibliothek verbrachte 
Dort sind alle Zeitungen und Zeitschriften aus 
Nordmähren zur Verfügung. Ich blätterte in: 
"Neutitscheiner Wochenblatt"/1885-88 und später 
"Deutsche Volkszeitung für N.J. "/1888-1910 -2x wö- 
chentlich -. Ich suchte in Localnachrichten die 
J.B+M.P-Vermählung und Isidor PrTod. Der Absatz 
"Verstorbene" ist ausführlich geführt, aber ich habe 
nur schon das bekannte gefunden: 1885 Nr. 2. Seite 
6o: Am 8. Abraham Perl, 54 Jahre alt, Schaf wollwaa- 
renfabrikant, Niederthorstrasse 52 an Blutgif tung. - 
Kein Isidor P. und kein A.B. 

In "Local" komjnt am meissten Ballchronik, Ernennung, 
Auszeichnung, Spende, Primiz, Vermählung nur selten 
/Offiziere, K.k. Beamte, Professoren, Ärzte usw./ 

und wieder kein Eiheller vor. 



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xs.t , uns* kli^r^.o,^ ^ A^^ die erßteVy^^il ,.^ (Jas 

Adoptionsge.sucla'iitit Beilagen? Wo fjsinä 4i!e Gericiits- 



Adoptipnsge , 

Verhandlung um Ädoption?^TLri' welcher SVadt?^ 
Es Könnte wo immer sein! WahrscheinlicK 
sollte die Gerichtsverhandlung in der WohnungsnÖ- 
he des Bittstellers stattfinden* Das bedeutet - 
Tesin!? Ist es möglich? Wer war eigentlich Herr 
dr. Klucky? Rechtsanwalter, Notarius oder Üerichts- 
vorstand? Ist es Ihenen möglich diese Spur in Tesin- 
er Archiv überprüfen? /Zeitspanne b i ^s 4. 11 086/ 
B/ In Archivfonden ich studierte die Faszikeln mit 
Adoptionen und Legitimisierungen des Stadtgericht 
Brno und Kreisgericht Brno /Recursen und komplizier- 
te Fällen/ - leiier kein Biheller! 

Ich blätterte auch in Bretholz -Juden-Register 
/mehr als 2oOOO Namen um 1860 J*/ leider wieder 
kein Eihellero Diese reiche Quelle ft^r Judengeschich- 
te sicher diente dem Gold Uoa und d Elvert. 

In Brünner Archiv sind für uns nur 22 Faszikeln 
mit jüdischen Trauungsabkon^men übriggeblieben. /Aber 
es han'ielt um Vermögungsangelegenheiten/. 

Gestern ist leider auch eine negative Nachricht 
von Pfll)?by- Archiv gekommen /Siehe die Beilage/. 
In WeisskircheneriHauptmannschafts-Archiv ebenso wie 
H^Leipniker Bezirksgerichtsarchiv gibt es nichts für 
unso Im Brief gibt es noch eine Anmerkung von dr, 
Kräka aus Stadtarchiv Leipnik: Jo?ef Schramek be- 
suchte nicht die deutsche-hebräische Schule in Leip- 
nik l 

Vor meiner längerey Reise nach Nordmähren /Trop- 
pau, Ostrava, N.Jiöln, Karvinä, Pribor usw./ brauch- 
te ich wissen, wie sieht es in Pol. Tesin mit Adopti- 
onsurkunden aus. r.iöchten Sie mir die Adresse des pol- 
nischen Archivars übergeben? ^'/^^ j ^ x • 

Herzlich grüsst Ihr //' V^V^tX^v/\.\ 

P.S.l/ Gleich jetzt bekam ich eine interessante / 
Medaile ^'Erzherzog Feldlaarschall Friedrich 
von Teschen"Oberbefehlshaber an der Ostfront. 
/Bei seiner Frau ^sabella diente Sophia Cho- 
tek _ Fer^inai ' :?ste/ 
2/ Sprechen Ihnen etwa^ zwei kanadischen Künst- 
ler? ^'Taler Dusan Kadlec - ''aler der Hafen 



/ 



Humpolec 2*3.1992. 

Sehr geehrter und lieber Herr Vladar! 

Heute wollte ich Sie nur kurz Über magere Er- 
gebnisse meiner zweitätigen Reise nach Brno infrr- 
mieren« /Keine Sorge, ich wohnte bei den Verwand- 
ten/ 

In Staatsbibli othek für Mähren durchblätterte 
ich döS EUilh - AfiLun Heyduk:Geschichte der Stadt 
Lipnik 1907^ 255Seiten! - Leider ich habe nur fol- 
gende firwSKnungen über' Leipniker Juden gefunden: 
1/ 1858 Brand in Judengasse - 4 Häuser vernichtet. 
2/ 1870 Brand in Tempälgasse 

3/ ^l>ß48/ Die Konstitution brachte eine Neuigkeit: 
Bis /zahlten die Juden nur Militär-Einquartier- 
ung-Pauschal, seit 1848 galt Natural-Militär- 
Einquartierung /in Familien/ 
4/ 1908 - Durchfährt Seiner Majestät K.Fr.J^ /Ma- 
növer bei Ostrau/. Bei Huldigung am Bahnhof zur 
persönlichen Begrüssung des Kaisers nahmen auch 
Moritz Ritter, Bürgermeister der jüdischen Ge- 
meinde und David Spitzer Kultusvorsteher teil* 
./Im Jahre 1907 stand die mährische Gesellschaft 
noch untei^^^^^r^Wirkung der Hilsner-Affäre immer/ 
Kein älteres Buch über Teäln, Bruäperk, Frydek, 
Mistek usw.Nur ein Büchlein über Fauna von Klogsdor: 
/"Die Uberkretzische Korallen" 1905/ Also nicht 
was könnte uns interessieren» 

Landesarchiv für Mähren in Brno : 
A/Zweistundige Beratung m it Herrn Sevcik /75jähri- 
ger Archivspezialist/ 
B/ Studium in Archivfonden^ 

Ad^ A/ Bei Adoptionen galtHH damals folgene Rechts- 
praxis: 1/ Vor irgendeinem Bezirksgericht musste ma 
das Gesuch verhandeln und mit Beilagen belegen und 
erst dann das Ergebnis nach Staathalterei zu schic- 
ken* 

2/ Die Star?.thalterii gab Zustimmung zur A- 
doption und ein Bescheid an Hauptmannschaft /Weiss- 
k-^'rchen/ die Namensän'ierung an JKG Leipnik zu erle- 
digen* 

X)k% zweite Teil des Problems /die neue Bennenung/ 




Humpolec 17.2.92. 
Sehr /geehrter und lieber Herr Vladar! 

Vor allem ich danke Ihnen für Ihre guten, trost- 
bringenden und anregenden Wörter. Sie sollen ein 
recht gute Mensch sein! 

Hoffentlich haben Sie schon meine Karte aus Ol- 
mutz - mit Bestätigung des Geldeppfanges - erhal- 
ten* Nochmals dank! Meine Nachrichten aus Ölmützer 
Ausflug ist nicht günstig. 

Zuerst studierte ich die Zeitspanne 1800-30/A.B» 

Geburtl 1846-60( Schramak-Schwester-GeburtO 1886- 
1900 /aCb. -Tod )in allen "gemischten''Matriken aus 
Libnik und Hranice mit Ungebung z.B. Sign. R.6663, 
B. b950^ R 6951* 6958 usw. ausser der Matrik von 
Velky Ujezd /Sterbefälle/ unweit von Lipnik, die 
seit 1886 sind noch bis jetzt an dortigen Pfarramt* 
Keinmal kommt der Name Biheller oder Schramek vor. 
Donath, Weiss, Heller, Steiner usw.)- Die Lage der 
jüdischen Eintragungen in R.k. Matriken ist sehr 
kompliziert. Sie sind nur am Ende des Buches >Jl-2 
Seiten/ nur Geburt- und Sterbe-Pölle=für Bevölker- 
ungsevidenz/ unvollkommen, nachträglich zugeschrie- 

bp n 

Nachmittags habe ich in Bibliothek verbracht. 
Dort sind alle Zeitungen und Zeitschriften aus 
Nordmahren zur Verfügung. Ich blätterte in: 
"Neutitscheiner Wochenblatt"/1885-88 und später 
"Deutsche Volkszeitung für N.J."/1888-1910 -2x wö- 
chentlich -. Ich suchte in Localnachrichten die 
J.B+M.P-Vermöhlung und Isidor PrTod. Der Absatz 
"Verstorbene" ist ausführlich geführt, aber ichhabe 
nur schon das bekannte gefunden: 1885 Nr. 2. Seite 
6.: Am 8, Abraham Perl, 54 Jahre alt, Schaf wollwaa- 
renfabrikant, Niederthorstrasse 52 an Blutgif tung. - 
Kein Isidor P. und kein A.B. 

In "Local" kommt am meissten Ballchronik, Ernennung, 
Auszeichnung, Spende, Primiz, Vermählung nur selten 
/Offiziere, K.k. Beamte, Professoren, Ärzte usw./ 

und wieder kein Biheller vor. 



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Ich blätterte auch in "Mitteild^ngen des Kuhländ- 
chen Lendwirtschöftlichen Verrein" /1863 5-1900/ 
- öxjÄhrlich - wegen Julia-^Tod - aber es handelt 
mnjeine FachJ>resse /Düngen, Kreuzung usw#/ 

In Ölmützer Bibliothek gibt es auch "Möhr.schl* 
Grenzbote*' ^11876-1900/ 2x"'wochentlich - "Ostrauer 
Tagbaltt"/lgOID- 1908 und "Mähr.schl.Grenzbote" 
/wieder nur 2x in Woche/ 1908-1918/ aber das Stu- 



dium ohne einen Stützpunkt ist zu schwer, /der 
Absatz mit "Verstorbene" gibt es in allen Zei 



en/ 



tung- 



Das einzige was habe ich aus Olmütz mitgebracht 
ist das Büchlein /Kömmerling/ Geschichte der Stadt 
Freiberg, /das schicke ich Ihnen in ein paar Tagen/ 
- und ein ^ute Bescheid : Suchen in Weisskirchener 
Bezirkshauptmannnschaft-flWnd - die Materialien 
zur Rektifikiferung der Geburtsmatrik bei der JKG 
Lipnik! Gleich jetzt also schreibe ich an Archiv 
in Pferov* 

Ich habe einen Fragebrief an mehreren Bihellers 
/in CSFR/ geschickt« Eine interessante Antwort 
lege ich bei* Es handelt um einen Pensionist„?jlei- 
der für uns zu jung /sein Vater ist ert?s im 1913 
geboren/ und stammte auch aus ''^^uäomberok* Seiner 
Meinung nach - Bihellers Wie^e stand nicht im Ru- 
zomberok und Liptov^ sondern in Deustchland. In 
der Familie erzShlte man über Köln und Frankfurt, 
ein Urverwandter war ein Berliner Rabinner. ^ Nach 
AbstiAmmungstheorie seines Vaters der Wame Biheller 
ist von der Stadt Bialla in Galizien entstanden« 
Was meinte ich? Unter Juden in ganzen Osterreich 
kommt sehr often der Name "Heller" vor« In Lipnik 
ZoB« gehörte Name Heller zu den geläufigeren Na- 
men überhaupt. Es kann sein, dass"Biheller** war 
der, dessen Eltern von beiden Seiten "Heller'* 
hiessen» 

Herzlich grüsst 

Noch etwas wichtiges: y^ ^ 

In Ölmützer Archiv habe ich auch Kreisgerichtfo 
den Sign. XIII 3 Faszikeln /Adop^tionerkiund Le, ' 
timasierung/ von Jahren 1857-1897. I^i^er^ bei 
Preisgericht sind nur die komplizierten Fälle und 
Kecursen. ' ie normale hoffentlich in Prerov. - 





/. 



Humpolec 2t3#1992* 




Sehr geehrter und lieber Herr Vladar! 

Heute wollte ich Sie nur kurz ftber magere Er- 
gebnisse meiner zweitötigen Reise nach Brno infor- 
mieren* /Keine Sorge, ich wohnte bei den Varwand- 

ten/ 

In Staatsbibliothek für Mähren durchblätterte 
ic h dfe§ bueri - Anluii H eydukiGeschichte der Stadt 
Lipnik 1907^ 255Seiten! - Leider ich habe nur fol- 
gende firwlTTnungen über Leipniker Juden gefunden: 
1/ 1858 Brand in Judengasse - 4 Häuser vernichtet. 
2/ 1870 Brand in Tempilgasse 

3/ -1^48/ Die Konstitution brachte eine Neuigkeit: 
Biö/zahlten die Juden nur Militör-Einquartier- 
ung-Pauschal, seit 1848 galt Natural-Militär- 
Einquartierung /in Familien/ 
4/ 1908 - Durchfahrt Seiner Majestät K.Fr.J* /Ma- 
növer bei Ostrau/. Bei Huldigung am Bahnhof zur 
persönlichen Begrüssung des Kaisers nahmen auch 
Moritz Ritter, Bürgermeister der jüdischen Ge- 
meinde und David Spitzer Kultusvorsteher teil* 
/Im Jahre 1907 stand die mShrische Gesellschaft 
noch unte2r"S¥r~Wirkung der Hilsner-Affäre immar/ 
Kein älteres Buch über TSSln, Bruäperk, Frydek, 
Mistek usw.Nur ein Büchlein über Fauna von Klogsdorf . 
/"Die Uberkretzische Korallen" 1905/ Also nicht 
was könnte uns interessieren* 

Landesarchiv für Mähren in Brno : ^ 

A/Zweistundi/?e beratung m it Herrn Sevclk /75 jähri- 
ger Archivspezialist/ 
B/ Studium in Archivfonden^ 

Ad. A/ Bei Adoptionen galtHH damals folgene Reehts- 
praxis: 1/ Vor irgendeinem Bezirksgericht musste man 
das Gesuch verhandeln und mit Beilagen belegen und 
erst dann das Ergebnis nach Staathalterei zu schic- 
ken* 

2/ Die Staathalterii gab Zustimmung zur A- 
doption und ein Bescheid an Hauptmannschaft /Weiss- 
knrchen/ die Namensänderung an JKG Leipnik zu erle- 
digen# 

D*$ zweite Teil des Problems /die neue B'ennenung/ 




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' AdoptionsgeWeh:iniit BG'ilagßn? Wo f.9nä .die Gericiits- 
verhandlung um Ädoption?^'iri" welcher SVadt?^ r^j;T,i^o 
Es Könnte wo immer sein! Wahrscheinlich 
sollte die Gerichtsverhandlung in der WohnungsnÄ- 
he des Bittstellers stattfinden. Das bedeutet - 
Te§in!? Ist es möglich? Wer war eigentlich Herr 
dr. Klucky? Rechtsanwalter, Notarius oder Gerichts- 
vorstand? Ist es Ihenen möglich diese Spur in Teäln- 
er Archiv überprüfen? /Zeitspanne b i ,s 4.11.86/ 
R/ Tn Archivfonden ich studierte die Faszikeln mit 
Adoptionen und Legitimisierungen des Stadtgericht 
Brno und Kreisgericht Brno /Recursen und komplizier- 
te Fällen/ - leiler kein Biheller! 

Ich blätterte auch in Bretholz -Juden-Register 
/mehr als 2.000 Namen um 1860 J./ leider wieder ^ 
kein Eiheller. Diese reiche Quelle ft^r Judengeschich- 
te sicher diente dem Gold u.a und d Elvert. 

In Brünner Archiv sind für uns nur 22 Faszikeln 
mit jüdischen Trauungsabkonmen übriggeblieben. /Aber 
es han-^elt um Vermögungsangelegenheiten/. 

Gestern ist leider auch eine negative Nachricht 
von PfiiSbv- Archiv gekommen /Siehe die Beilage/. 
In Weisskirchener^Hauptmannschafts-Archiv ebenso wie 
^Leipniker Bezirksgerichtsarchiv gibt es nichts für 
uns. Im Brief gibt es noch eine Anmerkung von dr. 
Kräka aus Stadtarchiv Leipnik: Joeef Schramek be- 
suchte nicht die deutsche-hebräische Schule in Leip- 

nikl 

Vor meiner längerey Reise nach Nordmähren /Trop- 
pau, Ostrava, N.Jiöln, Karvinä, Pfibor usw./ brauch- 
te ich wissen, wie sieht es in Pol.Tegin mit Adopti- 
onsurkunden aus. Möchten Sie mir die Adre'^e des pol- 
nischen Archivars tibergeben? /)r/ 

Herzlich grüsst Ihr ^ ■ ^ 




P.S.l/ Gleich jetzt bekam ich eine interessante 

Medaile "Erzherzog Feldfearschall Friedrich 
von Teschen"Oberbefehlshaber an der Ostfront. 
/Bei seiner Frau ^sabella diente Sophia Cho- 

tek _ Ferdinai ' Este/ 
Sprechen Ihnen etwas zwei kanadischen Künst- 
ler? Maler Dusan Kadlec - '"aler der Hafen 



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wie Halifax, Toronto. Boston usw. in letzten Jhdrt, 
Frsnk Vpndref js, Bilclhavier. des Kaaadischen National 

Bai]öt%^- /Jülie;t';'^';' Veronika ■ t^tinanlb , "Rata'lc^a Makarov, l 

"Surmeyan usw,.?'" 2.' Die p«i'4'e^ sind' meih% ehediall^eH'^' 

ScMler. ••^^^^"^•'^^ "ceaülew ri.L'-^i-p^^^-oöA mu -^n^l .fiisv 

.^rLii£3ri:i^ir . Inies i 'ü /sT.. i o w eJnnöJI ^.'^ 

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J-.iox'irioyW ovxJßBsn 9n.i:9 rfoua igF^xgl J-^r n-xs^seO 
.\9pslx9fl 9xf> 9ri9x2\ ngir.Tioao:^* vxrioi'' -vc*<VtS[ xiov 
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^-ad '.imoidoS '.r930l> :?f.i:nqx9.I vxrioiBifjrtJ-?. acif*, a?l8i>I 

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-qoiT\ nsTuS/n^io/i rfoRn 93x9?! ,/9T:oT).nfl.i; i9iii9n[ io\/ 

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-xdqobA Sisi nf'^.B'i\'x)-l ni 3e jri9.i:3 'ixvv' ,n933P,v rio r: e + 

-loq 39r-! orfsibA 9x5 'IX.;; 9 1,3 «gjTioÖ. .sl'B n9fjnjü-:H'it>-3no 

; "~^. ?n'id9:r5,T:9dÜ 3TSvx:io-xA ngriosxn 

idT J3 3Ü'i3 doxlsigli. 
9J-ns339T9j-nr 9fi.^9 fio.i ,T;r;>r9d JsJ-sr; rioxelO \I,P,,'^r 

dOX'Tft9XfH II'?,d03T?5afM9'y^ J^C:;219rlS'X''^' ' 9 1X859r,1 

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Humpolec 23 .Juli 1992 




Geehrter und lieber Herr Vladar! 



Es ist angenehm und lieb, wenn v/eisst man, dass irgendwo noch 
jemand lebt, der die Sorgen um mich hätte. Es ist ein Wohlbehagen 
und ich danke Ihnen dafür .^^J^ach der langen Bekanntschaft mit Ihnen 
fühle ich etwas fihnlich^^, 'Tf^der, jetzt mit ein wenig Gewissens- 
bissen# Ich habe Ihnen einen V/ort gegeben /"Ein Mann ein Wort"/, 
aber m- ine Fahdung nach Abraham. Biheller geht nicht so gut und 
schnell, wie ich wollte. Dazu kommen noch weitere Hindernisse und 
Verweilen /Z.B. 6 Woche daurender Besuch meines Schulfreunde aus 
USA bedeutete viel Reisen - H.L.de La Orange vorbereitet die neue 
Auflage seines 3-b8ndigen Werkes und braucä^e zur Frist das Stammbaum 
neu revisieren und verbreiten - Familie meines Sohnes mit 3 Kindern 
verbringt die Ferien in Weekendhaus unweit Humpolec und braucht im- 
mer irgendeine Hilfe von uns - unsere politische Lage, kurz, vor Spalt- 
ung, ist besonders für uns öltere Leute sehr ernst und traurig» Wir 
folgen immerwieder den FortgangA^ in Zeitungen und TV und werden ner- 
vös. Wir lebten noch in demokratischef n CSR und wurden als demokrati- 
sche Tschechoslov/aken aufgezogen. Wie Sie wissen, Vater meiner Frau 
kämpfte um die CSR als t seh. -franz. Legionär und nach dem komunis ti- 
schen Umsturz ist für denselben Grund in Kerker gestorben. 

Die kommende Trennung ist für uns eine Tragödie ^ aber doch muss 
sein» Die jetzige slowakische Regierung ist eine Fanatiker-Grup- 



es s 



pe - 0ie Tiso- und Husak-Posthumus. Der Prömierminister Meciär stu- 
dierte an der hohen Komsolmolschule in Moskau, war Agent der StB/ Po- 
litische Gestapo/ und Boxer und ein populischer Redner /Ratenfänger 
von Hammel/. Der gleich neu genannte Schul- und Kulturminister J.Slo- 
bodnik, der ehemelige Mitglied der Hlinka-Garde, wr Frekventant der 
SS-Schulung für Wehrwolf Organisation. Diese Kommandos haben noch vor 
dem Kriegsende 2 mfthrische Dörfer durch Brand vernichtet, und die Be- 
wohner geschossen. 

Aber jetzt zur Sache "Abraham^ Eiheller". Wie Sie v/issen, ich sch- 
rieb an J.Spyra R. Cieszyn. Nach 3 Monaten hebe ich seine Antwort mit 
2 Hauptimformationen bekommen: 

1/ Im Index der alten HeimatscheineauFgabe der Stadt Teäin sign 38? 
hat er folgende Eintragungen gefunden: 
.^^4?5. Biheller Adolf. Styanicsa, erfolgt 7#1#1876 

'^ A$l. Biheller Josef, Oswiecim, auf in 7.10. 886 und 15*2.1870 Z.ll 
512 Biheller OBim. Oswiecim, 8.3.1880 Z 61 erst 22.6.1881.--^'' 
In Causa der möglichen Gerichtsadoption werweist er mich /oder Sie/ 
an: Wojewodzkie Archiwum^Panstwowe w Katowiciach - Oddzial w Oswiecimiu 

Oswieciem, Muzeum Panstwowe Blök nr.l* - 32-603 Oswiencim. 
/Meiner Meinung nach das Archiv iat in KZ-Lager untergebracht. Ich be- 
sichtigte den KZL schon 2 mal./ 
2/ Die zweite Information ist eigentlich eine Bitte an mich ein Buch 
aus prager Iniversitätsbibliothek für ihn zu ausleihen. Ich ver- 
suche seinon Wunsch zu erfüllen. 

Er hat auch i^itgeteilt Ihnen dieselbe Nachricht zu schicken* Ich 
setzte nicht voraus, wie schwer ist für mich der polnischen Fachspra- 
che zu verstehen. Spricht er teilweise deutsch, englisch oder russisch? 

Zufälligei-nveise besuchte ich in letzten ..ochen zuerst Archiv in 
pferov und'spöter Weisskirchen. Ich wollte dort entweder das Fond 
der Hauptmannschaft Weisskirchen mit deP Akt von 10.2.1887 oder we- 
nigstens die Eintragung des Aktes in Empfangf^rotokoll. Leider!! Das 
zuständige Archivfond ist jetzt im Schloss Potstat deponiert. Erst 
vor 14 Tagen ist es mir gelungen mit einem Kollege /gelegentliche 
Reise/ auch dieses Archiv zu besuchen. Leider, es gibt da nur die 



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Jo- 



Tagesempfan^protokollen - ohne Akten /die sind nur seit 1924 erhal- 
ten/. Aber doch habe ich etwas wichtiges gefunden: 

Nr. 168 I. 6.1.1837 - von Büggermeisteramt Bielitz - Sache 9691 

sef Behiller/!/ - einvernahm puncto Zuständigkeit - 
nach Statthalterei Brunn - 13.1#1887 - reg. Nr. N. 

Nr. 1588 I. Statthalterei Brunn - 10.2.188? Nr. 2384 - dem Josef 

Schramek ist die Namensänderung bewilligt - erledigt 
18.2. - J. Biheller J.Matrick für Leipnik Nr. reg.N. 

y/as die erste Einschreibung bedeuten könnte? Vor allem dass das Ge- 
such kam nach Brunn nicht im November aber in Jänner. Es ist möglich, 
dass Josef S2:hramek benutzte läufig den Familienname "Biheller" schon 
vor dem 10.2.188?. Das heisst, dass der Adopttonakt vor dem Gericht 
xxKk schon irgendwo und irgendwann aber sicher eher und wahrschein- 
lich in Bielitz oder Tesin fand statt. /Vergleiche auch mit Angaben 
von Herrn Spyra - Punkt 2./ Das könnte auch^ zeigen, dass Abraham B. 
aus dem polnirchen Gebiet stammte /Vergleiche die Information von. 
Herrn Biheller aus Prag/ Josef B. brauchte die ofizielle Namensände- 
rungVon Statthalterie zu bestätigen anlässlich der kommenden Trau- 
ung mit ;V:aria Perl und anlässlich der erwartenden Komplikationen mit 
der Mitgift und Erbe /vergleiche mit dem Ehevertrag -Vorschlag/ 
Was alles bedeutet für mich? Ich muss noch einmal nach ßrünner Archiv 
fahren in Tagesprotokoll die Daten herum das Neujahr zu kontrolieren 
/ob wenn es gibt zuständige Akten auch/. 

Ich versuche wieder mit Herrn Scyra in Kontakt gehen und neue Angaben 
ihm mitzuteilen /Zuerst muss ich aber rlas Buch für ihn besorgen/^ 

Meiner Meinung nach das Entziffern des A.B.Stammiortes liegt jetzt 
an der polnischen Seite* 

Aber doch^ noch eine Möglichkeit aus der mährischen Seite bietet 
uns der beiliegende Artikel meiner Kollege dr.Hanak. Bereits habe ich 
von ihm den Artikel über Geschite der JKG in Wovy Jicin erhalten. Er 
entdeckte irgendwo ein Steurebuch-Register seit 1896, wo alle Juden 
aus der breiten Umgebung /nach Dörfer geordnet/ eingetragen sind. 
Falls A.B. im Jahre 1896 noch lebte, sollte auch er'doch im. ^erzeich- 
niss sein. Es handelt Ur, Juden aus de:;Ti ganzen Kuhländchen. 

Ich schrieb sofort dem Herrn Ilanäk um eine Nam.erjkontrolle und wenn 
die Antwort scheinte hoffnungsvoll sein - ich fahre dorthin. /Ich halte 
für zwecklos ein paar Tagen im Nordmähren mit Sucherei ohne konkrete 
Spur zu verbringen./ 

Safeii Selbstverständlich ich wollte auch Ihre neue Angaben aus 
Troppau überprüfen. Ich muss zuerst festeilen, wo eigentlich die 
jüdische Troppauer Matrikel sindy^und in welcher Zeitspanne/ 

Sie sind sicher neugierig an die beiliegende Geschichten der 
JI<G in Novy Jicin, Als Übersetzerin wird Ihnen sicher behilflich 
sein Frau Oulehla /Oulehlovä/ .«^tammend aus Mähren. Sie wohnt in K. 
1190 Montreal Str. - Tel. 542- 9567 /mit Befürwortung des Herrn 
Chefredakteur ''Kandaske listy" M.Janecek aus Mississauga. Jie zweite 
Möglichkeit "Academic Book Club" unweit von Universität^ 



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Herzlich grüsst 



Ihr 




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Kumpolec 23. Juli 1992 



Geehrter und lieber [lerr Vlaclar! 



Ss ist angenelxr. und lieb, wenn v/eisst man, dass irgendwo noch 
jemand lebt, der die Sorgen um mich hotte. Es ist ein \Vohlbehagen 
und ich danke Ihnen dafür. ^Mach der langen Bekanntschaft mit Ihnen 
fühle ich etwas öhnlichc^j^'^l^^der , jetzt mit ein v/enig Gewissens- 
bissen. Ich habe Ihnen einen Wort gegeben /"Lin Mann ein Wort"/, 
aber m ine Faiidung nach Abraham Eiheller geht nicht so gut und 

ich v/ollte. Dazu komjner noch weitere Hindernisse und 



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schnell 

Verv/eilen /Z.B. 6 Vvoche daurender Besuch meines Schulfreuncfe aus 
USA bedeutete viel Reisen - H.L.de La Orange vorbereitet die neue 
Auflage seines 3-böndigen Werkes und brauche zur Frist das Stammbaum 
neu revisieren und verbreiten - Familie meines Sohnes mdt 3 Kindern 
verbringt die Ferien in Weekendhaus unweit Humpolec und braucht im- 
mer irgendeine Kilfe von uns - unsere politische Lage, kurz. vor Spalt- 
ung, ist besonders für uns öltere Leute sehr ernst und traurig* vVir 
folgen immerwieder den Fortgang^' in Zeitungen und TV und werden ner- 
vös. Wir lebten noch in demokratische^ n CSR und wurden als demokrati- 
sche Tschechoslowaken aufgezogen. Wie Sie wissen, Vater meiner Frau 
kämpf Le um die CSR als tsch. -franz. Legionär und nach dem komunisti- 
schen Umsturz ist für denselben Grund in Kerker gestorben. 

Die kommende Trennung ist für uns eine Tragödie , aber doch muss 
es so seine Die jetzige slowakische Regierung ist eine Fanatiker-Grup- 
pe - ^ie Tiso- und Husäk-Posthumus. Der Pramierm.ini ster Meciär stu- 



dierte an der hohen Komsolmolschulo in l-joskau, war Agent der StB/ Po- 
litische Gestapo/ und Boxer und ein populischer Redner /Ratenfänger 
von Hammel/. Der gleich neu genannte Schul- und Kulturminister J.Slo- 
bodnik, der ehemelige !;Iitglied der Hlinka-Garde, wr Frekventant der 
SS-Schulung für Wehrwolforganisation. Diese Kommandos haben noch vor 
der. Kriegsende 2 mährische"'Dörf er durch E^rand vernichtet, und die Be- 
wohner geschossen. 

Aber jetzt zur Sache "Abraham. Biheller". Wie Sie v/issen, ich sch- 
rieb an J.Spyra R. Cieszjm. Nach 3 Monaten habe ich seine /\ntwort mit 
2 HauDtimf ormationen bekommen: 

1/ Im' Index der alten Heimatscheineaurgabe der Stadt Tesin sign 387 
hat er folgende rintrs,>:;ungen gefunrien: 
-4?5. Bihelier Adolf. Styanicsa, erfolgt 7*1*1876 
A$l. Biheller Josef, Oswiecim, auf in 7.10.886 und 15»2.1870 Z.ll 
512 Biheller Chaim, Oswiecim, 8.3.1880 Z 61 erst 22.6 .1881.— Z'' 



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an 



eine Bitte an mich ein Buch 
ihn zu ausleihen. Ich ver- 



In Causa der möglichen Gerichtsadoption werweist er mich /oder Sie/ 
Wojewodzkie Archiwum^Fanstwowe v; Katowiciach - Oddzial w Osv/iecimiu 
Osv/ieciem, Muzeum Panstwowe Blök nr.l* - 32-603 Oswiencim. 
/Meiner Meinung nach das Archiv ißt in KZ-Lager untergebracht. Ich be- 
sichtigte den KZL schon 2 mal./ 
2/ Die zweite Information ist eigentlich 
aus grager Iniversitätsbibliothek für 
suche seinefi Wunsch zu erfüllen. 
Er hat auch .:itgeteilt Ihnen dieselbe Nachricht zu schicken. Ich 
setzte nicht voraus, wie schwer ist für mich der polnischen Fachspra- 
che zu verstehen. Spricht er teilweise deutsch, englisch oder russisch? 

Zufölligemveise besuchte ich in letzten ..ochen zuerst Archiv in 
]Prerov und später Weisskirchen. Ich wollte dort entweder das Fond 
der Hauptmannschaft Weisskirchen mit deP Akt von 10 o2. 1887 oder we- 
nigstens die Eintragung des Aktes in Empfan>gprotokoll. Leider!! Das 
zuständige Archivfond ist jetzt im Schloss Potstat deponiert. Erst 
vor 14 Tagen ist es mdr gelungen m.it einem Kollege /gelegentliche 
xReise/ auch dieses Archiv zu besuchen. Leider, es gibt rla nur die 



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?Iumpolec 25.9.1992 



Geehrter und lieber Herr Vladar! 

Hoffentlich haben Sie schon das. Buch "J7i^h Sights" in Ordn- 
un" erhalten und so haben Sie auch eine gute Lectttre fttr konimen 

''" "lu^^Falff Ibrahari?heller: Hein Suchen in Brttnner Kerker=Ar- 
chiv iTr feid er wieder erfolglos. Fast sechs Stunden/nur mit Fas- 
-7-iVpi n/höben nur p-eritiRe neue Angaben gebracht: 
?/ ?i.%llgeSeinen"Register der IvShr. Statthalt. Brunn Jhr. 1886 

/W7A P. 14-798 ist folgende Einschreibung: 
Biheller Josef, recte Schramelc, Buchhalter in Teschen, Führung des 
binei-ier uobex, ^^^^^f-^/o/: ixrninnpr de<^ Rep-ustratursfaszikels 1/0 
ersteren Namens, 34.45ö/8b, Nunuaer aes .te^uhtx« „«^vvv;v;7wiiT o-i 

Die Auff^r-be ist im Emreichsprotokoll folglich 



.» 



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liMXXÄXXÄSI ein- 



getragen: MZA B 14 - 34 34.458, 5.11. 1386 /' ;/ .^J^^^^^^^J^f^^^^ 
fS Teichen um Bewilligung zur Führung des l.amens Josef bihellei 
Friedigung: Bezirkshauptmann ^/veisskirchen S.ii.iböö 

0/ Tm fiTT /verneine- ReH ster der iv>ahr. Statthalt. Brünn Jhr 1887 
^ /MZA Bui 800 ist folgende Eintragung: Biheller recte Schramek 
in Teschen, Richnung /!/ des ersteren Namens, Legitimation, 
v.Schramek 170 _ .^^ folgende Eintragung: Schramek Josef 
Buchhalter in Teschen, Legitimation post sub sequens /!/ matri- 

?;?S'/S>-S'iif im Einreichsprotokoll folglich eingetragen: 
AVA P 14 - 35, 2384, 13 J&nner 1887, Derselbe /d.h. Bezirks- 

g^S:J=&-Slski^;?l;^r-u/^L!Pf?-^-//Lr^^^ 

mstrik bei der KultuTsgeneinde Leipnik. 

Erledigung: Bezirksheuptmann Weisskirchen 10.^.18ö/. 

. V, • 4. ^+,,^ Hv. n7n Z'?!™ Ppch nicht zeit«n und reihen- 

I^S^^^fitfl^^L^llirSaf^iS^ller/^^ 

ricS?es - wolie Segitimation /Adoption/ in I.Instanz erledigt war - 
Ss heute aufbewahrt sein. Und wo es sein sollte? . ^^^^^ 
1 / Tn »'»^hr^en- Kreis /Landes/ Gericht m N.Jicin - zustanai^es ^rcnxv 
1/ In ..Öhren, ^^^^l^/^^^^^^^g^chiv für Schlesien in Troppau oder seine 

ZweStelle'in Olmütz /dort habe ich schon erfolglos ge- 
lreis '/Landes/ Gericht in /?/ zuständig für If^^^f^' 
litz, /?/ /Wohnort, Bürgermeisteramt/aber wo? - Dann 
liegt dir Lösung an der polnischen Seite - wenn die 
t^esuclite Akten durch Krieg nicht vernichtet wurden. 

?f ?ch''chreib5'ie?eUs fn^Kerrn Spyra./Endlich besorgte ich für ih^^ 
^ XeroKdergesuchten Artikels /die langdauerende Ausleihe/ aus 

den Jüdischen «luseum. . -„^ / r>nr.noi,t «^i Jicin -navid 

neue Besuch des Troppauer Archivr / GeriCiit, ...oicxn -ovi 

die Braut Bihcller aus Troppau/ ist 
Herzlich grüsst fV^ 

!eilage: ^twas interessantes für Slex/^A'elcher rK-p-^b^m«? 

ist vielleicht der Grossyter ode ■ Vater des /.brahams^ 




2/ In Polen: 



2/ Der 



und 



.3. 




e/?/ Älöglichkgit. 
aus dortgenannte 




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Hunipolec 25.9.1992 



Geehrter und lieber Herr Vladar! 

„ofrentUch haben Sie .oh-o.a.s Buch ;jewishSigM^^^ 
xmrr er-halten und so haben Sie auch eine guT,e 

den Herbstabende bekommen. Suchen in Erlinner Kerker=Ar- 

cMv Z'^ !fi^Ir:''w?^re/e5?ä.Iosf JS.f J^chs Stu.aen/nur .it Fas- 
^zifeWhaben nur S-inge neue Angaben gebrecht ^^^_^^ ^^^_ ^^^^ 
1/ T'-- fil Ip-ememen. Register aer .. am . ^^^^ 
'^ /.^zf b'^U-798 i^t^folgende Einschreibung: ^^ ^^^ 

Biheller Josef, ^^cte Schräme cbu^ I70 

ersteren Namens, 34.45ö/86 , Jmnmner des .te^uo ^^ ^^^^^ ^^^^^^^ g^^_ 
Die Aufgabe Ist im ^inreichsprotokoll folgUch^^^^^^ Biheller 

, getragen: UZA B U - 34 34.4^^&, 5^11. f ^^/^^/j,3ef Biheller 
im Teschen \m Bewilligung zur J^umuuö ^ 11.1886 
Erledigung: Bezirkshouptmann ,Veisskirchen Ö'll-^^«^ 

2/ im allgemeine. Register der ..hrStatthalU ;^^^,f i^^^amek 
{f ^e^chln: S?hnSng'/lf Ses ersterll? Lmens, Legitimation, 
v.Schramek, 170 folgende Eintragung: Schramek Josef 

iuchhal^er'in Tesch^S; Legitimation post sub sequens /!/ matri 

monium, 3384/1887, 170 . , ^^.^.x^y«-. -. f qIf] ich eingetragen: 

Die Au±:gabe ist ^^^Jf ^^^^^'Xne? 1887, ülrselbe /d.h. Bezirks- 

/^.-'ZA, B 14 -.35, 2384, P„^^^''^L^^il' ergänzten Akt betreffend 
hauot..ann;^eisskirchen/ |rZ;34.458 mxt^erg.^.^^^^^^ ^^^ Geburts- 

des Ansuchens des Josei ^^^^-^.-^^1: J^^-^ 
natrik bei der Kultu-psgememde Leipnik. 

Irledigung: Dezirksh.uptmann Weisskirchen l^':'^^^]^ ^^,,^^.,. 

I. Kerker in ^Registratur Nr 170 /zum Pech nicn^^^ 
weise nicht geordnet/ habe ic die ge.uc^^ ^^^^ gesuchte Material 

Nach Meinung de- ■^■■^^;^i^-^®^;' \^,"J^^^. in demselben Archiv des Ge- 
/Gesuch mit Beilagen -.Abraham t^iheller/ in ^e erledigt war - 
richtes - wo die Legitimation /.doption/ in 1^1^^ 

^^^iJ^SSrlnf K^eir/Lfna-^s^erL t jn . .i«n - -st^ 

ifeäle^ff irSSSL'^ojf ^.a^fici schcS^rf ol«los ge- 

I^^^^^Lendes/ Gerieht in /V -J«?f f Jf ^f fi^iJ^i^' 
litz /7/ /Wohnort g^-«-- | ^rSeitf- «nn die 
^,^' J^i^^l^^e nicht vernichtet wurden. ^^^ 

Wass bedeutet alles für ^ich: /Endlich besorgte ich für ihn 

1/ Ich schreibe ^'ereits an ner^. ^pyra /^na^ ^^^ Ausleihe/ aus 
XeroK des gesuchter^ Artikels /oie xc.110 

dem Jüdischen :v"useum. •v.^v.n,/^ / Gericht, St.Jicfn -javid 

9/ D"T> neue Besuch des Troppauer ^'^^^hivs / G^c.-l ..^^^^ 
und die Braut Biholler aus Troppau/ ist X^^tr^e/ i'/ ..,ö^i...c. ^ 



2/ In Polen: 



Herzlich grüsst 



f/rr 



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Humpolec 25.9.1992. 



Geehrter und lieber Herr Vladar! 



Hoff en« -^ cb hpben Sie schon das Buch "Jewish Sights" in Ordn- 
un,r5; erholten und so haben Sie auch eine gute Lecttire für koirjnen- 
den Herbstabende bekommen. . ., , . 

"zur Falle Abrahairi Biheller: Mein Suchen in Erünner K.erker=Ar- 
chiv war leider, wieder erfolglos. Fast sechs Stunden/nur mit Fas- 
zikeln/haben nur geringe neue Angaben gebracht: 



BihelDer Joser, recte t>cnraineii, oauinitia. ocx j-h ^^^^^^^^^f - — - — '?.7n ^ 
ersLren Namens, 34.458/86, Nuniraer ^f^ i^^gustratursfaszikels 1/0 
Die Auf/-abe ist im Einreichsprotokoll folglich HMXXMXMX ein- 
getrageS: MZA B 14 - 34 34.458, 5.11. 1886 /!!/ Josef bihell er 
im Teschen um Bewilligung zur Führung des l^amens Josef bihellcr 
Friedigung: Bezirkshauptmann Weisskirchen 8.11.1886 

Im allgemeinen Register der P.lähr. Statthalt. Brunn Jhr 1887 

/MZA R 14 - 800 ist folgende Eintragung: Biheller _ recte Schranek 

in Teschen, Bichnung /!/ des ersteren Namens, Legitimation, 

-*"dtto"- "ZA 34 - 802 ist folgende Eintragung: Schramek Josef 
Buchhalter in Teschen, Legitimation post sub sequens /!/ matri- 

S?S'/Slvabf isf im liSreichsprotokoll folglich eingetragen: 
^--' ^•''•^^^" 23«4, 13 J&nner 1887, Derselbe /d.n. Bezirks- 



2/ 



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^7 A 



B 14 - 35, 



hauot^^ann ^Veisskirch^n/ z.Z.34.458 mit ergänzten Akt betreffend 
des Ansuchens des Josef Eiheller u;- Rektifizierung der Geburts- 
matrik bei der Kultufsgemeinde Leipnik. 
Erledigung: Bezirkshauptmann Weisskirchen 10.2.1887. 

Tm KerSer in Registratur Nr. 170 /zum Pech nicht zeit«n und reihen- 
weise nichfgeordnft/ habe ich die gesuchten Akten nicht gefunden.! !! 
Nach Meinung de- Archivfachrnänner ra u s s das gesuchte .laterial 
/Gesuch mit Beilagen - Abraham Biheller/ in ^emselben Archiv des Ge- 
richtes - wo die Legitimation /Adoption/ m I.Instanz erledigt wai 
bis heute aufbewahrt sein. Und wo es sein sollte f .„^^. ,„„ -'r.^h-iv 
1/ In Iv^ah-^en: Kreis /Landes/ Gericht m N.Jicm - zuständiges ^rchiv 
" " letzt: Landesarchiv für Schlesien in Troppau oder seine 

Zweigstelle in Olmütz /dort habe ich schon erfolglos ge- 

2/ In Polen: Kreis /Landes/ Gericht in /?/ zuständig für Tesin,^^Bie- 




Wass bedeutet alles für mich: ,, . , ^ + •„., ^r-uv. ■;vi'^*'^ 

1/ Ich schreibe bereits an Kerr- Spyra. /Endlich besorgte icn für ihn 
XeroK des gesuchten Artikels /die langdauerende Ausleihe/ aus 

den Jüdischen /.'.useum. '^x-,-.! _ i-ur-i ri 

neue Besuch- des Troppauer Archivs / Gericht St.oiorn javiG 
die Braut Biheller aus Troppau/ ist l^tr^e/?/ .'.öglicniceix. 



2/ 



Der 

und 



Herzlich grüsst 



c/rr . 



-y 



(t^ 



/ 






Ee?lagc: ^twas interessantes für Slex^^'elcher aus dortgenannten^ Juder. 
" ■" ist vielleicht der Grossv^er oder Vater des Abraham^ 



ly 



/ 



Humpolec 25.9.1992. 



Geehrter und lieber Herr Vladar! 

f:*?lfcS;n'^ Lilni^uns ^^i^'^Ü^^Ag aes «-ans Josef Biheller 
Erledigung: Bezirkshauptmann Weisskirchen S.ll.lööö 

0/ Tm «n ^Pmeine^n Register der MShr. Statthalt. Brunn Jhr 1887 
^ /MZAB^U - sSoisl folgende Eintragung: Biheller recteSchramek 
in Teschen, Richnung /!/ des ersteren Namens, Legitimation, 

!l?tS^'MZA'''^?4 - 802 ist folgende Eintragung: Schramek Josef 
Buchhalter in Teschen, Legitimation post sub sequens /!/ matri- 

?l?f IStVabe'^isf im liSreichsprotokoll folglich eingetragen: 
Xk'^^l'u^^^ 2384 ^3/.nner 1887 Ders^^^ iil\eTrTf?ell 
^|^nrSh!^ri^slolff Ii^;?l;f Ätff^zierung der Geburts- 
matrik bei der Kultufsgemeinde Leipnik. 
Erledigung: Bezirkshauptmann Weisskirchen lO.^.iöö^. 

wich Meinung der ^rchivfachmänner m u s s «^as gesuchte Material 

bis heute aufbewahrt sein. Und wo es sein so^^«;^ zuständiges Archiv 
1/ in tfflhren: Kreis /Landes/ GerxohtxnN Je n . -^^^^^^^ ^,i,, 

l«äiene in SlmSL /dort habe ich schon erfolglos ge- 

Ireis'/Landes/ Gericht in/?/ ^"^^^f/ll'^rJ'finBie- 
litz /7/ /Wohnort, Bürgermeisteramt/ aber wo? - Dann 
l]llt di LB°Sn° aA der polnischen Seite - wenn die 
gesuchte Aktirdu?ch Krieg nicht vernichtet wurden. 

Wasx bedeutet alles fttr mich: c„„r.o /l-nrll ich besorfte ich für ih'n"''^ 

^ ^^^'^' Tro,,s.er Archiv. /Gericht St .icln -.avid 
unrl die Braut Biheller aus Troppau/ ist l^^e/i"/ öüiicniceiL. 

?^?lao-e: Ftwas interessantes für' Slex/^^elcher aus doi-w^enannW Juden 
.eiia,,t. ^^^^ vielleicht der Grossv^er ode ' Vater des abraham^C 



we 



2/ In Polen: 



2/ 



Herzlich grüsst 



f^ 




Humpolec 25.11.1993. 



b2;nr p;eehrter Iferr Vladar! 

I ar. still alive!! Entschuldigen bitte /schon v/ievielmals?/ 
meine» Briefwechselverspätung. Meine letzten hoffnun^gsvollen Nach- 
^^Ichten /vor V;eihnachten/sind , .leider, nur als Wünsche und Prognose 
gebli£ben. Die Realität ist ganz anders gefallen. 

Im ehemalige-' Kloster Sepekov /Südböhmen/ gibt es wirklich das 
Archiv der ^JKG aus Böhmen und Ivlöhren /ohne Sudetenland/ abet* es ist 
bis Jetzt sehr schwer und kompliziert zutrittbar. Es v/ar erst unlängst 
/nach Nazi- und Komistenära/ entdeckt und es ist nu^' teilv/eise ver- 
arbeitet. Zeit zur Zeit /^Ix in Monat/ koimiit aus Prager Jüdischen Mu- 
seum ein^v/issenschaflticher umgestellte die Archiva-i ien zu ordnen . 
Leider diesmal - ^t^^egen des Jahreswendegetttmmel un' wegen riessigpr 
Frosten und Schneehaufen, habe icl. erst jaetzt am Ende Februar die 
Mögli'ch keit das Archivfon.d der JXG Leinnik zu studieren. 

Leider auch diesmal hat das ganztätige Suchen im PCalt unter 
alten E^üchern, Akten usw - die lefzte F^ertihrung /vor mir/ gehörte 
sicher einem verstorbenen Kabbiner - nur geringes Lrfolg. Aber die 
Hoffnung lebt weiter! ! 

Was alles habe ich durchegesucht? 
Bücher der Ehekonzengen /1844-1867/ - Bewilligungen zum Handelsunter- 
nehmen /1S51-6/ - Polieziangelegenheiten der JFIG /1850-69/, - Sitten- 
zeug isse, Steclibriefe, Ivlilittärangele.^enheiten, Kultur und £chulv;esen, 
Ausiandsän,cele.'2;enheiten /Schlei sien war als Ausland gehalten und kamen 
her mehrere Briefe? /alles 1850-1880/ - v^ormerk über Gesellen und Dients- 
bothen /1821-60/ - Mehrere Verzeichnisse &e:c aiCG-Mitgliedern /bis 1877 
/ochrameck Israel und Adolf komn^en vor/ - Gerichtsangelegenheiten /bis- 
1874/ - Zuschriften an und von Bezirkshaurrtmannschaf t Weisskirchen 
/bis 1877 !/ - Srmuthzeugnisse /1844-1Ö777 - Ein- und V^erkauf der Häu- 
ser /bis 1876 samt Horecko-IIolonie/ - TodtfSllescheine /kommend von 
anderen Stö.dten bis 1838/!/ Ohne A.B. und ohne Julie ^erl/ - Sammlung 

der Heimatscheine /mit einer '..Merkwürdigkeit: Leinnik 2.2.1873 r Ivlaria 
Seh,, Frau Dr. J. Schramek s, Privatin 1843 geboren/. 

Ich suchte^ nicht in Synagoga-Archiv /Sesselordnung und Bezahl- 
ung/ in Spital-Archiv, in Schularchiv /leider ers seit 1865, Vermög- 
untsarchivalien, Ste-uErarchivalien usw. 

In Sam-ilung der Gestions-Frotokollen /1850-92/ habe ich im Euch 

/1886-88/ folgendes gefunden: 

Nr. 500, 22.11.1886 IX Bezirkshauptmanascl-iaf t in Weisskirchen 14*11*S6 

Z 9691 übergibt zur jli;isserung die Eingabe des Jos. Jos. Bihellers betrifft 

Fichtigstellung seines Nam.es von Schrameck auf Biheller.- 

Es ist auffälig dass die Erledigung des Gesuches und Einragen in 
Katrik ist nicht in Tagesprotokoll erwähnt. 

' Das obererwÄhnte Archivmaterial ist verarbeitet und gut zug&nglich. 
Wie Sie ersehen können reicht das "verarbeitfete Material ungaföhr bis 
J. 1880. 

Etwa 12-14 Schachteln voll von Akten unter dein Titel "Korespodenz 
der JKG mit nolit. Behörden 1370-1940 sind unverarbeitet geblieben. Das 
ist meine einzige und* letzte Hoffnung. Dort muss doch die 'Urkunde Nr. 
500 liegen. Leider: 1/ Ich weiss nicht wie, o.^er ob überhau|)t das Material 
irgendv/eise geornet ist. - 2/ Ich kann hin fahren nur beim nächsten Be- 
such des Angestellten aus Prag in der H&lfte März. Haben Sie noch Geduld?! 

Zum Schluss wiedreholle ich meine Meinung: Abraham Biheller stam- 



mte nicht aus Leipnik* Er ist mit E^)eata Schramek irgendwo in ifolen 
zusammengetroffen, Sie Archivalien zeigen mehrere Kontakten z^Alischen 
Lipnik und poln.Schlesien. Keinmal komnt der IMame Biheller in x\rchiv 
vor. Oder: Abraham E^iheller hat niemals die Beata Sehr, begegnet; und 
Josef w::rde mit ihm adoptiert. - In beiden Fällen ifanden die zustän- 
digen ämtlichen Akten /Ehe, Adoption/ irgendwo in poln. Schlesien stat 

Hier in Tschechien /Name unserer Republik/ kann ich nur SpuiP-vZ^u 
der i'rage "WO" ausfinden» ' ^-% 

Haben Sie eine andere Version? ICÖnnen Sie mir noch andere Lösung 
e^nfehlen? Ein neues Bescheid? Wie sollte ich jetzt fortsetzen? Ende 
März versuche ich noch einmal Sepekov besuchen /Nr. 500/ und gleich- 
zeiti^-; beginne ich mit Ihren "Südböhmern". Ich vergesse nicht auch 
an David-Familie. ^ ' ' • 

Oe:' Briefträger, wartet , ich muss beeilen. Was ist mit Premiiär- 
Minister Mulronej^? / /"^ /i JA 

Herzlich grüs^t Ihr <^^ / /^/^ , 



t. 



/■ 



g)^/ / ■^kr'^^ 



X 



/ 



/u'iJ^/' -^/^/^^r-^// e/c^rf^^^/ 



/ 




V 



/ 



• • 




Fiumpolec 25.11.1993. 



me 



Sehr p;eehrter üerr Vladar! 

I 3ir. still alive!! Entschuldigen bitte /schon wievielmals?/ 
___ine Eriefwechselverspätung. Keine letz.ten hoffnunMgsvolj.en ivlach- 
richten /vor Weihnachten/sind , .leider, nur als Wünsche und Prognose 
gebliäoen. Die RealitSt ist ganz, anders gefallen, 

Tin eheiTialige ' Kloster Sepelco.v /Südböhmen/ gibt es v/irklich da^. 
Archiv de: ^JKG aus Böhmen und IJÖhren /ohne Sudetenland/ aber es ist 
biß ^ietzt sehr schwer und kompliziert zutrittbar. Es v;ar erst unlängst 
/nach iiazi- und Komistenära/ entdeckt ur?.d es ist nu^' teilv/eise ver- 
arbeitet» Zeit zur Zeit /^Ix in Ivionat/ komnit aus Prager Jüdischen Mu- 
seurn ein^ v/issenschafltichf.'.r Angestellte die Archiva-iien zu ordnen . 
Leider diesinal - wegen des Jahresv/endegetülnmel un' vielen riessiger 
Frosten und Schneehaufen, habe icl: erst ;jaetzt an Ende Februar < die 
xMöglicii keit das Archivfo^^d der JXG Leipnik zu studieren» 

Leider auch diesmal hat das ganztätige Suchen im Kalt unter 
alten Büchern, /\l::ten usv/ - die letzte iJerührung /vor mir/ gehörte 
sicher einem verstorbenen l'^abbiner - nur geringes Lrfolg, Aber die 
Hoffnung lebt weiter! ! 

Was alles habe ich durchege sucht? 
Bücher der Fhekonzen^en /1844-1967/ - Bewilligungen zum Handelsunter- 
nehmen /I05I-6/ - Polieziangelegenheiten der JKG /1850-69/, - Sitten- 
zeug isse, Stechbriefe, Milittärangele.^onheiten, Kult r und Schulv/eser., 
Ausiandssnxelegenheiten /Schleisien war als Ausland gehalten und kamen 
her mehrere Briefe} /alles 1850-1880/ - Vormerk über Gesellen und Dients- 
bothen /1S21-60/ - Mehrere Verzeichnisse der aKG-Mitgliedern /bis 1377 



V 



ser /bis 1876 samt Horecko-Kolonie/ - Todtf&llescheine /komcienä. von 
anderen Städten bis 1838/!/ Ohne A.B. und ohne Julie ^erl/ - Sanunlung 

der Heimatschei ne /ndt einer -Vierkwürdigkeit: Leipnik 2*2.1873 r IJaria 
Seh,, Frau Dr# J« Schranek 's, Privatin 1S43 geboren/. 

Icl: suci'ite' nicht in Synagoga-.Archiv /Sessclordnung und Bezahl- 
ung/ in Sp3 cal->V.,^chiv, in Schularchiv /leider ers seit 1865, VerinÖg- 
untsar Chi Valien, S t euer archi Valien usw» 

Ip Sara. ;lung der Gestions-Protokollen /1850-92/ habe ich im Buch 
/1886-88/ folgendes gefunden: 

Nr. 500, 22^11.1886 KIC Bezirkshauptinannschaf t in V/eisskirchen l4.11oS6^ 
Z 9691 Übergibt zur .Äusserung die Zingabe des Jos. Jos. Bihellers betrifft 
Richtir:steliun.i^!: seines Names von Schramec5k auf B.iheller«- 

Es ist auffälig da ss die Erledigung des Gesuches 
Matrik ist nicht in Tagesprotokoll erwähnt • 

Das obererwShnte Archivmaterial ist verarbeitet und gut zugänglich 
Wie ^ie ersehen können reicht das "verarbeitfete Material ungaf&hr bis 
J. 1880. 

Etwa 12-14 Schachteln voll von Akten unter dem Titel "Korespodenz 
der JKG mit polit.Eehörden 1870-1940 sind unverarbeitet geblieben. Das 
ist meine einzige und* letzte Hoffnung. Dort rauss doch die 'Urkunde Nr. 
500 lie>a;en. Leider: 1/ Ich weiss nicht wie, o.-'er ob überhau]bt das Material 
irgendweise geornet ist. - 2/ Ich kann hin fahren nur beim nächsten be- 
such des Angestellten aus Prag in der Hälfte Mörz. Haben Sie noch Geduld?! 

Zu::. Schluss wiedreholle ich meine Meinung: y\brahaiii Biheller stam- 



und Zinragen in 




Kumpolec 8,XII.1992. 



Geehrter und lieber Herr Vla"dar! 

keine vo^sitive Nachricht. braucht nian unbedingt zwei 

Für das erfolgreiche Ar^^^^^^hf J^ de? oSt, - Die erste Beding- 

Grundan-aben zu erk^'^'^J^'^^^'^tt? JssM/ üle zweite Bedingung, 
nnr. /Jqhr/ ^ibt e? vorhanden /1c54d, löbü-f/. xjxc ^v>c ..var-bmint 
de? ri'cSirf Wohnort bleibt immer unbekannt. Lebte A.b. überhaupt 

in Lipnlk? wo. und anderswo? j^ichtungen: 1/ Die Fahndung 

Wie SiDe wissen ich f^^he in zwei uic. ^ erhalten mus- 
nach aer. Adoptionsurkun^e die die Indizien de Ab^.^ Hil^angaben 
Pte. /Leider von Herrn Spyra nabe icn Kein(.u ^^ ^^,^. versuche 
fn%eha:?eienre"L,t!er:nden .'atrikl^iern aus Nord^ähren den Na.e 
"Bilieller" zufälligerweise zu ^^t^^-J^^^^"- ^- ^ ^i, ^ehon Matrikeln 

Mit flieser eliminierenden I^.ethode h,^^^J^''-\,J^'tek Frydek durch- 
von fl.und S.^Jicln, I^-terinice Pribor ^^^^^ ^^^^l,, eLe Gelegen- 
resucht, leider ohne Erfolg. In ^°^;,^^®|^ •\':^p„ dorti«-en JKG mit Mat- 
heit naJh Ostrava -^^^-^^^;:f^^^^ ^SlJ^^'^r^rura für Nord- 

riken blicken lassen. - ^ f^"- ^'l^' J f ': "l i Fäkalien und erst nach 
nähren. Um 1800 lebte.dort nur ein pa^i D^ ra.^^ j^^ ^..^^-^^^ 
1850 kam zu grosser .vinwanderngu^^^ ^ .^^^ ^^^ ^He 

ganze NordmMiren. Die ^^^^^zf deftla?ri?Sn?' seit 1875 bis 1949 
- leider keinn^al ''Biheller" komr.t vor. Seit ^18.3 g^^^^^ ^^^ 

strauer JKG auch Bohurain /0''^^''^\^;g/ T ^Jf^neicht in Polen ein- 
Jahre 1893 waren die J^f^^^^i^^^^f.^^^.^^^Sir'iden schon 12% der Bevöl- 
getragen/. - Im •^^f^?;^,Jf ?;^^^i: ^ ?on N.Eohundn 1910-1949 /X,oo,V 
kerung. Ich habe auch die .^atri.,-eiv^ gesehen, aber wieder. 

und von Cesky Tesin /X 1903, ^''^^/Jf^i^^^-'^^Qi^TER /IS. 145/ habe ich 

pod Rad. "sw)*Vontrolieren. Dr. Fiedler könnten uns ein 

■^ Hoffentlich un^^ere l°"^?f^""^,\^^l„ai besprochen /Ein net- 
wenif helfen. Ich habe mit iho. ''J^on zweimal g^si auserlesenes 

te? Sensch, l^i^f ,f %??^'j;2^ri';^^-Sul;^"0zenIus? sein. Er dankt 

Särn%%?orfatifnL!"LS;?:1n?«^S^- diese ei- nicht oder die 

Buchgrösse ermöglicht ff Jiicat. ^^^i^ige ich Ihnen heute doch: 
Eine hoffnungsvolle I'^^°?^'??n^hon und polizeilichen Freima- 
Jetzt nach der allgemeinen politischen und po. zentral- 
chung bei.uns.belebte neu auc. die läti^^^^^^ ^^^^^^ ^ ^. ^^^^^ .^^^ ^^,,, 
Judengemeinde /z.B. ein neuer .vaouj-u ^, 





( 





erfsäiPGn, dass die geretete, übrigbleibene fischiven der mehreren^ 
JKG /ehemaligen/ wieder geöffnet und zum Studium zutrittbar sein 
sollten. Die Archivfaszikeln liegen bis jetzt in einem Echloss in 
Sl^dböhmen /Senelcov/. Bei der Archivverwolterin in Prag habe ich 
mich schon zum Studium angeneidet. In vorläufigen Archivalienver- 
zeichnis habe ich sehr viele - für uns wichtige - Materialen aus 
Lionlk n/B, gesehen. Wenn A.B. in Lipnlk wirklich lebte, muss ich 
ihn dort in verschiedenen Fiöö-iern und Verzeichnissen auffinden. 
Archiv der Li^niker JKG sollte auch viele Briöfe und Zuschriften 
von Bezirkshauptmannschaft /§/ enthalten. /?Zuschrift über Namens- 
änderung und Bewilligung?/ Palls eines positiven Fundes schicke ich 
- noch vor Weihnachten - Ihnen ein Telegramm, Leider dieses Archiv 
der JiCG enth."lt nicht die Archivalien aus Sudetenland /N.Jiöin, 
Pfibor usw. /Fast alles war durch Nazi vernichtet. 

Zum Schluss e'twas aus der jüdischen Literatur: 
Studia Judalca Austriaca, 10, 1984 /S 5-30/f//4,>i> 
Der Osterreichische Staat und die Juden vom Zeitalter des Absolu- 
tismus bis zum Ende der Monarchie. 

Anna ü.l.Drabek -' Mordechai Eliav - Gerald 
Jerusalem, In: Anna Drabek: Das Judentum 

der Emanzipation. 

Die Juden in den böliiaischen Ländern /Die Vorträge der Tagung des 

Collegium Carolinum. in Bad Wiessee /27-29.XI.1981/ 
München-Wien 1983 

Sehr lieber Herr Vladar! ., , ^ ■ ^^^v. -n tt 

Bitte, Sie müssen mit mir noch ein wenig Geduld haben. De3? Fall 
"A.B." ist besonders kompliziert, aber in keinem Fall ergebe ich mich! 
Bitt« kein G^'ld mehr -u schicken. Ich bin Ihr Schuldner. Die Hechn- 
un,^ kom.:iit erst nach der Lösung des Aß-Falles /und David/. ^ Dann wolte 
ich mit Ihren "Südböhmern beginen. Das ist schon mein Region. 

Sie Herr Vladar, - obwohl persönlich unbekannt - gehörep zu meift 
nen besten Freunden. Schade, dass m.ein Deutsch so schwach ist! Wie 
"erne wollte ich mit "ihnen über mehrere philosophischen, historischen, 
politischen oder kulturellen Probleme unterhalten! /Z,B, über Ihr 

Heimweh und Einsamkeit./ k.- + + o 

Wef^en kommender Weihnacht s-ostverstopiungen nehmen Sie, bitte, 

schon heute, meine bestem cihnachts- und Neujahr-Grüsse an. Vor al-^ 

lern G1''SUNDHEIT. Das andere - wie sagte man bei uns m cOBialismuszei- 

ten - kann man entweder kaufen oder stehlen! 



Stourz: Prag-rCzernowitz- 
der böhmischen länder vor 
£isenstadt 1984. 



Herzlich grüsst 



P, 



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QiÄ)ecr¥= Slowakei? 




« • 



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1/ In Prag ist neulich ein interessantes Buch erschienen» Jifi Fied- 
ler /ich kenne ihn/: Jewish sights of Bohernia and Moravia /Guide 
Book/, 23^Seiten, /Historie der JKGemeinden - nach Gold 's Buch -, 
berüiamte Landsleute, Kirchhöfe, Landkarte, Photos usw./ Ich möchte 
Ihnen einige Xerox-Kopien schicken» 

2jL Die jetzige slowakische Regierung bedeutet für Böhmen nur Baiast: 
a/ökonomisch: Slowakei betrögt 30% Einwohnerstand, 15% Gesamtpro- 
duktion aber Fast 50% Finanzaktiven als Unterstützungen 
b/ politisch: Ganz andere Zielen! Bei uns folgerichtige xMarkt- 
Wirtschaft und in der Slowakei etwas wie "Kadar-rSystem^mit ver- 
bessertem Sozialismus und freie Verkauf der Panzern* 
c/moralisch: Bei uns TGM- und Havel-Prinzipen und in der Slowakei 
die postkomunistische und post'Tiso-Weltanschauungen mit dikta- 
torischen und antisemitischen Tendenzen* 
Wissen Sie dass die ehemalige slowakische TisorGesetze gegen Ju- 
den waren grausamer un' strenger als die Nürenberger Gesetze in Reich? 
Die ortodox-katholische Tiso-Regierung hat nicht die gemischte Trau- 
ungen anerkannt* Das zeigte sich als sehr hart für Kinder und auch wegen 
Eigentum* Darum lebt bis jetzt in der Slowakei eine einflussvolle Grup- 
pe der "Arisatoren" , die das Judeneigentum "geerbt" haben^ 

Es ist bekannt, dass Himmler zuerst die Bitte der slowakischen Re- 
gierung um Judenauswanderung nac:i Osten /wegen kleine Kapa...itöt der 
KZL/zurückgewiesen hat. Deshalb spöter musste die slowakische Regier- 
ung für "Auswanderung" jedes slowakischen Juden der deutschen Seite 
ein Betrag 100DM anbieten und bezahlen. 

Leider eine schlechte Rolle spielt jetzt bei Trennung besonders 
ie kanadische Abteilung; des "Slovak-rWorldrCon^res mit Herrn Stastny 



die kanadische Abteilung aes "biovaK-rWoriarUongre 
/Heckey Spieler/ und Homan /Bussnisman/ an der Spitze. 



Humpolec 24.II«92. 



\ 



F.ehv geehrter und 1 i*er Herr Vladar! 

Tn A^r. peilfif^e le<?e ich Freibergs Geschichte 
bei beider! nur mit einziger Anemrkung über Ju- 

^fn-n Freiberg ^Also kein Zi^gJ-^J.-f.^/iJe? 
Brno-Bibliothek gibt es etwas Ähnliches über 

^^^""ihreir Wunsch nach lasse ich. Ihnen wissen: 

r^'eWtete. Problem hab. ich bis Dt t^jjoch 
?i°nfsrv?el'B?Lrten*Snri?lesbleibt'i->er 

«''^°^Si£!* fahre ich nach Brno - eine Becognos- 
cationsre!Sef'/rnt«rt von Pferov ist noch nicht 

da. 



Herzlich grüsst 




i^A^^ ^ 




Sehr /geehrter Herr Vladar! 



Humpolec 9 #6 •1993 



s 



Nacli längerer Pause wieder ein "Lebenszeichen*' aus dem Hei- 
matland Ihrer Vorfahren, Leider auch diesmal ganz negativ! 

Wie £ie wissen, ich hatte in Absicht in 12 übrigbleiljpieden 
Faszikeln^bis jetzt nicht zum Studium verarbeiteten Archivalien 
der JliG in Lipnik zu suchen* Besonders suchte ich nach dem Nr, 500/ 
1886 /Gesuch um Namensö.nderung/ und nach dem Bescheid der Bezirks- 
hauptmannschaft Hranice an Matrikführer in Lipnik /Feber 1887/ über 
Berechtigung in Matrikbuch. - Erfolglos! 

Es gibt nur zwei mögliche Erklärungen: 1/ Matrikarchiv mit meh- 
reren ',!atrikeln wurde durch Nazi vernichtet • - 2/ Im 80. und 90. Jah- 
ren ''herrschte** am Habbi nat ein sehr unordentlicher Matrikführer und 
Beamter überhaupt /z.B. in Vergleichung mit 70 • Jahren oder nach dem 
Jahre 1900, virÄ^m die Akten sind gut geordnet/ 

Also, das Weg mit "Nam.ensSnderung" zeige sich als blind und ge- 
chlossen. V/ie jetzt in "Abr.Biheller-Angelegenheit" weiter gehen? 
Ich bin nicht gewöhnt sich ergeben! Eine neue Möglichkeit gibt es: 
Ehe und Ehevertrag Jos.BihellersH oo Maria Perl /1887/ in i^i.Jicin. 
Dabei musste doch auch Abr. Biheller irgendwie partizipieren! Ich 
habe schon an N.Jicin /Archiv/ geschrieben - in welchem Zustand zur 
Zeit der STADTARCHIV sich befindet. Ob ich nicht mich irrxe war für 
dieses Jahr eins grösseres Ordnen der Archivalien geplant. Also meine 
nächsten /hoffentlich positiven/ Nachrichten können Sie aus N.Jicin 
erwarten. 

Ich bitte um Geduld! Eis Ende Juli dauert auch das Filmdrehen 
"GM und seine Kinderzeit" und ich muss immer zur Frage und Antwort 
bereit sein. Mit Herrn La Orange haben wir sehr schöne sonnige Früh- 
lingstage verbracht. Er ging in GM^Spuren mit mir zum erstenmal. 

Ich habe in Archiv der Lipniker JKG so schöne und intersesante 
Archivalien in meinen Händen gehalten und mit Piet durchgeblättert! 
Wunderbar! Z.B. auch ein künstler?5isches Vorschlag- Plan des Haupt- 
kerzers und des Haupt-Beleuchtungskörpers für d"^e umgebaute Synagoge 
/feine d.ev schönsten in Mitteleuroj)a/ war da. 

Ich v/ollte Sie ein wenig ^^'^'^^^^^i^^-'^ einer Kleinigkeit aus 
diesem Archivalienhaufe. Ich schicke dib49^' als Andenken an Jugendzeit 

des Jos. Schramek-Biheller in Lipnik folgende Urkunden: 
1/Zeugnis: Die Familie B-erger war irrgendwie mit der Familie Schra- 
mek verwandfet. Wie habe ich Ihnen geschrieben^ ein "David Berger " 
ist auch als Pathe beim Josefs Geburt eingetragen /dasselbe war auch 
bei den anderen Schrameks Geburten und -heschliessen/ 
2/Die Bestätigung über Bahngebühren und Porsto für das israelitische 
Badehaus. /Für einen 'hilatelist sollte diese Postsendng aus der Vor- 
briefamrkenperiode eine grössere und wertvolle/«/ Rarität sein./ Ausser- 
dem es ist möglich dass der junge Jos.Sch-BX^>ainK "bar micvah/ -Konfir- 
motionbad- in dem neuen Bad v/eihte# 



Herzlich n:rüsst Ihr 



to' 




I 



•DO» 




Merken Sie die 2 tsch. LandsiliänXer: Maler Drapela und Minister 

Jelinek? Beide stammen von/uns. 

Bitte, in Zeugniss den Namön "Vögerle" und das jüdisclie Pe^schafi- 
zu achten. 



"Die alte Liebe rostet nicht." 



Sehr geehrter Herr Vladar! 



Humpolec 27*IV.1994. 



Vielen, seilen Dank für Ihren Brief. Gott sei dank, alles ist 
O.K. Mein Brief von Herbst musste irgendwo verschwinden. 

Meine Arbeiten mit Film sind schon seit Herbst zu Ende und 
wie Sie sehen können auch die PremiSre ist schon aus. Gott sei Bank 
auch Hollywood hat über meine Diensten keine Interessen. Anfangs Ju- 

auch die Museum-Exposition ''De^^ Junge Mahler und Iglau" öffnen 
/unter Protektorat des Parlament-Präsidenten/. Meine Szenarium und 
meine Dokumenattion verarbeiten jetzt die bildende Künstler aus Prag. 

So bin ich bereit Ihnen ein wenig zu helfen. Selbstverständ- 
lich, ob Sie keine Einwönde dagegen haben /Ein Genealoger Aus Wien 
usw/. Etv/as in demselben Sinne habe ich Ihnen im Herbst geschrieben, 
leider, ich habe keine Antwort bekommen. 

Zwei Bescheiden für weitere Archivstudium: 
1/ Die Vv^iege aller Humpoletz-Familien-Angehörigen aus Eöhmerwald 
//es ist für mich einen "Humpoietzer" sehr intersaant// liegt 
m einem viereck-Sprengel: Öestice-Prkosin-Libetice-Volyne. Das 
habe ich schon früher entdeckt. 
2/ Jetzt ist nicht wichtig ob ein Teil von Zöhvozdi /Hintring/ existiert 
oder liegt unter Lipno-Stausee-Sniegel, wichtiger ist, dass die 
Kirchenbücher der ehemalige] Pfarre schon wieder in Archivladen lie- 
gen. Ich habe schon in Herbst Archiv angerufen. 

Wegen des "verkühlten" Sterbedatums /1872/ Julia Perl 's und 
ihrer berühmten Verwandschaft "Davids" habe ich interdessen eine Brief- 
bitte an meinem Mahler-Freund an Nord-nöhren gesendet. Hoffentlich... 

Zum Ende des Schreiben muss ich bekennen, dass mir Ihre - am 
meisten optimistische, sehr kulturelle, liebe und anregende Briefe 
sehr fehlten. Schade, dass ich in demsjelben Styl in deutscher Spra- 
che Ihnen nichu antworten toöchte. 



Ihr "alter 



/ 



"^t^v 




'Nie neni irelevantni, ose muze byt klicem..." 

Karlheinz Stockhausen 



KOUZELNY ROH 



Odbornf poradci a prüvodci filmem 

HENRY-LOUIS DE LA GRANGE 

JIRI RYCHETSKY 

Hrajf: Max Hoffmeister 

Petr Cepek 

Jana Radojcicovä 

Produkce: Eliska Sekavovä 

Hudba: Gustav Mahier 

Jan Klusäk 

Zvuk: Vladimir Skall 

Stfih: Ivana Kacirkovä 

Kamera: Jaromir Kacer 

Scenäf a rezie: Pavel Kacirek 



FRAMCOUZSKY INSTITUT V PRAZE 
A ORIGINÄLNI VIDEOJOURNAL 

si Väs dovolujf pozvat 

na premieru filmu 

o nnlädf skladatele Gustava Mahlera 

Käzäni rybäm 

dfl 1. 

KOUZELNY 

ROH 



ve ctvrtek 14. dubna 1994 v 18 hodin 



FiLMOVY SAL FRAMC0UZSKä:HO IMSTITUTU V PRAZE. 

Stöpänska 35. Praha 1 



Humpolec 3.10.1996 



Lieber Herr Vladar! 

Ich liebe und immer liebte Ihre Briefe! Leider, wegen Mahler-Zeit- 
spenne musste ich diese zu lange entbehren» 

Zeit zur Zeit bin ich mit irgendeinem im deutscher Briefwechsel ge- 
treten. Infolge meiner schwachen Sprachkenntnissen handelte es bei- 
derseits um kurzen Nachrichten. Ihre Briefen haben aber für mich 
mehrere Vorteile. Sie erkennen die tschechische Kultur, Historie und 
jetzige unsere Umstanden. Sie haben ein Gottesgab der interessanten 
Erzählung, der ausgeschliffenen Schreibart. In Ihrem Schreiben finde 
ich immmr etwas was mich besonders interessiert und berührt. Kurz und 
gut Ihre Briefe bereichern meine allgemeinei Erkenntniss^nd mein geis- 
tiges Leben. 

Für micii gibt es dabei ein Nachteil: Es tutÄ mir leid, dass ich 
Ihnen in denselben KvalitÄt nicht antworten kenne. /Das habe ich schon 
Ihnen auch mehrmals geschrieben./ Entschuldigen, bitte, wenn mein 
aufrichtiges Bekenntnis ein bischen übergetrieben scheint. Ich kann 
meine Gefühle nicht besser ausdrucken. 

Nach unsere? jahrelangen Mitarbeit bin ich jetzt slebstverstÄndlich 
bereit Ihaan weiter im geneal gischen Studium helfen. Dsf dicke Fas- 
zikel mit Anschrift "VLADAR" liegt nocln vorhanden und Ihre wichtige 
Lücken liegen noch in meinem Gedächtnis. 

Ich erwarte also bald Ihre neuen. Aufgaben mit Angaben und Ausganspunk - 
ten^ Ihr angebotener Honorar ist zu hoch, mit dem machen Sie keine 
Sorgen. In diesem Hinsicht hatten wir doch bis jetzt keine Problemen. 
Ich bin ein bescheidener Pensionist und in der ersten Reihe wollte 
ich Ihnen und Ihrem Stammbaum, wie es möglich wäre, helfen. 



Herzlich grüsst undx^ieiöndea HerbsV wünscht 









BuitenJand 




Speech held by Willem Smith in Kaliste on the 1 st. of june 1996 as rcpresentative of the Dutch 
Gustav Mahler Society. 



Ladies and Gentlemen! Dear M ahler- firiends! 

The reason why we are here today is a happy one! We are proud of our happy tasks as representatives 
of the Dutch Gustav Mahler Society (The Nederlandse Gustav Mahler Stichting) and we do hope that 
what is being started todav will have a tremendous impact in the musical world! 
Please forgive me for going to be a bit more personal now! For I am both proud and gratefiil to be able 

to speak here! 

The first time I came here was in 1989 on a holiday-trip with firiends. We came unexpectedly to 
Humpolec and visited the Museum there. From there we phoned Dr.Rychetsky and to our 
astonishment he came to the museum right away . He offered us a small tour along some ' Mahler- 
piaces" and we saw the house-of-birth too. That meeting I will never forget! This started my fnendship 
with and mv admiration for a remarkable man. During the many visits that foUowed - always with 
different friends (for I believe in sharing...!) - 1 realized more and more the tremendous amount of 
work he has done (and still does!) to unravel the 'secrets* around Mahler. And 1 am sure that, if 
Dr.Rychetskv had not done his research during all those years, many other Mahler-devoted people 
were still being in the dark about Mahlers' youth and his Bohemian and Moravian roots. (I mention: 
The l St. ever permanent Mahler-museum in the world in Humpolec: the initiatives around Jihlava 
(now being realized); MahlersTirst love (and the song: "Nicht wiedersehen"); and so on, and so 



on. 



!). 



Even Prof de La Orange, whose Mahler-biography is world-wide known and admired - could not have 
wTitten an important part about Mahlers' youth, without teh great work of Dr.Rychetsky. 
Therefor we from the Dutch Gustav Mahler Society - and many people from elsewhere - do hope and 
wish that all what Dr.Rychetsky found out around Mahler in Bohemia and Moravia - will soon appear 
in book-form! 

We ha\ e three wishes and this is the second one: Because the Internationale Gustav Mahler 
Gesellschaft in Vienna stopped rewarding medals to people who did great Service to Mahlers'music, 
here is a golden opportunity to fiU that gap! Having seen and admired the different medal-designs of 
Milan Knobloch - he is here too today! And his plaquette is on the house-of-birth! - this tradition 
could be started again, but now from HERE - from Bohemia! Where the roots of Malilers' being and 
music lie! ' 

All good things come in three-fold! Our third. last and very important wish is, that Mahlers' house-of- 
birth will become - after being restored - a meeting point for the LOVERS (the only right wordü!) of 
Gustav Mahlers' music. May the action - which Starts today - have a long-lasting effect for the future! 
We - from Holland - will certain help too! We all know the special relationship of Gustav Mahler and 

Holland! , , .-,.., •. » 

Therefore I will ask you to toast to this phantastic idea! MAHLER a MY ! Mahlers Zeit bleibt 

kommen! 
Thank vou! 




8 



Humpolec 17.11.1996. 

Sehr geehrter Herr Vladar! 

Nach längerer Zeit sende ich Ihnen wieder eine umfangreiche 

^^^Meine* erste Reise na<SAR Praha führte zu meinem Schüller. Er orga- 
nisiert» jetzt Aufbau efneC grossartige,^ Archiv«bau, die sollte alle 
h^ohPr^l?P Archiven in Prag ersetzen und frei machen. Er hat mir 

sik und wir waren sofort auf derselben Saite eingestellt. ^Ganz jus ^ 

Pxahmsweise 

in Archiv b . . , • . • n n .: ^ w^n^k>jK 

Schlesien und Möhren und Sie ist bereii-willig micn^t 




iet€ /So i872/rs;ri;%en{;7v-i872/, fiiiS'^i/^t^iiii Itfihew 

^^ Teil 'A r3'jTiihrTs.T^i''^^^^^ 

Sas zuständige OAR für Osoblaha ist in Bruntal^^Äa^' ,oder für 



z.B. Gerichtsakten in AR Opava, 



^<iA«^»'C!6l4(Jsr/ 



Ich möchte sagen, dasr .ich'bis jetzt so ei"y^°^Pl^„?i|^^^^^J?i^^ 
n-iPht Prledißte. - Doch bin ich bereit Ihnen zu^ helfen! Sie sollten 
aber zSers? folgende Probleme und Fragen noch einmal überlegen und 
selbst beantworten: 




lii^ni'elL. Tages im Falle Kontroll^trike. /Sxehe beilag 



- 1 CAD. 
e/ möch- 





soliteVich^studieren. f 



:?irf^l§5 i^rersie>nnten mehrere Ausgangspunkte zu» Stu^iu. 



. ,, r-^.Z P^^hor^ riopsdorf neu in Bruntäl usw. I/.einer lUeiming 
nL^wlr'S^auch?en'zue?ff Samln'eines Dorfes oder Ortes kennen ler- 
nen. Dazu sollten uns die "atrikel herbeiführen. Kloes- 
TiLal habe ich Ihnen ein Dorf, lana>u dem ^fjj 1835 /von Klogs 
än-rf/ ^e^endet. Dazu muss auch StabilrParzell-Protokol mit Namen 
der Befilzern gehören. Das Buch ist sicher in Brunn deponiert. Aber 
es ist nicht wahrscheinlich, ob schon im Jahre 1835 die Familie DAVID 
ein Haus .besitzen möchte /erJl [lacn 1848?/. Die Grundbücher fü g 



Lipn: 
hat. 



t|£L/fVt, 




~1 ' 

Ich erinnere mich an einen Heft mit Anschrift "Chevr